{"id":7947,"date":"2016-07-10T12:12:00","date_gmt":"2016-07-10T11:12:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7947"},"modified":"2016-07-10T12:12:00","modified_gmt":"2016-07-10T11:12:00","slug":"ithumba-mai-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-mai-2016\/","title":{"rendered":"Ithumba Mai 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 1. Mai 2016<\/strong><br \/>\nEs war eine gro\u00dfe Erleichtung, als \u00fcber Nacht endlich 22mm Regen fiel. Obwohl es h\u00e4tte mehr sein k\u00f6nnen, hat das wenigstens den Staub aus der Luft gewaschen und f\u00fcr ein wenig Abk\u00fchlung gesorgt. Wir k\u00f6nnen nun nur abwarten, ob es noch mehr Regen geben wird, oder ob das schon alles war. Wenn es nicht noch einmal regnet, steht uns eine sehr lange Trockenzeit bevor.<br \/>\nDie Waisen kamen gutgelaunt aus den Gehegen. Lemoyian tauschte morgendliche Begr\u00fc\u00dfungen mit Laragai aus, w\u00e4hrend Barsilinga direkt zu einem Felsen lief, um sich den Bauch daran zu kratzen. Auf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden trafen die Waisen auf Tomboi, der offenbar im Moment am liebsten allein herumstreift. Er hob seinen R\u00fcssel, um die Waisen zu gr\u00fc\u00dfen, und ging an ihnen vorbei ohne anzuhalten. Vuria, Teleki, Orwa und Garzi kollerten ihm zu. Die Waisen grasten den ganzen Tag \u00fcber bei ertr\u00e4glichen Temperaturen nach dem n\u00e4chtlichen Regen. Sie blieben in dem felsigen Gel\u00e4nde n\u00f6rdlich der Stallungen, und es war ein ruhiger Vormittag ohne besondere Vorkommnisse.<br \/>\nZur Schlammbadzeit tranken sie ihre Milch und soffen Wasser, ehe sie zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcckkehrten. Obwohl es nicht sehr hei\u00df war, pausierten die Waisen ein wenig und entspannten sich unter einem Baum. Sp\u00e4ter tat sich Vuria mit seinem Freund Garzi zusammen, w\u00e4hrend Bongo ein ganzes St\u00fcck abseits vom Rest der Gruppe graste. Am Abend schlossen sich Mutara, Kanjoro, Sities, Kainuk, Turkwel und Suguta den Waisen an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201631047-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bongo grast<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 2. Mai 2016<\/strong><br \/>\nDer Himmel war klar, als die Waisen l\u00e4ssig aus den Gehegen schlenderten. Bomani versperrte einmal Garzi den Weg nach drau\u00dfen und versuchte sogar, ihn zu schubsen. Garzi bewahrte einen k\u00fchlen Kopf und wollte sich nicht noch mehr \u00c4rger einhandeln; er stand nur da und zeigte sich unbeeindruckt. Die Strategie funktionierte, denn als Bomani feststellte, dass Garzi sich nicht wehren w\u00fcrde, drehte er sich um und ging davon. Lemoyian kam an einem kleinen Busch vorbei, der ihm so lecker erschien, dass er sich sogar hinkniete und direkt mit dem Mund davon fra\u00df. Kurz darauf ging Lemoyian zu Laragai und versuchte, ihr ein St\u00fcck Luzernenheu zu entwenden. Laragai versteht bei so etwas aber keinen Spa\u00df und schubste ihn weg. W\u00e4hrend die Waisen die Tr\u00e4nke bev\u00f6lkerten, um sich mit genug Wasser f\u00fcr den Vormittag zu versorgen, kamen Chaimu und Kilaguni in Begleitung von Mutaras Gruppe aus Richtung Osten und schlossen sich den Waisen an.<br \/>\nAls sie in den Busch gingen, forderte Orwa Turkwel zu einer Rangelei heraus, w\u00e4hrend Kilaguni mit Teleki spielte. In den Weidegr\u00fcnden spielte Suguta mit Mutara, und Kainuk lud Orwa zu einem Ringkampf ein. Orwa lehnte aber ab und nahm sich stattdessen Chaimu vor. Barsilinga staubte sich eine Weile mit feuchter Erde ein. Nachdem Orwa sich von Chaimu zur\u00fcckgezogen hatte, begann er, mit Vuria zu spielen, und Chaimu ging weiter zu Teleki.<br \/>\nAuf dem Weg zum Schlammbad schlossen sich ihnen ein paar Mitglieder aus Olares Gruppe an: Kibo, Naisula, Murka und Kitirua. Heute w\u00e4lzten sich nur Kilaguni, Naisula und Bongo im Matsch, die restlichen Waisen soffen nur Wasser und gingen dann zur\u00fcck zum Grasen. Den Nachmittag verbrachte die Herde am unteren Kalovoto. Am Abend meldeten sich Yatta, Yetu, Wendi, Wiva, Nasalot, Chyulu, Lenana, Naserian, Ololoo, Lualeni, Sidai, Ithumbah, Sunyei, Makena und ein wilder Elefant an den Stallungen. Sie brachen wieder auf, nachdem sie Wasser gesoffen hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201631740-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lemoyian frisst einen Busch mit dem Mund<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 3. Mai 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am fr\u00fchen Morgen aus den Gehegen kamen, stand Laragai am Ausgang herum und blockierte den Jungs den Weg. Kithaka, Lemoyian und Barsilinga standen in einigem Abstand und warteten darauf, dass Laragai, an die sie sich wohl nicht heran trauten, das Tor freigab. Die Keeper mussten sie schlie\u00dflich \u00fcberzeugen, aus dem Weg zu gehen. Die drei Jungs liefen dann gewichtig hinaus und wedelten fr\u00f6hlich mit R\u00fcsseln. Shukuru ging zu einem Felsen und kratzte ihren Bauch daran.<br \/>\nBeim Grasen wetteiferten Bomani und Garzi darum, wer von ihnen seinen R\u00fcssel weiter in die H\u00f6he strecken konnte, um die h\u00f6chsten Bl\u00e4tter des Baumes zu erwischen, von dem sie gerade fra\u00dfen. Shukuru graste mit Barsilinga, w\u00e4hrend Teleki eine Pause einlegte, um ein Staubbad zu nehmen. Sein Spiel lockte auch Bongo, Bomani und Barsilinga an, die sich ihm anschlossen, ehe sie weitergrasten. Kurze Zeit sp\u00e4ter tat sich Bongo beim Grasen mit Laragai zusammen, w\u00e4hrend Orwa Vuria zu einem kurzen Kr\u00e4ftemessen herausforderte.<br \/>\nBeim Schlammbad war es ruhig, und die Waisen tranken nur Milch und soffen Wasser, ehe sie sich unter einer Akazie versammelten, um zu entscheiden, was sie am Nachmittag tun sollten. Sie grasten dann im Kanziku-Gebiet, wo sie kurz Gesellschaft von Tomboi bekamen. Er brachte die Waisen zu einem nahegelegenen Wasserloch, in dem noch ein wenig Wasser \u00fcbrig war. Dort spielten sie lange Zeit im Schlamm. Vuria nutzte aus, dass Bongo sich im Schlamm herumrollte und sprang auf dessen R\u00fccken. Tomboi brach dann auf, w\u00e4hrend die Waisen noch im Schlamm badeten. Nachdem sie ebenfalls genug gebadet hatten, verteilten sie sich in der Gegend, um den Rest des Tages zu grasen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/61120163228-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Laragai steht Kithaka und Barsilinga im Weg<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 4. Mai 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen fr\u00fchst\u00fcckten Luzernenheu, nachdem sie aus den Gehegen gekommen waren. Orwa und Vuria tauschten morgendliche Begr\u00fc\u00dfungen aus, indem sie ihre R\u00fcssel umschlangen, und fra\u00dfen dann gemeinsam von einem Busch. Shukuru kletterte auf einen Felsen und sch\u00fcttelte mit ihren Sto\u00dfz\u00e4hnen einen Baum, um an einige der Bl\u00e4tter heranzukommen. Das tat sie allerdings nicht sehr lange, sondern kam bald wieder herunter und fra\u00df Dinge, f\u00fcr die nicht so viel Aufwand n\u00f6tig war. Barsilinga staubbadete eine Weile, ehe er weit ins Geb\u00fcsch hinein lief. Lemoyian, Bomani und Teleki grasten einige Zeit zusammen, w\u00e4hrend Barsilinga sich bei Laragai aufhielt.<br \/>\nGegen 11 Uhr f\u00fchrte Narok die Waisen zum Schlammbad, aber auf dem Weg dorthin kamen sie an einer Pf\u00fctze vorbei, in der sie sich abk\u00fchlten und sich mit Schlamm bedeckten. Als sie dann zum Hauptwasserloch kamen, wollte keiner mehr darin baden! Sie tranken nur ihre Milch, soffen Wasser und kehrten direkt zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck. Am Nachmittag lie\u00dfen sich die Waisen dann n\u00f6rdlich des Schlammbads zum Grasen nieder. Es war ein ruhiger Nachmittag, und die Waisen konnten sich ganz aufs Fressen konzentrieren, ohne gest\u00f6rt zu werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201632943-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bomani und Barsilinga (hinten) kratzen sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 5. Mai 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen schlossen sich heute Morgen Tomboi vor den Gehegen an. Er war schon vorher angekommen und hatte sich ein wenig ausgeruht und auf das Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck gewartet. Die Waisen standen um ihn herum und begr\u00fc\u00dften ihn mit hocherhobenen R\u00fcsseln. Barsilinga und Bomani beschlossen, sich lieber zu kratzen, anstatt am Fr\u00fchst\u00fcck teilzunehmen. Nachdem das Luzernenheu aufgefressen war, eskortierte Tomboi die Waisen zur Tr\u00e4nke, wo sie sich mit Wasser eindeckten, bevor sie schlie\u00dflich zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. Tomboi verabschiedete sich von den Waisen, nachdem sie Wasser gesoffen hatten.<br \/>\nKaum waren die Waisen im Busch angekommen, begannen Orwa und Vuria mit verschr\u00e4nkten R\u00fcsseln eine Rangelei. Kurze Zeit sp\u00e4ter tauchten Mutara, Suguta, Turkwel, Kainuk, Sities und Kanjoro auf. Garzi fra\u00df eine Weile in der N\u00e4he von Vuria, w\u00e4hrend Orwa sich mit Kainuk zusammenschloss. Auf dem Weg zum Schlammbad kamen die Waisen an einem kleinen Wasserloch vorbei und beschlossen, ein vorgezogenes Bad zu nehmen. Zur eigentlichen Schlammbadzeit tranken sie dann nur noch ihre Milch und verteilten sich danach im Gel\u00e4nde, darauf wartend, dass die Keeper ihr Mittagessen beendeten. Narok vertrieb sich die Zeit damit, sich den Hintern an einer der Akazien zu kratzen.<br \/>\nAm Nachmittag graste Barsilinga zusammen mit Lemoyian. Barsilinga versuchte immer wieder, Futter aus Lemoyians Mund zu stehlen, was diesen so sehr nervte, dass er davon ging, um in Ruhe zu fressen. Laragai, Shukuru und Narok kamen an einem Termitenh\u00fcgel vorbei, an dem sie sich kratzen und anlehnen konnten. Vuria spielte mit Barsilinga, doch Bomani beendete das Spiel, als er von hinten angerannt kam und auf Vuria sprang.<br \/>\nGegen Abend zogen Wolken auf, und kurz darauf begann es zu regnen. Die Waisen lie\u00dfen sich von den Schauern nicht st\u00f6ren und grasten weiter, als ob nichts passiert w\u00e4re. Bomani fra\u00df in der N\u00e4he von Kithaka, w\u00e4hrend Orwa sein juckendes Ohr kratzte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201633550-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen beim Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 6. Mai 2016<\/strong><br \/>\nDer Himmel war blau, als die Waisen aus den Gehegen kamen und sich \u00fcber das Luzernenheu hermachten. Es versprach, ein hei\u00dfer Tag zu werden. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck gingen die Waisen zur Tr\u00e4nke und soffen genug Wasser, um damit \u00fcber den Vormittag zu kommen. Auf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden verwickelte Bongo Vuria in ein Kr\u00e4ftemessen, das einige Zeit andauerte. Einmal versuchte Vuria dabei, Bongo zu besteigen, doch dieser wehrte sich und kam noch einmal davon. Kurze Zeit sp\u00e4ter kehrte er zu Vuria zur\u00fcck und das ganze begann von neuem. Narok, die gerade in der N\u00e4he fra\u00df, war genervt von den zeitraubenden Rangeleien der beiden Jungs, sodass sie zwischen sie st\u00fcrmte und den Kampf beeendete. Die Jungs gingen daraufhin in verschiedene Richtungen zum Grasen davon, und Narok war zufrieden, dass sie sie dazu gebracht hatte, nun endlich mit Grasen zu beginnen &#8211; schlie\u00dflich ist das ihre Hauptaufgabe w\u00e4hrend des Tages. Bomani, Teleki und Barsilinga nahmen eine kleine Auszeit und widmeten sich einem Staubbad. Vuria forderte sp\u00e4ter noch Orwa zum Kr\u00e4ftemessen heraus, verlor aber.<br \/>\nGegen 9:30 Uhr meldeten sich Mutara und ihre Gruppe an der Tr\u00e4nke bei den Stallungen. Ihnen schloss sich kurz darauf ein wilder Bulle an, der sich das Wasser mit Suguta teilte. Nachdem sie genug gesoffen hatten, machten sich die Ex-Waisen auf die Suche nach den Kleinen, und Mutara konnte sie kurz vor der Schlammbadzeit im Kanziku-Gebiet aufsp\u00fcren. Bevor die Waisen beim Schlammloch ankamen, tauchten dort f\u00fcnf wilde Bullen auf. Einer von ihnen war im letzten Jahr behandelt worden; der Tierarzt entfernte damals einen Pfeilkopf aus seinem linken Hinterbein. Heute ist nur noch eine Narbe zu sehen, die daran erinnert, wieviel Gl\u00fcck er hatte, nach dem Zusammentreffen mit einem grausamen Wilderer erfolgreich behandelt worden zu sein. Die Waisen kamen dann am Schlammloch an und tranken ihre Milch, ehe sie zum Wasser gingen. Kithaka entspannte sich unter einem Baum, w\u00e4hrend die anderen Waisen sich den wilden Bullen n\u00e4herten. Laragai, die sich mutig genug f\u00fchlte, um sich unter Erwachsenen aufzuhalten, ging dicht an die Bullen heran. Ihr war aber nicht klar, dass nicht alle Bullen gleich sind. Einer von ihnen war nicht einverstanden damit, dass sich ihm ein so kleiner Elefant so weit n\u00e4herte. Er erteilte ihr eine Lektion und schlug mit seinem R\u00fcssel nach ihr. Laragai bellte laut auf und machte, dass sie weg kam. Ihre Freunde folgten ihr, um sich zu erkundigen, ob sie sich weh getan hatte. Sp\u00e4ter f\u00fchrte Lemoyian die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck.<br \/>\nAm Nachmittag war es sehr hei\u00df, sodass sich die Waisen unter einem Baum vor der brennenden Sonne versteckten. Als es sich wieder etwas abgek\u00fchlt hatte, grasten sie weiter. Am Abend kam Lualeni zu den Stallungen, die einen Verehrer gefunden zu haben scheint; sie und der wilde Bulle blieben aber nur kurz.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201634954-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Vuria klettert auf Bongo<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 7. Mai 2016<\/strong><br \/>\nLualeni meldete sich fr\u00fch am Morgen an den Stallungen, noch bevor die Waisen herausgelassen wurden. Wo ihr wilder Freund vom vorigen Abend geblieben war, wissen wir nicht. Als die Tore ge\u00f6ffnet wurden, ging Lualeni direkt in eines der Gehege hinein, um die Waisen abzuholen. Sie fra\u00dfen dann alle zusammen Luzernenheu, und bald darauf schloss sich ihnen auch Mutaras Gruppe an. Angef\u00fchrt von Lualeni lie\u00dfen sich die Waisen heute im Kanziku-Gebiet nieder. Es war ein ruhiger Vormittag, und sie grasten gem\u00fctlich hinter Lualeni her.<br \/>\nAuch zum Schlammbad wurden die Waisen noch von Lualeni begleitet. Obwohl die Sonne brannte, wollte nur Bongo baden. Am Nachmittag ging Lualeni dann ihrer Wege und \u00fcberlie\u00df Mutaras Gruppe das Kommando. Lemoyian graste bei Laragai, w\u00e4hrend Shukuru, Bomani und Bongo ein wenig staubbadeten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201642630-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lualeni geht ins Gehege hinein<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 8. Mai 2016<\/strong><br \/>\nLualeni erschien erneut fr\u00fch am Morgen an den Stallungen, und kaum waren die Tore f\u00fcr die Waisen ge\u00f6ffnet, ging sie hinein, um ein paar Futterreste aufzusammeln. Dann wurde sie von den Keepern hinausgebeten und fra\u00df mit den Waisen zusammen Luzernenheu. Shukuru beachtete das Luzernenheu gar nicht, sondern fra\u00df lieber von einem Busch in der N\u00e4he. Kurz bevor Lualeni die Waisen in den Busch hinaus f\u00fchrte, kratzten sich Shukuru, Lemoyian und Barsilinga noch ein wenig an den umliegenden Felsen.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden gingen Bongo und Vuria gleich wieder ihrem \u00fcblichen Kr\u00e4ftemessen nach. Danach graste Bongo mit Narok. Es war ein ruhiger Vormittag, und gegen 10 Uhr schloss sich eine ungef\u00e4hr achtj\u00e4hrige Kuh Lualeni und den Waisen an, die sehr nerv\u00f6s aussah. Auf dem Weg zum Schlammbad hielt das wilde M\u00e4dchen etwa 50 Meter Abstand, um die Keeper zu meiden. Obwohl es sehr hei\u00df war, standen die Waisen nur am Ufer, um Wasser zu saufen, und niemand wollte ein Bad nehmen. Shukuru kratzte ihr Ohr an Barsilinga, w\u00e4hrend Narok ihren R\u00fcssel auf Kanjoro ausruhte.<br \/>\nAls die Waisen das Schlammloch wieder verlie\u00dfen und in den Busch zur\u00fcckgingen, trafen sie auf Tomboi und einen wilden Bullen. Die Waisen umringten den wilden Bullen und begr\u00fc\u00dften ihn mit hoch erhobenen R\u00fcsseln. Er folgte ihnen f\u00fcr kurze Zeit, ging dann aber in eine andere Richtung davon. Am Nachmittag grasten die Waisen am oberen Kalovoto. Es wurde etwas k\u00fchler, sodass sie sich aufs Grasen konzentrieren konnten und nicht so viel spielten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201655130-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen fressen zusammen mit Lualeni<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 9. Mai 2016<\/strong><br \/>\nMutara und ihre Gruppe leisteten den Waisen Gesellschaft, nachdem diese aus den Stallungen gekommen waren. Als sie in den Weidegr\u00fcnden ankamen, bildeten Kithaka, Lemoyian und Barsilinga eine Dreiergruppe und fra\u00dfen etwas abseits von den anderen. Kanjoro und Orwa hatten ein kurzes Kr\u00e4ftemessen, w\u00e4hrend Vuria und sein Spielkamerad Bongo heute zusammen grasten, ganz ohne miteinander zu rangeln. Um 11 Uhr f\u00fchrte Kithaka die erste Gruppe auf dem Weg zum Schlammbad an. Die Temperaturen waren angenehm, und so soffen die Waisen nur Wasser, ehe sie weitergrasten. Kithaka und Bomani lieferten sich einen l\u00e4ngeren Kampf, bei dem Kithaka klein beigeben musste. Garzi und Bongo nahmen ein kurzes Staubbad und grasten dann weiter. Lemoyian fra\u00df heute zusammen mit Orwa, w\u00e4hrend Garzi sich mit Shukuru zusammenschloss. Sp\u00e4ter lie\u00df Orwa Lemoyian zur\u00fcck und ging zu Mutara, um sich einen Busch mit ihr zu teilen.<br \/>\nAm Abend kamen Kibo, Naisula, Murka und Kitirua, die zu Olares Gruppe geh\u00f6ren, zu den Stallungen und brachen gleich wieder auf, nachdem sie genug Wasser gesoffen hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201655653-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kithaka spielt mit Bomani<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 10. Mai 2016<\/strong><br \/>\nEs nieselte heute Morgen noch vor Sonnenaufgang, und als es vorbei war, waren insgesamt nur 5mm Niederschlag zusammengekommen. Kibo, Murka, Kitirua und Naisula scheinen sich von Olares Gruppe abgesetzt zu haben; sie tauchten an den Stallungen auf, kurz bevor die Gehege ge\u00f6ffnet wurden. Murka f\u00fchrte ihre kleine Gruppe hinein, um zu sehen, ob es noch Futterreste f\u00fcr sie gab. W\u00e4hrenddessen versammelten sich die Waisen unter unserer einzigen Akazie und warteten darauf, dass es aufh\u00f6rte zu regnen. Orwa, der als letzter aus dem Gehege kam, wurde von Naisula begr\u00fc\u00dft, die ihn zu einem kleinen Kr\u00e4ftemessen einlud. Als der Nieselregen vorbei war, brach Shukuru direkt in den Busch auf, w\u00e4hrend Kitirua sich an die guten alten Zeiten erinnerte und sich am Rand der Tr\u00e4nke das Hinterteil kratzte.<br \/>\nBald nachdem die Waisen in den Weidegr\u00fcnden angekommen waren, forderte Kibo Vuria zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, das recht lange andauerte. Danach nahm sich Kibo noch Bomani vor, der daneben gestanden und zugeschaut hatte. Bomani versuchte nach Kr\u00e4ften, sich zu verteidigen, doch Kibo war zu stark f\u00fcr ihn; also machte er sich davon, bevor es zu schlimm wurde. Teleki graste mit Naisula, w\u00e4hrend Barsilinga sich einstaubte. Das Staubbad lockte Kibo, Bongo, Laragai und Orwa an, die sich ihm anschlossen. Bongo konnte nicht widerstehen und musste seinen Spielkameraden Vuria \u00e4rgern, indem er sich auf ihn legte. Vuria beschwerte sich lautstark, sodass Kibo sich einmischte und Bongo von ihm wegschob.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es k\u00fchl, sodass sich keiner der Waisen ins Wasser traute. Nachdem sie Wasser gesoffen hatten, gingen sie zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck. Bongo und Shukuru staubten sich kurz mit roter Erde ein, bevor sie den anderen in den Busch folgten. Am Nachmittag graste Bomani mit Kibo, \u00e4nderte aber sp\u00e4ter seine Meinung und ging zu Shukuru. Vuria lie\u00df sich auf ein Kr\u00e4ftemessen mit Naisula ein, w\u00e4hrend Teleki Kibo attackierte. Sowohl Vuria als auch Teleki verloren aber ihre Ringk\u00e4mpfe gegen ihre \u00e4lteren Artgenossen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/61120166035-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kitirua kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 11. Mai 2016<\/strong><br \/>\nKithaka und Lemoyian hatten, nachdem sie mit ihrer morgendlichen Milch fertig waren, eine Meinungsverschiedenheit, die zu einer kleinen Schubserei f\u00fchrte. Als sie ihr Problem zur Zufriedenheit aller gel\u00f6st hatten, gingen sie auseinander. Die anderen Waisen gingen direkt zu den Weidegr\u00fcnden. Bongo graste mit Vuria, und sp\u00e4ter juckte es ihn am Kopf, sodass er ihn an einem nahegelegenen Baum kratzte. Kurz darauf forderte Bongo Vuria heraus und sie hatten einen ziemlich langen Ringkampf. Lemoyian graste mit Teleki, und Kithaka kam an einem netten Felsen vorbei, an dem er sich den Hintern kratzen konnte.<br \/>\nUm 11 Uhr brachte Kithaka die erste Gruppe mit Laragai und Barsilinga zum Schlammbad. Tomboi und Orok kamen auch zum Schlammloch und gingen direkt ins Wasser, ohne die Waisen zu begr\u00fc\u00dfen. Als die Kleinen ihre Milch geleert hatten, stellten sie sich ans Ufer des Wasserlochs. Sie hoben ihre R\u00fcssel und schauten Tomboi und Orok zu, die sich im Wasser w\u00e4lzten. Es war k\u00fchl, und die Waisen wollten sich wohl erkundigen, wie kalt das Wasser war. Teleki und Barsilinga vertrieben sich die Zeit mit einem Kr\u00e4ftemessen. Kurz darauf kommandierte Shukuru die Herde zum Staubbad ab, bevor sie zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcckkehrten.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen im Kanziku-Gebiet, wo sie Gesellschaft von Olare, Kandecha, Melia, Tumaren, Chemi Chemi und Kalama bekamen. Die Ex-Waisen blieben aber nicht lange, da sie nur auf der Suche nach ihren verlorenen Mitgliedern waren. Eine Stunde sp\u00e4ter kam die komplette Gruppe zur\u00fcck, mit all ihren Mitgliedern. Olare hatte alle ihre Kollegen aufgesp\u00fcrt und war nun zufrieden, die Herde wieder zusammen zu haben. Kandecha spielte eine Weile mit Kibo, w\u00e4hrend Chemi Chemi Narok herumjagte und versuchte, sie zu besteigen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/61120166424-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bongo kratzt sich am Kopf<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 12. Mai 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am Morgen aus den Gehegen gekommen waren, umschlangen Bomani und Lemoyian ihre R\u00fcssel zur Begr\u00fc\u00dfung. Bongo und Vuria begr\u00fc\u00dften sich mit einer Rangelei. Sp\u00e4ter f\u00fchrte Narok den Weg zu den Weidegr\u00fcnden an. Nach kurzer Zeit schloss sich Mutaras Gruppe, heute angef\u00fchrt von Sities, den Waisen am unteren Kalovoto an. Kithaka graste in der N\u00e4he von Orwa, der einen netten Felsen gefunden hatte, an dem er seinen Hintern kratzen konnte. Laragai graste bei Vuria, w\u00e4hrend sich Barsilinga den Hals an einem Baum kratzte.<br \/>\nIm Laufe des Tages ging Orwa zu Mutara, und die beiden hatten einen lockeren Ringkampf, bei dem Orwa schlie\u00dflich aufgab. Gegen 10 Uhr trat auch Olares Herde auf den Plan. Olares Gruppe verschwindet in der Regenzeit gerne einmal f\u00fcr ein paar Monate, doch nun sind sie zur\u00fcck und halten sich in der Gegend auf. Sie kommen in der Trockenzeit wieder zur\u00fcck, weil sie wissen, dass es an den Stallungen und beim Schlammbad immer Wasser gibt. Chemi Chemi forderte Vuria zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, das bald wieder vorbei war; Vuria ergab sich, als Chemi Chemi ihn besteigen wollte. Kurz vor dem Schlammbad rangelte Orwa mit Naisula, w\u00e4hrend Shukuru das Fressen f\u00fcr ein Staubbad unterbrach.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es hei\u00df, aber trotzdem w\u00e4lzten sich nur Chemi Chemi, Murka und Kandecha. Die anderen nahmen nur ein Staubbad in der roten Erde. Am Nachmittag machten sich die Waisen westlich vom Ithumba-Berg breit. Kithaka teilte sich einen Busch mit Bomani, und Vuria graste mit seinem Spielkameraden Bongo. Am Abend teilte sich die Herde dann in drei Teile auf: Olare brach mit ihrer Gruppe Richtung Westen auf, Mutara mit ihrer nach Norden, und die Waisen gingen zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/61120166952-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sities f\u00fchrt Mutaras Gruppe an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 13. Mai 2016<\/strong><br \/>\nYatta, Makireti, Olare und ihre jeweiligen Gruppen meldeten sich fr\u00fch am Morgen an den Stallungen. Als die Tore offen standen, damit die Waisen herauskommen konnten, gingen Sunyei, Nasalot und Lualeni hinein, um nach Futterresten zu suchen. Drau\u00dfen zeigte sich wieder, dass Laragai regelm\u00e4\u00dfig Meinungsverschiedenheiten mit Yetu zu haben scheint, dann sie k\u00e4mpften mit verschlungenen R\u00fcsseln. Naserian war in der N\u00e4he und trennte die beiden M\u00e4dchen. Orwa liebt die Herausforderung und spielte mit Nasalot, die viel gr\u00f6\u00dfer ist als er. Teleki hatte ein leichtes Kr\u00e4ftemessen mit Makireti, das aber von Kilabasi unterbrochen wurde. Teleki ging daraufhin zu Naserian, und sie sch\u00fcttelten R\u00fcssel zur Begr\u00fc\u00dfung. Kurze Zeit sp\u00e4ter trennten sich die Ex-Waisen wieder von den Kleinen und brachen nach Westen auf.<br \/>\nBeim Grasen im Busch leisteten Mutara und ihre Gruppe den Waisen Gesellschaft. Orwa schloss sich mit Mutara und Turkwel zusammen, w\u00e4hrend Vuria mit Bongo spielte. Sp\u00e4ter fra\u00df Shukuru zusammen mit Bongo, und Bomani bei Garzi.<br \/>\nAuf dem Weg zum Schlammbad f\u00fchrte unser schnellster Elefant Vuria die erste Gruppe an, Barsilinga die zweite und Bomani die dritte. Die Temperaturen waren ertr\u00e4glich, sodass die Waisen nur Wasser soffen und dann zum Staubbad \u00fcbergingen. Eine Stunde nachdem die Waisen wieder zu den Weidegr\u00fcnden aufgebrochen waren, schauten 15 wilde Elefanten zum Saufen beim Schlammloch vorbei. Das ist ein Anzeichen daf\u00fcr, wie trocken es ist und dass in dieser kurzen Regenzeit noch viel mehr Niederschlag n\u00f6tig w\u00e4re. Den Nachmittag verbrachten die Waisen am oberen Kalovoto, wo Laragai mit Teleki graste. Barsilinga legte eine Pause ein und lehnte sich zum Kratzen gegen einen Baum. Der Rest des Tages verlief ruhig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201661744-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Naserian spielt mit Teleki<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 14. Mai 2016<\/strong><br \/>\nAls Laragai am Morgen herausgekommen war, stand sie Barsilinga im Weg. Barsilinga wollte sie zuerst aus dem Weg schubsen, doch er \u00fcberlegte es sich anders, denn Laragai gibt niemals einfach so klein bei, und Barsilinga wollte nichts beginnen, was er nicht zuende bringen oder was peinlich f\u00fcr ihn werden k\u00f6nnte. Er wartete also einfach ab, bis sie von allein Platz machte. Bomani und Lemoyian hatte ein leichtes Kr\u00e4ftemessen, das nicht lange andauerte, bis Lemoyian sich ergab.<br \/>\nAuf dem Weg in den Busch forderte Orwa Barsilinga zum Ringkampf heraus, w\u00e4hrend Bongo und Vuria traditionsgem\u00e4\u00df ebenfalls ihre R\u00fcssel zur Rangelei umschlangen. Teleki begann den Tag mit einem Staubbad und kletterte sp\u00e4ter auf Vuria herum. Im Laufe des Vormittags unterbrach Vuria das Grasen und rollte sich auf dem Boden herum. Orwa, der gerade in der N\u00e4he fra\u00df, nutzte das aus und ging hin\u00fcber, um sich seinerseits auf Vuria herumzurollen. Vuria gefiel das gar nicht, und kaum war er wieder auf den Beinen, begann er, Orwa zu schubsen, um sich zu r\u00e4chen. Der Ringkampf dauerte eine Weile und endete unentschieden. Kithaka kam an einem sch\u00f6nen gro\u00dfen Felsen vorbei, an dem er seinen Bauch kratzte, und schloss sich danach Bomani beim Fressen an.<br \/>\nZur Schlammbadzeit kam Tomboi die Waisen besuchen, und sie soffen zusammen Wasser. Das Wetter war k\u00fchl, und keiner traute sich, ein Bad zu nehmen. Shukuru juckte der Fu\u00df, und sie kratzte ihn an einem umgest\u00fcrzten Baumstamm. Danach ging sie zum Staubbad, wo sich ihr Narok und Garzi anschlossen. Den Elefanten war offenbar langweilig beim Schlammloch, und so forderte Bomani Lemoyian zu einer Rangelei heraus, w\u00e4hrend Vuria mit Bongo spielte und sp\u00e4ter Orwa mit Vuria. Tomboi eskortierte die Waisen zur\u00fcck in den Busch und veabschiedete sich zwei Stunden sp\u00e4ter wieder. Bomani hatte ein Kr\u00e4ftemessen mit Garzi, w\u00e4hrend Orwa das Grasen unterbrach, um ein Staubbad zu nehmen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201662319-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Laragai steht Barsilinga im Weg<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 15. Mai 2016<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen war eine wilde Elefantenkuh mit ihren beiden K\u00e4lbern sowie Olares Gruppe an den Stallungen. Als sich die Tore f\u00fcr die Waisen \u00f6ffneten, gingen Olare und ihre Kollegen hinein. Chemi Chemi hing hinterher und schaute sich die herauskommenden Waisen an. Als alle drau\u00dfen waren, n\u00e4herte sich einer der wilden Elefanten den Waisen und versuchte, ihnen zu drohen. Vuria lie\u00df sich aber nicht einsch\u00fcchtern und streckte dem wilden Elefantenm\u00e4dchen den R\u00fcssel entgegen, als ob er fragen wollte, was ihr \u00fcber die Leber gelaufen war. Doch statt zu antworten, attackierte sie Vuria; er war aber darauf vorbereitet, und so rangelten sie mit verschlungenen R\u00fcsseln, w\u00e4hrend Vurias Freunde zuschauten. Die wilde Kuh ergab sich schlie\u00dflich, nachdem sie gesehen hatte, wieviel Unterst\u00fctzung Vuria von seinen Freunden bekam. Teleki forderte Naisula zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, ergab sich aber kurz darauf. Orwa spielte mit Chemi Chemi und Melia mit Laragai. Kurz darauf lie\u00df Orwa Chemi Chemi stehen und spielte stattdessen mit Kandecha.<br \/>\nDie wilde Mutter gab dann den Weg zu den Weidegr\u00fcnden vor, und die Waisen folgten ihr langsam. Dort angekommen verscheuchte sie Laragai und Vuria, die mit ihrem Nachwuchs spielen wollten. Etwas sp\u00e4ter brach sie zusammen mit ihren Kindern wieder auf. Shukuru nahm ein kurzes Staubbad, w\u00e4hrend sich Laragai an den nahegelegenen Felsen kratzte. Sp\u00e4ter spielte Vuria mit Bongo.<br \/>\nBeim Schlammbad schlossen sich ein paar der Ex-Waisen den Waisen an. Chyulu nahm Lemoyian zum Saufen mit zur Tr\u00e4nke. Laragai, die sich offenbar auf Yetu eingeschossen hat, ging direkt zu ihr. Yetu wollte heute aber keinen Streit mit ihr und zog sich zur\u00fcck, sodass Laragai sich wie die Siegerin f\u00fchlen konnte. Orwa spielte eine Weile mit Mwende, w\u00e4hrend Teleki ein paar Ringkampf-Taktiken von Kinna lernen wollte. Ololoo spielte mit Kanjoro, w\u00e4hrend Tomboi mit einem jungen wilden Bullen rangelte.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen im Kanziku-Gebiet, und die Ex-Waisen gingen in unbekannte Richtung davon. Nur Chyulu blieb zur\u00fcck, um noch etwas Zeit mit ihrem Liebling Lemoyian zu verbringen. Laragai und Vuria staubbadeten, ehe sie weitergrasten. Bomani fra\u00df in der N\u00e4he von Kithaka, w\u00e4hrend Laragai sich mit Bongo zusammenschloss.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201664225-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Chemi Chemi schaut am Morgen vorbei<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 16. Mai 2016<\/strong><br \/>\nOlares Gruppe erschien fr\u00fch vor Sonnenaufgang wieder an den Stallungen, allerdings war Olare selbst nicht dabei, und die Gruppe wurde von Melia angef\u00fchrt. Kurz nachdem die Waisen die Gehege verlassen hatten, f\u00fchrte Lemoyian sie zu den Weidegr\u00fcnden. Dort forderte Kalama Garzi heraus, und ihr Ringkampf dauerte eine Weile. Unterdessen spielte Naisula mit Orwa. Lemoyian graste zusammen mit Barsilinga, und Tumaren mit Laragai. Teleki fra\u00df bei Kibo, und ab und zu unterhielten sich die beiden, indem sie sich gegenseitig die R\u00fcssel in den Mund steckten. Danach ging Teleki zu Chemi Chemi, um bei ihm zu grasen, doch pl\u00f6tzlich entwickelte sich zwischen den beiden ein Streit, der zu einem heftigen Gerangel f\u00fchrte. Kibo, der gerade in der N\u00e4he war, griff ein und beendete den Kampf. Teleki wandte sich daraufhin Kibo zu, sodass sich ein weiterer Kampf entwickelte, aus dem Kibo siegreich hervorging.<br \/>\nGegen 9 Uhr tauchten Chaimu, Ishanga und Kilaguni an den Stallungen auf. Nachdem sie genug Wasser gesoffen hatten, brachen sie wieder in den Park auf.<br \/>\nBeim Schlammbad war alles ruhig, und die Waisen tranken nur ihre Milch, ehe sie zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcckkehrten. Am Nachmittag grasten sie dann im Kanziku-Gebiet, wo Barsilinga sich mit Teleki und Lemoyian sich mit Garzi zusammenschloss.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201664626-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kalama spielt mit Garzi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 17. Mai 2016<\/strong><br \/>\nDer Himmel war klar, als die Waisen am Morgen aus den Gehegen kamen. Bongo lud Barsilinga zu einem Kr\u00e4ftemessen ein, doch Barsilinga lehnte das Angebot ab und ging einfach davon. Vuria stand in der N\u00e4he und konnte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Er rannte schnell hin\u00fcber und begann einen Ringkampf mit Bongo. Teleki rollte sich auf dem Boden herum, was Vuria auch interessant fand; also beendete er sein Spiel mit Bongo und legte sich neben Teleki. Bongo war es gar nicht recht, dass Vuria sich einfach ohne Vorank\u00fcndigung aus dem Kampf zur\u00fcckgezogen hatte. Er folgte Vuria und kletterte auf ihn, w\u00e4hrend er auf dem Boden lag. Laragai versuchte, Bongo herunterzuschieben, schaffte es aber nicht. Kaum waren Vuria und Teleki wieder aufgestanden, wandte sich Teleki Vuria zu und bestieg ihn, um ihm zu zeigen, wer der Boss ist. Narok kratzte ihren Hintern an der Tr\u00e4nke, nachdem sie Wasser gesoffen hatte.<br \/>\nBeim Grasen im Busch bekamen die Waisen Gesellschaft von Mutara und ihrer Gruppe. Orwa und Teleki nahmen eine Auszeit, um sich einzustauben. Beim Schlammbad war es sehr hei\u00df, und Bongo brachte Laragai, Narok, Bomani, Garzi und Vuria zum W\u00e4lzen ins Wasser. Dort rangelten Bomani und Garzi miteinander, w\u00e4hrend Narok mit Teleki spielte. Orwa und Kithaka gingen zu einem nahegelegenen Baum, der ausgiebig Schatten spendete. Nach dem Schlammbad f\u00fchrte Shukuru die Waisen zum Staubbad, bevor es zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck ging. Am Nachmittag grasten sie am unteren Kalovoto, wo Vuria und Bongo sich mit der roten Erde einstaubten, und am Abend f\u00fchrte Kithaka den Weg zur\u00fcck zu den Stallungen an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201665235-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Vuria spielt mit Bongo<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 18. Mai 2016<\/strong><br \/>\nLemoyian und Bomani begannen ihren Tag mit einem Ringkampf, w\u00e4hrend Narok hinunterging und sich ein Staubbad g\u00f6nnte. Teleki lud Vuria zu einem Ringkampf ein, und dieser nahm die Herausforderung an; es dauerte eine Weile, bis sie wieder auseinander gingen. Danach spielte Teleki mit Laragai, w\u00e4hrend Vuria sich auf die Suche nach seinem Spielkameraden Bongo machte. Im Busch kamen Kithaka und Barsilinga an einem passenden Felsen vorbei, an dem sie sich kratzen konnten. Orwa ging zu Kithaka und forderte ihn heraus, doch Kithaka lehnte ab und ging davon. Sp\u00e4ter rangelte Vuria mit Teleki.<br \/>\nZur Schlammbadzeit kamen Tomboi und sieben wilde Bullen zu Besuch. Vuria spielte mit Barsilinga und danach mit Bongo. Orwa rangelte mit Narok und versuchte, sie zu besteigen. Nach dem Schlammbad gingen die Waisen mit Tomboi nach Norden, w\u00e4hrend die wilden Bullen in s\u00fcdlicher Richtung aufbrachen. Teleki und Barsilinga genossen am Nachmittag ein ausgiebiges Staubbad.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201665613-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Vuria rangelt mit Teleki<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 19. Mai 2016<\/strong><br \/>\nDrau\u00dfen vor den Stallungen forderte Kithaka Lemoyian zu einem kleinen Kr\u00e4ftemessen heraus. W\u00e4hrenddessen spielte Vuria mit Bongo. Barsilinga ging wie \u00fcblich zu seinem Lieblingsfelsen und kratzte sich gen\u00fcsslich den Bauch. Kithaka suchte sich dann eine neue Herausforderung und verlie\u00df Lemoyian, um mit Garzi zu rangeln. Sp\u00e4ter griff er sogar noch etwas h\u00f6her und nahm sich Orwa vor. Er zog sich aber bald zur\u00fcck, als er bemerkte, dass er haushoch verlieren w\u00fcrde. Lemoyian besch\u00e4ftigte sich unterdessen mit Bomani, doch ihr Ringkampf wurde vorzeitig von Laragai beendet, die beiden Jungs trennte. Narok umschlang R\u00fcssel mit Orwa, w\u00e4hrend sich Vuria und Bongo auf dem Boden herumrollten. Ihr Spiel nahm aber ein j\u00e4hes Ende, as Bongo versuchte, Vuria zu besteigen.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden suchte Lemoyian den Kampf mit Teleki &#8211; es muss ihm aber klar gewesen sein, dass er nicht gewinnen konnte. Bomani, der daneben stand und zusah, wusste auch, dass Lemoyian seine Zeit verschwendete, weil er noch keine Chance gegen Teleki hatte. Er schob Lemoyian zur Seite und trat an seine Stelle, da er sich f\u00fcr einen geeigneteren Gegner f\u00fcr Teleki hielt. Schlie\u00dflich stellte er aber fest, dass auch er Teleki nichts entgegenzusetzen hatte und gab auf, ehe es zu peinlich wurde. Kithaka k\u00e4mpfte mit einem Juckreiz am linken Vorderfu\u00df und benutzte einen Baumstamm zum Kratzen. Orwa und Vuria unterbrachen das Fressen kurz, um ein wenig ihre Kr\u00e4fte zu messen.<br \/>\nBeim Schlammbad schloss sich Tomboi wieder den Waisen an. Laragai, die beim Schlammbad gern allein ist, ging zur Westseite des Wasserlochs und soff dort Wasser, bis Tomboi ihr Gesellschaft leistete. Nur Kilaguni und Bongo w\u00e4lzten sich im Schlamm, w\u00e4hrend der Rest sich dem Staubbad widmete. Am Nachmittag schauten Olares und Mutaras Gruppen bei den Waisen vorbei. Der Rest des Tages verlief ruhig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/61120167161-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kithaka beim Kr\u00e4ftemessen mit Lemoyian<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 20. Mai 2016<\/strong><br \/>\nKithaka und Lemoyian begannen heute ihr Kr\u00e4ftemessen direkt nachdem sie ihre Milch getrunken hatten. Bongo und Vuria trafen sich in den Weidegr\u00fcnden, wo sie ebenfalls eine Rangelei veranstalteten. Sp\u00e4ter forderte Vuria dann Orwa zum Kr\u00e4ftemessen heraus, und Barsilinga kratzte sich an einem Felsen. Bomani und Garzi unterhielten sich eine Weile, indem sie sich gegenseitig die R\u00fcssel in den Mund steckten. Kurz darauf wurde daraus ein Ringkampf, den Lemoyian unterbrach. Lemoyian forderte selbst Bomani heraus, sodass Garzi, zuvorkommend wie immer, davon ging und mit Barsilinga spielte. Bomani brach aber das Spiel mit Lemoyian ab und schlich sich von hinten an Garzi heran, um ihn zu besteigen. Garzi konnte sich aber wehren und Bomani absch\u00fctteln. Teleki fand einen sch\u00f6nen Felsen, an dem er sich den Bauch kratzen konnte.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es recht warm, sodass Bongo Orwa, Teleki, Shukuru, Garzi, Laragai und Vuria \u00fcberzeugen konnte, sich im Wasser zu w\u00e4lzen. Der Rest der Waisen nahm ein Staubbad. Kithaka hatte eine kurze Rangelei mit Bomani, kurz bevor sie alle wieder in den Busch zur\u00fcckkehrten. Am Nachmittag machten die Wolken dem Sonnenschein Platz. Die Waisen entspannten sich unter einem Baum, bis Kithaka zwei Dikdiks vorbeirennen sah. Er jagte ihnen nach, und die Dikdiks rannten um ihr Leben. Sie waren schnell wieder verschwunden, und Lemoyian blieb zur\u00fcck, weiter durch B\u00fcsche und B\u00e4ume trampelnd.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201671927-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Garzi unterh\u00e4lt sich mit Barsilinga<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 21. Mai 2016<\/strong><br \/>\nDie zwei Gruppen halbunabh\u00e4ngiger Waisen, Mutaras und Olares, waren heute Morgen wieder an den Stallungen. Olares Gruppe wurde von Melia angef\u00fchrt, da Olare selbst nun bei Yattas Gruppe ist und sich um Wiva k\u00fcmmert. Keiner wei\u00df so recht, ob dieser Wechsel nur vor\u00fcbergehend ist, oder ob sie dort bleiben wird. W\u00e4hrend die Ex-Waisen drau\u00dfen warteten, \u00e4rgerte Chemi Chemi Mutara, indem er immer wieder versuchte, sie zu besteigen. Es war als ob er Mutara daran erinnern wollte, dass sie gerade erst ausgewildert ist und ihm Respekt zollen sollte. Als die Tore f\u00fcr die Waisen ge\u00f6ffnet wurden, schaute Teleki bei einem Ringkampf zwischen Kibo und Tumaren zu. Kibo verlor und ging fort, um sein Gl\u00fcck an Naisula zu versuchen. Sp\u00e4ter legte Chemi Chemi sich hin, und Melia nutzte ihn als Kratzfelsen f\u00fcr ihren Bauch. Kandecha hatte ein Kr\u00e4ftemessen mit Kilaguni, das unentschieden ausging. Kilaguni ging dann zu Orwa, gegen den er gewann. Kithaka wollte sich bei Chemi Chemi zum Grasen niederlassen, doch dieser schubste ihn weg. Chemi Chemi forderte dann Orwa heraus, doch Kalama mischte sich ein und schob die beiden Jungs auseinander. Orwa war damit aber nicht einverstanden und attackierte aus Protest Kalama. Das Gerangel dauerte eine ganze Weile, bis schlie\u00dflich Chaimu eingriff, um die beiden zu trennen.<br \/>\nZur Schlammbadzeit waren die Temperaturen ertr\u00e4glich, sodass nur Bongo ins Wasser ging. Die anderen Waisen nahmen lediglich ein Staubbad. Auf dem Weg zur\u00fcck zu den Weidegr\u00fcnden verwickelte Garzi Bomani in einen Ringkampf. Den Rest des Tages blieb es ruhig, und die Waisen konzentrierten sich ganz aufs Grasen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201672440-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Melia kratzt sich an Chemi Chemi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 22. Mai 2016<\/strong><br \/>\nMakireti, Kasigau und Kilabasi kamen mitten in der Nacht an den Stallungen an. Die drei schliefen vor den Gehegen und erwachten, als sie am Morgen h\u00f6rten, wie die Tore f\u00fcr die Waisen ge\u00f6ffnet wurden. Makireti und Kilabasi gingen gleich hinein, um nach \u00dcberresten von Futter zu suchen. Kasigau stand am Eingang und t\u00e4tschelte Naroks R\u00fccken mit dem R\u00fcssel, als sie herauskam. Barsilinga kam auch heraus und stellte sich hinter Narok auf. Das gefiel ihr offenbar nicht, denn sie trat nach hinten aus und traf Barsilinga. Dieser wollte nicht noch einmal getreten werden und ging wortlos davon. Kurz darauf spielte Vuria mit Kilabasi, w\u00e4hrend Kasigau versuchte, Narok zu besteigen. Danach ging Kasigau zu Teleki und versuchte, ihm das Futter aus dem Mund zu stehlen. Teleki konnte das nicht durchgehen lassen; er schubste ihn weg und ging davon. Bomani spielte mit Lemoyian, und Kithaka mit Garzi. Sp\u00e4ter versuchte sich Bomani an Kasigau, doch dieser war zu stark f\u00fcr ihn.<br \/>\nGegen 10 Uhr bekamen die Waisen Gesellschaft von Melias und Mutaras Gruppen. Beim Schlammbad kamen noch f\u00fcnf wilde Bullen dazu. Laragai versuchte, mit Chemi Chemi zu rangeln, doch sie zog klar den k\u00fcrzeren. Garzi versuchte sein Gl\u00fcck an Naisula, verlor aber ebenfalls. Danach versuchte er es mit Kitirua. Am Nachmittag grasten die Waisen im Kanziku-Gebiet. Narok und Barsilinga unterbrachen das Grasen, um ein Staubbad zu nehmen, w\u00e4hrend Teleki sich mit Kithaka zusammenschloss.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201673430-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Teleki schubst Kasigau<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 23. Mai 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein ruhiger Morgen, und weder wilde Elefanten noch Ex-Waisen kamen zu Besuch. Die Waisen machten sich direkt in den Busch auf. Vuria und Bongo begr\u00fc\u00dften sich am Morgen wie \u00fcblich mit einem Ringkampf. Kithaka und Barsilinga rannten um die Wette &#8211; jeder wollte zuerst bei den Weidegr\u00fcnden ankommen. Vuria gewann unterdessen sein Spiel gegen Bongo und bestieg diesen. Sp\u00e4ter teilten sich die beiden Spielkameraden den gleichen Busch, w\u00e4hrend Bomani und Garzi sich ebenfalls mit einer kleinen Rangelei aufw\u00e4rmten. Lemoyian graste mit Laragai, w\u00e4hrend Shukuru und Barsilinga sch\u00f6ne Felsen entdeckten, an denen sie sich kratzen konnten.<br \/>\nIthumba, wie \u00fcberhaupt das gesamte Gebiet von Tsavo, ist noch immer sehr trocken. Auf der Suche nach Wasser kamen alle Ex-Waisen beim Schlammloch zusammen. Die verschiedenen Gruppen wurden von ein paar wilden Elefanten begleitet und kamen schon zeitig am Schlammloch an. Sie blieben, bis die Waisen zu ihrer mitt\u00e4glichen Milchf\u00fctterung kamen. Nur Narok und Bongo vertraten die Waisen beim Baden. Barsilinga, Kithaka und Lemoyian nahmen ein Staubbad, w\u00e4hrend sich die anderen unter die Ex-Waisen mischten. Narok rangelte eine Weile locker mit Chemi Chemi und Naserian. Kibo bestieg Naisula, w\u00e4hrend Ololoo mit Meibai spielte. Nach dem Staubbad hatte Kithaka einen kleinen Ringkampf mit Garzi, w\u00e4hrend Orwa mit Melia spielte. Wiva bekam kurz Gelegenheit, mit Teleki und Chemi Chemi zu spielen, ehe sie von ihren Kinderm\u00e4dchen wieder abgeholt wurde.<br \/>\nDie Gruppen teilten sich dann wieder auf, und alle Ex-Waisen gingen in den Busch zur\u00fcck. Die Waisen machten es sich am oberen Kalovoto gem\u00fctlich. Narok graste mit Bongo, Kithaka mit Garzi, und Barsilinga mit Laragai. Bomani staubbadete, bevor er weitergraste. Am Abend tauchte Olares Gruppe zusammen mit sechs wilden Bullen an den Stallungen auf, um Wasser zu saufen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201673957-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kithaka im Wettlauf mit Barsilinga<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 24. Mai 2016<\/strong><br \/>\nZwei wilde Bullen und die halbunabh\u00e4ngigen Waisen soffen Wasser aus der Tr\u00e4nke, als die Waisen herausgelassen wurden. Orwa forderte sofort Kalama heraus, w\u00e4hrend Barsilinga und Garzi die K\u00f6pfe zusammensteckten, um zu beraten, wohin sie heute gehen sollten. Vuria verwickelte Kitirua in eine Rangelei, weil er dachte, das w\u00e4re so leicht wie bei seinem Spielkameraden Bongo. Er hatte es aber schwer und musste sich schlie\u00dflich ergeben, um sich nicht vor all seinen Freunden, insbesondere Bongo, zu blamieren. Lemoyian hielt sich an Turkwel und beobachtete genau, welche Pflanzen sie besonders gern frisst.<br \/>\nUm 9 Uhr dachten wir uns schon, dass Yattas und Mulikas Herden davon geh\u00f6rt hatten, dass neue Babys auf dem Weg zu uns waren, denn sie hielten sich fast eine Stunde lang an den Stallungen auf. Als die Babys noch nicht ankamen, f\u00fchrte Yatta die Gruppe wieder davon. Kurze Zeit sp\u00e4ter tauchte aber der LKW mit Enkikwe, Olsekki und Siangiki auf. Kithaka, Lemoyian und Barsilinga waren die ersten, die die Neuank\u00f6mmlinge begr\u00fc\u00dften. Lemoyian stellte die Ohren auf und nahm Kithaka und Barsilinga zu ihnen mit. Olsekki f\u00fchlte sich unwohl, so im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der \u00e4lteren Waisen zu stehen und br\u00fcllte laut. Laragai umschlang ihren R\u00fcssel mit dem von Siangiki, w\u00e4hrend Vuria seinen R\u00fcssel auf Olsekki legte, weil er gleich auf ihn klettern wollte. Die Keeper riefen Vuria laut zu, damit er mit solchen Dummheiten aufh\u00f6rte, und daraufhin lie\u00df er Olsekki in Ruhe. Bald kamen Mutara, Narok, Suguta und Sities dazu, und sie alle standen um Olsekki herum. Nach einer Weile gingen die Waisen mit ihren neuen Freunden in den Busch, und diese erkundeten das erste Mal die Landschaft Tsavos. Olare, die sich Yattas Gruppe angeschlossen hatte, kam auch hinzu, um sich um die neuen Babys zu k\u00fcmmern. Es ist erstaunlich, dass Olare wusste, dass neue Babys nach Ithumba kommen w\u00fcrden und wie man am besten mit ihnen umgeht. Olare, unterst\u00fctzt von Laragai, graste neben den Neulingen und zeigte ihnen, was sie fressen sollten. Es war interessant zu sehen, wie schnell sich Olsekki, Siangiki und Enkikwe beruhigten. Sie mischten sich unter die Waisen und verhielten sich, als w\u00e4ren sie schon lange in Ithumba.<br \/>\nAm Abend nahmen sich Lemoyian und Vuria etwas Zeit zum staubbaden, und gegen 17 Uhr begleitete Olare die neuen Babys zu den Stallungen. Olare durfte nicht mit ihnen in die Gehege, und das \u00e4rgerte sie sehr. Sie protestierte vor den Stallungen, indem sie auf und ab lief, sich hinlegte und wieder aufstand, bis ihre Gruppe ankam, zusammen mit den Ex-Waisen und wilden Elefanten. Wendi und Nasalot gingen zum Tor hinauf, doch es war schon geschlossen, und so kamen sie nicht an die Neulinge heran. Die Herde brach dann kurz nach Einbruch der Dunkelheit wieder auf, in der Hoffnung, die Neulinge am n\u00e4chsten Tag treffen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201674426-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Olsekki in seiner neuen Umgebung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 25. Mai 2016<\/strong><br \/>\nBei strahlend blauem Himmel kamen heute Morgen Siangiki, Olsekki und Enkikwe das erste Mal in Ithumba aus ihrem Gehege. Laragai und Bomani zeigten den neuen Babys den Weg hinaus, und kurz darauf schlossen sich ihnen Yattas und Mulikas Gruppen an, die gekommen waren, um die Neulinge zu begr\u00fc\u00dfen. Sidai, Lualeni, Lenana, Nasalot und Sunyei lie\u00dfen Wiva links liegen, um etwas Zeit mit den drei neuen Waisen zu verbringen. Wiva ging auf Garzi los, doch Garzi warnte sie, nichts un\u00fcberlegtes zu tun, indem er mit dem R\u00fcssel auf sie zeigte. Wiva zog sich zur\u00fcck und legte sich zum Spielen hin. Dann kamen Olsekki, Siangiki und Enkikwe zusammen mit ihren Kinderm\u00e4dchen zu ihr und versuchten, sie zu \u00fcberzeugen, wieder aufzustehen. Laragai drohte Mwende, sie zu schubsen, w\u00e4hrend Ololoo mit Orwa rangelte. Teleki kam her\u00fcber, um ihnen zuzuschauen, woraufhin Ololoo das Spiel mit Orwa beendete und stattdessen auf Teleki stieg. Teleki konnte sich befreien und suchte Schutz bei Yatta.<br \/>\nKurz darauf trennten sich die Waisen von den Ex-Waisen und gingen nach Osten, wo sie auf Olares Gruppe trafen. Die Neuank\u00f6mmlinge schienen lieber Zeit mit den halbunabh\u00e4ngigen Waisen statt mit den abh\u00e4ngigen Waisen verbringen zu wollen. Zur Milchf\u00fctterung am Mittag versuchte Olsekki, eine dritte Milchflasche zu erhaschen, doch die Keeper konnten das verhindern und brachten ihn stattdessen zum Schlammbad. Obwohl es k\u00fchl war, genossen Olsekki, Siangiki und Enkikwe ihr erstes Bad in Ithumba, bei dem sie von Makireti beaufsichtigt wurden. Nach dem Schlammbad schlossen sie sich den \u00e4lteren Waisen beim Staubbad an. Hier rangelte Chemi Chemi mit Narok, w\u00e4hrend Orwa mit Kasigau spielte.<br \/>\nDen Nachmittag verbrachten die Waisen am oberen Kalovoto, wo Naisula ein wenig mit Siangiki rangelte. Danach graste Siangiki eine Weile mit Kainuk. Teleki bestieg Enkikwe, und Lemoyian zog an Olsekkis Schwanz, als er beim Grasen dicht an ihm vorbeilief.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/611201674828-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bomani zeigt Olsekki, wo es hinaus geht<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 26. Mai 2016<\/strong><br \/>\nMutaras Gruppe stand fr\u00fch am Morgen an den Stallungen bereit, noch bevor die Waisen herausgekommen waren. Sobald die Tore offen waren, brachte Narok, die das Gehege mit Olsekki, Siangiki und Enkikwe teilt, die drei hinaus. Die Waisen fr\u00fchst\u00fcckten kurz etwas Luzernenheu, ehe Shukuru den Weg zu den Weidegr\u00fcnden vorgab. Dort forderte Teleki Kainuk zum Kr\u00e4ftemessen heraus, w\u00e4hrend Olsekki und Enkikwe mit Bomani grasten. Garzi spielte mit Barsilinga, und Shukuru kam an einer rauhen Oberfl\u00e4che vorbei, an der sie sich das Hinterteil kratzte. Bongo rangelte kurz mit seinem Spielkameraden Vuria.<br \/>\nAls es Zeit f\u00fcr die Milchf\u00fctterung war, rutschte Olsekki aus und fiel auf seinen Hintern, als er zu seiner Milch rannte. Er hatte sich aber wieder aufgerappelt, bevor Enkikwe und Siangiki, die kurz hinter ihm kamen, ihn \u00fcberholen konnten. Nachdem sie ihre Milch getrunken hatten, gingen Olsekki, Siangiki und Enkikwe direkt zum Schlammloch, wo sie sich Laragai, Kilaguni, Narok, Bongo, Chaimu, Kilabasi, Kalama und Orwa beim W\u00e4lzen anschlossen. Nach dem Schlammbad fordete Orwa Kalama zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, w\u00e4hrend Chaimu mit Kasigau und Teleki mit Olare rangelte. Kurz bevor die Waisen wieder in den Busch aufbrachen, schlossen sich ihnen kurz Mulikas und Yattas Herden an. Enkikwe, Siangiki und Olsekki gingen zur Betonbank, an der sie ihre B\u00e4uche kratzten. Dabei standen Naserian, Sidai, Nasalot und Yatta um sie herum und schauten ihnen zu.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen im Kanziku-Gebiet, wo sich Olsekki und Siangiki mit Bomani zusammenschlossen. Bongo unterbrach das Fressen, um ein Staubbad zu nehmen, und forderte danach Vuria zu einem Ringkampf heraus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/61220167256-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bomani und Olsekki<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 27. Mai 2016<\/strong><br \/>\nAls sie am Morgen aus den Gehegen gekommen waren, begr\u00fc\u00dften sich Garzi und Lemoyian mit einem Ringkampf. Siangiki und Olsekki standen unter der einzigen Akazie auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen und streckten sich und ihre R\u00fcssel, um an die leckeren Bl\u00e4tter heranzukommen. Barsilinga ging zu ihnen und streckte ihnen zur Begr\u00fc\u00dfung den R\u00fcssel entgegen. Mutara und ihre Gruppe schlossen sich den Waisen noch an den Stallungen an. Kanjoro verwickelte Teleki in ein Kr\u00e4ftemessen, w\u00e4hrend Narok mit Lemoyian spielte.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch grasten Olsekki, Siangiki und Enkikwe die meiste Zeit dicht bei Narok, die aus derselben Gegend stammt wie unsere drei Neulinge. Zur Schlammbadzeit gingen die drei zielstrebig zum Wasserloch, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten. Teleki, Narok, Bongo, Shukuru und Bomani schlossen sich ihnen an, w\u00e4hrend Kithaka lieber ein Staubbad nahm. Bongo und Teleki kamen als letzte aus dem Matsch und veranstalteten danach ein paar Ringk\u00e4mpfe. Als die Waisen gerade das Wasserloch verlassen wollten, tauchten zehn wilde Bullen auf, um zu saufen. Olsekki kratzte sein Ohr an Siangiki, und Mutara kollerte laut, um der Herde mitzuteilen, dass es Zeit f\u00fcr den Aufbruch war. Garzi und Barsilinga hatten noch eine kurze Rauferei, ehe sie ihren Freunden folgten.<br \/>\nAm Nachmittag graste Olsekki bei Vuria, lie\u00df ihn aber stehen, als Vuria anfing, ihm das Futter aus dem Mund zu stehlen. Stattdessen graste er dann bei Narok, und auch Siangiki und Enkikwe schlossen sich ihnen bald an. Am Abend kamen Yattas und Mulikas Gruppen in Begleitung von sechs wilden Bullen und einer wilde Herde mit lauter K\u00fchen zum Saufen zu den Stallungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/612201671028-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lemoyian spielt mit Garzi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 28. Mai 2016<\/strong><br \/>\nYattas und Mulikas Gruppen tauchten am Morgen wieder auf, als die Waisen gerade aus den Gehegen kamen. Laragai traf Naserian, und die beiden sagten sich guten Morgen, woraufhin die anderen Waisen hinzukamen und ebenfalls von Naserian begr\u00fc\u00dft werden wollten. Laragai sah Wiva bei ihrer Mutter stehen, ohne dass ihre Kinderm\u00e4dchen zu sehen waren. Sie nutzte die Gelegenheit, um ein bisschen Babysitten zu \u00fcben. Garzi kam hinzu und stellte sich daneben, um Wiva und Laragai zu beobachten. Yetu, die eine von Wivas Kinderm\u00e4dchen ist, gefiel gar nicht, Laragai und Garzi zusammen mit Wiva zu sehen. Sie rannte hin\u00fcber und zog Wiva am Schwanz, um sie davon abzuhalten, sich mit Laragai anzufreunden. Laragai, die sich nicht besonders gut mit Yetu versteht, warnte sie davor, ihr die kleine Wiva wegzunehmen. Yetu kollerte die anderen Kinderm\u00e4dchen herbei, und kurz darauf kamen Loijuk und Mwende angelaufen, um zu sehen, was das Problem war. Nachdem sie festgestellt hatten, dass nichts dramatisches passiert war, standen sie nur daneben und sahen zu, wie Wiva mit den Waisen spielte. Orwa forderte Makena zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, bevor er mit Meibai spielte, der (?) sich auf dem Boden herumrollte. Suguta spiete mit Ololoo, und Orok mit Zurura.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden graste Narok mit Lemoyian, und Olsekki mit Enkikwe. Beim Schlammbad gingen Olsekki, Siangiki und Enkikwe wieder direkt ins Wasser, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten. Als sie sich genug abgek\u00fchlt hatten, gingen sie zur Tr\u00e4nke, um Wasser zu saufen. Bomani kratzte sich eine Weile an den Akazien, w\u00e4hrend Teleki sich in der Erde herumrollte und einstaubte. Laragai ging schnell zu ihm, um sich an ihm zu kratzen, w\u00e4hrend er noch auf dem Boden lag. Am Nachmittag kamen die Waisen unter einem Baum zusammen, um sich auszuruhen bis die Temperaturen soweit gefallen waren, dass sie weitergrasen konnten. Olsekki, Orwa und Narok staubbadeten eine Weile, bevor sie zu den anderen Waisen zur\u00fcckkehrten, die nicht weit entfernt grasten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/612201671354-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Laragai begr\u00fc\u00dft Naserian<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 29. Mai 2016<\/strong><br \/>\nMutaras Gruppe schloss sich am Morgen den Waisen an. Der Himmel war klar, und es schien ein hei\u00dfer Tag zu werden. Die zwei Herden fra\u00dfen Luzernenheu, und danach forderte Kanjoro Teleki zu einem morgendlichen Kr\u00e4ftemessen heraus, w\u00e4hrend Mutara mit Orwa spielte. Bomani w\u00e4rmte sich mit Garzi auf, ehe er mit Lemoyian spielen ging. Kainuk rangelte ein wenig zum Spa\u00df mit Enkikwe, und Vuria spielte wie \u00fcblich mit Bongo. Nach all diesen morgendlichen Aktivit\u00e4ten f\u00fchrte Shukuru die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden. Barsilinga, Kanjoro und Bomani grasten zusammen, w\u00e4hrend Enkikwe bei Orwa fra\u00df.<br \/>\nUm 11 Uhr gingen die Waisen zum Schlammbad, wo sie Besuch von den Ex-Waisen und zehn wilden Bullen bekamen. Einem der wilden Bullen, den wir &#8222;Limpy&#8220; genannt haben, wurde vor zwei Wochen eine Schlinge vom rechten Vorderbein entfernt, und er sah heute sehr gut aus. Olsekki, Siangiki und Enkikwe gingen nach der Milch wieder zum Schlammloch. Die drei Babys haben sich inzwischen gut an den Tagesablauf in Ithumba gew\u00f6hnt. Nach dem Schlammbad forderte Teleki Ololoo zu einer Rangelei heraus, da er seine Ringkampftechniken verbessern wollte. Olsekki, Enkikwe und Siangiki schlichen sich dann mit den Ex-Waisen davon. Die Keeper bekamen das aber noch rechtzeitig mit, ehe sie au\u00dfer Sichtweite waren und riefen nach ihnen. Zuerst waren sie z\u00f6gerlich zur\u00fcckzukommen, doch bald \u00e4nderten sie ihre Meinung und kamen, eskortiert von Sidai, Lenana und Chyulu, zu den Keepern zur\u00fcck.<br \/>\nSp\u00e4ter am Nachmittag bemerkten die Keeper, dass Laragai fehlte. Sie begannen zu suchen und stellten fest, dass sie sich um die kleine Wiva k\u00fcmmerte. Sie riefen ihren Namen, und daraufhin kam sie angerannt und lie\u00df Wiva bei ihren \u00fcblichen Kinderm\u00e4dchen zur\u00fcck. Am Abend war es noch immer recht warm, und die Waisen gingen erneut am Schlammloch vorbei, um sich noch einmal abzuk\u00fchlen. Den drei Neuank\u00f6mmlingen tat das gut; sie schienen jeden Moment des Schlammbads sehr zu genie\u00dfen, sind sie doch das Wetter in Nairobi gew\u00f6hnt, das ganz anders als hier in Ithumba ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/612201672115-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Garzi rangelt mit Bomani<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 30. Mai 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen wurden vor den Gehegen von Mutara und ihrer Gruppe begr\u00fc\u00dft, die vor Beginn der D\u00e4mmerung an den Stallungen angekommen waren. Siangiki begann ihr Tagewerk mit einem Staubbad, w\u00e4hrend Enkikwe einen leichten Ringkampf mit Kainuk hatte. Lemoyian attackierte Bomani, w\u00e4hrend Narok mit Bongo spielte. In den Weidegr\u00fcnden nahm sich Bongo dann Vuria vor, w\u00e4hrend Teleki Kanjoro herausforderte. Zur Schlammbadzeit schlossen sich f\u00fcnf wilde Bullen den Waisen an. Am Nachmittag grasten die Waisen die ganze Zeit und f\u00fcllten ihre B\u00e4ume mit Gr\u00fcnzeug. Bevor die Waisen am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten, unterbrach Barsilinga das Grasen, um ein Staubbad zu nehmen. Lemoyian schloss sich unterdessen mit Laragai zusammen, um den Tag beim Grasen ausklingen zu lassen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/612201673030-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kainuk spielt mit Enkikwe<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 31. Mai 2016<\/strong><br \/>\nTomboi und zwei wilde Elefanten waren an den Stallungen und soffen, als die Waisen aus ihren Gehegen kamen. Siangiki, Enkikwe und Olsekki liefen zur Tr\u00e4nke hinunter, trauten sich aber nicht so recht, sich Tomboi und dem wilden Bullen dort anzuschlie\u00dfen. Nach ein paar Minuten fasste sich Enkikwe ein Herz und stellte sich zu den beiden an der Tr\u00e4nke. Olsekki und Siangiki kehrten zu ihren Freunden zur\u00fcck, die Luzernenheu fra\u00dfen. Kurze Zeit sp\u00e4ter brachen die wilden Bullen auf, und Tomboi und Enkikwe kamen auch zur Luzernenheuf\u00fctterung. Nachdem er etwas Heu gefressen hatte, ging Tomboi zur Tr\u00e4nke zur\u00fcck, und dieses Mal folgten ihm Siangiki, Olsekki und Enkikwe. Narok lieferte sich einen Ringkampf mit Orwa, nach dem Orwa sie bestieg. Teleki forderte Vuria zum Kr\u00e4ftemessen heraus, w\u00e4hrend Bomani sich Lemoyian vornahm.<br \/>\nBeim Grasen verbrachte Siangiki die meiste Zeit mit Laragai. Vuria traf auf Bongo, und ihnen fiel auf, dass sie heute noch gar nicht ihre Kr\u00e4fte gemessen hatten. Also begannen sie umgehend mit einer Rangelei. Zur Schlammbadzeit rannten Enkikwe und Olsekki jeweils mit ihrer zweiten Flasche im Mund zum Wasserloch. Sie lie\u00dfen die Flaschen fallen, als sie leer waren und sprangen dann ins Wasser. Kurz nach der Milchf\u00fctterung bekamen die Waisen Gesellschaft von den halbunabh\u00e4ngigen Waisen aus Olares, Chaimus und Makiretis Gruppen. Chemi Chemi forderte Orwa heraus, und danach versuchte Orwa sein Gl\u00fcck an Kitirua; er verlor aber gegen beide. Nach den beiden Niederlagen kehrte er zu den anderen Waisen zur\u00fcck, die gerade ein Staubbad nahmen.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen im Kanziku-Gebiet, und Teleki schloss sich dazu mit Laragai zusammen. Gegen Abend legten Barsilinga und Bongo eine Pause ein, um ein kurzes Staubbad zu nehmen, bevor die Waisen schlie\u00dflich f\u00fcr die Nacht zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/612201673413-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tomboi mit Enkikwe und Siangiki<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-mai-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag, 1. Mai 2016 Es war eine gro\u00dfe Erleichtung, als \u00fcber Nacht endlich 22mm Regen fiel. Obwohl es h\u00e4tte mehr sein k\u00f6nnen, hat das wenigstens den Staub aus der Luft gewaschen und f\u00fcr ein wenig Abk\u00fchlung gesorgt. 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