{"id":7721,"date":"2016-05-07T11:23:29","date_gmt":"2016-05-07T10:23:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7721"},"modified":"2016-05-07T11:23:29","modified_gmt":"2016-05-07T10:23:29","slug":"umani-springs-maerz-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-maerz-2016\/","title":{"rendered":"Umani Springs M\u00e4rz 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 1. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nSonje kam zusammen mit ihrer Gehegegenossin Murera sehr gem\u00e4chlich aus ihrem Gehege. Drau\u00dfen holte sie ihren Liebling Ziwa ab und kniete sich hin, damit er mit ihr spielen und auf ihr herumklettern konnte. Ziwa liebt das. Es dauerte nicht lange bis Murera ihr hinterherkam und sie beide mit Ziwa spielten. Jasiri suchte nach einem Kratzfelsen, um sich ein paar kleine Zecken von den Backen und dem Schwanz zu entfernen.<br \/>\nNachdem die Waisen am Vormittag im Wald gegrast hatten, suchte Lima Lima nach einem Wasserloch, aus dem sie saufen konnten, doch es war sehr trocken in der Gegend. Die Waisen brachen darum etwas verfr\u00fcht zu der Stelle f\u00fcr die Milchf\u00fctterung auf, weil es in der N\u00e4he viele frische Quellwasserl\u00f6cher und einige Schlamml\u00f6cher gibt. Sie vertrieben sich dort ein wenig die Zeit, fra\u00dfen frisches Gras, soffen genug Wasser und bekamen sp\u00e4ter ihre Milch. Anschlie\u00dfend nahmen sie noch ein wohlverdientes Schlammbad. Ziwa war der Meister-Schwimmer des Tages, zusammen mit seinen Freundinnen Sonje und Zongoloni.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201671012-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje legt sich hin, damit Ziwa auf ihr herumklettern kann<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 2. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein sehr gesch\u00e4ftiger Morgen. Die Waisen sahen gut und gl\u00fccklich aus, als sie den Tag begannen. Nach ihrer morgendlichen Milchflasche suchten alle Babys einen geeigneten Ort, um sich die H\u00e4lse und R\u00fccken zu kratzen. Das machen sie jeden Tag: Sie schuffeln sich an dem gro\u00dfen Lava-Felsen neben ihrem Wasserloch oder an der Laderampe, die ebenfalls aus rauhem Lava-Gestein gebaut ist. Umgest\u00fcrzte Akazien sind auch sehr beliebt, da sie daran R\u00fcssel und Bauch gut massieren k\u00f6nnen. Jasiri schien heute Morgen auf eigene Faust losziehen zu wollen und ging weiter hinaus, um sich an einem Baum zu kratzen. Sonje wollte Ziwa \u00fcberzeugen, ihr in den Busch zu folgen, doch er z\u00f6gerte noch, weil er ein paar leckere Wurzeln gefunden hatte. Er trat mit den F\u00fc\u00dfen dagegen, um sie auszugraben, und danach zerh\u00e4ckselte er sie in kleine Teile, die er dann weichkaute und hinunterschluckte. Sonje blieb bei ihm, bis er genug davon gefressen hatte.<br \/>\nEine gutgelaunte Lima Lima f\u00fchrte dann die Gruppe beim Grasen an. Sie witterte wilde Elefanten und B\u00fcffel und warnte die Keeper vor, um deren Sicherheit sie immer sehr besorgt ist. Die Keeper sahen zuerst die B\u00fcffel, dann kam aber auch gleich ein gro\u00dfer Elefantenbulle. Er hielt kurz inne, trat aber dann aus Furcht vor den Keepern die Flucht an. Wenn die Keeper mit den Waisen umherlaufen, signalisiert Lima Lima ihnen immer sehr gut, wenn Elefanten oder andere Tiere in der N\u00e4he sind; sie ist f\u00fcr die Keeper Augen und Ohren im Busch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201672720-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Babys kratzen sich die H\u00e4lse<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 3. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nMurera verbrachte am Morgen viel Zeit damit, sich an der Steinwand eines Wegweisers zu kratzen. Lima Lima schloss sich ihr an, da es sie auch juckte. Sonje und Ziwa f\u00fchrten die Babys mittags zum Staubbad, wo sie auch ihre Milch bekamen, denn es war bereits Zeit f\u00fcr die Mittagsf\u00fctterung geworden. Murera stellte fest, dass sie ihre Freunde aus den Augen verloren hatte, wusste aber, dass es keinen Grund zur Panik gab, da noch Keeper in ihrer N\u00e4he waren, die sie zum Rest der Gruppe zur\u00fcckbringen w\u00fcrden. Auf ihrem Weg zur\u00fcck zur Herde kam sie an den frechen Jungs Faraja und Ngasha vorbei, die energisch miteinander rangelten. Die Bullen lieben solche Kr\u00e4ftemessen und verbringen viele Stunden damit. Beim Schlammbad sah Ngasha, dass Sonje auf dem Boden lag und versuchte, sie zu besteigen, aber vergebens. Daraufhin ging er zu Zongoloni und versuchte sein Gl\u00fcck bei ihr; Zongoloni wollte davon aber nichts wissen, drehte sich schnell um und verjagte ihn.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/41020167321-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die wunderbare Murera beim Kratzen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 4. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nSobald die Waisen aus ihren Gehegen gekommen waren, bekamen sie ihre Milchflaschen und verteilten sich dann, um von der frischen Vegetation zu fressen und ihre M\u00e4gen damit zu f\u00fcllen. Murera suchte nach etwas weicher Erde, mit der sie ein Staubbad nehmen konnte. Dabei fand sie Ngasha, der sich den Hintern kratzte und dabei wie ein Pavian auf den Boden sa\u00df.<br \/>\nAls die Schlammbadzeit n\u00e4herkam, nahmen Sonje und Murera Ziwa zwischen sich und begleiteten ihn zum Staubbad, wo die Waisen fr\u00f6hlich spielten. Nach dem Einstauben gingen sie in den Wald zur\u00fcck, blieben aber in H\u00f6rweite der Keeper, die noch ihr Mittagessen zu sich nahmen. Nach dem Mittag ging die Herde tiefer in den Wald und graste dort weiter. Die Keeper lie\u00dfen sich auf ein paar Felsen nieder, von wo aus sie eine gute Sicht auf ihre Sch\u00fctzlinge hatten.<br \/>\nAls es am Abend Zeit f\u00fcr den Heimweg war, \u00fcbernahmen Lima Lima und Zongoloni die F\u00fchrung von Sonje und Murera. Die Waisen waren p\u00fcnktlich zur abendlichen Milchf\u00fctterung an den Stallungen zur\u00fcck. Die Umani-Stallungen wurden erweitert, um irgendwann weitere Waisen aufnehmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201673535-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera sucht eine Stelle zum Einstauben<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 5. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute Morgen aus ihren Gehegen kamen, gingen sie alle direkt zur Tr\u00e4nke, um Wasser zu saufen. Danach nahmen sie ein Staubbad, bevor sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. Sonje folgte Ziwa, der bereits mit Murera zusammen aufgebrochen war. Es dauerte nicht lange, dann hob Murera ihren R\u00fcssel in die Luft und schnupperte, da sie wilde Elefanten in der N\u00e4he witterte. Als sie ihre Spur aufgenommen hatte, f\u00fchrte sie die Waisen in die entgegengesetzte Richtung; sie wollte nicht auf die wilde Herde treffen, die wom\u00f6glich versuchen w\u00fcrde, ein paar Babys zu entf\u00fchren.<br \/>\nIm Laufe des Vormittags wurde es hei\u00dfer, und die Waisen gingen zum Wasserloch, wo sie alle das k\u00fchlende Bad genossen. Die Babys rollten sich herum, schwammen, tauchten unter und waren bald v\u00f6llig mit Schlamm bedeckt. Die Mittagsschlammb\u00e4der in der hei\u00dfen Jahreszeit sind eine Lieblingsbesch\u00e4ftigung der Waisen und ziehen sich immer in die L\u00e4nge. Zongoloni und Quanza kamen heute als letzte heraus und beendeten das Bad damit, frische rote Erde \u00fcber ihre K\u00f6rper zu werfen.<br \/>\nAm Nachmittag fielen die Temperaturen wieder, und die Waisen grasten, angef\u00fchrt von Quanza, Faraja und Ngasha, bis es Zeit war, zu den Stallungen zur\u00fcckzukehren. In den trockeneren Monaten wird weniger gespielt und daf\u00fcr mehr Zeit in die Futtersuche investiert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/41020167396-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje pfl\u00fcckt gr\u00fcne Spr\u00f6sslinge<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 6. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen hatte eine wunderbare Nacht, in der sie Besuch von wilden Artgenossen bekamen. Die Elefanten gingen zuerst zum Wasserloch neben dem Tor, ehe sie um die Gehege herumliefen. Es waren auch einige winzige Babys dabei, die unter den B\u00e4uchen ihrer M\u00fctter liefen. Die wilde Herde bestand aus insgesamt sechs Elefanten, von denen einer ein gro\u00dfer Bulle war. Es war toll zu sehen, wie sie mit den Waisen kommunizierten und sich mit ihnen anfreundeten, und die Keeper sahen aus ihrem Zelt zu.<br \/>\nNgasha und Faraja waren die ersten, die die wilden Elefanten um sie herum bemerkten. Sie gaben Murera, Sonje und Lima Lima am anderen Ende der Stallungen Bescheid. Die Waisen machten einigen Krach und schoben an ihren Gehegew\u00e4nden, weil sie herauskommen wollten; Quanza und Jasiri waren am lautesten. Murera schrie laut auf und suchte Hilfe bei den Keepern, damit die wilden Elefanten nicht ihre Babys enf\u00fchren w\u00fcrden. Kaum hatte die wilde Herde die Keeper gewittert, verschwand sie wieder im Wald.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201674218-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen saufen Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 7. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nLima Lima kam heute aus ihrem Gehege gerannt, sch\u00fcttelte den Kopf und trompetete laut. Sie war in sehr verspielter Stimmung, als die Gruppe zu den Weidegr\u00fcnden aufbrach. Wie \u00fcblich wurde Ziwa von seinen beiden Adoptivmamas Murera und Sonje begleitet, die sich M\u00fche gaben, die wilden Jungs zu meiden, die sich laut trompetend Ziwa n\u00e4herten. Er ist der j\u00fcngste von ihnen und mag die Rangeleien der \u00e4lteren Bullen nicht. Ziwa hat zwei sehr mitf\u00fchlende M\u00fctter gefunden und ist ein gut umsorgtes und gl\u00fcckliches Baby.<br \/>\nDer Tag wurde hei\u00df, und jeder sp\u00fcrte die Hitze. Sogar die Keeper w\u00fcnschten sich, sie k\u00f6nnten sich den Waisen beim Baden im Wasserloch anschlie\u00dfen. Als die Babys ihre Milch getrunken hatten, begannen sie das Schlammbad, um sich abzuk\u00fchlen. Bevor sie sich aber w\u00e4lzten, traten Zongoloni und Quanza im Schlamm herum, um ihn aufzulockern. Lima Lima, Zongoloni und Sonje gingen zuerst hinein, trampelten und spritzten im Wasser herum, um sicherzugehen, dass alle Babykrokodile aus dem Wasser verschwunden waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201674644-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Babys genie\u00dfen ein k\u00fchlendes Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 8. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein \u00e4u\u00dferst hei\u00dfer Tag, und die Waisen konnten es kaum erwarten, zum Schlammloch zu gehen, um sich darin zu w\u00e4lzen. Sie wedelten beim Grasen mit ihren Ohren, um sich abzuk\u00fchlen. Jasiri und Zongoloni hielten es nicht mehr aus und rannten in Richtung des Wasserlochs davon. Dort sahen sie, wie der Traktor das Schlammloch mit Wasser auff\u00fcllte. Der L\u00e4rm des Traktors hielt sie aber nicht von ihrem Ziel ab: Sie sprangen sofort ins Wasser und w\u00e4lzten sich darin herum. Es dauerte nicht lange, bis sich auch der Rest der Herde ihnen anschloss und sie einen tollen Bade-Wettbewerb starteten. Murera war die einzige, die nicht hineinging; sie stand nur am Ufer und bespritzte sich mit Wasser. Den etwas k\u00fchleren Nachmittag verbrachten die Waisen tiefer im Wald bei der Futtersuche.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201675041-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen kommen am Wasserloch an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 9. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen am Morgen aus den Gehegen und wollten in den Busch aufbrechen. Sonje hatte aber eine bessere Idee und brachte die Babys zu den im Bau befindlichen neuen Stallungen. Nachdem sie diese genauestens untersucht hatten, f\u00fchrte sie die anderen dann in den Wald.<br \/>\nW\u00e4hrend sie liefen, rannte ein winziges Dikdik zwischen Farajas Beinen hindurch, sodass er erschrocken wegrannte. Die anderen Waisen wussten nicht, was Faraja so erschreckt hatte, und sicherheitshalber flohen sie auch in alle Richtungen. Die Keeper konnten sie aber wieder zusammensammeln und beruhigen. Sie beschlossen, den Waisen heute ein neues Gebiet zu zeigen und brachten sie zum Kithasyo-Flugfeld, wo sie noch nie zuvor gewesen waren.<br \/>\nBeim Mittagsschlammbad fanden die Waisen einen saufenden Babybuschbock vor. Sie gerieten schon wieder in Panik und trompeteten laut, da sie dachten, es w\u00e4re das gleiche Tier, das zuvor zwischen Farajas F\u00fc\u00dfen entlanggerannt war. Lima Lima ging nicht ins Schlammbad, sondern beobachtete lieber den Buschbock und die anderen wilden Tiere, damit sie die anderen Elefanten und die Keeper fr\u00fch genug warnen konnte und so weitere Panik vermieden werden konnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/41020167546-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Babys inspizieren die neuen Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 10. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nUm 6:00 Uhr waren die Waisen bereits gutgelaunt und verspielt. Sie genossen ein Staubbad und begr\u00fc\u00dften zusammen mit den V\u00f6geln, die in den B\u00e4umen sangen, die aufgehende Sonne. Sie konnten riechen, dass ihre wilden Freunde in der Nacht am Staubbad gewesen waren, und einige nahmen ihre Spur auf und folgten ihr in den Wald. Lima Lima rubbelte ihren Bauch auf dem Boden herum, ehe sie aufstand und den Fu\u00dfabdr\u00fccken folgte, um zu sehen, ob noch ein paar wilde Elefanten zu finden w\u00e4ren. Leider sah keines der Babys ihre Artgenossen.<br \/>\nMurera und Sonje brachten die Waisen zum Wasserloch, wo sie soffen und sich abk\u00fchlen konnten. Bevor sie sich w\u00e4lzten, testeten sie das Wasser, um sicherzugehen, dass es angenehm k\u00fchl war. Danach ging Ziwa hinein, gefolgt von Sonje. Die zwei begannen zu schwimmen, und es dauerte nicht lange, bis auch die anderen Waisen hinzugekommen waren und so weit untergetaucht waren, dass man nur noch ihre R\u00fcssel sehen konnte. Unsere Albino-Jungs Faraja und Jasiri wissen instinktiv, dass sie sich vor der brennenden Mittagssonne sch\u00fctzen m\u00fcssen und halten sich w\u00e4hrend der hei\u00dfesten Stunden des Tages meistens im Schatten auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201675714-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Staubbad der Waisen am Morgen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 11. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nMurera und ihre Freundin Sonje nahmen ihren Liebling Ziwa zwischen sich, damit er nicht den ruppigen Jungs \u00fcber den Weg laufen w\u00fcrde, die nur auf eine Gelegenheit warteten, ihn herumschubsen zu k\u00f6nnen. Sonje schenkte ihm ihre ganze Aufmerksamkeit und warf ihm etwas Staub auf den Kopf, w\u00e4hrend die anderen Babys zusahen. Jasiri und Ngasha rangelten miteinander, und der Kampf wurde recht hitzig, als Ngasha nach Jasiris Schwanz griff. Das gefiel Jasiri gar nicht, und er wehrte sich. Die zwei rangen verbissen, bis pl\u00f6tzlich ein paar B\u00fcffel auftauchten, sie erschreckten und so den Kampf beendeten.<br \/>\nDie Keeper brachten die Waisen zur Milchf\u00fctterung zum Wasserloch. Als sie ihre Milch tranken, nahm Murera den Geruch eines wilden Elefanten wahr, der st\u00e4rker wurde. Als er aus dem Wald herauskam, gingen Zongoloni und Quanza zu ihm, denn sie sahen, dass sie diesen Elefanten schon kannten. Er traut sich immer weiter heran und besucht die Waisen nun schon tags\u00fcber beim Schlammbad. Heute hatte er gar keine Angst, und er scheint langsam unseren Babys und ihren Keepern zu vertrauen. Die zwei M\u00e4dchen Quanza und Zongoloni hatten gleich ihr Herz an ihn verloren, und er ging sehr nett und freundlich mit ihnen um. Es ist ein wunderbarer gro\u00dfer Bulle, majest\u00e4tisch und selbstbewusst.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/41020168447-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera und Sonje schauen Ziwa beim Staubbad zu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 12. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nAls die Babys aus den Gehegen kamen, rollte sich Murera begeistert auf dem Boden herum und lud einige der j\u00fcngeren dazu ein, mit ihr zu spielen. Ziwa und Zongoloni lie\u00dfen sich das nicht zweimal sagen und machten mit, bis Ziwa von Sonje abgeholt wurde. Es war schon Zeit, zu den Weidegr\u00fcnden aufzubrechen. Ngasha ging mit Lima Lima, Quanza und Zongoloni fr\u00fcher als \u00fcblich zum Schlammbad. Danach rannten alle Babys zur weichen Erde beim Staubbad, um sich damit abzutrocknen. Als Ziwa auf seinem Hintern sa\u00df, trat Ngasha auf seinen Schwanz. Ziwa schrie laut auf, sodass Sonje angerannt kam, um zu sehen, was los war. Sie wurde dann \u00e4rgerlich mit Ngasha und schubste ihn in Richtung des Waldes, damit Ziwa vor den ruppigen Bullen in Sicherheit war. Obwohl sie ein steifes Knie von einer Schusswunde hat, kann sie hervorragend die Disziplin unter den Waisen wiederherstellen und h\u00e4lt die wilden Jungs in Schach.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/41020168843-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera versucht aufzustehen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 13. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nMurera schloss sich mit dem Rest der Herde zusammen und dirigierte die j\u00fcngsten Waisen in die Mitte, sodass sie sich inmitten der Leitk\u00fche wohlf\u00fchlen und den bestm\u00f6glichen Schutz genie\u00dfen konnten. Einige Buschb\u00f6cke sp\u00fcrten die Anwesenheit eines Leoparden in einem Baum in der N\u00e4he und rannten mit Alarmrufen an den Elefanten vorbei. Faraja und Quanza wurden auf dem falschen Fu\u00df erwischt und von ihren Freunden getrennt, die alle in verschiedene Richtungen liefen. In dem ganzen Durcheinander versuchten Murera und Sonje, Ziwa zu finden, und waren erleichtert, als sie ihn bei den Keepern sahen. Die Keeper gingen dann den Waisen hinterher, um sie wieder zusammenzusammeln, zu beruhigen und dann zur Ablenkung zum Wasserloch zu bringen.<br \/>\nNach dem Schlammbad gingen die Waisen zur\u00fcck ins Geb\u00fcsch. Die Albinos Jasiri und Faraja sind von dem hei\u00dfen Wetter am meisten betroffen, und sie suchten Schutz im Schatten. Die Waisen besuchten das Wasserloch am Nachmittag noch einmal, bevor sie zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201681151-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen auf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 14. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nDer Leopard, der gestern am Tag schon sein Unwesen trieb, kam in der Nacht auch zu den Stallungen. Er knurrte in der Nacht immer wieder in tiefen, kr\u00e4chzenden Lauten, und die Waisen blieben sehr aufmerksam. Der Leopard sa\u00df zufrieden im Baum und wartete darauf, dass ein Tier zu den Wasserquellen kommen w\u00fcrde. In der N\u00e4he von Mureras und Sonjes Gehege gab es viel Aktivit\u00e4t im Geb\u00fcsch, da die Tiere den Leoparden gesehen hatten und versuchten, sich zu verstecken. Ein armer Buschbock ging aber zu nah an der Raubkatze vorbei; diese schlug sofort zu und hatte ihr Opfer gefunden.<br \/>\nObwohl sie in ihren Gehegen waren, waren die Waisen beunruhigt. Sie und die Keeper blieben die ganze Nacht aufmerksam, um sicherzugehen, dass der Leopard sie nicht st\u00f6ren w\u00fcrde. Innerhalb des Elektrozauns ist die Gefahr zwar sehr klein, doch die bedrohliche N\u00e4he des Leoparden wirkte trotzdem beunruhigend auf die Babys. Zongoloni und Ngasha versuchten mehrfach herauszukommen und den ungebetenen Gast zu verscheuchen, konnten aber nat\u00fcrlich nicht. W\u00e4hrend des Tages waren die Elefanten noch immer sehr unruhig und schreckhaft. Beim Wasserloch wollte ein gro\u00dfer B\u00fcffel baden, und die Waisen verlie\u00dfen schnell das Wasser, um ihm Platz zu machen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201681522-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen saufen am Morgen Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 15. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nAls Sonje aus ihrem Gehege kam, suchte sie nach Ziwa, den sie zwar nicht sehen, aber daf\u00fcr wittern konnte. Ziwa versteckte sich hinter der Gehegewand, und als sie laut nach ihm trompetete, kam er schnell aus seinem Versteck hervor, um sich ihr anzuschlie\u00dfen. Als Sonje sah, dass Ziwa sich n\u00e4herte, legte sie sich schnell hin, damit er auf ihr herumklettern konnte. Zongoloni machte von der anderen Seite aus mit, und es dauerte nicht lange, bis auch Faraja dazukam. Sonje war geduldig und lie\u00df alle drei Waisen auf sich herumklettern.<br \/>\nDie verspielten Babys gingen laut tr\u00f6tend zum Wasserloch, um sich anzuk\u00fcndigen und alle anderen Tiere und V\u00f6gel, die am Wasserloch waren, zu verscheuchen. So konnten die rowdyhaften Elefanten ungest\u00f6rt im Wasser spielen. Als das Bad begann, warteten die Waisen noch auf Murera, damit sie auch mitmachen und sich mit ihnen zusammen w\u00e4lzen konnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201681819-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje spielt, w\u00e4hrend sie auf Ziwa wartet<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 16. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nJetzt in der Trockenzeit wandern die wilden Elefanten vom Chyulu Hills Nationalpark zu den Umani-H\u00fcgeln, um Wasser zu saufen. Die Umani-Quellen sind inzwischen das einzige Oberfl\u00e4chenwasser der Gegend. Immer wenn die Waisen an wilden Elefanten vorbeikommen, f\u00fchlen sie sich wohl und wollen neue Bekanntschaften schlie\u00dfen. Auch die wilden Elefanten kommen n\u00e4her und haben weniger Angst vor den Waisen und ihren Keepern. Nur Murera ist noch immer etwas besorgt, ihre Babys zu verlieren, und weicht ihnen daher \u00f6fter aus.<br \/>\nHeute witterten Zongoloni und Quanza ihre wilden Artgenossen und wollten sich mit ihnen treffen. Murera war aber nicht in der richtigen Stimmung und kollerte laut, um zu vermeiden, dass sich ihre Babys der wilden Herde anschlossen. Sie wollte nicht allein zur\u00fcckbleiben. Meistens sind die Elefanten, mit denen sich die Waisen anfreunden, einzelne wilde Bullen, die sich den Babys am Wasserloch anschlie\u00dfen und sich mit ihnen zusammen w\u00e4lzen. Heute marschierte Lima Lima zu einer Gruppe wilder Bullen, die sie auch nicht verjagten. Sie ging nahe an sie heran und ber\u00fchrte sie, erschrak aber, als einer der Bullen laut schnaubte, und rannte wieder weg. Sie kehrte zu den Waisen am Wasserloch zur\u00fcck, die gerade badeten. Die Waisen rollten sich heute \u00fcber zwei Stunden lang im Schlammloch herum.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201682114-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen staubbaden vor dem Aufbruch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 17. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nFaraja griff sich heute Morgen ein B\u00fcndel Luzernenheu und rannte damit davon. Er versuchte, den anderen Babys auszuweichen, die ihm folgten, um auch etwas Heu abzubekommen. Murera und ein paar j\u00fcngere Waisen kratzten sich die Nacken an einem Baum, der auf dem Weg lag, den die Waisen in den Wald benutzen.<br \/>\nW\u00e4hrend des Tages fra\u00dfen die Waisen sch\u00f6n entlang der Umani-H\u00fcgel, wo sich ihnen ein sehr gro\u00dfer wilder Bulle anschlie\u00dfen wollte. Murera und Sonje hatten Angst vor ihm, w\u00e4hrend Lima Lima und Zongoloni sehr mutig waren und direkt auf ihn zu gingen. Der Bulle war sehr ruhig und schien keine Angst vor den Menschen zu haben, die die Waisen begleiteten. Die Keeper versuchten, noch weitere Waisen zu \u00fcberzeugen, sich mit ihm anzufreunden, doch nur Lima Lima, Zongoloni, Faraja und Jasiri verbrachten ein wenig Zeit mit ihm.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201682412-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja rennt mit Luzernenheu davon<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 18. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nHeute gingen zwei Affen dicht an den Waisen vorbei, die gerade Zweige zum fressen suchten. Kaum hatten die Waisen die beiden Affen gesehen, trompeteten sie laut, und Ngasha lie\u00df die Zweige, die er gerade fra\u00df, links liegen und begann, die Affen zu verscheuchen. Ziwa kollerte laut nach Sonje; sie sollte sich ihm im Geb\u00fcsch anschlie\u00dfen, denn er hatte einen einzelnen B\u00fcffel n\u00e4herkommen sehen und wollte nicht allein sein. Sonje kam nat\u00fcrlich und war sofort an seiner Seite.<br \/>\nDa es ein hei\u00dfer Tag war, verbrachten die Waisen viel Zeit im Schatten. Das ist besonders f\u00fcr die beiden Albinos Faraja und Jasiri wichtig, die wegen ihrer hellen Haut empfindlicher sind als die anderen Babys. Als die Herde am Wasserloch ankam, hatten einige Kraniche ihren Spa\u00df im Wasser. Als sich die Elefanten anschickten, auch zu baden, trompeteten Lima Lima und einige der anderen laut, um die V\u00f6gel zu verscheuchen. Diese gehorchten, da sie nicht zwischen die wilden Spiele der Waisen geraten wollten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/41020168312-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Affen laufen an den Babys vorbei<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 19. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nLima Lima und Zongoloni brachten die Waisen bis zu den Chyulu-Bergen, wo sie ein paar saftige Zweige zum Fressen finden w\u00fcrden. Murera, Sonje und Ziwa bildeten ihre eigene Gruppe und gingen nicht dem Rest der Waisen hinterher, die weiter weg grasten. Zur Mittagsf\u00fctterung f\u00fchrte Ngasha einige seiner Freunde zum Wasserloch, wo die Waisen erst ihre Mittagsmilch bekamen, ehe sie ins Wasser gingen. Lima Lima kam auch angerannt und wollte nichts verpassen. Sobald die Flaschen geleert waren, begann das W\u00e4lzen. Da es recht weit bis zum Wasserloch war, brauchten Murera und Sonje deutlich l\u00e4nger als der Rest des Gruppe. Als sie ankamen, vergn\u00fcgten sich die anderen Babys bereits im Bad, und Ngasha war der Star des Tages beim Schwimmen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201683715-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha kommt aus dem Schlammloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 20. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen gab es gro\u00dfe Aufregung im Busch, da zwei Leoparden mit ihren Jungen in der Gegend waren und es auf die Buschb\u00f6cke abgesehen hatten. Die Antilopen liefen herum und versuchten, ihnen aus dem Weg zu gehen, wobei sie ihre Artgenossen lautstark warnten. Die Waisen lie\u00dfen sich zuerst nicht st\u00f6ren, doch als zwei Buschb\u00f6cke dicht an ihnen vorbeirannten, erschraken sie und rannten davon, als gerade einer der Buschb\u00f6cke von den Leoparden erwischt und get\u00f6tet wurde. Nachdem die Keeper die Waisen beruhigt hatten, hielten Zongoloni und Jasiri ihre R\u00fcssel in die Luft, um herauszufinden, wo die Leoparden und die Buschb\u00f6cke waren, und ihnen aus dem Weg zu gehen. Murera, Ziwa und Sonje waren gerade nicht bei den anderen, was uns etwas beunruhigte. Es dauerte aber nicht lange, bis wir die drei gefunden hatten; sie warteten auf den Rest der Gruppe und die Keeper. Alle gingen dann zur Milchf\u00fctterung zum Wasserloch, und Sonje und Ziwa trompeteten laut, um alles zu verscheuchen, was ihnen auf dem Weg dorthin einen Schrecken einjagen k\u00f6nnte.<br \/>\nBeim Schlammbad waren die Waisen noch immer aufgeregt und sahen sehr besorgt aus, nach allem, was sie vorher erlebt hatten. Lima Lima trompetete immer wieder laut und jagte wild herum. Sie verscheuchte selbst die kleinen Antilopen, die am Wasserloch ihren Durst l\u00f6schen wollten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201683956-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni leert ihre Milchflasche<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 21. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nFaraja begann den Tag damit, auf der Suche nach leckerem Gr\u00fcn zum fressen herumzulaufen. Er wollte nicht teilen und schubste die anderen Waisen immer wieder weg, damit sie ihm nicht folgten. Jasiri und Zongoloni lie\u00dfen sich aber nicht so leicht einsch\u00fcchtern und liefen ihm trotzdem hinterher. Er drehte sich um und schaute sie drohend an, bevor er sich kollernd beschwerte und sie wissen lie\u00df, dass er nicht weiter verfolgt werden wollte.<br \/>\nZwischen den Albinos gab es eine Meinungsverschiedenheit, die Lima Lima beendete, indem sie sich zwischen die beiden stellte. Jasiri und Faraja h\u00f6rten beide auf Lima Lima, die nach Murera und Sonje die Nachwuchs-Leitkuh der Herde ist. Die Babys gingen zusammen zum Schlammloch, und danach schienen sie zu beraten, wo sie am Nachmittag grasen sollten. W\u00e4hrend sie im dichten Geb\u00fcsch grasten, kamen Ngasha und Quanza an der Wasserpipeline vorbei. Ngasha versuchte, das Rohr kaputt zu machen, um an das frische Wasser zu kommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201684419-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja sucht nach frischen, gr\u00fcnen Bl\u00e4ttern<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 22. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nDie Keeper brachten die Waisen heute Morgen zu den Quellen und zu den Kenze-H\u00fcgeln. Sie gingen den Pfad entlang, den die wilden Elefanten angelegt hatten, und Ziwa bekam die Gelegenheit, am Dung ihrer Artgenossen zu schnuppern. Er begann, davon zu fressen, wie es Babys auch in der Wildnis tun, um herauszufinden, welche Pflanzen f\u00fcr sie genie\u00dfbar sind.<br \/>\nDie Waisen kamen heute zur Milchf\u00fctterung nicht zum Wasserloch, sondern blieben lieber auf dem Kenze-H\u00fcgel. Murera und Sonje k\u00f6nnen wegen ihrer Verletzungen nicht so weit laufen, und so wurden ihnen die Milchflaschen gebracht. Am Nachmittag f\u00fchrten die Keeper die Waisen den Kenze-H\u00fcgel hinunter zum Schlammloch, wo sie vor dem Heimweg noch ein abendliches Schlammbad nehmen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201684731-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Babys grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 23. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nHeute war es extrem hei\u00df, und die Elefanten litten unter den Temperaturen. Sie suchten im Schatten unter den B\u00e4umen Schutz, bis es Zeit f\u00fcr die Mittagsf\u00fctterung war. Zongoloni f\u00fchrte dann die Gruppe zur Tr\u00e4nke, wo sie mit sauberem Wasser ihren Durst l\u00f6schen konnten. Lima Lima und Faraja hoben ihre R\u00fcssel, weil sie die wilden Elefanten in der N\u00e4he witterten. Diese warteten nur darauf, dass die Babys fertig gesoffen hatten, um sich danach \u00fcber das Wasser in der Tr\u00e4nke herzumachen. Es war aber so hei\u00df, dass sie dann doch nicht mehr warten wollten, sondern zum Wasserloch kamen und sich den Waisen anschlossen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201685023-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Babys bleiben lieber im Schatten<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 24. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nFaraja ging fr\u00fch am Morgen auf eigene Faust los und suchte nach leckerer Vegetation, um seinen Magen zu f\u00fcllen. Er fra\u00df auf der felsigen Seite der Chyulu-H\u00fcgel und kam dabei an einer gro\u00dfen Schildkr\u00f6te vorbei, die versuchte, \u00fcber das Lavagestein zu laufen. Leider merkte Faraja nicht, dass es eine Schildkr\u00f6te war, sondern dachte, es w\u00e4re ein Felsen; er trat auf sie, was sie leider nicht \u00fcberlebte. Die Keeper fanden Faraja mit der toten Schildkr\u00f6te und brachten sie weg.<br \/>\nNgasha, der sonst eher mit wenig Begeisterung ins Schlammbad geht, war heute zur \u00dcberraschung der Keeper der erste, der hineinsprang. Er hatte dann ein herrliches Bad und rollte sich im Matsch herum, mit dem er sich vollst\u00e4ndig bedeckte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201685317-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja sucht weiches, gr\u00fcnes Gras aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 25. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nMurera und Sonje gingen langsam hinter den Babys her, die sie zur\u00fcckgelassen hatten, als sie zu den Weidegr\u00fcnden geeilt waren. W\u00e4hrend sie versuchten, sie einzuholen, sah Murera besorgt aus und stellte die Ohren auf, als ob irgendetwas nicht stimmte. Schlie\u00dflich kamen sie mit ihren Keepern an zwei wilden Elefanten vorbei, die sich unter einem riesigen Baum ausruhten. Es sah aus als w\u00fcrden sie schlafen, denn sie hatten die Augen geschlossen. Ein Keeper war erstaunt \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe der beiden Bullen und wie nah er an sie herangehen konnte. Er zog sich aber schnell zur\u00fcck und rief Murera und Sonje zu, ihm zu folgen. Der Rest des Tages verlief ereignislos, und die Waisen grasten gesch\u00e4ftig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201685635-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera stellt die Ohren auf, nachdem sie einen wilden Bullen gesehen hat<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 26. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nDie Babys waren heute Morgen gut gelaunt, als sie aus ihren Gehegen kamen. Sie folgten Murera und Sonje, die Ziwa aus seinem Gehege abgeholt hatten, zum Staubbad bei den neugebauten Gehegen. Dort staubten sie sich in dem Erdhaufen ein, bevor sie in den Busch gingen. Als die Waisen das Gel\u00e4nde durch das Haupttor verlie\u00dfen, versperrten Zongoloni und Jasiri Ziwa den Ausgang, sodass er nicht vorbeikam. Sonje gefiel das gar nicht, und zusammen mit Murera verpasste sie den frechen Babys, die den kleinen Ziwa \u00e4rgerten, eine Lektion.<br \/>\nEs wurde sehr schnell hei\u00df, und im Wald d\u00f6ste Lima Lima mit geschlossenen Augen im Schatten eines Baumes. Bei den mitt\u00e4glichen Bade-Aktivit\u00e4ten hatten die Babys jede Menge Spa\u00df. Einige von ihnen rieben ihre Hintern an ihren Freunden, die friedlich im Wasser schwammen und nun im Matsch zusammengequetscht wurden. Nach dem tollen Schlammbad bekamen die Waisen ihre Milchflaschen, bevor sie zum Staubbad gingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/41020169039-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen staubbaden an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 27. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nSobald Sonje aus ihrem Gehege gekommen war, ging sie Ziwa aus seinem abholen. Danach f\u00fchrte sie ihn zur weichen Erde, damit sie zusammen spielen und ein Staubbad nehmen konnten. Ziwa schien aber nicht staubbaden zu wollen, und Sonje musste ihn erst eine Weile \u00fcberzeugen, ehe er mitmachte. Faraja und Ngasha begannen einen Ringkampf, um herauszufinden, wer der St\u00e4rkere von ihnen ist; Ngasha wurde dabei von Faraja zu Boden gesto\u00dfen. Nachdem die Spiele beendet waren, bekamen die Waisen ihre Milchflaschen, ehe sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen.<br \/>\nNachdem sie mittags das Wasserloch besucht hatten, machten sich die Waisen wieder auf die Suche nach leckerem Gr\u00fcnfutter. Beim Schlammbad eskortierten Sonje und Murera Ziwa zum Matschloch. Dort bewachten sie ihn, um sicherzugehen, dass die ruppigen Jungs Faraja und Jasiri ihn in Ruhe lie\u00dfen und nicht \u00e4rgerten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/41020169538-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha beim Kr\u00e4ftemessen mit Faraja<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 28. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nJasiri und Zongoloni waren heute Morgen in Topform, als sie fr\u00f6hlich zu den Quellen liefen, um Wasser zu saufen. Ngasha folgte ihnen kurz darauf, zusammen mit seinem Freund Faraja, die auf dem Weg noch ein wenig grasten. Einige der Waisen hatten viel Spa\u00df dabei, Schmetterlinge zu jagen. Sie trompeteten und kollerten vor Freude, so dass es jeder h\u00f6ren konnte.<br \/>\nNachdem sie den Morgen grasend im Wald verbracht hatten, gingen die Waisen zum Wasserloch, um sich bei einem Schlammbad von der Hitze und den morgendlichen Aktivit\u00e4ten abzuk\u00fchlen. Auf dem Weg dorthin f\u00fchrte Zongoloni die Waisen an, und pl\u00f6tzlich witterte sie etwas unangenehmes, was selbst die Keeper riechen konnten. Es war erst nicht herauszufinden, wo es herkam, bis Lima Lima es ihnen zeigte. Die Keeper fanden den Kadaver eines B\u00fcffels, der von ein paar Geiern zerfleddert wurde. Man konnte auch erkennen, das sich bereits Hy\u00e4nen \u00fcber den totel B\u00fcffel hergemacht hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/41020169949-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri (links) mit Zongoloni<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 29. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nDer Tag begann sehr hei\u00df; alle Waisen sp\u00fcrten die Hitze, und Fl\u00fcssigkeit lief aus ihren Schl\u00e4fendr\u00fcsen. Sie spielten eine Weile an der Laderampe, und Sonje kletterte die Wand an der Seite hoch, wobei sie auf ihr besch\u00e4digtes Bein achtgab, um sich nicht wehzutun. Lima Lima trat eifrig mit ihren F\u00fc\u00dfen gegen das Gras. Nachdem Spa\u00df und Spielen beendet waren, gingen die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden.<br \/>\nKurz vor Mittag besuchten die Waisen das Wasserloch, um sich bei einem Schlammbad abzuk\u00fchlen. Murera ging laut kollernd zum Wasserloch und stupste die anderen Babys am Schwanz an, die ebenfalls mit lautem Kollern antworteten. Ziwa rannte zu Murera, w\u00e4hrend seine andere Adoptivmama Sonje ihre Brust mit Wasser bespritzte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/41020169146-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje klettert auf die Laderampe<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 30. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nSonje kam in verspielter Stimmung aus ihrem Gehege. Sie schien Ziwa zu umarmen und legte ihre gro\u00dfen Ohren \u00fcber ihn. Dann f\u00fchrte sie ihn zum Staubbad, wo sie sich mit Staub bewarfen. Schlie\u00dflich ging sie noch die neuen Gehege besichtigen und \u00fcberlegte, wieviele neue Waisen dort wohl hineinpassen w\u00fcrden.<br \/>\nZongoloni f\u00fchrte einige der Waisen zu den Weidegr\u00fcnden, um neue Stellen zu suchen, an denen sie leckeres, weiches Gras finden k\u00f6nnten. Als es Zeit f\u00fcr die Mittagsf\u00fctterung war, h\u00f6rten die Waisen das Fahrzeug, das ihre Milch transportierte, und rannten sofort zur F\u00fctterstelle. Lima Lima und Jasiri f\u00fchrten den Wettlauf an. Allerdings blockierten die Waisen den Weg f\u00fcr das Fahrzeug, sodass die Keeper sie erst alle aus dem Weg schieben mussten, ehe das Auto vorbei kam und die Babys ihre Milch bekommen konnten. Es war erneut ein sehr hei\u00dfer Tag, und so genossen alle Waisen ein ausf\u00fchrliches Schlammbad.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201691716-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje hat Spa\u00df beim Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 31. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nMurera kam am Morgen aus ihrem Gehege und sah sehr energiegeladen aus. Als sie Ziwa neben Sonje laufen sah, griff sie nach seinem Schwanz, um ihn anzuhalten und ihn dazu zu bringen, mit ihr zu spielen. Ziwa schien aber nicht interessiert zu sein, und so ging sie in den Wald, wo sie einen umgest\u00fcrzten Baum fand, an dem sie ihren juckenden Bauch kratzen konnte. Dann folgte sie den anderen Waisen, die von Lima Lima und Ngasha zum Wasserloch gef\u00fchrt wurden, wo sie schwimmen wollten. Jasiri und Ngasha verlie\u00dfen zusammen mit Zongoloni das Wasserloch und suchten frisches Wasser zum Saufen, das sie in der Tr\u00e4nke fanden. Auch ein Buschbock-Junges l\u00f6schte dort seinen Durst. Die kleine Antilope soff Wasser und behielt dabei immer die Elefanten und ihre Keeper im Auge. Als sie sich ihm n\u00e4herten, rannte es davon. Sonje jagte dem Buschbuck noch hinterher, w\u00e4hrend Faraja hinter ihr stand, zusah und sie laut trompetend anfeuerte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/410201692257-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera entspannt sich beim Staubbad<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-maerz-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag, 1. M\u00e4rz 2016 Sonje kam zusammen mit ihrer Gehegegenossin Murera sehr gem\u00e4chlich aus ihrem Gehege. 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