{"id":7750,"date":"2016-05-29T11:48:17","date_gmt":"2016-05-29T10:48:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7750"},"modified":"2016-05-29T11:48:17","modified_gmt":"2016-05-29T10:48:17","slug":"nairobi-nursery-april-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-april-2016\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery April 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 1. April 2016<\/strong><br \/>\nNach einer langen, trockenen Wartezeit regnete es endlich letzte Nacht, und gleich sehr heftig. Einige der Babys hatten deshalb eine sehr unruhige Nacht. Kauro, Rapa, Lasayen, Ngilai und Kamok schliefen alle sehr schlecht; der ganze Krach auf dem Dach, zusammen mit Blitz und Donner machte sie sehr nerv\u00f6s. Es regnete die ganze Nacht und h\u00f6rte erst am fr\u00fchen Morgen auf. Die f\u00fcnf kleinen Elefanten waren froh, als sie wieder das Tageslicht sahen! Als sie aus ihren St\u00e4llen kamen, gingen sie direkt in den Wald.<br \/>\nEs war das dritte Mal, dass Galla versuchte, sich den Waisen im Wald anzuschlie\u00dfen. Die ersten beiden Male hatte es nicht so gut geklappt, da er recht aggressiv war und von der Herde wegrannte. Er musste dann jedesmal nach weniger als zwei Stunden mit seinen neuen Freunden im Busch wieder zur\u00fcckgebracht werden. Heute nun wurden um 9 Uhr Dupotto, Mbegu und Roi zur\u00fcck zu den Stallungen gebracht, um ihn in den Busch hinaus zu begleiten. Er schien nicht sehr begeistert, dass er hinaus durfte; das Tor wurde weit ge\u00f6ffnet, doch er wollte nicht herauskommen. Dupotto beschloss, nachdem sie eine Weile auf ihn gewartet hatte, in sein Gehege zu gehen und versuchte, ihn hinauszuschieben. Als sie kam, um ihn zu schubsen, ging er sofort hinaus. Er rannte in den Wald, und die anderen Waisen folgten ihm. Als Oltaiyoni, die im Wald geblieben war, ihn in die falsche Richtung rennen sah, eilte sie ihm hinterher. Wir alle dachten, als &#8222;Mutter&#8220; der Herde w\u00fcrde sie ihm folgen, um ihn zur\u00fcckzubringen, doch zu unserer \u00dcberraschung piekste sie ihn stattdessen in den R\u00fccken und schob ihn weiter ins Geb\u00fcsch. Die Keeper mussen eingreifen und ihr zurufen, dass sie aufh\u00f6ren sollte. Am Ende verbrachten die Jungs Enkikwe, Boromoko, Kauro und Sokotei die meiste Zeit mit Galla und besch\u00fctzten ihn. Er konnte sogar zur privaten Besuchsstunde um 15 Uhr mitgehen und benahm sich dort gut. Kurz vor 17 Uhr wurde er von Boromoko und Kauro zu den Stallungen zur\u00fcckbegleitet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51120167818-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Galla versteckt sich im Geb\u00fcsch<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 2. April 2016<\/strong><br \/>\nAm fr\u00fchen Morgen gingen die Babyelefanten hinaus in den Wald. Die meisten von ihnen waren ruhig und nicht sehr aktiv, was normal ist bei dem k\u00fchlen und regnerischen Wetter. Maxwell dagegen hat zurzeit viel Spa\u00df in seinem Gehege; sein Schlammbad ist voll, und er rennt sehr verspielt und aufgeregt von einem Tor zum anderen auf und ab. Er liebt dieses Wetter sehr! Die Elefantenwaisen dagegen mochten es nicht, und keiner wollte ins Geb\u00fcsch gehen, weil sie nicht nass werden wollten. Sie blieben eng beieinander und grasten im offenen Gebiet von dem kurzen Gras. Als es endlich w\u00e4rmer wurde, war es bereits Zeit f\u00fcr die \u00f6ffentliche Besuchsstunde. Die Waisen wurden wie \u00fcblich f\u00fcr die F\u00fctterung in zwei Gruppen aufgeteilt, und die Keeper warteten auf das Signal, um sie in kleinen Gr\u00fcppchen hinunterzuschicken. Naseku allerdings schlich sich leise davon und nahm ein paar Babys mit. Mwashoti, Lasayen, Ngilai, Ndotto und Dupotto begleiteten sie, und sie verschwanden im Busch. Mbegu war bei den Keepern geblieben, die dachten, dass noch alle Elefanten bei ihnen w\u00e4ren. Es scheint, als ob die kleinen Waisen die Zeit noch nicht so gut einsch\u00e4tzen k\u00f6nnen, und die Milchf\u00fctterung begann mit Versp\u00e4tung, da die Keeper sie erst noch suchen mussten. Sie fanden sie in einiger Entfernung dort grasen, wo sie den Vormittag verbracht hatten. Sie wurden dann zur F\u00fctterstelle dirigiert, wo sie ihre Milch bekamen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51120167217-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maxwell genie\u00dft das Wetter<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 3. April 2016<\/strong><br \/>\nKauro und Ndotto werden tolle Spielkameraden, obwohl sie unterschiedlich alt und gro\u00df sind. Kauro verwickelt den kleinen Jungen sch\u00f6n \u00f6fter in Rangeleien und bringt ihm eine Menge bei. Manchmal spielt er aber nicht ganz fair und versucht, Ndotto zu besteigen. Kauro ist bekannt als der gro\u00dfe Kletterer, doch auch Ndotto ist ein kleiner Kletterer. Immer wenn die beiden miteinander raufen, muss ein Keeper sie im Auge behalten, damit Ndotto, der so viel kleiner ist, nicht verletzt wird. Heute spielten sie den ganzen Tag, seit sie am Morgen aus den Gehegen gekommen waren.<br \/>\nDer kleine Raufbold Rapa machte es Galla heute nicht leicht. Er hatte ihn auf dem Kieker und lie\u00df ihn nicht in Ruhe. Egal wie weit weg Galla gerade war, er lief zu ihm hin und schubste ihn. Die Keeper hatten alle H\u00e4nde voll zu tun, Rapa unter Kontrolle zu behalten; egal wie gut sie auf ihn aufpassten, er fand immer irgendeinen Weg zu Galla, um ihn zu bel\u00e4stigen.<br \/>\nAnsonsten gab es heute noch traurige Nachrichten: Kurz vor 17 Uhr starb Kerio, nachdem sie lange mit ihrem schwierigen Gesundheitszustand zu k\u00e4mpfen hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/511201673241-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto grast nach dem Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 4. April 2016<\/strong><br \/>\nHeute schien Kiko irgendeine Gefahr zu wittern, oder er wollte aus einem anderen Grund nicht in den Wald hinaus. Er war nicht einmal eine Stunde drau\u00dfen, als er von allein zu den Gehegen zur\u00fcckkam. Er ging an seinem Stall vorbei zu der Stelle, an der die Milch gemischt wird, und fra\u00df dort sowie bei Edwins B\u00fcro von den Akazien. Sein Keeper kam und lockte ihn mit einer Milchflasche wieder in den Wald, doch kurze Zeit sp\u00e4ter kam er wieder zur\u00fcck! Pea und Pod wollten heute auch nicht bei der Babygruppe bleiben, sondern lieber mit den \u00e4lteren Waisen mitgehen. Vielleicht hing Kikos seltsames Verhalten auch damit zusammen.<br \/>\nOltaiyoni, Enkikwe, Siangiki, Sirimon und Roi hatten bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde ein ausgiebiges Schlammbad. Sie zeigten eine mitrei\u00dfende Show, und alle Besucher freuten sich und lachten, w\u00e4hrend die Waisen herumrollten und aufeinander herumkletterten. Oltaiyoni setzte dem Spa\u00df ein Ende, als sie alle hinausscheuchte, damit sie allein baden konnte.<br \/>\nAm Nachmittag gab es einiges Chaos, als es noch vor 17 Uhr zu regnen begann &#8211; zu der Zeit, zu der die Pateneltern zu Besuch kommen k\u00f6nnen. Es regnete so heftig, dass die Babys schon nach Hause kamen, weil sie sich vor dem lauten Donnern f\u00fcrchteten. Das machte die Milchf\u00fctterung schwierig, da die Keeper noch nicht bereit waren. Einige Waisen, wie Olsekki, Sirimon, Mwashoti und Boromoko bedienten sich selbst an ihren Flaschen und denen ihrer Nachbarn. Den gierigen Elefanten gefiel das ganze Durcheinander sehr. Einige verliefen sich sogar in der Aufregung und fanden sich in den R\u00e4umen ihrer Freunde wieder.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/511201674349-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 5. April 2016<\/strong><br \/>\nDas Wetter war heute Morgen viel besser f\u00fcr die Babys, als sie in den Wald hinausgingen. Bevor Kamok und Mbegu den anderen folgten, beschlossen sie, zuerst Luggard hallo zu sagen. Immer wenn seine Nachbarin Naseku aus dem Gehege geht, bleibt der kleine Junge nerv\u00f6s zur\u00fcck und will sich ihr anschlie\u00dfen. Heute waren die beiden M\u00e4dchen an seinem Tor, sobald Naseku aufgebrochen war. Sie unterhielten sich lange mit ihm und versicherten ihm, dass alles in Ordnung war. Nachdem sie noch ein wenig von seinem Gr\u00fcnfutter gefressen hatten, brachen sie wieder in den Wald auf und schlossen sich den anderen an. Als sie gingen, war Luggard schon viel entspannter und ruhig; er wehrte sich nicht, sondern graste friedlich an seinem Gr\u00fcnfutter.<br \/>\nGalla scheint jetzt mit jeden Tag mehr Freundschaften zu schlie\u00dfen. Murit, unser kleiner, ruhiger Bulle, war vom ersten Tag an sein bester Freund. Sie grasten bis zum Nachmittag zusammen, und dann begleitete er Galla fr\u00fcher als die anderen zu den Gehegen zur\u00fcck, da er den Tagesablauf noch nicht so gut kennt.<br \/>\nKikos Tag verlief heute ganz anders als der gestern, als er immer wieder nach Hause zur\u00fcckgekehrt war. Drau\u00dfen im Busch traf er am Vormittag auf ein paar wilde Freunde: Eine Giraffenmutter mit ihrem Baby, das noch kleiner als Kiko war! Die wilde Giraffenkuh war sehr interessiert an Kiko und versuchte, sich ihm zu n\u00e4hern, doch er rannte immer wieder davon, wenn sie ihm zu nahe kam. Nach einer Weile gab die wilde Giraffe auf und wartete gespannt, ob Kiko ihrem Baby erlauben w\u00fcrde, sich ihm zu n\u00e4hern. Als der kleine an ihn herankam, war Kiko sehr aufmerksam. Nur ein paar Schritte bevor er ihn erreicht hatte, rannte Kiko weg, und der kleine Junge ging zu seiner Mutter zur\u00fcck. Sie brachen dann wieder auf und gingen tiefer in den Park hinein, w\u00e4hrend Kiko seinen \u00fcblichen Tagesablauf fortsetzte. Sp\u00e4ter am Nachmittag war er wieder frech wie immer und wollte den Keepern nicht zur\u00fcck zu den Stallungen folgen. So wurde er bei den \u00e4lteren Waisen zur\u00fcckgelassen und kam etwas sp\u00e4ter auf eigene Faust zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/511201674840-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok grast im Geb\u00fcsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 6. April 2016<\/strong><br \/>\nNgilai ist eines der gl\u00fccklichsten Babys im Waisenhaus. Er ist immer gutgelaunt, und wenn er nicht mit seinen Waisenfreunden spielt, spielt er mit seinen Keepern, die er dabei am liebsten schubst. Seitdem Elkerama nach Tsavo umgezogen ist, ist Kamok seine liebste Adoptivmama. Bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war er heute so verspielt, dass er mit jedem Keeper, der an ihm vorbeikam, rangeln wollte. Im Busch hielt er sich die ganze Zeit bei Kamok auf, wie es ein wildes Baby mit seiner Mutter tun w\u00fcrde. Sie grasten immer ein wenig, und danach nuckelte er eine Weile an Kamoks Ohren und spielte mit ihr. Das hilft ihm bei der Heilung sehr, und er hat seit seiner Ankunft bei uns keine Komplikationen gehabt.<br \/>\nManchmal sind die Waisen wie Menschen und streiten sich \u00fcber die kleinsten Dinge. Ein Beispiel daf\u00fcr waren heute Mbegu und Dupotto bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde. Diese beiden sind ungef\u00e4hr gleich alt und gleich gro\u00df und in der gleichen Gruppe. Mbegu ist die Minileitkuh der Gruppe, und manchmal streiten sie sich um die F\u00fchrung, wobei aber meistens Mbegu gewinnt. Dupotto fra\u00df heute an einem Zweig, als Mbegu versuchte, ihr diesen zu stehlen. Sie begannen einen Kampf darum, und ein Keeper musste eingreifen und den Zweig in zwei Teile teilen.<br \/>\nSp\u00e4ter am Abend, als sich die Waisen sammelten und darauf warteten, nach Hause zum Schlafen zu gehen, hatte Alamaya einen leckeren Zweig voller Bl\u00e4tter und reifer Fr\u00fcchte daran. Roi kam her\u00fcber, um Alamaya den Zweig wegzunehmen, doch Alamaya wollte sein Futter nicht so einfach aufgeben. Erneut entwickelte sich ein Kampf, und wieder musste ein Keeper den Zweig teilen, damit jeder etwas davon haben konnte und der Frieden wiederhergestellt war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51120168437-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der s\u00fc\u00dfe Ngilai spielt im Geb\u00fcsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 7. April 2016<\/strong><br \/>\nEinige der Babys versuchen, das Verhalten ihrer \u00e4lteren Artgenossen zu imitieren. So auch Ndotto bei der heutigen 9-Uhr-F\u00fctterung. Er machte Sirimon nach, der gerne bei den F\u00fctterzeiten seine Keeper austrickst. Er leert seine Milch und tut dann so, als h\u00e4tte er noch nichts bekommen und m\u00f6chte mehr haben. Wie \u00fcblich zur Milchf\u00fctterung kamen die Babys in kleinen Gruppen heran. Ndotto kam mit Tusuja, Naseku und Murit, und sie waren die ersten, die ihre Milch bekamen. Als sie fertig waren, gingen Tusuja, Naseku und Murit in entgegengesetzte Richtung wieder davon, um den anderen Waisen Platz zu machen. Ndotto ging aber zur\u00fcck und schloss sich der n\u00e4chsten Gruppe an, die ihre Milch erst noch bekommen sollte. Als die zweite Gruppe dann zur F\u00fctterung lief, begleitete er sie nicht, kam aber daf\u00fcr mit der dritten Gruppe angerannt. Als er an der F\u00fctterstelle ankam, machte er sich bereit f\u00fcr weitere Milch, doch niemand beachtete ihn. Dann ging er wieder zur\u00fcck, um sein Gl\u00fcck noch einmal mit der vierten Gruppe zu versuchen. Er ging sogar zur Schubkarre, um noch etwas Milch zu finden, wurde dort aber von einem Keeper weggeschickt. Schlie\u00dflich gab er auf, weil er verstand, dass er durchschaut worden war und keine zus\u00e4tzliche Milch bekommen w\u00fcrde.<br \/>\nSp\u00e4ter, bei der privaten Besuchsstunde um 15 Uhr, benahm sich Ndotto wie Rapa und schubste alle anderen herum, wie er Lust hatte. Nachdem alle ihre Milch bekommen hatten, stand Godoma etwa zehn Meter von Ndotto entfernt; er rannte in sie hinein und stie\u00df sie so zu Boden. Das ist ein Verhalten, wie wir es noch nie zuvor bei ihm gesehen hatten und das eher zu Rapa passt! Er wusste aber genau, dass er etwas falsch gemacht hatte, denn er verschwand von alleine im Dickicht, um nicht ermahnt zu werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/511201681142-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto bekommt Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 8. April 2016<\/strong><br \/>\nKauro und Kamok kennen sich, seit sie kleine Babys waren und verstehen sich daher sehr gut. Die meisten \u00e4lteren Bullen wie Enkikwe, Sokotei und Olsekki \u00e4rgern Kauro immer wieder, und Siangiki scheint Kamok nicht besonders gut leiden zu k\u00f6nnen und \u00e4rgert die beiden manchmal. Wegen dieser Behandlung durch die \u00e4lteren Waisen grasten die beiden heute zusammen und spielten in einigem Abstand zu den anderen im Wald. Enkikwe und Siangiki sind heute Schuld daran, dass die beiden das Weite gesucht haben. Als sie am Morgen alle herauskamen, schienen sie schon geplant zu haben, den beiden heute das Leben schwer zu machen, denn sie nervten sie zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten immer wieder, bis Kauro und Kamok schlie\u00dflich beschlossen, sich von der Herde davonzumachen.<br \/>\nEs ist erstaunlich, wie gut die Waisen Dinge wie den Lautsprecher verstehen, den es bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde gibt. Sie scheinen zu wissen, dass, solange die Lautsprecher angeschaltet sind und Edwins Stimme dar\u00fcber zu h\u00f6ren ist, sie im Schlammbad-Bereich bleiben sollten. Wenn es ruhig wird, wissen sie, dass sie sich langsam f\u00fcr den R\u00fcckweg in den Wald anstellen sollten. Das wurde uns heute bewusst, als es ein elektronisches Problem mit dem Lautsprecher gab, der aussetzte, ehe die Ansprache vorbei war. Nach f\u00fcnf Minuten f\u00fchrten Alamaya und Balguda die ganze Gruppe in den Wald zur\u00fcck, w\u00e4hrend die Keeper versuchten, sie davon abzuhalten, bis es tats\u00e4chlich soweit war. Die Waisen lie\u00dfen sich aber nicht beirren und gingen in verschiedene Richtungen davon, denn sie dachten, die Zeit w\u00e4re bereits abgelaufen; so hatten die Keeper keine andere Wahl, als sie in den Wald zur\u00fcckzulassen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/511201681650-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro geht hinaus in den Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 9. April 2016<\/strong><br \/>\nBoromoko und Roi waren am Vormittag im Busch sehr fr\u00f6hlich und verspielt. Im Wald fielen sie in das Revier von zwei kleinen Dikdiks ein. Insgesamt waren es ungef\u00e4hr sechs Paare, und sie schienen alle in der selben Gegend zu schlafen. Die beiden Waisen scheuchten sie aus ihren Verstecken hoch, indem sie an den B\u00e4umen und B\u00fcschen herumwackelten, trompeteten und kollerten. Die kleinen Antilopen rannten in alle Richtungen und wussten nicht wohin, um sich in Sicherheit zu bringen. Boromoko und seine Komplizin Roi waren hinter ihnen her und lie\u00dfen ihnen keine Ruhe! Die Dikdiks waren erleichtert, als pl\u00f6tzlich wie aus dem Nichts ein paar Paviane angerannt kamen und in den B\u00e4umen herumsprangen. Als Boromoko und Roi den Krach h\u00f6rten, ohne zu wissen, wo er herkam, rannten sie erschrocken zu ihren Keepern zur\u00fcck. Das zog die Aufmerksamkeit aller anderen Waisen auf sich, die in der N\u00e4he gegrast hatten und nun auch bei den Keepern Schutz suchten, ohne zu wissen, wovor sie eigentlich Angst hatten. Nachdem die Keeper die Waisen wieder beruhigt hatten, kehrten Oltaiyoni und Sokotei zur\u00fcck, um herauszufinden, was dieses Chaos ausgel\u00f6st hatte. Sie fanden die Paviane vor und verjagten sie allesamt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51120169048-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Boromoko im Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 10. April 2016<\/strong><br \/>\nMurit genie\u00dft noch immer die Gesellschaft der Keeper mehr als die seiner \u00e4lteren Artgenossen. Wenn die Waisen in den Wald hinausgehen, wandern viele von ihnen weit in den Wald hinein und weg von den Keepern. Nur die ganz Kleinen bleiben immer in Sichtweite der Keeper. Da Murit die Keeper so sehr mag, verbringt er viel Zeit mit der Babygruppe. Gestern und heute machte er sich sogar auf die Suche nach den Babys, und er fand sie, egal wo sie gerade waren. Er hob seinen R\u00fcssel in die Luft, um zu erschnuppern, in welcher Richtung sie waren, und hatte sie sofort gefunden. Da er wei\u00df, dass er eigentlich nicht bei ihnen sein soll, versteckt er sich im Geb\u00fcsch, damit er nicht so schnell gesehen wird. Wenn die Keeper ihn dann zwischen den B\u00fcschen entdecken, sind die \u00e4lteren Waisen schon so weit weg, dass er wei\u00df, dass er nicht mehr zu ihnen geschickt wird. Als die Babys heute morgen aus ihren St\u00e4llen kamen, graste er noch mit seiner Gruppe in der N\u00e4he der Stallungen. Er schloss sich dann den Kleinen an, als sie in den Wald kamen. Er ging dann nur kurz zur Milchf\u00fctterung, und als die anderen danach wieder in den Wald zur\u00fcckkehrten, schlich er sich davon und suchte die Babys. Sp\u00e4ter verlie\u00df er sie noch einmal, um zum Schlammbad zu gehen, kam aber am Nachmittag erneut zur\u00fcck. Dann begann es allerdings zu regnen, sodass die Babys fr\u00fcher als gew\u00f6hnlich in ihre St\u00e4lle zur\u00fcckkehren mussten; kurz darauf kam auch Murit aus einer anderen Richtung an und ging direkt in seinen Stall.<br \/>\nAls alle Waisen zu den Stallungen zur\u00fcckgekehrt waren, verbrachte Naseku ein wenig Zeit mit Luggard. Sie umr\u00fcsselten sich gegenseitig und sie hielt ihn fest. Sie unterhielten sich lange, was dem kleinen Jungen sehr guttat. Danach schlief er gleich im Stehen ein, trotz seines verwundeten Beins.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51120169936-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 11. April 2016<\/strong><br \/>\nKauro ist bei der Milchf\u00fctterung der bravste Bulle. Sobald er fertig ist, geht er beiseite, um den anderen Waisen Platz zu machen. Die anderen k\u00f6nnen aber viel \u00c4rger bereiten! Vor allem Sirimon und Olsekki versuchen immer, die Keeper auszutricksen, um mehr zu bekommen. Roi ist nicht davon abzubringen, Milch von der Schubkarre zu stehlen, und Enkikwe m\u00fcssen immer alle im Auge behalten, sowohl die Keeper als auch seine Artgenossen. W\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde verursachten diese vier heute gro\u00dfen \u00c4rger. Enkikwe schaffte es ungl\u00fccklicherweise, sich der ersten Gruppe \u00e4lterer Waisen anzuschlie\u00dfen, und nachdem er seine Milch geleert hatte, bel\u00e4stigte er die, die noch tranken und wollte ihnen ihre Flaschen stehlen. Er wollte nicht einmal auf die Keeper h\u00f6ren und drohte ihnen sogar. Es gibt keinen anderen Bullen, der gegen ihn ankommt, und er kann nur von den zwei \u00e4lteren K\u00fchen Oltaiyoni und Siangiki in Schach gehalten werden; die beiden sind die einzigen, vor denen er Respekt hat. Es kam soweit, dass er Sokotei attackierte und ihn in die Schubkarre schubste. Dabei fielen die Flaschen heraus, sodass Roi eine stehlen und damit abhauen konnte! Die Keeper drohten mit den Fingern und schrien ihn an, doch das interessierte den frechen Bullen gar nicht. Erst als Oltaiyoni ankam, wurde er des Feldes verwiesen. Er ging aber nicht friedlich davon, sondern stie\u00df mit seinem Kopf jeden an, der ihm im Weg war.<br \/>\nKiko kam den Tag \u00fcber immer wieder zu Besuch zu den Stallungen. Das erste Mal kam er um 11 Uhr, w\u00e4hrend die Besucher gerade f\u00fcr die \u00f6ffentliche Besuchsstunde anstanden. Sie drehten sich alle nach ihm um, um ein Foto von ihm zu machen. Bei dem Anblick so vieler Menschen rannte Kiko eilig in den Busch zur\u00fcck. Dann kehrte er noch dreimal w\u00e4hrend des Tages zu den Stallungen zur\u00fcck, bevor er um 16 Uhr schlie\u00dflich wieder in seinen Stall durfte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/511201692554-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro und die anderen Waisen beim grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 12. April 2016<\/strong><br \/>\nGalla gew\u00f6hnt sich endlich ein und akzeptiert auch die Keeper. Er geh\u00f6rt nun zu unserer Elefantenfamilie, und sie scheinen ihn auch aufgenommen zu haben. Er wird nicht mehr von den anderen ge\u00e4rgert und rennt auch nicht mehr einfach so von der Herde weg wie zuvor. Heute schloss er sich zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde Mbegus kleiner Gruppe an, bei der er sich ganz hervorragend benahm und so wirkte, als h\u00e4tte er das schon oft gemacht.<br \/>\nKiko und seine beiden Freunde Pea und Pod kamen heute uneingeladen zur privaten Besuchsstunde um 15 Uhr. Die drei verbrachten den ganzen Tag zusammen, au\u00dfer als Kiko zur Milchf\u00fctterung kurz die Babygruppe aufsuchte. Danach kehrte er zu den Strau\u00dfen zur\u00fcck, und w\u00e4hrend sie das Gras fra\u00dfen, bediente er sich an den stacheligen Bl\u00e4ttern neben ihnen. Sie beobachteten die \u00e4lteren Waisen aus der Ferne, und als diese in kleinen Gruppen zur privaten Besuchsstunde gingen, folgten sie ihnen ein paar Minuten sp\u00e4ter zum Schlammloch. Pea und Pod blieben in dem felsigen Gebiet und fra\u00dfen dort Samen und andere Kleinigkeiten, w\u00e4hrend Kiko direkt zu den Akazien neben dem Schlammloch ging. Nach der Stunde trotteten sie den Keepern hinterher zur\u00fcck in den Busch.<br \/>\nIm Wald verwickelten sich Boromoko und Ndotto in ein freundschaftliches Kr\u00e4ftemessen. Ndotto versteckte sich hinter einem gro\u00dfen Baum und \u00fcberraschte Boromoko damit, dass er pl\u00f6tzlich von der anderen Seite wieder auftauchte und anfing, ihn zu schubsen. W\u00e4hrend sie weiterspielten, fra\u00dfen Pea und Pod von dem Gras in der N\u00e4he. Sie kamen ein bisschen zu dicht an die spielenden Jungs heran, und Boromoko erwischte einen von ihnen mit dem R\u00fcssel, w\u00e4hrend Ndotto dem anderen Strau\u00df hinterherlief. Sie beendeten ihr urspr\u00fcngliches Spiel und begannen stattdessen, die Strau\u00dfen herumzujagen. Boromoko, Ndotto und die Strau\u00dfen schienen das Spiel sehr zu genie\u00dfen, und es ging eine ganze Weile, bis Pea und Pod beschlossen, zu den Stallungen davonzurennen.<br \/>\nGalla scheint sich die Zeit gemerkt zu haben, zu der er am Abend nach Hause zur\u00fcckkehrt, und brauchte heute keine Eskorte, um ins Bett zu kommen. Er erwischte allerdings irgendwo einen falschen Abzweig und ging am Schlammloch und am Souvenir-Bereich vorbei zu seinem Stall. Er war ganz allein unterwegs, ohne andere Waisen oder Keeper, sodass es sehr beeindruckend war, dass er das wusste.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/511201693044-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Galla<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 13. April 2016<\/strong><br \/>\nGodoma ist auch manchmal ein gieriges und ruppiges M\u00e4dchen, doch heute Morgen war sie anders. Mbegu brachte sie heute zusammen mit Ndotto und Murit zu den kleinen Babys. Bei denen war sie ganz anders als sonst. Sie war sehr freundlich und nett zu ihnen und kopierte fast Mbegus liebevollen Umgang mit ihnen. Sie erlaubte den Babys, das Gr\u00fcn aus ihrem Mund zu fressen und war gar nicht so ruppig wie sonst. Um 9 Uhr verlie\u00dfen die vier \u00c4lteren die Kleinen wieder, als es Zeit f\u00fcr die Milchf\u00fctterung war.<br \/>\nAls die Waisen die F\u00fctterstelle verlie\u00dfen, brachen sie in verschiedene Richtungen auf. Roi, Naseku, Murit und Ndotto gingen in die gleiche Richtung. Roi f\u00fchrte die drei anderen zu ein paar leckeren Fr\u00fcchten, die es morgens h\u00e4ufiger gibt, weil in der Nacht von den V\u00f6geln Fr\u00fcchte von den B\u00e4umen geschlagen werden. Roi wei\u00df genau, wo es diese gibt und zeigte den drei j\u00fcngeren Waisen die Stelle, damit sie davon fressen konnten. Es ist erstaunlich zu sehen, wie gekonnt sie mit ihren kleinen R\u00fcsseln diese Fr\u00fcchte vom Boden aufhoben. Die Gruppe fra\u00df die ganze Zeit nur Fr\u00fcchte und nichts von den Bl\u00e4ttern um sie herum, bis es Zeit f\u00fcr die \u00f6ffentliche Besuchsstunde war.<br \/>\nHeute mussten wir zu einer Rettung ausr\u00fccken. Ein weniger als ein Monat altes Kuhkalb kam am Morgen gegen 10:30 Uhr im Waisenhaus an. Sie scheint vor zwei Tagen aus einem matschigen Brunnen in der N\u00e4he der Mpala-Farm in Laikipia gerettet worden zu sein und wurde gestern von den Mitarbeitern der Mpala-Forschungsstation in ihre Einrichtung gebracht. Sie gaben ihr in der Nacht Zuckerwasser zu fressen, bis wir sie am Morgen abholen kamen. Das kleine Baby sah sehr schwach aus und hatte Schrammen am ganzen K\u00f6rper. Sie schien sich auch den Hals verdreht zu haben und kann nicht besonders gut sehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/511201693452-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Godoma s\u00e4uft aus einer Pf\u00fctze<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 14. April 2016<\/strong><br \/>\nAls die Babys wie \u00fcblich drau\u00dfen waren und ihren Tag im Wald genossen, kam Galla an Kiko vorbei, der alleine unterwegs war und seine Lieblings-Dornenb\u00fcsche suchte. Als Galla ihn sah, stellte er die Ohren auf, um ihn zu verjagen. Kiko hat sich aber inzwischen an die \u00e4lteren Waisen gew\u00f6hnt und lie\u00df sich von Gallas Drohungen nicht beeindrucken. Er blieb einfach stehen und wartete ab, was Galla als n\u00e4chstes tun w\u00fcrde. Als Galla sich ihm n\u00e4herte, sprang Kiko aus dem Geb\u00fcsch und trat mit seinen Beinen in die Luft. Galla dachte, Kiko w\u00fcrde ihn angreifen und rannte schreiend zur Herde zur\u00fcck. Enkikwe kam ihm zu Hilfe und rannte hinter Kiko her. Der hielt an, um zu sehen, was los war, und sah Enkikwe auf sich zulaufen; daraufhin drehte er sich um und ging Enkikwe entgegen. Nun blieb Enkikwe stehen und kollerte und trompetete, um ihn zu warnen, doch Kiko lie\u00df sich auch von ihm nicht beeindrucken. Als Enkikwe die Giraffe auf sich zukommen sah, machte auch er kehrt und rannte zur Herde zur\u00fcck. Kiko konnte nur der Waisenherde hinterherschauen und ging dann zu seinen Dornenb\u00fcschen zur\u00fcck.<br \/>\nSeit ein paar Tagen ist Ndotto Jedermanns Spielkamerad, insbesondere bei den \u00e4lteren Waisen. Jeden Tag spielt ein anderer von den \u00e4lteren Elefanten mit ihm. Die meisten der \u00e4lteren Waisen m\u00f6gen ihn sehr. Heute war Kamok die Spielgef\u00e4hrtin seiner Wahl. Von Morgen an spielten die beiden zusammen, rangelten, spielten Fangen und Verstecken und nat\u00fcrlich sein Lieblingsspiel: aufeinander herumklettern! Man kann sich den kleinen Jungen vorstellen, wie er versucht, auf Kamoks R\u00fccken zu klettern und wie lustig das aussieht.<br \/>\nHeute mussten wir erneut einen Waisenelefanten retten. Das Baby kam von S\u00fcd-Turkuna und der Turkwel-Gegend an. Sie war gestern Abend um 19 Uhr von der lokalen Bev\u00f6lkerung gefunden worden; sie suchten nach ihrer Mutter, konnten sie aber nicht finden. Das Baby sieht sehr d\u00fcnn und schwach aus, was bedeutet, dass sie wohl schon lange ohne ihre Mutter gewesen war. Sie ist unter einem Jahr alt, und wir haben sie Lorogon genannt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/511201693748-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Galla in Angriffspose<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 15. April 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen fr\u00fch am Morgen aus ihren Gehegen kamen, mussten sie erst einmal \u00fcberall herumlaufen und sich gegenseitig begr\u00fc\u00dfen. Mbegu und Roi waren an Gallas Gehege und ber\u00fchrten und umr\u00fcsselten ihn, w\u00e4hrend sie geduldig warteten, dass er auch herauskommen w\u00fcrde, damit sie ihn in den Wald begleiten konnten. Galla konnte es auch kaum erwarten, sich ihnen anzuschlie\u00dfen, und klopfte an sein Tor, bis ein Keeper her\u00fcberkam und es f\u00fcr ihn \u00f6ffnete. Die zwei M\u00e4dchen waren begeistert und nahmen ihn zwischen sich, als sie in den Busch liefen. Galla hat sich inzwischen an den Tagesablauf gew\u00f6hnt und kennt bereits die Stellen f\u00fcr die Milchf\u00fctterungen im Busch. Auch wo die \u00f6ffentliche Besuchsstunde stattfindet und welches sein eigenes Gehege ist, wei\u00df er bereits. Manchmal geht er schon zur F\u00fctterstelle, noch bevor die Milch fertig ist, und wenn er dort niemanden vorfindet, schreit er laut, um die Keeper darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich mit der Milch beeilen sollen. Er ist ein sehr schlauer Junge! Meistens sieht man ihn in der N\u00e4he des ruhigen Murit grasen, der immer sehr nett zu allen ist. Obwohl er selbst schon gr\u00f6\u00dfer ist, spielt Galla nicht so viel mit Lasayen, Ndotto, Rapa oder Naseku, weil diese ihn manchmal \u00e4rgern. Mbegu steht aber immer bereit, um ihn vor den kleinen Raufbolden zu besch\u00fctzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/511201694132-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu streckt sich nach gr\u00fcnen Bl\u00e4ttern<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 16. April 2016<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde hatten die Waisen der ersten Gruppe bereits ihre Flaschen geleert und machten sich \u00fcber das Gr\u00fcnfutter her, das f\u00fcr sie bereitgelegt worden war. Lasayen posierte fr\u00f6hlich neben einer der Wassertonnen und kratzte seinen Bauch daran, w\u00e4hrend er den R\u00fcssel hoch in die Luft streckte. Dabei st\u00f6rte ihn auch nicht, dass das Wasser zu beiden Seiten herausschwappte; Applaus bekam er daf\u00fcr jedenfalls ordentlich. Als die Besucher jubelten, wechselte er das Spiel und setzte sich direkt in die Tr\u00e4nke hinein; mit den Hinterbeinen stand er darin, w\u00e4hrend er sich kratzte, und so lief noch mehr Wasser heraus! Auch sein Freund Ndotto wurde angelockt, und er kam angerannt und stie\u00df ihn mit dem Kopf in die Tr\u00e4nke hinein. Das verschaffte ihnen noch mehr Lacher von den Zuschauern. Was f\u00fcr ein Paar!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51220166126-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen nach dem Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 17. April 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen grasten nach ihrer 9-Uhr-F\u00fctterung wieder im Wald. W\u00e4hrend die meisten mit fressen besch\u00e4ftigt waren, jagte Roi wild herum und hinter ein paar Warzenschweinen her, die bei den Waisen grasen wollten. Dabei scheuchte sie sie versehentlich genau dorthin, wo Kiko gerade graste. Kiko erschrak und rannte davon, wobei er wiederum Roi erschreckte, die daraufhin laut schreiend zu den anderen Waisen zur\u00fcckrannte. Oltaiyoni, Siangiki, Mbegu und Naseku kamen aus dem Geb\u00fcsch hervor und versuchten herauszufinden, was los was. Als sie auf Roi trafen, stand Kiko nur gro\u00df daneben und schaute zu, wie sie Roi tr\u00f6steten und wieder beruhigten. Kiko wollte sich ihnen n\u00e4hern, doch Oltaiyoni und Siangiki lie\u00dfen das nicht zu, sondern verscheuchten ihn. So rannte er zu Pea und Pod, die nicht weit entfernt grasten, und schloss sich ihnen an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201661541-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Roi sucht die Warzenschweine<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 18. April 2016<\/strong><br \/>\nAls Kiko heute Morgen aus seinem Gehege kam, z\u00f6gerte er erst, in den Busch zu gehen. Stattdessen ging er zur Milchmisch-Stelle und graste dort an den Akazien, bis seine Milch fertig war. Mit dieser wurde er dann hinaus in den Wald gelockt. Gegen 14 Uhr hatte er die Gelegenheit, drei weibliche Giraffen mit zwei m\u00e4nnlichen Jungtieren zu treffen! Zuerst scheute er zur\u00fcck, doch die K\u00fche kamen ihm hinterher und lockten ihn zu sich. Sie warteten geduldig, w\u00e4hrend Kiko sich ihnen langsam n\u00e4herte. Dann kam einer der Jungs in seiner Gr\u00f6\u00dfe zu ihm und sie beschnupperten sich eine Weile. Sie rieben sogar kurz ihre H\u00e4lse aneinander, doch das war dann zuviel f\u00fcr Kiko, der daraufhin zu seinen Keepern zur\u00fcckrannte. Die zwei Jungs versuchten, ihm zu folgen, da sie mehr Zeit mit ihm verbringen wollten, und ihre M\u00fctter standen nur still und beobachteten das Geschehen. Kiko blieb ein paar Minuten bei seinen Keepern, ehe er wieder zu seinen neuen wilden Freunden ging. Sie blieben dann alle zusammen, bis es Zeit f\u00fcr Kiko war, nach Hause zur\u00fcckzukehren. Als er gerufen wurde, verabschiedete er sich von seinen Freunden, aber bevor er seine Keeper erreicht hatte, kam einer der wilden Jungs hinterhergerannt, weil er nicht wollte, dass Kiko aufbrach. Das erschreckte Kiko so sehr, dass er direkt zu den Stallungen zur\u00fcck und in seinen Stall galloppierte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201662220-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 19. April 2016<\/strong><br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde ging es heute dramatisch zu. Sobald die Waisen der ersten Gruppe ihre Milchflaschen geleert hatten, ging Ndotto davon und begann, gegen die Besucher zu sto\u00dfen, die am Absperrseil standen. Nachdem er das eine Weile getan hatte, setzte er sich an der Absperrung auf den Boden und spielte dort. Er legte sich hin, machte Kopfstand und setzte sich mit in die Luft gestrecktem R\u00fcssel auf den Hintern. Er ist ein richtiger Entertainer! Dann, als die zweite Gruppe herangekommen war und sie ihre Milch tranken, zeigte der gierige Olsekki, wie schnell man so eine Flasche leeren kann. Danach jagte er den armen Kauro herum, der seine Milch in Ruhe genie\u00dfen wollte. Olsekki h\u00f6rte nicht auf die Keeper, sondern war nur auf seinen Unsinn aus. Es endete damit, dass der arme Kauro seine Flasche fallen lie\u00df, und bevor ein Keeper sie aufheben konnte, hatte Olsekki sie schon geschnappt und rannte damit davon. Er wuselte damit zwischen all den anderen Waisen herum, was es f\u00fcr die Keeper noch mehr erschwerte. Die ganze Aufregung zog nat\u00fcrlich die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Als er die Flasche geleert hatte, kehrte er ins Schlammloch zur\u00fcck und spritzte lustig mit den Beinen Wasser herum. Er ging tief hinein, blies das Wasser mit dem R\u00fcssel in die H\u00f6he und trompetete dabei laut. Er stellt sich schon manchmal gern in den Mittelpunkt!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51220166313-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto spielt im Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 20. April 2016<\/strong><br \/>\nHeute beschlossen Pea und Pod, ihren Tag bei den \u00e4lteren Waisen zu verbringen; normalerweise sind sie lieber bei den Babys. Als sie aber heute bei den \u00e4lteren Elefanten waren, \u00e4rgerten Tusuja, Mwashoti, Alamaya und Rapa sie auch prompt. Sie nahmen sie ins Visier und jagten ihnen nach, wenn sie in ihrer N\u00e4he grasten. Die gro\u00dfen V\u00f6gel wissen aber, wie sie die Elefanten austricksen k\u00f6nnen. Sie rannten sehr schnell, und wenn die Babys hinter ihnen her kamen, blieben sie pl\u00f6tzlich stehen und drehten sich mit aufgestellten Fl\u00fcgeln im Kreis. Das machte den frechen Jungs Tusuja und Rapa Angst, und sie rannten protestierend zur\u00fcck. Mwashoti und Alamaya blieben zur\u00fcck und stellten ihre Ohren weit auf, woraufhin Pea und Pod erneut im Zickzack davonrannten. Mwashoti und Alamaya konnten nur noch Geb\u00fcsch zertrampeln, und sie trompeteten laut mit weit aufgestellten Ohren, um ihre Missbilligung kundzutun. W\u00e4hrend Mwashoti und Alamaya sich auf diese Weise aufplusterten und wild herumstampften, stie\u00dfen sie pl\u00f6tzlich versehentlich zusammen. Mwashoti fiel auf die Seite, was ihn sehr nervte. Er stand schnell wieder auf und ging von Alamaya davon, und damit war das Spiel beendet. Danach hatten Pea und Pod endlich etwas Zeit, um in Ruhe zu grasen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201664033-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tusuja grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 21. April 2016<\/strong><br \/>\nDer Tag begann sehr k\u00fchl und nass, da es heftig geregnet hatte; die Waisenherde war also am Morgen in fr\u00f6hlich-gutgelaunter Stimmung. Drau\u00dfen im Busch konnte man sie alle in der nassen, matschigen Erde herumkugeln sehen. Die gro\u00dfen Waisen wie Sirimon, Enkikwe, Olsekki, Sokotei, Oltaiyoni, Siangiki und Boromoko rollten sich alle herum und gaben dabei tolle Spielkameraden f\u00fcr die j\u00fcngeren Bullen wie Lasayen, Ndotto, Rapa und Ngilai ab, die gegen sie sto\u00dfen, auf ihnen herumklettern und sich an ihnen kratzen konnten. Einmal stapelten sich Lasayen, Ndotto und Ngilai zu dritt auf Boromoko &#8211; allerdings kam Ngilai nicht ganz hoch und konnte nur auf Boromokos R\u00fccken herunterrutschen. Ihr tolles Spiel endete, als Rapa Lasayen schubste, der dadurch von Boromoko herunter und auf seinen Kopf fiel und laut aufschrie. Das machte den kleinen Bullen Angst, sodass sie erst einmal nicht mehr auf Boromoko kletterten. Nur Rapa blieb zur\u00fcck, doch Boromoko gestattete ihm dann auch nicht mehr, auf ihm zu spielen, weil er nicht freundlich zu den anderen gewesen war. Er scheuchte ihn weg und schubste ihn, sodass Rapa zu Tusuja, Roi und Dupotto ging.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde waren die Waisen recht ruhig, und es gab keine aufregenden Aktivit\u00e4ten. Nur zwischen Enkikwe und Sokotei gab es eine Rangelei, bei der Enkikwe versehentlich in das Schlammloch fiel und ausrutschte. Als er versuchte herauszukrabbeln, bewachte Sokotei alle Ausg\u00e4nge und wollte ihn nicht herauslassen, sondern schubste ihn immer wieder zur\u00fcck. Enkikwe ist aber schlau; er spritzte mit den Vorderbeinen eine Ladung matschiges Wasser in Sokoteis Gesicht, und als dieser sich wegdrehte, konnte er endlich aus dem Wasser kommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201664425-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen genie\u00dfen drau\u00dfen im Busch ein Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 22. April 2016<\/strong><br \/>\nNachdem sie gestern einen sehr gesch\u00e4ftigen Tag mit viel Regen und Herumrollen im Schlamm gehabt hatten, gingen die Waisen heute ohne viele Aktivit\u00e4ten in den Busch. Sie waren haupts\u00e4chlich mit grasen an den B\u00fcschen besch\u00e4ftigt. Einige grasten sehr langsam, doch Kamok, Naseku, Balguda, Siangiki, Roi und Alamaya kamen sehr schnell voran und grasten weiter weg als die anderen Waisen. Bei ihrem Wettbewerb, wer am schnellsten Grasen konnte, kamen sie an zwei Impala-B\u00f6cken vorbei, die miteinander rangelten. Die Impalas erschraken und rannten davon, was wiederum die Waisen erschreckte, die bellend zu ihren Keepern zur\u00fcckliefen. Nur Balguda, der weiter hinten war, lie\u00df sich nicht beeindrucken; er stellte allerdings auch die Ohren auf und trompetete protestierend.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201664747-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya grast mit den anderen Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 23. April 2016<\/strong><br \/>\nAls die zweite Waisengruppe heute zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde kam, sah das ganz anders aus als sonst. Normalerweise kommen die gierigen Jungs zu ihren Flaschen gerannt, doch heute schlenderten Olsekki, Enkikwe, Sokotei und Boromoko ganz gem\u00fctlich herunter und erlaubten anderen, sie zu \u00fcberholen. Das haben sie noch nie zuvor getan! Nachdem die Waisen ihre Flaschen geleert hatten, stahlen ihnen zwei Warzenschweine die Show, die sich ausf\u00fchrlich im Matsch neben der Absperrung w\u00e4lzten. Ihr Spa\u00df beim Schlammbad wurde aber abrupt beendet, als Kauro begann, sie um das Schlammloch zu jagen. Der arme Kauro rutschte aber aus und fiel dabei selbst in den Matsch! Er stand wieder auf und folgte den Warzenschweinen, die das Wasser aus einem kleinen, vom Regen gebildeten Rinnsal genossen. Kauro spritzte jede Menge Wasser auf sie, sodass sie in das nahegelegene Geb\u00fcsch flohen. Er drohte und trompetete ihnen hinterher, w\u00e4hrend er weiter voller Siegesfreude am Wasser herumlief und darin herumstapfte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51220166539-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Boromoko kommt am Schlammloch an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 24. April 2016<\/strong><br \/>\nDer Tag begann sehr nass, da es am Vormittag immer wieder regnete. So hatte auch Maxwell am Morgen seinen Spa\u00df; er rannte in seinem Gehege herum und rollte sich in der matschigen Erde. Er machte eine spektakul\u00e4re Show daraus und rollte sich sogar auf den R\u00fccken, die Beine in die H\u00f6he gestreckt. Dann rannte er pl\u00f6tzlich herum und versenkte sein Horn tief in der nassen Erde, um sie in gro\u00dfen Brocken in die Luft zu werfen. Dann drehte er sich schnell im Kreis, ehe er sich schlie\u00dflich am Holzzaun entspannte und dort sein Horn sch\u00e4rfte. Er hatte einen tollen Vormittag!<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war es sehr nass, und es regnete noch immer. Nachdem die Waisen ihre Milch getrunken hatten, waren sie sehr unruhig und wollten in den Wald zur\u00fcckgehen. Vielleicht lag es daran, dass sie Edwin nicht gut h\u00f6ren konnten, nachdem sie gelernt haben, dass sie noch auf dem Gel\u00e4nde bleiben sollen, solange er spricht. Sie waren alle schwer zu kontrollieren, weil auch Oltaiyoni sehr unruhig war. Sie kollerte ihre Herde zusammen, damit sie ihr zur\u00fcck in den Wald folgten und sie dort im Schutz der B\u00e4ume grasen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201665924-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maxwell entspannt sich nach all seinen Spielen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 25. April 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein weiter nasser Tag, und es regnete dieses Mal fast den ganzen Tag. Das hinderte die Waisen aber nicht daran, ihren t\u00e4glichen Aktivit\u00e4ten nachzukommen, und alle sahen gl\u00fccklich und verspielt aus, als sie am Morgen in den Busch gingen.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde gab es wieder einen heftigen Schauer, und der kleine Bach auf dem Weg zur F\u00fctterstelle war prall gef\u00fcllt. Die kleinen Waisen wie Murit, Ngilai, Godoma und Lasayen nahmen vorsichtige Schritte hin\u00fcber, w\u00e4hrend die \u00e4lteren einfach hin\u00fcberlaufen konnten. Als sie zu ihren Keepern rannten, die an verschiedenen Stellen mit ihrer Milch warteten, rutschte der gierige Sokotei mit dem Hinterbein aus, weil er es nicht erwarten konnte, seine Flasche zu erreichen. Er versuchte aufzustehen, doch der rutschige Boden machte ihm die Sache nicht ganz einfach, und er brauchte mehrere Versuche. Er schrie auf, w\u00e4hrend er sich mit M\u00fche wieder aufrappelte, w\u00e4hrend seine Freunde unterdessen schon ihre Milch genossen! Schlie\u00dflich gelang es ihm, und er ging geradewegs zu seiner Flasche &#8211; er sah sehr durstig aus und meinte es jetzt ernst, die Ohren aufgestellt! Da es weiter regnete, waren die Waisen wieder sehr unruhig und versuchten, sich in den Busch zur\u00fcckzuschleichen. Nur Kamok und Kauro schienen ihren Spa\u00df zu haben und spielten mit den Zuschauern an der Absperrung. Diese wurden ordentlich von ihnen eingematscht, als sie begeistert die Waisen t\u00e4tschelten. Die verspielte Kamok versuchte, sich mit unter die Schirme der Besucher zu stellen, mit dem Hintergedanken, ihnen die Schirme wegzunehmen. Es war jedesmal aufgeregtes Geschrei zu h\u00f6ren, und die Besucher genossen die Spiele mit Kamok und Kauro sehr.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51220167628-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Godoma auf dem Weg zum Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 26. April 2016<\/strong><br \/>\nDrau\u00dfen im Wald waren die Waisen heute am fr\u00fchen Morgen sehr entspannt. Sie waren vollauf damit besch\u00e4ftigt, das Dickicht zu durchforsten und von den B\u00fcschen und leckeren gr\u00fcnen Keimlingen zu fressen, und niemand wollte spielen oder schlammbaden &#8211; ganz anders als gestern, als sich alle nur im Schlamm w\u00e4lzen wollten! W\u00e4hrend die Waisen grasten, trafen Balguda, Siangiki, Naseku, Sokotei, Oltaiyoni, Enkikwe, Sirimon, Boromoko und Olsekki auf einen einzelnen B\u00fcffelbullen, der sich gerade im Schlamm vergn\u00fcgte. Balguda und seine Gruppe blieben wie erstarrt stehen und beobachteten den B\u00fcffel genau, gespannt, was er als n\u00e4chstes tun w\u00fcrde. Erst als Oltaiyoni laut trompetete, stand der B\u00fcffel pl\u00f6tzlich auf. Er sah Oltaiyoni und die Gruppe von Elefanten trompetend und mit weit aufgestellten Ohren auf sich zukommen und rannte daraufhin ins Geb\u00fcsch davon. Die Waisen blieben wild herumjagend und tr\u00f6tend zur\u00fcck und zertrampelten B\u00fcsche, um ihren Sieg zu feiern. Das Spiel kam aber zu einem Ende, als die Keeper sie wegen ihres wilden Verhaltens ermahnten.<br \/>\nVor ein paar Tagen sind Pea und Pod von einem Stall in ein Gehege neben Naseku umgezogen, und seitdem haben sie deutlich gemacht, dass ihnen das gar nicht gef\u00e4llt. Sie weigern sich regelm\u00e4\u00dfig, am Nachmittag in ihr Gehege zur\u00fcckzukehren und rennen manchmal vor den Keepern weg, zur\u00fcck in den Busch. Als es heute an der Zeit war, zu den Stallungen zur\u00fcckzukehren, n\u00e4herten sich die Keeper ihnen wie \u00fcblich, um sie zur\u00fcckzubegleiten. Sie sprinteten sofort davon, um nicht nach Hause gehen zu m\u00fcssen. Es war eine echte Herausforderung f\u00fcr die Keeper, die Strau\u00dfen zu \u00fcberzeugen mitzukommen, und es dauerte eine ganze Weile. So war es fast 18 Uhr, bis die beiden V\u00f6gel endlich wieder an den Stallungen waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201671330-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda mit wedelnden Ohren<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 27. April 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am Morgen, nachdem sie aus ihren Gehegen gekommen waren, hinaus in den Wald gingen, machte Alamaya sich einen Spa\u00df daraus, hinter Roi her zu jagen, und versuchte, sie zu besteigen. Roi rannte im Dickicht herum, und Alamaya versuchte, sie zu finden. Das Spiel lockte Boromoko und Kauro an, und beide schlossen sich dem Fangen an. Alamaya stolperte versehentlich \u00fcber einen Baumstumpf, und zu seinem Pech beschlossen Boromoko und Kauro daraufhin, auf ihm herumzuklettern, w\u00e4hrend er auf dem Boden lag! Roi trompetete protestierend, w\u00e4hrend Alamaya laut aufschrie, weil er zwei schwere Bullen auf seinem R\u00fccken hatte. Sein Geschrei lie\u00df Oltaiyoni und Siangiki aufhorchen, die hinzukamen, um herauszufinden, was los war. Als sie sich n\u00e4herten, wussten Boromoko und Kauro, dass sie besser aufh\u00f6ren sollten, und Alamaya konnte endlich wieder aufstehen.<br \/>\nDas ganze Gel\u00e4nde bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde ist jetzt schlammig, und keiner der Waisen hat zurzeit Interesse an einem zus\u00e4tzlichen Schlammbad. Sie gingen alle nur an der Absperrung entlang und spielten mit den Zuschauern. Sokotei, Enkikwe und Olsekki versuchten sogar, hinter die Absperrung zu kommen. Die Keeper hatten es nicht leicht mit diesen Jungs &#8211; wann immer sie sie zu kontrollieren versuchten, schoben die Waisen die Keeper einfach mit ihren Sto\u00dfz\u00e4hnen aus dem Weg. Junge Bullen sind und bleiben schwierig und frech, da sie immer zeigen wollen, wie stark sie sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201671826-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya kratzt seinen Bauch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 28. April 2016<\/strong><br \/>\nManchmal ist es schwierig mit zwei gleichaltrigen Waisen in unserer Herde, insbesondere bei M\u00e4dchen. Mbegu und Dupotto sind im selben Alter, und dass Mbegu manchmal ihre Leitkuh-Qualit\u00e4ten demonstriert, gef\u00e4llt Dupotto gar nicht, sodass sie sie dann herausfordert. Heute war Ngilai der Grund der Rivalit\u00e4t zwischen den beiden. Bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde waren alle besch\u00e4ftigt, entweder mit spielen oder damit, das f\u00fcr sie bereitgelegte Gr\u00fcn zu fressen. Wie Menschen denken auch Elefanten manchmal, dass das Futter des Nachbarn besser aussieht als das eigene. Ngilai ging hin\u00fcber und schnappte sich etwas von Godomas Futter, doch Godoma wollte nichts hergeben. Ngilai k\u00e4mpfte um den Zweig, und Mbegu stand ganz in der N\u00e4he. Sie lie\u00df ihnen etwas Zeit, das Problem selbst zu l\u00f6sen, doch schlie\u00dflich mischte sie sich ein und schob Ngilai weg, um die beiden Streith\u00e4hne zu trennen. Ngilai beschwerte sich lautstark, und das rief Dupotto auf den Plan, die hinzukam und einen Streit mit Mbegu anfing. Mbegu wehrte sich aber, und keine der beiden wollte aufgeben. Am Ende mussten die Keeper eingreifen, um den Frieden in der mittleren Gruppe wieder herzustellen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201672836-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 29. April 2016<\/strong><br \/>\nDa wieder L\u00f6wen des Nairobi Nationalparks in der N\u00e4he des Waisenhauses gesehen worden waren, blieben Kiko, Pea und Pod in ihren Gehegen, bis klar war, dass es drau\u00dfen sicher f\u00fcr sie war. Das war nicht leicht f\u00fcr Kiko, der in letzter Zeit frecher geworden ist und seinen Kopf durchsetzen will. Er entscheidet meistens selbst, wo er hingeht, und w\u00e4hrend er heute im Gehege bleiben musste, versuchte er vergeblich herauszukommen. Als sp\u00e4ter am Nachmittag die L\u00f6wen fort waren, konnten die drei hinaus in den Wald. Kiko konnte es kaum erwarten und rannte im H\u00f6chsttempo davon, mit beiden Beinen in die Luft tretend. Genauso Pea und Pod, die sofort nachdem ihre Tore ge\u00f6ffnet wurden, zeigten, wie schnell sie rennen k\u00f6nnen, und sogar noch Kiko \u00fcberholten. Kiko versuchte, mit ihnen Schritt zu halten, doch er schaffte es nicht. Als sie alle in den Wald rannten, wurden sie von Enkikwe, Siangiki, Naseku und Roi aus der Ferne beobachtet. Als sie sich den Waisen n\u00e4herten, stellten diese ihre Ohren auf, bereit, sie dorthin zur\u00fcckzuschicken, wo sie hergekommen waren! Die Elefanten wollten sie verscheuchen, w\u00e4hrend Kiko versuchte, nach ihnen auszutreten, um seinen Strau\u00dfenfreunden zu helfen. Es wurde ein &#8222;Drei gegen Vier&#8220;-Spiel und alle hatten jede Menge Spa\u00df. Kiko, Pea und Pod sprangen \u00fcber kleine B\u00fcsche, als sie vor den Elefanten wegliefen, und die folgten ihnen, wobei sie die B\u00fcsche mit ihren F\u00fc\u00dfen und R\u00fcsseln zertrampelten. Das Spiel dauerte eine Weile, bis Sirimon dazukam und begann, Roi und Naseku hinterherzujagen. Dann verwickelte er Enkikwe in ein Kr\u00e4ftemessen, und Siangiki beschloss, die Jagd zu beenden und mit Grasen zu beginnen. Kiko machte sich \u00fcber sein Lieblingsfutter her, das dornige Gr\u00fcn, w\u00e4hrend Pea und Pod ihm Gesellschaft leisteten und Gras fra\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201673725-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto und Murit bekommen Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 30. April 2016<\/strong><br \/>\nEs regnete heftig die ganze Nacht, bis zum Morgen. Bei dem prasselnden Regen auf dem Dach konnte der neue kleine Ambo gar nicht gut schlafen.<br \/>\nAls die \u00e4lteren Waisen am Morgen in den Wald gingen, blieben die Babys noch in den St\u00e4llen zur\u00fcck und warteten auf eine Wetterbesserung. Da es immer weiter regnete, versammelten sich die Waisen unter den B\u00e4umen. Galla gefiel allerdings der Regen sehr; er rollte und w\u00e4lzte sich als einziger im Schlamm herum und konnte gar nicht genug davon kriegen! Er graste immer nur kurz und rollte sich dann weiter im Schlamm. Auch w\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde regnete es weiter. Alle schlitterten und rutschten auf dem Boden herum, die Babys ebenso wie die Keeper! Einige der Waisen bewegten sich nach ihrer Milchf\u00fctterung gar nicht mehr, weil der Boden so unbenutzbar war. Galla war noch immer gut gelaunt und genoss auch hier das Schlammbad, w\u00e4hrend die anderen nur zusahen. Ndotto und Lasayen erwachten schlie\u00dflich auch noch zum Leben; sie spielten miteinander und versuchten, aufeinander herumzuklettern. Dann rangelten sie dicht an der Absperrung, und Ndotto versuchte, einige matschige R\u00fcssel-K\u00fcsse an die Besucher in der N\u00e4he zu verteilen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201674826-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Galla genie\u00dft das Wetter<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-april-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitag, 1. April 2016 Nach einer langen, trockenen Wartezeit regnete es endlich letzte Nacht, und gleich sehr heftig. Einige der Babys hatten deshalb eine sehr unruhige Nacht. Kauro, Rapa, Lasayen, Ngilai und Kamok schliefen alle sehr schlecht; der ganze Krach auf dem Dach, zusammen mit Blitz und Donner machte sie sehr nerv\u00f6s. 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