{"id":7753,"date":"2016-06-01T17:49:02","date_gmt":"2016-06-01T16:49:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7753"},"modified":"2016-06-01T17:49:02","modified_gmt":"2016-06-01T16:49:02","slug":"ithumba-april-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-april-2016\/","title":{"rendered":"Ithumba April 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 1. April 2016<\/strong><br \/>\nMakireti, Kasigau, Kilabasi, Ishanga und ein wilder Bulle verbrachten die Nacht drau\u00dfen vor den Gehegen. Als die Waisen herausgelassen wurden, schlossen sich Makireti und ihre Gruppe ihnen an und gingen mit ihnen zur Luzernenheuf\u00fctterung. W\u00e4hrend sie alle Luzernenheu genossen, schubste Ishanga, die immer noch keiner festen Herde angeh\u00f6rt, Vuria ohne sichtbaren Grund zu Boden. Die Keeper schimpften mit ihr, damit sie mit ihrem schlechten Benehmen aufh\u00f6rte. Kurz darauf kamen Mutara und ihre Gruppe von Osten heran und schlossen sich den Waisen ebenfalls bei der Luzernenheuf\u00fctterung an. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck ging die ganze Herde, angef\u00fchrt von Makireti, zum unteren Kalovoto, wo sie sich zum grasen niederlie\u00dfen. Zwei Stunden sp\u00e4ter brachen die halbunabh\u00e4ngigen Waisen wieder auf.<br \/>\nZur Schlammbadzeit tranken die Waisen nur ihre Milch und soffen etwas Wasser, bevor sie zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcckkehrten. Am Nachmittag war es ruhig, und die Elefanten verbrachten die meiste Zeit damit, sich im Schatten der B\u00e4ume zu entspannen. Da es am Abend noch immer sehr hei\u00df war, gingen sie am Kone-See vorbei und genossen noch eine abendliche Abk\u00fchlung.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/58201632115-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Makireti vor dem Gehege<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 2. April 2016<\/strong><br \/>\nAm Morgen war es teilweise bew\u00f6lkt. Die Waisen fra\u00dfen Luzernenheu, gleich nachdem sie aus den Gehegen gekommen waren. Nach ein paar Minuten kamen Tomboi, Mutara, Kanjoro, Sities, Suguta, Turkwel und Kainuk hinzu. Auf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden schlossen sich dann noch Makireti, Kilabasi und Kasigau an. Als sie im Busch angekommen waren, staubbadeten Teleki, Garzi und Narok eine Weile. Sp\u00e4ter lernte Teleki ein paar Ringkampftechniken von Kilabasi. Er wollte das Gelernte danach gleich anwenden und nahm sich Bongo vor. Vuria, der daneben stand, nutzte aus, dass Bongo gerade abgelenkt war, und versuchte, auf ihn zu klettern. Bongo r\u00e4chte sich sp\u00e4ter, indem er eine Rangelei mit Vuria begann.<br \/>\nUm 11 Uhr f\u00fchrte Kithaka den Weg zum Schlammloch an, wo alle badeten. Nachdem die Waisen fertig waren mit dem Schlammbad, kamen die Ex-Waisen an. Wiva scheint eine Schwellung an ihrem hinteren Oberschenkel zu haben; wir werden das genau beobachten. Die Ex-Waisen blieben nicht lange, sondern brachen wieder auf, nachdem sie Wasser gesoffen hatten. Am Nachmittag war alles ruhig. Am Abend bildeten sich einige Wolken, und kurz nachdem die Waisen zu den Stallungen zur\u00fcckgekehrt waren, begann es zu regnen. Der Regen hielt bis etwa 19 Uhr an, und am Ende hatten wir 22mm Niederschlag.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/58201633117-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tomboi mit den Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 3. April 2016<\/strong><br \/>\nNach dem gestrigen Regen war es heute Morgen k\u00fchl. Die Waisen bedienten sich am Luzernenheu, nachdem sie aus den Gehegen gekommen waren. Orwa und Kithaka fra\u00dfen dicht beieinander, schauten aber in entgegengesetzte Richtungen. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck f\u00fchrte Narok die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden. Dort graste Lemoyian mit Teleki und sp\u00e4ter mit Barsilinga, w\u00e4hrend Orwa bei Bongo fra\u00df. Bomani rollte sich eine Weile auf dem Boden herum, was Teleki anlockte, der ebenfalls mitspielte. Orwa nutzte das aus und kletterte auf Teleki herum.<br \/>\nGegen 10 Uhr schlossen sich Yatta, Yetu, Madiba, Tomboi, Galana, Nasalot und sechs wilde Elefanten den Waisen an. Bei dem ganzen Durcheinander nahmen die Waisen Barsilinga mit, als sie wieder aufbrachen. Es dauerte fast eine Stunde, bis die Keeper Barsilinga wieder zur\u00fcckgeholt hatten, der immer wieder der wilden Herde hinterherlaufen wollte. Barsilinga wird wohl f\u00fcr seine Auswilderung nicht sehr lange brauchen, denn das war nicht das erste Mal, dass er versuchte, unabh\u00e4ngiger zu werden.<br \/>\nAuf dem Weg zum Schlammbad bekamen die Waisen Gesellschaft von Makireti, Kasigau und Kilabasi. Nur diese drei w\u00e4lzten sich dann im Wasser. Am Nachmittag brannte die Sonne, sodass sich Orwa und Teleki unter einem Baum ausruhten. Als es wieder k\u00fchler wurde, spielte Teleki auf dem Boden, w\u00e4hrend Orwa seinen Bauch an einem Baum kratzte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/58201633427-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kithaka und Orwa schauen in verschiedene Richtungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 4. April 2016<\/strong><br \/>\nAls sich die Tore f\u00fcr die Waisen \u00f6ffneten, damit sie am Morgen grasen gehen konnten, stellte sich Bomani mitten in den Weg und versperrte damit Kithaka, Barsilinga und Lemoyian den Ausgang. Barsilinga wartete auf Lemoyian, der sich vor nichts und niemandem f\u00fcrchtet, und als dieser mit Bomani rangelte, ging er schnell an ihnen vorbei hinaus. Als Barsilinga und Lemoyian drau\u00dfen waren, blieb nur noch Kithaka, der noch nicht wusste, wie er an Bomani vorbeikommen sollte. Bomani sah, wie Kithaka z\u00f6gerte herauszukommen, und er nahm etwas Anlauf, um auf Kithaka zuzulaufen. Kithaka beobachtete ihn aber genau; in dem Moment, in dem Bomani r\u00fcckw\u00e4rts lief, rannte er schnell hinaus, bevor Bomani wieder den Vorw\u00e4rtsgang eingelegt hatte. Barsilinga kratzte sich dann an den nahegelegenen Felsen, w\u00e4hrend Orwa und Narok die Akazie zum kratzen benutzten. Die Waisen gingen an der Tr\u00e4nke vorbei, wo sie genug Wasser soffen, um den gesamten Vormittag damit auszukommen.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden verbrachten Vuria und Bomani einige Zeit mit ihrer \u00fcblichen Rangelei. Vuria fra\u00df dann in der N\u00e4he von Narok, w\u00e4hrend Teleki mit Kithaka graste. Beim Schlammbad schlossen sich Makireti, Kasigau und Kilabasi den Waisen an, aber nur Wasserratte Bongo w\u00e4lzte sich heute im Matsch. Am Nachmittag lie\u00dfen sich die Waisen im Kone-Gebiet nieder und grasten dort den Rest des Tages.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/58201633824-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bomani versperrt den Ausgang<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 5. April 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein ruhiger Morgen. Die Waisen fr\u00fchst\u00fcckten kurz Luzernenheu, ehe sie unter der F\u00fchrung von Narok davongingen. Bongo und Vuria, die kaum einen Tag verstreichen lassen, ohne miteinander zu rangeln, umschlangen ihre R\u00fcssel und schubsten aneinander herum. Shukuru unterbrach das Grasen und nahm ein kurzes Staubbad. Beim Schlammbad war es den Waisen zu kalt zum baden. Stattdessen tranken sie nur ihre Milch und soffen Wasser, bevor Shukuru sie zur\u00fcck in den Busch brachte. Am Nachmittag grasten sie westlich des Ithumba-Bergs. Sie konzentrierten sich ganz aufs Fressen, und am Abend f\u00fchrte Kithaka die erste Gruppe auf dem Weg zur\u00fcck zu den Stallungen an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/58201634038-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bongo spielt mit Vuria<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 6. April 2016<\/strong><br \/>\nKithaka und Barsilinga begannen ihr Tagewerk damit, sich an den nahegelegenen Felsen zu kratzen. Kurz nachdem sie in den Weidegr\u00fcnden angekommen waren, fand Narok etwas feuchte Erde, mit der sie sich einstauben konnte. Orwa kam an einem schiefen Baum vorbei und kratzte seine Vorderbeine daran, w\u00e4hrend Barsilinga sich auf dem Boden herumrollte. Sp\u00e4ter schloss sich Barsilinga Narok beim Fressen an. Bongo juckte es am Fu\u00df, und er unterbrach das Fressen, um sich an einem Felsen zu kratzen. Orwa schloss sich mit Garzi zusammen, und sie grasten neben einem gro\u00dfen Felsen, gegen den sie sich von Zeit zu Zeit lehnten. Auf dem Weg zum Schlammbad kam Teleki an etwas lockerer Erde vorbei, sodass er anhielt und ein kurzes Staubbad einlegte.<br \/>\nBeim Schlammbad war es k\u00fchl, und keiner der Waisen traute sich ins Wasser. Stattdessen versammelten sie sich am Ufer; einige soffen Wasser, w\u00e4hrend Narok ihren R\u00fcssel in Barsilingas Mund steckte. Bongo und Vuria vertrieben sich die Zeit mit einer Rangelei. Bomani ging dicht an den beiden vorbei und schnupperte an ihnen, bevor er seinen Weg fortsetzte. Am Nachmittag graste Orwa mit Lemoyian, w\u00e4hrend Bomani sich einstaubte. Abends kamen Taita, Kenze, Kinna, Mulika und Mwende an den Stallungen vorbei. Sie gingen wieder, nachdem sie Wasser gesoffen hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/58201634531-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Narok staubbadet<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 7. April 2016<\/strong><br \/>\nYattas Gruppe, bestehend aus Yatta, Yetu, Kinna, Nasalot, Sunyei, Lualeni, Chyulu, Lenana, Loijuk, Makena, Wendi, Wiva, Sidai und einem wilden Bullen, meldete sich fr\u00fch am Morgen an den Stallungen. Kurz darauf kamen auch Makireti, Kilabasi, Ishanga und Kasigau dazu. Sobald die Tore f\u00fcr die Waisen ge\u00f6ffnet wurden, gingen Chyulu, Nasalot, Naserian und Lualeni in die Gehege, um nach \u00fcbriggebliebenen Zweigen zum herumkauen zu suchen. Narok traf auf dem Weg hinaus auf Chyulu, und sie umschlangen zur Begr\u00fc\u00dfung ihre R\u00fcssel. Sobald Narok drau\u00dfen war, forderte sie Makena zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus. Garzi spielte mit Ishanga, w\u00e4hrend Orwa einen Ringkampf mit Vuria begann. Die Waisen stritten sich nicht lange mit den Ex-Waisen um das Luzernenheu, sondern brachen bald in den Busch auf. Chyulu begleitete Lemoyian und fra\u00df zusammen mit ihm, bevor sie zu ihren Freunden zur\u00fcckkehrte.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden kam Garzi an einem Ameisenh\u00fcgel vorbei, mit dem er eine Weile spielte. Narok und Bongo rollten sich unterdessen auf den Boden und aufeinander herum. Als sie damit fertig waren, standen sie auf und rangelten im Stehen weiter. Ihr Spiel endete unentschieden, und anschlie\u00dfend grasten sie weiter.<br \/>\nBeim Schlammbad schlossen sich Yatta und ihre Herde wieder den Waisen an. Garzi ging zu ihr hin\u00fcber und streckte ihr den R\u00fcssel entgegen. Yatta antwortete, indem sie ihren R\u00fcssel in Garzis Mund steckte. Es war nicht besonders warm heute, und so war das Schlammbad sehr kurz. Die Waisen brachen direkt wieder auf, nachdem sie Wasser gesoffen hatten. W\u00e4hrend die Ex-Waisen sich in \u00f6stliche Richtung aufmachten, gingen die Waisen nach Westen. Auf dem Weg hatten Narok und Bongo Gelegenheit f\u00fcr ein kurzes Staubbad. Am Abend kamen die Waisen an einem kleinen Pool vorbei; Bongo, Kithaka und Laragai gingen hinein, spritzten sich etwas Wasser hinter die Ohren und grasten danach zusammen weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/58201634947-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Naserian, Chyulu und Nasalot im Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 8. April 2016<\/strong><br \/>\nDer Himmel war klar, als die Waisen am Morgen l\u00e4ssig aus den Gehegen schlenderten. Orwa war der letzte, der herauskam, w\u00e4hrend Kithaka, Bongo und Narok schon damit begonnen hatten, sich an den nahegelegenen Felsen zu kratzen. Vuria machte es sich bequem, indem er sich gegen einen Felsen lehnte, w\u00e4hrend er Luzernenheu fra\u00df. Kurz bevor die Waisen zum Grasen aufbrachen, begannen Vuria und sein Spielkamerad Bongo ein Kr\u00e4ftemessen. Das Spiel dauerte eine ganze Weile, bis sie sich schlie\u00dflich im Busch wiederfanden und die Rangelei beendeten, um etwas zu fressen zu suchen. Gegen 10 Uhr wurde die Hitze der Sonne unertr\u00e4glich f\u00fcr Narok und Bomani; sie grasten im Schatten der B\u00e4ume, w\u00e4hrend sie sich langsam zum Schlammbad vorarbeiteten.<br \/>\nAm Schlammloch ging Laragai zur Westseite, denn sie hat gerne einmal ihre Ruhe. Sie soff etwas Wasser, spritzte es sich hinter die Ohren und kam danach zu ihren Freunden zur\u00fcck. Garzi und Lemoyian gingen zur gleichen Stelle und genossen es auch sehr, sich mit Wasser hinter den Ohren abzuk\u00fchlen. Nach dem Bad kratzten sich Garzi, Narok, Teleki und Barsilinga an den umstehenden Akazien. Am Nachmittag grasten die Babys westlich des Ithumba-Bergs. Sp\u00e4ter kamen sie an einem kleinen Pool vorbei und k\u00fchlten sich darin erneut ab. Dabei schloss sich ihnen Taita kurz an, der aber gleich wieder aufbrach, nachdem er genug gebadet hatte.<br \/>\nAuf dem R\u00fcckweg zu den Stallungen am Abend begleitete die neu gegr\u00fcndete Gruppe der Ex-Waisen Mutara, Suguta, Sities, Turkwel, Kainuk und Kanjoro die Waisen. Es gab aufgeregtes Kollern und Trompeten, als die Waisen wissen wollten, wie das Leben au\u00dferhalb der Stallungen ist. Mutara und ihre Gruppe verabschiedeten sich kurz vor den Gehegen wieder von den Waisen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/58201635355-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Narok und Bongo spielen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 9. April 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein ruhiger Morgen, und die Waisen genossen das Luzernenheu, nachdem sie aus ihren Gehegen gekommen waren. Die Ruhe wurde von Vuria und Bongo gest\u00f6rt, als sie sich beim Fr\u00fchst\u00fcck trafen. Die beiden \u00fcbernachten in verschiedenen Gehegen, und als sie sich am Morgen sahen, war es, als h\u00e4tten sie sich schon die ganze Nacht auf den Ringkampf gefreut. Sie umschlangen ihre R\u00fcssel und taten das, was sie am liebsten tun: sich gegenseitig herumschubsen. Kurze Zeit sp\u00e4ter brachte Shukuru die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden, wo Vuria und Bongo schon wieder miteinander rangelten. Sie spielten bis Bongo aufgab, um zum Grasen \u00fcberzugehen und seinen leeren Magen zu f\u00fcllen.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es nicht besonders warm, sodass die Waisen nur ihre Milch tranken, etwas frisches Wasser soffen und danach zum Ausruhen unter eine der Akazien gingen. Bongo und Vuria hielten es allerdings nicht lange aus, sondern gingen bald wieder zum Kr\u00e4ftemessen \u00fcber. Kurz nachdem die Waisen vom Schlammloch aufgebrochen waren, kam Half Trunk mit zwei wilden Freunden dorthin. Sie soffen Wasser und gingen wieder, nachdem sie genug hatten.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen am unteren Kalovoto. Am Abend kamen Madiba und Tomboi zu den Stallungen und verschwanden kurz darauf wieder, nachdem sie Wasser gesoffen hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/58201635949-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bongo spielt mit Vuria<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 10. April 2016<\/strong><br \/>\nDer Himmel war kristallklar, als die Waisen sich auf den Weg zu den Weidegr\u00fcnden machten. Dabei trafen sie auf Makireti, Kasigau und Kilabasi. Narok umschlang R\u00fcssel mit Makireti, w\u00e4hrend Kilabasi Laragai begr\u00fc\u00dfte. Im Busch begann Teleki den Tag damit, Kasigau herauszufordern. Er ergab sich aber recht schnell, denn er konnte gegen den starken Kasigau nichts ausrichten. Auch Bongo und Vuria konnten nat\u00fcrlich nicht stillsitzen, als sie die anderen beiden spielen sahen, und begannen ebenfalls zu rangeln. Orwa spielte mit Kilabasi. Nach zwei Stunden verabschiedete sich Makiretis Gruppe wieder von den Waisen und verschwand. Kithaka graste dann nahe bei Teleki.<br \/>\nGegen 11 Uhr war es Barsilinga, der die erste Gruppe zum Schlammloch f\u00fchrte. Dort w\u00e4lzte sich nur Bongo. Teleki, Lemoyian, Narok und Laragai standen nur im flachen Wasser und spritzten es sich hinter die Ohren. Nach dem Schlammbad staubbadete Bongo ein wenig, w\u00e4hrend Teleki sich an einem Baum kratzte. Orwa hob einen Stock auf und kratzte sich das Kinn damit; offenbar war er aber damit nicht zufrieden, also ging er zu einem Baum und kratzte sich das Kinn ausgiebig daran, um die Insekten loszuwerden. Am Nachmittag grasten die Waisen im Kanziku-Gebiet, wo Kithaka und Shukuru eine Weile staubbadeten.<br \/>\nAm Abend tauchten Lualeni, Ololoo, Lenana, Loijuk, Madiba, Buchuma und ein wilder Bulle an den Stallungen auf. Lenana und Loijuk stellten ihre Beine in die Wassertr\u00e4nke und verschwendeten so eine Menge Trinkwasser, sodass sie von den Keepern ermahnt wurden. Das ging ihnen geh\u00f6rig auf die Nerven, und sie r\u00e4umten trompetend und rennend das Feld. Sie machten ihrem \u00c4rger Luft, indem sie B\u00fcsche zertrampelten, bis sie au\u00dfer Sichtweite waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/58201641048-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kasigau kommt an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 11. April 2016<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen aus den Gehegen gekommen waren, kratzte sich Bomani an der Betonbank vor den Stallungen, w\u00e4hrend Garzi und Lemoyian um die Wette zum Luzernenheu liefen. Lemoyian ist j\u00fcnger und schneller, und kam daher mit leichtem Vorsprung vor Garzi an der F\u00fctterstelle an. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck gab Kithaka den Weg zur Tr\u00e4nke vor, und seine Freunde folgten ihm. Nur Vuria und Bongo hingen hinterher; als die zwei bemerkten, dass die anderen Waisen schon aufgebrochen waren, stellten sie ihre Ohren auf und rannten ihnen nach, um sie wieder einzuholen.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden graste Bomani in der N\u00e4he von Garzi und Kithaka bei Narok, w\u00e4hrend Vuria mit seinem Spielkameraden Bongo spielte. Auf dem Weg zum Schlammbad schlossen sich Mutara und ihre Gruppe den Waisen an. Nur Kanjoro und Bongo w\u00e4lzten sich heute im Schlammloch, die anderen staubbadeten lieber. Sp\u00e4ter kam noch Orok vorbei. Laragai und Barsilinga hoben ihre R\u00fcssel, um Orok zu beschnuppern, und folgten ihm sogar zum Schlammloch, um ihm zuzuschauen. Der Rest der Gruppe beendete das Staubbad und begleitete Orok zur Tr\u00e4nke. Sie blieben in seiner N\u00e4he, bis er genug Wasser gesoffen hatte, und es sah aus als w\u00e4ren sie seine Leibgarde. Aber sobald er fertig gesoffen hatte, wechselten die Rollen, und Orok besch\u00fctzte die Waisen, indem er sie zur\u00fcck zu den Weidegr\u00fcnden begleitete.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen im oberen Kalovoto. Nach einer Stunde brach Orok wieder auf und verschwand in unbekannte Richtung. Am Abend kamen Teleki, Bongo, Lemoyian, Kithaka und Barsilinga an einer kleinen Pf\u00fctze vorbei, aus der sie sich fr\u00f6hlich das Wasser hinter die Ohren spritzten, um sich abzuk\u00fchlen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/58201641927-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Narok und Kithaka grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 12. April 2016<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen etwas Luzernenheu gefressen hatten, bekamen sie Gesellschaft von Mutara und ihrer Gruppe. Orwa forderte kurz Kanjoro zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, als Bongo und Vuria sich ebenfalls mit einer Rangelei aufw\u00e4rmten. Beim Grasen im Busch kam Bongo an einem krummen Baum vorbei, an dem er seinen Bauch kratzte und gleichzeitig ein paar weiche Bl\u00e4tter fressen konnte. Bomani graste mit Garzi, und Teleki rollte sich eine Weile allein auf dem Boden herum. Zwei Stunden sp\u00e4ter brachen Mutara und ihre Gruppe wieder auf.<br \/>\nAuf dem Weg zum Schlammbad juckte es Garzi an einem Ohr, und er hob einen Stock auf, um sich damit am Ohr zu kratzen. Beim Schlammbad herrschten ertr\u00e4gliche Temperaturen, sodass die Waisen nur am Ufer standen und sich etwas Wasser hinter die Ohren spritzten. Auf dem Weg zur\u00fcck zu den Weidegr\u00fcnden nahmen Suguta und Orwa ein kleines Staubbad; dann mussten sie sich beeilen, die anderen Waisen wieder einzuholen. Der Rest des Tages verlief ruhig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/5820164239-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bongo kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 13. April 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen gingen gleich zum Luzernenheu, nachdem sie ihre Gehege verlassen hatten. Bomani drohte Lemoyian schwere Konsequenzen an, falls er das Heu, das dicht bei ihm lag, fressen w\u00fcrde. Er stellte seine Ohren auf und hob den R\u00fcssel, bereit, Lemoyian eine Lektion zu erteilen. Der mutige Lemoyian r\u00fchrte sich aber nicht von der Stelle und wollte sehen, wozu Bomani in der Lage war &#8211; er hielt Bomanis Drohungen nur f\u00fcr hei\u00dfe Luft. Als Bomani sah, dass Lemoyian sich nicht einsch\u00fcchtern lie\u00df, streckte er ihm nur den R\u00fcssel entgegen, den Lemoyian mit seinem eigenen ber\u00fchrte.<br \/>\nIm Busch schlossen sich Makireti, Kilabasi und Kasigau den Waisen an. Orwa ging direkt zu Kasigau und verwickelte ihn in einen Ringkampf, der einige Zeit andauerte. Kithaka und Bomani grasten in felsigem Gel\u00e4nde und starteten einen Wettbewerb darum, wer die hohen, weichen Bl\u00e4tter erreichen konnte. Sie kletterten auf die Felsen, um an sie heranzukommen.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es hei\u00df, doch nur Bongo und Shukuru w\u00e4lzten sich richtig im Matsch. Am Nachmittag und Abend blieb es hei\u00df, sodass die Waisen noch einmal am Kone-See vorbeigingen, um ein abendliches Bad zu nehmen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/58201642846-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bomani droht Lemoyian<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 14. April 2016<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen ihre Milch getrunken hatten, bekam Bomani \u00c4rger mit Laragai &#8211; warum, verstand niemand so recht. Laragai versteht keinen Spa\u00df und schubste Bomani kr\u00e4ftig, sodass dieser um Hilfe schrie. Die Keeper riefen Laragai zu, dass sie aufh\u00f6ren sollte, und das tat sie, wenn auch widerwillig. Die Waisen fra\u00dfen Luzernenheu und gingen danach an der Tr\u00e4nke vorbei, um genug Wasser f\u00fcr den ganzen Vormittag zu saufen. Der Himmel war klar, und uns stand ein hei\u00dfer Tag bevor, da kein Regen in Sicht war. Vuria ging mit einem H\u00e4ufchen Luzernenheu los, was ihm Probleme mit Orwa einbrachte, der einen Teil davon abhaben wollte. Vuria weigerte sich, etwas abzugeben und fl\u00fcchtete. Orwa, der deutlich schwerer ist als unser Sprinter Vuria, konnte nicht mit ihm mithalten und musste ungl\u00e4ubig zuschauen, wie Vuria im Geb\u00fcsch verschwand. Sp\u00e4ter wurde es sehr hei\u00df, sodass Vuria, Orwa und Lemoyian ununterbrochen mit den Ohren wedelten, um sich abzuk\u00fchlen.<br \/>\nZur Schlammbadzeit trafen die Waisen auf Makiretis und Mutaras Gruppen. Die beiden schienen sich f\u00fcr heute zu einer Herde zusammengeschlossen zu haben. Nach dem Schlammbad kratzte sich Suguta an Mutara, w\u00e4hrend Kilabasi mit Sities spielte. Die ganze Herde staubbadete, bevor sie von Makireti wieder weggef\u00fchrt wurde. Orwa und Kasigau waren die letzten, da Kasigau noch auf Orwa herumkletterte, w\u00e4hrend dieser sich in der Erde herumrollte. Am Nachmittag graste Lemoyian nahe bei Shukuru. Sp\u00e4ter am Abend trennten sich Mutaras und Makiretis Gruppen wieder von den Waisen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/5820164400-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Orwa versucht, Luzernenheu von Vuria zu stehlen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 15. April 2016<\/strong><br \/>\nBarsilinga, Kithaka und Lemoyian begannen den Tag damit, sich an den Felsen zu kratzen. Auf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden versuchte Bongo, Vuria zu \u00fcberholen. Vuria war davon nicht begeistert und streckte seinen R\u00fcssel in Bongos Richtung, um diesen zu ermahnen, so etwas nicht noch einmal zu versuchen. Im Busch staubbadete Orwa eine Weile, w\u00e4hrend Kithaka zusammen mit Shukuru graste. Auf dem Weg zum Schlammbad schlossen sich Mutaras und Makiretis Gruppen wieder den Waisen an. Das ist der zweite Tag, dass sie zusammen unterwegs sind, und insgesamt besteht die kleine Herde aus neun Elefanten, drei aus Makiretis Gruppe und sechs aus Mutaras. Wir werden sehen, ob Makireti es erlauben wird, dass ihre Herde in der von Mutara aufgeht oder vielleicht umgekehrt.<br \/>\nZur Schlammbadzeit nahmen nur Shukuru, Kanjoro, Bongo, Teleki, Sities, Kilabasi, Makireti und Kasigau am Bad teil. Danach nahmen die Waisen ein Staubbad, bevor sie zum Grasen zur\u00fcckkehrten. Vuria hob auf dem Weg einen Stock auf, mit dem er sich an der Brust kratzte. Unterdessen umschlangen Narok und Mutara R\u00fcssel, um sich zu verabschieden. Es war ein hei\u00dfer Nachmittag, und die Waisen versammelten sich unter einem Baum, um sich im Schatten vor der brennenden Sonne zu verstecken. Als es wieder angenehmer wurde, grasten sie weiter. Orwa fra\u00df zusammen mit Bongo, w\u00e4hrend Laragai sich mit Lemoyian zusammenschloss. Kurz bevor die Waisen den Heimweg antraten, genehmigten sich Laragai und Shukuru noch ein Staubbad.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/58201644410-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Barsilinga kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 16. April 2016<\/strong><br \/>\nKurz nachdem sie aus den Gehegen gekommen waren, gingen Kithaka und Bongo zur Tr\u00e4nke hinunter und bedienten sich. Bongo ging dann zu einer flachen Erdkuhle weiter und staubbadete darin. Kurz darauf schloss sich ihm sein Spielkamerad Vuria an, der zuerst auf ihn kletterte, ehe auch er sich auf dem Boden herumrollte. Bomani, Teleki, Orwa und Laragai standen nur daneben und sahen den beiden Jungs beim Spielen zu.<br \/>\nNachdem die Waisen in den Weidegr\u00fcnden angekommen waren, hatten Orwa und Vuria ein Kr\u00e4ftemessen, das unentschieden endete. Zur Schlammbadzeit kamen Yatta, Yetu, Galana, zwei wilde Bullen sowie Makiretis und Mutaras Herde vorbei. Orwa rangelte kurz mit Makireti, w\u00e4hrend Laragai aus f\u00fcr uns nicht ersichtlichen Gr\u00fcnden Yetu drohte. Yetu zog sich zur\u00fcck und suchte Schutz bei ihrer Mutter Yatta. Die furchtlose Laragai folgte ihr, und Yatta griff ein und beendete den Streit der beiden M\u00e4dchen. Kanjoro fordete noch Teleki heraus, bevor die Gruppen sich wieder verabschiedeten.<br \/>\nDie Waisen gingen zum Kanziku, w\u00e4hrend die Ex-Waisen sich zu den Stallungen aufmachten. Die Waisen hatten einen ruhigen Nachmittag, und am Abend schlossen sich ihnen Makiretis und Mutaras Gruppen erneut an. Es sieht ganz danach aus, als w\u00fcrden sich diese beiden Gruppen vereinen, denn das war nun der dritte Tag in Folge, an dem sie zusammen waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/58201644943-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bongo und Kithaka saufen Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 17. April 2016<\/strong><br \/>\nSobald die Waisen aus den Gehegen gekommen waren, bekamen sie Gesellschaft von Suguta, Turkwel, Kanjoro und Kainuk. Kanjoro und Bongo tauschten morgendliche Begr\u00fc\u00dfungen aus, indem sie ihre R\u00fcssel umschlangen. Kanjoro ging zu Teleki und tat mit ihm das gleiche, ehe sie sich ans Luzernenheu machten. Orwa forderte Bongo zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, w\u00e4hrend Lemoyian und Barsilinga ihre B\u00e4uche an den nahegelegenen Felsen kratzten. Vuria verlor inzwischen einen Ringkampf gegen Orwa und machte sich auf die Suche nach seinem Spielkameraden Bongo. Als er ihn fand, war Bongo auch sofort bereit, und die beiden begannen ihr \u00fcbliches Spiel. Es endete damit, dass Vuria gewann und, um seinen Sieg zu demonstrieren, auf Bongo kletterte.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden schauten kurz Rapsu und ein wilder Bulle bei den Waisen vorbei. Orwa versuchte, Kainuk herauszufordern, doch sie zeigte ihm, dass sie nicht mehr das gleiche M\u00e4dchen ist, mit dem er gespielt hatte, als sie noch beide abh\u00e4ngige Waisen waren. Orwa ergab sich und graste weiter. Zur Schlammbadzeit schlossen sich zwei wilde Bullen den Waisen an. Teleki versuchte, einen von ihnen herauszufordern, wurde aber aus dem Weg geschoben. Die Waisen staubbadeten noch etwas und kehrten dann zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck. Sie grasten am oberen Kalovoto, wo Bongo und Vuria noch eine Weile mit Kr\u00e4ftemessen besch\u00e4ftigt waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/58201645949-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kainuk beim Kratzen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 18. April 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen ging Vuria direkt zu Bongos Gehege hin\u00fcber &#8211; er schien schon in der Nacht davon getr\u00e4umt zu haben, sich Bongo heute Morgen vornehmen zu k\u00f6nnen. Er blockierte Bongo den Weg aus dem Gehege und versuchte sogar, ihn wieder hineinzuschieben. Bongo lie\u00df das aber nicht mit sich machen und wehrte sich nach Kr\u00e4ften. Er schaffte es, Vuria zu besiegen und an ihm vorbei zu kommen, doch das Spiel dauerte noch einige Zeit an, nachdem die beiden die Stallungen verlassen hatten. Am Morgen bekamen die Waisen kurz Besuch von Tomboi und einem wilden Bullen. Sp\u00e4ter nahmen Bomani und Bongo an einem Staubbad teil, w\u00e4hrend Vuria mit Orwa rangelte. Garzi schloss sich beim Grasen mit Lemoyian zusammen.<br \/>\nKurz vor 11 Uhr schlossen sich Lenana, Challa, Nasalot, Sunyei, Ishanga, Ololoo, Meibai, Orok und ein wilder Elefant den Waisen an. Die Ex-Waisen brachten die Kleinen zum Schlammbad, wo Narok, Lemoyian, Vuria, Sunyei und Bongo sich w\u00e4lzten. Sp\u00e4ter nahm die ganze Herde ein Staubbad, ehe sich ihre Wege wieder trennten. Als das Schlammbad beinahe vorbei war, tauchte Mutaras Gruppe, bestehend aus Mutara, Sities, Kanjoro, Turkwel, Kainuk und Suguta, dort auf. Die Vereinigung mit Makiretis Gruppe scheint wieder abgesagt zu sein; sie hatte nur drei Tage gehalten. Teleki und Meibai verbrachten einige Zeit bei einer Rangelei, bei der Teleki neue Techniken von Meibai lernte, die er gegen seine Altersgenossen einsetzen kann.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen auf der Westseite des Ithumba-Bergs, und am Abend gingen sie noch einmal zum W\u00e4lzen beim Schlammbad vorbei. Gegen 16 Uhr besuchten die Ex-Waisen kurz die Stallungen, brachen aber bald in unbekannte Richtung wieder auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/582016542-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Vuria rauft am fr\u00fchen Morgen mit Bongo<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 19. April 2016<\/strong><br \/>\nKasigau, Ololoo, Tomboi, Rapsu, Kenze, Meibai, Galana, Makireti, Kilabasi und Mutaras Gruppe erschienen am fr\u00fchen Morgen an den Stallungen. W\u00e4hrend sie auf die Waisen warteten, vertrieben sich Kasigau und Ololoo die Zeit mit einem Ringkampf. Sp\u00e4ter beendete Ololoo das Spiel, um Kanjoro herauszufordern.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden graste Lemoyian mit Laragai, w\u00e4hrend sich die anderen Waisen weit verteilten, um das beste Futter zu finden. Es war hei\u00df, und alle Waisen warten sehns\u00fcchtig auf den April-Regen, der bisher noch nicht gekommen ist. Bei den Temperaturen nahmen Mutaras und Makiretis Gruppen vollst\u00e4ndig am Schlammbad teil. Kurz nach dem Baden ging die Herde zum Einstauben, ehe sie Makireti folgte und wieder davonging. Sie lie\u00dfen sich alle am oberen Kalovoto zum Grasen nieder. Garzi schloss sich mit seinem langj\u00e4hrigen Freund Vuria zusammen, w\u00e4hrend Narok mit ihrem Gehegegenossen Barsilinga fra\u00df. Orwa nahm eine kleine Auszeit, um sich etwas einzustauben, und am Abend f\u00fchrte Kithaka den Weg zur\u00fcck zu den Stallungen an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/5820165946-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kasigau spielt mit Ololoo<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 20. April 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen heute Morgen nach und nach aus ihren Gehegen, um ihr Luzernenheu zu fr\u00fchst\u00fccken. Sie wurden von den Ex-Waisen aus Sugutas Herde begr\u00fc\u00dft, die sich ihnen beim Fr\u00fchst\u00fcck anschlossen. Sie fra\u00dfen, und einige, wie Kilabasi, Kasigau und Garzi, kratzten sich an den Felsen. Kasigau begann dann, mit Orwa zu spielen, und auch Bongo und schlie\u00dflich Vuria spielten sp\u00e4ter mit Orwa. Danach brach die Gruppe zum Grasen auf.<br \/>\nIm Busch wollte Orwa noch weiter mit Vuria spielen, doch Vuria wollte lieber grasen. Sp\u00e4ter schlossen sich Kasigau und Makireti den Waisen an, bis es Zeit f\u00fcr das Schlammbad war und Kithaka die Waisen zur Milchf\u00fctterung zum Wasserloch f\u00fchrte. Dort wartete schon eine gro\u00dfe Gruppe Ex-Waisen, unter ihnen auch Sugutas Gruppe. Sie spielten alle friedlich miteinander, auch zwei wilde Bullen, die dabei waren. Bongo war nat\u00fcrlich der verspielteste von allen; nach dem Schlammbad ging er ein paar Mitgliedern von Sugutas Gruppe hinterher, unter anderem Mutara, Sities, Kanjoro und einem wilden Bullen. Die anderen Waisen kamen aus dem Matsch und begannen, Bongo zu suchen, doch er kam nicht noch einmal zur\u00fcck, sondern wollte seinem Freund Kanjoro folgen. Nach einer Weile kamen auch Orok, Challa und zwei wilde Bullen am Schlammbad an, doch die anderen Elefanten waren bereits aufgebrochen. So soffen sie nur Wasser und brachen dann wieder auf.<br \/>\nZur\u00fcck im Busch wurden die Waisen von Makireti, Kasigau, Suguta, Turkwel, Kainuk, Kilabasi und einem wilden Bullen begleitet. Sie grasten den Rest des Tages zusammen, bis sie Teleki am Abend zur\u00fcck nach Hause f\u00fchrte. Die Waisen gingen in ihre Gehege, w\u00e4hrend Sugutas Gruppe drau\u00dfen blieb, aber noch den ganzen Abend auf dem Gel\u00e4nde herumhing.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/5820165130-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lualeni (rechts) mit den Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 21. April 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein ruhiger Morgen. Sugutas Ex-Waisen stellten sich vor den Gehegen auf und warteten darauf, dass die Kleinen herauskamen. Sie schlossen sich ihnen beim Luzernenheu an und gingen danach auch mit zum Grasen in den Busch. Einige Waisen, wie Orwa und Teleki, kratzten sich erst einmal an den Felsen. Vuria spielte mit Bomani, w\u00e4hrend Bongo sich an Telekis Kopf kratzte! Schlie\u00dflich machte sich die ganze Gruppe in den Busch auf. Dort grasten Bomani und Barsilinga fr\u00f6hlich zusammen und Nashornv\u00f6gel fra\u00dfen die Insekten vom Elefantendung. Orwa kratzte sein Hinterbein an einem Baum. Shukuru graste neben Teleki, w\u00e4hrend Bongo begann, mit Vuria zu rangeln. Die anderen Waisen waren ruhig und grasten gesch\u00e4ftig bei k\u00fchlem Wetter, das nach den leichten Regenf\u00e4llen der letzten Nacht herrschte. Sities, Turkwel und Kainuk begannen, Erde aufzusammeln und in die Luft und auf ihre K\u00f6pfe und R\u00fccken zu werfen.<br \/>\nKithaka f\u00fchrte die Gruppe zum Schlammbad. Dort war es auch nicht sehr hei\u00df, sodass nur Bongo, Kilabasi, Mutara und Lemoyian im Wasser spielten und Kasigau, der sich heute als bester Schwimmer auszeichnete. Die restlichen Waisen genehmigten sich nur ein Staubbad und gingen dann in den Busch zur\u00fcck. Die zwei Gruppen grasten sch\u00f6n zusammen, und gegen Abend brachte Kithaka die Waisen nach Hause zur\u00fcck; Sugutas Gruppe blieb erst einmal zur\u00fcck und kam sp\u00e4ter hinterher. Es regnete heute nicht noch einmal, doch es gab einige Anzeichen, dass es in der Nacht regnen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/5820166526-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Suguta rennt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 22. April 2016<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen schon eine Weile mit ihrem Luzernenheu besch\u00e4ftigt waren, kam Sugutas Gruppe dazu und schloss sich ihnen an. Kanjoro war bei ihnen, ebenso wie ein wilder Bulle. Kanjoro scheint sich den halben Sto\u00dfzahn abgebrochen zu haben, und wir vermuten, dass es bei einer Rangelei mit einem seiner Freunde wie Kilaguni, Ololoo, Orwa, Vuria oder Bongo passiert ist. Sie begleiteten dann die Waisen in den Busch. Orwa kratzte sich an einem Felsen, w\u00e4hrend Vuria und Bongo sich gegenseitig herumjagten. Im Busch genossen sie alle das Grasen, da es dank des n\u00e4chtlichen Regens von 7mm sehr angenehm war. Sp\u00e4ter ging die ganze Gruppe zum Schlammbad. Dort entschieden sie, dass es heute zu kalt zum Baden war und soffen nur etwas Wasser, um danach noch ein Staubbad zu nehmen. Lemoyian war dabei der verspielteste.<br \/>\nSchlie\u00dflich marschierte die ganze Gruppe zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck. Sie kamen an einer kleinen Pf\u00fctze vorbei, die w\u00e4rmer als das gro\u00dfe Wasserloch war, und spielten darin nach Herzenslust. Sie waren alle gl\u00fccklich und aktiv, w\u00e4hrend sie in der Erde herumrollten; Shukuru war mit besonderer Begeisterung dabei. Danach trockneten sie ihre Haut bei einem Staubbad. Kithaka f\u00fchrte die Gruppe am Abend nach Hause zur\u00fcck, und Sugutas Gruppe folgte ihnen sp\u00e4ter. Andere Elefanten tauchten heute nicht an den Stallungen auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/58201665536-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kanjoro an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 23. April 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen heute Morgen sehr vorsichtig aus ihren Gehegen, damit sie nicht ausrutschten und hinfielen nach den Regenf\u00e4llen am fr\u00fchen Morgen. Sie gingen zur Luzernenheuf\u00fctterung und konnten ihr Fr\u00fchst\u00fcck dort dank der Abwesenheit der Ex-Waisen sehr genie\u00dfen. Kithaka schuffelte seinen R\u00fcssel an einem Felsen, w\u00e4hrend Narok und Bomani ihre R\u00fccken kratzten. Die Gruppe ging dann zum Grasen in den Busch.<br \/>\nDort spielten Bomani, Kithaka und Laragai und warfen Erdh\u00e4ufchen in die Luft und auf ihre R\u00fccken. Der Ithumba-Berg war von Nebel umh\u00fcllt, und die Spitze war nicht zu sehen. Es war auch ziemlich kalt, sodass die Waisen nicht so aktiv waren wie sonst. Die ganze Gruppe ging langsam zum Schlammloch, um dort die Milch zu trinken. Danach war es noch immer zu kalt, als dass irgendjemand baden wollte. Bongo versuchte es, aber selbst er \u00e4nderte seine Meinung, nachdem er das kalte Wasser getestet hatte! Sie gingen stattdessen zum Staubbad und vergn\u00fcgten sich dort.<br \/>\nZur\u00fcck im Busch gingen sie direkt zu der kleinen Pf\u00fctze mit warmem Wasser und spielten ausf\u00fchrlich darin. Sie rollten sich herum, schwenkten die R\u00fcssel, falteten ihre Ohren, wickelten die R\u00fcssel auf und machten \u00e4hnliche Faxen. Sie wurden alle sehr rot vom Matsch, und irgendwann grasten sie dann weiter. Sp\u00e4ter trafen sie auf Sugutas Gruppe und spielten eine Weile mit ihnen. Sie hatten wieder den wilden Bullen dabei, der seit letzter Woche bei ihnen ist. Auf dem Weg zur\u00fcck zu den Stallungen kamen sie noch einmal an einer kleinen Kuhle vorbei und rollten sich dort noch einmal in der Erde herum. Danach setzten sie ihren Heimweg fort und lie\u00dfen die Ex-Waisen zur\u00fcck. Insgesamt konnten wir heute 10mm Niederschlag verzeichnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/5820167553-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kithaka bei einer Kratzeinheit<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 24. April 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen konnten sich die Waisen wieder in aller Ruhe dem Luzernenheu zuwenden, ohne dass sie von Ex-Waisen gest\u00f6rt wurden. Garzi kratzte sich den Bauch, w\u00e4hrend Teleki und Narok spielten. Orwa und Vuria \u00fcbten Ringkampf, bis Orwa anfing, auf Vuria zu klettern. Schlie\u00dflich ging die Gruppe zum Grasen in den Busch. Dort konzentrierten sie sich gewissenhaft aufs Fressen, denn es war wieder recht k\u00fchl. Bongo hatte allerdings einen Ringkampf mit Orwa; er unterlag Orwa, der seinen Sieg feierte, indem er Bongo zu besteigen versuchte.<br \/>\nDie Gruppe lief sp\u00e4ter zum Schlammbad. Auch dort war es sehr kalt, und so spielte keiner im Wasser. Sie tranken nur ihre Milch und gingen dann in den Busch zur\u00fcck. Alle Elefanten benahmen sich am Nachmittag tadellos und grasten vorbildlich. Heute kamen keine Ex-Waisen vorbei, und es regnete auch nicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/58201653043-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Orwa klettert auf Narok<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 25. April 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen genossen ihr Luzernenheu an diesem k\u00fchlen Morgen ohne St\u00f6rungen von Ex-Waisen. Tomboi war der einzige, der vorbeikam und sich ihnen anschloss. Sp\u00e4ter brachen sie zum Grasen in den Busch auf. Orwa und Bongo rangelten dort wie \u00fcblich miteinander, w\u00e4hrend Lemoyian und Garzi sich in verschiedenen Posen an einem Felsen kratzten. Barsilinga und Vuria dagegen schoben und zogen auch aneinander herum. Sugutas Gruppe kam nach einer Weile hinzu und leistete ihnen Gesellschaft. Die blieben bis zur Schlammbadzeit bei ihnen und begleiteten sie dann zum Wasserloch. Es war immer noch kalt, und die Elefanten waren nicht sehr aktiv und spielten kaum. Sie soffen nur etwas Wasser und gingen dann zum Staubbad, wo sie allerdings auch nicht lange blieben, sondern bald in den Busch zur\u00fcckkehrten.<br \/>\nDort waren sie den Rest des Tages ins Grasen vertieft, bis sie an einer Pf\u00fctze mit warmem Wasser vorbeikamen, in der sie dann spielten. Da sie zuvor nicht im gro\u00dfen Schlammloch gebadet hatten, genossen sie dieses Bad im w\u00e4rmeren Wasser umso mehr und boten dabei auch tolle Unterhaltung f\u00fcr die Keeper. Sie waren dann alle sehr matschig, als sie wieder nach Hause liefen.<br \/>\nAm Nachmittag kamen Tomboi und Zurura zu den Stallungen, aber weitere Tiere tauchten nicht auf. Sugutas Gruppe kam sp\u00e4ter noch vorbei und lungerte eine Weile auf dem Gel\u00e4nde herum; sie brachen erst sp\u00e4t in der Nacht wieder auf. Heute regnete es nicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/58201654533-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Vuria spielt mit Barsilinga<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 26. April 2016<\/strong><br \/>\nMutara und ihre Gruppe meldeten sich fr\u00fch am Morgen an den Stallungen. Sobald die Tore offen waren, gingen sie hinein und suchten nach Resten zum Fressen. Sie scheinen das gute und komfortable Leben ihrer abh\u00e4ngigen Tage noch nicht ganz vergessen zu haben. Der Himmel war klar, und es war kein einziges W\u00f6lkchen zu sehen. Die Keeper wie auch die Tiere wunderten sich, wo denn der Regen geblieben war &#8211; selbst die Weberv\u00f6gel fingen schon wieder an abzureisen! Die Waisen gingen zum Luzernenheu und bekamen kurz darauf Gesellschaft von einem wilden Bullen. Bomani warf etwas Heu in die H\u00f6he, und es landete auf seinem Kopf, sodass er aussah, als w\u00fcrde er einen Hut tragen.<br \/>\nAuf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden entdeckte Narok das Heu auf Bomanis Kopf und streckte ihren R\u00fcssel danach aus. Orwa und Vuria verbrachten einige Zeit mit einem Kr\u00e4ftemessen. Teleki kratzte sich das Kinn an einem Ast, w\u00e4hrend Narok an einem geeigneten Felsen vorbeikam und sich daran den Hintern kratzte. Auf dem Weg zum Schlammbad schlossen sich Orok, Taita, Nasalot, Loijuk, Sidai, Galana, Meibai, Ishanga, Tomboi und drei wilde Bullen den Waisen an. Tomboi nahm ein Staubbad, w\u00e4hrend Vuria sich Taita und zwei wilden Bullen beim Wassersaufen anschloss. Nur einer der wilden Bullen ging mit ins Schlammloch. Ishanga und Meibai entspannten sich unter einem Baum in der N\u00e4he, w\u00e4hrend Orwa sich Tomboi beim Staubbad anschloss. Sp\u00e4ter gingen auch Tomboi und Orwa zu einem Baum, wo Tomboi seinen R\u00fcssel auf Orwas R\u00fccken ausruhte.<br \/>\nAm Nachmittag verabschiedeten sich die Ex-Waisen wieder von den Waisen. Die Kleinen kamen an einem austrocknenden Wasserloch vorbei, in dem sie sich herumrollten und dabei sch\u00f6n matschig wurden. Vuria nutzte aus, dass Orwa sich hingelegt hatte und kletterte auf ihm herum. Danach forderte er Bongo zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, w\u00e4hrend Barsilinga ein Staubbad nahm, indem er sich in der trockenen Erde herumrollte. Gegen Abend bildeten sich ein paar Wolken und n\u00e4hrten die Hoffnung, dass es doch noch Regen geben w\u00fcrde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/58201655353-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bomani mit Luzernenheuhut<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 27. April 2016<\/strong><br \/>\nHeute tauchten Chaimu und Kilaguni zusammen mit Mutaras Gruppe an den Stallungen auf, die eine ganze Weile weg gewesen waren. Als die Tore ge\u00f6ffnet wurden, ging Chaimu hinein, w\u00e4hrend Kilaguni drau\u00dfen blieb. Narok traf auf Kilaguni, und sie umschlangen zur Begr\u00fc\u00dfung ihre R\u00fcssel. Chaimu warnte Bomani, nicht zu dicht an ihr vorbeizugehen. Bomani konnte aber nirgendwo anders lang und musste dicht an ihr vorbei aus dem Gehege gehen. Sie wertete dies als respektloses Verhalten, da sie ihn extra ermahnt hatte und attackierte Bomani. Der aber wehrte sich, und nachdem er seinen Weg hinaus erk\u00e4mpft hatte, ging er zum Luzernenheu. Orwa forderte Kilaguni zum Kr\u00e4ftemessen heraus, verlor aber nach ein paar Minuten. Narok, Barsilinga und Sities kratzten sich eine Weile an den Felsen.<br \/>\nAuf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden verwickelte Kilaguni Narok in ein Kr\u00e4ftemessen, w\u00e4hrend Chaimu Orwa herausforderte. Teleki unterbrach das Grasen, um eine Weile zu staubbaden, w\u00e4hrend Garzi mit Kithaka rangelte. Vuria und Bongo, f\u00fcr die kaum ein Tag vergeht, ohne dass sie sich gegenseitig herumschubsen, trafen sich und hatten ihr \u00fcbliches Kr\u00e4ftemessen.<br \/>\nUm 11 Uhr begleiteten Kilaguni und Chaimu die Waisen zum Schlammbad. Kilaguni ging direkt ins Wasser und begann, sich zu w\u00e4lzen. Das ermunterte die Waisen mitzumachen. Shukuru, Narok, Bongo, Laragai, Garzi, Teleki und Lemoyian schlossen sich ihm dabei an, und sie hatten ein ausgiebiges Schlammbad. Am Nachmittag grasten die Waisen im Kanziku-Gebiet. Da es sehr hei\u00df war, verbrachten sie einige Zeit unter einem Baum, bis die Temperaturen wieder etwas gefallen waren. Ansonsten blieb alles ruhig, und die Waisen konzentrierten sich aufs Grasen, ohne dass es noch besondere Aktivit\u00e4ten gab.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/5820165594-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Chaimu versperrt Bomani den Weg<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 28. April 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein ruhiger Morgen, als die Waisen aus ihren Gehegen kamen und direkt zur Luzernenheuf\u00fctterung gingen. Dort wartete Sugutas Gruppe bereits auf sie, und sie unterhielten sich ein wenig mit ihnen. Mutara kratzte sich mit Barsilinga am gleichen Felsen, w\u00e4hrend sie spielten. Orwa dagegen rangelte mit Vuria und kletterte auf ihm herum; danach machte er noch mit Kasigau weiter. Orwa schien heute im Vergleich zu Vuria der aktivere zu sein. Bongo kam her\u00fcber zu Orwa und begann ebenfalls noch einen Ringkampf mit ihm.<br \/>\nNach all den Spielen brach die Gruppe zu den Weidegr\u00fcnden auf. Nach ein paar Stunden gingen sie dann alle zur Milchf\u00fctterung zum Schlammbad. Es war heute nicht so hei\u00df, dass die Elefanten im Wasser spielen wollten; die meisten standen, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten, nur im Wasser und w\u00e4lzten sich nicht richtig. Als sie wieder herauskamen, gingen sie direkt in den Busch zur\u00fcck und grasten weiter. Sie blieben mit Sugutas Gruppe zusammen, und Bongo spielte wie \u00fcblich mit Vuria. Die Herde sah fr\u00f6hlich aus, als sie am Abend zur\u00fcck nach Hause lief. Es regnete heute nicht, und wir hatten an den Stallungen keinen Besuch von Ex-Waisen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/5820166147-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Garzi spielt mit Bomani<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 29. April 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen bekamen am Morgen ihre Milch und gingen dann aus den Gehegen, direkt zur Luzernenheuf\u00fctterung. Sie genossen die Ruhe beim Fr\u00fchst\u00fcck, die von keinen Ex-Waisen gest\u00f6rt wurde. Kithaka, Barsilinga, Bongo und Narok kratzten sich an einem Felsen, w\u00e4hrend Orwa und Vuria spielend miteinander k\u00e4mpften. Ihr Ringkampf dauerte aber sehr lange, und die anderen brachen bereits in den Busch auf. Orwa und Shukuru grasten zusammen. Vuria war verspielt und rannte dabei viel mit aufgestellten Ohren herum. Das verwirrte Shukuru offenbar, weil sie nicht wusste, was los war; Vuria beruhigte sich aber bald wieder und graste weiter. Bomani warf Erde in die Luft, bevor die Mittagsmilch ankam. Nach der Milchf\u00fctterung schienen alle noch gl\u00fccklicher und aktiver zu sein, als sie zum Grasen in den Busch zur\u00fcckgingen. Bongo graste mit Vuria, w\u00e4hrend Kithaka versuchte, Bomani zu umarmen. Orwa graste mit Narok um die Wette von dem frischen Gr\u00fcn. Garzi und Bomani spielten und schubsten einander herum.<br \/>\nLemoyian f\u00fchrte die Waisen am Abend zu den Stallungen zur\u00fcck, wo kurz darauf Sugutas Gruppe ankam. Es regnete heute nicht, und es war auch kein Niederschlag abzusehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/582016652-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Garzi spielt mit Barsilinga<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 30. April 2016<\/strong><br \/>\nMakireti, Kasigau, Chaimu, Kilaguni und Kilabasi waren in Begleitung von Mutaras Gruppe am fr\u00fchen Morgen an den Stallungen. Sobald die Waisen drau\u00dfen waren, forderte Teleki Kanjoro zu einem Ringkampf heraus, w\u00e4hrend Kasigau auf Mutara kletterte. Kurz darauf lud Bomani Garzi zu einem Ringkampf ein, und Garzi nahm die Einladung an. Bomani \u00e4nderte aber bald die Spielregeln und kletterte auf Garzi. Kasigau konnte dieses Herumalbern der kleinen Jungs nicht mit ansehen und schob die beiden auseinander; Kasigau h\u00e4lt sich selbst f\u00fcr den einzigen erwachsenen Bullen in der Gruppe. Kilabasi begr\u00fc\u00dfte Narok, w\u00e4hrend Bomani Kasigau herausforderte. Kasigau drohte Bomani \u00c4rger an, falls er fiese Tricks versuchen w\u00fcrde. Bomani hob dann sicherheitshalber nur ein bisschen Luzernenheu auf und ging von Kasigau weg. Laragai juckte es an ihrem linken Hinterbein, und sie kratzte sich mit ihrem rechten Bein.<br \/>\nNarok f\u00fchrte dann den Weg zu den Weidegr\u00fcnden an. Die Waisen grasten im Kanziku-Gebiet und hatten einen ruhigen Vormittag. Kurz vor der Schlammbadzeit schloss sich Tomboi der Waisengruppe an, der von Kasigau herzlich begr\u00fc\u00dft wurde. Tomboi brachte die Waisen zum Schlammbad. Ein B\u00fcffel soff dort gerade Wasser, rannte aber davon, als er die Waisen und ihre Keeper n\u00e4herkommen h\u00f6rte. Die Temperaturen waren angenehm, und die Waisen tranken nur ihre Milch, bevor sie zum Staubbad \u00fcbergingen. Am Nachmittag trennte sich Tomboi wieder von den Waisen und ging zum unteren Kalovoto.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/5820166852-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kasigau ermahnt Bomani<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-april-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitag, 1. April 2016 Makireti, Kasigau, Kilabasi, Ishanga und ein wilder Bulle verbrachten die Nacht drau\u00dfen vor den Gehegen. 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