{"id":8200,"date":"2016-09-04T16:59:38","date_gmt":"2016-09-04T15:59:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=8200"},"modified":"2016-09-04T16:59:38","modified_gmt":"2016-09-04T15:59:38","slug":"voi-juli-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-juli-2016\/","title":{"rendered":"Voi Juli 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 1. Juli 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Start in den Tag, als die Waisen herauskamen und nach den Milchflaschen zum Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck \u00fcbergingen. Dann spielten einige von ihnen ein wenig Fangen und Verstecken auf den Gel\u00e4nde der Stallungen, bevor sie alle zu den Weidegr\u00fcnden gingen, um dort in einer Reihe zu grasen.<br \/>\nSp\u00e4ter am Vormittag wurde von den Scouts des Tsavo Trusts in der N\u00e4he der Dida-Harea-Windm\u00fchle ein verwaistes Elefantenkalb gesichtet. Das Kalb war ganz allein und wurde eine Weile beobachtet, um zu sehen, ob es sich wieder einer Herde anschlie\u00dfen w\u00fcrde. Als das nicht passierte, riefen die Scouts die Stallungen in Voi an, um eine Rettung zu erm\u00f6glichen. Es wurde ein Rettungsteam mobilisiert und das Hauptquartier in Nairobi angerufen, damit von dort ein Flugzeug geschickt werden konnte. Das Team fing das Kalb ein und brachte es zum Voi-Flugfeld, wo es vom Flugzeug abgeholt und ins Waisenhaus nach Nairobi gebracht wurde, da es noch sehr klein war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/811201693332-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Araba kratzt sich gen\u00fcsslich an einem Felsen<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 2. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDie abh\u00e4ngigen Waisen widmeten sich erst einmal ihrem \u00fcblichen Fr\u00fchst\u00fcck, ehe sie auf den Erdhaufen der Stallungen ein wenig spielten. Embu liebt es, auf den weichen Erdhaufen zu liegen, doch heute musste sie sich etwas zur\u00fcckhalten, weil sie noch auf ihre Wunden achtgeben musste. Nelion und Rorogoi kamen hinter ihr her, um mit ihr zu spielen, doch nachdem sie ein Weile \u00fcberlegt hatte, entschied sie sich, das Risiko nicht einzugehen, sich zum Spielen hinzulegen. Panda sah, dass die Spiele l\u00e4nger dauern w\u00fcrden als sonst und trompetete laut zum Aufbruch. Daraufhin folgten ihr die anderen hinaus in den Busch.<br \/>\nDie Waisen grasten die erste H\u00e4lfte des Tages erfolgreich, bis es mittags Zeit war, zum mittleren Schlammloch zu gehen. Dort bespritzten sie sich mithilfe ihrer R\u00fcssel mit Wasser und grasten dann den Rest des Tages in der N\u00e4he des Wasserlochs.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/811201693523-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Embu beim privaten Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 3. Juli 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Morgen, und die Waisen kamen fr\u00f6hlich aus ihren Gehegen und freuten sich auf einen perfekten Tag zum Grasen. Kenia sammelte ihre Herde zusammen und ging mit ihr zur Ostseite des Parks, fast bis zur Mzima-Mombasa-Wasserpipeline. Dann drehten die Waisen langsam um und erreichten rechtzeitig zur Mittagsmilch den Fu\u00df des Mazinga-Bergs. Sie besuchten das Wasserloch heute nicht, da es recht k\u00fchl war und sie keinen Bedarf f\u00fcr ein Bad hatten. Eine gro\u00dfe B\u00fcffelherde mit fast 100 Mitgliedern besuchte das mittlere Wasserloch, um dort zu saufen, und vom Berg herab, wo man eine sehr gute Aussicht hat, sahen die Keeper auch noch einige wilde Elefantenherden, die ebenfalls zum Wasser kamen.<br \/>\nKenia graste nahe bei ihrem Adoptivbaby Araba. Auch Suswa versuchte ab und zu, Araba zum Grasen mitzunehmen, hatte aber nicht sehr viel Erfolg dabei. Der Rest des Tages verlief reibungslos, und Lentili genoss es, die Waisen am Abend zu den sicheren Stallungen zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/811201693714-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kenia folgt ihrer Herde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 4. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDer Morgen begann gut f\u00fcr die Waisen, und sie hatten wie \u00fcblich ihr Fr\u00fchst\u00fcck, ehe sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. Sie grasten sich langsam in die Gegend n\u00f6rdlich der Stallungen voran und machten dann kehrt, um am Nachmittag am mittleren Wasserloch anzukommen. Heute war es kalt und windig, als die Waisen in F\u00fcnfergruppen zur Milchf\u00fctterung kamen. Embu schien sich heute wieder wohler zu f\u00fchlen und ging gelegentlich den anderen beim Grasen voraus.<br \/>\nUm 18:50 Uhr sichtete der Senior-Wildh\u00fcter Mr. Wambua auf einer Busch-Tour durch Tsavo East ein verwaistes weibliches Elefantenbaby, das einen der Wege \u00fcberquerte und in das Kanderi-Sumpfgebiet lief. Das Kalb war sehr d\u00fcnn und unterern\u00e4hrt, was bedeutete, dass es seine Mutter und Familie schon vor einigen Tagen verloren haben musste. Wilde Elefanten kamen und schnupperten an ihr, lie\u00dfen sie aber zur\u00fcck. Mr. Wambua rief daraufhin die Keeper der Voi-Auswilderungsstation an, die das Kalb gegen 19:15 Uhr retteten und zu den Stallungen brachten, damit es am n\u00e4chsten Morgen nach Nairobi geflogen werden konnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/811201694023-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Embu (dritte von hinten) kann mithalten<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 5. Juli 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Morgen, und Naipoki, Ndii, Mbirikani und Embu kamen alle nacheinander an, um die Elefantenwaise, die am vorigen Abend gerettet worden war, kennenzulernen. Die vier ber\u00fcsselten und begr\u00fc\u00dften die Kleine r\u00fchrend durch die Absperrung hindurch. Es war eine wunderbare Begegnung mit dem kleinen Kalb, bevor sie schlie\u00dflich zu ihren leckeren Milchflaschen weitergingen. Die Waise, die eigentlich heute nach Nairobi fliegen sollte, musste noch einen Tag in Voi bleiben, da es in Nairobi Stra\u00dfensperrungen gab, die ein gro\u00dfes Verkehrschaos verursachten.<br \/>\nKenia, Kihari und Mbirikani, die das Kalb am Morgen ignoriert hatten, kamen am Abend zu ihm, als sie auf dem Weg in ihr eigenes Gehege waren, und streckten ihm zur Begr\u00fc\u00dfung die R\u00fcssel durch die Absperrung des Eingew\u00f6hnungsgeheges entgegen. Dann klauten sie ihr frech ein paar Zweige und kauten darauf herum, w\u00e4hrend sie weitergingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81120169430-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kenia mit Araba<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 6. Juli 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen brach das vorgestern gerettete Waisenbaby zusammen, nachdem die anderen Waisen gegen 7:30 Uhr in den Park aufgebrochen waren. Die Keeper legten sie an eine Infusion, doch wegen ihres schlechten Gesundheitszustands zum Zeitpunkt ihrer Rettung dauerte es \u00fcber zwei Stunden, ehe sie wieder zu sich kam. Sie wurde sp\u00e4ter nach Nairobi geflogen, wo sie am Nachmittag weiter behandelt werden konnte.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch hatten die Waisen einen wunderbaren Tag beim Grasen, da es bew\u00f6lkt und k\u00fchl war. Ndoria \u00fcbernahm die F\u00fchrung und brachte sie am Nachmittag zum Wasserloch. Alle ihre Freunde vermieden es, sie zu \u00fcberholen, denn sie wussten, dass ihnen sonst in den Schwanz gebissen werden w\u00fcrde! Da es noch immer recht k\u00fchl war, nahmen sie kein richtiges Bad, sondern grasten einfach nur weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/811201694518-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndoria<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 7. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen grasten den ganzen Vormittag vorbildlich. Sie verteilten sich weitr\u00e4umig und schnappten sich soviel Futter, wie sie konnten, da sich die Trockenheit in Tsavo nun langsam ausbreitet. Sp\u00e4ter gingen sie zum mittleren Wasserloch. Nach der Milchf\u00fctterung mieden sie erneut das kalte Wasser und dr\u00fcckten sich stattdessen nur um den Pool herum, ohne zu baden. Embu machte aber ihr eigenes Ding und sprang trotz der K\u00e4lte f\u00fcr ein privates Schlammbad ins Wasser. Die anderen Waisen standen am Ufer und beobachteten sie erstaunt. Mbirikani war begeistert von Embus Vorstellung und testete die Wassertemperatur mit ihrem R\u00fcssel. Schlussendlich entschied sie sich aber auch gegen ein echtes Bad. Embu kam schlie\u00dflich heraus und widmete sich noch ein paar Staubbad\u00fcbungen.<br \/>\nDen Rest des Tages grasten die Waisen sch\u00f6n, und Kihari und Naipoki \u00fcbernahmen auf dem Heimweg zu den Stallungen am Abend das Kommando.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/811201694735-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Naipoki genie\u00dft ihr Futter<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 8. Juli 2016<\/strong><br \/>\nHeute Nachmittag kamen Lesanju und die anderen Mitglieder ihrer Herde, Taveta, Sinya, Lempaute, Mzima, Kivuko und Dabassa an den Stallungen an. Es war das erste Mal in diesem Monat, nachdem sie eine Weile weg gewesen waren. Sie genossen frisches Wasser aus der Tr\u00e4nke, bevor sie nach einer Stunde wieder aufbrachen. Die Herde erkundete erfreut das ganze Gel\u00e4nde an den Stallungen, und sie grasten auch von den gr\u00fcnen Zweigen der Akazie. Sie hatten sehr graue Haut &#8211; das bedeutet, dass sie vermutlich weit von den Stallungen in Voi, um die herum es haupts\u00e4chlich r\u00f6tliche Erde gibt, fortgewandert waren.<br \/>\nDie Waisen grasten \u00f6stlich der Stallungen und kamen f\u00fcr die Milchf\u00fctterung und etwas Wasser zu den Stallungen zur\u00fcck. Hier trafen sie wieder Schulkinder, die im Rahmen des Bildungs-Programms des DSWT f\u00fcr die \u00f6rtliche Bev\u00f6lkerung zu Besuch waren. Die Kinder waren sehr aufgeregt, echte Elefanten zu sehen und anzufassen zu k\u00f6nnen. Am Vormittag, in den Stunden vor ihrem Besuch, hatten sie bereits eine Pirschfahrt unternommen, bei der sie all die wilden Tierarten sehen konnten, die seit eh und jeh in ihrer Heimat leben &#8211; eine Gelegenheit, die sie nur sehr selten haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/811201695023-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Taveta kommt an den Stallungen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 9. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDer Morgen war sch\u00f6n, und die Waisen kamen gut gelaunt aus ihren Gehegen, tranken ihre morgendliche Milch und fr\u00fchst\u00fcckten Kopra. Unter der F\u00fchrung von Ishaq-B und Lentili brachen sie dann in den Park auf. Drei Stunden sp\u00e4ter kam Dabassa ohne die anderen Mitglieder aus Lesanjus Herde zu den Stallungen. Er soff Wasser aus der Tr\u00e4nke, untersuchte alle Gehege, die nat\u00fcrlich leer waren, und brach dann gegen 10:20 Uhr wieder in den Park auf.<br \/>\nDie abh\u00e4ngigen Waisen grasten friedlich, und Embu \u00fcberholte Lentili und ging den anderen bei der Wanderung voran. Die Waisen akzeptierten Embus F\u00fchrung, sodass Embu sich nun langsam auch psychologisch von ihrem Abenteuer und dem Schrecken bei dem L\u00f6wenangriff erholen kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/811201695238-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ishaq-B beim Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 10. Juli 2016<\/strong><br \/>\nKenia \u00fcbernahm heute Morgen das Kommando und f\u00fchrte die anderen Waisen zu den Weidegr\u00fcnden, nachdem die Milchf\u00fctterung und das Fr\u00fchst\u00fcck beendet waren. Kurz nachdem sie im Busch angekommen waren, kam Taveta hinzu, um sie zu begr\u00fc\u00dfen und sich ihnen anzuschlie\u00dfen, allerdings ohne die anderen Mitglieder aus Lesanjus Herde. Kenia schien Tavetas Anwesenheit nicht zu st\u00f6ren, da er sich nicht einmischte und ihr und Ndii die F\u00fchrung \u00fcber die Herde \u00fcberlie\u00df. Er graste den ganzen Tag mit den Waisen zusammen, folgte ihnen aber nicht in die Gehege, als er am Abend mit ihnen zu den Stallungen zur\u00fcckkam.<br \/>\nSp\u00e4ter kam eine kleine Elefantenherde mit zwei K\u00fchen und zwei K\u00e4lbern vom Mazinga-Berg zum Saufen zu den Stallungen herunter. Sie waren schon in der vorigen Nacht in der N\u00e4he beim Grasen gesehen worden. Sie soffen in Ruhe, und die K\u00e4lber spielten kurz an den Felsen bei den Stallungen, bevor sie wieder in den Park zur\u00fcckgingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8132016104646-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Taveta, in der Mitte, mit den Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 11. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDie Elefantenwaisen brachen heute Morgen sehr fr\u00fch auf und gingen unter der F\u00fchrung von Naipoki und Ishaq-B zur Ostseite des Mazinga-Bergs. Unterdessen bekam unser Waisenzebra Ngulia an den Stallungen einiges zu tun, als das waise Oryxantilopenbaby Salla aus seinem Stall kam, um mit ihr zu spielen. Sie lie\u00df ihr geliebtes B\u00fcffelbaby Jamuhuri und die beiden Babyelands Kore und Tawi zur\u00fcck. Jamuhuri rannte mit aller Kraft los und wollte sie noch einholen, war aber nicht schnell genug &#8211; so blieb er ersch\u00f6pft stehen und sah entt\u00e4uscht den beiden hinterher, wie sie verschwanden.<br \/>\nAraba wartet am liebsten in ihrem Gehege auf die Grewia-Zweige, die ihr am Abend hinein gebracht werden, denn dort f\u00fchlt sie sich am sichersten, vor allem vor der schubsenden Ndoria. Sie rennt \u00fcblicherweise direkt nach der Milchf\u00fctterung in das Gehege und knabbert \u00fcber Nacht allein an ihren Zweigen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8132016105448-pic4.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Araba rennt zu ihrem Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 12. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDer Morgen war wundersch\u00f6n und ruhig, und die Waisen begr\u00fc\u00dften den neuen Tag zusammen mit den V\u00f6geln, die zwitscherten. Taveta kam sehr fr\u00fch an, und so war er rechtzeitig zur Kopra-F\u00fctterung da, die er auf gar keinen Fall verpassen wollte. Die Waisen brachen dann zu den Weidegr\u00fcnden auf, und Taveta war mit von der Partie, da ihn der Rest von Lesanjus Herde noch nicht abgeholt hatte. Er begleitete die abh\u00e4ngigen Waisen heute sehr weit nach Osten. Arruba blieb pl\u00f6tzlich zur\u00fcck, als sie einen anderen Weg nehmen wollte, in der Hoffnung, eine bessere Route zu finden als Taveta. Panda graste mit Araba und Ishaq-B, w\u00e4hrend Naipoki mit Arruba, Suswa, Kihari und Rorogoi fra\u00df und Embu und Nelion weiter den Park erkundeten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8132016105648-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Taveta frisst Kopra mit den Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 13. Juli 2016<\/strong><br \/>\nEs war wieder ein herrlicher Morgen, doch Taveta, der h\u00e4ufig die Nacht vor den Stallungen verbringt, tauchte heute Morgen nicht auf. Zebra Ngulia verbringt gern ihre Zeit mit der Oryxantilope Salla, und sie rennen morgens gemeinsam herum und jagen sich. Jamuhuri wollte mitmachen, doch Ngulia und Salla waren beide zu schnell f\u00fcr ihn, sodass er ersch\u00f6pft aufgeben musste. Ngulia bekommt nun gar keine Milch mehr und sieht nur noch zu, wenn die anderen gef\u00fcttert werden.<br \/>\nNdii und Kenia \u00fcbernahmen heute die Aufgabe, die Elefantenwaisen zur Milchf\u00fctterung und danach zum Mazinga-Berg zu f\u00fchren. Dort grasten sie den Gro\u00dfteil des Tages. Suswa, Arruba und Lentili gingen weiter den Berg hinauf und folgten Nelion und Bada, die als gute Bergsteiger beim Grasen bekannt sind. Die Waisen kamen dann langsam den Berg wieder herunter und waren gegen 10 Uhr am Fu\u00df des Berges und um 11 Uhr am Wasserloch. Hier nahmen sie nur ein kurzes Bad, ehe sie f\u00fcr den Rest des Tages in der N\u00e4he grasten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/813201611232-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngulia hat sich in Salla verguckt und folgt ihr \u00fcberall hin<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 14. Juli 2016<\/strong><br \/>\nTaveta freute sich, dass er heute Morgen wieder bei den Waisen sein konnte, bei denen er immer ganz besonders und mit viel Respekt behandelt wird. Panda, die Taveta gestern schon vermisst hatte, verbrachte einen wunderbaren Morgen mit ihm, ehe sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. W\u00e4hrenddessen war Nelion, unser \u00e4ltester Waisenbulle, sehr eifers\u00fcchtig auf die Aufmerksamkeit, die Taveta von Panda erhielt, und ging zu einem Felsen, um sich den Frust wegzukratzen. Lentili schnappte Kenia die kleine Araba weg und ging mit ihr zu einem privaten Saufgelage an der Tr\u00e4nke, bis Kenia hinzukam und ihr Adoptivbaby wieder \u00fcbernahm. Den Rest des Tages grasten die Waisen gut, und Taveta war die ganze Zeit mit an Bord.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81320161156-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Taveta wartet vor den Stallungen auf Panda<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 15. Juli 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein gro\u00dfartiger Morgen f\u00fcr die Waisen, die aus ihren Gehegen zu ihren Milchflaschen gerannt kamen. Einige von ihnen hatten ihren Spa\u00df beim Kratzen, und bald kam auch Kenia dazu. Sie setzte sich einfach mitten auf den Felsen und war so allen im Weg. Die Jungs beobachteten die M\u00e4dchen, die versuchten, Taveta zu beeindrucken, ehe er wieder aufbrach. Tundani \u00fcbernahm dann die F\u00fchrung, dicht gefolgt von Nelion, und alle anderen folgten ihnen zu den Weidegr\u00fcnden. Die Waisen grasten dann den ganzen Tag vorbildlich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8132016111117-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kenia sitzt auf einem Felsen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 16. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDer Morgen begann sehr gut, und die Waisen schlangen ihre Milchflaschen hinunter, bevor sie sich dem Koprafr\u00fchst\u00fcck widmeten. Die gr\u00f6\u00dferen Jungs Nelion und Tundani waren heute sehr gl\u00fccklich, da Taveta nicht anwesend war, der bei den Damen sehr beliebt ist. Sie starteten gleich ein paar tolle Ringk\u00e4mpfe, um ihre Freude zu demonstrieren. Araba kratzte sich den Hintern an einem Felsen auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen, und dieses Mal war Kenia nicht im Weg, sondern nutzte einen benachbarten Felsen. Schlie\u00dflich brachen die Waisen zum Grasen auf. Mashariki schmiedete wieder einen Plan, Araba von Kenia zu entf\u00fchren, doch Kenia blieb in der N\u00e4he und nahm dann Araba mit sich, sodass Mashariki ihren Plan nicht in die Tat umsetzen konnte. Die Waisen grasten heute n\u00f6rdlich der Stallungen und kamen sp\u00e4ter in F\u00fcnfergruppen beim mittleren Wasserloch an. Dort nahmen sie ein sehr kurzes Bad und brachen dann wieder auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8132016111620-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Nelion und Tundani beim Rangeln<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 17. Juli 2016<\/strong><br \/>\nHeute morgen f\u00fchrten wieder Kenia und Lentili die anderen Waisenelefanten zu den Weidegr\u00fcnden, nachdem sie Milch und Erg\u00e4nzungsfutter bekommen hatten. Taveta kam sp\u00e4ter allein an den Stallungen an, um aus der Tr\u00e4nke zu saufen, und ging dann gem\u00fctlich nach Norden, wo er sich den abh\u00e4ngigen Waisen in Kenias und Pandas Herde anschloss. Das Grasen ging wie am Schn\u00fcrchen, und Embu brachte die ersten drei Waisen zur Milchf\u00fctterung: Bada, Arruba und Tundani. Embu ging dann weiter und f\u00fchrte die drei direkt zum mittleren Wasserloch, wo sie darauf warteten, dass die anderen hinter ihnen auch fertig wurden mit ihrer Mittagsmilch. Als alle Waisen am Wasserloch angekommen waren, genossen sie ihr Bad bei warmem Wetter sehr. Taveta kam auch heran und bewunderte Rorogois Spiele. Bada und Kihari hatten etwas entfernt von den anderen Waisen ebenfalls ein tolles Bad, und am Ende war nur noch Ndoria im Wasser.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201625059-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rorogoi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 18. Juli 2016<\/strong><br \/>\nPanda sah heute eher traurig aus; m\u00f6glicherweise vermisste sie Taveta, der am Morgen nicht an den Stallungen aufgetaucht war. Sie hing hinter der Gruppe zur\u00fcck, als ob sie darauf hoffte, dass Taveta noch von hinten kommen und sie einholen w\u00fcrde. Die Waisen verteilten sich im Busch und fra\u00dfen so viel wie m\u00f6glich, denn die D\u00fcrreperiode beginnt langsam, sich auf die ganze Gegend um Tsavo auszuwirken. Suswa kniete sich hin und rupfte einen gr\u00fcnen Busch heraus, der sehr lecker gewesen sein musste.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201625356-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Panda allein beim Saufen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 19. Juli 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein ruhiger und netter Morgen, und die Waisen konzentrierten sich auf ihre Milch und das Erg\u00e4nzungsfutter, spielten dann noch eine Weile und brachen schlie\u00dflich zu den Weidegr\u00fcnden auf. Embu, die es sich an der Tr\u00e4nke bequem gemacht hatte und fr\u00f6hlich Wasser soff, musste vorzeitig aufh\u00f6ren, als Ndoria hinzukam und ebenfalls saufen wollte. Die Waisen grasten ganz nach Plan, und Taveta holte sie gegen 15 Uhr ein und schloss sich ihnen an. Er nahm Panda zur Seite und graste eine Weile nur mit ihr. Sp\u00e4ter versuchte er sogar, mit in Pandas Gehege zu gehen, doch die Keeper erkl\u00e4rten ihm, dass er nun ein Ex-Waise ist und drau\u00dfen bei seinen wilden Freunden bleiben muss.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81520162560-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndoria<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 20. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDer Morgen war sch\u00f6n, und die Waisen genossen wieder ihre leckere Milch, ehe sie Kopra fra\u00dfen und ein wenig spielten. Araba soff in aller Ruhe und war dann so in ihr Spiel vertieft, dass sie pl\u00f6tzlich bemerkte, dass alle anderen schon weg waren und sie allein zur\u00fcckgeblieben war. Daraufhin rannte sie auch los und folgte Kenias Gruppe. Sp\u00e4ter am Tag versuchte sich Bada an einer Rangelei mit Panda, doch der Kampf dauerte nur wenige Minuten, da beide lieber weitergrasen wollten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201625822-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kenia bringt Bada zum Grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 21. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen verteilten sich, w\u00e4hrend sie grasten, und jeder von ihnen fra\u00df von irgendeinem Busch und dem Gras, das sie finden konnten; in dieser Trockenzeit gibt es nicht sehr viel Auswahl. Bada graste ganz in der N\u00e4he von Ndoria, ohne sich allzuviele Gedanken um ihre ruppige und bei\u00dffreudige Natur zu machen. Die Waisen besuchten zum Mittag das mittlere Wasserloch, um ihre Milch zu trinken und etwas Wasser zu saufen, doch sie wollten bei dem recht k\u00fchlen Wetter kein Bad nehmen.<br \/>\nSp\u00e4ter, um 18:20 Uhr, kam eine einzelne wilde Elefantenkuh mit ihrem sechsj\u00e4hrigen Kalb und graste in der N\u00e4he der Waisen. Das Kalb ging von seiner Mutter weg zu den Waisen, die in seinem Alter waren. Kenia und Ndii folgten dem wilden Kalb \u00fcberall hin. Dann schloss sich auch die Kuh f\u00fcr 20 Minuten den Waisen an, und als sie wieder aufbrach, nahm sie Araba mit. Kenia, Lentili und Panda gingen hinterher, um Araba zur\u00fcckzuholen. Sie hatten Erfolg und machten sich dann auf den Weg zur\u00fcck zu den Stallungen, wo sie \u00fcber Nacht in Sicherheit sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81520163053-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein wildes Kalb, seine Mutter und die Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 22. Juli 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein wunderbarer Morgen, und die Waisen kamen fr\u00f6hlich aus den Gehegen und begr\u00fc\u00dften einen neuen Tag, am dem wieder gesch\u00e4ftig gegrast werden sollte. Bada hob seinen R\u00fcssel, um eine Rangelei mit dem sich n\u00e4hernden Tundani anzufangen, doch dieser lehnte die Herausforderung ab. Lentili begann ein Felsenkratzspiel mit allen anderen, die nach und nach an die Reihe kamen und wunderbare Kratz-\u00dcbungen hatten. Nelion kratzte sich zuerst, gefolgt von Araba.<br \/>\nDas Grasen verlief gut. Ndii ging nach der Milchf\u00fctterung ins Schlammloch und begann, sich mit Wasser zu bespritzen. Bada sprang in die Mitte des Wasserlochs und hatte ein sehr intensives Bad im Sitzen. Mbirikani setzte sich ans Ufer, den anderen Waisen gegen\u00fcber, und wackelte hin und her, um sich den Hintern zu kratzen. Tundani und Kenia waren etwas zur\u00fcckhaltender und nahmen ihr privates Bad in zwei kleineren Pf\u00fctzen neben dem gro\u00dfen Wasserloch. Die Waisen gingen dann ein zweites Mal zum Saufen zu den Wassertonnen, ehe sie zur Nordseite des Mazinga-Bergs aufbrachen, um den Rest des Tages dort zu grasen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8152016337-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Nelion kratzt sich an einem Felsen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 23. Juli 2016<\/strong><br \/>\nAn diesem sch\u00f6nen Morgen fragte Rorogoi bei ihrer Vorgesetzten Panda h\u00f6flich nach, ob sie etwas rutschen und Platz an ihrem Kratzfelsen machen k\u00f6nnte. Panda ging friedlich davon. Ishaq-B, die ihnen zusah, beschloss, sich an einem anderen Felsen zu kratzen, bevor sie sich den anderen Waisen beim Staubbad anschloss. Es ist nun zwei Tage her, seit Taveta zuletzt an den Stallungen aufgetaucht war.<br \/>\nDie Waisen grasten dann von n\u00f6rdlich des Mazinga-Bergs aus bis zum mittleren Wasserloch am Nachmittag. Tundani und Mudanda gingen ins Wasser und erwarteten, dass die anderen ihnen folgen w\u00fcrden, doch sie waren \u00fcberrascht, als alle z\u00f6gerten, in das kalte Wasser zu gehen. Die zwei nahmen dann nur ein sehr kurzes Bad, kamen wieder heraus und folgten den anderen Waisen zur\u00fcck zum Grasen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81520163954-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mudanda<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 24. Juli 2016<\/strong><br \/>\nEs wurde heute an den Stallungen nur kurz an den Felsen Kratzen und Verstecken gespielt, ehe Lentili und Mudanda die F\u00fchrung zu den Weidegr\u00fcnden \u00fcbernahmen. Die Waisen gingen extra langsam, um unterwegs gut grasen zu k\u00f6nnen. Am Nachmittag machten sie sich zum Wasserloch auf, wo sie viel Spa\u00df bei den Schlammbadspielen hatten, ehe sie wie gewohnt weitergrasten.<br \/>\nTassia kam heute mitten in der Nacht ganz allein zu den Stallungen, nachdem er mehrere Monate mit einer wilden Herde mitgegangen war. Die abh\u00e4ngigen Waisen, die noch in ihren Gehegen waren, begr\u00fc\u00dften ihn kollernd. Nachdem er Wasser gesoffen und \u00fcber eine halbe Stunde an den Stallungen herumgehangen hatte, brach Tassia wieder auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201631240-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tassia besucht in der Nacht die Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 25. Juli 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein wundersch\u00f6ner Morgen. Tassia, der \u00fcberraschenderweise in der vorigen Nacht aufgetaucht war, kam heute mit Taveta zur\u00fcck, der die letzten drei Tage weg gewesen war. Es war ein gro\u00dfer Tag f\u00fcr die beiden und die abh\u00e4ngigen Waisen, und sie alle bekamen besondere Luzernenheu-Pellets, die am Abend zuvor aus Nairobi eingetroffen waren. Mudanda und Araba warfen Tassia ihre R\u00fcssel entgegen, da sie sich freuten, dass die beiden Ex-Waisen da waren. Kenia brachte ihre Herde weit nach Norden, um sicherzugehen, dass die beiden Ex-Waisen sie nicht einholten. Sie machte sich Sorgen wegen der R\u00fcckkehr der beiden Jungs, da sie ihre Herde stehlen oder &#8211; noch schlimmer &#8211; Lesanjus Gruppe zu den Stallungen locken k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201631334-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tassia genie\u00dft leckere Luzernenheu-Pellets<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 26. Juli 2016<\/strong><br \/>\nTaveta und Tassia kamen am Morgen wieder an und schlossen sich den abh\u00e4ngigen Waisen beim Fr\u00fchst\u00fcck an. Die Waisen fra\u00dfen dann etwas schneller, weil sie f\u00fcrchteten, die beiden Ex-Waisen w\u00fcrden ihnen das ganze Zusatzfutter wegfressen. Als das Fr\u00fchst\u00fcck dem Ende entgegen ging, f\u00fchrte Kenia ihre Gruppe zu den Weidegr\u00fcnden und lie\u00df die beiden Ex-Waisen zur\u00fcck. Taveta und Tassia grasten dann auf dem Berg und sicherten sich ein paradiesisches Fleckchen mit vielen gr\u00fcnen B\u00fcschen, wo sie den ganzen Tag verbrachten. Tassia kam um 2 Uhr nachts allein zum Saufen zu den Stallungen, w\u00e4hrend Taveta noch auf dem Berg war und erst um 8 Uhr herunterkam, als die Waisen bereits zum Grasen aufgebrochen waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81520163170-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tassia (links) und Taveta grasen zu zweit<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 27. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDer Morgen war herrlich, und Kenia f\u00fchrte ihre Herde zur Nordseite des Mazinga-Bergs, nachdem sie Milch getrunken und Zusatzfutter gefressen hatten. Die Waisen verteilten sich auf dem Berg und genossen das Gras und die B\u00fcsche. Kenia graste mit ihrem Adoptivbaby Araba, w\u00e4hrend Lentili und Panda sich um die Herde k\u00fcmmerten. Sie grasten sich dann langsam zum mittleren Wasserloch voran, wo sie viel Spa\u00df bei den Spielen im Schlamm hatten. Bald kam eine wilde Elefantenherde an, und die Waisen gingen aus dem Wasserloch, um noch schnell ein zweites Mal Wasser zu saufen, ehe die wilden Elefanten alles leeren w\u00fcrde. Bada blieb im Wasser und begr\u00fc\u00dfte die wilde Herde als Gastgeber. Die wilden Elefanten nahmen ein kurzes Bad und brachen dann wieder auf. Embu wollte schon wieder mit ihnen mitgehen, und die Keeper mussten sie zur\u00fcckrufen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201631848-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kenia f\u00fchrt die Gruppe an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 28. Juli 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen gingen heute von den Stallungen aus nach Westen und grasten unter dem Kommando von Lentili und Ishaq-B. Dort trafen sie auf zwei gro\u00dfe Impalabullen mit riesigen H\u00f6rnern. Sie grasten in deren N\u00e4he, ohne ihnen zu drohen oder sie zu verjagen. Kenia graste einige Zeit mit Bada zusammen und ging ab und zu mit ihr auf Abstand zu den anderen Waisen, was Araba sehr traurig machte. Arabas Ungl\u00fcck vergr\u00f6\u00dferte sich noch, als Kenia mittags am Wasserloch ein privates Bad mit Mudanda in einer kleinen Pf\u00fctze nahm, und Araba ein zweites Mal zur\u00fccklie\u00df. Kenia m\u00f6chte sich als Leitkuh der Herde nat\u00fcrlich um alle Waisen gleich gut k\u00fcmmern und ihnen ihre Zuneigung zeigen, doch Araba wusste das nicht und war traurig. Den Rest des Tages grasten die Waisen in der N\u00e4he des gro\u00dfen Wasserlochs, und Araba gelang es, wieder n\u00e4her an Kenia heranzukommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201632429-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mudanda und Kenia<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 29. Juli 2016<\/strong><br \/>\nTaveta und Tassia tauchten heute den ganzen Tag nicht an den Stallungen oder bei den Waisen im Busch auf. Als die Waisen mittags nach der Milchf\u00fctterung am Wasserloch ankamen, trafen sie auf die wilde Elefantenherde, die Embu vor ein paar Wochen mitgenommen und dann zur\u00fcckgelassen hatte. Embu erkannte sie wieder und begr\u00fc\u00dfte sie herzlich. Zwei der wilden K\u00e4lber erkannten Embu ebenfalls und verlie\u00dfen ihre Herde, um noch einmal zu versuchen, mit Embu zu verschwinden. Embu scheint ihre Lektion nicht so recht gelernt zu haben, denn sie positionierte sich so, als w\u00e4re sie bereit, jederzeit mit ihnen aufzubrechen. Ndii, Arruba, Suswa, Naipoki, Ishaq-B und Rorogoi dagegen starteten den Versuch, ein wildes Kalb von der Herde zu stehlen, aber sie wurden streng von seiner \u00e4lteren Schwester ermahnt. Panda und Arruba hatten es noch auf ein anderes Kalb abgesehen. Ndoria ging ganz selbstbewusst dicht an die gro\u00dfe Leitkuh heran, die riesige Sto\u00dfz\u00e4hne hatte. Kenia konnte ihre Herde schlie\u00dflich wieder vereinen, indem sie zuerst Araba und Mudanda mit sich nahm, w\u00e4hrend sich Ndii und Naipoki darum k\u00fcmmerten, Embu von ihren wilden Freunden zur\u00fcckzuholen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201632939-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Embu (rechts) b\u00e4ndelt wieder mit der gleichen wilden Herde an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 30. Juli 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner und ruhiger Morgen f\u00fcr die Waisen. Sie leerten ihre Milchflaschen und hatten ein paar kurze Spiele an den Stallungen, ehe sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen, heute unter der F\u00fchrung von Arruba und Suswa. Taveta und Tassia lie\u00dfen sich am Morgen wieder nicht an den Stallungen blicken.<br \/>\nKenia konzentrierte sich beim Grasen heute wieder auf ihr Adoptivkind Araba, um ihr zu versichern, dass sie nach wie vor ihr Liebling ist. Die Waisen grasten n\u00f6rdlich der Stallungen und kehrten um, als sie sich mittags auf den Weg zum Wasserloch machten. Als der Pickup mit der Milch f\u00fcr die Waisen am Wasserloch ankam, sahen die Keeper sechs gro\u00dfe L\u00f6wen, die auf der Lauer lagen und es auf die Tiere, die zum Saufen zum Wasserloch kamen, abgesehen hatten. Daraufhin wurde die Milch schnell zu den Waisen in den Busch gebracht, und sie konnten dann an den Stallungen Wasser saufen, wo sie vor den Raubtieren in Sicherheit waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201633046-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba sucht sich einen Platz zum grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 31. Juli 2016<\/strong><br \/>\nHeute wurde nach dem Fr\u00fchst\u00fcck nur sehr kurz gespielt, da die Waisen jetzt sehr fr\u00fch mit dem Grasen beginnen m\u00fcssen. Wegen der Trockenzeit nimmt die Vegetation nun langsam ab. Aber obwohl es kaum noch frisches Gr\u00fcn f\u00fcr sie gibt, sehen die Waisen sehr gesund aus, da sie zus\u00e4tzlich Kopra, Luzernenheu, Milch und Luzernenheu-Pellets bekommen. Nelion und Tundani gingen heute voraus und brachten die anderen Waisen zum Grasen auf den Mazinga-Berg.<br \/>\nAls sie mittags am Wasserloch ankamen, gab es dort fast nur noch Matsch und kaum noch Wasser, da die wilden Herden jetzt immer h\u00e4ufiger dorthin kommen und das Wasserloch fast komplett geleert hatten. Gl\u00fccklicherweise hatten die wilden Elefanten das frische Wasser in den Tonnen \u00fcbersehen, sodass die Waisen erst ihren Durst l\u00f6schen und dann ein Bad nehmen konnten. Ein Pavian hielt sich in der N\u00e4he des Wasserlochs auf und beobachtete Mbirikani dabei, wie sie mit ihrem R\u00fcssel jede Menge Wasser in die H\u00f6he spritzte. Er begleitete dann Rorogoi und Araba aus dem Wasser. Ishaq-B vermutete, dass er etwas im Schilde f\u00fchrte, und brachte die kleine Araba in Sicherheit, da Kenia zu besch\u00e4ftigt mit W\u00e4lzen war, um etwas davon mitzubekommen.<br \/>\nDen Rest des Tages grasten die Waisen in der N\u00e4he des Wasserlochs, und Mashariki f\u00fchrte sie am Abend zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/815201633717-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbirikani kratzt sich den Hintern am Ufer des Wasserlochs<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-juli-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitag, 1. Juli 2016 Es war ein sch\u00f6ner Start in den Tag, als die Waisen herauskamen und nach den Milchflaschen zum Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck \u00fcbergingen. Dann spielten einige von ihnen ein wenig Fangen und Verstecken auf den Gel\u00e4nde der Stallungen, bevor sie alle zu den Weidegr\u00fcnden gingen, um dort in einer Reihe zu grasen. 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