{"id":7969,"date":"2016-07-21T18:00:58","date_gmt":"2016-07-21T17:00:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7969"},"modified":"2016-07-21T18:00:58","modified_gmt":"2016-07-21T17:00:58","slug":"nairobi-nursery-juni-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-juni-2016\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery Juni 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 1. Juni 2016<\/strong><br \/>\nDrau\u00dfen im Busch stritten sich Sokotei und Sirimon heute Morgen um ein paar leckere Wurzeln, die sie beide gern wollten. Sirimon hatte einigen Aufwand betrieben, um sie auszugraben, als Sokotei ankam und ihn wegschubsen wollte, damit er die Fr\u00fcchte all der Anstrengungen genie\u00dfen konnte. Sirimon lie\u00df sich aber nicht so leicht aus dem Weg schieben und verteidigte seine Leckereien. Er schubste Sokotei zur\u00fcck und drehte sich um, um sein Futter aufzuheben, ehe Sokotei es erwischen konnte. Sokotei wurde w\u00fctend und stie\u00df Sirimon heftig an, sodass dieser zu Boden fiel. Sirimon stand schnell wieder auf und attackierte Sokotei ebenso hart. Bald hatten sie einen richtigen Kampf, bei dem jeder zeigen wollte, das er st\u00e4rker ist als der andere. Der Kampf dauerte 15 Minuten, bis Sokotei, der die l\u00e4ngeren Sto\u00dfz\u00e4hne hat, Sirimon \u00fcbermannen konnte und demonstrierte, dass er tats\u00e4chlich kr\u00e4ftiger und damit der dominante Bulle der Gruppe ist. Weder Sirimon noch Boromoko sind im Moment kr\u00e4ftig genug, um eine echte Herausforderung f\u00fcr ihn zu sein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201651528-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sirimon hatte heute einen l\u00e4ngeren Kampf mit Sokotei<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 2. Juni 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute Morgen aus ihren Gehegen kamen, schloss sich Pea der Gruppe an. Das ist ungew\u00f6hnlich, da Pea normalerweise die Gesellschaft von Kiko und der Babygruppe bevorzugt. Als sie drau\u00dfen im Busch waren, grasten einige der Waisen, w\u00e4hrend andere, wie Naseku, Kauro, Rapa, Tusuja, Mbegu und Dupotto wild herumjagten und durch das Geb\u00fcsch rannten, um den neuen Tag zu begr\u00fc\u00dfen. Pea, die ihnen zuerst nur zugesehen hatte, machte dann auch mit; sie drehte sich mit aufgestellten Fl\u00fcgen wild um die eigene Achse und hatte viel Spa\u00df mit den Waisenelefanten. Als Naseku und Dupotto sahen, was Pea tat, fingen sie an, dem Strau\u00dfenm\u00e4dchen hinterherzujagen, sodass sie fl\u00fcchtete und sich soweit es ging von den ruppigen Babys entfernt aufhielt. Die beiden Elefantenm\u00e4dchen wollten ihr hinterherlaufen, konnten sie aber nicht einholen. Stattdessen gingen sie auf die B\u00fcsche los, um ihrer Entt\u00e4uschung dar\u00fcber, Pea nicht erwischt zu haben, freien Lauf zu lassen. Das wiederum erregte die Aufmerksamkeit von Kauro, der sich den beiden M\u00e4dchen dabei anschloss. Er hatte aber noch etwas anderes im Sinn und begann bald, Naseku hinterherzujagen. Er griff nach ihrem Schwanz, um sie festzuhalten, damit er mit ihr spielen konnte. Der Plan wurde aber schnell durchkreuzt, als Naseku laut aufschrie und Oltaiyoni ihr zu Hilfe eilte, die sie dann vor Kauros Dummheiten besch\u00fctzte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201652027-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Pea schlie\u00dft sich den \u00e4lteren Waisen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 3. Juni 2016<\/strong><br \/>\nImmer gegen 9 Uhr ist F\u00fctterungszeit f\u00fcr die Waisen. Murit und Sana Sana beschlossen aber heute, zum Schlammloch zu gehen. Obwohl Sana Sana noch sehr neu im Waisenhaus ist, \u00fcbernahm sie die F\u00fchrung. Murit ist immer noch ein eher kleiner und schw\u00e4cherer Elefant, doch er ist immer sehr freundlich und nett zu allen anderen Waisen. Diese beiden verbringen manchmal denn ganzen Tag zusammen. Als sie am Schlammloch ankamen, waren sie \u00fcberrascht, dass es dort gar keine Milch f\u00fcr sie gab. Sana Sana schrie protestierend auf, aber Murit brachte seine Freundin dann zur richtigen F\u00fctterstelle im Wald. Dort waren sie trotz des Umwegs kurz vor den anderen da und bekamen daher als erste ihre Milch.<br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde schlang die erste Waisengruppe sehr schnell ihre Milch herunter, und danach gingen Ngilai und Ndotto mit den Schulkindern spielen. Ngilai ging mit ausgestrecktem R\u00fcssel auf die Kinder zu, sodass diese vor Freude aufschrien. Er lief dann an der Absperrung entlang, sodass sie ihn anfassen konnten. Ndotto rannte zu Ngilai und versuchte, auf ihm herumzuklettern, und das alles direkt vor den Kindern, die sich riesig freuten, zwei so wunderbar spielende Elefantenwaisen erleben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201652546-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit ist ein sehr freundlicher Elefant<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 4. Juni 2016<\/strong><br \/>\nAls Lasayen heute aus seinem Stall kam, rannte er auf schnellstem Wege zu Ndottos Stall. Dort stellte er fest, dass sein bester Freund noch nicht herausgelassen worden war und klopfte mit dem R\u00fcssel an die T\u00fcr. Ndotto hob seinen R\u00fcssel \u00fcber die T\u00fcr, um herauszufinden, wer dort klopfte, und als er merkte, dass es sein Freund Lasayen war, streckte er sich, soweit er konnte, um ihn zu begr\u00fc\u00dfen. Die beiden umschlangen ihre R\u00fcssel und veranstalteten eine Art Tauziehen. Da die T\u00fcr noch immer geschlossen war, versuchte Ndotto, hin\u00fcber zu klettern, um zu Lasayen zu kommen, w\u00e4hrend Lasayen weiter klopfte. Als die Keeper endlich die T\u00fcr \u00f6ffneten, rannte er hinaus, und die beiden Jungs begannen sofort eine Rangelei, die sie besch\u00e4ftigte, bis sie im Busch waren. Dort beendete Rapa den Spa\u00df, indem er sie auseinander schob.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201652854-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen geht hinaus in den Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 5. Juni 2016<\/strong><br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde hatten die Waisen heute ihre Milch schnell geleert und fra\u00dfen danach das Gr\u00fcn, das f\u00fcr sie bereitlag. Lasayen zog die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich, als er sich auf eine Wassertonne in der N\u00e4he der Absperrung setzte und sich daran kratzte. Alle versuchten, ein Foto davon zu machen. Eine der Besucherinnen konzentrierte sich so auf das Fotografieren, dass ihr die Handtasche von der Schulter rutschte. Lasayen griff sofort mit seinem R\u00fcssel danach und versuchte, sie ihr aus der Hand zu ziehen, wor\u00fcber alle herzlich lachten.<br \/>\nGodoma und Ngilai genossen in der N\u00e4he von Lasayen ein Kr\u00e4ftemessen, bei dem Ngilai versuchte, auf Godoma herumzuklettern. Godoma gefiel das gar nicht, und er schubste Ngilai, sodass dieser auf Lasayen fiel und nun beide zusammen mit der Tr\u00e4nke herumrollten. Lasayen und Ngilai schrien beide auf, sodass Mbegu und Dupotto angerannt kamen, um nachzusehen, was los war. Sie halfen den beiden Kleinen wieder auf die Beine. Ngilai hatte am meisten Schwierigkeiten, weil er immer wieder auf der nassen Erde ausrutschte und sich kaum auf den Beinen halten konnte. Schlie\u00dflich hatten es die zwei \u00e4lteren M\u00e4dchen geschafft, ihn wieder aufzustellen, und er ging davon.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201653334-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen ist ein verspielter Junge<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 6. Juni 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein geruhsamer Start in den Morgen, als die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. Um 8:30 Uhr sahen wir einen L\u00f6wen recht dicht an den Waisen vorbeilaufen, die gerade Gr\u00fcn fra\u00dfen. Gl\u00fccklicherweise beachtete er sie nicht, und die Elefanten bemerkten ihn nicht einmal, obwohl er nicht weit von ihnen weg war.<br \/>\nSp\u00e4ter um 10 Uhr wurde Pea von einer L\u00f6win aufgeschreckt, als sie gerade etwas Zeit mit den Babys verbrachte. Die Raubkatze jagte ein paar Warzenschweine, die mitten durch die Waisengruppe und an den Keepern vorbei rannten. Die L\u00f6win versuchte, die fliehenden Warzenschweine einzuholen und machte einen gro\u00dfen Satz, um eines von ihnen zu erwischen. Es schlug im richtigen Moment einen Haken, und die L\u00f6win landete direkt neben Pea, die erschrak und sich sofort zu den Keepern fl\u00fcchtete. Diese schrien laut und wedelten mit den Armen und konnten auf die Weise die L\u00f6win verscheuchen und Pea und die Warzenschweine retten.<br \/>\nAls die Waisen mittags von der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde aufbrachen, kamen Sokotei, Oltaiyoni, Boromoko und Sirimon an einem weiteren L\u00f6wen vorbei, der sich im Busch versteckt hatte. Die Gruppe jagte auf ihn zu, und sie alle trompeteten laut und konnten den L\u00f6wen so vertreiben. Dann kehrten sie zum Rest der Herde zur\u00fcck, doch es dauerte eine Weile, bis sie sich wieder beruhigt hatten. Sie rannten noch 20 Minuten lang trompetend durchs Geb\u00fcsch, um sicherzugehen, dass sich die Katze fernhielt und die j\u00fcngeren Waisen Murit, Ndotto, Lasayen, Godoma, Rapa, Sana Sana, Ngilai und Mbegu in Sicherheit waren. Die \u00e4lteren Waisen blieben dann den Rest des Nachmittags dicht bei den kleineren, weil sie wussten, dass sie alle sicherer waren, wenn sie zusammenblieben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201653821-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Pea wurde heute von den L\u00f6wen erschreckt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 7. Juni 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute Morgen zum Grasen im Busch waren, inspizierte Leitkuh Oltayoni wie jeden Tag ihre Herde. Sie begann bei den j\u00fcngsten Waisen und h\u00f6rte beim \u00e4ltesten, Balguda, auf. Als sie bei Balguda angekommen war, nahm sie sich etwas mehr Zeit und graste eine Weile mit ihm zusammen. Die zwei Waisen fra\u00dfen ein wenig Seite an Seite, ehe sie ein vorsichtiges Kr\u00e4ftemessen hatten.<br \/>\nKauro spielt oft mit Ndotto und Lasayen, die gute Freunde sind. Heute lotste er die beiden j\u00fcngeren Waisen vom Rest der Gruppe weg, sodass sie zusammen ihren Spa\u00df beim Spielen haben konnten. Danach grasten sie zusammen bis zur 9-Uhr-F\u00fctterung.<br \/>\nSeit Olsekki und Enkikwe umgezogen sind, \u00e4rgert Sokotei Kauro nicht mehr so viel, was sehr positiv ist. Leider scheint die Freundschaft zwischen Kauro und Boromoko nachzulassen; die beiden, die fr\u00fcher h\u00e4ufig Spielkameraden waren, verbringen jetzt nicht mehr soviel Zeit miteinander.<br \/>\nHeute hatte Ndotto ein umk\u00e4mpftes Kr\u00e4ftemessen mit Tusuja, der viel gr\u00f6\u00dfer und st\u00e4rker ist als er. Dementsprechend konnte er seinen Gegner nicht bezwingen. Als der Kampf sehr verbissen wurde, schritten die Keeper ein und beendeten ihn. Sie trennten die beiden, damit sie sich wieder beruhigen und etwas entspannen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201654427-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oltaiyoni mit Boromoko<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 8. Juni 2016<\/strong><br \/>\nIm Laufe der Jahre haben wir immer wieder beobachtet, wie die Waisen manche Verhaltensweisen von ihren \u00e4lteren Artgenossen lernen. Ndotto ist ein gutes Beispiel daf\u00fcr; schon als er noch ganz klein war, liebte er es, mit den Keepern zu rangeln und sie anzusto\u00dfen. Wir glauben, dass das daher kommt, dass er schon damals viel Zeit mit den eher wilden \u00e4lteren Waisen Enkikwe, Sirimon und Boromoko verbracht und mit ihnen gerangelt hat. Ndotto ist auch ein Spielkamerad und guter Freund von Kauro.<br \/>\nSeit Tusuja zur \u00e4lteren Gruppe bef\u00f6rdert wurde, spielt Ndotto viel mit Rapa, der Tusujas Spielkamerad war. Rapa hat den Ruf, der frechste Elefant im Waisenhaus zu sein, und kann recht unangenehm werden, daher ist uns nicht so ganz klar, was Ndotto sich dabei gedacht hat. Es hat aber den Anschein, dass Rapa auch einmal von Ndotto, der ein z\u00e4her kleiner Geselle ist, in seine Schranken verwiesen werden kann. Heute Morgen konnte Ndotto Rapa \u00fcberwinden und gegen ihn gewinnen. Obwohl die Keeper versuchten, die beiden zu trennen, rannte Ndotto immer weiter Rapa hinterher. Er schien sich f\u00fcr die vielen Male r\u00e4chen zu wollen, die Rapa die anderen, Ndotto, Lasayen, Godoma, Naseku und Galla, ge\u00e4rgert hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201654949-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto liebt Rangeleien<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 9. Juni 2016<\/strong><br \/>\nSana Sana ist einer der neueren Waisenelefanten im Waisenhaus. Sie hat sich noch nicht so recht an das Leben hier gew\u00f6hnt und bereitet den Keepern drau\u00dfen im Busch immer wieder Probleme. Sie hat sich bisher weder n\u00e4her mit irgendeinem der anderen Waisen angefreundet, noch vertraut sie den Keepern vollst\u00e4ndig. Sie schleicht sich daher \u00f6fter von der Gruppe weg und versetzt die Keeper in Panik, wenn sie sie nicht mehr finden k\u00f6nnen und eine Suche starten m\u00fcssen. Gestern Nachmittag wanderte sie davon, und nach einer Weile fanden wir sie staubbadend. Sie zeigte auch kein Interesse an den Keepern, nachdem diese sie gefunden hatten; es schien sie nicht zu st\u00f6ren, allein zu sein.<br \/>\nAls die kleineren Waisen heute nach dem Schlammbad in den Wald zur\u00fcckgingen, setzte sich Sana Sana wieder von den Waisen ab und verschwand. Die Keeper begannen sofort, nach ihr zu suchen, doch erst sp\u00e4t am Nachmittag konnten sie sie finden. Sie schlief im Wald, recht weit entfernt von dort, wo die Waisen normalerweise grasen. Sie war v\u00f6llig entspannt und wusste nichts von der Aufregung und den Sorgen, die sie ihren Keepern beschert hatte. Zuerst versuchte sie wegzulaufen, doch die Keeper konnten sie mit einer Milchflasche zu den Stallungen zur\u00fcck locken.<br \/>\nBalguda verbrachte heute die meiste Zeit in Begleitung von Kamok und Kauro und wollte sie sogar um 11 Uhr zum Schlammbad begleiten. Die Keeper versuchten, ihn davon abzuhalten, da es ihm zurzeit nicht besonders gut geht, und brachten ihn stattdessen zur Babygruppe. Er wich ihnen aber aus und ging trotzdem zum Schlammbad. Dort angekommen wollte er den kleinen Wasserlauf nicht \u00fcberqueren und graste stattdessen in der Umgebung. Am Ende der Besuchsstunde folgte er dem Rest der Waisen zur\u00fcck in den Wald.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201655454-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sana Sana macht sich gern davon und grast allein<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 10. Juni 2016<\/strong><br \/>\nDie L\u00f6wen aus dem Park lassen sich immer wieder blicken, sodass Kiko in den letzten Tagen nicht in den Wald hinausging, aus Angst, dass die L\u00f6wen ihn angreifen w\u00fcrden. Heute aber konnte er die Babys und Pea in den Wald begleiten.<br \/>\nLuggard, der es liebt, drau\u00dfen zu grasen, war der letzte Elefant in der Gruppe und ging direkt vor Kiko. Kaum hatte er den ersten Busch erreicht, hielt er an, um davon zu fressen. Sein Giraffen-Freund schloss sich ihm an, war aber sehr unruhig und sah sich immer wieder um. Schlie\u00dflich rannte Kiko doch zu den Stallungen zur\u00fcck, wo er sich sicherer f\u00fchlte und auch wieder viel ruhiger war.<br \/>\nAuf dem Weg zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde gingen Ndotto, Lasayen und Sana Sana heute zusammen. Dabei lief Ndotto vorneweg, hielt dann aber an, damit Lasayen ihn einholen konnte. Dann drehte er sich um und verpasste Lasayen einen freundlichen Schubser. Als sie das Schlammbad erreicht hatten, lie\u00df er Lasayen \u00fcberholen, doch Sana Sana lie\u00df er nicht vorbei. Immer wenn sie versuchte vorbeizulaufen, schubste er sie, sodass sie frustriert aufschrie und die Keeper ihr zu Hilfe kamen. Mit ihrer Unterst\u00fctzung konnte sie schlie\u00dflich an ihm vorbeigehen und kam so zu ihren Milchflaschen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201673318-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko musste heute in seinen Stall zur\u00fcck<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 11. Juni 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein verr\u00fcckter Tag, da \u00fcberall die L\u00f6wen auftauchten. Das erste Mal trafen die Waisen am Vormittag auf sie, als sie zu ihrer 11-Uhr-Milchf\u00fctterung gingen. Godoma ging vor Murit, Sana Sana und Naseku, als die Gruppe an einem gro\u00dfen Rudel von L\u00f6wen vorbeikam, die auf den Felsen in der N\u00e4he des Schlammbads in der Sonne lagen. Als sie die Waisen n\u00e4herkommen sahen, standen sie auf und rannten in die B\u00fcsche.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war Naseku sehr lustig. Sie staubbadete und rollte sich in der lockeren Erde herum, was die Aufmerksamkeit von Lasayen, Godoma und Ndotto auf sich zog. Die drei schlossen sich ihr an und begannen dann ein paar Ringk\u00e4mpfe miteinander. Naseku verlie\u00df als letzte das Gel\u00e4nde um das Schlammbad herum und staubbadete bis zum Ende der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde.<br \/>\nIm Park waren noch mehr L\u00f6wen zu sehen, die sich entspannten und spielten. Balguda und die Babys waren nur 20 Meter von ihnen entfernt, als sie darauf warteten, dass die restlichen Waisen von der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde zur\u00fcckkamen. Pea schien sie gar nicht zu bemerken. Obwohl die L\u00f6wen offenbar nicht an ihr interessiert waren, gingen die Keeper kein Risiko ein, sondern brachten sie zu den Stallungen zur\u00fcck.<br \/>\nGegen 16:30 Uhr trafen dann Kauro, Sirimon und Oltaiyoni auf f\u00fcnf L\u00f6wen, die sich ihm hohen Gras ausruhten. Die drei Waisen kollerten laut Alarm. Das h\u00f6rten die Keeper, und als sie die L\u00f6wen sahen, brachten sie die Gruppe schnell von dort weg und zu den sicheren Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201674627-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit f\u00fchrt die anderen hinaus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 12. Juni 2016<\/strong><br \/>\nWenn die Waisen morgens aus ihren Gehegen kommen und in den Wald gehen, fressen sie normalerweise zuerst von den B\u00fcschen neben Maxwells Gehege. Heute Morgen waren sie alle am Ende von Maxwells Gehege versammelt und grasten und spielten dort. Drei L\u00f6wen liefen mit einem frischen St\u00fcck Fleisch an den Waisen und den Stallungen vorbei. Sie st\u00f6rten die Waisen nicht, und die Elefanten schienen sich von ihnen auch nicht st\u00f6ren zu lassen.<br \/>\nLasayen und Godoma sind zwei Babys, die man nicht lange alleine lassen kann. Godoma ger\u00e4t immer mit Lasayen aneinander, und Lasayen nimmt das sehr ernst und wehrt sich nach Kr\u00e4ften. W\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde attackierte sie Lasayen, als er versuchte, vom gleichen Zweig zu fressen wie sie. Naseku kam dazwischen und fungierte als Schlichterin. Sie konnte die beiden Streith\u00e4hne trennen und brachte Godoma zum Staubbad. Sie genossen dann das Einstauben, bis die Besuchszeit vorbei war.<br \/>\nBei der privaten Besuchsstunde um 15 Uhr war es so hei\u00df, dass alle 19 Waisen an einem ausgiebigen Schlammbad teilnahmen. Nur Ndotto ging erst gegen Ende der Besuchszeit kurz in den Matsch. Pea konnte eine Weile mit den Waisen zum Grasen hinausgehen, nachdem wir sichergestellt hatten, dass die L\u00f6wen nicht mehr in der Gegend waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7520167557-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maxwell in seinem Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 13. Juni 2016<\/strong><br \/>\nKiko und Pea gingen am fr\u00fchen Morgen zusammen mit den Babys in den Wald. Zuerst schien Kiko nicht so recht zu wollen, doch dann \u00e4nderte er seine Meinung und folgte der Gruppe. Es gab einige Aufregung, als die Waisen Bekanntschaft mit einer gro\u00dfen Schildkr\u00f6te machten. Die ganze Herde versammelte sich gerade f\u00fcr die 9-Uhr-F\u00fctterung. Als sich die Schildkr\u00f6te Strau\u00dfendame Pea n\u00e4herte, rannte sie mit aufgestellten Fl\u00fcgeln auf sie zu, bereit zum Angriff. Die Schildkr\u00f6te beachtete sie nat\u00fcrlich gar nicht, noch nicht einmal, als Pea versuchte, auf ihren R\u00fccken zu springen! Als Pea ein St\u00fcck zur Seite ging, kam auch Kiko n\u00e4her, weil er neugierig war. Er stellte sich breitbeinig auf, damit er mit dem Kopf herunterreichen und an der Schildkr\u00f6te schnuppern konnte. Er versuchte dann auch, nach ihr auszutreten, traf sie aber nicht; also ging auch er einfach davon. Die Schildkr\u00f6te ging weiter und traf schlie\u00dflich auf Boromoko und Naseku. Sie untersuchten das komische Ding, das aussah wie ein sich bewegender Stein, und stellten die Ohren auf, um ihm zu drohen. Als sie bemerkten, dass es kein Stein war, machten sie auf dem Absatz kehrt und rannten um Hilfe schreiend davon. Die Keeper mussten eingreifen und alle wieder beruhigen, dann ihr Geschrei hatte auch alle anderen Waisen aufgeschreckt.<br \/>\nBalguda ist noch immer sehr matt und nicht so aktiv wie fr\u00fcher.<br \/>\nKurz vor 15 Uhr stolperte Kauro erneut mitten in ein schlafendes L\u00f6wenrudel; in letzter Zeit scheint er L\u00f6wen f\u00f6rmlich anzulocken! Die Keeper h\u00f6rten ihn w\u00fctend kollern und tr\u00f6ten, und dass er in so hohen T\u00f6nen trompetete, lie\u00df sie vermuten, dass es etwas ernster war und er nicht nur spielte. Sie rannten sofort zu ihm und fanden die L\u00f6wen auf dem Boden vor und Kauro mit aufgestellten Ohren, bereit, in sie hineinzulaufen. Kaum hatten die L\u00f6wen die Keeper gesehen, standen sie auf und rannten ins Unterholz davon. Die anderen Waisen hatten sich verteilt: einige kamen Kauro zu Hilfe, w\u00e4hrend andere die Babygruppe besch\u00fctzten. Murit und Galla kamen durcheinander und verliefen sich im dichten Geb\u00fcsch. Es dauerte ein paar Minuten, bis die Keeper sie gefunden hatten, und dann waren die beiden sehr erleichtert und froh, die Keeper zu sehen. Wegen der L\u00f6wen in der N\u00e4he wurden Kiko und Pea zu den Stallungen zur\u00fcckgebracht. Die Elefanten gingen zum Schlammbad und zur privaten Besuchsstunde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7520168541-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Pea fr\u00fch am Morgen drau\u00dfen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 14. Juni 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein sonniger und warmer Morgen, als die Waisen das Gel\u00e4nde verlie\u00dfen und in den Wald gingen. Auf ihrem Weg hinaus machten Kamok und Roi an Maxwells Gehege Halt, um ihm einen Besuch abzustatten. Kamok war zuerst da und begann, von Maxwells Luzernenheu zu fressen, und Roi schloss sich ihr bald an. Roi streckte dann ihren R\u00fcssel nach Maxwell aus und griff nach seinem Ohr, woraufhin Maxwell erschrak und herumzurennen begann. Er rannte zum oberen Ende seines Geheges, und Kamok und Roi folgten ihm laut trompetend. Das versetzte Maxwell noch mehr in Aufregung, und er begann, gegen die Tore zu sto\u00dfen, um zu den beiden frechen M\u00e4dchen zu kommen. Das Spiel dauerte eine Weile, bis Kamok und Roi fanden, dass es Zeit sei, sich wieder ihren Artgenossen anzuschlie\u00dfen.<br \/>\nDa es ein sch\u00f6ner, warmer Tag war, genossen die Waisen bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde ein ausgiebiges Schlammbad. Dupotto, Ngilai und Mbegu brachten die mittlere Gruppe zum Schlammloch, w\u00e4hrend Sokotei und Boromoko die Gruppe der \u00c4lteren anf\u00fchrten. Boromoko blieb die ganze Zeit im Wasser und kam erst nach l\u00e4ngerem \u00dcberreden heraus, nachdem die Besucher schon weg waren.<br \/>\nSirimon hat sich Boromokos Verhalten abends abgeschaut. Wenn es Zeit f\u00fcr den Heimweg ist, will keiner der beiden Waisen vor den Keepern laufen. Heute gingen sie auf dem Heimweg vor den Keepern, doch als sie das Gel\u00e4nde der Stallungen erreichten, warteten sie auf die Keeper und die anderen Waisen, ehe sie in ihre Gehege gingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7520168116-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok kann sehr lustig sein<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 15. Juni 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein wunderbarer Morgen f\u00fcr die Waisen, als sie gutgelaunt aus ihren Gehegen kamen und in den Park gingen. Ngilai, Ndotto und Lasayen spielten dabei Verstecken, Oltaiyoni und Sokotei schubsten und bestiegen sich gegenseitig, w\u00e4hrend Roi, Boromoko und Kauro ihre Kr\u00e4fte ma\u00dfen.<br \/>\nOltaiyoni h\u00e4ngt sehr an Ambo, der nun ihr Lieblingsbaby geworden ist, w\u00e4hrend Jotto Mbegus Liebling ist. Wenn die \u00e4lteren Waisen bei den Babys sind, ist Mbegu immer bei Jotto zu finden, w\u00e4hrend Oltaiyoni immer Ambo bemuttert; sie k\u00fcmmern sich um sie, als ob sie ihre eigenen Babys w\u00e4ren. Sie sind sofort zur Stelle, wenn einer der beiden schreit, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist. Heute schrie Ambo ohne besonderen Grund auf, sodass Oltaiyoni sofort angerannt kam, ihn zu sich heran zog und ihn tr\u00f6stete. Als er sich beruhigt hatte, begann er, an ihren Ohren zu nuckeln und sie rundherum zu ber\u00fcsseln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201684026-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ambo wartet auf seinen Keeper<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 16. Juni 2016<\/strong><br \/>\nHeute war ein aufregender Tag f\u00fcr Kiko. Gestern und heute am fr\u00fchen Morgen waren weit und breit keine L\u00f6wen zu sehen, sodass er schon zeitig am Vormittag mit den Babys im Wald gehen konnte. Als er das Ende von Maxwells Gehege erreicht hatte, schnupperte er mit hoch erhobenem Kopf, um herauszufinden, ob er gefahrlos weitergehen konnte. Er entschied, dass die Luft rein war und flitzte los in den Wald. Dort rannte er auf und ab, w\u00e4hrend die Babys fr\u00fchst\u00fcckten. Die Waisen waren alle zusammen, die kleinen wie die \u00e4lteren, und Kiko rannte mit hohen und weiten Spr\u00fcngen zwischen ihnen herum. Oltaiyoni, Roi und Mbegu machten sich Sorgen um die kleinen Babys. Sie kamen aus der Herde heraus und trennten die Babys von den restlichen Waisen. Dann blieben sie bei den Babys, um sie vor den Tritten des aufgeregten Kiko zu sch\u00fctzen. Er h\u00f6rte nicht auf, wild herumzuspringen, bis Roi und Oltaiyoni beschlossen, dem Unsinn ein Ende zu setzen. Sie lie\u00dfen Mbegu bei den Babys zur\u00fcck und liefen ihm nach. Als Kiko die gro\u00dfen M\u00e4dchen mit aufgestellten Ohren auf sich zukommen sah, rannte er mit noch gr\u00f6\u00dferen Schritten und noch schneller davon. Da er wegen der L\u00f6wen eine ganze Weile in seinem Stall hatte bleiben m\u00fcssen, war er nun offensichtlich froh, wieder frei zu sein. Die beiden M\u00e4dchen mussten ihre Jagd schlie\u00dflich beenden und grasten stattdessen weiter. Kiko beruhigte sich dann auch wieder, als die Waisen zu ihrer Milchf\u00fctterung gingen.<br \/>\nDer kleine Frechdachs Rapa war in den letzten Tagen sehr ruhig gewesen und hatte niemanden ge\u00e4rgert. Heute bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde zeigte sich aber, dass das wohl nur eine kleine Pause war und er sich noch nicht wirklich ge\u00e4ndert hat. Godoma spielte gerade mit Lasayen, als Rapa hinzukam und Lasayen umschubste. Godoma sah die Gefahr und machte sich davon, da sie wusste, dass sie die n\u00e4chste sein w\u00fcrde. Die Keeper kamen Lasayen zu Hilfe; sie trennten Rapa von den anderen Waisen und verbannten ihn wegen seines schlechten Verhaltens f\u00fcr eine Weile.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201685526-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko mit seinem Keeper<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 17. Juni 2016<\/strong><br \/>\nLetzte Nacht regnete es sehr viel; es hatte schon gegen 20 Uhr angefangen. Lasayen und Naseku hatten daher eine etwas unruhige Nacht. Balguda genoss am Morgen die Gesellschaft von Mbegu, Kauro und Murit. W\u00e4hrend die meisten Waisen immer weiter in den tropfnassen Wald hinein liefen, blieben diese drei zur\u00fcck, leisteten Balguda Gesellschaft und spielten auch ein wenig mit ihm.<br \/>\nDa es Freitag war, gab es nach der 9-Uhr-F\u00fctterung wieder die Kokusnuss\u00f6l-Einreibung f\u00fcr alle Waisen, und nicht jeder mag das! Naseku, Galla und Sana Sana flohen vor den Keepern und rannten in alle Richtungen davon, bevor sie sich schlie\u00dflich mit \u00c3\u2013l einreiben lie\u00dfen. Kurz darauf wurde es etwas w\u00e4rmer, sodass Godoma Sana Sana, Murit und Ngilai zu einem kleinen Schlammbad im Wald f\u00fchrte. Dort hatten die vier ein ausf\u00fchrliches Bad, das bis zur Milchf\u00fctterung und der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde andauerte. W\u00e4hrend der Besuchsstunde war dann aber nicht so viel los, weil wieder Wolken aufzogen. Die Waisen fra\u00dfen lieber das Gr\u00fcnfutter, anstatt ein Bad zu nehmen.<br \/>\nPea, die den Vormittag bei den \u00e4lteren Waisen verbracht hatte, wollte sie auch zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde begleiten, obwohl sie dort nicht sehr gut ankam. Es ist ja bekannt, dass die Leitkuh der Herde die Entscheidungen trifft und niemand sich ohne ihre Einwilligung bei der Herde aufhalten darf. Auf dem Weg zur Besuchsstunde f\u00fchrte Oltaiyoni die letzte Gruppe zum Schlammbad. Als sie aus dem Geb\u00fcsch kam, hielt sie an und sah zu, wie die Waisen an ihr vorbei liefen. Pea war die letzte in der Reihe, und ihr versperrte Oltaiyoni den Weg und schickte sie in den Wald zur\u00fcck. Pea trickste sie aber aus und nahm einfach einen anderen Weg. Oltaiyoni rannte zur\u00fcck, um ihr erneut den Weg abzuschneiden, und daraufhin tat Pea so, als w\u00fcrde sie zwischen den Felsen Futter picken. Oltaiyoni war \u00fcberzeugt, ihr Ziel erreicht zu haben, doch als Pea sah, wie sie mit ihrer Milchflasche besch\u00e4ftigt war, kam sie zu den anderen Waisen heruntergerannt, die das bereitgelegte Gr\u00fcn fra\u00dfen. Nun konnte sie niemand mehr wegschicken, da die Keeper Oltaiyoni vers\u00f6hnlicher stimmten, also durfte sie bleiben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201685955-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda grast im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 18. Juni 2016<\/strong><br \/>\nEs war eine lange und regnerische Nacht f\u00fcr die Babys. Die Babys bleiben morgens immer bis 6 Uhr oder 6:30 Uhr in ihren Gehegen, je nach Wetter. Obwohl heute um 6:30 Uhr alle Gehegetore offen standen, wollte niemand von ihnen herauskommen, weil sie nicht nass werden wollten! Oltaiyoni wollte sogar lieber auf ihre Milch verzichten, als durch den Regen zu laufen. W\u00e4hrend die Elefanten alles daran setzten, den Regen zu meiden, war das bei Maxwell ganz anders! Er hatte jede Menge Spa\u00df in seinem Gehege, das sch\u00f6n nass und matschig wurde, sodass er sich ein herrliches Schlammbad g\u00f6nnen konnte. Er bekam noch mehr Abwechslung, als ein Warzenschwein hinein gelangte und er versuchte, es zu verjagen, indem er so tat, als wollte er es auf die H\u00f6rner nehmen. Die Warzenschweindame bekam es mit der Angst zu tun und wollte fliehen, doch dabei blieb sie zwischen den Pfosten des Gehegezauns stecken. Maxwell rannte auf sie zu, als wollte er sie hindurch schieben, doch dann machte er noch rechtzeitig kehrt und sprang stattdessen im Kreis herum.<br \/>\nDie Waisen kamen gegen 7 Uhr endlich aus ihren Gehegen. Ndotto, unser begeisterter Kletterer, begann, nachdem er im Wald angekommen war, sofort, auf Baumst\u00e4mmen herumzukrabbeln. Ambo wird langsam sehr fordernd. Er schreit immerzu, egal was er m\u00f6chte: Milch, Aufmerksamkeit oder was auch immer! Heute hing er Roi an den Fersen und bettelte darum, an ihren Ohren nuckeln zu d\u00fcrfen, wie er es bei Oltaiyoni darf. Sie wollte das aber nicht zulassen, sodass er in einer Tour weiter meckerte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7520169417-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oltaiyoni mag keinen Regen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 19. Juni 2016<\/strong><br \/>\nHeute war ein heller Tag, als die Waisen in den Wald hinaus gingen. Ein besonders fr\u00f6hlicher und verspielter Junge war Jotto in der Babygruppe. Er spielte gl\u00fccklich und zufrieden, doch eines der anderen Babys der Gruppe dachte, er wollte mit ihr rangeln. Sie stie\u00df ihn heftig mit dem Kopf an, und der kleine Jotto fiel auf den Boden. Er schrie auf, und das brachte sofort Mbegu auf den Plan, die nicht weit entfernt graste. Mbegu kam angerannt, um zu sehen, was los war, doch inzwischen hatten ihm die Keeper schon wieder auf die Beine geholfen. Uns ist nicht klar, woher Mbegu wusste, wer von den Babys es auf Jotto abgesehen hatte, doch sie ging direkt auf sie zu und wollte sie bestrafen. Die Keeper riefen ihren Namen, um sie zur\u00fcckzuhalten, doch sie gab erst klein bei, als sie hin\u00fcber rannten und sich ihr in den Weg stellten. Schlie\u00dflich entschied Mbegu, den kleinen Frechdachs zu den gr\u00f6\u00dferen Waisen mitzunehmen. Als langsam die Besuchsstunde n\u00e4her r\u00fcckte, brachten Mbegu, Ndotto und Kamok die Kleine wieder zur Babygruppe zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201691223-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Babygruppe mit einem Keeper<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 20. Juni 2016<\/strong><br \/>\nLetzte Nacht gegen 23:30 Uhr ging es Balguda gar nicht gut. Er hatte sich zum schlafen hingelegt, doch sp\u00e4ter konnte er nicht wieder aufstehen und wie \u00fcblich in seinem Gehege herumlaufen. Es war auch sehr schwierig f\u00fcr seine menschliche Familie &#8211; alle versuchten verzweifelt, ihn aufzurichten, doch seine Hinterbeine schienen zu schwach zu sein, um sein Gewicht tragen zu k\u00f6nnen. Wir legten ihn an eine Infusion und blieben den Rest der Nacht bei ihm, um ihn zu tr\u00f6sten. Am Morgen sah er wieder etwas lebhafter aus, sodass die Keeper erneut versuchten, ihn auf die Beine zu bringen. Gegen 8 Uhr nahmen sie alle ihre Kr\u00e4fte zusammen, und schlie\u00dflich konnte Balguda stehen. Er trank sofort die Milch, die auf ihn wartete und graste von dem vielen Gr\u00fcn, das ihm herangebracht wurde. Gegen Mittag brach er noch einmal zusammen, doch wir halfen ihm wieder auf die Beine. Er graste dann weiter, w\u00e4hrend wir ein paar Tests durchf\u00fchrten und ihm etwas Medizin gaben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201692023-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der arme Balguda in seinem Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 21. Juni 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen war es k\u00fchl, nachdem es in der Nacht geregnet hatte, bis in die fr\u00fchen Morgenstunden hinein. Die j\u00fcngeren Waisen wie Murit wollten ihre gem\u00fctlichen St\u00e4lle nicht verlassen und in das kalte Wetter hinausgehen, und so zogen sie sich ganz weit unter ihre D\u00e4cher zur\u00fcck. Murit sah dann, wie alle seine Freunde aus ihren Gehegen kamen und in den Busch gingen, doch er stand nur protestierend an seiner T\u00fcr. Er wollte sich ihnen eigentlich anschlie\u00dfen, wollte aber nicht nass geregnet werden!<br \/>\nAuch w\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde regnete es noch. Nachdem die jungen Waisen ihre Milch getrunken hatten, rannten sie zur Absperrung, um dort unter den Regenschirmen der Besucher Schutz zu suchen. Der kleine Ndotto machte es besonders clever, denn er posierte an der Absperrung und stellte sich gleich unter zwei verschiedene Schirme. Er zog noch mehr Aufmerksamkeit auf sich, als er versuchte, die Regenschirme in seine Richtung zu ziehen, um sich besser unterstellen zu k\u00f6nnen. Murit und Ngilai standen dicht gedr\u00e4ngt unter dem Schirm eines Keepers. Murit begann dann zu dr\u00e4ngeln und Ngilai wegzuschubsen, um selbst besser gesch\u00fctzt zu sein. Es wurde sehr lustig, als der Keeper mit dem Schirm weggehen wollte &#8211; Murit begann zu br\u00fcllen und versuchte, mit seinem R\u00fcssel das Bein des Keepers festzuhalten. Die Besucher hatten ihren Spa\u00df und waren erstaunt dar\u00fcber, wie schlau die Waisen sind und wie sehr sie an ihren Keepern h\u00e4ngen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201694747-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit wollte heute nicht hinausgehen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 22. Juni 2016<\/strong><br \/>\nBalguda brach heute Morgen erneut zusammen, nachdem er die ganze Nacht gestanden und seine Beine nur auf den Holzpfosten der Absperrung ausgeruht hatte. M\u00f6glicherweise war ihm bewusst, dass er Schwierigkeiten haben w\u00fcrde, wieder aufzustehen, wenn er sich hinlegen w\u00fcrde. Die Schwellungen an seinem K\u00f6rper sind immer noch da und werden sogar gr\u00f6\u00dfer, obwohl wir sie behandeln. Er frisst noch immer gut sein Gr\u00fcnfutter und liebt seine Milch, doch sein allgemeiner Gesundheitszustand wird schlechter. Trotzdem hoffen wir noch das Beste.<br \/>\nInzwischen scheint es, dass die kleine Godoma die kleinen Jungs Ndotto, Lasayen, Ngilai und Murit im Griff hat. Bei der Milchf\u00fctterung drau\u00dfen im Busch raufte sie wild mit ihnen, wann immer sie dicht an ihr vorbei gingen. Wir vermuten, dass es daran liegt, dass sie fr\u00fcher viel auf ihr herumgeklettert sind und sie \u00fcberhaupt gern ge\u00e4rgert haben. Jetzt wehrt sie sich und l\u00e4sst die Jungs wissen, dass sie dazu &#8222;Nein&#8220; sagt. Sie haben auch verstanden, dass Godoma kein leichtes Opfer mehr ist und nerven sie nicht mehr so viel. Godoma h\u00e4lt sich gern bei Mbegu, Dupotto und auch der kleinen Sana Sana auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201610238-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Godoma f\u00fchrt die anderen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 23. Juni 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute Morgen aus ihren Gehegen kamen, begr\u00fc\u00dften die \u00e4lteren Elefanten ihre j\u00fcngeren Artgenossen und erkundigten sich nach ihrem Wohlbefinden, bevor sie in den Busch aufbrachen. Wir konnten beobachten, wie die Leitkuh der Herde, die liebevolle und f\u00fcrsorgliche Oltaiyoni von einem Baby zum n\u00e4chsten lief und sie alle genau ansah. Sie schien ihr kleines Adoptivbaby Ambo zu suchen. Sie ging von den St\u00e4llen, an denen sie gerade unterwegs war, zu den vorderen, weil sie dort ihren Liebling kollern h\u00f6rte. Ambo wollte aus seinem Stall kommen, doch ein anderes Baby stand ihm im Weg! Oltaiyoni ging zu ihnen hin\u00fcber und half Ambo freudig heraus.<br \/>\nBald nachdem die erste Gruppe nach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde wieder im Wald zu grasen begonnen hatte, gab es einige Aufregung. Wir bemerkten wie eine L\u00f6win versuchte, sich an ein Warzenschwein ganz in der N\u00e4he der Waisen anzuschleichen. Wir erschraken, als wir bemerkten, dass sie es auf das Warzenschwein direkt neben Galla abgesehen hatte, der gerade ins Grasen vertieft war und die L\u00f6win gar nicht bemerkt hatte. Die Keeper schrien, um sie zu vertreiben, und die Warzenschweindame hatte Gl\u00fcck: sie witterte die L\u00f6win noch rechtzeitig und fl\u00fcchtete, so schnell sie konnte. Die Waisen trompeteten laut und trampelten wild herum, und die Keeper waren erleichtert, dass Galla und die anderen in Sicherheit waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201610740-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ambo und ein anderes Baby<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 24. Juni 2016<\/strong><br \/>\nEs herrscht gro\u00dfe Trauer, denn um 1:05 Uhr heute Nacht tat Balguda seinen letzten Atemzug. Seine ihn liebende menschliche Familie war bei ihm, die alles gegeben hatte, um ihn zu retten. Aller Rat, den wir bei vielen verschiedenen Tier\u00e4rzten eingeholt hatten, hat nichts genutzt. Der arme Balguda wird von allen sehr vermisst werden. Er war ein so liebevoller und netter Elefant, und nachdem er so lange bei uns war, trifft uns sein Tod besonders hart. Wir m\u00fcssen nun unsere Aufmerksamkeit auf die Lebenden richten, die seine Freunde waren, und uns damit tr\u00f6sten, dass Balguda nun in Frieden ruht und vielleicht sogar an der Seite seiner Mutter.<br \/>\nAmbo scheint jetzt der Liebling aller \u00e4lteren K\u00fche zu sein. Als die Waisen nach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde in den Busch zur\u00fcckgingen, war er umgeben von Oltaiyoni, Mbegu, Dupotto und Roi, die alle erpicht darauf waren, ihm die meiste Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Ambo ist ein entschlossener und aktiver kleiner Junge, und dieser Charakter scheint den \u00e4lteren K\u00fchen sehr zuzusagen &#8211; vor allem nat\u00fcrlich Oltaiyoni und Mbegu.<br \/>\nW\u00e4hrenddessen waren die besten Freunde Ndotto und Lasayen damit besch\u00e4ftigt, die Warzenschweine, die immer bei ihnen grasen, zu verscheuchen. Es war sehr spa\u00dfig anzusehen, wie Ndotto versuchte, den weiblichen Warzenschweinen Angst einzujagen, was ihm aber nicht gelang. Nach einer Weile kam er auf die Idee, sie am Schwanz zu ziehen. Daraufhin drehte sich das Warzenschwein um, sodass auch Ndotto auf dem Absatz kehrt machte und um Hilfe schreiend vor den gro\u00dfen Hauern des Tiers davonlief. Lasayen war auch erschrocken, sodass das Spiel schnell zuende war und die beiden danach lieber bei ihren Keepern blieben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7620162133-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ambo ist der Liebing der \u00e4lteren M\u00e4dchen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 25. Juni 2016<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen gestern abend in ihren Gehegen angekommen waren, wurden Oltaiyoni, die treusorgende Leitkuh, und Dupotto gleich sehr unruhig, weil Balguda nicht mehr in seinem Gehege war. Oltaiyoni br\u00fcllte laut und zog damit die Aufmerksamkeit von Dupotto auf sich, die ebenfalls sofort kollerte. Sie beschwerten sich nur ein paar Minuten, doch es war sehr traurig und bewegend zu sehen, dass auch Oltaiyoni den Verlust von Balguda bemerkt hatte.<br \/>\nDer gro\u00dfe Junge Sokotei wird immer schwieriger, \u00e4hnlich wie seine Freunde Enkikwe und Olsekki, insbesondere w\u00e4hrend der Milchf\u00fctterungen. Er ist immer drauf und dran, f\u00fcr Unruhe zu sorgen, und wenn die Keeper ihn von den Milchflaschen, die f\u00fcr die anderen bestimmt sind, wegschicken, droht er ihnen mit aufgestellten Ohren und vorgestreckten Sto\u00dfz\u00e4hnen. Die Keeper haben aber keine Angst vor ihm, weil sie wissen, dass er ihnen nichts tun wird, und so schicken sie ihn weiterhin weg. Er wird langsam \u00e4lter und versucht, seine Gr\u00f6\u00dfe und Dominanz zur Schau zu stellen. Er wei\u00df aber, dass die Keeper noch das Sagen haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7620162196-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oltaiyoni vermisst Balguda<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 26. Juni 2016<\/strong><br \/>\nSana Sana ist normalerweise ein nettes und ruhiges M\u00e4dchen, doch wenn es Milch gibt, dann kann sie gegen\u00fcber den j\u00fcngeren Waisen wie Ngilai, Ndotto und Lasayen schon einmal aggressiv werden. Heute leerte sie w\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde schnell ihre Flasche und rannte dann schreiend zu Ngilai, der auch gerade seine Flasche trank. Sie versuchte, ihn zu Boden zu sto\u00dfen und ihm die Flasche zu stehlen. Die Keeper ermahnten sie, da sie ihren Anteil schon gehabt hatte, doch sie ging laut br\u00fcllend davon, weil sie offenbar anderer Meinung war. Ihr Geschrei zog die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich, die staunten, wie \u00e4hnlich die Elefanten-Waisen doch den Menschenkindern sind, was Alter, Verhalten und Charakter angeht.<br \/>\nAls die Waisen nach der F\u00fctterung wieder in den Wald gingen, vertieften sich Tusuja und Boromoko in ein Kr\u00e4ftemessen und genossen die Rangeleien und das Geschubse. Kiko fand das interessant, und er begann seinerseits, wild im Geb\u00fcsch herumzulaufen. W\u00e4hrend die zwei Elefanten spielten, rannte er zwischen ihnen hindurch, sodass sie ihr Spiel beenden und sich bei Kiko beschweren mussten. Tusuja und Boromoko fl\u00fcchteten dann aber, als sie Kiko sehr schnell auf sich zurennen sahen. Die beiden Jungs grasten in der N\u00e4he der Keeper weiter, wo sie sich vor Kiko in Sicherheit w\u00e4hnten. Es war lustig zu sehen, wie Boromoko Angst vor Kiko hatte. Die beiden flohen dann zum Rest der Waisenherde, als Kiko auch auf die Keeper zulief.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/76201622448-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai und Dupotto sind nass<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 27. Juni 2016<\/strong><br \/>\nDrau\u00dfen im Busch gingen am fr\u00fchen Morgen Sana Sana, der freundliche Murit und Galla zur Babygruppe. Jotto sah Galla und hatte viel Spa\u00df dabei, an seinen Ohren zu nuckeln. Als Pea auch zu den Babys kam, lie\u00df Jotto Galla stehen und nuckelte stattdessen an den Federn des Strau\u00dfen, wie er es sonst auch immer tut. Sana Sana versuchte, Pea zu verscheuchen, da sie nicht wusste, dass die Babys die Gesellschaft des Strau\u00dfen m\u00f6gen.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde waren Ndotto und Lasayen verspielt wie immer. Sie rollten sich auf dem Boden und aufeinander herum. Einmal versuchte Ndotto, auf Lasayens Kopf zu klettern, als sie beide auf dem Boden waren. Rapa kam dazu und wollte sie st\u00f6ren, doch Dupotto und Mbegu waren sofort zur Stelle und hielten ihn davon ab. Sie ermahnten Rapa, die spielenden Jungs in Ruhe zu lassen. Die besuchenden Schulkinder sahen auch staunend den beiden Jungs zu. F\u00fcr sie war es das erste Mal, dass sie Elefanten aus der N\u00e4he sahen und etwas \u00fcber sie lernen konnten, was uns beim DSWT sehr wichtig ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/76201623153-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Galla macht sich auf die Suche nach den Babys<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 28. Juni 2016<\/strong><br \/>\nHeute setzten sich die \u00e4lteren Jungs Boromoko und Sirimon, angef\u00fchrt von ihrem Chef Sokotei, von den restlichen Waisen ab und grasten eine Weile allein. Als sie an den Stallungen aufgebrochen waren, gingen sie gleich tief in den Wald hinein und blieben bis zur Milchf\u00fctterung verschwunden. Nach der 9-Uhr-Milch gingen sie wieder zur\u00fcck in den Busch, bis es fast 11 Uhr war. Dann fanden wir sie gesch\u00e4ftig grasend, und sie wollten nicht so richtig zur 11-Uhr-F\u00fctterung erscheinen. Die drei Jungs zeigen schon langsam mehr unabh\u00e4ngige Z\u00fcge, ganz im Gegensatz zu den K\u00fchen, die versuchen, Herden zu bilden und sich um die kleinen Babys zu k\u00fcmmern.<br \/>\nSana Sana hat sich immer noch nicht hundertprozentig in die Waisenherde eingelebt. Sie kommt manchmal gut und manchmal weniger gut mit den anderen Waisen aus. Heute lief sie immer wieder von den restlichen Waisen davon und graste allein. Die Keeper m\u00fcssen immer genau auf sie achten und k\u00f6nnen sie nicht aus den Augen lassen, f\u00fcr den Fall, dass sie pl\u00f6tzlich im dichten Geb\u00fcsch verschwindet. Einmal lief sie den ganzen Weg zu den Stallungen zur\u00fcck, direkt zu der Stelle, an der die Milch gemischt wird, und suchte nach mehr Milch! Sie ist ziemlich gierig geworden. Als sie die Keeper sah, br\u00fcllte sie laut, um auf sich aufmerksam zu machen, und als einer von ihnen sie abholen kam, folgte sie ihm zufrieden kollernd.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/76201623635-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sirimon drau\u00dfen im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 29. Juni 2016<\/strong><br \/>\nKamok ist mit allen Wassern gewaschen. W\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde unterhielt sie heute die besuchenden Schulkinder, indem sie an der Absperrung entlang lief und sie spielerisch begr\u00fc\u00dfte. Sie ber\u00fcsselte ihre Gesichter, und einige der Kinder bekamen es mit der Angst zu tun und liefen schreiend davon &#8211; wie auch ein paar ihrer Lehrer! W\u00e4hrend die Kinder schrien, lockte die verspielte Kamok sie wieder an, indem sie sich an der Absperrung hinlegte und ihnen erlaubte, sie zu streicheln. Die Keeper waren aber in der N\u00e4he und behielten sie genau im Auge, damit sie keine Dummheiten machte. Sie kann in einem Moment freundlich sein und im n\u00e4chsten frech werden. Das macht sie h\u00e4ufiger &#8211; so ist sie eben!<br \/>\nGiraffe Kiko hatte heute keine Lust, bei den Babys zu bleiben, doch die Keeper behielten ihn trotzdem im Auge, weil die Gefahr durch die L\u00f6wen noch immer allgegenw\u00e4rtig ist. Wenn die Keeper versuchen, Kiko zu kontrollieren und ihn in eine bestimmte Richtung zu lotsen, rennt er manchmal davon.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7620163011-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok ist ein lustiges M\u00e4dchen mit vielen Facetten<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 30. Juni 2016<\/strong><br \/>\nAls die Babys heute in den Wald hinaus liefen, um die \u00e4lteren Waisen zu treffen, wurden sie von allen begr\u00fc\u00dft, ganz besonders von den \u00e4lteren K\u00fchen. Oltaiyoni ging erfreut zu ihnen und begr\u00fc\u00dfte ihr Adoptivbaby Ambo, und auch Mbegu kam dazu und zeigte sich f\u00fcrsorglich und interessiert an Ambo. Mbegu ging unruhig auf und ab und schien Ambo mitnehmen zu wollen. Sie kollerte und steckte ihren R\u00fcssel in seinen Mund, doch Ambo interessierte sich mehr f\u00fcr Oltaiyoni und wollte ihr nicht von der Seite weichen. Als Oltaiyoni bemerkte, dass Mbegu ihr Ambo wegnehmen wollte, ging sie mit ihm von Mbegu und dem Rest der Gruppe davon. Die arme Mbegu, die sich so gern mit den kleinen Babys umgibt, fing an zu jammern, und das hielt einige Zeit an. Dann erst bemerkte sie, dass noch andere Babys da waren und k\u00fcmmerte sich schlie\u00dflich begeistert um diese. Ambo, der gern bei den \u00e4lteren Waisen ist, verbrachte den Vormittag mit ihnen und graste Schulter an Schulter mit seiner geliebten Oltaiyoni. Er verlie\u00df die Gruppe erst wieder, als die \u00e4lteren Waisen zur 11-Uhr-F\u00fctterung aufbrachen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7620163714-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen gehen zum Grasen<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-juni-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch, 1. Juni 2016 Drau\u00dfen im Busch stritten sich Sokotei und Sirimon heute Morgen um ein paar leckere Wurzeln, die sie beide gern wollten. 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Sirimon lie\u00df sich aber nicht so leicht &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-juni-2016\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNairobi Nursery Juni 2016\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":7970,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41,40,1],"tags":[],"class_list":["post-7969","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nairobi_nursery","category-tagebuch-der-keeper","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7969","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7969"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7969\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7971,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7969\/revisions\/7971"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7970"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7969"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7969"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7969"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}