{"id":8189,"date":"2016-08-29T18:05:01","date_gmt":"2016-08-29T17:05:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=8189"},"modified":"2016-08-29T18:05:01","modified_gmt":"2016-08-29T17:05:01","slug":"ithumba-juli-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-juli-2016\/","title":{"rendered":"Ithumba Juli 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 1. Juli 2016<\/strong><br \/>\nMakireti, Kilabasi und Kasigau schlossen sich am Morgen den Waisen an, und sie machten sich alle zusammen \u00fcber das Luzernenheu her. Ein wenig sp\u00e4ter kamen Yattas und Mulikas Gruppen an, sodass die Kleinen nicht mehr ungest\u00f6rt fressen konnten. Sie begannen, angef\u00fchrt von Shukuru, soviel Heu aufzusammeln wie ihre R\u00fcssel tragen konnten und machten sich dann davon, um in Ruhe zu grasen.<br \/>\nIm Busch w\u00e4lzte sich Vuria auf dem Boden herum, was Garzi und Bongo anlockte. Garzi war zuerst da und forderte Vuria zum Ringkampf heraus, w\u00e4hrend dieser noch auf dem Boden lag. Kurz darauf kam Bongo ins Spiel und schob Garzi weg, um selbst mit Vuria zu spielen. Enkikwe staubbadete eine Weile, w\u00e4hrend sich Bomani Garzi beim Grasen anschloss. Sp\u00e4ter verwickelte Garzi Laragai in einen Ringkampf, den er aber verlor. Gegen 11 Uhr am Vormittag legten die Waisen ein kurzes Schlammbad ein, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten, und kehrten dann zum Grasen zur\u00fcck. Am Nachmittag machten sie sich im Kanziku-Gebiet breit. Es war sehr hei\u00df und die Sonne schien unerbittlich. Barsilinga und Vuria konnten sich nicht \u00fcber einen Fleck Schatten einigen, den sie beide benutzen wollten, und die Meinungsverschiedenheit wuchs sich zu einem echten Kampf aus. Barsilinga gab schlie\u00dflich nach und ging einen anderen Baum suchen, in dessen Schatten er sich stellen konnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81020167952-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Vuria spielt mit Garzi<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 2. Juli 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen war alles ruhig, und die Waisen konnten ungest\u00f6rt fr\u00fchst\u00fccken. Sie waren gerade froh und zufrieden mit dem Luzernenheu besch\u00e4ftigt, als Sugutas Ex-Waisen-Herde mit Sities, Mutara, Turkwel, Kainuk und Kanjoro ankam. Gleich danach kamen noch ein paar wilde Bullen, die Wasser saufen wollten. Laragai, furchtlos wie immer, ging zu ihnen an die Tr\u00e4nke und schloss sich ihnen an. Ein paar Minuten sp\u00e4ter kam noch eine wilde Herde mit einem kleinen Baby und dessen Mutter vorbei, die ebenfalls Wasser soffen und dann wieder gingen. Nach dem Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck war Bomani sehr nach Bewegung zumute und er spielte ausgelassen auf dem Boden. Narok war auch in Spiellaune und kniete sich auf den Boden, w\u00e4hrend sich Orwa zusammen mit Bomani elegant an einem Felsen kratzte.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch waren Barsilinga und Garzi mit Kr\u00e4ftemessen besch\u00e4ftigt, w\u00e4hrend Orwa und Vuria sich aufs Grasen konzentrierten. Die Waisen trafen dann auf die zweite Gruppe Ex-Waisen, bestehend aus Olare, Kitirua, Kibo, Naisula, Kandecha und Murka. Sie besch\u00e4ftigten sich alle mit Orwa, der mit Kitirua rangelte. Schlie\u00dflich brachte Lemoyian die Gruppe zum Schlammbad. Dort waren schon einige wilde Bullen, darunter Half Trunk. Sie soffen Wasser und ein paar von ihnen spielten mit einigen der Waisen, wie Bongo und Vuria, im Schlamm. Narok rangelte noch ein wenig mit Lemoyian, bevor sie alle wieder zur\u00fcck in den Busch gingen.<br \/>\nAuf dem Weg begann Olsekki ein Kr\u00e4ftemessen mit Bomani und nachdem Bomani gewonnen hatte, versuchte er, auf Olsekki zu klettern und ihn zu schubsen. Olsekki und Enkikwe begannen dann, Erdh\u00e4ufchen zusammenzusammeln und in die Luft und auf sich selbst zu werfen. Einiges davon landete auf ihren K\u00f6pfen und R\u00fccken. Narok und Bomani machten es Olsekki und Enkikwe nach und warfen ebenfalls Erde hoch. Narok rollte sich dann sogar in der Erde herum, w\u00e4hrend Vuria und Bomani rangelten.<br \/>\nAm Abend gingen alle zu den sicheren Stallungen zur\u00fcck. Dort war eine Gruppe wilder Bullen zu Besuch, die Wasser soff und dann wieder verschwand. Von den Ex-Waisen tauchte heute niemand auf, obwohl es relativ k\u00fchl war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201671134-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Waisen und wilde Bullen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 3. Juli 2016<\/strong><br \/>\nSechs wilde Bullen soffen Wasser an der Tr\u00e4nke der Stallungen, als die Waisen am Morgen herauskamen. Die Kleinen machten sich ans Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck, und etwas sp\u00e4ter ging unser mutiges M\u00e4dchen Laragai hin\u00fcber und schloss sich den Bullen an der Tr\u00e4nke an. In den Weidegr\u00fcnden lieferten sich Garzi und Barsilinga einen Ringkampf, der unentschieden endete. Dann bekamen die Waisen Gesellschaft von Mutaras Gruppe. Orwa, der seine Kr\u00e4fte gern an \u00e4lteren Artgenossen testet, bekam die Gelegenheit, mit Mutara und danach noch mit Suguta zu spielen.<br \/>\nZur Schlammbadzeit kamen f\u00fcnf wilde Bullen zu Besuch, die sich das Wasser aus der Tr\u00e4nke mit den Waisen teilten. Danach kratzte Siangiki ihr Ohr an einer nahegelegenen Akazie, w\u00e4hrend Orwa zu einer Kuhle ging, um sich einzustauben und Lemoyian mit Garzi spielte. Vuria entdeckte zwei Warzenschweine, die schlammbaden wollten, und beschloss, ihnen das Recht auf ein Schlammbad zu verweigern und sie zu verscheuchen. Nachdem er daf\u00fcr gesorgt hatte, dass die Warzenschweine verschwunden waren, ging er zu Orwa und trug ein kurzes Kr\u00e4ftemessen mit ihm aus.<br \/>\nAls die Waisen zum Grasen zur\u00fcckkehrten, widmete sich Olsekki einem Staubbad. Es wurde aber abrupt unterbrochen, als Bomani vorbeikam und drohte, ihn zu schubsen. Olsekki gab nicht nach und machte sich bereit, sich zu verteidigen, aber als Bomani seine Drohungen wahr machte, gab er doch auf. Sp\u00e4ter staubbadeten noch Enkikwe, Olsekki, Bomani, Narok und Teleki zusammen, w\u00e4hrend Bongo versuchte, auf Vuria zu klettern, es aber nicht so recht schaffte. Kurz bevor der Heimweg begann, hatten Orwa und Narok noch einen Ringkampf, doch Narok ergab sich als es ihr zu ruppig wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201671355-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Siangiki kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 4. Juli 2016<\/strong><br \/>\nTomboi war fr\u00fch am Morgen an den Stallungen, und nachdem die Waisen herausgekommen waren, schloss er sich ihnen beim Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck an. Zuvor hatte er noch kurz R\u00fcssel mit Narok gesch\u00fcttelt und ihr einen guten Morgen gew\u00fcnscht. Er eskortierte dann die Kleinen noch hinaus in den Busch, bevor er wieder aufbrach. Beim Grasen schloss sich Lemoyian mit Teleki zusammen, w\u00e4hrend Garzi eine Rangelei mit Barsilinga hatte.<br \/>\nSp\u00e4ter f\u00fchrte Barsilinga den Weg zum Schlammbad an, wo die Waisen Gesellschaft von Olares und Mutaras Gruppen bekamen. Narok suchte sich Tumaren f\u00fcr einen Ringkampf aus, und auch Vuria und Chemi Chemi hatten einen ausgedehnten Wettkampf, bei dem Chemi Chemi als Sieger hervorging. Orwa bekam auch seine Dosis Ringkampf ab: er forderte Olare heraus und rangelte eine ganze Weile mit ihr. Challa und ein wilder Bulle schlossen sich kurz den Waisen am Schlammloch an, bevor sie in Richtung Imenti weiterzogen. Olsekki kratzte sich an einer Akazie, nachdem er genug gebadet hatte, und schlie\u00dflich gab Shukuru das Signal zum Abmarsch zur\u00fcck zu den Weidegr\u00fcnden.<br \/>\nAm Nachmittag war es hei\u00df, sodass die Waisen sich unter einem Baum versammelten, um sich vor der brennenden Sonne zu verstecken. Sie grasten erst weiter, als es wieder ein wenig k\u00fchler geworden war. Shukuru und Bongo staubbadeten ab und zu. Am Abend tummelten sich die Ex-Waisen und 30 wilde Elefanten an den Stallungen. Als alle genug gesoffen hatten, zogen sie sich alle wieder zur\u00fcck in den Busch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201671518-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tomboi bei den Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 5. Juli 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein ruhiger Morgen, als die Waisen die Gehege verlie\u00dfen und zum Luzernenheu gingen. Um diese Zeit waren nur zwei wilde Elefanten an der Tr\u00e4nke. Nachdem sie genug gesoffen hatten, kamen sie gem\u00e4chlichen Schrittes zu den Waisen her\u00fcber und wollten nachsehen, was bei ihnen so los war. Sie mischten sich eine Weile unter die Kleinen und zogen sich zur\u00fcck, als sie die Keeper sahen. Kurz darauf tauchte Mulikas Gruppe mit Mwende, Wendi, Wiva, Sidai, Lualeni, Ololoo, Naserian, Loijuk, Makena und Lenana an den Stallungen auf. Laragai, Orwa und Bomani dr\u00e4ngelten sich um Wiva und wollten alle mit ihr spielen. Bomani hatte das Gl\u00fcck, ein wenig mit ihr rangeln zu d\u00fcrfen, als Narok gerade mit Mwende fertig wurde. Kurz bevor es zum Grasen ging, forderte Orwa auch noch einmal Mwende heraus. Kilaguni und Chaimu kamen auch zu den Stallungen, nachdem Mulika und die Waisen in den Busch aufgebrochen waren. Challa, Rapsu und Zurura, die sich langsam von Mulikas Herde lossagen und ihr Junggesellendasein beginnen, kamen in Begleitung eines wilden Bullen an den Stallungen vorbei.<br \/>\nDie Sonne brannte heute richtig herunter, aber das hielt die Waisen nicht vom Grasen ab. Sie freuten sich aber schon auf ihr Schlammbad um 11 Uhr. Als es dann soweit war, war am Schlammloch alles ruhig und keine Besucher kamen vorbei. Die Waisen gingen gleich Wasser saufen, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten, und gingen dann zum Abk\u00fchlen in den Matsch. Siangiki und Shukuru brachten ihre Freunde zum Einstauben, nachdem sie gebadet hatten. Nur Bongo und Vuria blieben im Wasser, und Bongo versuchte, Vuria den Weg aus dem Matsch abzuschneiden. Schlie\u00dflich schaffte Vuria es aber doch heraus. Am Nachmittag machten es sich die Waisen im Kanziku-Gebiet gem\u00fctlich und grasten dort den Rest des Tages in aller Ruhe.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201671710-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mulikas Herde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 6. Juli 2016<\/strong><br \/>\nOlares und Chaimus Gruppen waren fr\u00fch am Morgen an den Stallungen und sammelten sich dort, wo die Waisen normalerweise ihr Luzernenheu bekommen. Als sie herauskamen, sagte Narok mit ihrem R\u00fcssel Tumaren &#8222;Guten Morgen&#8220;. Sp\u00e4ter forderte Bomani Tumaren zum Kr\u00e4ftemessen heraus, das er aber deutlich verlor. Teleki wollte mit Naisula spielen, aber ihre Sto\u00dfz\u00e4hne waren zu lang; sie sind doppelt so lang wie seine eigenen, und damit kam er nicht zurecht. Orwa attackierte Chemi Chemi, verlor aber auch. Teleki ging dann zu Kalama, deren Sto\u00dfz\u00e4hne etwa die gleiche L\u00e4nge wie seine haben, und das wurde ein ausgeglichener Ringkampf. Nachdem die beiden genug vom Rangeln hatten, teilten sie sich das Wasser an der Tr\u00e4nke.<br \/>\nDie Ex-Waisen verabschiedeten sich dann von den Waisen, als sie im Busch angekommen waren. Orwa rollte sich auf dem Boden herum und lockte damit Vuria an, der auf ihn klettern wollte. Orwa wusste das aber zu verhindern und stand auf, woraufhin die beiden eine Weile miteinander rangelten und schlie\u00dflich mit einem Unentschieden auseinandergingen. Zur Schlammbadzeit bekamen die Kleinen Gesellschaft von Yattas Ex-Waisen-Herde; Yatta selbst sowie Yetu, Kinna, Kenze, Galana, Meibai, Nasalot, Ithumbah und eine junger wilder Bulle waren dabei. Nach einer Weile kamen noch vier wilde Bullen dazu, was dem Schlammbad der Waisen ein Ende setzte, da sie ihren \u00e4lteren Artgenossen Platz machten.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen am oberen Kalovoto. Orwa tat sich mit Bomani zusammen und Narok mit Lemoyian. Siangiki, Barsilinga, Laragai und Olsekki g\u00f6nnten sich ein ausf\u00fchrliches Staubbad. Gegen 16 Uhr kamen Makireti, begleitet von ihrer Herde, Olares Gruppe und Tomboi an den Stallungen an. Makireti hatte einen Pfeilkopf in der linken oberen Bauchgegend stecken! Als sie Wasser soffen, versuchte Tomboi, den Pfeil herauszuziehen, aber ohne Erfolg. Wir versuchten es mit einer Zange, schafften es aber auch nicht. Makireti wurde in ein Gehege gelassen und konnte dort auf den Tierarzt warten, der den Pfeil mit einer kleinen Operation entfernen sollte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201671915-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Teleki spielt mit Naisula<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 7. Juli 2016<\/strong><br \/>\nAm Morgen waren Mulika, Mwende, Kilabasi, Kasigau, unser Herdenwechsel-Elefant Ishanga, Kilaguni, Chaimu, Kibo, Mutaras ganze Gruppe und ein wilder Bulle an den Stallungen. Kilabasi und Kasigau waren zusammen mit den anderen j\u00fcngeren Ex-Waisen gekommen, um nach Makireti zu sehen, die im Gehege \u00fcbernachtet hatte, nachdem sie zuvor von dem Pfeil eines Wilderers getroffen worden war. Suguta, der es letztes Jahr im Juni genauso gegangen war, hob ihren R\u00fcssel und wollte erschnuppern, wie es Makireti ging. Suguta hatte damals zwei Wunden, aber keine Pfeile mehr darin gehabt, als sie von Loijuk und Madiba am 5. Juni 2015 zu den Stallungen gebracht wurde. Als die Waisen heraus gelassen wurden, durfte Makireti nicht mit heraus, da wir auf den Tierarzt warteten, der den Pfeil entfernen sollte. Makireti war gar nicht damit einverstanden, am Verlassen des Geheges gehindert zu werden und protestierte heftig, indem sie sich laut beschwerte und im Gehege auf und ab ging. Ihre Freunde Kasigau und Kilabasi wurden hinein gelassen, um ihr Gesellschaft zu leisten, und das lenkte sie ein wenig ab.<br \/>\nEnkikwe kratzte sich eine Weile an einem nahegelegenen Felsen, und Garzi streckte seinen R\u00fcssel nach Rapsu aus, um mit ihm Bullen-Angelegenheiten zu besprechen. Bomani forderte Olsekki zum Kr\u00e4ftemessen heraus, das aber bald wieder vorbei war, nachdem Olsekki sich ergeben hatte. Als alle zum Grasen aufbrachen, blieb Kithaka mit einem wilden Bullen zur\u00fcck, rannte aber dann doch seinen Freunden hinterher. Im Busch rangelten Bomani und Teleki miteinander, w\u00e4hrend Kibo mit Chaimu spielte.<br \/>\nGegen 9 Uhr am Vormittag kam der Tierarzt an und machte sich gleich daran, Makiretis Pfeil zu entfernen. Kibo, Kasigau und Kilabasi leisteten ihr w\u00e4hrend der Behandlung Gesellschaft und schauten genau zu. Kibo kam sogar und t\u00e4tschelte Makireti ab und zu, als sie bet\u00e4ubt am Boden lag. Schlie\u00dflich war die Operation vorbei, und Kasigau und Kilabasi nahmen ihre Herden-Chefin mit auf einen Rundgang.<br \/>\nBeim Schlammbad war es ruhig; nur Limpy, der Elefant, der vor zwei Monaten wegen einer Schlingenwunde behandelt worden war, schaute vorbei. Garzi, Shukuru und Bongo staubbadeten eine Weile, und am Nachmittag gingen die Waisen zum Grasen zum oberen Kalovoto.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201672121-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen beim Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 8. Juli 2016<\/strong><br \/>\nKilaguni, Chaimu, Kilabasi, Kibo, Kasigau, Ishanga, Mutara, Kanjoro, Turkwel, Kainuk, Sities, Suguta und Makireti schlummerten alle an den Stallungen, nachdem sie in der Nacht angekommen waren. Drei Bullen hielten an der Tr\u00e4nke Wache und warteten auf frisches Wasser. Die j\u00fcngeren Ex-Waisen waren alle bei Makireti, um sich um sie zu k\u00fcmmern und daf\u00fcr zu sorgen, dass es ihr gut geht und sie sich gut erholt. Ihre Wunde war trocken und die Tonerde, die am Tag zuvor aufgetragen worden war, war noch immer unversehrt, was bedeutet, dass sich noch kein Eiter in der Wunde gesammelt hatte. Narok und Shukuru gingen geradewegs zum Luzernenheulager, stellten sich davor auf und warteten, dass Heu herauskommen w\u00fcrde. Die Ex-Waisen schlossen sich den Waisen beim Fr\u00fchst\u00fcck an, und Orwa und Kilaguni widmeten sich einem lockeren Ringkampf, bei dem Orwa aber schon nach wenigen Momenten aufgab.<br \/>\nNach einer Stunde brachen alle zum Grasen auf. Makiretis, Chaimus und Mutaras Gruppen gingen kurz vor dem Schlammbad ihrer eigenen Wege und begaben sich zu den Stallungen zur\u00fcck, um Wasser zu saufen, w\u00e4hrend die Waisen zum Schlammloch gingen. Dort schlossen sie sich Half Trunk und drei weiteren wilden Elefanten an. Das Wetter war k\u00fchl, und die Waisen wollten nicht baden, sondern ruhten sich nur an der Tr\u00e4nke aus. Lemoyian verwickelte Narok in eine kleine Rangelei, w\u00e4hrend Siangiki ihren juckenden Fu\u00df an einem Baumstumpf kratzte. Enkikwe spielte mit Bongo und Bomani mit Teleki. Auf dem Weg zur\u00fcck zu den Weidegr\u00fcnden kletterte Orwa auf Narok, und wenig sp\u00e4ter fra\u00dfen die beiden dann zusammen. Garzi beschloss, mit Bomani zu grasen, und Kithaka tat sich mit Teleki zusammen.<br \/>\nAm Nachmittag kamen Yattas und Mulikas Gruppen an den Stallungen vorbei, als sie auf dem Weg zum Kalovoto waren. Am Abend nahm sich Vuria etwas Zeit f\u00fcr ein Staubbad, was auch Laragai interessierte, die sich ihm anschloss. Shukuru war ganz damit besch\u00e4ftigt, die Rinde von B\u00e4umen zu abzuknabbern. Lemoyian f\u00fchrte schlie\u00dflich die erste Gruppe zur\u00fcck zu den Stallungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201672256-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Makireti bei den Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 9. Juli 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein ruhiger Morgen &#8211; nur die Waisen waren da und fra\u00dfen Luzernenheu. Kithaka juckte der Hintern, und so ging er sich am Felsen kratzen. Shukuru gab dann den Weg zu den Weidegr\u00fcnden vor. Orwa kam an einem umgefallenen Baum vorbei, an dem er seinen Bauch kratzte. Lemoyian und Garzi staubbadeten zusammen, hatten dann ein Kr\u00e4ftemessen und gingen schlie\u00dflich wieder zum Grasen \u00fcber. Sp\u00e4ter fra\u00df Vuria in der N\u00e4he von Garzi, und die beiden verwickelten sich in einen Ringkampf, bei dem Garzi aufgab, als es ihm zu anstrengend wurde. Vuria nahm sich daraufhin Orwa vor, und ihre Rangelei endete unentschieden. Lemoyian forderte Bomani heraus, als er stategisch g\u00fcnstig etwas h\u00f6her als Bomani stand, sodass er ihn gut schubsen konnte.<br \/>\nOlares Gruppe kam kurz an der Tr\u00e4nke an den Stallungen vorbei und ging den Waisen hinterher, nachdem sie genug gesoffen hatten. Kalama hatte einen Ringkampf mit Teleki und dann mit Narok. Nach einer Stunde verabschiedeten sich Olare und ihre Kollegen wieder von den Waisen.<br \/>\nZur Schlammbadzeit bekamen die Waisen Besuch von f\u00fcnf wilden Bullen, die mit ihnen Wasser soffen. Olsekki staubbadete eine Weile, w\u00e4hrend seine Freunde zum W\u00e4lzen in den Schlamm gingen. Bongo blieb noch ein wenig bei den wilden Bullen, bevor auch er sich seinen Freunden beim Baden anschloss. Nachmittags rangelten Vuria und Bongo, und als sie fertig waren, ging Vuria zu einem Baum in der N\u00e4he, wo er seine Kampftechnik weiter zu verfeinern versuchte, indem er an dem Baum herumschubste. Orwa und Enkikwe legten beim Grasen eine Pause ein, um sich einem Staubbad zu widmen. Olsekki, der gelernt hat, wie man B\u00e4ume entrindet, war vollauf mit einem Baum besch\u00e4ftigt und bediente sich an der leckeren Rinde. Sp\u00e4ter forderte er Bomani zu einem Ringkampf heraus, der eine ganze Weile andauerte. Am Abend kamen vier wilde Bullen zum Saufen zur Tr\u00e4nke an den Stallungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201672449-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lemoyian und Garzi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 10. Juli 2016<\/strong><br \/>\nMakiretis und Mutaras Gruppen warteten am fr\u00fchen Morgen an den Stallungen. Als die Waisen herauskamen, trugen Kasigau und Narok einen Ringkampf aus. Makireti, die vor zwei Tagen wegen ihrer Pfeilwunde behandelt worden war, erholt sich gut. Die Ex-Waisen schlossen sich den Kleinen beim Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck und kurz darauf auch beim Wassersaufen an. An der Tr\u00e4nke verwickelte Narok kurz Orwa in ein Kr\u00e4ftemessen, das von Kilabasi unterbrochen wurde, der die beiden auseinanderschob. In den Weidegr\u00fcnden begannen Garzi und Vuria erst einmal einen morgendlichen Ringkampf. Die Waisen blieben zum Grasen in der N\u00e4he, da sie neue Babys aus Nairobi erwarteten.<br \/>\nUm 10:30 Uhr kam der Transporter mit Boromoko, Sirimon und Sokotei an. Die drei Neuank\u00f6mmlinge wurden von den Keepern mit Milchflaschen begr\u00fc\u00dft, die sie begeistert leertranken. Wenig sp\u00e4ter machten sie Bekanntschaft mit Shukurus Gruppe, die herankam. Laragai und Sokotei umschlangen zur Begr\u00fc\u00dfung ihre R\u00fcssel, und Shukuru unterhielt sich kurz mit Boromoko. Orwa \u00e4rgerte die Neulinge ein wenig, als er versuchte, auf sie zu klettern, wurde aber von den Keepern zur\u00fcckgepfiffen.<br \/>\nAuf dem Weg in den Busch bekam Boromoko Begleitschutz von Laragai und Teleki. Bongo und Lemoyian hingen hinterher, da sie noch Warzenschweine, die zum Saufen gekommen waren, verscheuchen mussten. Beim Grasen verbrachten Shukuru, Laragai, Bongo und Enkikwe einige Zeit mit Staubbaden. Shukuru juckte es am Fu\u00df, und sie benutzte einen Felsen, um ihn daran zu kratzen. Sirimon fra\u00df zusammen mit Garzi und Boromoko mit Barsilinga. Sirimon und Boromoko f\u00fchlten sich wie zu Hause bei den anderen Waisen, aber Sokotei war noch nicht so richtig wohl zumute. Narok rollte sich auf dem Boden herum, und ihr Spiel lockte Orwa an. Die Ex-Waisen und f\u00fcnfzehn wilde Bullen kamen zum Saufen an den Stallungen vorbei und machten sich sofort wieder auf den Weg, nachdem sie ihren Durst gel\u00f6scht hatten.<br \/>\nAm Abend beschlossen Bongo und Vuria ihr Tagewerk mit einem Ringkampf. Mutaras und Makiretis Ex-Waisen schauten noch einmal an den Stallungen vorbei, um nach den neuen Waisen zu sehen. Suguta ging mit hoch erhobenem R\u00fcssel am Zaun entlang und sagte ihnen Hallo, in freudiger Erwartung, sie am n\u00e4chsten Tag zu treffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81020167273-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen saufen Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 11. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDie Ex-Waisen waren am Morgen an den Stallungen, und als die Kleinen die Gehege verlie\u00dfen, wurden sie von Nasalot, Sidai, Lenana und Chyulu begr\u00fc\u00dft. Lenana nahm Boromoko zur Tr\u00e4nke mit, w\u00e4hrend Sidai mit Sirimon spazierenging. Wiva bekam \u00c4rger mit Orwa, als sie hinter ihm vorbei ging. Orwa, der sich \u00fcber Wendi ge\u00e4rgert hatte, nachdem sie ihm Luzernenheu gestohlen hatte, trat nach hinten aus und traf Wiva. Sie beschwerte sich lautstark und ging zu ihrer Mama. Kurz darauf wurde sie von Bomani mit Sirimon und Boromoko bekannt gemacht, und nachdem sie sich ein wenig beschnuppert hatten, ging Wiva wieder zu ihren Kinderm\u00e4dchen zur\u00fcck. Sokotei traf auf Chaimu, und sie umschlangen ihre R\u00fcssel, bevor sie wieder auseinandergingen. Vuria und Lemoyian hingen hinterher, als ihre Freunde schon zum Grasen aufbrachen, da sie noch ein paar Luzernenheureste aufsammelten.<br \/>\nIm Busch forderte Garzi erst einmal Barsilinga zum Kr\u00e4ftemessen heraus. Garzi gewann den Wettkampf und ging zu Vuria, um sich mit ihm zu messen. Dieses Mal hatte er weniger Gl\u00fcck und verlor gegen Vuria. Lemoyian spielte mit Bongo, aber f\u00fcr Bongo war das keine Herausforderung &#8211; er gewann mit Leichtigkeit. Sirimon und Sokotei teilten sich das Futter, bevor Sirimon ging, um sich Vuria anzuschlie\u00dfen. Auf dem Weg zum Schlammbad bekamen die Waisen Gesellschaft von den Ex-Waisen und 20 wilden Elefanten.<br \/>\nSirimon, Boromoko und Sokotei erlebten dann ihr erstes Schlammbad mit den Ex-Waisen und ihren wilden Artgenossen. Kitirua k\u00fcmmerte sich nach dem Bad kurz um Sirimon und Boromoko w\u00e4hrend Ololoo einen Ringkampf mit Orwa begann. Vuria versuchte, Meibai herauszufordern, aber dieser war zu stark f\u00fcr ihn, sodass er aufgab. Er ging stattdessen mit Murka spielen, verlor aber auch diesen Wettkampf. Chemi Chemi verwickelte Teleki in ein Kr\u00e4ftemessen, das unentschieden endete, w\u00e4hrend Orwa mit Kitirua spielte. Am Nachmittag rangelten Bomani und Garzi, bevor sie sich wieder dem Grasen zuwandten. Abends brachte Narok die neuen Babys zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201672918-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Nasalot schnuppert an einem der Neulinge<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 12. Juli 2016<\/strong><br \/>\nKaum hatten sich die Kleinen heute Morgen beim Luzernenheu breit gemacht, tauchten die Ex-Waisen aus s\u00fcdwestlicher Richtung auf. Die Waisen begannen zu bunkern, was sie konnten, um Streitereien mit den \u00c4lteren aus dem Weg zu gehen. Teleki verwickelte Ololoo in einen Ringkampf, w\u00e4hrend Sokotei ein kurzes Kr\u00e4ftemessen mit Sirimon hatte. Lemoyian ging in Shukurus Gehege und nahm einen Ast von dort mit, auf dem er beim Aufbruch in den Busch herumkaute.<br \/>\nIshanga, die immer noch von einer Gruppe zur n\u00e4chsten wechselt, folgte den Kleinen zu den Weidegr\u00fcnden und lie\u00df daf\u00fcr ihre Ex-Waisen-Kollegen an den Stallungen zur\u00fcck. Die Waisen grasten den ganzen Morgen, und auf dem Weg zum Schlammbad schlossen sich ihnen die Gruppen von Mutara, Makireti und Chaimu an. Boromoko, Sokotei und Sirimon waren die Ersten bei der Milch, und nachdem sie getrunken hatten, gingen die drei direkt zum W\u00e4lzen ins Wasser. Als die Keeper noch vollauf damit besch\u00e4ftigt waren, die anderen Waisen zu f\u00fcttern, kam Sokotei zur\u00fcck zu den Schubkarren mit den Flaschen, schnappte sich eine Milchflasche und beeilte sich, in die entgegengesetzte Richtung davonzukommen, um nicht erwischt zu werden. Bis die Keeper ihn hatten, hatte er schon die halbe Flasche ausgetrunken. Die Keeper konfiszierten die halbleere Milchflasche, und Sokotei ging zufrieden zum Schlammbad zur\u00fcck, um seinen Freunden zu erz\u00e4hlen, wie er die Keeper reingelegt hatte. Vuria forderte Kilabasi zum Ringkampf heraus und verlor, w\u00e4hrend Narok mit Kanjoro spielte. Boromoko begab sich zum Staubbad, wo sich ihm die anderen Waisen anschlossen. Sp\u00e4ter rangelte noch Vuria mit Kasigau, verlor aber wieder, sodass Orwa f\u00fcr ihn einsprang &#8211; aber auch er zog den k\u00fcrzeren gegen Kasigau.<br \/>\nAm Nachmittag graste die ganze Gruppe im Kanziku-Gebiet und Enkikwe fra\u00df zusammen mit Turkwel. Am Abend staubbadeten Shukuru, Mutara, Barsilinga, Lemoyian, Boromoko und Enkikwe. Bomani nutzte aus, dass Narok auf dem Boden lag, und kletterte zum Spielen auf ihren R\u00fccken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201673217-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ishanga und Garzi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 13. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDer Morgen war k\u00fchl und der Himmel klar, als die Waisen l\u00e4ssig aus ihren Gehegen geschlendert kamen. Bomani traf auf Olsekki und drohte, ihn zu schubsen, wenn er nicht aus dem Weg ging. Olsekki gab aber nicht nach, und es entwickelte sich eine kurze Rangelei, die allerdings zu seinen Ungunsten verlief. Die Waisen machten sich dann in aller Ruhe \u00fcber das Luzernenheu her und hatten es ganz f\u00fcr sich, denn heute Morgen tauchten keine Besucher auf.<br \/>\nNachdem sie genug hatten, gab Shukuru das Signal zum Aufbruch in den Busch. Dort legte sie zusammen mit Boromoko eine Pause ein, um zu staubbaden. Teleki unterhielt sich kurz mit Boromoko und Sokotei, w\u00e4hrend Orwa und Garzi eine Weile ihre R\u00fcssel umschlangen, bevor sie weitergrasten. Als es Zeit f\u00fcr die Milchf\u00fctterung wurde, lie\u00df sich Olsekki einen Trick einfallen: Er kam mit der zweiten Gruppe noch einmal zur Milch und tat so, als h\u00e4tte er noch nichts abbekommen. Die Keeper hatten aber aufgepasst und merkten, was er im Sinn hatte. Als ihm klar wurde, dass niemand darauf hereinfiel, ging er zu dem Beh\u00e4lter mit den Milchflaschen, aber bevor er sich bedienen konnte, kamen die Keeper und schickten ihn weg. So musste er mit leeren H\u00e4nden von dannen ziehen.<br \/>\nMutaras, Kilabasis und Chaimus Gruppen leisteten den Waisen am Schlammloch Gesellschaft. Auff\u00e4llig war, dass Ishanga nun schon seit zwei Tagen mit Chaimus Gruppe unterwegs ist. Irgendwann rannte ein Warzenschwein im H\u00f6chsttempo an der Herde vorbei. Die Elefanten erschraken heftig und liefen mit aufgestellten Ohren zu ihren Keepern. Dann sammelten sie sich und schauten gespannt in die Richtung, aus der das Warzenschwein gekommen war. Nach einer Weile l\u00f6ste sich die Spannung aber, und die Waisen gingen zur\u00fcck zum Grasen. Sie machten es sich am Kanziku bequem und futterten dort ruhig und ungest\u00f6rt den Rest des Tages.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201673458-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 14. Juli 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am Morgen herauskamen, soffen eine kleine wilde Herde, bestehend aus einer Mutter mit ihren zwei K\u00e4lbern, sowie Taita, Tomboi, Zurura, Challa und zwei weiteren Bullen an der Tr\u00e4nke. Laragai, die sich immer gleich herausgefordert f\u00fchlt, wenn sie fremde Artgenossen ihres Alters oder ihrer Gr\u00f6\u00dfe sieht, ging direkt zu einem der K\u00e4lber und begann, an ihm herumzuschubsen. Das wilde Kalb schubste zur\u00fcck, aber Laragai schien st\u00e4rker zu sein. Es gab schlie\u00dflich auf und zog sich in die Obhut seiner Mutter zur\u00fcck. Die Waisen gingen dann zum Grasen, nachdem sie das Luzernenheu gefr\u00fchst\u00fcckt hatten. Der Himmel war klar, und es versprach, ein hei\u00dfer Tag zu werden. Die Waisen grasten am unteren Kalovoto ohne besondere Vorkommnisse.<br \/>\nKurz vor der Schlammbadzeit schloss sich Lualeni ihnen an. Die Waisen freuten sich, und sie standen alle um Lualeni herum und kollerten in tiefen T\u00f6nen. Lualeni begleitete sie dann zum Schlammloch, wo sie Yattas und Mulikas Herden sowie 20 wilde Bullen trafen. Boromoko, Sokotei und Sirimon gingen direkt ins Wasser, nachdem sie Milch getrunken hatten, und bekamen dort Gesellschaft von Zurura, Challa und einem wilden Bullen. Kithaka und Teleki standen in einiger Entfernung und nuckelten an ihren R\u00fcsseln, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten. Barsilinga ruhte sich unter einem Baum aus, als er genug vom Schlammbad hatte, w\u00e4hrend Vuria versuchte, beim Staubbad auf Orwa zu klettern. Schlie\u00dflich gab Olsekki den Weg zur\u00fcck zu den Weidegr\u00fcnden vor.<br \/>\nAm Nachmittag gingen die Waisen zum Grasen zum Kanziku. Abends kamen die Bullen Kenze, Ololoo, Rapsu und Meibai mit f\u00fcnf weiteren wilden Bullen zu den Stallungen. Offenbar verlassen die Ex-Waisen-Bullen so langsam die von Leitk\u00fchen gef\u00fchrten Gruppen und sind mehr mit wilden Bullen unterwegs, bei denen sie lernen, erwachsene Bullen zu werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201673655-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Makena<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 15. Juli 2016<\/strong><br \/>\nEin wilder Bulle entspannte sich an der Tr\u00e4nke, als die Waisen am Morgen aus ihren Gehegen kamen. Boromoko kniete auf dem Boden und knabberte mit dem Mund einen Busch ab, w\u00e4hrend seine Freunde Luzernenheu zusammensuchten. Nach einer Weile ging Sokotei mit hoch erhobenem R\u00fcssel zu dem wilden Bullen hin\u00fcber, drehte aber schnell wieder um und schloss sich wieder seinen Waisenkollegen an. Dann kam Sirimon mit und zusammen gingen sie wieder zu ihm hin. Pl\u00f6tzlich fingen sie an zu rennen, und das verwirrte den Bullen, der nicht so recht wusste, was da passierte. Er verstand nicht, warum die beiden kleinen Elefanten durch die Gegend rannten, und sicherheitshalber rannte er auch einfach mit. Als er immer noch nicht herausgefunden hatte, warum es so ein Gerenne gab, war er noch verwirrter, aber weil er sich nicht sicher war, rannte er trotzdem weiter, sodass es aussah, als ob die beiden Mini-Elefanten den gro\u00dfen Bullen jagen w\u00fcrden! Die Keeper gerieten in Panik, als sie sahen, wie Sirimon und Sokotei mit dem wilden Bullen verschwanden, und sie eilten ihnen hinterher, um sie zur\u00fcckzuholen. Boromoko und Narok, die Gehegegenossen der beiden Jungs, wollten auch nicht alleine zur\u00fcck bleiben und folgten den Keepern, um sie der R\u00fcckholaktion zu unterst\u00fctzen. Der Rest der Waisen genehmigte sich inzwischen ein erstes Staubbad, w\u00e4hrend sie darauf warteten, dass ihre durchgebrannten Freunde zur\u00fcckkehrten. Schlie\u00dflich schafften es die Keeper mit der Hilfe von Narok und Boromoko, die zwei Abenteurer einzuholen und brachten sie wieder zur\u00fcck zur Waisenherde.<br \/>\nAls die Waisen sich zum Aufbruch bereit machten, kam Olares Gruppe an. Narok genoss ein kurzes Kr\u00e4ftemessen mit Orwa, und sp\u00e4ter forderte Orwa Murka heraus. Die in der N\u00e4he stehende Narok beschloss, Murka dabei zu unterst\u00fctzen, Orwa wegzuschieben. Dieser kam nicht gegen die beiden K\u00fche an und entschied sich daf\u00fcr, aufzugeben. Die zwei M\u00e4dchen hatten dann nichts mehr zu tun, und aus lauter Langeweile fingen sie selbst einen Ringkampf an, der einige Zeit andauerte, bis Narok aufgab. Olares Gruppe eskortierte die Waisen dann zu den Weidegr\u00fcnden, und zwei Stunden sp\u00e4ter schlichen sie sich hinter dem R\u00fccken der Keeper mit Barsilinga, Kithaka, Boromoko, Sokotei, Sirimon, Lemoyian und Narok davon. Als die Keeper bemerkten, dass Olare und ihre Kollegen mit einigen Waisen verschwunden waren, nahmen sie die Verfolgung auf und fanden sie schlie\u00dflich an den Stallungen, wo sie Wasser soffen.<br \/>\nZur Schlammbadzeit kamen zehn wilde Bullen zu Besuch. Die Waisen, die gerade zum Saufen um die Tr\u00e4nke herum standen, hielten sofort inne, als sie die wilden Bullen n\u00e4herkommen sahen. Am Nachmittag grasten die Waisen dann im Kanziku-Gebiet, wo den Rest des Tages alles ruhig zuging.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201673914-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sokotei schnuppert nach dem wilden Bullen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 16. Juli 2016<\/strong><br \/>\nKaum hatten die Waisen am Morgen das Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck begonnen, tauchten auch schon die Ex-Waisen von \u00f6stlich der Stallungen her auf und schlossen sich ihnen an. Narok legte sich hin, um Wiva zum Mitspielen zu animieren. Es funktionierte, und Wiva kam her\u00fcber, als sie Narok auf dem Boden liegen sah. Die Waisen verabschiedeten sich dann und gingen nach Osten, w\u00e4hrend ihre \u00e4lteren Artgenossen weiter Richtung Westen zogen. Garzi graste heute mit Bomani und Boromoko mit Sirimon.<br \/>\nZur Schlammbadzeit tranken die Waisen ihre Milch, soffen dann Wasser und gingen schlie\u00dflich in den Schlamm zum Baden. Orwa blieb an der Tr\u00e4nke stehen, wo sich ihm Half Trunk anschloss. Nachdem er noch ein wenig mit ihm zusammen gesoffen hatte, machte er sich davon, als er vier wilde Bullen n\u00e4herkommen sah. Boromoko, Sokotei und Sirimon nahmen all ihren Mut zusammen und gingen zur Tr\u00e4nke, um die wilden Bullen kennenzulernen. Boromoko, der etwas mutiger als Sokotei und Sirimon zu sein scheint, ging voraus, und die drei standen bei den gro\u00dfen Elefanten herum. Boromoko versuchte sich durchzuquetschen und kam tats\u00e4chlich an das Wasser heran. Er h\u00f6rte aber auf zu saufen, als einer der Bullen anfing, seine Freunde wegzuschieben, da er nicht zwischen den gro\u00dfen Elefanten zerquetscht werden wollte. Etwas sp\u00e4ter gab Boromoko den Weg zur\u00fcck zu den Weidegr\u00fcnden vor. Am Abend rollte sich Laragai noch einmal auf dem Boden herum. Tomboi kam zusammen mit zwei wilden Bullen an den Stallungen vorbei.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201674226-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bongo und Lemoyian saufen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 17. Juli 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein ruhiger Morgen f\u00fcr die Waisen, die sich dem Luzernenheu widmen konnten, nachdem sie die Gehege verlassen hatten. Nur zwei Hy\u00e4nen waren in einiger Entfernung zu sehen, die langsam n\u00e4her kamen. Die Waisen bekamen gar nichts von ihnen mit und fra\u00dfen ohne St\u00f6rung weiter, bis Boromoko, Sirimon und Sokotei in Richtung Osten aufbrachen und der Rest der Gruppe langsam hinterher kam. Lemoyian und Bongo gingen noch an der Tr\u00e4nke vorbei, wo sie sich mit genug Wasser f\u00fcr den Vormittag wappneten. Olsekki spielte kurz mit Bomani, w\u00e4hrend Boromoko sein juckendes Ohr an einem Baum kratzte. Sp\u00e4ter versuchte Bomani, seine Ringkampftechnik zu verbessern, indem er einen Baum umstie\u00df, w\u00e4hrend Barsilinga sich auf dem Boden tummelte.<br \/>\nZur Schlammbadzeit brannte die Sonne sehr hei\u00df, sodass sich alle im Wasser w\u00e4lzen wollten. F\u00fcnf Bullen kamen vorbei, um zu saufen, als die Waisen gerade aus dem Schlammloch kommen wollten. Teleki verwickelte Vuria in einen Ringkampf, nach dem Vuria ordentlich aufgedreht war; er ging auf B\u00e4ume und B\u00fcsche los und wollte allen seinen Freunden zeigen, dass mit ihm nicht zu spa\u00dfen ist! Am Nachmittag grasten die Waisen am oberen Kalovoto. Es blieb zwar hei\u00df, aber sie lie\u00dfen sich nicht vom Grasen abhalten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201674359-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Laragai und Narok beim Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 18. Juli 2016<\/strong><br \/>\nSechs wilde Elefanten soffen Wasser an der Tr\u00e4nke, als die Waisen aus den Gehegen kamen und zum Luzernenheu gingen. Orwa kratzte sich eine Weile an den umliegenden Felsen. Das Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck wurde abrupt unterbrochen, als die Ex-Waisen auftauchten und auch etwas abhaben wollten. Die Kleinen mussten sich verdr\u00e4ngen lassen, um Streitigkeiten mit ihren \u00e4lteren Kollegen aus dem Weg zu gehen. Narok umschlang zur morgendlichen Begr\u00fc\u00dfung R\u00fcssel mit Kinna, und Shukuru brachte die Waisen dann in den Busch hinaus. Vuria forderte Garzi zu einem Ringkampf heraus, der aber nicht lange andauerte. Sp\u00e4ter hatten Vuria und Bongo eine kleine Meinungsverschiedenheit, als Bongo Vuria \u00fcberholen wollte. Es entwickelte sich ein ordentliches Kr\u00e4ftemessen, das von Shukuru beendet wurde, die eingriff und die beiden Jungs auseinander schob. Bomani spielte mit Orwa und danach noch mit Garzi.<br \/>\nAuf dem Weg zum Schlammbad schlossen sich Makireti, Kilabasi, Kasigau und Kilaguni den Waisen an. Kilagunis und Chaimus Gruppe scheint sich aufgel\u00f6st zu haben, denn Chaimu war mit Yattas Herde unterwegs. Vielleicht ist die Trennung auch nur vor\u00fcbergehend. Mairetis Pfeilwunde heilt langsam, aber problemlos. Nach dem Schlammbad vertrieben sich Teleki und Vuria die Zeit mit einer Rangelei. Als die Waisen gerade zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcckgehen wollten, trafen die Ex-Waisen ein, und Kinna sagte ihnen kurz &#8222;Hallo&#8220;, bevor sie zusah, wie sie aufbrachen. Bomani forderte Chyulu heraus, und Vuria Makireti; die beiden J\u00fcngeren verloren aber ihre Ringk\u00e4mpfe. Teleki versuchte sich an Ishanga, aber auch er hatte keine Chance. Dann ging er weiter und nahm ein paar Nachhilfestunden bei Kenze. Orwa rangelte mit Kasigau und holte immerhin ein Unentschieden heraus. Daraufhin ging er zu Orok weiter, aber dieser war viel zu stark f\u00fcr ihn.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen im Kanziku-Gebiet. Abends kamen f\u00fcnf wilde Elefanten zum Saufenn zu den Stallungen. Sie gingen kurz nach Einbruch der Dunkelheit wieder, nachdem sie ihren Durst gestillt hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201674555-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Ex-Waisen schlie\u00dfen sich den Waisen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 19. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDer Himmel war klar, als die Waisen heute Morgen aus den Gehegen kamen. Narok begann ihren Tag damit, sich auf dem Boden herumzurollen, w\u00e4hrend sie auf das Luzernenheu wartete. Als es soweit war, fra\u00dfen die Waisen in aller Ruhe. Barsilinga staubte immer noch eine Stelle an der Seite seines Bauchs ein, wo er beim Gerangel um das Luzernenheu mit den Ex-Waisen vor einer Woche verletzt worden war. Wir tragen jeden Tag Wasserstoffperoxid auf die kleine Wunde auf, um sie zu reinigen. Der Vormittag verlief ruhig, und die Waisen konnten ungest\u00f6rt und ohne gr\u00f6\u00dfere Unterbrechungen grasen.<br \/>\nAm Schlammloch waren zehn wilde Bullen, und sie konzentrierten sich im Wesentlichen darauf, zu saufen. Nur einer von ihnen schloss sich Boromoko, Sokotei und Sirimon beim Schlammbad an. Etwas sp\u00e4ter kamen noch Makireti, Kasigau, Kilaguni und Kilabasi dazu. Kasigau verwickelte Orwa in einen Ringkampf, der unentschieden endete. Barsilinga und Garzi hatten auch ein l\u00e4ngeres, aber lockeres Kr\u00e4ftemessen. Vuria spielte mit Kasigau, verlor aber schlie\u00dflich. Die Waisen widmeten sich dann noch einem l\u00e4ngeren Staubbad, bevor Makireti sie wieder zum Grasen f\u00fchrte. Am Abend zeigten sich Mutara und ihre Gruppe an den Stallungen, um dort Wasser zu saufen. Sie bekamen bald Gesellschaft von 15 wilden Elefanten, und alle soffen gem\u00e4chlich und brachen wieder in den Busch auf, nachdem sie fertig waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201674743-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein wilder Bulle besucht Sokotei, Boromoko und Sirimon<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 20. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDas Gel\u00e4nde an den Stallungen war heute Morgen von 60 Elefanten geradezu \u00fcberschwemmt, darunter Ex-Waisen, unsere Waisen und wilde Elefanten. Die Kleinen hatten es nicht leicht, etwas vom Luzernenheu abzubekommen, da ihre \u00e4lteren Artgenossen nicht gerade zimperlich mit ihnen umgingen. Bomani wollte mit Makena spielen, aber sie war zu ruppig mit ihm, sodass er aufgab. Um Streitigkeiten so gut es ging zu vermeiden, brachte Shukuru ihre Waisengruppe schlie\u00dflich zu den Weidegr\u00fcnden. Boromoko, Sokotei und Sirimon grasten zusammen, und Siangiki, Enkikwe und Olsekki machten ihre eigene kleine Gruppe zum Grasen auf.<br \/>\nGegen 11 Uhr brachte Boromoko die erste Gruppe zum Schlammbad. Dort hielten sich schon die Ex-Waisen und zehn wilde Bullen auf. Zurura und Kenze schlossen sich Boromoko, Sokotei und Sirimon beim Baden an. Kurz darauf machten sich die Waisen beim Staubbad breit. W\u00e4hrend sie sich noch einstaubten, sah unser Warzenschweinj\u00e4ger Vuria ein paar Opfer, die sich aus einiger Entfernung n\u00e4herten. Er unterbrach die Einstaub-\u00dcbung und lief im H\u00f6chsttempo den Warzenschweinen entgegen, die kein Risiko eingingen, sondern wieder kehrt machten und verschwanden, so schnell sie konnten, die Schw\u00e4nze wie Antennen in die Luft gestreckt. Nachdem sie wieder weg waren, machte sich Vuria an den B\u00fcschen zu schaffen. Kilaguni verwickelte Orwa in einen Ringkampf, der aber bald wieder vorbei war, da Orwa sich zur\u00fcckzog, um stattdessen mit Kilabasi zu spielen. Am Nachmittag graste Bomani nahe bei Sokotei, w\u00e4hrend Bongo, Enkikwe, Barsilinga, Siangiki, Laragai und Boromoko sich noch einmal einstauben gingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81020167495-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ex-Waisen und wilde Elefanten<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 21. Juli 2016<\/strong><br \/>\nAm Morgen war der Himmel blau, und ein hei\u00dfer Tag k\u00fcndigte sich an. Die Waisen konnten sich in aller Ruhe dem Luzernenheu widmen, ohne von irgendwem gest\u00f6rt zu werden. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck gab Laragai den Weg zu den Weidegr\u00fcnden vor. Gegen 10 Uhr morgens wurde es sehr schnell hei\u00dfer, sodass Olsekki und Orwa den Schatten eines Baumes aufsuchten. Bomani und Garzi hatten eine kurze Unterredung, bevor es zum Schlammbad ging. Dort waren schon zehn wilde Bullen, und einer von ihnen schloss sich den Waisen beim Baden an. Danach gingen die Waisen zum Staubbad, nur Bongo und Barsilinga begaben sich zu den Bullen an die Tr\u00e4nke und soffen dort mit ihnen. Barsilinga traute sich erst nicht so recht, sich zwischen die wilden Elefanten zu dr\u00e4ngeln, aber Bongo ging geradewegs hin und genoss mit seinen \u00e4lteren Artgenossen zusammen das frische Wasser. Am Nachmittag war es ruhig und hei\u00df, und am Abend gingen die Waisen noch einmal am Schlammbad vorbei, um sich abzuk\u00fchlen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201675225-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen fressen Luzernenheu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 22. Juli 2016<\/strong><br \/>\nInsgesamt etwa 60 Elefanten, Ex-Waisen wie wilde, tummelten sich am Morgen an den Stallungen und wollten Wasser saufen. Die Waisen kamen gegen 6 Uhr heraus, und sie hatten es schwer, Luzernenheu abzubekommen, da die Ex-Waisen ihnen alles wegschnappten. Sie beschlossen, den \u00c4lteren den Vortritt zu lassen und brachen in den Busch auf, um Streitigkeiten zu vermeiden. Orwa rangelte mit einer jungen wilden Kuh, verlor aber gegen sie. Bomani und Narok hingen hinterher, weil sie noch mit Wiva spielen wollten, w\u00e4hrend Teleki Meibai zu einem Ringkampf herausforderte. Mutara und ihre Gruppe kamen zum Saufen vorbei, kurz nachdem Mulikas und Yattas Herden wieder aufgebrochen waren. Es war ein hei\u00dfer Tag, aber das hielt die Waisen nicht davon ab, vorbildlich zu grasen.<br \/>\nZur Schlammbadzeit bekamen die Waisen Besuch von Ololoo, Rapsu und Taita, und auch Tomboi tauchte sp\u00e4ter noch auf. Mulikas und Yattas Gruppen, sowie zehn wilde Bullen kamen an, als die Kleinen gerade fertig gebadet hatten. Orwa spielte kurz mit Vuria, bevor die beiden sich Bongo und Garzi anschlossen und zu den wilden Elefanten hin\u00fcbergingen, die an der Tr\u00e4nke soffen. Die Bullen drohten, die vier Jungs zu schubsen, aber sie lie\u00dfen sich nicht einsch\u00fcchtern und blieben, bis sie etwas Wasser probiert hatten.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen im Kanziku-Gebiet. Am Abend kam Olares Gruppe, die normalerweise zehn Mitglieder hat, zu den Stallungen, und sie waren zu elft! Chaimu, die offenbar ihre eigene Gruppe aufgel\u00f6st hat, war bei ihnen. Kurz darauf tauchten Buchuma und Madiba auf, die wir zuletzt im April gesehen hatten, und soffen Wasser. Sie waren so durstig, dass sie sich viel Zeit nahmen, und nachdem sie ausgiebig gesoffen hatten, brachen sie wieder in den Busch auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201675635-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wiva mit Bomani und Narok<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 23. Juli 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen war alles ruhig, als die Waisen aus den Gehegen gebummelt kamen und sich \u00fcber das Luzernenheu hermachten. Nachdem sie ungest\u00f6rt davon gefressen hatten, brachte Kithaka sie zur Tr\u00e4nke, wo sie genug Wasser f\u00fcr den ganzen Vormittag soffen. Der Himmel war klar, und es schien ein hei\u00dfer Tag zu werden. Irgendwann wurde es in der Sonne so unertr\u00e4glich hei\u00df, dass die Waisen sich im Schatten eines Baumes verstecken mussten. Zur Schlammbadzeit badeten alle Waisen, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten. Nur vier Bullen kamen zum Saufen zum Schlammloch, und Bongo war mutig genug, sich ihnen anzuschlie\u00dfen. Die Bullen gingen dann zum Wasserloch hinunter, wo sie noch weiter soffen. Die Waisen, die sich noch w\u00e4lzten, hielten inne und machten ihren \u00e4lteren Artgenossen Platz. Sie gingen dann kurz am Staubbad vorbei, bevor sie zum Kanziku-Gebiet aufbrachen, um dort weiterzugrasen. Orwa forderte erst Vuria und danach noch Kithaka zum Ringkampf heraus. Sp\u00e4ter legten Bongo und Kithaka eine Pause beim Grasen ein, um noch ein wenig zu staubbaden. Am Abend kamen zehn wilde Bullen zum Saufen an den Stallungen vorbei.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201675820-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kithaka spielt mit Orwa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 24. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen bekamen am Morgen Gesellschaft von Mulikas, Yattas und Makiretis Herden. Makiretis Gruppe hat mit Kilaguni ein neues Mitglied aufgenommen und besteht jetzt aus vier Ex-Waisen. Kilaguni war vorher immer mit Chaimus Gruppe unterwegs gewesen, die gestern bei Olare gesehen wurde; bis jetzt ist noch nicht klar, ob sich ihre Gruppe dauerhaft aufgespalten hat oder sich demn\u00e4chst wiedervereinigen wird. Wiva war umgeben von Narok und Bomani, die sich beide etwas intensiver mit ihr besch\u00e4ftigen wollten. Bald darauf verabschiedeten sich die Gruppen, und die Waisen gingen zum Grasen zum unteren Kalovoto, w\u00e4hrend die Ex-Waisen in Richtung Westen aufbrachen.<br \/>\nIm Busch war es ruhig, denn das Wetter war hei\u00df. Die Waisen kamen gegen 11 Uhr zu ihrer Mittagsmilch am Schlammloch. Boromoko war der Erste, der in den Matsch stieg, und danach kamen noch Sirimon und Sokotei hinzu. Orwa rangelte kurz mit Bongo, w\u00e4hrend Vuria versuchte, beim Schlammbaden ein Spektakel zu veranstalten. Er rollte sich im Schlamm herum und versuchte, alle viere in die Luft zu strecken, w\u00e4hrend er sa\u00df. Als er schlie\u00dflich herauskommen wollte, stand ihm Orwa im Weg, aber Vuria k\u00e4mpfte sich den Weg frei. Garzi rollte sich im Staub herum, als Bomani kam und ihn zum Ringkampf herausforderte.<br \/>\nKurz nachdem die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcckgekehrt waren, kamen die Ex-Waisen und wilde Elefanten, insgesamt 70 an der Zahl, zum Schlammbad. Abends schaute noch Makiretis Gruppe mit Kasigau, Kilabasi und ihrem neuen Mitglied Kilaguni zum Saufen an den Stallungen vorbei. Makiretis Pfeilwunde heilt sehr sch\u00f6n nach der Operation am 7. Juli, bei der der Pfeilrest entfernt worden war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201675946-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Makireti, Kilaguni und Kilabasi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 25. Juli 2016<\/strong><br \/>\nEs war wieder ein ruhiger Morgen, und die Waisen kamen aus ihren Gehegen und trafen auf die Ex-Waisen Olare, Kibo, Kandecha, Chemi Chemi, Kalama, Kitirua, Naisula, Tumaren, Murka und Zurura. Sie soffen Wasser und standen ein wenig zusammen am Luzernenheu herum. Olare und Orwa trugen ein kleines Kr\u00e4ftemessen aus, und als sie fertig waren, gingen sie alle in den Busch zum Grasen. Die Neulinge Sokotei, Boromoko und Sirimon flitzten hier und da herum; diese drei sind immer zusammen drau\u00dfen im Busch. Orwa traf einen jungen Bullen aus einer wilden Herde und spielte eine Weile mit ihm, bevor er zum Schlammbad aufbrach.<br \/>\nAm Schlammloch fanden sie Olares Ex-Waisen-Herde vor, die schon ausgiebig im Wasser planschte. Sie schlossen sich ihnen an und spielten zusammen. Kandecha sagte den neuen Babys &#8222;Hallo&#8220; und hie\u00df sie noch einmal offiziell als die neuen Jungs in Ithumba willkommen. Zwei wilde Bullen schauten kurz vorbei, soffen Wasser und gingen wieder. Chemi Chemi begann eine Rangelei mit Vuria, und Olare eine mit Orwa. Chemi Chemi machte dabei lustige Verrenkungen. Schlie\u00dflich brach die Waisengruppe wieder zu den Weidegr\u00fcnden auf. Als sie am Abend nach Hause zur\u00fcckkamen, rannten sie gl\u00fccklich Einer nach dem Anderen zu ihren Milchflaschen. Als sie am sp\u00e4teren Abend schon wieder in den Gehegen waren, tauchte Wendis Gruppe mit Wiva auf; auch Yatta und Yetu waren dabei. Insgesamt waren es fast 20 Ex-Waisen und auch drei wilde Bullen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81020168110-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Nasalot, Wiva, Bomani und Sidai<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 26. Juli 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen gab es an den Stallungen wieder fast 60 Ex-Waisen und wilde Elefanten zu bestaunen. Darunter waren Wendi mit Wiva, Yatta mit Yetu und Mulika mit Mwende. Mulika bunkerte Luzernenheu mit ihren Sto\u00dfz\u00e4hnen, w\u00e4hrend sie eine zweite Portion fra\u00df. Wendi futterte, w\u00e4hrend Wiva um sie herumwuselte. Wiva war heute sehr nach Spielen zumute, und Narok begleitete sie, wo immer sie hin ging. Vuria rangelte mit Orwa, und schlie\u00dflich brachen alle zum Grasen auf. Orwa spielte dann mit einem Stock, den er mit dem R\u00fcssel herumwarf. Shukuru streckte sich nach Erdbrocken, die sie zum staubbaden benutzen konnte.<br \/>\nLemoyian f\u00fchrte dann die Gruppe auf dem Weg zum Schlammbad an. Dort kam Boromoko zu seiner Milch gerannt und hob die Flasche allein hoch, um zu trinken! Im Schlammloch waren ein paar wilde Bullen, unter ihnen Half Trunk, die mit Kilaguni, Chaimu, Makireti, Kilabasi, Kasigau und Ishanga spielten. Kithaka kratzte sich neben den wilden Bullen an einem Baum und f\u00fcrchtete sich dabei gar nicht. Die Waisen spielten auch noch mit Kilagunis Kollegen im Schlamm und gingen danach noch zum Staubbad. Bongo und Vuria waren die verspieltesten von ihnen. Zur\u00fcck im Busch grasten sie fr\u00f6hlich, obwohl es hei\u00df und trocken war, und Lemoyian brachte dann am Abend alle zur\u00fcck nach Hause.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81020168255-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Teleki<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 27. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen heute Morgen heraus und trafen beim Luzernenheu auf Mutaras Gruppe von Ex-Waisen. Dann kam eine Gruppe von vier wilden Elefanten mit einem Baby, die etwas Wasser soffen und dann wieder aufbrachen. Die Waisen fra\u00dfen ihr Luzernenheu und gingen dann zum Grasen in den Busch. Es wurde schon hei\u00df, und die neuen Waisen, die noch ein wenig an das Wetter in Nairobi gew\u00f6hnt sind, fanden etwas Wasser und spritzten es sich mit den R\u00fcsseln auf den R\u00fccken.<br \/>\nLemoyian gab dann den Weg zum Schlammbad vor, wo sie alle friedlich spielten. Bongo stellte sicher, dass er komplett eingematscht war. Lemoyian kratzte sich an einem Baumstumpf, und Vuria spielte im Schlamm. Eine Gruppe wilder Elefanten kam vorbei, aber sie soffen nur Wasser und gingen dann wieder. Narok, Sirimon, Sokotei, Boromoko und Garzi spielten und staubten sich ein, bevor sie wieder in den Busch zur\u00fcckgingen. Sogar unser vorlauter Kithaka, der sehr wasserscheu ist, spielte kurz im Schlammloch. Die Waisen grasten dann den Rest des Tages in aller Ruhe, obwohl es hei\u00df und trocken war. Barsilinga brachte am Abend alle zur\u00fcck nach Hause.<br \/>\nAn den Stallungen kam eine Gruppe wilder Elefanten zusammen mit Mutara, Suguta, Turkwel, Kainuk, Sities und Kanjoro vorbei. Au\u00dferdem tauchten auch Madiba und Buchuma wieder auf, die lange weg gewesen waren, und heute zum Saufen kamen. Wendis Gruppe lie\u00df sich dann auch noch blicken &#8211; mit Wiva, die immer noch in Spiel-Laune war und Suguta anschubste. Auch Kanjoro spielte noch etwas mit ihr, bevor sie alle wieder aufbrachen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8102016840-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Eine wilde Herde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 28. Juli 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein wunderbarer Morgen, und Wendis Herde kam fr\u00fch zu Besuch und hatte auch ein paar wilde Bullen dabei. Auch Mulika und Yatta mit ihrem Nachwuchs waren mit. Es war sehr schwierig f\u00fcr die Waisen, an ihr geliebtes Luzernenheu zu kommen, bei so vielen Ex-Waisen. Sie mischten sich alle untereinander, und einige, so wie Orwa und Lenana, rangelten auch ein wenig. Bomani, der noch nicht unabh\u00e4ngig geworden ist, war heute Wivas Bodyguard. Die Waisen machten sich dann davon, als eine neue Gruppe wilder Bullen zum Saufen ankam.<br \/>\nEin paar der j\u00fcngeren Ex-Waisen begleiteten die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden. Ishanga forderte Bongo heraus, und Bomani begann, auf Orwa herumzuklettern. Sie hatten einen gesch\u00e4ftigen Vormittag im Busch, und Barsilinga f\u00fchrte dann die Gruppe zum Schlammbad. Dort spielten die drei Neulinge Boromoko, Sokotei und Sirimon lange und ausgelassen im Wasser. Wendis Herde kam auch dazu, und die kleine Wiva stapfte selbstbewusst ins Wasserloch und begann, darin zu spielen. Nach einer Weile kam sie dann wieder heraus. Yatta und die anderen Ex-Waisen gingen zum Staubbad \u00fcber, und Orwa rollte sich herum und schmierte sich so mit roter Erde ein. Danach ging er mit Chyulu spielen. Bongo ging noch einmal ins Schlammloch zur\u00fcck und nahm noch eine Dusche. Narok holte Bongo ab, damit sie ihren Freunden zur\u00fcck in den Busch folgen konnten. Ithumbah begab sich auch in den Matsch und spielte darin. Die Ex-Waisen gingen dann ihrer Wege, w\u00e4hrend die Waisen wieder zum Grasen aufbrachen. Damit waren sie alle gl\u00fccklich und besch\u00e4ftigt, und nachdem sie ordentlich gefressen hatten, versuchte Bomani, auf Lemoyian zu klettern. Am Abend gingen sie zur\u00fcck nach Hause.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81020168613-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Yatta und die Waisen beim Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 29. Juli 2016<\/strong><br \/>\nVor den Stallungen trafen die Waisen heute Morgen die Ex-Waisen Kilaguni, Zurura, Challa, Buchuma, Tomboi, Lualeni und Ololoo. Au\u00dferdem war noch eine Gruppe wilder Bullen da, die aber nur Wasser soffen und bald danach wieder gingen. Im Busch begannen Orwa und Vuria ihr \u00fcbliches morgendliches Kr\u00e4ftemessen. Kilaguni folgte ihnen und spielte dann auch mit Orwa. Bomani versuchte, auf Olsekki zu klettern, und Vuria schien Fr\u00fchsport in Form von Liegest\u00fctzen zu machen. Der Rest der Waisen war mit Grasen besch\u00e4ftigt und lie\u00df sich nicht von albernen Spielchen ablenken.<br \/>\nSirimon ging dann auf dem Weg zur Milch am Schlammbad voraus. Dort sch\u00e4rfte Barsilinga seine Sto\u00dfz\u00e4hne an einem Baum und wurde auf diese Weise gleich noch ein paar Insekten am R\u00fcssel los. Lemoyian kam zum Kratzen zum selben Baum, aber dann vertieften sich die beiden in einen Ringkampf. Bongo, Vuria, Narok und Kithaka gingen zum Wasserloch und begannen, darin zu spielen. Wir waren \u00fcberrascht, dass Kithaka auch dabei war! Boromoko folgte ihnen. Vuria und Bongo kamen dann rangelnd wieder heraus, und ihr Spiel wurde zu einem ernsthaften Ringkampf, der aber nach ein paar Minuten von einem Keeper beendet wurde. Narok, Vuria und Orwa gingen dann zum Staubbad. Narok rollte sich im Staub herum, w\u00e4hrend Vuria und Orwa die Erde lieber aufsammelten und in die Luft warfen. Schlie\u00dflich gingen die Waisen wieder zur\u00fcck in den Busch und grasten den Rest des Tages vorbildlich, wovon sie auch das hei\u00dfe Wetter nicht abbringen konnte. Lemoyian brachte dann am Abend die ganze Herde zur\u00fcck zu den Stallungen. Dort kamen heute zehn wilde Bullen vorbei, die sehr durstig waren und eine Menge Wasser soffen, bevor sie wieder in den Park zur\u00fcck gingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8102016889-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kilaguni spielt mit Teleki<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 30. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen machten sich \u00fcber das Luzernenheu her, kaum dass sie die Gehege verlassen hatten. Madiba und ein wilder Freund soffen Wasser an der Tr\u00e4nke und schlossen sich dann den Waisen beim Fr\u00fchst\u00fcck an. Kurz darauf tauchten Mutara und ihre Gruppe mit ein paar wilden Elefanten auf. Bald war es Zeit f\u00fcr die Waisen, zum Grasen aufzubrechen, aber Orwa wollte nicht gehen, ohne Madiba begr\u00fc\u00dft zu haben. Er ging zu ihm hin\u00fcber, und sie umschlangen eine Weile ihre R\u00fcssel.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden nahm Olsekki erst einmal ein kurzes Staubbad, bevor er zu grasen begann. Im Laufe des Tages wurde die Sonne immer hei\u00dfer. Bongo verwickelte Vuria in einen Ringkampf, aber dieser zog sich in den Schatten zur\u00fcck und achtete darauf, dass er beim Rangeln gut gesch\u00fctzt war, w\u00e4hrend Bongo in der Sonne schmorte. Nach einer Weile bemerkte Bongo Vurias Trick und beschloss, den Kampf zu beenden und sich komplett zur\u00fcckzuziehen.<br \/>\nBarsilinga f\u00fchrte den Weg zum Schlammbad an. Dort war es ruhig, und au\u00dfer den Ex-Waisen tauchten keine weiteren Besucher auf. Da die Temperaturen auf hohem Niveau blieben, w\u00e4lzten sich alle Waisen ausf\u00fchrlich im Wasser. Am Nachmittag grasten sie dann im Kanziku-Gebiet. Teleki, Bongo, Bomani, Boromoko, Sirimon und Sokotei beschlossen, unter einem Baum zu fressen, wo sie vor der brennenden Sonne gesch\u00fctzt waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81020168936-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Barsilinga geht voran<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 31. Juli 2016<\/strong><br \/>\nAm Morgen war alles ruhig, und der Himmel war blau. Die Waisen gingen wie \u00fcblich zum Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck, und Bomani und Orwa kratzten sich erst einmal an einem nahegelegenen Felsen. Nachdem sie Heu gefressen hatten, gingen die Kleinen an der Tr\u00e4nke vorbei und r\u00fcsteten sich mit gen\u00fcgend Wasser f\u00fcr einen hei\u00dfen Vormittag. In den Weidegr\u00fcnden hatten Bomani und Garzi ein kurzes Kr\u00e4ftemessen, aus dem Bomani als Sieger hervorging. Teleki spielte mit Bongo und Vuria mit Orwa. Vuria, der etwas kleiner ist als Orwa, stellte sich auf einen Felsen und machte sich so ein paar Zentimeter gr\u00f6\u00dfer, sodass er gut gegen Orwa ankam.<br \/>\nZur Schlammbadzeit kamen 24 wilde Bullen kurz vor den Waisen an und gingen zur Tr\u00e4nke. Als die Waisen schlie\u00dflich da waren, gingen sie geradewegs zum Schlammloch, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten. Drei der wilden Bullen leisteten ihnen dann im Schlamm Gesellschaft. Als die Waisen genug vom W\u00e4lzen hatten, ging Barsilinga zum Staubbad voraus. Orwa nutzte aus, dass Narok sich auf dem Boden herumrollte, und kratzte sich den Bauch an ihr. Lualeni und Ololoo, zusammen mit Olares Gruppe, schlossen sich den Waisen an, und Ololoo rangelte mit Orwa. Dieser kam aber nicht gegen Ololoo an, und so gab er nach kurzer Zeit auf. Lualeni begleitete dann die Waisen zur\u00fcck in den Busch und verabschiedete sich kurz darauf wieder.<br \/>\nAm Abend kamen 22 wilde Bullen zum Saufen zu den Stallungen. Die Junggesellenherde brach kurz vor Einbruch der Dunkelheit wieder auf, nachdem sie ihren Durst gel\u00f6scht hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81020168119-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bomani s\u00e4uft<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-juli-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitag, 1. Juli 2016 Makireti, Kilabasi und Kasigau schlossen sich am Morgen den Waisen an, und sie machten sich alle zusammen \u00fcber das Luzernenheu her. 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