{"id":8086,"date":"2016-07-29T16:17:42","date_gmt":"2016-07-29T15:17:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=8086"},"modified":"2016-07-29T16:17:42","modified_gmt":"2016-07-29T15:17:42","slug":"umani-springs-juni-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-juni-2016\/","title":{"rendered":"Umani Springs Juni 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 1. Juni 2016<\/strong><br \/>\nMurera und Sonje waren heute Vormittag sehr besch\u00e4ftigt. Kaum waren die Tore von den Keepern ge\u00f6ffnet worden, rannten sie los, als ob es ein Wettbewerb war, wer sich um welches der Babys Alamaya und Mwashoti k\u00fcmmern d\u00fcrfte. Murera ging direkt zu Mwashotis Gehege und wartete am Tor darauf, dass er herauskam. Sonje h\u00f6rte Alamaya schimpfen und kollern und ging direkt zu ihm, um zu sehen, was nicht in Ordnung war. Sie konnte keine Probleme feststellen, wollte Alamaya aber f\u00fcr sich haben. Ziwa wartete auch ab, ob Sonje bei ihm vorbeikommen und ihn begr\u00fc\u00dfen w\u00fcrde, doch sie trafen sich erst am Ausgangstor, als sie hinausgingen. Ziwa war ziemlich eifers\u00fcchtig auf Alamaya und Mwashoti, die sehr dicht bei den Leitk\u00fchen gingen, sodass kein Platz mehr neben seiner Lieblingsmama war.<br \/>\nIm Wald gingen Ziwa, Quanza und Lima Lima ein St\u00fcck von ihren Leitk\u00fchen weg, die sehr um die Babys besorgt waren. Als die Zeit f\u00fcr das Schlammbad herankam, rannten alle Babys zu ihren Milchflaschen. Auch die Neulinge Mwashoti und Alamaya schnappten sich ihre Flaschen, und Mwashoti hielt seine Flasche ganz allein, wie er es bei Zongoloni und Jasiri gesehen hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71420169138-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja und Jasiri beim Kr\u00e4ftemessen<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 2. Juni 2016<\/strong><br \/>\nDie Babys sahen heute Morgen sehr gl\u00fccklich aus, als sie ihr Tagewerk begannen. Lima Lima sah als allererstes nach dem jungen Alamaya; sie ging zu ihm, bevor er auf die anderen Waisen, zum Beispiel ihre Zimmergenossin Quanza, treffen konnte. Sie stellte sich an seinem Tor auf und wartete darauf, dass er herauskam, denn Mwashoti war schon von Sonje und Murera in Beschlag genommen worden. Mwashoti ist von den beiden Leitk\u00fchen sofort ins Herz geschlossen worden, da sie wussten, dass er, wie sie selbst, eine Behinderung an einem Bein hat. Es ist sehr interessant zu sehen, dass sie so handeln und wissen, dass er in seinen ersten Monaten besondere Betreuung braucht. Alamaya \u00fcberlassen sie Lima Lima, weil sie wissen, dass er bei ihr in guten H\u00e4nden ist und er weniger F\u00fcrsorge braucht. Sonje ist auch klar, dass Ziwa inzwischen kein kleiner Junge mehr ist, und dass es daher Zeit ist, sich um die kleineren Babys zu k\u00fcmmern. Ziwa kann sich jetzt auch langsam bei den Rangeleien mit den gro\u00dfen Jungs behaupten, was fr\u00fcher nicht der Fall war. Mwashoti und Alamaya dagegen k\u00f6nnen von den \u00e4lteren Jungs noch leicht herumgeschubst werden.<br \/>\nZongoloni war heute etwas unfreundlich zu Ziwa und schubste ihn weg, damit er sie in Ruhe lie\u00df. Murera f\u00fchrte heute die Wanderungen an, zusammen mit Sonje und ihrem kleinen Mwashoti. Sie zeigten ihm die Gegend und wo man am besten l\u00e4uft, um das scharfkantige Lava-Gestein zu meiden, an dem sich die neuen Babys aus Nairobi manchmal weh tun. Am Abend war Mwashoti sehr durstig und wollte viel Wasser saufen; Murera brachte ihn zum Wasserloch, doch Mwashoti musste erst seine Milch trinken, ehe er Wasser soff.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71420169456-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya f\u00fchrt alle zum Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 3. Juni 2016<\/strong><br \/>\nAlamaya wurde heute sehr eifers\u00fcchtig, als er sah, wie Mwashoti mit Lima Lima spielte; er schubste ihn sofort von seiner neuen Adoptivmama weg. Er wollte Mwashoti zu Boden sto\u00dfen, doch dieser wehrte sich und war schwer wegzuschieben. Die Keeper kamen schnell hinzu, um Mwashoti vor dem wildgewordenen Alamaya zu retten. Murera und Sonje kamen auch dazu und unterst\u00fctzten die Keeper, denn sie machten sich Sorgen um Mwashotis Bein. Die Keeper schimpften laut mit Alamaya, damit er aufh\u00f6rte, Mwashoti zu schubsen, und er rannte davon, als er sie mit dem Finger auf sich zeigen sah.<br \/>\nEin langer Tag lag vor den Babys, und sie freuten sich \u00fcber die vielen weichen Zweige, die sie im Geb\u00fcsch fanden. Sie liefen die H\u00fcgel hinauf, wo h\u00e4ufig die besten Pflanzen zum Fressen zu finden sind. Unser Schwanzzupfer Jasiri versuchte heute, Alamayas kleinen Schwanz-Stummel zu erwischen. Alamayas gefiel gar nicht, dass jemand nach seinem Schwanz griff. Lima Lima kam ihm zu Hilfe, da sie wusste, dass Jasiri ihm dabei weh tun k\u00f6nnte. Alamayas Schwanz und seine Genitalien waren, als er ein Baby war, von Hy\u00e4nen abgefressen worden. Nach der Milchf\u00fctterung war Alamaya sehr hei\u00df, und er ging zum Wasserloch, um sich mit kaltem Wasser zu bespritzen. Es wird jetzt t\u00e4glich w\u00e4rmer und trockener.<br \/>\nDie Neulinge Alamaya und Mwashoti sind jetzt die gierigsten Elefanten der Station. Sie stellen sogar Lima Lima in den Schatten und sind jedes Mal begeistert, wenn endlich die Milchf\u00fctterung beginnt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71420169838-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti, neben seiner Adoptivmama Murera, f\u00fchlt sich sehr m\u00fcde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 4. Juni 2016<\/strong><br \/>\nLima Lima \u00e4rgerte ihre Keeper heute Morgen. Sie wollte vor dem Aufbruch Kopra haben, doch die Keeper wollten ihr am Morgen nichts davon geben. Stattdessen bekam sie etwas Luzernenheu, doch daran hatte Lima Lima kein Interesse. Sie stand fordernd an der T\u00fcr zum Vorratsraum und schob daran, um selbst zu den Pellets zu gelangen, und ging nicht weg, weil sie die Leckereien darin riechen konnte. Die Keeper f\u00fchrten die Waisen hinaus, und Lima Lima war gar nicht gl\u00fccklich dar\u00fcber, aufzubrechen ohne Kopra bekommen zu haben. Sie kollerte Alamaya zu, dass er ihr folgten sollte, und benutzte dann, nachdem sie ihr Lieblingsfutter nicht bekommen hatte, schnell mit ihm einen anderen Weg, ohne den Keepern zu folgen. Sie gingen los und suchten leckeres frisches Gr\u00fcn im Wald.<br \/>\nDie Waisen gingen den ganzen Weg zu den Umani-H\u00fcgeln. Mwashoti musste mit seinem schlechten Bein bei Murera bleiben, die das gleiche Problem hat und auch nicht gut bergsteigen kann. Sie grasten friedlich zusammen weiter unten an den H\u00e4ngen. Obwohl sie nicht an den steilen Stellen hinaufsteigen k\u00f6nnen, k\u00f6nnen sie trotzdem langsam im Zickzack nach oben gelangen.<br \/>\nSonje brachte die Waisen sp\u00e4ter zum Schlammloch, wo sie ihre Milchflaschen bekamen. Sie ging mit Quanza zusammen zum Saufen zum Wasser, wo sich zwei Krokodile sonnten. Mwashoti und Alamaya waren recht nerv\u00f6s wegen der Krokodile, die sie noch nie zuvor gesehen hatten. Am Wasserloch bespritzten sich die Babys nur die B\u00e4uche mit Wasser, ehe sie wieder aufbrachen. Ein Babykrokodil tauchte kurz aus dem Wasser auf und hatte Pech, dass Lima Lima es dabei sah. Sie sprang zur\u00fcck ins Wasser, um nach dem Krokodil zu suchen, das dort seinen Kopf gezeigt hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/714201691433-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti f\u00fcttert sich selbst<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 5. Juni 2016<\/strong><br \/>\nDie Babys kamen heute wie verr\u00fcckt herausgerannt, als sie ihren Tag begannen. Ihr erster Halt war an der Luzernenheu-Ecke, um zu sehen, ob es dort noch etwas gab. Zongoloni trompetete laut in die Luft, und Ngasha folgte ihr; sein Trompeten war allerdings nicht so laut, daf\u00fcr sehr tief. Kaum hatte Zongoloni losgetr\u00f6tet, folgten ihr alle anderen Waisen und rannten wild im Geb\u00fcsch herum. Es wurde ein anstrengender Vormittag f\u00fcr die B\u00e4ume!<br \/>\nDer gro\u00dfe wilde Bulle, den die Keeper Osama genannt haben, kam aus dem Wald, um sich den anderen Waisen anzuschlie\u00dfen, die gerade nicht wie wild die B\u00e4ume zertrampelten. Murera und Sonje wollten ihn aber nicht in der N\u00e4he haben und dr\u00e4ngelten, irgendwo hin zu gehen, wo sie ohne wilde Bullen grasen konnten. Die Keeper riefen die wildgewordenen Waisen immer wieder, um sie zu beruhigen und sie au\u00dferdem von Osama fernzuhalten.<br \/>\nAls die Babys zu den Chyulu-H\u00fcgeln liefen, schien der wilde Bulle das gleiche Ziel zu haben, \u00e4nderte aber sp\u00e4ter die Richtung. F\u00fcr Mwashoti und Alamaya war es wegen der scharfkantigen Lava-Steine sehr schwierig, zu den Chyulu-H\u00fcgeln zu wandern. Mwashoti war noch etwas langsamer als Alamaya. Murera schob ihn aber geduldig vorw\u00e4rts, bis sie an den Chyulu-H\u00fcgeln angekommen waren und dort grasen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/714201691910-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Gl\u00fcckliche Babys im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 6. Juni 2016<\/strong><br \/>\nDie Keeper sind sehr froh, dass Lima Lima sich Alamaya angenommen hat, nachdem sich Murera und Sonje so gut um Mwashoti k\u00fcmmern. Jasiri versuchte wieder, Alamayas Schwanz zu erwischen, und man kann es immer kaum mitansehen, wen er nach diesem kurzen Stummel greift. Er kann sich bei den Schw\u00e4nzen seiner Freunde nicht zur\u00fcckhalten, au\u00dfer wenn es sich um Zongolonis handelt. Zongoloni wei\u00df was sie will und versteht keinen Spa\u00df, sodass sich niemand an ihr vergreift. Sonje und Murera k\u00f6nnen sich sehr gut um Mwashoti k\u00fcmmern, weil sie sehen, dass er &#8211; wie sie selbst &#8211; eine Behinderung am Bein hat. Alamaya \u00fcberlassen sie aber Lima Lima, weil er f\u00fcr sie vermutlich schwer zu kontrollieren w\u00e4re; er l\u00e4uft so schnell wie Lima Lima und ist ebenso gierig! Lima Lima entspannte sich heute etwas im Geb\u00fcsch und beobachtete die anderen Waisen mit Alamaya. Quanza n\u00e4herte sich ihm und wollte seinen Schwanz zu ber\u00fchren, aber nicht, um daran zu ziehen; sie wollte ihn wohl nur anfassen und verstehen, warum er so kurz ist. Alamaya gefiel es aber trotzdem nicht, dass sein kurzer Schwanz untersucht wurde!<br \/>\nDie lange Wanderung ging weiter, und alle Waisen grasten sich voran bis zum Fu\u00df des Kenze. Auf dem Weg dorthin tauchten ein paar Antilopen wie aus dem Nichts auf und kreuzten den Weg der Waisen. Einige der Babys hatten sie nicht gesehen, und weil sie dachten, es w\u00e4ren B\u00fcffel, rannten sie davon, dicht gefolgt von ihren Keepern. Mwashoti und Alamaya waren die ersten, die flohen. Obwohl sie nat\u00fcrlich die Babys sind, um die die Keeper am meisten besorgt sind, waren sie doch die schnellsten, als es darum ging, sich aus dem Staub zu machen!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71420169381-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera geht mit den Babys auf Wanderschaft<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 7. Juni 2016<\/strong><br \/>\nAlamaya sah ein paar der frechen Jungs auf sich zukommen und traute dem ganzen nicht. Er kollerte Sonje zu, dass sie schnell zu ihm her\u00fcberkommen sollte, da Murera weiter weg war. Sonje hatte gerade ein paar Zweige im Mund, die sie fallen lie\u00df, um zu ihm zu eilen und zu sehen, was los war. Mwashoti war bei Murera. Als Lima Lima das Kollern h\u00f6rte, ging auch sie zu Alamaya, um zu sehen, wor\u00fcber er sich beschwerte. Ziwa war auf der anderen Seite und graste friedlich vor sich hin, froh, nichts mit den Rangeleien zu tun zu haben!<br \/>\nDie gro\u00dfen Jungs der Umani-Herde, Jasiri, Faraja und Ngasha, mussten wieder bei den \u00fcblichen Rangeleien ihre Kr\u00e4fte messen. Jasiri gewann heute, indem er die anderen beiden zu Boden stie\u00df. Quanza musste sogar her\u00fcberkommen und den beiden helfen. Als sie mit ihren Ringk\u00e4mpfen fertig waren, schob Zongoloni sie weit davon, damit sie endlich beginnen w\u00fcrden zu grasen, anstatt immer nur zu spielen. Murera beschloss auch, ein Exempel zu statuieren, und als die Jungs sie n\u00e4herkommen sahen, rannten sie davon, um etwaigen Bestrafungen aus dem Weg zu gehen. Ngasha und seine Freunde wussten, dass Mureras gro\u00dfe Sto\u00dfz\u00e4hne durchaus schmerzvoll sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/714201694554-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri beim Ringkampf mit Faraja<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 8. Juni 2016<\/strong><br \/>\nDie beiden Leitk\u00fche spielten Leibw\u00e4chter f\u00fcr die Neulinge, indem sie die frechen Jungs daran hinderten, zu dicht an sie heranzukommen und sie zu st\u00f6ren. Murera, Sonje und Lima Lima waren sehr besorgt um die kleinen Babys bei den \u00e4lteren Jungs und beobachteten jeden ihrer Schritte beim Grasen. Zongoloni und Faraja wollten ihnen nicht folgen und gingen stattdessen in eine andere Richtung, in der zuvor wilde Elefanten unterwegs gewesen waren. Sie schnupperten an ihrem Dung und kosteten davon, um zu sehen, was diese Elefanten gefressen hatten.<br \/>\nSp\u00e4ter gingen sie zur Quelle, um frisches Wasser zu saufen. Mwashoti bekam es mit der Angst zu tun, als einige Krokodile zur\u00fcck ins Wasser sprangen, nachdem sie sich gesonnt hatten. Er schrie laut auf, als man es platschen h\u00f6rte, und Murera kam angerannt, konnte aber nicht erkennen, wo das Problem lag. Mwashoti und sein Freund Alamaya sind noch neu in Umani und kennen noch nicht alles, was es in ihrer neuen Umgebung zu sehen und zu h\u00f6ren gibt.<br \/>\nNachdem sie bei der Mittagsf\u00fctterung ihre Milch getrunken hatten, zeigte Alamaya den anderen Babys, wie gut er schwimmen kann. Er ging direkt zum Wasserloch und badete. Bald folgte ihm auch Mwashoti, der wild mit seinem Hintern herumspritzte. Danach legte er sich hin und tauchte komplett im schlammigen Wasser unter. Murera und Sonje machten sich auch bereit, sich ihren Z\u00f6glingen anzuschlie\u00dfen, denn es war pl\u00f6tzlich ziemlich hei\u00df geworden. Alamaya und sein Freund Mwashoti sahen aus wie die gl\u00fccklichsten Babys, die wir je in Umani hatten! Nach dem W\u00e4lzen ging Mwashoti mit Zongoloni davon, die ihn aus dem Wasserloch begleitete. Sonje kam aber schnell dazu, um ihre Babys von Zongoloni zu \u00fcbernehmen, und sie folgten ihr in den Wald zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/715201622020-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen kommen am Morgen aus den Gehegen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 9. Juni 2016<\/strong><br \/>\nDer Tag begann f\u00fcr die Babys sehr fr\u00fch am Morgen, und \u00e4lteren wie auch die j\u00fcngeren Waisen freuten sich, als sie aus ihren Gehegen kamen. Faraja \u00fcbernahm die F\u00fchrung und zeigte allen, wohin die Schubkarre, mit der die Keeper das Luzernenheu transportierten, geschoben wurde. Er nutzte seinen langen R\u00fcssel, um es zu erschnuppern. Ein paar Antilopen hatten sich eingefunden, die von den Resten vom Vortag naschten, und als diese h\u00f6rten, wie die Elefanten mit viel Krach und Getr\u00f6te angerannt kamen, liefen sie davon. Alamaya und Mwashoti sahen sich genau um, um sicher zu sein, dass sie die Luzernenheu-Ecke wirklich verlassen hatten. Lima Lima kam auf der Suche nach ihrem Lieblings-Baby vorbei und hielt ebenfalls Ausschau nach den Antilopen, doch sie waren schon verschwunden. Die Keeper sind immer freundlich zu den Antilopen und versuchen, sie nicht zu verschrecken, doch die Waisen wollten ihr wertvolles Luzernenheu f\u00fcr sich haben.<br \/>\nFaraja und Ngasha spielten dann mit den Keepern Verstecken. Die beiden Jungs wollten erst nicht mit in den Wald kommen, aber sp\u00e4ter kamen sie doch noch langsam hinterher und folgten dorthin, wo die Waisen den Rest des Tages grasten. Ein paar Nashornv\u00f6gel schrien von den B\u00e4umen herab und flogen dann zu Ziwa und Faraja, die gerade mit einem Kr\u00e4ftemessen besch\u00e4ftigt waren. Als das passierte, rannte Faraja davon, weil er nicht wusste, was da \u00fcber seinen Kopf hinweggeflogen war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/715201622219-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima begleitet Alamaya zum Grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 10. Juni 2016<\/strong><br \/>\nDie gro\u00dfen M\u00e4dchen verlangten heute nach Kopra-St\u00fcckchen. Die Keeper gaben ihnen Luzernenheu, wie \u00fcblich, doch das reichte ihnen nicht. Lima Lima ging zum Vorratsraum und versuchte sogar, die T\u00fcr aufzuschieben, weil sie die Leckereien darin riechen konnte. Alamaya wartete auch mit ihr an der T\u00fcr. Normalerweise geben wir ihnen am Morgen kein Kopra, weil sie diese Leckerbissen bekommen, wenn sie abends heimkehren. Doch heute war es anders, denn sie wehrten sich aufzubrechen, ehe sie welche bekommen hatten &#8211; selbst der junge Mwashoti rebellierte!<br \/>\nAlamaya folgte heute Lima Lima \u00fcberall hin. Nachdem er Kopra gefressen hatte, war Alamaya durstig, und Lima Lima brachte ihn zu den Quellen, wo er Wasser saufen konnte. Beim Mittagsschlammbad waren die Waisen \u00fcberrascht und freuten sich, dass Mama Daphne zu Besuch gekommen war. Murera und Sonje wurden von Lima Lima zum Auto begleitet, in dem Daphne sa\u00df. Sie war \u00fcberrascht, wie gro\u00df Murera, Sonje und Lima Lima inzwischen geworden waren. Ihre Tochter Jill, die sie begleitete, freute sich auch, sie als zufriedene, gesunde und gro\u00dfe Elefanten zu sehen &#8211; ganz anders als die anf\u00e4lligen kleinen Babys, die sie waren, als sie in Nairobi ankamen. Lima Lima kam zusammen mit ihrem Freund Alamaya zu Daphne, um ihr &#8222;Jambo&#8220; zu sagen. Sie hob ihren R\u00fcssel und streckte ihn zum Fenster hinein, um Daphne zu ber\u00fchren und zu beschnuppern. Die Waisen waren begeistert, als sie von Daphne Akazienfr\u00fcchte aus dem Autofenster gereicht bekamen und wollten danach gar nicht wieder aufbrechen. Die Keeper konnten sie aber \u00fcberzeugen, zur\u00fcck in den Wald zu gehen, wo sie den Rest des Tages grasten. Sie w\u00fcrden Daphne am Abend noch einmal treffen, bei der Heimkehr aus dem Busch. Mwashoti machte Daphne sehr gl\u00fccklich, als sie sah, wie er im Wasser schwamm und mit dem Bein, das einmal so verletzt war, mit Wasser herumspritzte. Man h\u00e4tte nicht vermutet, dass mit seinem Bein etwas nicht in Ordnung war!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/715201622624-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen begr\u00fc\u00dfen Daphne<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 11. Juni 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute die Gehege verlie\u00dfen, sprangen Babypaviane hinein. Mwashoti und Alamaya jagten hinter den Pavianen her und versuchten, sie zu vertreiben. Alamaya ging danach zu seiner Adoptivmama Lima Lima, und putzige Trompetenlaute waren aus seinem kleinen R\u00fcssel zu h\u00f6ren. Murera und Sonje eilten zu ihrem Adoptivkind Mwashoti, w\u00e4hrend die anderen Waisen bereits zu den Chyulu-H\u00fcgen aufgebrochen waren.<br \/>\nAls sie die Wasserquellen erreichten, fanden sie Dung von wilden Elefanten in der ganzen Gegend verteilt. Er war frisch, und die wilden Elefanten konnten noch nicht weit sein. Die jungen Bullen fra\u00dfen davon, um zu lernen, welches Futter im Wald am geeignetsten ist. Die Waisen wissen immer genau, wann es Zeit f\u00fcr die Milchf\u00fctterung ist, und als es soweit war, gingen sie zur F\u00fctterstelle und zum Schlammloch. Lima Lima und Alamaya brachten die Babys zum Schlammbad, und die jungen Bullen genossen es, im Zentrum der Aufmerksamkeit ihrer neugefundenen M\u00fctter zu stehen.<br \/>\nAuf dem Weg zur\u00fcck zu den Stallungen am Abend hielt Murera vorsichtig Mwashotis Schwanz und ging langsam hinter ihm her, nach einem langen Tag im Wald. Als sie ihre abendlichen Milchflaschen bekamen, hob Mwashoti seine allein vom Boden auf, da er nicht auf den Keeper warten wollte. Sie haben jetzt schon begonnen, es Zongoloni abzuschauen, die das sehr elegant kann, und Alamaya kann es sogar noch besser!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/715201622958-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera und Sonje begleiten Mwashoti zum Grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 12. Juni 2016<\/strong><br \/>\nHeute gab sich Zongoloni viel M\u00fche dabei, die Waisen in den Busch zu f\u00fchren. Sie sah, dass Lima Lima mit Alamaya besch\u00e4ftigt war und beschloss, die F\u00fchrung selbst zu \u00fcbernehmen. Als die anderen Waisen sahen, dass Zongoloni in eine Richtung aufbrach, folgten sie ihr. Sp\u00e4ter scherten Sonje und Quanza aus, sodass schlie\u00dflich nur noch Ngasha Zongoloni hinterherlief. Ngasha sah, dass Ziwa auf Sonje warten wollte, doch er schob ihn vorw\u00e4rts, weil Ziwa kein Baby mehr ist und nicht mehr auf Sonje warten muss.<br \/>\nZur Milchf\u00fctterung gab es ein regelrechtes Wettrennen. Die gierigsten Babys, Lima Lima, Mwashoti, Alamaya und Zongoloni, rannten so schnell sie konnten, um ihre Flaschen zu erreichen. Lima Lima war die erste, gefolgt von Mwashoti und Alamaya. Zongoloni sah zu, wie die jungen Bullen Mwashoti und Alamaya ihre Flasche allein vom Boden aufhoben, wie Experten. Quanza war auf dem Berg zur\u00fcckgeblieben, und als sie bemerkte, dass sie dort oben allein war und alle anderen Waisen bereits zur F\u00fctterstelle aufgebrochen waren, schrie sie laut auf. Ihre Freunde antworteten vom Schlammloch aus, da sie wussten, dass es Quanza war, die so schrie. Sie kam dann allein zum Wasserloch gelaufen, wo ihre Waisenkollegen bereits badeten, und schloss sich ihnen an, nachdem sie ihre Milch geleert hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/715201623253-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima grast in den Chyulu-H\u00fcgeln<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 13. Juni 2016<\/strong><br \/>\nDas Land um die Chyulu-Berge wird langsam trockener, da die Trockenzeit beginnt. Das bedeutet, dass die wilden Elefanten wie auch andere Wildtiere immer mehr in der Gegend von Umani Springs grasen. Die Gesellschaft der wilden Elefanten ist gut f\u00fcr die Waisen; nur Murera gef\u00e4llt dies nicht, da sie Angst hat, ihre Sch\u00fctzlinge an eine wilde Elefantenherde zu verlieren. Die Quellen sind nun eine der wenigen dauerhaften Wasserquellen f\u00fcr die Tiere in der Gegend. Im Kibwezi-Wald gibt es noch immer genug Vegetation f\u00fcr die Waisen, sodass sie nicht so weit laufen m\u00fcssen wie die wilden Elefanten und Tiere.<br \/>\nW\u00e4hrend sie auf den H\u00fcgeln grasten, beschlossen Murera und Sonje, die Babys weiter nach unten zu bringen, damit sie nicht wieder eilig den Berg hinunterlaufen m\u00fcssen, wenn es zur Milchf\u00fctterung geht. Mwashoti wollte ganz vorne gehen, gefolgt von Lima Lima, die sicherstellte, dass ihr Freund Alamaya direkt neben ihr und gut vor den Rowdies gesch\u00fctzt war. Mwashoti lief so schnell und zielstrebig mit seinem kaputten Bein, dass wir unseren Augen kaum trauten.<br \/>\nAls der Tag voranschritt, wurde es sehr hei\u00df, sodass die Babys nicht mehr im Freien grasen konnten, sondern im Schatten des Waldes Schutz suchten. Sp\u00e4ter gingen sie zum W\u00e4lzen zum Wasserloch, wo sie sich im Schlamm abk\u00fchlten. Alamaya und sein Freund Mwashoti waren die Stars beim Baden, und Faraja kratzte sich den juckenden Hintern an einem Felsen. Sp\u00e4ter gingen die Waisen zu den Stallungen zur\u00fcck, wo sie leckere Milch und Kopra bekamen, bevor sie sich f\u00fcr die Nacht in ihre Gehege begaben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/715201624954-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti und Alamaya mit Murera und Sonje<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 14. Juni 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen sahen heute Morgen sehr fr\u00f6hlich aus und kamen voller Motivation f\u00fcr den langen Tag aus den Gehegen. Letzte Nacht waren viele wilde Elefanten zu den Stallungen gekommen, als ob sie verstehen wollten, wer die Waisen sind und was sie dort in ihren Gehegen machen. Sonje, Lima Lima, Murera und Zongoloni machten einigen Aufruhr, weil sie alles taten, um aus ihren Gehegen zu kommen. Sie schoben und zogen an den Toren, und Lima Lima versuchte, die Absperrwand hochzuklettern, um zu Alamaya zu gelangen. Sie f\u00fcrchteten, die wilden Elefanten k\u00f6nnten mit ihren kleinen Freunden Mwashoti und Alamaya davonlaufen, und versuchten, sie vor den wilden Elefanten zu besch\u00fctzen. Sie machten solange Radau, bis die Keeper zu ihnen kamen, um sie zu beruhigen.<br \/>\nAm Morgen, als die Waisen in den Wald aufbrachen, landeten ein paar Kraniche nahe bei Zongoloni. Daraufhin jagte sie wild hin und her und trampelte B\u00fcsche und B\u00e4ume um sie herum nieder. Mwashoti hob seinen kleinen R\u00fcssel in die Luft, um die Kraniche zu wittern. Murera brachte die Babys zum Wasserloch, damit sie dort Wasser saufen konnten, w\u00e4hrend Ngasha, Lima Lima, Ziwa und die anderen Jungs sich schon in den Busch aufmachten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71520163231-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza f\u00fchrt die Waisen hinaus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 15. Juni 2016<\/strong><br \/>\nEin paar wilde Elefanten kamen fr\u00fch am Morgen zu den Stallungen, um zu sehen, wie ihre Waisenfreunde aus den Gehegen kamen. Sie hatten ein kleines Baby bei sich, das sehr neugierig war, als ein Keeper die Schubkarre mit Luzernenheu an ihm vorbeischob. Das Baby versuchte, den Keeper zu verjagen, und er musste die Schubkarre stehenlassen, um dem Mini-Elefanten auszuweichen. Daraufhin gab es etwas Durcheinander, denn die Babys und die Keeper wussten nicht so recht, wo sie inmitten der wilden Elefanten zur Luzernenheuf\u00fctterstelle gehen sollten, und ihre wilden Freunde rannten mit lautem Trompeten in den Wald zur\u00fcck. Alamaya sah sich im Geb\u00fcsch nach dem kleinen Babyfreund um, doch er war schon fort. Lima Lima kam hinzu und hielt ihn davon ab, seinen wilden Artgenossen in den Wald zu folgen. Stattdessen brachte sie ihn zum Kratzfelsen, so er sich in Ruhe den Bauch und seinen kurzen Schwanz kratzte. Sp\u00e4ter f\u00fchrte Quanza einige der Waisen zum W\u00e4lzen und Saufen zum Wasserloch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71520163540-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti geht mit Sonje zum Wasserloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 16. Juni 2016<\/strong><br \/>\nSonje \u00fcbernahm heute die F\u00fchrung, w\u00e4hrend Murera bei Mwashoti zur\u00fcckblieb, damit er nicht von den ruppigen Jungs herumgeschubst w\u00fcrde. Sie nehmen keine R\u00fccksicht auf sein kaputtes Bein und ob er sich beim Rangeln weh tun k\u00f6nnte. Die Waisen gingen in den Wald und suchten nach Pflanzen zum fressen und leckeren Zweigen. Sie trafen auf ein paar B\u00fcffel und Klippspringer, die auf den Felsen herumrannten und flohen, als sie die Keeper sprechen h\u00f6rten. Lima Lima warnte die Keeper vor der Anwesenheit der B\u00fcffel, und sie dankten ihr daf\u00fcr, dass sie so ein aufmerksames Baby ist.<br \/>\nDie Waisen gingen heute nicht ins Wasser. Als es Zeit f\u00fcr die Milchf\u00fctterung war, schien nur Lima Lima daran gedacht zu haben! Als die Keeper sie alle zur F\u00fctterstelle brachten, gingen Alamaya und Mwashoti all den \u00e4lteren Elefanten voraus. Dort angekommen, hoben sie ihre Flaschen allein vom Boden auf, wie sie es von Jasiri und Zongoloni gelernt haben. Danach gingen die Waisen nur staubbaden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/715201631232-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri und Faraja haben ihren Spa\u00df am ausgetrockneten Schlammloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 17. Juni 2016<\/strong><br \/>\nAls Alamaya und Mwashoti am Morgen aus ihren Gehegen kamen, wurde Alamaya von seiner Freundin Lima Lima begr\u00fc\u00dft und Mwashoti von den beiden Leitk\u00fchen Murera und Sonje. Mwashoti beschwerte sich laut kollernd, sodass einige der Waisen zu ihm zur\u00fcckkamen, um zu sehen, was los war. Die Keeper waren auch \u00fcberrascht und gingen zu ihm, f\u00fcr den Fall, dass er Probleme mit den rangelnden Bullen haben sollte. Doch sie stellten fest, dass es gar keine Beschwerde war, sondern er nur gl\u00fccklich war, Murera und Sonje zu sehen! Ngasha und Zongoloni gingen zu Ziwa, um ihm ein wenig Gesellschaft zu leisten.<br \/>\nQuanza stellte heute ihre gro\u00dfen Ohren auf und warnte die Babys, dass sie aufmerksam bleiben sollten, nachdem sie B\u00e4ume hatte umst\u00fcrzen h\u00f6ren. Sie vermutete wohl, es k\u00f6nnten B\u00fcffel oder wilde Elefanten gewesen sein. Es war aber nichts zu sehen, und so wanderten sie weiter durch den Wald.<br \/>\nAls die Babys zur Milchf\u00fctterung und zum W\u00e4lzen zum Wasserloch kamen, ging Alamaya ins Wasser und rollte sich ausgiebig darin herum. Er drehte sich auf den R\u00fccken, um sich am ganzen K\u00f6rper mit Schlamm zu bedecken und sich f\u00fcr den Rest des Tages Abk\u00fchlung zu verschaffen. Als er fertig war und herauskam, ging Sonje zu ihm, damit die frechen Jungs ihm nicht folgen und ihn herumschubsen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/715201632043-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya genie\u00dft ein sch\u00f6nes Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 18. Juni 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen wanderten heute zu den Chyulu-Bergen und trafen dabei ein paar wilde Elefanten, die zu den Umani-Quellen unterwegs waren. Lima Lima \u00fcbernahm die F\u00fchrung auf der Wanderung zu den H\u00fcgeln. Sie suchten weiches Futter f\u00fcr die j\u00fcngeren Babys, die noch nicht so kr\u00e4ftige \u00c4ste zerkauen k\u00f6nnen. Zongoloni, Ngasha und Ziwa k\u00f6nnen sehr gut weite Strecken wandern. Sie laufen h\u00e4ufig so schnell, dass es f\u00fcr die Kleinen sowie Murera und Sonje schwer ist, ihnen zu folgen. Diese vier laufen daher zusammen ganz hinten. Lima Lima l\u00e4uft auch gern schnell, doch wenn sie an die Keeper, ihr Baby Alamaya und die Milchflaschen denkt, bleibt sie stehen und wartet darauf, dass sie sie einholen.<br \/>\nDas Wetter war heute kalt, sodass die Waisen das Schlammbad mieden. Stattdessen staubten sie nur ihre K\u00f6pfe mit trockener Erde ein. Die j\u00fcngeren Waisen Alamaya, Mwashoti und Ziwa bespritzten sich kurz mit Wasser, verlie\u00dfen aber das Wasserloch schnell wieder, als sie sahen, dass ihre Freunde zur\u00fcck in den Wald gingen. Mwashoti ging zu Sonje zur\u00fcck, die auf dem Boden lag und darauf wartete, dass die Babys zur\u00fcckkommen und auf ihrem R\u00fccken herumklettern w\u00fcrden. Quanza war heute auch sehr verspielt und rangelte mit Ngasha. Er wusste aber, dass er es nicht \u00fcbertreiben durfte, denn Quanza versteht keinen Spa\u00df und akzeptiert keine Dummheiten. Quanza ist resolut und kann sehr streng mit den frechen Jungs sein; sie hat sie gut unter Kontrolle.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/715201634728-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen grasen mit ihren Leitk\u00fchen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 19. Juni 2016<\/strong><br \/>\nAm Morgen sa\u00dfen laut schreiende V\u00f6gel in den B\u00e4umen und st\u00f6rten die Waisen beim Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck. Zongoloni, Jasiri und Ngasha hatten schlie\u00dflich die R\u00fcssel voll und rannten vor den l\u00e4rmenden V\u00f6geln davon. Nur Murera und Sonje blieben da, um sich um Mwashoti und Alamaya zu k\u00fcmmern.<br \/>\nBeim Schlammbad genossen alle Babys ein tolles Bad, und auch zwei Antilopen soffen Wasser. Die Elefanten rollten und spielten im schlammigen Wasser herum. Die Antilopen verbrachten ein wenig Zeit bei den Waisen, und alle gingen sehr freundlich miteinander um.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71520164273-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya bespritzt sich mit Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 20. Juni 2016<\/strong><br \/>\nAlle Babys waren heute Morgen sehr verspielt, freuten sich \u00fcber den neuen Tag und gingen in den Wald, um nach frischen Zweigen zu suchen. Zongoloni und Ngasha f\u00fchrten einige der Waisen an, und Lima Lima schob ihren Freund Alamaya vor sich her, um ihn immer im Auge behalten zu k\u00f6nnen. Gegen 11 Uhr m\u00fchte sich Mwashoti gerade damit ab, weiche Bl\u00e4tter von einer Akazie zu pfl\u00fccken, als er pl\u00f6tzlich von einigen Buschb\u00f6cken und ein paar Perlh\u00fchnern, die \u00fcber seinen Kopf hinwegflogen, erschreckt wurde. Er floh zum Rest der Herde zur\u00fcck, und Sonje und Murera kamen zu ihm gerannt und sahen ihn ganz au\u00dfer Atem. Sie t\u00e4tschelten ihn ausf\u00fchrlich mit ihren R\u00fcsseln, um ihn zu beruhigen und ihm zu versichern, dass alles in Ordnung war.<br \/>\nAls die Babys beim Schlammloch ankamen, war es sehr kalt, sodass niemand ins Wasser gehen wollte. Stattdessen gingen sie alle zum anderen gro\u00dfen Wasserloch, bei dem es viele leckere Seerosen zu fressen gibt. Niemand w\u00e4lzte sich, und sie soffen nur Wasser, ehe sie ihren Keeper zur\u00fcck in den Wald folgten und dort weitergrasten. Nach einiger Zeit kamen sie an ein paar wilden Elefanten vorbei, die sich f\u00fcr die Waisen interessierten. Sie kamen aber nicht wirklich n\u00e4her, nachdem sie die Keeper geh\u00f6rt hatten, die hinter den Waisen redeten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/715201644658-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen grasen sich durch Seerosen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 21. Juni 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen lieben ihre Kopra-St\u00fcckchen am Abend, doch sie bekommen offenbar auch ordentlich Durst davon. Als sie herauskamen, brachte Ngasha seine Freunde direkt zur Wassertr\u00e4nke zum Saufen. Die Waisen folgten dann Lima Lima und Alamaya zu den Umani-H\u00fcgeln. Alamaya hielt unterwegs an, als er etwas Staub fand und sich etwas davon auf den Kopf warf. Die anderen Waisen waren auch sehr besch\u00e4ftigt; die \u00e4lteren Jungs Jasiri, Ngasha und Faraja rangelten, umschlangen ihre R\u00fcssel zum Kr\u00e4ftemessen und versuchten, sich gegenseitig zu beeindrucken.<br \/>\nBei der Milchf\u00fctterung in der N\u00e4he der Umani Lodge konnte man Zongoloni und Quanza beim Wettrennen zur Flasche sehen. Zongoloni schien schneller als Quanza zu sein, und sie hob ihre Flasche vom Boden auf, ohne auf einen Keeper zu warten. Quanza wartet immer darauf, dass ein Keeper ihr die Flasche hinh\u00e4lt. Die gr\u00f6\u00dferen Elefanten versammelten sich beim Staubbad um Mwashoti und Alamaya, um sie vor den frechen Jungs Faraja, Jasiri und Ngasha zu besch\u00fctzen, die sie schon ins Visier genommen hatten. Als die Babys sich f\u00fcr den Heimweg bereit machten, war Alamaya erneut durstig. Er ging zum Wasserloch und soff wie eine Kuh aus dem Wasser, mit dem Mund statt mit dem R\u00fcssel, wie es Elefanten eigentlich tun.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71520165416-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri rangelt mit Ngasha<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 22. Juni 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am fr\u00fchen Morgen ihr Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck beendet hatten, \u00fcberquerten sie den Weg zu den Umani-H\u00fcgeln, um nach etwas zu fressen zu suchen. Ziwa sah sehr gutgelaunt aus und war voller Tatendrang &#8211; wohl das erste Mal, seit vor zwei Wochen die neuen Babys angekommen sind. Lima Lima wurde sehr eifers\u00fcchtig, als Zongoloni her\u00fcberkam und versuchte, ihren kleinen Alamaya mitzunehmen. Zongoloni wollte eigentlich nur bei ihm grasen, doch Lima Lima dachte, sie wollte ihr Baby entf\u00fchren. Also schubste sie Zongoloni weg, doch das war schwieriger als sie gedacht h\u00e4tte. Schlie\u00dflich akzeptierte Zongoloni aber, dass Lima Lima sie nicht in der N\u00e4he von Alamaya haben wollte und ging davon. Lima Lima ist eine treusorgende Mama f\u00fcr Alamaya, so wie Sonje und Murera f\u00fcr Mwashoti. Murera und Sonje nahmen ihren kleinen Jungen zwischen sich, damit niemand kommen und ihn entf\u00fchren konnte.<br \/>\nQuanza folgte Lima Lima die Umani-H\u00fcgel hinauf, und alle Waisen wanderten ihnen hinterher. Einige Paviane kamen gelaufen und machten viel Krach; sie schrien, und ihre Babys weinten, als w\u00e4ren sie in Gefahr. Die ganze Herde verstreute sich, als alle vor den schreienden Affen fl\u00fcchteten. Quanza drehte sich um, rannte zu den Keepern zur\u00fcck und brachte alle Babys wieder zusammen. Man konnte Mwashoti trotz seines schlechten Beins kaum von den anderen Waisen unterscheiden, denn er rannte genauso schnell den H\u00fcgel hinunter wie die anderen. Es ist sch\u00f6n zu sehen, dass es ihm so gut geht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/715201651622-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje t\u00e4tschelt Mwashoti, nachdem er ihr zugekollert hatte<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 23. Juni 2016<\/strong><br \/>\nMwashoti bot heute all sein K\u00f6nnen auf, um an das weiche Gras zu gelangen; er nutzte seinen kleinen R\u00fcssel, um das kr\u00e4ftigere Gras zu pfl\u00fccken und in seinen Mund zu stecken, zusammen mit ein paar Zweigen. Murera und Sonje h\u00f6rten ihn laut schreien und gingen hin, um zu sehen, was los war. Auch Alamaya lie\u00df Lima Lima stehen, um zu sehen, warum Mwashoti so schrie. Ziwa hatte versucht, ihn zu schubsen und an seinem Schwanz zu ziehen, was er gar nicht mochte. Murera und Sonje schoben Ziwa von ihm weg. Zongoloni bekam auch \u00c4rger mit Murera, weil sie in Mwashotis N\u00e4he graste, was Murera gar nicht gefiel.<br \/>\nBeim Schlammbad wurde Quanza von einer Tsetse-Fliege in den Schwanz gestochen. Sie kratzte sich an einem Felsen, damit es nicht mehr so schlimm juckte. Sie beschloss, heute nicht zu baden, und verlie\u00df das Wasserloch, um sich weiter zu kratzen und sich die Fliegen vom Hals zu halten. Aus irgendeinem Grund rannten dann alle Waisen wie wild in den Wald, zertrampelten B\u00fcsche und stampften herum. Dann tauchten wilde Elefanten auf und jagten mit den Waisen zusammen herum. Die Keeper verhielten sich sehr still und beobachteten, wie die Waisen auf die wilden Elefanten reagierten. Wie \u00fcblich hielt Murera ihre Herde davon ab, mit den wilden Elefanten mitzugehen. Nachdem er nicht mit der wilden Herde mitgehen durfte, kam Faraja zu einem der Keeper und nuckelte wie ein Waisenhausbaby an dessen Fingern. Sonje legte sich auf den Boden, damit die j\u00fcngeren Waisen mit ihr spielen und auf ihren R\u00fccken klettern konnten. So wollte sie sie von der wilden Herde weglocken! Nachdem ihre Artgenossen aufgebrochen waren, versammelten sich alle Waisen und besch\u00e4ftigten sich den Rest des Tages wieder mit der Futtersuche.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/715201652343-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja h\u00e4ngt mit den Keepern herum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 24. Juni 2016<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen, noch bevor die Waisen aus ihren Gehegen gekommen waren, tauchten Buschb\u00f6cke auf, um aus der Tr\u00e4nke zu saufen und \u00fcbriggebliebenes Luzernenheu zu fressen. Als Zongoloni herauskam, ging sie als erstes zu Alamaya, um ihn mit dem R\u00fcssel zu t\u00e4tscheln und ihn zu \u00fcberzeugen, mit ihr zusammen in den Wald zu gehen. Alamaya war einverstanden und folgte ihr, schaute sich aber auch nach Lima Lima um. Ziwa schloss sich den beiden beim Grasen an. Er war heute freundlich und machte Alamaya keinen \u00c4rger. Er war sogar sehr nett zu ihm, und Alamaya genoss es sehr, mit Ziwa im Wald zu grasen. Nach der Mittagsf\u00fctterung gingen alle Waisen zum Staubbad. Alamaya setzte sich auf den Boden und warf sich mit seinem kleinen R\u00fcssel Staub auf den Kopf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/715201653123-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein durstiger Buschbock an der Tr\u00e4nke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 25. Juni 2016<\/strong><br \/>\nDer Tag begann gut, und alle Babys waren gut gelaunt und freuten sich auf einen Tag im Wald. Lima Lima nahm ihr Baby mit sich und lief mit ihm zu den Wasserquellen. Alamaya schnupperte mit seinem R\u00fcssel am Dung der wilden Elefanten, die letzte Nacht dort gewesen waren. Lima Lima wartete geduldig und hatte dabei ihren R\u00fcssel auf Alamayas R\u00fccken gelegt. Mwashoti schaute sich auch an, was Alamaya tat, damit er es ihm nachmachen konnte.<br \/>\nBeim Mittagsschlammbad waren erneut die jungen Bullen die Bade-Stars. Die gro\u00dfen Jungs wie Ngasha und seine Freunde scheuen sich mehr vor dem Wasser. Alamaya steckte seinen Hintern tief in den Schlamm und schuffelte ihn auf und ab. Von drau\u00dfen konnten wir nicht genau sehen, was er tat, nur dass sein Kopf hin und her wackelte, als w\u00fcrde er tanzen!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/715201653547-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima neben Alamaya auf Wache<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 26. Juni 2016<\/strong><br \/>\nAlamaya und Mwashoti untersuchten heute das Luzernenheu sehr gr\u00fcndlich, um zu sehen, ob etwas leckeres Kopra darin versteckt war. Ngasha und Ziwa machten es ihnen nach, weil auch sie die Hoffnung hatten, ein paar der Leckereien zu finden, die die Keeper manchmal den Kleinen geben. Sie hatten keinen Erfolg, fanden aber stattdessen ein paar sehr s\u00fc\u00dfe Zweige und einige Akazienfr\u00fcchte, die von den Pavianen heruntergeworfen worden waren. W\u00e4hrend Ziwa fra\u00df, tauchten ein paar B\u00fcffel in seiner N\u00e4he auf, sodass er erschrak und bei den Keepern Hilfe suchte.<br \/>\nAm Nachmittag wurde es sehr hei\u00df, sodass alle Waisen zum Wasserloch gingen, um sich dort abzuk\u00fchlen. Innerhalb weniger Minuten waren alle Elefanten tropfnass, und einige trockneten sich anschlie\u00dfend im Gras ab. Quanza setzte sich zum trocknen mit dem Hintern auf das Gras, und Sonje und Murera, der auch nach Spielen war, erlaubten den Waisen, auf ihnen herumzuklettern. Nach einiger Zeit stand Murera aber wieder auf, und die kleinen Waisen wunderten sich, wieso sie einfach wegging. Wegen ihren schlechten Beins kann sie aber nicht so lange spielen, und es k\u00f6nnen nicht so viele Waisen auf einmal auf ihr herumklettern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/715201655339-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwa pfl\u00fcckt Zweige zum fressen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 27. Juni 2016<\/strong><br \/>\nLima Lima bekam heute Unterst\u00fctzung von Murera und Sonje, als sie am Morgen die ganze Herde in den Wald f\u00fchrte. Die Waisen wollten heute nicht sehr weit gehen und grasten einfach an den Umani-H\u00fcgeln, nicht weit abseits des Weges zum Kenze. Mittags schienen sie alle mit Grasen zufrieden zu sein und wollten gar nicht zum Schlammbad gehen. Dort, wo sie waren, hatten sie sehr abwechslungsreiches Futter gefunden. Da es recht k\u00fchl war, wollten sie ohnehin nicht baden, sodass die Keeper ihnen die Milch mit dem Fahrzeug zu den H\u00fcgeln brachten, wo sie gerade grasten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/715201655929-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima f\u00fchrt die Waisen am Morgen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 28. Juni 2016<\/strong><br \/>\nLetzte Nacht gab es an der Wassertr\u00e4nke der Stallungen ein Treffen wilder Elefanten. Sie kamen in gro\u00dfer Zahl und hatten auch kleine Babys dabei. Die Keeper f\u00fcrchteten schon, dass sie den Zaun niedertrampeln und auf das Gel\u00e4nde kommen k\u00f6nnten. Doch sie waren nur durstig und suchten nach Wasser, um ihren Durst zu stillen. Sie leerten die Tr\u00e4nke komplett, sodass die Keeper ihnen mehr Wasser verschaffen mussten. Die Waisen gaben keine Ruhe und stie\u00dfen gegen ihre Tore, weil sie zu ihren Artgenossen hinaus wollten. Lima Lima und Quanza schoben gegen eine Wand ihres Geheges und schafften es tats\u00e4chlich, einen Pfosten umzusto\u00dfen und herauszukommen! Als die Keeper mit ihnen sprachen, beruhigten sie sich aber wieder, und die wilden Elefanten brachen auch auf, als sie die ganze Aufregung mitbekamen.<br \/>\nAls die Waisen dann am Morgen herauskamen, gingen sie gleich zum Wasserloch und schnupperten, was ihre wilden Freunde in der Nacht dort getan hatten. Ziwa und Jasiri versuchten, ihren Spuren zu folgen, w\u00e4hrend die anderen Waisen, darunter Mwashoti und Alamaya, Wasser soffen. Die kleinen Jungs machten sich ganz sch\u00f6n breit und k\u00e4mpften um ihren Platz an der Tr\u00e4nke, sogar mit den \u00e4lteren Bullen. Nachdem sie Wasser gesoffen hatten, brachte Lima Lima Quanza, Zongoloni und Ngasha in den Wald hinaus. Jasiri wollte auf eigene Faust losgehen und nicht den K\u00fchen folgen; Jasiri und Faraja halten sich schon f\u00fcr gro\u00df genug, dass sie sich um sich selbst k\u00fcmmern k\u00f6nnen, ohne auf die Leitk\u00fche angewiesen zu sein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71520166629-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri und Faraja beim Ringkampf<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 29. Juni 2016<\/strong><br \/>\nDie Keeper schauten den Waisen am fr\u00fchen Morgen zu, wie sie Luzernenheu fr\u00fchst\u00fcckten bevor sie aufbrachen. Die Keeper sind sehr zufrieden mit Murera; ihre Sto\u00dfz\u00e4hne wachsen gro\u00df und kr\u00e4ftig. Die Sto\u00dfz\u00e4hne sind wichtig f\u00fcr sie, denn damit kann sie die Rinde von den \u00c4sten sch\u00e4len und auch das freche Verhalten ihrer Herdenmitglieder bestrafen! Als die Waisen das Gel\u00e4nde der Stallungen verlie\u00dfen, folgten einige Ziwa und Ngasha, w\u00e4hrend Sonje mit dem jungen Mwashoti loswanderte. Quanza ging in ihre eigene Richtung, und als sie im Wald ankam, war sie auf einmal sehr m\u00fcde. Sie stand im Schatten und ruhte sich aus, w\u00e4hrend die anderen Waisen in ihrer N\u00e4he grasten. Alamaya ging zu ihr hin\u00fcber, tippte sie am Schwanz an und rannte danach zur\u00fcck zu Lima Lima!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/715201661124-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Keeper haben Spa\u00df mit den Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 30. Juni 2016<\/strong><br \/>\nMwashoti schnappte sich heute Vormittag eines von Sonjes gro\u00dfen Ohren, steckte es in den Mund und nuckelte daran, wie es die kleinen Babys tun. Sp\u00e4ter beim Schlammbad flog ein Bienenschwarm \u00fcber die Herde hinweg, als die Keeper die Elefanten beim Spielen und Staubbaden beobachteten. Einige der Babys bekamen es mit der Angst zu tun. Ngasha und Ziwa rannten weg und suchten Schutz am Wasserloch, da sie genau wussten, dass die Bienen sie im Wasser nicht erreichen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/715201662253-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha staubt sich den R\u00fccken ein<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-juni-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch, 1. Juni 2016 Murera und Sonje waren heute Vormittag sehr besch\u00e4ftigt. Kaum waren die Tore von den Keepern ge\u00f6ffnet worden, rannten sie los, als ob es ein Wettbewerb war, wer sich um welches der Babys Alamaya und Mwashoti k\u00fcmmern d\u00fcrfte. Murera ging direkt zu Mwashotis Gehege und wartete am Tor darauf, dass er herauskam. &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-juni-2016\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eUmani Springs Juni 2016\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":8087,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[40,61,1],"tags":[],"class_list":["post-8086","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-tagebuch-der-keeper","category-umani","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8086","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8086"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8086\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8088,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8086\/revisions\/8088"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8087"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8086"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8086"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8086"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}