{"id":782,"date":"2009-05-06T18:36:13","date_gmt":"2009-05-06T17:36:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=782"},"modified":"2017-05-01T08:27:36","modified_gmt":"2017-05-01T07:27:36","slug":"neue-welle-der-elefanten-wilderei-in-kenia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/neue-welle-der-elefanten-wilderei-in-kenia\/","title":{"rendered":"Neue Welle der Elefanten-Wilderei in Kenia"},"content":{"rendered":"<p><i>Nairobi, Kenia. Chinesische Arbeiter kaufen Elfenbein, das von den K\u00f6pfen illegal get\u00f6teter Elefanten abgehackt wurde. Einem erst k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Bericht zufolge stellt dieser verbotene Handel eine ernsthafte Bedrohung f\u00fcr die Herden in einem von Kenias ber\u00fchmtesten Wildschutzgebiet dar.<\/i><\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p><i><\/i> <\/p>\n<p>J\u00e4hrlich werden tausende Afrikanische Elefanten get\u00f6tet um die Nachfrage, gr\u00f6\u00dftenteils aus dem asiatischen Raum, zu befriedigen. Im vergangenen Jahr fand die erste legale Elfenbeinauktion seit 9 Jahren statt, auf der mehr als 100 Tonnen Elefantensto\u00dfz\u00e4hne ausschlie\u00dflich an Chinesen und Japaner versteigert wurden, die sich mit Multimillionen-Dollar-Geboten zu \u00fcbertreffen suchten.  <\/p>\n<p>Die Wiederaufnahme solcher Auktionen und der Anstieg von Chinesischen Arbeitern in Afrika sch\u00fcrt die Angst vor den m\u00f6glichen Konsequenzen, die sich durch die Wilderei f\u00fcr die Elefanten ergeben.  <\/p>\n<p>\u201eDie Situation f\u00fcr die Elefanten im Gebiet [von Amboseli] muss seit dem letzten Jahr als kritisch betrachtet werden, besonders seit den vergangenen vier Monaten,\u201c warnte der Bericht des Amboseli Trust for Elephants, der von der angesehenen Natursch\u00fctzerin Dr. Cynthia Moss geleitet wird. Sie arbeitet seit 37 Jahren in dem 250 km-\u00b2 gro\u00dfen Schutzgebiet in S\u00fcd-Kenia.  <\/p>\n<p>Patrick Omondi, Leiter der Abteilung Artenschutz beim Kenya Wildlife Service, best\u00e4tigte den Tod von 98 Elefanten durch Wilderei im Jahr 2008, also doppelt so viele wie noch in 2007. Er erg\u00e4nzte, dass die Zahlen aus Amboseli ganz besonders besorgniserregend seien. \u201eEs ist das erste Mal seit 10 Jahren, dass wir in Amboseli wieder Wilderei zu beklagen haben,\u201c sagte er.  <\/p>\n<p>Die erst k\u00fcrzlich erfolgte Verhaftung eines Kenianers und eines Tansaniers zeigt den Ernst der Lage. Gegen beide wurde im M\u00e4rz Anklage wegen unerlaubten Besitzes von Elfenbein erhoben. Sie wurden mit 512 Kilogramm Sto\u00dfz\u00e4hnen gefasst, die von sch\u00e4tzungsweise 35-40 Elefanten stammen. Diese Beschlagnahme ist eine der gr\u00f6\u00dften in Ostafrika seit Jahren.  <\/p>\n<p>Nachdem im naheliegenden Tsavo Nationalpark in nur 6 Wochen f\u00fcnf Elefanten get\u00f6tet wurden, warnte auch der International Fund for Animal Welfare (IFAW, zu deutsch: Internationaler Tierschutzfonds) vor der zunehmenden Wilderei.  <\/p>\n<p>\u201cSeit den Einmalverk\u00e4ufen in S\u00fcdafrika Ende letzten Jahres haben wir einen noch nie dagewesenen Anstieg von F\u00e4llen von Elefantenwilderei in Tsavo feststellen m\u00fcssen,\u201c so Jonathan Kirui, stellvertretender Direktor in Tsavo.  <\/p>\n<p>Omondi best\u00e4tigt, dass der KWS diesen Anstieg durchaus mit der wachsenden Zahl Chinesen im Land in Verbindung bringt. Diese \u00fcberfluten den Kontinent \u00fcber Bauauftr\u00e4ge f\u00fcr Stra\u00dfen, Schienen und D\u00e4mme, zum Ausbau der Infrastruktur f\u00fcr den Mineralabbau.  <\/p>\n<p>\u201cEs gibt zwei chinesische Camps in der Region,\u201c so der Bericht des Amboseli-Trust. \u201eUnsere Informanten best\u00e4tigen, dass dort Elfenbein [und] Wildfleisch gekauft wird.\u201c  <\/p>\n<p>Der internationale Handel mit Elfenbein wurde 1989 untersagt. In den letzen 10 Jahren vor diesem Verbot wurde die Population Afrikanischer Elefanten von 1,3 Millionen auf 600.000 Tiere dezimiert. In Kenia waren die Folgen des Elfenbeinhandels besonders zu sp\u00fcren, denn dort wurden in nur 15 Jahren 85 Prozent aller Elefanten get\u00f6tet, bis das Verbot endlich verh\u00e4ngt wurde.  <\/p>\n<p>Seitdem haben sich die Herden stetig erholt, doch Elfenbein ist und bleibt ein begehrtes Produkt &#8211; vor allem in Fernost, wo man es sowohl f\u00fcr medizinische Zwecke verwendet als auch zu Ornamenten und Familiensiegeln verarbeitet.  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: Global Post. 3. Mai 2009<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/neue-welle-der-elefanten-wilderei-in-kenia\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nairobi, Kenia. 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