{"id":8186,"date":"2016-08-27T13:15:19","date_gmt":"2016-08-27T12:15:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=8186"},"modified":"2016-08-27T13:15:19","modified_gmt":"2016-08-27T12:15:19","slug":"nairobi-nursery-juli-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-juli-2016\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery Juli 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 1. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen waren heute Morgen in so aufgeregter Stimmung, dass sie rennend aus ihren Gehegen und St\u00e4llen kamen, trompeteten und sich gegenseitig anrempelten, als sie in den Wald liefen. Die B\u00fcsche mussten dann unter der Aufregung leiden, denn sie zertrampelten alles und schlugen um sich. Dieses Verhalten haben die Keeper schon \u00f6fter beobachtet, kurz bevor neue Waisen ins Waisenhaus kamen &#8211; gerade so, als ob die Elefanten dieses Ereignis vorhersehen k\u00f6nnen.<br \/>\nDiesen Monat sind Ambo, Jotto und Tagwa in die Gruppe der \u00e4lteren Waisen aufgestiegen und verbringen nun die Tage mit ihnen drau\u00dfen im Wald. Ambo h\u00e4ngt so sehr an Oltaiyoni, dass er Ndotto und Ngilai nicht beachtet, die schon versucht haben, ihn von seiner Adoptivmama wegzulocken. Die beiden Jungs versuchten alle m\u00f6glichen Tricks: Sie rollten sich auf dem Boden herum und hielten die R\u00fcssel in die Luft, um Baby Ambo umzustimmen, doch es gelang ihnen nicht &#8211; er liebt einfach seine Adoptivmama Oltaiyoni!<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde sorgten zwei m\u00e4nnliche L\u00f6wen f\u00fcr Aufregung, die ihren Kampf am Besuchsgel\u00e4nde und in den B\u00fcschen hinter dem B\u00fcro austrugen. Sie br\u00fcllten laut und k\u00e4mpften auch au\u00dfer Sichtweite noch weiter. Die erste Waisengruppe beim Schlammbad war dadurch etwas beunruhigt, und sie stellten ihre Ohren auf und hielten die R\u00fcssel in Richtung der L\u00f6wen. Sobald sich das L\u00f6wengebr\u00fcll aber weiter entfernte, beruhigten sie sich.<br \/>\nMittags erhielten wir einen Anruf, dass eine Elefantenrettung notwendig war, was zu den aufgeregten Waisen am Morgen passte. Der Anruf kam aus Tsavo, in der N\u00e4he von Voi, und das Rettungsteam wurde losgeschickt, um das arme Kalb ins Waisenhaus zu bringen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201645440-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ambo und seine Adoptivmama Oltaiyoni<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 2. Juli 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen es sich heute Morgen drau\u00dfen im Busch bequem machten, hatten Boromoko und Sirimon eine Rangelei. Das Spiel begann als normaler Ringkampf, eskalierte aber schnell zu einem ernsthaften Streit, bei dem die beiden sehr verbissen aussahen. Sie wollten es ausfechten, doch ihr Chef Sokotei kam hinzu und versuchte, die beiden k\u00e4mpfenden Jungs zu trennen. Sie beachteten ihn aber nicht, sondern schienen herausfinden zu wollen, wer nach Sokotei als n\u00e4chster in der Rangfolge kommen w\u00fcrde. Sie forderten sich auch im Laufe des Tages immer wieder heraus, konnten aber keinen Sieger ermitteln, denn sie scheinen beide gleichstark zu sein.<br \/>\nHeute wurden wir gegen 10 Uhr zu einer weiteren Rettung gerufen. Ein Kalb, von dem wir gestern schon geh\u00f6rt hatten, war erneut gesehen worden, und wir wurden verst\u00e4ndigt. Gegen 14 Uhr kam der Waise aus dem Amboseli-Nationalpark im Waisenhaus an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201663556-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Boromoko mit den anderen Waisen drau\u00dfen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 3. Juli 2016<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen um 9 Uhr ihre Milchflaschen bekommen hatten und danach wieder zum Grasen in den Busch zur\u00fcckkehrten, beobachtete Kiko sie aus der Ferne und schien zu \u00fcberlegen, ob er ihnen folgten sollte oder nicht. Er entschied sich daf\u00fcr, rannte ihnen nach und genoss den Rest des Vormittags ihre Gesellschaft. Kamok und Naseku lie\u00dfen ihm aber keinen Moment Ruhe und jagten ihn immer wieder, wenn er bei ihnen graste. Kiko ist aber selbstsicher genug, die Herausforderung anzunehmen. Er rennt einfach in einem gro\u00dfen Kreis weg, sodass die beiden M\u00e4dchen im Dickicht seine Spur verlieren und sich wundern, wo er geblieben ist.<br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde waren die Waisen heute sehr ruhig und konzentrierten sich haupts\u00e4chlich darauf, Gr\u00fcnfutter zu fressen. Als sie aber in den Wald zur\u00fcckkehrten, begannen Ndotto, Lasayen und Godoma, den kleinen Warzenschweinen nachzujagen, die sich bei den Keepern aufhielten. Die Warzenschweine verteilten sich, als die Waisen sie aufscheuchten, sodass die Elefanten nicht wussten, wem sie nun folgen sollten. Es war sehr lustig, als eines der Warzenschweine einen sehr scharfen Haken schlug, was Godoma \u00fcberraschte, die daraufhin ausrutschte und \u00fcber den Boden kullerte. Im gleichen Moment floh das von Lasayen und Ndotto verfolgte Warzenschwein, indem es \u00fcber Godoma sprang, die auf dem Boden lag. Godoma br\u00fcllte laut auf, als sie versuchte aufzustehen. Die treusorgenden M\u00e4dchen Mbegu und Dupotto kamen sofort angerannt, um ihr zu helfen, und damit war das wilde Spiel beendet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201665634-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko genie\u00dft frisches Futter<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 4. Juli 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute Morgen drau\u00dfen im Park waren, verwickelten sich Kauro und Tusuja in ein Kr\u00e4ftemessen, um ihre gegenseitige St\u00e4rke einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen. Diese Ringk\u00e4mpfe sind sehr wichtige Lektionen f\u00fcr die jungen Bullen, und sie werden weitergehen, wenn sie \u00e4lter sind, selbst dann, wenn sie bereits erwachsene Bullen in der Wildnis geworden sind. Dann werden sie um die Dominanz und das Recht sich fortzupflanzen k\u00e4mpfen m\u00fcssen. Kauro, Tusuja, Boromoko, Sirimon und Sokotei trainieren jetzt im Waisenhaus F\u00e4higkeiten, die sie sp\u00e4ter in der Wildnis brauchen werden.<br \/>\nDer kleine Jotto war heute bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde der Liebling aller, weil er so klein ist und fr\u00f6hlich an der Absperrung entlang lief, sodass die Besucher ihn anfassen konnten. Er schnupperte und tastete alles mit seinem winzigen R\u00fcssel ab, der noch so klein ist, dass er an manche Menschen nicht einmal heranreichen konnte. Einige der Schulkinder konnten kaum glauben, dass diese riesigen erwachsenen Elefanten ihr Leben so klein und verletzlich beginnen. Der kleine Jotto hatte es den Schulkindern sehr angetan, von denen einige auch sehr klein und fast seine Gr\u00f6\u00dfe waren, sodass er gar nicht aufbrechen wollte, als die Besuchszeit zuende war. Es war lustig zu sehen, wie er pl\u00f6tzlich von den Keepern wegrannte, um zu den Schulkindern zur\u00fcckzukehren. Als er den anderen Waisen folgen sollte, br\u00fcllte er protestierend auf. Die f\u00fcrsorgliche Mbegu flitzte schnell dorthin, wo Jotto zwischen den Schulkindern stand, die er mit seinem R\u00fcssel ber\u00fchrte. Einige machten Fotos und waren sehr \u00fcberrascht, als pl\u00f6tzlich Mbegu in ihrer Mitte stand, die sich den Weg zu ihrem Baby Jotto gebahnt hatte. Die Schulkinder rannten schnell auseinander, und die Keeper begleiteten Mbegu und Jotto in den Wald zur\u00fcck. Die Besucher waren sehr beeindruckt, wie f\u00fcrsorglich und liebevoll Mbegu mit den anderen Babys umgeht, und es ber\u00fchrte sie sehr.<br \/>\nDer Tag endete mit einer weiteren Rettung. Ein Waise aus Tsavo war beinahe im Koma, als er bei uns ankam, denn er war schon sehr lange von seiner Mutter getrennt gewesen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201671928-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen im Park<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 5. Juli 2016<\/strong><br \/>\nAm fr\u00fchen Morgen rannten Naseku, Roi, Dupotto und Godoma wild durch das Geb\u00fcsch, als sie ein paar Dikdiks nachjagten. Nachdem die armen Dikdiks geflohen waren, stampften die M\u00e4dchen weiter wild trompetend herum und wunderten sich, wo die Antilopen geblieben waren. Das Spiel endete, als Strau\u00dfendame Pea im Eiltempo an ihnen vorbeirannte, weil sie froh war, wieder aus ihrem Gehege zu kommen. Dabei lief sie dicht an Godoma vorbei, und diese erschreckte sich und br\u00fcllte laut auf. Sie rannte an Roi, Naseku und Dupotto vorbei zu Oltaiyoni und Mbegu, die ihr bereits entgegenkamen, um zu sehen, was los war. Bevor die beiden f\u00fcrsorglichen M\u00e4dchen Godoma erreicht hatten, waren auch Roi und Co schon bei ihr, um sie zu tr\u00f6sten. So trafen sie sich alle und t\u00e4tschelten Godoma mit ihren R\u00fcsseln, um sie zu beruhigen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201672613-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Naseku drau\u00dfen im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 6. Juli 2016<\/strong><br \/>\nKurz nachdem die Waisen am fr\u00fchen Morgen aus ihren Gehegen gekommen waren, konnte man beobachten, wie die f\u00fcrsorglichen M\u00e4dchen Oltaiyoni, Mbegu, Dupotto, Kamok und Roi sich an den St\u00e4llen der kleinen Babys aufhielten, sie begr\u00fc\u00dften und eine Weile mit ihnen kommunizierten. Maramoja, eines der neuen kleinen Babys, umschlang R\u00fcssel mit Mbegu. Oltaiyoni, Roi und Kamok gingen zum Stall von Pare, einem anderen Neuling, und lie\u00dfen Mbegu und Dupotto bei Maramoja. Als die Keeper die Waisenherde in den Wald hinaus brachten, kollerten die zwei Babys protestierend, weil ihre neuen Freunde verschwunden waren und sie mehr Zeit mit ihnen verbringen wollten. Keines der beiden hat sich aber schon genug eingelebt, um mit in den Busch hinauszugehen.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch verbrachten Galla und Sana Sana viel Zeit zu zweit, in einigem Abstand zu den anderen Waisen. Die Keeper mussten sie suchen, nachdem sie zusammen verschwunden waren. Sie sind eng miteinander befreundet und scheinen \u00e4hnliche Charakterz\u00fcge zu haben: Beide sind sehr ruhig und nett und wollen sich nicht so richtig mit den anderen Waisen anfreunden. Da sie aber sehr gierig nach ihrer Milch sind, bleiben sie nicht lange verschwunden. Beide br\u00fcllen auch ihre Keeper an, wenn ihre Milch alle ist und verlangen auf diese Weise nach mehr.<br \/>\nHeute musste erneut ein Baby aus Amboseli gerettet werden. Sein Gesundheitszustand war sehr schlecht, und es war offenbar schon sehr lange von seiner Mutter und ihrer Milch getrennt gewesen. Sie bekam noch vor Ort lebensrettende Milch und wurde direkt nach Nairobi geflogen und ins Waisenhaus gebracht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201673137-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oltaiyoni ist eine \u00e4u\u00dferst f\u00fcrsorgliche Leitkuh<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 7. Juli 2016<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war es sehr sonnig, sodass die Waisen schnell ihre Milch leerten und dann zum Schlammbad eilten. Godoma, die das Schlammbad sehr liebt, war die erste im Matsch und spritzte wild darin herum, gefolgt von Lasayen, Ndotto und Rapa. Sie alle rollten und spielten im matschigen Wasser. Ndotto tat das, was er am liebsten tut: Er jagte im Wasser hinter Godoma her, um auf ihr herumklettern zu k\u00f6nnen. Meistens entkam Godoma ihm, weil der dicke Matsch die Verfolgung f\u00fcr ihn schwierig machte. Einmal verpasste Ndotto sie nur knapp und landete stattdessen mit dem Kopf im Wasser. Das lockte sofort seinen Freund Lasayen an, der her\u00fcberkam und seinen Kopf an Ndottos Hintern kratzte. Ndotto meckerte daraufhin laut, weil er so nicht ordentlich aufstehen konnte, und die Keeper kamen dazu, um ihm zu helfen. Ndotto stand beleidigt wieder auf und wollte sofort Lasayen attackieren, doch Lasayen wehrte sich. Es entwickelte sich ein Kampf, den schlie\u00dflich Mbegu beendete, die hinzukam und den Frieden wieder herstellte.<br \/>\nW\u00e4hrenddessen spielte Murit mit den Babys in einer Ecke mit der lockeren Erde. Er stellte sich so auf, dass Ambo und Jotto zu ihm kamen und ihren Spa\u00df bei ihm hatten. Sie spielten alle im Staub, und auch Tagwa neben ihnen machte mit. Tagwa ist wirklich ein s\u00fc\u00dfer kleiner Elefant, sehr ruhig und nett, und sie erlaubt es den wilden kleinen Jungs Ambo und Jotto, an ihr herumzuschubsen, ohne sich zu beschweren oder zur\u00fcckzuschubsen. Sie bleibt einfach nur stehen. Sie ist eine sehr bescheidene Pers\u00f6nlichkeit und k\u00f6nnte sp\u00e4ter einmal, wie Mbegu, sehr f\u00fcrsorglich und besch\u00fctzend den anderen Elefanten ihrer Gruppe gegen\u00fcber sein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81520167386-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Endlich wieder ein sonniger Tag<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 8. Juli 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute Morgen in den Wald hinausgingen, kamen sie mit ihren Keepern an zwei L\u00f6wen vorbei, die auf einem Ameisenh\u00fcgel sa\u00dfen. Sie hielten vermutlich Ausschau nach Warzenschweinen, die sie jagen und dann fressen wollten. Die Warzenschweine halten sich h\u00e4ufig bei den Elefanten und ihren Keepern auf, weil sie sich dort sicherer f\u00fchlen. Sobald die Keeper die L\u00f6wen sahen, brachten sie ihre Sch\u00fctzlinge weg, da sie sich auch Sorgen um Strau\u00dfendame Pea machten. Auch Kiko, der kurz hinter den Waisen kam, wurde aus Sicherheitsgr\u00fcnden zu den Stallungen zur\u00fcckgef\u00fchrt.<br \/>\nDie Warzenschweine hielten sich, nachdem sie die L\u00f6wen am Morgen gesehen hatten, den Rest des Tages nahe bei der Babygruppe auf, obwohl sie keine ruhige Minute hatten. Sokotei, Boromoko, Kauro, Oltaiyoni, Sirimon, Kamok und Roi versuchten immerzu, sie von den Babys und der Elefantenfamilie zu verjagen. Das war aber nicht leicht f\u00fcr die J\u00e4ger, da die Warzenschweine einfach immer wieder zur\u00fcckkamen, bis Sokotei und Co. schlie\u00dflich aufgaben und den Warzenschweinen die Sicherheit bei ihnen und den Keepern g\u00f6nnten. Selbst bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde begleiteten die Warzenschweine die Waisen zum Schlammloch und grasten zusammen mit ihnen. Als die erste Gruppe wieder vom Wasserloch aufbrach, waren die Warzenschweine ebenfalls dabei, sodass einige der Besucher sogar fragten, ob sie ebenfalls Waisen waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81520167401-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko geht zu seinem Stall zur\u00fcck<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 9. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDer n\u00e4chste Schritt in die Wildnis r\u00fcckt n\u00e4her f\u00fcr Sokotei, Sirimon und Boromoko, sodass sie heute Morgen bereits ihre 9-Uhr-F\u00fctterung im Umzugs-LKW bekamen, um das Einsteigen zu \u00fcben. Die Jungs haben seit ein paar Monaten regelm\u00e4\u00dfig Training im LKW, sodass sie nicht besonders aufgeregt waren und ihre Flaschen zufrieden im Laderaum tranken. Kamok, Roi, Oltaiyoni, Naseku, Kauro und Tusuja leisteten ihnen Gesellschaft, und es war lustig zu sehen, dass Boromoko und Sokotei sogar gar nicht wieder aus dem LKW herausgehen wollten, nachdem sie etwas leckeres Gr\u00fcn dort entdeckt hatten! Bei der Generalprobe um 17 Uhr ging alles wie am Schn\u00fcrchen, sodass wir uns keine Sorgen wegen ihres Einstiegs morgen fr\u00fch machen, wenn sie ihren R\u00fcckweg in die Wildnis antreten werden. Wir werden sie sehr vermissen, aber wir sind auch gl\u00fccklich, dass sie es so weit geschafft haben und diesen Schritt nun gehen k\u00f6nnen. Viel Gl\u00fcck, Boromoko, Sirimon und Sokotei!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201674653-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Boromoko am letzten Tag vor dem Umzug<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 10. Juli 2016<\/strong><br \/>\nVor Sonnenaufgang waren die drei Jungs Sokotei, Boromoko und Sirimon bereit f\u00fcr ihre Reise zur\u00fcck in die Wildnis Ithumbas im Tsavo-East-Nationalpark. Alle drei gingen ohne Probleme in den LKW hinein und binnen weniger Minuten hatten sie es sich in ihren Abteilen gem\u00fctlich gemacht und fra\u00dfen das Gr\u00fcn, das f\u00fcr die bereitgelegt worden war.<br \/>\nAls die anderen Waisen aus ihren Gehegen kamen, schienen Kauro und Tusuja drau\u00dfen im Busch beinahe froh zu sein, dass die gro\u00dfen Jungs weg waren. Sie jagten wild im Geb\u00fcsch herum und spielten fr\u00f6hlich miteinander. Sie scheuchten Roi, Mbegu, Dupotto und Naseku in der Gegend herum und nutzten weidlich aus, dass sie nun die gro\u00dfen Jungs des Waisenhauses sind und ihnen niemand mehr Vorschriften machen kann &#8211; au\u00dfer Leitkuh Oltaiyoni! Nachdem sie eine Weile die M\u00e4dchen ge\u00e4rgert hatten, vertieften sie sich in einen sehr verbissenen Ringkampf, als ob sie gleich herausfinden wollten, wer von ihnen nun der dominante Bulle der Herde ist. Keiner der beiden schien eindeutig zu gewinnen, auch wenn Kauro etwas st\u00e4rker zu sein schien &#8211; auch da Tusuja der ruhigere und umsichtigere Elefant ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201675032-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro ist nun einer der gro\u00dfen Jungs im Waisenhaus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 11. Juli 2016<\/strong><br \/>\nOltaiyoni ist nun schon seit l\u00e4ngerem die Anf\u00fchrerin und Leitkuh der Herde, und sie macht diesen Job sehr gut. Sie kann gut erkennen, wer aus der Herde gerade Hilfe und besondere Zuneigung braucht, und das betrifft auch die Neulinge. Obwohl die drei \u00e4ltesten Jungs seit ein paar Tagen weg sind, ist die Herde stabil und intakt geblieben; nur Sana Sana wandert noch immer gern allein herum. Seit der Abreise der Bullen ist Oltaiyoni aber etwas ruppiger gegen\u00fcber den Keepern und erstaunlicherweise auch gegen\u00fcber Neuling Pare geworden, der k\u00fcrzlich das erste Mal mit den Waisen hinausgehen konnte, nachdem er am 2. Juli angekommen war. Wir wissen nicht, warum sie sich so verh\u00e4lt, doch vielleicht ist das nur vor\u00fcbergehend.<br \/>\nKiko war heute unabh\u00e4ngig und frech wie eh und je. Er verlie\u00df heute kurz vor 11 Uhr die Keeper bei der Babygruppe und ging direkt zur Absperrung f\u00fcr die Besucher der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde. Dort fra\u00df er von den Akazien und beobachtete die Leute, die in der Schlange standen. Einige der Besucher wollten gar nicht zum Schlammbad hinuntergehen, als der Eingang ge\u00f6ffnet wurde, weil sie ganz damit besch\u00e4ftigt waren, Fotos von Kiko zu machen!<br \/>\nSp\u00e4ter am Nachmittag ging auch Esampu, das am 6. Juli gerettete neue Waisenbaby, mit den Babys und Pea in den Wald hinaus. Peas Anwesenheit st\u00f6rte sie aber offenbar, sodass sie die arme Strau\u00dfendame herumscheuchte. Das passiert h\u00e4ufig bei den Neulingen, die nicht verstehen, warum ein Strau\u00df unter ihnen ist!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81520168302-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oltaiyoni<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 12. Juli 2016<\/strong><br \/>\nBevor die Waisen am Morgen tiefer in den Wald gingen, durfte sich Esampu der Familie anschlie\u00dfen. Aus der Ferne sah Mbegu sie n\u00e4herkommen und ging zu ihr, um sie in der Herde willkommen zu hei\u00dfen. Es war Esampus erstes Treffen mit all den anderen Waisen, und als sie Mbegu auf sich zurennen sah, erschreckte sie sich leider und machte sich in entgegengesetzter Richtung davon. Mbegu folgte ihr und gab nicht auf. Schlie\u00dflich holte sie sie ein und konnte sie davon abhalten, ins dichte Geb\u00fcsch zu fliehen. Sie f\u00fchrte sie zum Rest der Herde zur\u00fcck, was nicht leicht war f\u00fcr Mbegu, da die Kleine sich umdrehte und ihr einen Kopfsto\u00df verpasste! Doch die verst\u00e4ndnisvolle Mini-Leitkuh Mbegu war sehr nett und geduldig, sodass sie sie irgendwann \u00fcberzeugt hatte und sie gemeinsam bei der Gruppe ankamen. Auch Roi und Dupotto bemerkten die Anwesenheit des Neulings und schlossen sich Mbegu bei den Begr\u00fc\u00dfungszeremonien an. Als Esampu nun noch zwei weitere Elefanten auf sich zukommen sah, wollte sie sich erneut umdrehen und fliehen, doch Mbegu versperrte ihr den Weg. Roi und Dupotto untersuchten die Kleine und tasteten sie mit ihren R\u00fcsseln am ganzen K\u00f6rper ab. Als sie damit fertig waren, gingen sie wieder davon, und die kleine Waise nutzte die Gelegenheit, um wieder wegzulaufen. Dieses Mal rannte Oltaiyoni dem Baby hinterher, und als sie n\u00e4her kam, streckte sie ihren R\u00fcssel aus und nahm sie unter ihre Fittiche. Sie kollerte laut und hatte die Ohren aufgestellt, sodass die ganze Herde angerannt kam und alle um das kleine Baby herumstanden, das sich unter Oltaiyonis Kopf versteckte. Schlie\u00dflich beruhigte sie sich, dank Oltaiyonis Gekuschel und Gekoller. Sie gew\u00f6hnte sich an die Situation und konnte den Rest des Vormittags mit den \u00e4lteren Waisen drau\u00dfen im Busch bleiben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201683227-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 13. Juli 2016<\/strong><br \/>\nWir sind sicher, dass Elefanten, wie auch Menschen, Albtr\u00e4ume und schlaflose N\u00e4chte haben k\u00f6nnen. Naseku hatte heute so eine schlechte Nacht; nachdem sie ihre 21-Uhr-Milch getrunken hatte, legte sie sich sofort wieder schlafen, doch nach etwa einer Stunde begann sie, im Schlaf zu schreien, und pl\u00f6tzlich stand sie auf und kollerte und trompetete. Sie schubste an ihrem Tor herum und hatte dabei die Ohren weit aufgestellt, doch als sie nichts bedrohliches wahrnehmen konnte, beruhigte sie sich wieder, fra\u00df von dem Gr\u00fcnfutter, das die Keeper ihr bereitgelegt hatten und legte sich wieder zum Schlafen hin. Die Albtr\u00e4ume verfolgten das arme M\u00e4dchen aber weiter, und es dauerte nicht lange, bis sie erneut im Schlaf kollerte und sich wieder genauso benahm. Sie bekam die ganze Nacht keinen vern\u00fcnftigen Schlaf. Sie war froh, als am Morgen ihr Tor ge\u00f6ffnet wurde und rannte sofort in den Wald, ohne auch nur eine Minute an den Stallungen zu verschwenden. Normalerweise grast sie f\u00fcr sich allein und in einigem Abstand zu den anderen Waisen, doch heute war es anders. Sie blieb bei der Herde und graste zusammen mit Kauro, Kamok, Oltaiyoni und Tusuja bis zur Besuchszeit. Nach der Besuchsstunde wurde sie wieder etwas selbstsicherer und verhielt sich wie \u00fcblich.<br \/>\nMbegu schien heute schlecht gelaunt zu sein. Sie bestrafte die Babys f\u00fcr die kleinsten Dummheiten, die sie sonst meistens einfach ignoriert. Rapa und Godoma litten am meisten darunter. Godoma hatte nur ein paar Zweige von Murit stibitzt, an denen er gerade fra\u00df, und Rapa war versehentlich auf Ambo getreten, als er r\u00fcckw\u00e4rts lief. Er wurde beiseite geschoben und von der Gruppe weggeschickt und durfte den Rest des Tages nicht zu den Kleinen zur\u00fcck! Mit Mbegu war heute nicht zu spa\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201683449-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Naseku grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 14. Juli 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen genossen die Waisen das Grasen in der N\u00e4he der Stallungen. Rapa ist immer eifers\u00fcchtig, wenn irgendein anderes Baby die Gesellschaft seines besten Freundes Tusuja sucht, vor allem bei den neuen Babys, die sich daher von Tusuja fernhalten. Heute war Rapa aber sehr nett zu Pare, der in der N\u00e4he von Tusuja graste; er schubste ihn nicht weg, sondern war sogar sehr freundlich zu ihm. Er brachte das Baby zusammen mit Tusuja zu leckerem Gr\u00fcn, von dem sie gerne grasen. Ab und zu h\u00f6rte Tusuja kurz auf zu fressen, um nach Pare zu sehen, und Rapa hatte nichts dagegen.<br \/>\nW\u00e4hrend Tusuja sich um Pare k\u00fcmmerte, war Sana Sana damit besch\u00e4ftigt, auf Esampu aufzupassen. Esampu scheint ein recht dickk\u00f6pfiges kleines M\u00e4dchen zu sein, und sie l\u00e4uft beim Grasen immer wieder von der Herde weg. Sana Sana war auch so gewesen, doch in letzter Zeit ist sie etwas anh\u00e4nglicher geworden. Sana Sana f\u00fchrte das kleine Baby zu einem Dickicht voller weichem Gr\u00fcn und lie\u00df sie nicht entkommen. Immer wenn sie sich bewegte, ging Sana Sana mit ihr, und wenn sie versuchte wegzulaufen, stellte sich Sana Sana ihr in den Weg und man\u00f6vrierte sie zu dem weichen Gras zur\u00fcck. Es war sch\u00f6n f\u00fcr das kleine M\u00e4dchen, etwas Zeit mit jemandem zu verbringen, der sie ein wenig besser verstehen kann.<br \/>\nPea hat sich vor kurzem verletzt, als sie mit den \u00e4lteren Waisen spielte. Sie war gegen einen umgest\u00fcrzten Baum gerannt und eine Schnittwunde am Bein davongetragen, sodass es sogar blutete. Sie legt sich noch immer h\u00e4ufig hin, wenn sie gerade nicht frisst, doch wir sind sicher, dass es mit etwas Behandlung wieder heilen wird.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201683627-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rapa staubbadet<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 15. Juli 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein wunderbarer Morgen f\u00fcr die Waisen, denn als sie in den Wald hinausgingen, war es bereits sonnig und warm, nicht so kalt wie an den vorigen Tagen. Sie machten alle einen gl\u00fccklichen und verspielten Eindruck, und Ndotto und sein Freund Lasayen spielten mit den anderen Verstecken, w\u00e4hrend Kauro Tusuja und Roi mit einer Rangelei unterhielt.<br \/>\nBeim Schlammbad gab es frische rote Erde, und keiner der Waisen wollte auf den Spa\u00df verzichten. Jotto, der ein sehr verspielter Junge ist, hatte zusammen mit Murit seinen Spa\u00df in der Erde. Murit ist immer sehr nett und zuvorkommend und wei\u00df, wie man mit den kleinen Waisen umgehen muss. Er rollte sich auf dem Erdhaufen etwas abseits von den \u00e4lteren, ruppigeren Waisen herum, und nur der kleine Jotto war bei ihm. Ndotto verhielt sich als w\u00e4re er der Superstar und sa\u00df mitten auf dem Gel\u00e4nde stilvoll mit Naseku und Lasayen zusammen auf dem Boden. Eine weitere Gruppe, bestehend aus Galla, Sana Sana, Tagwa und Ambo, spielte in einer anderen Ecke. Mbegu lief von einer Gruppe zur n\u00e4chsten, um sicherzugehen, dass es den j\u00fcngeren Babys gut ging.<br \/>\nBei der privaten Besuchsstunde um 15 Uhr war es wie am Vormittag. Alle Waisen bildeten ihre Gruppen und rollten und staubten sich in der lockeren Erde ein. Oltaiyoni legte sich auf einen der Erdhaufen, und die Babys umringten sie, um auf ihrem R\u00fccken herumzuklettern und herunterzurutschen. Kauro war nat\u00fcrlich auch dabei und schloss sich den Babys an &#8211; er wird nie genug vom Klettern bekommen! Er begann dann auch, auf die Kleinen zu klettern, doch als Oltaiyoni das sah, stand sie sofort auf und zog Ambo besch\u00fctzend zu sich heran, w\u00e4hrend sie Kauro wegschubste.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81520168381-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 16. Juli 2016<\/strong><br \/>\nJedes Waisenkind bei uns hat seinen ganz eigenen Charakter. Es ist jetzt gut zwei Wochen her, dass Maramoja gerettet wurde, und dieses kleine M\u00e4dchen ist noch immer sehr wild. Es hat lange gedauert, bis sie sich im Waisenhaus eingelebt hat. Sie hat ein Gehege direkt neben Oltaiyoni, und Oltaiyoni scheint sie auch zu m\u00f6gen. Immer wenn Oltaiyoni abends in ihr Gehege zur\u00fcckkehrt, schaut sie entweder vor oder nach ihrer Milchf\u00fctterung nach dem kleinen M\u00e4dchen, um zu sehen, wie es ihr geht. Als Oltaiyoni und die anderen heute Morgen aufbrachen, wollte Maramoja unbedingt mit ihnen in den Wald gehen. Luggard ging zu ihrem Tor, und seine Anwesenheit beruhigte sie ein Weile.<br \/>\nAlle Babys lieben ihre Milch sehr, doch Mbegu \u00fcbertreibt es manchmal ein wenig. Sie kann es nicht mit ansehen, wenn auch nur der kleinste Tropfen davon verschwendet wird, und sie saugt jeden Rest auf, der beim Trinken danebengeht. Als sie heute ihre versch\u00fcttete Milch aufsammelte, kam Dupotto hinzu und wollte auch etwas davon haben. Das \u00e4rgerte Mbegu, und sie schubste sie mit ihren Sto\u00dfz\u00e4hnen davon.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201683955-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maramoja bei den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 17. Juli 2016<\/strong><br \/>\nRoi k\u00fcmmert sich sehr gern um den kleinen Ngilai, doch ihr liegt das Bemuttern nicht so sehr wie einigen anderen. Sie versuchte den ganzen Vormittag, ihm hinterherzulaufen und sich um ihn zu k\u00fcmmern, doch er lief immer wieder vor ihr weg. Ngilai mag es, an den Ohren der Waisen zu nuckeln, die auf ihn aufpassen, und das ist gerade etwas, was Roi nicht erlaubt! M\u00f6glicherweise lief er deshalb immer weg und hielt stattdessen Ausschau nach Kamok oder Dupotto, die ihm das erlauben.<br \/>\nSana Sana hat sich sehr gut eingelebt und ist ein sehr s\u00fc\u00dfes M\u00e4dchen. Sie kommt gern zu den Keepern und bleibt dann bei ihnen; manchmal nuckelt sie auch an deren Finger und beschwert sich schreiend, wenn die Keeper ihr das verweigern. Das nervt die kleinen Jungs Jotto und Ambo, die etwas eifers\u00fcchtig auf die Aufmerksamkeit sind, die Sana Sana bekommt. Darum \u00e4rgern sie das kleine M\u00e4dchen, wann immer es sich ihnen n\u00e4hert &#8211; sie wollen die Keeper ganz f\u00fcr sich allein haben!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201684139-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Roi sucht Ngilai<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 18. Juli 2016<\/strong><br \/>\nHeute, als es um 9 Uhr Milch gab, wurde die Entscheidung getroffen, endlich Maramoja mit den anderen Waisen in den Wald hinaus zu lassen. Sie wurde von Mbegu, Kauro, Dupotto, Kamok, Lasayen, Roi und Oltaiyoni in den Busch hinaus begleitet. Die ganze Gruppe stand um sie herum, als ihr Tor ge\u00f6ffnet wurde, und sie war sehr \u00fcberw\u00e4ltigt. Kamok und Roi gingen vorneweg, um ihr den Weg zu zeigen, und sie folgte dicht hinter ihnen. Die restlichen Waisen waren im Wald geblieben und begr\u00fc\u00dften sie dort. Kaum hatte Maramoja das Geb\u00fcsch gesehen, rannte sie hin und begann zu fressen. Sie sah sehr aufgeregt und gl\u00fccklich aus, endlich aus ihrem Gehege zu sein! Roi, Dupotto und Kauro besch\u00e4ftigten sich mit ihr, w\u00e4hrend sie alle grasten. Kauro versuchte allerdings sp\u00e4ter, auf ihr herumzuklettern, weswegen er es mit den Keepern zu tun bekam. Mbegu war au\u00dferordentlich f\u00fcrsorglich und verbrachte viel Zeit mit ihr, umr\u00fcsselte sie und beschnupperte sie am ganzen K\u00f6rper. Es war interessant zu beobachten, wie die beiden ihre R\u00fcssel im langen Gras zusammensteckten, etwas abrupften und es sich dann teilten. Als Tusuja und Naseku sp\u00e4ter versuchten, Maramoja herumzuschubsen, war Mbegu zur Stelle, um sie zu besch\u00fctzen. Maramoja war auch den Keepern gegen\u00fcber nicht so aggressiv, wie sie in ihrem Gehege schien. Die Keeper scheinen langsam ihr Vertrauen zu gewinnen. Sie besuchte heute noch nicht die \u00f6ffentliche Besuchsstunde, aber sie ging mit zum kleineren privaten Besuch, bei dem sie sich tadellos verhielt. Es war ein guter erster Tag f\u00fcr Maramoja drau\u00dfen im Busch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201684425-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maramoja ist das erste Mal drau\u00dfen im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 19. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDie ganze Herde war den Vormittag \u00fcber zusammen, nachdem sie in den Wald gegangen waren. Sp\u00e4ter spielte sich ein kleines Drama ab, als Ambo seine Adoptivmama Oltaiyoni nicht finden konnte, die ohne sein Wissen mit einigen der \u00e4lteren Waisen tiefer in den Wald gegangen war. Ambo spielte verr\u00fcckt und rannte mit hoch erhobenem R\u00fcssel in alle Richtungen, w\u00e4hrend er versuchte, Oltaiyoni zu wittern. Er schrie so laut er konnte und hoffte auf eine Antwort, aber sie war schon ein paar Kilometer entfernt im Wald. Nachdem er es eine Weile erfolglos versucht hatte, wandte er sich seinen menschlichen Eltern zu und beruhigte sich langsam wieder. Er durfte an ein paar Fingern nuckeln und war schlie\u00dflich wieder zufrieden, gl\u00fccklich in der Gesellschaft seiner Keeper.<br \/>\nMaramoja hat sehns\u00fcchtig darauf gewartet, mit ihren Freunden in den Wald gehen zu d\u00fcrfen, und nun verh\u00e4lt sie sich auch den Keepern gegen\u00fcber ganz anders als damals, als sie noch in ihrem Gehege bleiben musste &#8211; sie scheint sich jetzt viel besser eingelebt zu haben. Heute ging sie mit zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde, und auch das lief sehr gut. Nur Oltaiyoni ging ab und zu hin\u00fcber und schubste sie, doch ansonsten gefiel es ihr sehr gut und sie f\u00e4rbte ihre Haut im Schlammbad genauso rot, wie die anderen Waisen. Die meisten haben sie in ihrer kleinen Herde willkommen gehei\u00dfen, nur Oltaiyoni tut sich aus irgendeinem Grund noch schwer, sie vollst\u00e4ndig zu akzeptieren.<br \/>\nNaseku hatte heute viel Spa\u00df dabei, durch das Geb\u00fcsch auf und ab zu stampfen und laut zu trompeten. Roi und Rapa schlossen sich ihr bei diesen Feierlichkeiten an, doch das Vergn\u00fcgen dauerte nur kurz an. Tusuja beendete den Spa\u00df, vermutlich weil ihm das Trompeten auf die Nerven ging. Kiko wird nun immer unabh\u00e4ngiger und verbringt mehr Zeit allein. Alles was ihn von den Keepern noch interessiert, ist die Milch, und wenn er diese getrunken hat, geht er davon und besch\u00e4ftigt sich selbst. Dann geht er zum Beispiel los, um Akazien zu finden, von denen er grasen kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201684546-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ambo hat endlich Oltaiyoni gefunden<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 20. Juli 2016<\/strong><br \/>\nNormalerweise treffen die j\u00fcngeren Babys wie Jotto, Esampu, Ambo, Tamiyoi, Tagwa und Luggard im Laufe des Vormittags die \u00e4lteren Waisen im Park. Heute aber waren die gr\u00f6\u00dferen schon tiefer in den Wald gelaufen, als die Babys herauskamen. Auf dem Weg nach drau\u00dfen schubste Luggard den kleinen Ambo, wie er es h\u00e4ufiger mit den kleineren Waisen tut, und Ambo br\u00fcllte auf. Aus der Entfernung tauchte pl\u00f6tzlich Oltaiyoni mit einigen anderen \u00e4lteren Waisen wie Roi, Dupotto, Kauro, Lasayen und Kamok auf, um nach den Babys zu sehen. Als sie die Babys erreichte, interessierte sich Oltaiyoni nur f\u00fcr Ambo. Sie ging an Esampu vorbei, fischte Ambo aus der Gruppe heraus und nahm ihn mit sich. Die restlichen Waisen, die sie begleitet hatten, mischten sich eine Weile unter die Babys, ehe sie zu Oltaiyoni zur\u00fcckkehrten.<br \/>\nNdotto war heute nicht so aktiv und unterhaltsam wie sonst. Er ist normalerweise Jedermanns Freund und bringt seine Elefantenfreunde wie auch die Menschen regelm\u00e4\u00dfig zum Schmunzeln. Er frisst gut und ist gesund, also war er heute wohl einfach nicht in der Stimmung zum Spielen. Er interessierte sich heute mehr f\u00fcr Pare, und die beiden unterhielten sich viel, nachdem sie sich drau\u00dfen im Wald getroffen hatten.<br \/>\nGestern war es Naseku gewesen, die gefeiert und wild herumgerannt war, und heute sorgte Roi f\u00fcr fr\u00f6hliche Stimmung, als die Waisen nach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde zur\u00fcck in den Wald rannten. Kauro, Kamok, Maramoja und Ngilai folgten ihr alle. Sie stampften herum, trompeteten und kollerten vor Freude. Es war wie ein l\u00e4rmender Chor, als sie sich gegenseitig mit lautem Kollern antworteten. Das ging eine Weile so weiter, bis sich daraus schlie\u00dflich eine Warzenschweinjagd entwickelte! Die Warzenschweine waren in der N\u00e4he und hofften auf ein paar \u00dcberreste vom Mittagessen der Keeper, doch dann wurden sie von den Waisen vertrieben, die sie nicht dort haben wollten. Danach machten sich die Waisen an das nachmitt\u00e4gliche Grasen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201684754-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tamiyoi mit ihrer Decke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 21. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDie beste Gelegenheit zu sehen, welche Waisen welche anderen besonders gern haben, bekommt man, wenn dem jeweils anderen etwas &#8211; gutes oder schlechtes &#8211; passiert. Jotto liebt es, bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde mit den Schulkindern zu spielen. Nachdem er seine Milch geleert hatte, ging er in die Ecke, in der die Kinder waren. Als die Besuchszeit fast vorbei war, probierte er noch das Wasser im Schlammloch. Er wurde immer mutiger und bespritzte seinen kleinen K\u00f6rper, w\u00e4hrend er immer weiter in den Pool hinein ging. Die Keeper riefen ihn zur\u00fcck, doch er beachtete sie nicht und ging immer tiefer in den dichten, klebrigen Schlamm. Als er endlich wieder zu Sinnen kam, war er mitten im Pool und hing dort fest! Er schrie um Hilfe, was Mbegu h\u00f6rte, die bereits auf dem Weg zur\u00fcck in den Wald war. Die Keeper versuchten, ihn mit einer Milchflasche herauszulocken, doch dann kam Mbegu an und ging in den Pool hinein, um ihrem Baby zu helfen. Dabei wurde sie von einigen Besuchern angefeuert, die noch da waren, und schlie\u00dflich f\u00fchrte sie Klein-Jotto hinaus und umr\u00fcsselte ihn ausf\u00fchrlich.<br \/>\nKamok ist auch immer sehr aufgeregt, wenn sie die Schulkinder sieht. Wenn sie vor Begeisterung aufschreien, versucht sie immer, sie mit ihrem R\u00fcssel zu erwischen. Heute war es aber anders, denn es waren viele Schulkinder da, und die Keeper hatten sie die ganze Zeit im Auge. Immer wenn Kamok sich den Kindern n\u00e4herte, war ein Keeper bei ihr. Schlie\u00dflich gab sie es auf, mit den Kindern spielen zu wollen, und versch\u00fcttete stattdessen das ganze Wasser aus den Wassertonnen. Nachdem sie die Tonnen dann in Fu\u00dfb\u00e4lle verwandelt hatte, rannte sie herum und trat sie in alle Richtungen. Damit war sie besch\u00e4ftigt bis zum Ende der Besuchszeit.<br \/>\nPeas Beinwunde heilt langsam, und heute war sie sogar mit zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde. Auch Ndotto war heute wieder aktiv und verspielt wie immer. Er rannte an der Absperrung auf und ab, um die Zuschauer zu begr\u00fc\u00dfen und spielte auch mit Naseku.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201684925-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jotto und Maramoja<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 22. Juli 2016<\/strong><br \/>\nWir staunen immer wieder, wenn wir daran erinnert werden, wie intelligent selbst die ganz jungen Elefanten schon sind. Pare ist es gewohnt, dass zur Zeit der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde einige seiner Freunde mit ein paar der Kleinen weggehen. Heute war die ganze Herde seit dem fr\u00fchen Morgen gemeinsam im Wald, und als die mittlere Gruppe zur Besuchsstunde aufbrach, blieben die \u00e4lteren Waisen zusammen mit Pare und den anderen kleinen Babys zur\u00fcck. Als dann die \u00e4lteren Waisen aufbrachen, kam nach zehn Minuten die mittlere Gruppe zur\u00fcck, sodass Pare und die anderen nicht lange allein waren. Nach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde versammelten sich alle wieder im Wald, und Pare diskutierte lange mit Sana Sana. Seit er im Waisenhaus ist, war Pare noch nie beim Schlammbad oder hat dort seine Milch bekommen. Als es dann heute Zeit f\u00fcr die private Besuchsstunde war, fehlte Pare pl\u00f6tzlich, und Sana Sana graste allein. Es begann eine fieberhafte Suche, und wir fanden ihn an Schlammloch, wo er auf seine Milch wartete &#8211; obwohl er dort noch nie welche bekommen hatte! Die Keeper, die die Milch mit der Schubkarre hinunter brachten, waren perplex, als sie ihn dort stehen sahen, wie auch alle anderen. Nachdem er seine Milch getrunken hatte, g\u00f6nnte er sich noch ein ausgiebiges Schlammbad, was er auch seit seiner Ankunft hier nicht gehabt hatte, und er genoss es sehr.<br \/>\nKiko schloss sich heute auch den Waisen bei der privaten Besuchsstunde an; wie \u00fcblich entschied er selbst \u00fcber seinen Tagesablauf. Das letzte Mal sahen wir ihn heute in der N\u00e4he einer wilden Giraffenherde. Er muss ihnen ein St\u00fcck gefolgt sein, aber er h\u00e4lt immer noch einen Sicherheitsabstand zu den wilden Giraffen. Kauro passt zurzeit auf Maramoja auf und begleitet sie \u00fcberall hin. Mit seinem allgemein sehr freundlichen Auftreten scheint er ihr Vertrauen gewonnen zu haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201685111-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Pare und Oltaiyoni<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 23. Juli 2016<\/strong><br \/>\nNgilai kann mitunter etwas frech sein und manchmal auch ganz sch\u00f6n verschlagen. Heute spielte und graste er am fr\u00fchen Morgen mit Maramoja, und pl\u00f6tzlich waren die beiden verschwunden. Ngilai hatte Maramoja zum Schlammbad gebracht. Wie ein Kind, das wei\u00df, dass es frech war, begann er sofort zu schreien und so schnell er konnte in den Busch zur\u00fcckzulaufen, als er einen Keeper auf sie zukommen sah, der sie in den Wald zur\u00fcckholen wollte. Maramoja war kurz verwirrt, wunderte sich, was wohl los war und rannte ihm dann nach.<br \/>\nSp\u00e4ter waren alle Waisen in kleinen Gruppen im Wald. Einige grasten zusammen, und andere spielten. Eine Gruppe, bestehend aus Roi, Tusuja, Godoma, Dupotto, Ngilai und Rapa, graste zusammen auf den Ebenen, weit entfernt von den anderen Waisen. Sie spielten und fra\u00dfen von dem langen Gras, das es dort gibt. Pl\u00f6tzlich waren sie alle sehr aufmerksam, und die, die gespielt und sich auf dem Boden herumgerollt hatten, standen wieder auf. Dann rannten sie alle zu ihren Keepern zur\u00fcck. Ngilai lief zuerst ganz hinten, \u00fcberholte dann aber alle, auch Tusuja. Er scheint einer der schnellsten L\u00e4ufer unserer Waisenhausherde zu sein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81520168566-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai jagt hinter den anderen her<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 24. Juli 2016<\/strong><br \/>\nHeute war ein sehr hei\u00dfer Tag, und jedesmal, wenn die Waisen zum Schlammloch hinuntergingen, nutzten sie die Gelegenheit, um sich abzuk\u00fchlen. Drau\u00dfen im Wald entspannten sich auch die meisten von ihnen im dichten Geb\u00fcsch, wo sie vor der Sonne gesch\u00fctzt waren. Oltaiyoni, Dupotto, Naseku und der kleine Ambo verbrachten den Tag stattdessen unter den gro\u00dfen B\u00e4umen. Es war erstaunlich zu sehen, wie Oltaiyoni den anderen M\u00e4dchen erlaubte, sich mit ihr zusammen um ihren Liebling Ambo zu k\u00fcmmern. Insbesondere Naseku hat normalerweise kein gro\u00dfes Interesse an den j\u00fcngeren Babys, und sonst erlaubt Oltaiyoni nur Mbegu, ihr beim Besch\u00fctzen der kleinen Babys zu helfen.<br \/>\nDie friedliche Stimmung beim Grasen im Wald wurde heute von Kiko unterbrochen. Er hatte seit 9 Uhr allein drau\u00dfen gegrast, und als Kauro und Roi die Waisen durch den Wald f\u00fchrten, begannen pl\u00f6tzlich einige von ihnen, schreiend an den beiden vorbeizulaufen. Bevor die Keeper herausfinden konnten, was los war, flitzten alle Waisen wild durch die Gegend. Oltaiyoni und Kauro gingen zu der Stelle hin\u00fcber, von wo sie alle gekommen waren, als pl\u00f6tzlich Kiko aus dem Dickicht gestiefelt kam. Die zwei jagten hinter ihm her und scheuchten ihn von der Herde weg.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201685742-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oltaiyoni, Dupotto und Kamok<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 25. Juli 2016<\/strong><br \/>\nMbegu hat es mit ihrem Adoptivbaby Jotto nicht leicht, denn sie versucht immer wieder, ihn mit zur Herde zu nehmen, aber er liebt seine Keeper sehr. Er ist anders als Ambo, der Oltaiyoni \u00fcberall hin folgt, und das schmerzt die arme Mbegu. Als sie und Oltaiyoni am Morgen zur Babygruppe kamen, ging Ambo sofort auf Oltaiyoni zu und sie umr\u00fcsselte ihn. Als Jotto Mbegu sah, war er genauso froh, doch als sie zur Waisenherde aufbrechen wollten, weigerte er sich und blieb stattdessen bei den Keepern der Babygruppe. Mbegu versuchte alles, um ihn zu \u00fcberzeugen, ihr zu folgen, doch er wollte nicht mitkommen. Godoma beobachtete das alles, und weil sie die Aufmerksamkeit der Keeper ebenfalls sehr liebt, wurde sie eifers\u00fcchtig. Als sie sah, wie Mbegu davon ging, um Oltaiyoni zu folgen, ging sie zu Jotto und schubste ihn von seinem Keeper weg. Zum Gl\u00fcck hatten Mbegu und Oltaiyoni das nicht gesehen, sonst w\u00e4re sie sicher von den beiden bestraft worden!<br \/>\nEs passiert nicht h\u00e4ufig, dass wir Murit bei aktiven Spielen mit seinen Freunden sehen, doch heute rangelte er bei der 15-Uhr-F\u00fctterung lange mit Lasayen. Zur gleichen Zeit hatte der stets gutgelaunte Ndotto einen tollen Ringkampf mit Kauro. Ndotto m\u00f6chte immer mit seinen Freunden spielen und gute Laune verbreiten, egal wie gro\u00df oder alt sie sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201685930-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 26. Juli 2016<\/strong><br \/>\nMaxwell lief heute Morgen beinahe drei Stunden lang in seinem Gehege auf und ab. Solio, die wir nun fast drei Monate lang nicht gesehen hatten, kam am Morgen zu Besuch, sodass er sehr aufgeregt war. Kurz nach 6 Uhr, als die Babys gerade aus ihren Gehegen kamen, war Maramoja in einer kleinen Gruppe, die neben Maxwells Gehege graste. Sie hatte Solio vorher noch nie gesehen, und das war das erste Mal, dass sie dabei war, als Solio auf die Gruppe zulief. Sie war sehr \u00fcberrascht und reagierte leicht aggressiv; sie wollte Solio drohen, doch Solio lie\u00df sich davon nicht st\u00f6ren und ging weiter auf die Waisen zu. Als Kamok sie sah, war sie schon an ihnen vorbeigelaufen, und Kamok rannte von hinten auf sie zu, wovon sich Solio aber auch nicht beeindrucken lie\u00df. Sie hielt an Maxwells Gehege an, um ihm Hallo zu sagen. Max schlief noch am anderen Ende des Geheges, doch kaum hatte er sie gewittert, rannte er zu ihr. Solio ging aber weiter zu ihrem Gehege, das leider verschlossen war, weil dort gerade Reparaturen durchgef\u00fchrt werden. Max war sehr verst\u00f6rt, weil Solio einfach wieder verschwunden war, und rannte im Kreis herum und in seinem Gehege auf und ab. W\u00e4hrenddessen versuchte Solio, mit Gewalt in ihr Gehege zu kommen. Gl\u00fccklicherweise kam sie durch ein Tor in Maxwells Gehege, und die Keeper \u00f6ffneten ihr das Tor, das die beiden Gehege voneinander trennt, sodass sie auf diesem Wege in ihr ehemaliges Zuhause gelangen konnte. Dann verlangte sie nach Luzernenheu, und sobald sie etwas bekommen hatte, fra\u00df sie zufrieden davon. Als sie fertig war, ging sie auf dem gleichen Weg wieder zur\u00fcck, aber nicht ohne sich vorher durch das Tor von Maxwell zu verabschieden, sodass dieser noch aufgeregter wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81520169052-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Max in seinem Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 27. Juli 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute Morgen aus ihren Gehegen kamen, war es sehr s\u00fc\u00df anzusehen, wie Galla vor Pares Gehege wartete und gegen das Tor klopfte, weil er es kaum erwarten konnte, dass Pare sich ihnen anschloss. Die zwei Jungs gingen dann zusammen in den Wald hinaus, und es war Pares erstes Mal drau\u00dfen bei den gr\u00f6\u00dferen Waisen. Seit seiner Ankunft war er bisher nur bei der Babygruppe gewesen. Er ist ein ruhiger und netter kleiner Bulle und hat einen \u00e4hnlichen Charakter wie Galla, weswegen sich die beiden vermutlich auch angefreundet haben.<br \/>\nKiko und Pea verbringen ihre Zeit meistens bei der Babygruppe, doch heute wollten sie sich selbst besch\u00e4ftigen und marschierten von der kleinen Herde und ihren Keepern davon. Die Keeper versuchten, sie zur\u00fcckzurufen, doch Kiko rannte davon, dicht gefolgt von Pea. Also lie\u00dfen sie sie laufen, doch gerade als Kiko davon galoppierte, kam eine Herde wilder Giraffen aus den Geb\u00fcsch, sodass Kiko auf dem Absatz kehrt machte und zu seinen Keepern zur\u00fcckrannte! Er scheut noch immer vor wilden Giraffen zur\u00fcck, doch denen war nicht so richtig klar, warum er wegrannte. Sie wollten ihm folgen, hielten aber an, als sie ihn in Gesellschaft seiner menschlichen Familie sahen. Da er t\u00e4glich auf seine Artgenossen trifft, wird er sich irgendwann an sie gew\u00f6hnen, und er wird lernen, sie ordentlich zu begr\u00fc\u00dfen, ohne wegzulaufen oder sie nur anzustarren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81520169229-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Galla wittert etwas<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 28. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDie liebe Solio kam heute Morgen noch einmal zu Besuch, als die Waisen gerade herauskamen. Ihre Anwesenheit sorgte daf\u00fcr, dass Maxwell wieder aufgeregt in seinem Gehege herumrannte. Als Solio sich wieder in ihrem Gehege \u00fcber das Luzernenheu hermachte, stie\u00df Maxwell an die Holzpfosten zwischen ihren Gehegen, weil er spielen und sich mit ihr unterhalten wollte. Er war sehr hartn\u00e4ckig, was Solio, die eigentlich nur in Ruhe fressen wollte, etwas nervte, sodass sie ihm Urin ins Gesicht spritzte. Daraufhin galoppierte Maxwell im H\u00f6chsttempo davon und rannte eine Weile in seinem gro\u00dfen Abteil herum, bis er zu seinem &#8222;Schlafzimmer&#8220; zur\u00fcckkehrte. Inzwischen war Solio aber bereits wieder verschwunden.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch kam Solio an den Elefantenwaisen vorbei, doch Kamok, Dupotto, Kauro, Roi und Oltaiyoni waren gar nicht begeistert, sie zu sehen. Sie jagten trompetend um sie herum, um ihrem Missfallen \u00fcber ihre Anwesenheit Ausdruck zu verleihen. Also ging Solio wieder davon und weiter in den Wald hinein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81520169349-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 29. Juli 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen es sich am Morgen drau\u00dfen im Park bequem gemacht hatten, jagten Roi, Godoma, Rapa und Naseku eine Weile wild hinter ein paar Impalas her, die auch in der Gegend grasen wollten. Roi war die R\u00e4delsf\u00fchrerin, doch die Impalas stellten eine gro\u00dfe Herausforderung dar, denn sie flitzten davon und traten dabei in die Luft aus. Einige schlugen Haken, sodass Roi bei der Verfolgung das Gleichgewicht verlor, umfiel und laut br\u00fcllte. Das zog die Aufmerksamkeit der gesamten Gruppe auf sich, die, angef\u00fchrt von Oltaiyoni und Mbegu, angerannt kam, um zu sehen, was los war. Roi hatte sich inzwischen schon allein wieder auf die Beine gek\u00e4mpft, war aber noch sehr verwirrt \u00fcber das, was da gerade passiert war. Der Trost der beiden K\u00fche, die sie mit ihren R\u00fcsseln t\u00e4tschelten, tat ihr aber gut, und sie beruhigte sich wieder.<br \/>\nEs war sch\u00f6n zu sehen, dass Maramoja am Morgen ganz selbstverst\u00e4ndlich die anderen Waisen zur F\u00fctterstelle f\u00fchrte. Nicht einmal Naseku, der sonst beim Rennen zur Milchf\u00fctterung niemand hinterher kommt, konnte das schnelle kleine Baby \u00fcberholen, obwohl sie es versuchte! Maramoja scheint ebenfalls eines der gierigen M\u00e4dchen der Herde zu werden. Als sie ihre Flasche geleert hatte, schrie sie ihren Keeper laut an, weil sie noch mehr wollte, und stahl sogar eine weitere leere Flasche, um damit davonzurennen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81520169554-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rapa und Godoma<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 30. Juli 2016<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr stellte Kiko die \u00fcbliche Routine auf den Kopf und wollte die \u00e4lteren Waisen zum Schlammloch begleiten. Kamok, Naseku und Kauro versuchten aber, ihn davon abzuhalten und \u00e4rgerten ihn so lange, dass er schlie\u00dflich doch nicht ganz bis zum Besuchsbereich mit ging, sondern im Geb\u00fcsch unterhalb davon graste. Von dort beobachtete er die Waisen bei der F\u00fctterung und die Besucher, die versuchten, ein Foto von seinem, aus dem Geb\u00fcsch herausragenden Kopf zu bekommen. Er blieb aber nicht lange dort, da sein Keeper hinzukam und ihn zur\u00fcck zu den Babys im Wald bringen wollte. \u00dcberraschenderweise rannte er aber wieder davon und zum felsigen Gebiet beim Schlammbad zur\u00fcck. Dort posierte er f\u00fcr die Besucher und schaute ihnen zu, w\u00e4hrend sein Keeper auf ihn aufpasste. Nach einer Weile hatte er dann genug und ging in den Wald zur\u00fcck, um sich den anderen Waisen anzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81520169745-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko folgt den Waisen zur Besuchsstunde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 31. Juli 2016<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde, nachdem die Waisen der ersten Gruppe ihre Milchflaschen geleert hatten, eilten Dupotto, Maramoja und Godoma ins Schlammloch, und genossen es, mit dem dicken Matsch herumzuspritzen. Godoma posierte auf Dupottos R\u00fccken und kratzte sich gen\u00fcsslich an ihr, was die Besucher sehr lustig fanden. Unterdessen ging Tagwa an der Absperrung entlang und genoss die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Als die Waisen in den Wald zur\u00fcckgingen, war Tagwa noch nicht bereit aufzubrechen und beschwerte sich lautstark. Die Keeper gingen ohne sie los und riefen ihren Namen, bis sie ihnen schlie\u00dflich doch irgendwann folgte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81520169939-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Godoma grast<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-juli-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitag, 1. Juli 2016 Die Waisen waren heute Morgen in so aufgeregter Stimmung, dass sie rennend aus ihren Gehegen und St\u00e4llen kamen, trompeteten und sich gegenseitig anrempelten, als sie in den Wald liefen. Die B\u00fcsche mussten dann unter der Aufregung leiden, denn sie zertrampelten alles und schlugen um sich. 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