{"id":8227,"date":"2016-09-19T13:30:44","date_gmt":"2016-09-19T12:30:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=8227"},"modified":"2016-09-19T13:30:44","modified_gmt":"2016-09-19T12:30:44","slug":"nairobi-nursery-august-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-august-2016\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery August 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 1. August 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen heute wie \u00fcblich aus ihren Gehegen und gingen in den Busch hinaus. Kamok und ihr Adoptivbaby Ngilai setzten sich vom Rest der Gruppe ab und grasten in den nahegelegenen B\u00fcschen. Ihre Zeit zu zweit endete, als zwei L\u00f6wen, die auch in der N\u00e4he waren, laut br\u00fcllten und so auf sich aufmerksam machten. Kamok und Ngilai rannten daraufhin schreiend zu den anderen Waisen und ihren Keepern zur\u00fcck. Oltaiyoni lief ihnen sofort entgegen, gefolgt von Roi, Mbegu, Kauro und Tusuja, die alle trompeteten und die B\u00fcsche zertrampelten. Auch die Keeper machten mit und br\u00fcllten laut, um die L\u00f6wen zu verscheuchen. Als diese weiterbr\u00fcllten, ging Oltaiyoni dazu \u00fcber, \u00c4ste abzubrechen und sie herumzuwerfen und drohte in die Richtung, aus der das Gebr\u00fcll kam. Die Keeper brachten die Babys sicherheitshalber weg, und Oltaiyoni, Roi, Mbegu und Kauro bildeten die Nachhut, wobei sie weiter stampften und trampelten, um ihrem \u00c4rger \u00fcber die L\u00f6wen Luft zu machen. Kiko wurde auch zu den Stallungen zur\u00fcckgebracht, bis wir sicher waren, dass die L\u00f6wen fort waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201694312-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok holt ihr Adoptivbaby Ngilai<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 2. August 2016<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war es heute sehr hei\u00df, sodass alle Waisen schnell ihre Milch leerten und dann ins Schlammloch rannten. Mbegu, Godoma und Dupotto lieben den Schlamm und waren als erste drin. Sie rollten und drehten sich herum, was Ngilai, Ndotto, Lasayen und Ambo dazu veranlasste, es ihnen nachzumachen. Sie alle planschten herum und posierten im Schlamm, kratzten sich aneinander und hatten \u00fcberhaupt jede Menge Spa\u00df. Auch der kleine Jotto genoss zusammen mit Murit und Tagwa das Schlammbad, allerdings etwas abseits und mit Unterst\u00fctzung von den Keepern, denn sie machten sich etwas Sorgen bei all dem wilden Herumgealbere. Ndotto, Lasayen und Ngilai kletterten und rutschten auf Dupotto und Mbegu herum, und damit wollten sie nichts zu tun haben. Der verspielte Ngilai kam dann aus dem Schlamm und rannte zur Absperrung, wo die Schulkinder standen. Er schuffelte sich an ihnen, um sie alle einzumatschen! Die Kinder waren begeistert, die Elefanten so beim Schlammbad zu sehen. Ngilai rannte vergn\u00fcgt weiter zwischen Schlammloch und Schulkindern hin und her, wor\u00fcber die Kinder sich k\u00f6stlich am\u00fcsierten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9920163468-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen gehen in den Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 3. August 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute in den Busch gingen, forderten sich Kauro und Tusuja gegenseitig heraus. Sie rangelten miteinander und wollten herausfinden, wer von ihnen der St\u00e4rkere war. Kauro ist der \u00e4lteste Bulle der Elefantenfamilie im Waisenhaus, und er wollte Tusuja zeigen, dass er der Chef ist! Darum fordert er ihn auch h\u00e4ufig heraus.<br \/>\nOltaiyoni war wie immer ein Vorbild; wenn die Waisen alle zu ihren Milchflaschen rennen, l\u00e4sst sie ihnen den Vortritt und geht als letzte hin. Auch auf dem Weg zu den Besuchsstunden und von dort zur\u00fcck geht sie immer ganz hinten, um sicherzugehen, dass es allen in ihrer Herde gutgeht. Wenn die Waisen abends in ihre Gehege zur\u00fcckkommen, gibt sie sich auch immer M\u00fche, die letzte zu sein. All das zeigt ihren ausgepr\u00e4gten Mutterinstinkt &#8211; sie wird in Zukunft einmal eine sehr f\u00fcrsorgliche und besch\u00fctzende Leitkuh werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201634949-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro grast im Geb\u00fcsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 4. August 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen drau\u00dfen im Busch grasten, ging Naseku mit einer Gruppe bestehend aus Ndotto, Lasayen, Rapa, Godoma, Maramoja und Roi davon, lie\u00df aber dabei Mbegu und Oltaiyoni zur\u00fcck. Sie liefen alle fr\u00f6hlich durch die B\u00fcsche, bis sie an einer gro\u00dfen Herde grasender B\u00fcffel vorbeikamen. Der Anblick dieser riesigen Herde, die sie zuvor gar nicht gesehen hatten, erschreckte sie, sodass sie laut trompetend davon rannten. Ndotto und Lasayen wurden dabei von der Gruppe getrennt und fanden den Weg zu den anderen nicht allein zur\u00fcck. Sie br\u00fcllten laut auf, um die Keeper und die anderen Waisen wissen zu lassen, dass etwas nicht stimmte. Oltaiyoni, Mbegu, Dupotto und Kamok h\u00f6rten ihren Hilferuf und gingen, um sie zu retten. Es war wunderbar zu sehen, wie f\u00fcrsorglich die Elefanten sind, als sie in den Wald gingen, um die zwei verlorenen Jungs zu suchen. Oltaiyoni kollerte ihnen zu, und die Jungs h\u00f6rten es, sodass sie den Rest der Herde wiederfinden konnten. Als sie wieder da waren, wurden sie von den gro\u00dfen M\u00e4dchen herzlich umarmt. Sie verbrachten den Rest des Tages zusammen und grasten zufrieden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201635426-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Naseku (links) mit Godoma<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 5. August 2016<\/strong><br \/>\nHeute war Kokosnuss-Ein\u00f6l-Tag f\u00fcr die Waisenherde, und sobald sie ihre Milchflaschen geleert hatten, wurden sie darin gebadet. Es war erstaunlich, wie Tusuja, Kauro und Tagwa das \u00c3\u2013l selbst aus den Eimern saugten und sich damit bespr\u00fchten. Oltaiyoni und Mbegu rieben ihre R\u00fcssel an Tagwa und Kauro, um etwas von ihrem \u00c3\u2013l abzubekommen und sich selbst noch weiter einzu\u00f6len. In der Zwischenzeit versuchten Naseku, Kauro, Rapa und Maramoja wegzurennen und machten es den Keepern nicht leicht, sie einzu\u00f6len. Es ist immer wieder lustig zu sehen, wie einige Waisen das \u00c3\u2013l hassen, w\u00e4hrend andere es sehr lieben. Als die Keeper mit dem \u00c3\u2013lbad fertig waren, entspannten sich alle wieder und rollten sich auf dem Boden im Staub herum.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde zeigten Rapa und Lasayen ihre freche Seite und \u00e4rgerten den armen Galla. Sie stie\u00dfen ihn mit dem Kopf an und lie\u00dfen ihn nicht mitspielen. Galla ist ein sehr ruhiger Elefant und immer friedlich und h\u00f6flich, sodass er die gemeinen Jungs meistens meidet. Rapa rannte von einem Ende zum anderen und versuchte Galla zu schubsen, der damit besch\u00e4ftigt war, sein Gr\u00fcnfutter zu fressen. Galla ist aber viel gr\u00f6\u00dfer als er, sodass Rapas St\u00f6\u00dfe ohnehin nicht viel Wirkung zeigten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/992016479-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alle gl\u00e4nzen nach dem Einreiben mit Kokosnuss\u00f6l<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 6. August 2016<\/strong><br \/>\nKurz nachdem Kiko sich den Babyelefanten im Busch angeschlossen hatte, verfiel er in Spiellaune. Er jagte den Warzenschweinen hinterher, die auf dem Weg in den Busch st\u00e4ndig um die Waisen herum waren. Er hatte sich offenbar vorgenommen, sie alle von den grasenden Elefanten und ihren Keepern zu vertreiben.<br \/>\nDie Babys und Kiko gingen heute durch das Gel\u00e4nde der Stallungen zum Schlammloch und wurden dann dorthin zur\u00fcckgebracht, wo die Babys weitergrasen konnten. Kiko genoss den Spaziergang, bis er an zwei k\u00e4mpfenden Impalam\u00e4nnchen vorbeikam. Sie jagten ihm einen Schrecken ein, sodass er sich zu den Keepern und den Elefanten in Sicherheit brachte. Er fand den Kampf der Impalas aber doch interessant, denn er stand ganz still da, und beobachtete sie aus einiger Entfernung.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201641712-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko unterh\u00e4lt sich mit seinem Keeper<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 7. August 2016<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen der ersten Gruppe ihre Milchflaschen bei der Mittagsf\u00fctterung geleert hatten, konnten sie die Besuchsstunde am Schlammbad genie\u00dfen. Die drei Frechdachse Lasayen, Ndotto und Ngilai zogen die meiste Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich; sie gaben sich gr\u00f6\u00dfte M\u00fche aufzufallen und zeigten, wie toll sie spielen k\u00f6nnen. Als Lasayen im Schlammloch spielte, bemerkte er seinen besten Freund Ndotto, der drau\u00dfen im Staub badete. Er rannte zu ihm, um auf ihm herumzuklettern. Das lockte auch Ngilai an, der sofort mitmachte. Die drei Waisen sahen so aus, als h\u00e4tten sie viel Spa\u00df, als sie so zusammen spielten, und die Besucher schauten ihnen dabei begeistert zu. Der freche Rapa sah ihnen aber auch zu und beneidete sie um ihr Spiel. Er wollte auch mitmachen, doch als Ngilai ihn n\u00e4herkommen sah, stand er schnell auf und ging davon. Als auch Lasayen Rapa entdeckt hatte, folgte er Ngilai schnell. Der arme Rapa blieb allein zur\u00fcck und fragte sich, warum sie das Spiel beendet hatten. Es blieb ihm aber nichts anderes \u00fcbrig als zur\u00fcckzugehen und weiter Gr\u00fcnfutter zu fressen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201642540-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto sitzt auf dem Boden, mit Lasayen und Ngilai<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 8. August 2016<\/strong><br \/>\nHeute wachte Ngilai mit sehr steifen Beinen auf und konnte nur schlecht stehen und gehen. Seine Spielkameraden Ndotto und Lasayen h\u00f6rten ihn schreien und kamen zur\u00fcck, um ihm zu helfen. Er war offensichtlich, dass Ngilai sich seinen Freunden anschlie\u00dfen wollte, doch er konnte immer nur wenige Schritte gehen, eher er anhalten und sich ausruhen musste. Es war herzerw\u00e4rmend zu sehen, wie die liebevolle Kamok zur\u00fcckkam, um ihrem Adoptivbaby zu helfen. Als sie sich trafen, kuschelte Ngilai sich an sie, w\u00e4hrend sie ihn untersuchte, um zu sehen, was los war. Es war erstaunlich, wie alle Elefanten in Ngilais N\u00e4he merkten, dass mit ihm heute etwas nicht stimmte und er nicht so verspielt war wie sonst. Kamok schob ihn an und ermunterte ihn, langsam weiter zu gehen, und schlie\u00dflich schafften sie es bis zum Rest der Herde in den Busch. Als er dort ankam, tr\u00f6steten ihn auch Mbegu, Roi, Kamok und Dupotto, und sie versicherten ihm, dass alles wieder gut werden w\u00fcrde. Das war Ngilai zuvor noch nie passiert, und da wir ihn genauer im Auge behalten wollten, kam er heute nicht mit zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde, sondern ruhte sich in seinem Stall aus. Nachdem die Besuchsstunde vorbei war, rannten Kamok und Roi sofort zu ihm hin und ber\u00fcsselten und untersuchten ihn immer wieder. Es war wunderbar, wie sich die beiden M\u00e4dchen um ihn k\u00fcmmerten und versuchten, ihm zu helfen; ihre Mutterinstinkte sind sehr gut ausgepr\u00e4gt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9920164366-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai wachte heute mit steifen Beinen auf<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 9. August 2016<\/strong><br \/>\nIn den fr\u00fchen Morgenstunden spielten die Waisen und machten sich von den Gehegen auf in den Busch. Zum Gl\u00fcck sind Ngilais Symptome vom Vortag wieder verschwunden, und er spielte und rangelte heute fr\u00f6hlich mit Ndotto. Seine ganze menschliche Familie war sehr erleichtert und gl\u00fccklich \u00fcber seine schnelle Genesung. Um 9 Uhr leerten die Waisen ihre Milchflaschen, und danach zeigte Tusuja Ndotto und Lasayen, wie man sich richtig attackiert und gegenseitig herausfordert. Die zwei Jungs waren sehr motiviert und wollten gleich ihre Kr\u00e4fte messen. Obwohl Tusuja den beiden freche Tricks beibrachte, ist er immer ein ruhiger und netter Elefant, und stets h\u00f6flich zu den kleinen Jungs.<br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde lieben es Ndotto und Lasayen, mit den Zuschauern zu scherzen und zusammen im Schlamm zu spielen. Heute passierte nichts besonderes, die Waisen spielten nur in der Erde und bedeckten sich mit Staub. Jotto, Murit, Ambo, Ngilai und Godoma genossen es ganz besonders, sich auf dem Boden herumzurollen und wurden dabei von den Keepern unterst\u00fctzt. Heute waren wieder viele Schulkinder mit ihren Lehrern unter den Besuchern, die sehr froh waren, so nah an das gr\u00f6\u00dfte Lands\u00e4ugetier der Erde heranzukommen. Die Kinden waren beeindruckt und konnten kaum glauben, dass die riesigen erwachsenen Elefanten einmal so klein und winzig anfangen wie Jotto.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9920165358-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai geht es wieder besser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 10. August 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen brachte die kleine Esampu, die noch recht neu im Waisenhaus ist, Sana Sana, Pare und Maramoja von den B\u00fcschen in der N\u00e4he der Stallungen bis ganz hinunter zur Milchf\u00fctterstelle am Schlammloch. Bevor die Keeper sie eingeholt hatten, um sie zur\u00fcck zu bringen, stellte Esampu fest, dass dort unten keine Keeper und keine Milch waren und ging zu einer der anderen F\u00fctterstellen, um nachzusehen, ob dort vielleicht schon Milch f\u00fcr sie bereit stand. Ihre innere Uhr funktionierte aber wohl nicht so richtig, denn es war noch lange nicht Zeit f\u00fcr die F\u00fctterung. Daraufhin ging sie mit ihrer Gruppe dorthin zur\u00fcck, wo die anderen Waisen grasten. Die Keeper staunten \u00fcber diesen kleinen Elefanten, der es geschafft hatte, die anderen auf der Suche nach Milch zu den Futterstellen zu f\u00fchren. Die Tatsache, dass sie als so junger Elefant \u00e4ltere Artgenossen wie Sana Sana und Maramoja anf\u00fchren konnte, zeigt, dass sie ein sehr intelligentes kleines M\u00e4dchen sein muss.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201651323-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Esampu bekommt ihre Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 11. August 2016<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen ihre 9-Uhr-Milch bekommen hatten, mischten sie sich unter Tamiyois Babygruppe, die nicht mit zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde kommt und mit denen sie nicht den ganzen Tag verbringen. Tagwa und Murit waren sehr froh, etwas Zeit mit Tamiyoi und den anderen Babys verbringen zu k\u00f6nnen. Als der Rest ihrer Gruppe weiter in den Wald hinein ging und die Babygruppe zur\u00fccklie\u00df, wollten die beiden nicht so recht mitgehen. Die Keeper versuchten, Tagwa und Murit von Tamiyoi, Esampu, Pare und Luggard loszueisen, doch Tagwa weigerte sich und br\u00fcllte bestimmt auf. Schlie\u00dflich schafften es die Keeper, Tagwa und Murit zur anderen Gruppe zur\u00fcckzubringen, wo sie bis zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde blieben.<br \/>\nBei der Mittagsf\u00fctterung machte Kauro pl\u00f6tzlich \u00c4rger, als die \u00e4lteren Waisen gerade ihre Milch bekamen. Er versperrte absichtlich Tusuja, Maramoja und Naseku den Weg zu ihren Milchflaschen. Da Naseku ohnehin schon sehr gierig ist, schrie sie laut auf, um Kauro zu erschrecken, und versuchte sich vorbeizuschleichen. Kauro lie\u00df sich aber nicht einsch\u00fcchtern, sondern stellte nur drohend die Ohren auf und zeigte mit seinem R\u00fcssel auf sie. Die Keeper ermahnten Kauro und wollten ihn davon \u00fcberzeugen, seine Freunde durchzulassen. Schlie\u00dflich kam Naseku vorbei und rannte wie eine Verr\u00fcckte zu den Milchflaschen, lautstark \u00fcber die Versp\u00e4tung protestierend. Nachdem sie ihre Flasche bekommen hatte, beruhigte sich die Lage, und die Zuschauer widmeten ihre Aufmerksamkeit wieder den Waisen, die ihre Milch tranken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201651843-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Babygruppe beim Einstauben<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 12. August 2016<\/strong><br \/>\nUm Mitternacht besuchte unsere wunderbare Solio wieder einmal die Stallungen der Waisen. Der arme Maxwell hatte daher eine unruhige Nacht, in der er immer wieder an die Absperrung zwischen seinem und Solios Gehege klopfte. Solio antwortete auf sein Klopfen ebenfalls mit Klopfen, sodass Maxwell immer st\u00e4rker gegen den Holzzaun stie\u00df. Das ging eine ganze Weile so weiter. Schlie\u00dflich lie\u00df Solio laut und deutlich vernehmen, dass sie da war und Luzernenheu haben wollte, was ihr die Keeper auf Nachtwache auch brav brachten. In den n\u00e4chsten paar Stunden gaben sie ihr hin und wieder frisches Luzernenheu. Maxwell klopfte ab und zu an ihren Zaun, um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen, aber Solio interessierte sich nicht daf\u00fcr, solange sie mit Fressen besch\u00e4ftigt war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201652252-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maxwell schl\u00e4ft in seinem Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 13. August 2016<\/strong><br \/>\nAls die erste Gruppe Waisen zu ihrer 11-Uhr-Milchf\u00fctterung lief, kam Rapa als letzter an und war sehr genervt, weil er von Lasayen, Ndotto, Godoma und Tagwa zur\u00fcckgelassen worden war. Eigentlich will er immer derjenige sein, der die Waisen dorthin f\u00fchrt. Als er ankam, genossen Godoma und Tagwa noch ihre Flaschen; er stie\u00df Godoma von hinten an, sodass diese schreiend von ihrer Flasche wegrannte. Danach nahm der Frechdachs die arme Tagwa ins Visier und zog an ihrem Schwanz, sodass auch sie das Trinken unterbrach, sich umdrehte und ihn anbr\u00fcllte. Rapa wurde streng von den Keepern ermahnt, sodass er davonrannte und seine eigene Flasche bei der Schubkarre trank. Dort konnte er seine Milch in Ruhe allein genie\u00dfen, und wann immer sich ihm jemand n\u00e4herte, h\u00f6rte er auf zu trinken und schubste ihn davon.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/992016673-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rapa kann manchmal sehr frech sein<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 14. August 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen lungerten die \u00e4lteren M\u00e4dchen Oltaiyoni, Roi, Mbegu, Naseku und Dupotto an den St\u00e4llen der Babys herum und versuchten, die T\u00fcren f\u00fcr sie zu \u00f6ffnen, damit sie auch mit ihnen hinausgehen konnten. Als ihnen dies nicht gelang, klopften Oltaiyoni und Mbegu an die T\u00fcren und spielten mit den Eimern, die vor den T\u00fcren h\u00e4ngen und in denen die Milchflaschen abgelegt werden. Die Keeper verscheuchten sie aber, sodass es die f\u00fcnf M\u00e4dchen nicht schafften, die Babys an diesem kalten Morgen aus den St\u00e4llen zu holen. Oltaiyoni rannte von den Stallungen weg und in den Wald hinein, wobei sie w\u00fctend trompetete, weil man ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. W\u00e4hrend all das passierte, jagten Kamok und Ngilai auf dem Parkplatz die Warzenschweine. Erst als sie bemerkten, dass alle anderen schon in den Wald aufgebrochen waren, rannten sie ihnen nach, um sie einzuholen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201661135-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ambo, Oltaiyoni und Mbegu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 15. August 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen waren die Waisen drau\u00dfen im Wald sehr friedlich und konzentrierten sich aufs Grasen. Es gab nicht einmal Rangeleien oder Ringk\u00e4mpfe zwischen den jungen Bullen. W\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde zog der kleine Jotto die Besucher in seinen Bann, als er auf den kleinen Erdhaufen posierte, die f\u00fcr sie aufgesch\u00fcttet worden waren. Er rollte sich darauf herum, machte Kopfstand und streckte dabei abwechselnd seine Hinterbeine in die H\u00f6he. Jottos Spiele wurden dann von Ndotto noch \u00fcbertroffen, der Experte darin ist, die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zu ziehen. Er spielte zusammen mit Sana Sana und Mbegu im Schlammloch und danach ebenfalls in der Erde. W\u00e4hrend Ndotto versuchte, auf Mbegu herumzuklettern, kratzte sich Sana Sana die Hinterbeine an Mbegus schlammigem Kopf! Ndotto kletterte auf Mbegu und rannte dann davon, als ob das Spiel beendet w\u00e4re. Danach kam er aber zur\u00fcck und kletterte noch einmal auf sie. Als Mbegu genug von dem Spiel hatte, zeigte sie nur mit ihrem R\u00fcssel auf ihn, und Ndotto wusste sofort, dass das Spiel zuende war!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201662056-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jotto ist ein s\u00fc\u00dfes, kleines Ding<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 16. August 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute Morgen in den Busch gingen, rannten Roi, Naseku, Dupotto, Rapa und Galla wild im Geb\u00fcsch herum und jagten einer Gruppe Impalas hinterher, die eigentlich nur in Ruhe grasen wollten. Roi und Naseku waren besonders enthusiastisch bei der Sache. Die Impalas waren aber mutig genug, die Waisen auch herauszufordern, indem sie in die Luft sprangen und nach hinten austraten. Sie waren nicht so leicht zu verjagen, sodass selbst die wilden Jungs Rapa und Galla die Jagd irgendwann aufgaben und sich zur\u00fcckzogen. Sie standen mit aufgestellten Ohren auf der Seite und lie\u00dfen so verlauten, dass sich ihnen besser niemand n\u00e4hern sollte. Roi und Naseku waren hinter einem Baby-Impala her, das in der Verwirrung von der Gruppe getrennt worden war und genau in die Richtung der Jungs geflohen war, die laut br\u00fcllten, als es an ihnen vorbei lief. Darauf reagierte die ganze Herde, und alle wollten nachsehen, was passiert war, allen voran nat\u00fcrlich Oltaiyoni und Mbegu als gute Leitk\u00fche. Alle versammelten sich, um sich zu \u00fcberzeugen, dass es allen gut ging und um nach den j\u00fcngeren zu sehen, und damit endete die Jagd auf die Impalas.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201662440-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Dupotto rennt in der Gegend herum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 17. August 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein aufregender Tag f\u00fcr die kleine Sana Sana. Sie grast normalerweise etwas abseits der anderen Waisen; insbesondere in den fr\u00fchen Morgenstunden ist sie lieber allein im Wald. Dabei bleibt sie meistens in der N\u00e4he der Milchf\u00fctterstelle im Wald, sodass sie regelm\u00e4\u00dfig die erste ist, wenn die Schubkarre mit den Milchflaschen ankommt. Diese Strategie funktionierte heute Morgen allerdings nicht so gut. Sie graste wie \u00fcblich, doch dann tauchten ein paar seltsame Tiere auf, die sie noch nie gesehen hatte. Erst rannte ein Dikdik zwischen ihren Beinen hindurch, was sie nicht st\u00f6rte, da sie an Dikdiks gew\u00f6hnt ist. Als sie sich aber umdrehte und erwartete, ein weiteres Dikdik zu sehen, standen dort pl\u00f6tzlich zwei Schakale, die die Dikdiks gejagt hatten! Sie erschrak sehr, obwohl die Schakale viel zu klein sind, um ihr etwas zu Leide zu tun. Sie schrie vor Schreck auf, was den Dikdiks das Leben rettete, denn die Schakale bekamen es auch mit der Angst zu tun und flohen. Sana Sana war zu Tode erschrocken und rannte zu ihren Keepern, die ein St\u00fcck weg waren, aber die ganze Szene beobachten konnten. Sie blieb den Rest des Morgens sehr nerv\u00f6s und traute sich nicht, die Herde oder die Keeper noch einmal zu verlassen.<br \/>\nSp\u00e4ter am Tag, als die Herde ihrem \u00fcblichen Tagesablauf nachging, kam Jotto an sechs wilden L\u00f6wen vorbei &#8211; drei Weibchen und drei M\u00e4nnchen. Er spielte gerade, rannte hin und her, lie\u00df sich in die kleinen B\u00fcsche fallen und rollte sich im langen Gras herum, als er sie sah. Er versuchte, ihnen Angst einzujagen, doch sie beachteten ihn gar nicht. Daraufhin drehte er sich um und rannte um Hilfe schreiend zu seinen Keepern. Pea war auch in der Gruppe, und vielleicht hatten es die L\u00f6wen auf sie abgesehen, doch gl\u00fccklicherweise schlug Jotto Alarm. Als den L\u00f6wen klar wurde, dass sie aufgeflogen waren, gingen sie davon. Kiko und Pea kehrten noch f\u00fcr einige Zeit zu den Gehegen zur\u00fcck. Kiko gefiel das gar nicht, denn er streift gern durch den Wald und tut, worauf immer er Lust hat, doch es war zu seiner eigenen Sicherheit n\u00f6tig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201662715-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ambo und dahinter Sana Sana<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 18. August 2016<\/strong><br \/>\nKauro ist der \u00e4lteste Bulle des Waisenhauses, und er scheint das auch dem Rest der Herde beweisen zu wollen. Selbst als seine \u00e4lteren Artgenossen das Waisenhaus verlassen hatten, blieb er sehr ruhig und verhielt sich vorbildlich, sowohl gegen\u00fcber den anderen Waisen, als auch den Keepern. Manchmal \u00e4ndern sich die ruhigen Bullen etwas, wenn die \u00e4lteren sie verlassen und sie zum Chef der Gruppe werden, doch Kauro nicht. Wenn er eine nette Stelle zum Grasen findet, bleibt er dort und frisst den lieben langen Tag, statt sich in Spiele verwickeln zu lassen. Manchmal ist er allein, manchmal hat er ein oder zwei Freunde dabei &#8211; insgesamt ist er ein sehr ruhiger Junge. W\u00e4hrend die meisten anderen Babys zu den Keepern rennen und sich um ihre Milch dr\u00e4ngeln, bleibt Kauro einfach im Geb\u00fcsch, und die Keeper m\u00fcssen ihn rufen, damit er zu seiner Milch kommt.<br \/>\nAls es heute Abend Zeit war, ins Bett zu gehen, beschlossen einige von Kauros Freunden, mit ihm zusammen im Busch zu bleiben und nicht zur Milchf\u00fctterung zu den Stallungen zur\u00fcckzukehren. Dupotto, Godoma, Kamok und Tusuja folgten ihm, und niemand schien es besonders eilig zu haben heimzukommen. Oltaiyoni mag es nicht, wenn die Waisen bei den Besuchern stehen bleiben, sondern m\u00f6chte, dass alle ordentlich in ihre Gehege laufen. Um dies sicherzustellen, bleibt sie immer zur\u00fcck und wartet darauf, dass der letzte der Waisen mitgekommen ist, um dann die Nachhut zu bilden. Sie scheint zu wissen oder mitzuz\u00e4hlen, wieviele Babys es sind, und merkt gleich, wenn welche fehlen. Heute wollte sie nicht weitergehen, bis die Keeper Kauros Miniherde drau\u00dfen im Geb\u00fcsch gefunden hatten. Sie hielt einfach an und wartete bei den Pateneltern auf die Waisen, und obwohl die Keeper versuchten, sie zum Weitergehen zu bewegen, weigerte sie sich, zu ihrem Gehege zu gehen. Als sie Godoma aus der Ferne rufen h\u00f6rte, lief sie zur\u00fcck und antwortete ihr. Kauros Herde graste dort im Geb\u00fcsch, und kaum einer hatte Interesse daran, schon nach Hause zu gehen. Nur Godoma hatte bemerkt, dass alle schon aufgebrochen waren und hatte deshalb angefangen zu schreien. Sie rannte vorneweg und traf auf Oltaiyoni, die noch auf Kauro und den Rest wartete, bevor sie auch nach Hause ging.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201663055-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro wird langsam ein ordentlicher Bulle<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 19. August 2016<\/strong><br \/>\nFreitag ist Kokosnuss-Ein\u00f6l-Tag und, wie bekannt, m\u00f6gen das nicht alle Waisen, obwohl es ihrer Haut sehr gut Feuchtigkeit spendet. Einige versuchen, den Keepern zu entkommen und dem \u00c3\u2013l aus dem Weg zu gehen. Naskeu, Godoma und Rapa sind am widerspenstigsten und wollen gar nicht mitmachen. Sobald diese drei die Eimer mit dem \u00c3\u2013l sehen, rennen sie in verschiedene Richtungen davon. Heute war es Godoma, die die Schubkarre mit dem \u00c3\u2013l sah, und sie dachte zuerst, es w\u00e4re Milch! Sie rannte hin, und als sie roch, dass es das \u00c3\u2013l war, machte sie auf dem Absatz kehrt und setzte sich mit Naskeu zusammen ins Geb\u00fcsch ab. Als Rapa sah, dass alle Waisen zusammengetrommelt wurden, versuchte auch er, sich davonzumachen, da er sich denken konnte, was da auf ihn zukam. Er fand einen Fluchtweg und schloss sich den anderen beiden an, die etwas abseits standen und zusahen. Die Keeper brachten sie aber zum Rest der Waisen zur\u00fcck, und nachdem sie alle mit \u00c3\u2013l eingerieben worden waren, rollten sie sich im Staub herum.<br \/>\nAls die Waisen heute zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde gingen, hatten sie ein ausgiebiges Schlammbad, bis zum Ende der Besuchszeit. In der ersten Gruppe f\u00fchrte Esampu die anderen an, und in der \u00e4lteren Gruppe war es Maramoja. Wie wir wissen, hat jeder Elefant seinen ganz eigenen Charakter. Tagwa ist ein kleines M\u00e4dchen, das sich gern \u00fcber alles beschwert. Die anderen Waisen wissen das, und einige necken sie deswegen mit Vorliebe &#8211; selbst die ganz kleinen wie Tamiyoi, Jotto und Ambo. So auch heute: Die kleinen Jungs Ambo und Jotto schubsten Tagwa von vorne und hinten, und je mehr Tagwa sich beschwerte, desto mehr Spa\u00df hatten sie dabei!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9920166392-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok und Ndotto spielen nach der Ein\u00f6lung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 20. August 2016<\/strong><br \/>\nWie Menschen haben auch Elefanten damit zu k\u00e4mpfen, wenn es zu hei\u00df wird. Alle Babys versammelten sich heute mit wedelnden Ohren unter den B\u00e4umen. Roi machte sich auf, um etwas Wasser zu suchen, mit dem sie sich abk\u00fchlen k\u00f6nnten. Als sie losging, entschieden sich Naseku und Dupotto, sie zu begleiten. Roi fand tats\u00e4chlich etwas Wasser und machte ein kleines Schlammbad daraus, das auch die anderen Waisen genie\u00dfen konnten. Es war klein, sodass sie nicht alle gleichzeitig Platz darin hatten, aber es war sch\u00f6n zu sehen, wie sie sich abwechselten, sodass einer nach dem anderen sich darin abk\u00fchlen konnte. Als Roi fertig war, machte sie Platz f\u00fcr Naseku und diese dann f\u00fcr Dupotto. Das ging so lange gut, bis Oltaiyoni ankam und alle wegschubste &#8211; die Waisen, die auf der Seite warteten, mussten f\u00fcr die Leitkuh Platz machen! Oltaiyoni badete in dem sch\u00f6nen Schlamm und lie\u00df nur ihr Adoptivbaby Ambo an sich heran.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201664255-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein sehr hei\u00dfer Tag<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 21. August 2016<\/strong><br \/>\nEsampu w\u00e4chst zu einem kr\u00e4ftigen und energiegeladenen kleinen M\u00e4dchen heran, nachdem sie fast nur noch Haut und Knochen war, als sie vor ein paar Wochen bei uns ankam. Ihr Zustand hat sich kontinuierlich verbessert, sodass sie heute in die Gruppe der \u00e4lteren Waisen aufgenommen wurde. Ihr erster Auftritt bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde verlief sehr gut. Nachdem sie ihre Milchflasche geleert hatte, schloss sie sich den anderen Waisen beim Schlammbad an, wo sie viel Spa\u00df hatte. Danach rundete sie das ganze noch mit einem Staubbad ab, und als es Zeit war aufzubrechen, um f\u00fcr die \u00e4lteste Gruppe Platz zu machen, wollte sie gar nicht mehr los!<br \/>\nW\u00e4hrend der Besuchsstunde benahm sich Ngilai, der in letzter Zeit immer wieder frech war und den kleinen Jotto \u00e4rgerte, sehr ungezogen. Er rannte andauernd hinter Jotto her, um ihn zu schubsen, und die Keeper mussten ihn immer wieder wegschicken, weil er soviel \u00c4rger machte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201664714-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Esampu kommt wieder zu Kr\u00e4ften<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 22. August 2016<\/strong><br \/>\nManchmal scheint es, als wollte Rapa gar nicht so ruppig sein, aber offenbar ist er eben einfach so &#8211; auch beim Spielen. Lasayen wollte heute mit ihm spielen, doch statt einer fairen Rangelei entwickelte sich daraus ein ernsthafter Kampf. Ndotto war dar\u00fcber nicht sehr froh und kam seinem Freund zu Hilfe. Er schob Rapa weg von Lasayen ins Geb\u00fcsch. Nachdem Rapa weg war, hatte er ein freundliches Kr\u00e4ftemessen mit seinem Kumpel. Sp\u00e4ter verwickelte Ndotto, der immer zum Spielen aufgelegt ist, noch Mbegu und Kamok in einige Rangeleien und Kletterspiele. Jeden Tag scheint Ndotto jemanden zu finden, der mit ihm spielt.<br \/>\nSp\u00e4ter gegen 16:40 Uhr trickste Rapa die anderen aus und brachte Maramoja und Galla zu den Stallungen zur\u00fcck, bevor es Zeit daf\u00fcr war. Tamiyoi, Luggard und Pare gehen normalerweise etwas fr\u00fcher als 17 Uhr nach Hause, und Rapa muss das beobachtet haben &#8211; heute wollte er der Babygruppe folgen. Sein Plan schlug aber fehl, auch wenn er den Keepern einiges Kopfzerbrechen bereitete, ehe er einwilligte, wieder in den Wald zur\u00fcckzugehen. Die Keeper brachten ihn und die beiden anderen auf einem ungewohnten Weg zur\u00fcck in den Busch, um zu vermeiden, dass sie zu fr\u00fch und ohne dass ihre Milch vorbereitet war in ihre Gehege gehen w\u00fcrden. Um 17 Uhr kamen die Waisen dann alle zusammen nach Hause.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9920166517-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Manchmal meint Rapa es nicht b\u00f6se<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 23. August 2016<\/strong><br \/>\nTamiyoi war heute Morgen sehr fr\u00f6hlich und verspielt, als sie aus ihrem Stall kam. Das kleine M\u00e4dchen hatte viel Spa\u00df dabei, im Staub zu spielen, w\u00e4hrend die Keeper ihr halfen, sich \u00fcber und \u00fcber einzustauben. Dann versuchte sie, die Warzenschweine zu jagen, die sie st\u00f6rten. Sie stellte ihre Ohren weit auf und trompetete, um sie zu vertreiben, doch das kann sie noch nicht besonders gut.<br \/>\nNgilai ist ein sehr gl\u00fccklicher kleiner Junge, den alle M\u00e4dchen die ganze Zeit besch\u00fctzen wollen. Dupotto, Roi und Kamok umsorgten ihn heute alle zusammen. Von diesen dreien scheint er Kamok am meisten zu m\u00f6gen, doch sie wechseln sich trotzdem ab damit, auf ihn aufzupassen. Roi hat ihn auch sehr gern, doch er geht nur zu ihr, wenn Kamok und Dupotto nicht da sind. Drau\u00dfen im Busch spielte Ngilai heute zusammen mit Maramoja. Der freche Rapa kam dazu und stie\u00df Ngilai mit dem Kopf an; vermutlich war er eifers\u00fcchtig darauf, dass er so sch\u00f6n spielte. Roi war in der N\u00e4he und kam sofort angerannt, um herauszufinden, warum Ngilai schrie. Bevor sie dem Kleinen auf die Beine helfen konnte, sah sie Rapa und wusste sofort, dass er die Ursache des \u00c4rgers sein w\u00fcrde. Sie rannte ihm nach, als Rapa zu seinem Freund Tusuja floh, der aber nicht bereit war, ihn zu verteidigen. Roi holte ihn ein und bestrafte ihn, indem sie ihn vom Rest der Gruppe wegschickte. Dann ging sie zu Ngilai zur\u00fcck und t\u00e4tschelte ihn am ganzen K\u00f6rper, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung war. Schlie\u00dflich gingen die beiden ins Geb\u00fcsch zur\u00fcck und suchten Kamok. Sie knuddelte ihn ebenfalls und lie\u00df ihn zur Beruhigung an ihren Ohren nuckeln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201665626-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tamiyoi ist nach Spielen zumute<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 24. August 2016<\/strong><br \/>\nGodoma und Lasayen hatten heute zusammen sehr viel Spa\u00df. Diese beiden sind bei den Keepern f\u00fcr ihre Streitigkeiten bekannt, die sie gern in Ringk\u00e4mpfen kl\u00e4ren. Heute war es aber anders, und sie waren sehr nett zueinander, vor allem, als sie im Busch verstecken spielten. Und immer wenn sich die Warzenschweinbabys der Waisenherde n\u00e4herten, genossen es die beiden, sie wieder zu verjagen.<br \/>\nGalla ist manchmal sehr frech und \u00e4rgert die Kleinen. W\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde schubste er immer wieder Jotto und Ambo, sodass Mbegu her\u00fcberkam und ihm eine Lektion erteilte. Mit ihren kleinen Sto\u00dfz\u00e4hnen schubste sie ihn davon und schickte ihn von der Gruppe weg. Rapa hat es ab und zu auf Murit abgesehen, denn dieser ist immer nett und ruhig. Wenn die Waisen in einer Reihe laufen, ist er normalerweise ganz vorn oder ganz hinten. Heute scherte Rapa aus, um auf Murit zu warten und versuchte, ihn zu schubsen. Murit schrie ihn an, und die Keeper mussten zur\u00fcckkommen, um ihm gegen den frechen Rapa zu helfen.<br \/>\nHeute Abend passierte etwas sehr ungew\u00f6hnliches: als unsere Ex-Waisennashorndame Solio vorbeikam, beachtete Maxwell sie kaum! Solio fra\u00df etwas von Maxwells Luzernenheu von der anderen Seite der Absperrung aus und brach dann wieder auf, w\u00e4hrend Maxwell vollauf mit seinem Luzernenheu besch\u00e4ftigt war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201682536-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Godoma und Lasayen kommen gut miteinander aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 25. August 2016<\/strong><br \/>\nEsampu schlie\u00dft sich gern der kleinen Gruppe um Naseku, Roi und Godoma an, denen zur Milchf\u00fctterzeit niemand im Wege stehen darf! Esampu ist erst seit so kurzer Zeit in der Hauptgruppe der Waisen, doch schon f\u00fchrt sie die anderen auf dem Weg zur Milchf\u00fctterung an. Sie wei\u00df auch schon ganz genau, wann es Milch gibt. Wenn die F\u00fctterzeit n\u00e4herr\u00fcckt, hebt das kleine M\u00e4dchen den R\u00fcssel, um die Milch zu erschnuppern. Lasayen, Kamok, Rapa und Galla sind auch gern die ersten bei der Milchf\u00fctterung, doch wenn sich die Gelegenheit bietet, warten sie auch, bis sie jemand dorthin bringt.<br \/>\nHeute Morgen weigerte sich Mbegu, mit ihren Altersgenossen hinaus in den Busch zu gehen, selbst als die Keeper versuchten, sie dazu zu \u00fcberreden. Sie wollte lieber warten, bis auch die Babys in den Wald hinaus gingen. Als es soweit war und sie Jotto, Ambo, Tamiyoi und Tagwa herauskommen sah, hob sie ihren R\u00fcssel in die Luft und stellte die Ohren weit auf, um die Babys kollernd zu begr\u00fc\u00dfen. Sie sagte allen Babys Guten Morgen, und danach folgten ihr Jotto und Ambo eine Weile herum. Sie k\u00fcmmerte sich nicht allzu sehr darum, als sie ihr hinterher kamen, doch Ambo war auf der Suche nach seiner Adoptivmama Oltaiyoni. Jotto hatte schlie\u00dflich viel Spa\u00df mit seiner Strau\u00dfenfreundin Pea, die ihm immer erlaubt, an ihren Federn zu nuckeln. Tagwa versuchte, mit dem R\u00fcssel ihren Hals zu halten, und Pea stand die ganze Zeit geduldig da und lie\u00df es geschehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201683913-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Esampu staubbadet mit den anderen Babys<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 26. August 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein sehr sonniger Morgen, und alle Babys sahen gl\u00fccklich aus, als sie in den Busch gingen. Kamok hatte die \u00fcblichen Tricks auf Lager: Sie graste mit dem Rest der Waisen in der N\u00e4he der Stallungen im Busch, doch nach ein paar Minuten schlich sie sich davon und nahm Ndotto mit. Die beiden verschwanden zusammen, gingen danach aber getrennte Wege; Ndotto blieb im Dickicht in der N\u00e4he, w\u00e4hrend Kamok zum Parkplatz ging. Da gerade viel gebaut und renoviert wird, waren dort ein paar Leute bei der Arbeit. Kamok wusste das genau, und das war vermutlich der Hauptgrund daf\u00fcr, dass sie dorthin lief. Sie versteckte sich in den B\u00fcschen und beobachtete alle, die zum Haupttor hineingingen. Wenn Leute kamen, die sie nicht kannte, jagte sie sie davon und versteckte sich danach wieder im Geb\u00fcsch! Ndotto wartete unterdessen darauf, dass Kamok zur\u00fcckkehrte und als das nicht passierte, ging er allein zur Herde zur\u00fcck. Wir erfuhren davon erst, als die Arbeiter, die es hindurch geschafft hatten, uns davon erz\u00e4hlten, dass Kamok am Parkplatz den Wachhund spielte. Nur die Motorradfahrer kamen durch und konnten es uns erz\u00e4hlen! Da h\u00f6rten die Keeper auch ihr Trompeten, als sie ein Motorrad verfolgte, und sie wussten, dass eines der Waisenkinder nicht mehr bei der Gruppe war. Sie rannten zur\u00fcck und kamen den Arbeitern zu Hilfe, indem sie Kamok zur Vernunft brachten.<br \/>\nKiko wollte heute wieder auf eigene Faust losziehen. Er traf dann auf eine wilde Giraffenherde, in der auch Babys in seiner Gr\u00f6\u00dfe waren. Er n\u00e4herte sich ihnen aber nicht, sondern ging an den Elefanten vorbei zur\u00fcck bis zu den Stallungen. Danach ging er den Rest des Tages nicht wieder hinaus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201684430-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein sonniger Morgen f\u00fcr die Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 27. August 2016<\/strong><br \/>\nNachdem Esampu heute bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde ihre Milchflasche geleert hatte, ging sie an dem Absperrseil entlang, als ob sie etwas suchte. Schlie\u00dflich sah sie so aus, als ob sie es nicht gefunden h\u00e4tte und machte sich auf den Weg zur\u00fcck in den Wald. Sie beachtete die Keeper gar nicht, die ihren Namen riefen, um sie zum Umkehren zu bewegen. Einer der Keeper musste hinterher laufen und sie zur\u00fcckholen. Das war keine leichte Aufgabe, denn sie begann zu schreien und \u00c4rger zu machen. Mbegu war besorgt, als sie das Schreien h\u00f6rte und rannte zu ihr und dem Keeper. Mbegu tr\u00f6stete sie, und nach einer Minute war sie \u00fcberzeugt und folgte Mbegu und dem Keeper zum Schlammbad zur\u00fcck, wo sie sich wieder dem Rest der Familie anschloss.<br \/>\nNachdem die Besuchsstunde beendet war, f\u00fchrte Esampu den Weg zur\u00fcck an, gefolgt von Mbegu. Auf dem Weg gibt es einen kleinen Bach, der zum Schlammbad f\u00fchrt und den die Waisen \u00fcberqueren m\u00fcssen; dort wartete Mbegu, bis alle es geschafft hatten. Der letzte war Jotto, und Mbegu passte genau auf, damit er nicht ins Wasser fiel. Nachdem er dr\u00fcber war, \u00fcberquerte sie den Bach nach ihm und legte ihm voller Zuneigung den R\u00fcssel auf den R\u00fccken. Sie liebt diesen kleinen Jungen wirklich sehr.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201685056-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Esampu auf der Suche nach mehr Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 28. August 2016<\/strong><br \/>\nDer kleine s\u00fc\u00dfe Murit kann sich auch wehren, wenn es n\u00f6tig ist. Er wurde heute drau\u00dfen im Wald von einem Keeper mit ein paar Pflanzen gef\u00fcttert, als Ngilai hinzukam. Ngilai wollte auch etwas von Murits Futter haben, und weil er so schnell frisst, schnappte er ihm alles weg. Das nervte Murit, und er sah als einzigen Ausweg, Ngilai wegzuschubsen, damit er sein Futter in Ruhe genie\u00dfen konnte.<br \/>\nHeute hatten wir hohen Besuch: Neun First Ladys, darunter die Kenias, Margaret Kenyatta, kamen vorbei. Die frechsten Babys wurden zur\u00fcckgehalten: Kamok, Roi, Naseku, Maramoja, Galla und Rapa bekamen ihre Milch fr\u00fcher und blieben zur\u00fcck. Tamiyoi durfte mit hinunter und die First Ladys und die anderen VIPs treffen. Als die frechen Waisen ihre Freunde zur\u00fcckkehren sahen, wollten auch sie noch einmal zur F\u00fctterstelle gehen, um eine Extraportion Milch abzustauben. Das war aber nat\u00fcrlich nicht m\u00f6glich, und wir hoffen, dass sie daraus etwas gelernt haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201685437-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit kann sich auch wehren<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 29. August 2016<\/strong><br \/>\nOltaiyoni scheint Maramoja noch immer nicht so richtig in der Herde zu akzeptieren. Als die Waisen gerade grasten, fand Maramoja einen netten leckeren Ast, den sie fra\u00df. Mbegu kam hinzu, um auch etwas von dem gro\u00dfen Ast abzubekommen, ebenso wie Roi und Dupotto. Als Oltaiyoni sie alle zusammen beim Fressen sah, schloss sie sich ebenfalls an, doch sie wandte sich ausgerechnet gegen Maramoja, die den Ast zuerst entdeckt hatte. Als sie an einem Ende zog, hielt Maramoja das andere Ende des Astes fest. Oltaiyoni schubste sie weg, und Maramoja stolperte ins Geb\u00fcsch, wo sie auf Tagwa landete. Als Roi und Dupotto das sahen, lie\u00dfen sie den Zweig lieber in Ruhe und zogen sich von Oltaiyoni zur\u00fcck. Ihre Freundin Mbegu fra\u00df aber weiter davon, und die beiden futterten schlie\u00dflich zusammen das ganze Ding auf. Tagwas Aufschrei brachte Kamok und Kauro auf den Plan, die nicht weit entfernt grasten. Sie sahen Oltaiyoni in aller Ruhe fressen, und so versicherten sie sich nur, dass mit Tagwa alles in Ordnung war, ehe sie wieder grasen gingen.<br \/>\nHeute spielten die Waisen mit einem neuen, gro\u00dfen Fu\u00dfball, der ihnen gespendet worden war. Mbegu hatte dabei richtig viel Spa\u00df. Meistens treten sie mit ihren Hinterbeinen dagegen, und das ist gut f\u00fcr ihre Koordination und ihre Verteidigungstechniken, wenn sie einmal in die Wildnis zur\u00fcckkehren. Ndotto und Lasayen spielten auch eine Weile mit dem Ball, doch Ndotto hielt es nicht so lange aus wie Mbegu und Lasayen. Tusuja war er deutlich zu gro\u00df, und er lief immer weg, wenn der Ball in seine N\u00e4he getreten wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201685811-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oltaiyoni im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 30. August 2016<\/strong><br \/>\nTagwa und Esampu werden langsam sehr gierig und dickk\u00f6pfig bei der Milchf\u00fctterung. Die beiden waren die Ersten, die bei der Milchf\u00fctterung um 11 Uhr ankamen. Tagwa bekommt die gr\u00f6\u00dfte Portion, zwei volle Flaschen Milch, doch das scheint diesem kleinen M\u00e4dchen immer noch nicht zu reichen. Als sie fertig waren, wollten sie noch mehr und versuchten, den anderen Waisen die Flaschen zu stehlen. Tagwa machte einigen \u00c4rger, weil sie immer wieder zur Schubkarre zur\u00fcckrannte, die Flaschen hochhob und sie dann fallen lie\u00df. Als die Keeper sie ermahnten, damit sie damit aufh\u00f6rte, schrie sie laut auf. Unser schlaues M\u00e4dchen Mbegu musste eingreifen und versuchte dabei zu helfen, Tagwa unter Kontrolle zu halten. Tagwa hatte auch Mbegus Flasche stehlen wollen, sodass Mbegu mitbekommen hatte, was los war. Sie scheuchte sie von der Schubkarre weg und bewachte sie, bis die F\u00fctterung vorbei war.<br \/>\nKauro wird langsam ein gro\u00dfer Junge, und manchmal grast er wie ein \u00e4lterer Bulle abseits der Herde. Als sich heute Abend alle auf den Heimweg vorbereiteten, fiel auf, dass Kauro und Galla fehlten. Wir dachten zuerst, sie seien mit der ersten Gruppe zur\u00fcckgekehrt, doch es stellte sich heraus, dass das nicht der Fall war, sondern er sich noch irgendwo herumtrieb. Die Keeper mussten dorthin zur\u00fcckgehen, wo die Herde gegrast hatte und fanden die beiden zufrieden grasend. Sie hatten es gar nicht eilig, nach Hause zu kommen. Als sie gerufen wurden, kam Galla sofort angerannt, doch Kauro musste von einem Keeper pers\u00f6nlich abgeholt und nach Hause gebracht werden. Galla rannte los, doch Kauro ging nur langsam neben seinem Keeper her zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9920169149-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tagwa schreit nach ihrer Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 31. August 2016<\/strong><br \/>\nHeute war es ziemlich kalt, sodass die kleinen Waisen den ganzen Tag \u00fcber ihre Decken umgebunden hatten. Jotto, Ambo, Tamiyoi, Pare und Luggard liefen seit dem Morgen mit ihren Decken herum. Der sch\u00f6ne gro\u00dfe Ball wurde zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde zu den Waisen gebracht, doch die erste Gruppe beachtete ihn gar nicht. Von den \u00e4lteren Waisen hatte nur Tusuja ihn zuvor schon gesehen, doch f\u00fcr die anderen acht war er ganz neu. Kamok und Roi mochten den Ball sehr und spielten gro\u00dfartig mit ihm, indem sie mit den Hinterbeinen dagegen traten. Kamok erwies sich als die beste Fu\u00dfballerin! Als sie den Ball aber in den Matsch trat, war es pl\u00f6tzlich Rois Aufgabe, hineinzugehen und ihn herauszuholen &#8211; was sie auch tat, mit etwas Hilfe von den Keepern. Tusuja mochte den Ball noch immer nicht und ging immer davon weg, ebenso wie Naseku. Als der Ball zu Oltaiyoni kam, versuchte sie, ihn mit den Sto\u00dfz\u00e4hnen kaputt zu machen! Die Keeper versuchten, das zu verhindern, doch als Roi einen Schuss von Kamok verfehlte und Oltaiyoni noch einmal an den Ball kam, stach sie erneut mit ihren Sto\u00dfz\u00e4hnen hinein &#8211; und damit war das Spiel zuende!<br \/>\nUm 15 Uhr hatten die Waisen ihren Spa\u00df beim Herumrollen in der lockeren Erde. Kamok spielte auf dem Boden herum, und Ndotto kletterte auf sie. Tusuja versuchte, ihn wegzuschieben und selbst auf Kamok zu klettern, doch diese beschwerte sich, weil er zu schwer war. Kauro kam her\u00fcber und schob Tusuja davon, sodass Ndotto zur\u00fcckkehren konnte. So genossen die beiden weiter ihr Staubbad, ehe sie alle zur\u00fcck in den Wald gingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/99201691133-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jotto in seiner Decke mit Edwin<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-august-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag, 1. August 2016 Die Waisen kamen heute wie \u00fcblich aus ihren Gehegen und gingen in den Busch hinaus. Kamok und ihr Adoptivbaby Ngilai setzten sich vom Rest der Gruppe ab und grasten in den nahegelegenen B\u00fcschen. Ihre Zeit zu zweit endete, als zwei L\u00f6wen, die auch in der N\u00e4he waren, laut br\u00fcllten und so &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-august-2016\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNairobi Nursery August 2016\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":8228,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41,40,1],"tags":[],"class_list":["post-8227","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nairobi_nursery","category-tagebuch-der-keeper","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8227","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8227"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8227\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8229,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8227\/revisions\/8229"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8228"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8227"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8227"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8227"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}