{"id":7831,"date":"2016-06-22T14:08:27","date_gmt":"2016-06-22T13:08:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7831"},"modified":"2016-06-22T14:08:27","modified_gmt":"2016-06-22T13:08:27","slug":"nairobi-nursery-mai-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-mai-2016\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery Mai 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 1. Mai 2016<\/strong><br \/>\nBei der heutigen \u00f6ffentlichen Besuchsstunde ging es dramatisch zu, als die Strau\u00dfen Pea und Pod hinter einem der Keeper her waren. Wir wissen aus Erfahrung, dass Pea und Pod die Regenm\u00e4ntel und Regenschirme der Keeper nicht m\u00f6gen. Die Strau\u00dfen teilten sich gerade das Gras mit den Waisen, das f\u00fcr die Besuchsstunde bereitgelegt worden war, als sie einen Keeper herunter kommen sahen. Pod (wir vermuten, es war Pod, denn sie ist normalerweise die frechere) sah den Keeper, hob ihren Kopf, stellte die Fl\u00fcgel auf und rannte auf den Keeper zu. Er floh hinter die Akazien, doch sie verfolgte ihn! Pea kam hinter ihrer Schwester hergerannt, w\u00e4hrend die Keeper versuchten, ihrem Kollegen zu helfen. Sie konnten aber nichts ausrichten, bis Naseku und Tusuja ihnen zu Hilfe eilten, sodass die Strau\u00dfen sich zur\u00fcckzogen. Sie versuchten, sie mit ihren R\u00fcsseln zu erwischen, damit ihr geliebter Keeper vor den frechen V\u00f6geln fliehen konnte.<br \/>\nBalguda schien heute Nachmittag ein wenig schlecht gelaunt zu sein. Er versperrte seinen Freunden Sokotei, Olsekki und Enkikwe den Weg, als sie schneller als er nach Hause rennen wollten. Er lie\u00df sie nicht vorbei, bis sie kurz vor dem Ziel waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/612201692625-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda beim Grasen im Busch<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 2. Mai 2016<\/strong><br \/>\nKauro ist einer der Lieblings-Jungs der Keeper. Er liebt auch ihre Gesellschaft sehr und vertraut ihnen mehr als manchen seiner \u00e4lteren Artgenossen. Er ist nicht so r\u00fcpelhaft wie einige andere in seinem Alter und verh\u00e4lt sich immer sehr erwachsen und f\u00fcrsorglich, wenn die Kleinen dabei sind. Wenn er bei den Babys ist, bleibt er dicht bei ihnen und ihren Keepern. Er kam selbst als sehr kleines Baby zu uns und kann sich noch daran erinnern, wie das f\u00fcr ihn war. Heute um 10 Uhr schlich er sich ohne viel Aufhebens von seiner Gruppe davon und machte sich auf die Suche nach den ganz Kleinen. Die Keeper der Babygruppe sahen ihn gar nicht kommen, da er sich im Geb\u00fcsch versteckte, und so wurde er erst bemerkt, als er mit einem der Kleinen spielte! Er durfte eine Weile bleiben und mit den Babys grasen. Nach einer Stunde brach er von selbst wieder auf und schloss sich seiner Gruppe bei der Milchf\u00fctterung und der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde wieder an.<br \/>\nVermutlich wird es eine Weile dauern, bis Rapa ein netter, kleiner Junge wird. Er schubst immer die neuen Babys herum, insbesondere die seines Alters und seiner Gr\u00f6\u00dfe. Bis heute geht er noch immer ruppig mit Naseku und Galla um. Bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde fra\u00dfen die beiden zusammen etwas Gr\u00fcnfutter, als Rapa sich ihnen n\u00e4herte, als wollte er mit ihnen zusammen fressen. Stattdessen schnappte er ihnen aber das ganze Futter weg! Als Naseku versuchte, etwas Futter zur\u00fcckzuholen, attackierte Rapa sie und schubste sie weg. Danach kam er zur\u00fcck und stie\u00df auch Galla um. Er musste von den Keepern f\u00fcr sein ungezogenes Verhalten bis zum Ende der Besuchsstunde weggeschickt werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/612201693220-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro liebt seine Keeper<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 3. Mai 2016<\/strong><br \/>\nWenn zwei Babys eng befreundet sind, erlauben sie h\u00e4ufig nicht, dass der eine mit jemand anderes spielt, ohne den anderen auch einzuladen. Ndotto hatte heute Ngilai in ein Spiel verwickelt, als sie nach der Besuchsstunde zur\u00fcck im Busch waren. Sie rollten sich auf dem Boden herum und kletterten aufeinander herum, und eine Weile sah Lasayen aus der Entfernung zu. Er fand, dass er ebenfalls mitspielen sollte und schloss sich ihnen schlie\u00dflich an. Er zeigte sein K\u00f6nnen beim Sitzen, hob seinen Kopf hoch und schwang den R\u00fcssel in der Luft herum. Dupotto graste in der N\u00e4he der drei und sah ihnen begeistert zu. Sie beschloss schlie\u00dflich auch mitzumachen, doch als sie sich ihnen n\u00e4herte, stand Lasayen eilig auf, weil er dachte, sie wollte die beiden von Ngilai trennen. Ndotto hielt auch Abstand zu Dupotto, bis sie sich auf den Boden legte und sie so einlud, mit ihr zu spielen. Da Ngilai ihr bester Freund ist, warteten Ndotto und Lasayen, bis er hin\u00fcber ging und mit ihr spielte, bevor sie auch begannen, auf ihr herumzuklettern. Die drei Jungs genossen es dann sehr, auf Dupotto zu klettern, herumzurollen und von ihr herunterzurutschen. Schlie\u00dflich kehrte Oltaiyonis Gruppe auch von der Besuchsstunde zur\u00fcck, und das Spiel endete, als die ganze Herde aufbrach, um tief im Geb\u00fcsch zu grasen.<br \/>\nEs ist ein nun schon paar Monate her, seit Solio uns das letzte Mal besucht hat. Da es in letzter Zeit fast t\u00e4glich regnet, hat Maxwell in seinem Gehege viel Spa\u00df &#8211; auch mit den Warzenschweinen. Bei solch einem Wetter ist er immer sehr aktiv und verspielt. Heute gingen die Warzenschweine in sein Gehege, um etwas von seinem Futter zu fressen, und sobald er sie h\u00f6rte, jagte er sie herum und versuchte, sie zu verscheuchen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/612201693945-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto sucht Ngilai<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 4. Mai 2016<\/strong><br \/>\nUnser junger Waise mit den Schusswunden am Bein, Luggard, hatte heute einen tollen Tag mit den Babys im Busch. Er liebt ihre Gesellschaft, und es ist gut f\u00fcr ihn, drau\u00dfen zu sein. Er freute sich \u00fcber die verschiedenen Pflanzen, von denen er fressen konnte, wann immer er wollte. Er wird mit jedem Tag kr\u00e4ftiger, und seine Chancen, diese furchtbaren Verletzungen zu \u00fcberleben, steigen langsam.<br \/>\nHeute spielten die \u00e4lteren K\u00fche der Familie, Oltaiyoni, Kamok und Siangiki, wunderbar zusammen. Man sieht Kamok nicht h\u00e4ufig mit ihren \u00e4lteren Artgenossen spielen so wie heute. Sie ist die Sorte Elefant, die lieber allein oder bei den kleineren Babys oder den Keepern ist. Heute war es anders, und sie genoss es offensichtlich sehr, als die drei lange zusammen spielten.<br \/>\nGodoma hat noch immer keine wirklich dauerhaften Freunde gefunden und bleibt in der Gesellschaft eines jeden Elefanten, der bereit ist, sie zu besch\u00fctzen. Wenn Roi in der N\u00e4he ist, bleibt sie auch einmal bei ihr, doch jeder andere ist ihr auch recht, solange sie nicht ge\u00e4rgert wird. Heute schien sie sich sehr bei Tusuja wohlzuf\u00fchlen, mit dem sie den ganzen Tag verbrachte. Es war manchmal nicht einfach, da der stets freche Rapa auch immer in der N\u00e4he war, doch Tusuja unterband Rapas Versuche, ungem\u00fctlich zu werden. Nur w\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war Tusuja kurz nicht auf dem Posten. Als er mit Godoma einen Ast teilte, passte er gerade nicht auf; Rapa wurde eifers\u00fcchtig, weil Godoma mit seinem besten Freund graste, und als er eine Gelegenheit sah, stie\u00df er Godoma zu Boden und rannte schnell davon, um nicht bestraft zu werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/612201694438-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oltaiyoni mit Mbegu (rechts)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 5. Mai 2016<\/strong><br \/>\nNdotto ist ein Baby, das immer versucht, jeden zu beeindrucken und von sich zu \u00fcberzeugen. Er ist ausgesprochen clever, und alle seine Artgenossen m\u00f6gen ihn. Er versteht fast jeden aus der Familie und wei\u00df, wie er mit ihnen spielen und umgehen muss, egal welchen Alters, Gr\u00f6\u00dfe oder Charakter sein Gegen\u00fcber ist. Manche der Waisen mischen sich gar nicht gern unter die anderen, doch Ndotto ist da ganz anders. Heute spielte er sogar mit den frechsten und ruppigsten Jungs, Enkikwe und Olsekki! Enkikwe ist so ein R\u00fcpel, dass die meisten j\u00fcngeren Waisen, wie Boromoko, Kauro und Mwashoti, ihm lieber aus dem Weg gehen. Wenn Enkikwe neben Kauro auch nur kollert, versteckt sich dieser gleich im Geb\u00fcsch; Kauro w\u00fcrde lieber auf eine Milchf\u00fctterung oder das Gr\u00fcn verzichten, als in der N\u00e4he dieser beiden Jungs zu blieben. So spielen Enkikwe, Sirimon, Sokotei und Olsekki immer miteinander, weil sie \u00e4hnliches Alter und Gr\u00f6\u00dfe haben. Heute aber hatte Ndotto viel Spa\u00df bei einem Ringkampf mit Enkikwe und Olsekki. Das Spiel fand am fr\u00fchen Morgen statt und war vorbei, als alle zur Milchf\u00fctterung rannten &#8211; ihrem liebsten Programmpunkt des Tages.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/612201694931-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto mit Naseku (rechts)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 6. Mai 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen waren fr\u00f6hlich, als sie von der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr zur\u00fcckkehrten. Mbegus kleine Herde kam im Busch an und begann gleich wieder zu grasen. Mbegu und Murit gingen direkt zu den kleinen Babys hin\u00fcber, die in ihrem eigenen Gebiet grasten. Nach ein paar Minuten kam auch Oltaiyonis Herde hinzu, wie ein Chor, mit Kollern und Trompeten, das die Luft erf\u00fcllte. Alls verschwanden sie dr\u00e4ngelnd im Geb\u00fcsch, au\u00dfer Boromoko, der sich nie an so einem Durcheinander beteiligen w\u00fcrde. Er schien, als ob alle \u00e4lteren Waisen in gl\u00fccklicher und verspielter Laune waren. Mwashoti, Dupotto und Mbegu waren die ersten, die auf die fr\u00f6hlichen Rufe ihrer \u00e4lteren Artgenossen reagierten, und sich dem Trompeten, Herumrennen und Zertrampeln von B\u00fcschen anschlossen. Murit blieb bei den Babys zur\u00fcck, doch die anderen randalierten im Wald. Boromoko folgte ihnen auch, aber er war nicht mit so viel Elan dabei, so als ob er aus H\u00f6flichkeit mitmachen w\u00fcrde, aber nicht so viel Spa\u00df dabei h\u00e4tte. Pl\u00f6tzlich stellten die Keeper fest, dass Pea und Pod nicht da waren, denn bei so etwas machen sie auch immer gern mit. Pea war bei der Babygruppe, doch als Pod nach einer Weile noch nicht wieder aufgetaucht war, machten sich die Keeper auf die Suche nach ihr. Pod ist die frechere der beiden Strau\u00dfen, und auch als die Babys zu ihren Gehegen zur\u00fcckkehrten, war sie noch nicht wieder da. Wir dachte alle, sie w\u00fcrde sich nur verstecken und irgendwann von allein zur\u00fcckkehren, doch trotzdem war es seltsam, denn sie war noch nie verschwunden oder hatte ihre Schwester so lange allein gelassen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/612201695522-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die wunderbare Mbegu beim Grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 7. Mai 2016<\/strong><br \/>\nWir mussten die ganze Nacht dar\u00fcber nachdenken, wo Pod wohl geblieben war, und als die Waisen am Morgen aus ihren Gehegen kamen, wurden sie als erstes dorthin gef\u00fchrt, wo sie zuletzt gesehen worden war. Zusammen mit Pea und Kiko suchten alle die Gegend ab, doch es n\u00fctzte nichts. Wir sind sicher, dass Pea sich auch Sorgen macht &#8211; schlie\u00dflich war sie seit ihrer Geburt mit Pod zusammen. Sie lief heute mit hocherhobenem Kopf durch den Busch und graste kaum. Kiko wich ihr nicht von der Seite. Wir wissen allerdings nicht, ob Kiko bewusst war, dass Pod fehlte; ihm war aber scheinbar klar, dass irgendetwas mit Pea nicht so recht stimmte. Alamaya und Sokotei setzten Peas und Kikos Suche ein Ende, indem sie sie zur Babygruppe schickten, wo sie dann die meiste Zeit verbrachten. W\u00e4hrend sie bei den Babys war, sa\u00df Pea nur auf dem Boden, so als ob sie tief in Gedanken versunken w\u00e4re.<br \/>\nDupotto zeigte bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde wieder, wie besch\u00fctzend sie sein kann. Ngilai, der ein sehr kontaktfreudiger und verspielter Junge ist, wenn er in der richtigen Stimmung dazu ist, spielte an der Absperrung mit den Besuchern. Dupotto ging zu ihm hin\u00fcber und schob ihn von dem Absperrband weg, w\u00e4hrend sie mit dem R\u00fcssel auch noch nach den Besuchern schlug!<br \/>\nWir haben heute ein neues Kuhkalb aus Nanyuki gerettet; es wurde Tagwa genannt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/614201643154-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ambo mit Strau\u00df Pea<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 8. Mai 2016<\/strong><br \/>\nDas neue Baby Tagwa hatte eine bequeme Nacht, trank ihre Milchflasche sehr gut und begann auch, ordentlich zu fressen. Im Gehege neben ihr wohnt der kleine Ambo, der seinen R\u00fcssel immer wieder durch die Absperrung steckte, um sie zu erreichen. Sie zeigte aber nicht viel Interesse an dem kleinen Jungen und seinen Versuchen, sie zu tr\u00f6sten.<br \/>\nHeute war es sehr \u00fcberraschend zu sehen, wie Kamok den kleinen Rapa bestrafte. Rapa war wieder sehr ungezogen, jagte und schubste sowohl seine Keeper als auch seine Artgenossen. Kamok beobachtete ihn, und als sie mit ihrer Milch fertig war, ging sie hin\u00fcber zur Schubkarre, auf der die Flaschen transportiert werden. Die Keeper versuchten sie wegzuschieben, doch sie r\u00fchrte sich nicht vom Fleck. Da sie sich nicht \u00fcberzeugen lie\u00df, aber normalerweise nicht so gierig mit der Milch ist, durfte sie bleiben. Immer wieder schlich sich Rapa zu der Schubkarre und versuchte, Milch zu stehlen, und schlie\u00dflich hatte Kamok genug und nahm sich ihn vor. Sie schlug mit ihrem R\u00fcssel nach ihm, sogar nach dem Schwanz! Die Rufe der Keeper konnten Kamok nicht stoppen, bevor sie ihn nicht vom Gel\u00e4nde vertrieben hatte. Es ist sehr gut, dass die j\u00fcngeren Waisen von den \u00e4lteren erzogen werden, wenn es n\u00f6tig ist, genauso wie es auch die \u00e4lteren Schwestern, Kinderm\u00e4dchen oder ihre M\u00fctter in der Wildnis tun w\u00fcrden.<br \/>\nNaseku kommt gut mit Godoma zurecht und k\u00fcmmerte sich heute den ganzen Tag um sie.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/614201643822-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der s\u00fc\u00dfe kleine Ambo im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 9. Mai 2016<\/strong><br \/>\nUnser vorbildliches M\u00e4dchen und Minileitkuh zeigte heute wieder, was in ihr steckt. Sie ist so clever, dass sie sogar ihre Keeper manchmal \u00fcberrascht und sie sich wundern, woher sie das alles wei\u00df, was sie da tut. Von den vier Babys in der Babygruppe f\u00fchlte sich eines nicht so gut. Ohne dass es ihr jemand gesagt h\u00e4tte, kam Mbegu einfach hinzu, als ob sie es gewusst hatte. Luggard mit seinem gebrochenen Bein ist auch immer bei der Babygruppe, obwohl er schon etwas \u00e4lter ist, da diese Gruppe nicht so weit von den Stallungen weg l\u00e4uft. Als Mbegu ankam, ging sie von einem Baby zum n\u00e4chsten, schnupperte an ihnen und ber\u00fchrte sie am ganzen K\u00f6rper, als ob sie sie untersuchen w\u00fcrde. So arbeitete sie sich bis zum f\u00fcnften vor, Luggard, der etwas im Geb\u00fcsch versteckt war. Nachdem sie bei allen gewesen war, kehrte sie zu dem einen Baby zur\u00fcck, von dem wir wussten, dass es sich nicht gut f\u00fchlte und tr\u00f6stete ihn ein Weile, bevor sie mit ihm zusammen ins Geb\u00fcsch ging. Sie blieb einige Zeit bei ihm, und wir sind uns sicher, dass sie ihn ermunterte und ihm Mut machte. Schlie\u00dflich teilte sie sich etwas Gr\u00fcnfutter mit ihm und versuchte, ein bisschen mit ihm zu spielen. Als sie dabei war, wieder aufzubrechen, sah er schon etwas lebhafter aus. Auch Roi und Kauro kamen vorbei, doch sie schienen etwas anderes vorzuhaben &#8211; vermutlich wollten sie nur herausfinden, wo Mbegu geblieben war. Sie kehrten dann zu dritt zur \u00e4lteren Gruppe im Wald zur\u00fcck.<br \/>\nVon Pod gab es heute immer noch keine Spur.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/614201644320-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Vorbild Mbegu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 10. Mai 2016<\/strong><br \/>\nAlamaya ist ein sehr neugieriges Baby, das immer alle Neuigkeiten wissen will. Das gilt auch, wenn er auf seltsame Dinge trifft oder auch auf neue Leute. Er beobachtete, wie der Keeper bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde in das Mikrofon sprach, und in den letzten Tagen lief er immer wieder direkt zu den Lautsprechern, um den Keeper zu finden, der dort spricht. Er konnte ihn aber nicht finden, nur seine Stimme! Einmal versuchte er sogar, den Lautsprecher mit seinem R\u00fcssel anzuheben. Heute ging er, nachdem er seine Milch geleert hatte, zu dem Keeper, der w\u00e4hrend der Show sprach und wollte ihm das Mikrofon aus der Hand nehmen. Er versuchte es mehrfach, w\u00e4hrend der Keeper sein bestes tat, ihn wegzuschieben, da er sprechen wollte. Er kam aber immer wieder zur\u00fcck und versuchte dann sogar, in das Mikrofon zu pusten!<br \/>\nPea beschloss heute, die \u00e4lteren Waisen zu begleiten, da die Babys am Morgen wegen des kalten und regnerischen Wetters noch drin bleiben mussten. Sie hatte aber keinen sehr ruhigen Vormittag, denn Enkikwe und Kamok jagten sie immer wieder herum. Sie musste aber damit zurechtkommen, da sie im Wald nicht allein sein wollte. Wir sind nicht sicher, warum sie nicht die j\u00fcngere Gruppe zur Milchf\u00fctterung begleitete; sie wartete stattdessen an den Felsen auf die \u00e4lteren Waisen und folgte diesen, als sie aufbrachen.<br \/>\nDa Balguda der \u00e4lteste in der Gruppe ist, wird er von allen respektiert. Er ist der einzige Bulle, auf den selbst Oltaiyoni h\u00f6rt. Das zeigt, dass Elefanten schon von klein auf anfangen, ihren \u00e4lteren Artgenossen Respekt zu zollen. Nicht einmal die gierigen und ruppigen Jungs Enkikwe und Olsekki w\u00fcrden es wagen, eine Flasche Milch von Balguda zu schnappen, ebensowenig wie von Oltaiyoni. Sie alle haben viel Respekt vor dem \u00e4lteren Duo.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/61320163746-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya ist ein neugieriger kleiner Junge<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 11. Mai 2016<\/strong><br \/>\nManchmal ist es schwer herauszufinden, was die Waisen vorhaben oder was sie wirklich wollen. Oltaiyoni hatte heute eine kleine Gruppe, bestehend aus Ndotto, Lasayen und Mbegu um sich, und spielte einige Zeit mit ihnen. Pl\u00f6tzlich stand sie auf und begann, sie zur\u00fcckzuf\u00fchren, als ob sie zu den Stallungen zur\u00fcckkehren wollten. Die Keeper hielten sie an und man\u00f6vrierten sie zum Rest der Gruppe. Sie versuchten wieder zur\u00fcckzulaufen, wurden aber noch einmal von den Keepern daran gehindert. Als sie aber weiter darauf bestanden, vermuteten die Keeper, dass sie etwas vorhatten und lie\u00dfen sie gehen. Der verw\u00f6hnte kleine Ndotto rannte zuerst los, gefolgt von Mbegu, Lasayen und Oltaiyoni. Die vier hatten offenbar einen Plan, und die Keeper fanden schlie\u00dflich heraus, was es war: Sie wollten sich der Babygruppe anschlie\u00dfen. Mbegu streckte den R\u00fcssel in die Luft, um herauszufinden, wo die Babys waren, und sie fanden sie nicht weit von dort entfernt, wo sie zuvor gespielt hatten. Es ist eine Weile her, seit Oltaiyoni zuletzt die Babygruppe besucht hat. W\u00e4hrend sie bei ihnen waren, besch\u00e4ftigten sie sich und spielten viel mit den ganz Kleinen, was diese sehr genossen. Ndotto wollte nicht wieder weg, bevor er nicht allen gezeigt hatte, wie toll er spielen und vor allem klettern konnte. Der kleine Ambo, der ein sehr kr\u00e4ftiges Baby ist, fand es toll, mit Ndotto zu spielen. Leitkuh Oltaiyoni und Mbegu gaben erst wieder das Signal zum R\u00fcckweg, als sie sahen, dass die anderen drei Babys zum Mittagsschlaf \u00fcbergegangen waren; daraufhin kehrten sie wieder zu den anderen in ihrer Gruppe zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/613201631053-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto, Roi und Naseku<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 12. Mai 2016<\/strong><br \/>\nBalguda sah heute morgen nicht so aktiv aus. Als die Waisen in den Wald hinausgingen, bemerkten die Keeper, dass er sich anders verhielt als sonst. Murit ist sein guter Freund, und sie grasten den Vormittag \u00fcber zusammen. Sie hielten etwas Abstand zu den restlichen Waisen, grasten nur ruhig miteinander und steckten gelegentlich die K\u00f6pfe zusammen, um sich zu unterhalten. Balguda wird zurzeit medizinisch behandelt; als er festgehalten wurde, um seine Medizin zu bekommen, protestierte er und wollte der Behandlung entfliehen. Enkikwe sah, wie die Keeper um seinen &#8222;gro\u00dfen Bruder&#8220; herumstanden und kam angerannt, drohte ihnen und rief die anderen Waisen zu Hilfe. Oltaiyoni kam angelaufen und sah nach, was los war. Enkikwe h\u00f6rte nicht auf zu trompeten und Alarm zu schlagen. Er hob den Kopf, stellte die Ohren auf und versuchte, die Keeper zu attackieren. Als Oltaiyoni hinzukam und sah, dass es nur die Keeper waren, beruhigte sie sich und schaute nur zu, wie Enkikwe versuchte, am Bein eines Keepers zu ziehen, um ihn von Balguda wegzubewegen. Als Balguda schlie\u00dflich wieder weg durfte, eskortierte er ihn zu den anderen zur\u00fcck.<br \/>\nKiko w\u00e4chst langsam zu einem jugendlichen Giraffenbullen heran. Er ist jetzt auch sehr ruppig zu den Warzenschweinen, mit denen er fr\u00fcher so gern gespielt hat. Er trickste sie aus und trat nach ihnen aus, sodass sie sich weg von den Babys fl\u00fcchteten. Nach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde kam er direkt zu den Stallungen zur\u00fcck. Er blieb an der Absperrung stehen, die den Besuchern den Weg zum Schlammbad weist, nachdem er vergeblich versucht hatte hin\u00fcberzuspringen. Er wollte nicht auf die Keeper h\u00f6ren, die versuchten, ihn in den Wald zur\u00fcckzulocken und verschwand sp\u00e4ter von allein wieder.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/613201631433-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda sieht heute nicht sehr aktiv aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 13. Mai 2016<\/strong><br \/>\nKamok versucht immer noch, morgens die Keeper auszutricksen. Wenn sie aus ihrem Gehege kommt, folgt sie nicht etwa ihren Artgenossen, sondern geht nach hinten zum Komposthaufen. Dort spielt sie entweder mit den Warzenschweinen, wenn sie da sind, oder versucht sogar, an die Lebensmittelreste heranzukommen und sie zu fressen! Manchmal spielt sie auch nur damit. Heute waren einige Warzenschweine dort, und sie spielte sehr energiegeladen mit ihnen; sie jagte sie, sodass einige von ihnen auf den Parkplatz rannten, und Kamok beschloss, ihnen dorthin zu folgen. Als die Warzenschweine sahen, dass sie es ernst meinte, flohen sie durch das Tor hinaus, und Kamok ging dazu \u00fcber, das Tor zu bewachen, damit sie nicht zur\u00fcckkehren konnten. Sie machte sich im Geb\u00fcsch neben dem Tor breit, und als sie die Stimmen der Keeper h\u00f6rte, versteckte sie sich noch tiefer in den B\u00fcschen. Pl\u00f6tzlich fuhr ein mit Steinen beladener LKW durch das Tor, und dieses Ger\u00e4usch hatte Kamok noch nie geh\u00f6rt! Sie kam aus ihrem Versteck gerannt und schrie um Hilfe. Sie wusste aber nicht so recht, in welche Richtung sie fliehen sollte, und suchte nun nach den Keepern, vor denen sie sich vorher versteckt hatte! Als sie endlich die Keeper gefunden hatte, die schon ihren Namen riefen, war sie sehr ver\u00e4ngstigt. Mbegu, Kauro und Oltaiyoni h\u00f6rten sie auch schreien; sie kamen angerannt, um ihrer Freundin zu helfen und tr\u00f6steten sie dann. Es dauerte aber eine ganze Weile, bis sie sich beruhigt hatte und sie zu grasen begann. Hoffentlich hat sie aus ihren Fehlern gelernt und ist in Zukunft nicht mehr so frech!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/613201634459-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok hat wieder Tricks auf Lager<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 14. Mai 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein herrlicher Tag f\u00fcr die Keeper und ihre Babys, und er begann auch gut, hell und warm, ganz anders als die letzten, sehr regnerischen Tage. Die \u00e4lteren Waisen waren sehr fr\u00fch in den Park aufgebrochen, und die kleinen gingen ihnen nicht viel sp\u00e4ter hinterher. Als Folge des vielen Regens ist der Park jetzt sehr gr\u00fcn und \u00fcppig bewachsen. Am Nachmittag nach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde konnten wir Galla nicht finden, und auch zur Milchf\u00fctterung um 15 Uhr war er noch nicht wieder aufgetaucht. Wir dachten, er w\u00fcrde sich an die F\u00fctterungszeit erinnern und von allein wiederkommen, doch das geschah nicht. Alle Waisen wurden um die Keeper versammelt, und selbst die Keeper, die eigentlich an den Stallungen arbeiteten, wurden gerufen, um nach ihm zu suchen. Schlie\u00dflich wurde er im dichten Geb\u00fcsch gefunden, nicht weit von dort entfernt, wo wir ihn zuletzt gesehen hatten! Ein paar Minuten sp\u00e4ter schlichen sich dann Olsekki, Enkikwe, Boromoko und Siangiki ins Dickicht davon. Sie tauchten wieder auf, kurz bevor es Zeit f\u00fcr den Heimweg war, und als sie die Keeper sahen, rannten sie ihnen erfreut entgegen, weil sie wussten, dass die Milchf\u00fctterung bevorstand.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/613201635158-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen grasen an einem sonnigen Tag<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 15. Mai 2016<\/strong><br \/>\nHeute wurde Ambo zur mittleren Waisengruppe bef\u00f6rdert; er ging aber noch nicht mit ihnen zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde. Er f\u00fchlte sich in Gesellschaft seiner \u00e4lteren Artgenossen offenbar sehr wohl. Mbegu, Dupotto und Roi waren sehr froh, den kleinen Jungen bei sich zu haben, und stritten sich darum, wer ihn babysitten durfte. Keiner der j\u00fcngeren Waisen in der Gruppe war eifers\u00fcchtig auf ihn oder die Aufmerksamkeit, die er bekam. Alle waren sie freundlich zu ihm &#8211; ein gutes Zeichen, dass er bereits akzeptiert ist. Am Nachmittag kam er wieder zu Luggard und den anderen drei Babys, um etwas fr\u00fcher als die anderen Waisen zu den Stallungen zur\u00fcck zu gehen. Wenn er sich einmal daran gew\u00f6hnt hat, um 17 Uhr heimzukommen, wird er auch l\u00e4nger bei seinen \u00e4lteren Freunden bleiben.<br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr gab es wieder Aufregung. Olsekki zeigte wieder einmal, dass er Kauro nicht mag, und war nicht sehr nett zu ihm. Er und Enkikwe k\u00f6nnen Kauro offenbar nicht leiden. Kauro soff gerade Wasser aus der \u00e4u\u00dfersten Wassertonne, als Olsekki auf ihn losging und ihm mit den Sto\u00dfz\u00e4hnen in den R\u00fccken piekste. Sirimon und die Keeper eilten ihm zu Hilfe, und auch die Besucher schimpften mit Olsekki! Er hatte Gl\u00fcck, dass Oltaiyoni noch nicht da war, denn sie h\u00e4tte ihm f\u00fcr sein Verhalten eine ordentliche Lektion erteilt!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/614201645110-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ambo durfte heute zur \u00e4lteren Gruppe<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 16. Mai 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen im Busch verursachten Roi, Siangiki, Naseku, Kauro und Boromoko einige Aufregung, als sie begannen, eine Impalaherde zu jagen, die in der N\u00e4he graste. Die Impalas schien das aber nicht allzu sehr zu st\u00f6ren, denn sie kamen immer wieder zur\u00fcck. Sie wollten sich nicht von Roi und Naseku vertreiben lassen, die sehr unfreundlich zu ihnen waren. Abgesehen davon schmiedeten Kauro und Boromoko noch den Plan, auf Roi und Naseku zu steigen, die nach einer Weile sehr von ihnen genervt waren, weil die Jungs sie von ihrem Ziel, die Impalas zu verscheuchen, abhielten. Die beiden mussten an zwei Fronten k\u00e4mpfen: auf einer Seite kamen die Impalas immer wieder, und auf der anderen Seite versuchten Kauro und Boromoko, sie zu besteigen. Schlie\u00dflich fiel Roi um, und die beiden Jungs hatten leichtes Spiel mit ihr. Naseku versuchte, ihr zu Hilfe zu eilen, doch sie konnte die zwei nicht von ihr herunterschieben. Die Keeper mussten schlie\u00dflich eingreifen und Kauro und Boromoko von Roi herunterholen, damit sie wieder auf die Beine kommen konnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/61320164925-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Roi und die anderen verursachen Chaos<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 17. Mai 2016<\/strong><br \/>\nDie erste Gruppe, bestehend aus Ndotto, Lasayen, Murit und Godoma, musste auf dem Weg zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde durch das sehr matschige St\u00fcck am Schlammbad stapfen. Murit blieb irgendwie darin stecken und begann sofort, um Hilfe zu schreien. Er sah, wie die anderen Waisen schon ihre Milch tranken und bekam Angst um seinen eigenen Anteil. Er konnte sich aber gleich wieder selbst befreien, sodass die Keeper ihm nicht zu Hilfe kommen mussten.<br \/>\nGegen 15 Uhr wurden Kiko, Pea und Pod, die gerade im Busch grasten, pl\u00f6tzlich von einer L\u00f6win gejagt, die sie beobachtet hatte. Gl\u00fccklicherweise konnten die Keeper die Raubkatze mit Rufen, Schreien und Wedeln mit den M\u00e4nteln verscheuchen. Als die L\u00f6win wieder weg war und alle drei Waisen in Sicherheit waren, brachten die Keeper sie f\u00fcr den Rest des Nachmittags zu den Stallungen zur\u00fcck.<br \/>\nAm sp\u00e4ten Nachmittag kam ein neuer Waisenelefant im Waisenhaus an, der im Namunyak-Schutzgebiet in Samburu gerettet worden war. Das Kuhkalb ist ungef\u00e4hr acht Monate alt und war vor ihrer Rettung drei Tage lang allein in der N\u00e4he des Sabuck-Camps gesehen worden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/613201641755-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Godoma auf dem Weg zu ihrer Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 18. Mai 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen begr\u00fc\u00dften den neuen Tag heute mit einem Schlammbad, das sich gebildet hatte, als es leicht nieselte. Sie lieben Schlammb\u00e4der! Alamaya, Ndotto und Lasayen versuchten die ganze Zeit, Dupotto und Siangiki zu besteigen. Rapa versuchte, sie daran zu hindern und schubste immer wieder die kleinen Jungs von ihren \u00e4lteren Artgenossen herunter, damit er selbst auf ihnen herumklettern konnte. Als er sah, dass er nichts ausrichten w\u00fcrde, ging er stattdessen in einer anderen Ecke baden.<br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde beschloss Ngilai, nicht mit seiner \u00fcblichen Gruppe zum Schlammbad und zur Milchf\u00fctterung zu kommen. Er schloss sich lieber den \u00e4lteren Waisen an, die erst zur Mitte der Besuchszeit zum Schlammloch kommt. Der Grund daf\u00fcr ist wahrscheinlich, dass er zurzeit sehr an Kamok h\u00e4ngt.<br \/>\nWegen seines wackeligen Gesundheitszustands kommt Balguda aktuell nicht mit zur Besuchsstunde. Stattdessen verbringt er die Zeit mit den Babys, die nicht so weit laufen. So kann er seine Kr\u00e4fte sparen, die er braucht, um wieder gesund zu werden. Die Schwellung an seinem Bauch ist noch immer sichtbar, ist aber schon besser geworden, seit er Proteinerg\u00e4nzung und Kohletabletten bekommt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/614201645716-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai ist ein s\u00fc\u00dfer kleiner Junge<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 19. Mai 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein sehr k\u00fchler und nasser Morgen, da es die ganze Nacht geregnet hatte, und auch den Gro\u00dfteil des Tages weiterregnete. Wegen des schlechten Wetters wollten Balguda und Galla ihre Gehege nicht verlassen und sich den anderen Waisen anschlie\u00dfen, die schon vergn\u00fcgt in den Wald und den Park hinaus gingen. Als Mbegu bemerkte, dass Galla nicht dabei war, lief sie zu den Gehegen zur\u00fcck. Sie ging direkt in Gallas Gehege und versuchte, ihn zu \u00fcberzeugen, mit hinaus in den Regen zu kommen. Galla wollte davon aber nichts wissen, sondern lieber trocken und im Warmen bleiben. Mbegu lie\u00df ihn also in seinem Gehege zur\u00fcck, bis er es warm genug fand hinauszugehen und sich dem Rest der Gruppe anzuschlie\u00dfen.<br \/>\nZur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde hatte sich der kleine Bach neben dem Schlammbad der Waisen in einen kleinen Fluss verwandelt, und einigen der Waisen war es gar nicht geheuer, diese Stelle zu \u00fcberqueren. Ngilai hatte besonders viel Angst; er versuchte es immer wieder und machte dann auf halben Wege kehrt, um eine andere Stelle zu suchen. Dabei kollerte er seinen Frust seinen Keepern und Freunden zu. Schlie\u00dflich schaffte er es hin\u00fcberzugehen, wobei er seinen R\u00fcssel benutzte, um die Wassertiefe zu messen. Er wurde mit einer Milchflasche belohnt, die er gen\u00fcsslich austrank. Roi war heute besonders gierig. W\u00e4hrend die zweite Waisengruppe ihre Milch bekam, schlich sie sich immer wieder zur Schubkarre, stahl eine Flasche und rannte damit davon. Dann lie\u00df sie die Flasche fallen, als sie bemerkte, dass sie leer war. Ihre Dummheiten zogen die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich, die ihr am\u00fcsiert bei den Versuchen zusahen, mehr als ihren Anteil zu ergattern, w\u00e4hrend die Keeper damit besch\u00e4ftigt waren, ebendas zu verhindern.<br \/>\nWir retteten heute ein kleines Kuhkalb aus Laikipia. Sie schien in recht gutem Zustand zu sein, war etwas j\u00fcnger als ein Jahr und wurde Sana Sana genannt. Sie wird erst einmal ein paar Tage bei der Babygruppe verbringen, sobald wir sicher sind, dass sie aus ihrem Stall gelassen werden und mit ihnen und Luggard drau\u00dfen grasen kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/61320164268-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein k\u00fchler Morgen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 20. Mai 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen zur 9-Uhr-F\u00fctterung gingen, blieben sie pl\u00f6tzlich wie angewurzelt stehen, weil sie ein L\u00f6wen-Paar aus dem Geb\u00fcsch kommen sahen. Die Raubkatzen lie\u00dfen sich in der N\u00e4he der Schubkarre mit den Milchflaschen nieder und ruhten sich dort aus. Die Keeper und die Waisen zogen sich in sichere Entfernung zur\u00fcck und behielten die L\u00f6wen im Auge, um zu sehen, was sie vorhatten. Nach etwa 20 Minuten gingen die L\u00f6wen wieder in den Busch davon, sodass die Waisen endlich zu ihrer Milch konnten. Olsekki, Boromoko und Roi waren sehr ungeduldig und rannten sofort zur Schubkarre, noch bevor die L\u00f6wen v\u00f6llig verschwunden waren. Die Keeper warteten immer noch ab, um sicherzugehen, dass die Luft rein war, und so war noch niemand bereit, den drei Gierschlunden ihre Milch zu geben. Olsekki schnappte sich schnell eine Flasche von der Schubkarre und f\u00fctterte sich selbst, w\u00e4hrend die Keeper die anderen Waisen versorgten.<br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde genossen Sokotei und Enkikwe nach der Milchf\u00fctterung ein paar Rangeleien und Kr\u00e4ftemessen. Den Besuchern gefiel das auch sehr. Kamok verursachte Unruhe, als sie nach der Kamera eines Zuschauers greifen wollte, der gerade Sokotei und Enkikwe fotografierte und sie nicht kommen sah. Die Besucher fanden Kamoks freche und schlaue Aktion sehr unterhaltsam und applaudierten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/613201643321-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rapa und Tusuja in der Mitte, Roi rechts<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 21. Mai 2016<\/strong><br \/>\nDie Besuchsstunde verlief heute sehr ruhig &#8211; die Waisen spielten nicht viel und waren auch nicht sehr aktiv. Sie wollten nur ihre Milch und genossen danach das Gr\u00fcn, das von den Keepern f\u00fcr sie bereitgelegt worden war. Zur\u00fcck im Busch spielten dann einige der Waisen. Alamaya und Tusuja verwickelten sich in ein Kr\u00e4ftemessen, bei dem sie sich gegenseitig ins Geb\u00fcsch schoben. Sie kamen trompetend wieder heraus und spielten weiter, um herauszufinden, wer der Kr\u00e4ftigere von ihnen war. Das lockte Mwashoti, Dupotto und Ndotto an, die auch aus dem Geb\u00fcsch gerannt kamen, um bei dem Spa\u00df mitzumachen. Dupotto und Ndotto lieferten sich ebenfalls eine Rangelei. Obwohl Ndotto kleiner ist als Dupotto, wollte er ihr zeigen, was er draufhatte. Dupotto war vorsichtig und ging nicht zu ruppig mit Ndotto um, da sie wusste, dass er viel kleiner ist und verletzt werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/613201644523-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tusuja und Ngilai<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 22. Mai 2016<\/strong><br \/>\nSechs unserer \u00e4lteren Waisen nahmen heute am Umzugstraining teil. Olsekki, Enkikwe, Siangiki, Oltaiyoni, Sokotei und Boromoko sollen demn\u00e4chst umziehen. Zuerst sind Siangiki, Olsekki und Enkikwe dran, die sich den Waisen und Ex-Waisen in Ithumba anschlie\u00dfen werden. Sie sollen in den n\u00e4chsten zwei Tagen umziehen, z\u00f6gerten aber noch etwas, in den Anh\u00e4nger einzusteigen. Die Keeper versuchten geduldig, sie mit ihren Milchflaschen hineinzulocken. Sie waren \u00fcberrascht, dass sie so z\u00f6gerlich waren, denn die beiden Jungs sind so gierig, dass alle dachten, man k\u00f6nnte sie mit der Milch \u00fcberall hinbewegen. Siangiki machte schon etwas besser mit, ging aber auch nicht komplett hinein, sondern trank ihre Milch auf halben Weg. Wir sind aber zuversichtlich, dass die drei mit jeder Milchf\u00fctterung besser werden und es am Umzugstag kein Problem sein wird, sie in den LKW zu bekommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/613201644944-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Olsekki wird bald umziehen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 23. Mai 2016<\/strong><br \/>\nHeute trainierten noch einmal Olsekki, Enkikwe und Siangiki, die morgen nach Ithumba gebracht werden sollen. Diese drei und einige andere \u00e4ltere Waisen bekamen ihre Milch im Umzugs-LKW. Zur Motivation waren noch Kauro, Kamok, Boromoko und Alamaya dabei, die auch ihre Milch dort bekamen. Auf diese Weise sollten sie sich nicht so ausgesondert f\u00fchlen, was wichtig ist, da Elefanten in der Regel Ver\u00e4nderungen nicht besonders m\u00f6gen. Siangiki und Kamok tranken ihre Milch gern im LKW, w\u00e4hrend Olsekki und Enkikwe noch immer etwas z\u00f6gerlich waren und halb drin und halb drau\u00dfen standen, als sie ihre Milch bekamen. Oltaiyoni, Sokotei und Boromoko werden auch trainiert, da wir hoffen, dass sie auch bald umziehen k\u00f6nnen. Mit diesen drei Waisen gab es gar keine Probleme und sie tranken ihre Milch zufrieden im LKW.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/613201645831-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok bekam ihre Milch heute auch im Umzugs-LKW<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 24. Mai 2016<\/strong><br \/>\nHeute war Umzugstag f\u00fcr Olsekki, Enkikwe und Siangiki. Um 3 Uhr begann das Ganze, und die drei wurden nacheinander aus ihren Gehegen zum LKW gebracht. Siangiki war als erste dran, da sie beim Training bisher am besten hineingegangen war. Sie kam langsam aus dem Gehege und wurde mit der Flasche zum LKW gelockt. Dort angekommen, war sie sich aber nicht mehr sicher und wollte doch nicht mehr weitergehen. Es brauchte ein paar Minuten \u00dcberredung, ehe sie doch hineinging und ihre Milch trank. Danach holten die Keeper Enkikwe, der beim Training am wenigsten kooperativ gewesen war, und kaum war er an der Laderampe angekommen, weigerte er sich weiterzugehen. Die Keeper versuchten, ihn mit der Milchflasche zu locken, doch er wollte nichts davon wissen und begann, r\u00fcckw\u00e4rts zu gehen. So mussten die Keeper zu anderen Mitteln greifen, und sie breiteten ein Band hinter ihm aus und schoben ihn vorw\u00e4rts, bis er endlich in seinem Abteil war. Zuletzt kam Olsekki an die Reihe, bei dem die Keeper ebenfalls Probleme erwarteten. Zu unser aller \u00dcberraschung ging er aber direkt hinein und trank seine Milch. Mit allen drei Waisen sicher im LKW verstaut, konnten sie nun nach Ithumba aufbrechen. Bald nach ihrer Abfahrt trompeteten und beschwerten sich Kauro, Tusuja und Sirimon laut, weil ihre Freunde abgereist und ohne sie zu neuen Abenteuern aufgebrochen waren. Die Keeper tr\u00f6steten sie, und so beruhigten sie sich bald wieder.<br \/>\nAm Morgen, als die Waisen in den Park hinausgingen, liefen Oltaiyoni und Sirimon herum und suchten die Herde nach ihren Freunden ab, die in der Nacht abgereist waren. Sirimon hielt nach Enkikwe Ausschau, mit dem er oft gespielt hatte, w\u00e4hrend Oltaiyoni nach Siangiki suchte. Nach einer Weile beendeten sie aber die Suche, als sie verstanden hatten, dass ihre Freunde weg waren. Sirimon forderte stattdessen Sokotei heraus, w\u00e4hrend Oltaiyoni zu ihren Pflichten als Leitkuh zur\u00fcckkehrte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/61420165826-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der Umzugs-LKW bricht fr\u00fch am Morgen auf<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 25. Mai 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am Morgen aufbrachen, gingen Sirimon und Sokotei an Maxwells Gehege vorbei, als dieser gerade sein Luzernenheu genoss, und stahlen ihm einiges davon. Maxwell sp\u00fcrte, was da vorging, und versuchte, sie zu verjagen, indem er mit seinem Horn gegen das Tor h\u00e4mmerte und in der Gegend herumsprang. So wollte er sie davon abhalten, sein Futter zu stehlen, doch die zwei gierigen Jungs lie\u00dfen sich nicht st\u00f6ren und machten nach Lust und Laune weiter. Als Maxwell bemerkte, dass seine Drohgeb\u00e4rden keine Wirkung zeigten, griff er zu anderen Mitteln: Er drehte sich um, hob seinen Schwanz und bespritzte die beiden Elefanten mit Urin. Das hatte den gew\u00fcnschten Effekt, denn die beiden Waisen rannten zum Rest der Herde, wobei sie entr\u00fcstet trompeteten. Maxwell stolzierte erfreut in seinem Gehege herum.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch jagten Sirimon und Sokotei herum, zertrampelten B\u00fcsche und forderten sich gegenseitig zu verschiedenen Spielen heraus. Das zog die Aufmerksamkeit der anderen Waisen auf sich, die ebenfalls begannen, den B\u00fcschen \u00fcbel mitzuspielen. So ging es ein paar Minuten, bis Boromoko versehentlich gegen den kleinen Murit stie\u00df, der dadurch im Geb\u00fcsch landete und um Hilfe schrie. Sowohl die Waisen als auch die Keeper wurden sofort hellh\u00f6rig und eilten ihm zu Hilfe. Sie halfen ihm wieder auf die Beine und brachten ihn aus dem Dickicht heraus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/61320165459-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sirimon grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 26. Mai 2016<\/strong><br \/>\nAls Kiko heute in den Park hinaus ging, blieb er nicht wie sonst zum Grasen in der N\u00e4he der Babys und der Strau\u00dfen, sondern ging stattdessen zusammen mit den \u00e4lteren Waisen tiefer in den Park hinein. Da er das normalerweise nicht tut, waren die Waisen \u00fcberrascht. Sokotei, Sirimon, Boromoko, Roi, Naseku und Kamok piesackten ihn, indem sie auf ihn zurannten, und versuchten, ihn zu verjagen. Kiko galoppierte ins Geb\u00fcsch, gefolgt von den Waisen, die dabei laut trompeteten und ihre Ohren aufstellten. Es dauerte nicht lange, ehe die Gruppe ihn erfolgreich vertrieben hatte. Er rannte schnurstracks an den Babys vorbei bis zu den Stallungen und zur\u00fcck zu der Stelle, an der die Milch bereitet wird. Danach weigerte er sich, wieder zu gehen. Erst als seine Milch fertig war, folgte er der Schubkarre und den Keepern zur\u00fcck zu den Babys.<br \/>\nDas Umzugstraining geht weiter, und eine zweite Waisengruppe bereitet sich auf die Abreise vor. Alamaya und Mwashoti werden in den n\u00e4chsten Tagen nach Umani umziehen, und darum bekommen sie jetzt ihre Milch im LKW, um sich daran zu gew\u00f6hnen. Der erste Versuch fand um 9 Uhr statt, und da hatten beide Waisen noch Angst vor dem LKW; Alamaya war das Ganze besonders unheimlich. Schon am Ende des Tages war er aber ein Profi und lief nach kurzen Protesten seiner Milchflasche hinterher in das Fahrzeug. Mwashoti und der Rest seiner Freunde bekamen ihre Milch vor dem LKW.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/61320165710-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko wollte heute bei den \u00e4lteren Waisen sein<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 27. Mai 2016<\/strong><br \/>\nNach der Abreise von Siangiki nach Ithumba hat sich Oltaiyoni, die ihre Zeit h\u00e4ufig mit Siangiki verbracht hatte, \u00f6fter von den \u00e4lteren Waisen davongeschlichen, um den kleinen Babys Gesellschaft zu leisten. Auch Murit und Mbegu schlie\u00dfen sich ihnen ab und zu an. Heute nach der 9-Uhr-F\u00fctterung, als die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden gingen, machten sich Oltaiyoni, Murit und Mbegu wieder auf zu den kleinen Babys und ihren Keepern. Als die Keeper sie zur \u00e4lteren Herde zur\u00fcckschicken wollten, kollerten Oltaiyoni und Mbegu protestierend, da sie bei den Babys bleiben wollten. Nach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde und dem Schlammbad hatte es Oltaiyoni auch eilig, wieder aufzubrechen und ihre Gruppe zu den Kleinen zu f\u00fchren, damit sie Zeit mit ihnen verbringen konnten. Mbegu schien die gleiche Idee zu haben, denn sie war schon dort, als Oltaiyonis Gruppe bei den Babys ankam. Es ist toll zu sehen, wie sich die Leitk\u00fche in der Waisenherde herausbilden. Wenn Oltaiyoni irgendwann nach Tsavo umzieht, wird es ziemlich sicher Mbegu sein, die die neue Leitkuh der Waisenhausherde wird.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/61420165051-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oltaiyoni grast mit Mbegu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 28. Mai 2016<\/strong><br \/>\nHeute trainierten Alamaya und Mwashoti zum letzten Mal f\u00fcr ihren Umzug nach Umani, der morgen fr\u00fch stattfinden soll. Die zwei Jungs machten sich gut und gingen freiwillig und ohne gro\u00dfes Drama in den LKW, um ihre Milch dort drin zu trinken. Sie haben sich in den wenigen Tagen des Trainings gemausert, denn am Anfang wollten sie noch gar nicht hineingehen. Die Keeper waren heute sehr zufrieden und sahen, wie Boromoko, Kauro und Kamok ihre Milch ebenfalls im LKW tranken. Sie wollten wohl zeigen, dass sie genauso mutig sind, wie ihre Artgenossen. Alamaya trank seine Flasche direkt neben Kauro. Wir hoffen, dass morgen alles genauso gut l\u00e4uft und es keine Probleme geben wird.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/613201651917-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti drau\u00dfen im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 29. Mai 2016<\/strong><br \/>\nGegen 4 Uhr begann der Umzug f\u00fcr Alamaya und Mwashoti. Die beiden Jungs wurden aus ihren Gehegen geholt und mit ihrer Milch in den LKW gef\u00fchrt, ehe die Reise nach Umani Springs begann. Die Keeper waren sehr froh, dass beide Waisen ohne Probleme in das Fahrzeug gingen, und so dauerte die ganze Sache nur ein paar Minuten, und schon waren sie auf dem Weg.<br \/>\nAls der Rest der Waisen aus ihren Gehegen kam, schien nur Tusuja Alamaya und Mwashoti zu vermissen, denn er hatte in den letzten Tagen viel Zeit mit ihnen verbracht und mit ihnen gespielt. Er lief zwischen den Waisen umher und suchte seine Freunde. Es dauerte fast den ganzen Vormittag, bis er sich beruhigt hatte und schlie\u00dflich Balguda Gesellschaft leistete.<br \/>\nSokotei und Sirimon widmeten sich ihren \u00fcblichen Rangeleien und Kr\u00e4ftemessen. Sie k\u00e4mpfen immerzu um die Vorherrschaft in der Herde, seit Olsekki und Enkikwe nach Ithumba umgezogen sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/614201651622-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya kommt in Umani aus dem Anh\u00e4nger<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 30. Mai 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am fr\u00fchen Morgen aus ihren Gehegen gekommen waren, gingen sie in den Park und genossen das frisch gekeimte Gras und die leckeren B\u00fcsche. Naseku, Sokotei, Sirimon und Roi gingen tiefer in den Wald hinein, wo sie auf eigene Faust grasten und jeder sich ein gutes Pl\u00e4tzchen suchte. Die vier setzen sich gern vom Rest der Herde ab und grasen weiter drau\u00dfen. Auf diese Weise sind sie immer die Anf\u00fchrer, oder glauben das zumindest. Naseku ist ein ungeduldiges M\u00e4dchen und will immer die erste sein, sowohl morgens beim Aufbrechen als auch zu den Milchf\u00fctterungen. Dabei verursacht sie dann immer Probleme, weil sie immer als erste gef\u00fcttert werden will. Sie geht auch immer vorneweg, wenn die Waisen in den Busch aufbrechen oder zu den Stallungen zur\u00fcckkehren.<br \/>\nBeim Schlammbad um 11 Uhr gab es heute keine besonderen Aktivit\u00e4ten. Die Waisen waren ruhig, konzentrierten sich auf ihre Milchflaschen und fra\u00dfen das Gr\u00fcn, das f\u00fcr sie bereitlag. Nachdem die \u00e4lteren Waisen sich den Babys angeschlossen hatten, w\u00e4lzten sich Mbegu, Dupotto, Ndotto und Lasayen fr\u00f6hlich auf dem Boden herum und versuchten, die Kleinen zum Mitmachen zu \u00fcberreden. Das Spiel endete, als Ndotto begann, auf Mbegu und Dupotto herumzuklettern und Lasayen auch gleich mitmachte. Mbegu und Dupotto versuchten, die beiden frechen Jungs abzusch\u00fctteln, doch denen machte das viel zu viel Spa\u00df. Das Ganze war vorbei, als die Keeper signalisierten, dass es Zeit f\u00fcr den R\u00fcckweg in den Busch war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/613201652614-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Naseku geht weiter in den Wald hinein<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 31. Mai 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen waren die Waisen ruhig und entspannt, als sie in den Wald gingen und auf dem Weg grasten. Kamok und Ngilai schlichen sich vom Rest der Gruppe davon und grasten im Geb\u00fcsch in der N\u00e4he des Parkplatzes. Das ist Kamoks Lieblingsplatz am Morgen geworden. Gegen 9 Uhr schlossen sich die zwei dem Rest der Waisen wieder an, als Ngilai anfing, Theater zu machen, weil ihm aufgefallen war, dass es bereits Zeit f\u00fcr die Milchflasche war. Kamok dagegen schien kein gro\u00dfes Interesse daran zu haben, zu den anderen zur\u00fcckzukehren.<br \/>\nGalla scheint sich nun viel besser eingelebt zu haben. Er ist zufrieden bei der Waisenherde und schleicht sich nicht mehr davon. Er hat sich an die Tagesabl\u00e4ufe gew\u00f6hnt und wird auch langsam ein gieriger kleiner Bulle. Da er sich nun eingew\u00f6hnt hat und weniger \u00e4ngstlich ist, l\u00e4sst er sich auch nicht mehr von Rapa herumschubsen. Er schubst jetzt zur\u00fcck und hat damit schon Rapas Respekt erlangt.<br \/>\nSana Sana genie\u00dft auch die Gesellschaft der anderen Waisen und ist oft bei Mbegu, Dupotto und Oltaiyoni zu finden. Ndotto und Lasayen versuchen manchmal, sie zu besteigen, doch Mbegu verscheucht sie immer gleich. Sie wird eines Tages eine gro\u00dfartige Leitkuh werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/61320165338-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai drau\u00dfen mit Kamok<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-mai-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag, 1. Mai 2016 Bei der heutigen \u00f6ffentlichen Besuchsstunde ging es dramatisch zu, als die Strau\u00dfen Pea und Pod hinter einem der Keeper her waren. 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Die Strau\u00dfen teilten sich gerade das Gras mit den Waisen, das f\u00fcr die Besuchsstunde &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-mai-2016\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNairobi Nursery Mai 2016\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":7833,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41,40,1],"tags":[],"class_list":["post-7831","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nairobi_nursery","category-tagebuch-der-keeper","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7831","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7831"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7831\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7834,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7831\/revisions\/7834"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7833"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7831"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7831"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7831"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}