{"id":8246,"date":"2016-10-01T16:12:50","date_gmt":"2016-10-01T15:12:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=8246"},"modified":"2016-10-01T16:12:50","modified_gmt":"2016-10-01T15:12:50","slug":"umani-springs-august-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-august-2016\/","title":{"rendered":"Umani Springs August 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 1. August 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute Morgen aus den Gehegen kamen und ihren Tag begannen, h\u00f6rten sie viele wilde Elefanten im Wald herumjagen, laut trompeten und durch ihre R\u00fcssel blasen. Sie versuchten damit wohl, die Waisen zu sich zu locken, als diese, von Lima Lima angef\u00fchrt, in den Wald gingen. Faraja schlug sich auch tats\u00e4chlich ins Unterholz und suchte nach den wilden Elefanten, konnte sie aber nicht sehen. Daraufhin brach er einfach ein paar Zweige ab und fra\u00df von den Bl\u00e4ttern, bevor er sich wieder dem Rest der Gruppe anschloss.<br \/>\nAm Wasserloch nahm Sonje Mwashoti und Ziwa zum Schwimmen mit, nachdem sie ihre Mittagsmilchflaschen bekommen hatten. Quanza trat ans Ufer, war sich aber noch nicht sicher, ob sie baden sollte oder nicht. Schlie\u00dflich beschloss sie, heute auf das Bad zu verzichten. Im Wald sah Lima Lima, wie Mwashoti versuchte, \u00fcber ein paar gro\u00dfe rutschige Felsen zu laufen. Wegen seines besch\u00e4digten Vorderbeins hatte er einige Schwierigkeiten dabei, und so schob sie ihn ein wenig, um ihm hin\u00fcber zu helfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201675359-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja geht auf dem Weg<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 2. August 2016<\/strong><br \/>\nIn den fr\u00fchen Morgenstunden kamen alle Babys aus ihren Gehegen und rannten um die Wette zu den Akazienfr\u00fcchten, die in der Nacht vom Wind heruntergeweht worden waren. Lima Lima \u00fcbernahm erneut das Kommando \u00fcber die Babys, als sie in den Busch hinausgingen, und Alamaya und Mwashoti gingen ihr hinterher. Zongoloni hatte aber andere Pl\u00e4ne und hielt Mwashoti davon ab, Lima Lima zu folgen. Mwashoti schlug sich dann zu Sonje durch und griff nach ihrem Ohr, um daran zu nuckeln und es sich gutgehen zu lassen. Sonje lehnte sich zu dem jungen Bullen hinunter, der ihr etwas ins Ohr zu fl\u00fcstern schien. Sp\u00e4ter f\u00fchrte Sonje Mwashoti zum Wasserloch, damit er dort saufen konnte, ehe alle Babys begannen, sich darin zu w\u00e4lzen.<br \/>\nNach einem langen Tag voller Wanderungen schienen einige der j\u00fcngeren Waisen sehr m\u00fcde zu sein. Alamaya und Mwashoti schauten sehr schl\u00e4frig aus ihren Augen, was uns zeigte, dass es Zeit war, zu den Stallungen zur\u00fcckzukehren, sodass die Babys sich endlich ausruhen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/91220168334-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima \u00fcbernimmt die F\u00fchrung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 3. August 2016<\/strong><br \/>\nSonje kam zusammen mit Murera aus ihrem Nachtquartier, und die beiden Leitk\u00fche liefen direkt zu Alamayas und Mwashotis Gehege, um den Babys Guten Morgen zu w\u00fcnschen. Es war ein sch\u00f6ner Moment f\u00fcr die beiden Kleinen, zu sehen, wie Sonje und Murera zur Begr\u00fc\u00dfung auf sie zugerannt kamen. Sonje war zuerst da und ber\u00fcsselte Mwashoti am ganzen K\u00f6rper. So bereitete sie ihn auf einen neuen langen Tag drau\u00dfen im Busch vor.<br \/>\nAuch Ziwa schien gut gelaunt zu sein, denn er rangelte mit den anderen Waisenbullen der Gruppe. Am Eingangstor wartete Mwashoti auf Lima Lima, damit sie ihm Akazienfr\u00fcchte auf den Boden werfen w\u00fcrde, an die er selbst nicht heranreichte, weil er noch zu klein ist. Lima Lima tat das sehr gern und zog an dem Zweig, sodass die Fr\u00fcchte herunterfielen. Die Babys griffen sofort danach, hoben die Fr\u00fcchte auf und steckten sie sich in den Mund; sie vertilgten sie schnell, damit sie danach noch mehr davon fressen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201681046-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri und Ngasha<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 4. August 2016<\/strong><br \/>\nAls Sonje am Morgen aus ihrem Gehege kam, ging sie sofort zu Jasiri, der gerade fr\u00fchst\u00fcckte. Sie versuchte zu erschnuppern, was in seinem Mund war, um herauszufinden, worauf er herumkaute. Sie stellte fest, dass es nichts besonderes war, also ging sie zum Erdhaufen, um ein morgendliches Staubbad zu nehmen. Sie hielt am Kratzfelsen an und versuchte, die Fr\u00fcchte der dortigen Akazie zu erreichen. Sie wollte sie heruntersch\u00fctteln, damit alle Waisen davon fressen konnten. Alamaya, Zongoloni und Ngasha waren die ersten, die mitbekamen, was sie tat, und kamen sofort angerannt, um die heruntergefallenen Fr\u00fcchte zu verspeisen.<br \/>\nBei der Mittagsf\u00fctterung leerte Alamaya zuerst seine drei Milchflaschen und schaute sich dann nach noch mehr Milch um. Er konnte aber nichts mehr finden, da auch die anderen ihre Milch rechtzeitig ausgetrunken hatten, damit die gierigen Waisen wie Alamaya sie nicht dabei st\u00f6ren w\u00fcrden. Wenn so etwas passiert, m\u00fcssen meist die Keeper eingreifen und warnend mit dem Finger auf Alamaya zeigen, damit er aufh\u00f6rt, Milch zu stehlen. Die Waisen sind sehr schlau und wissen genau, wenn sie etwas verbotenes getan haben, insbesondere wenn sie einen Finger auf sich gerichtet sehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201681517-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje schnuppert an Jasiris Mund<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 5. August 2016<\/strong><br \/>\nHeute versuchten Ngasha und sein Gehegegenosse Faraja, den Umani-H\u00fcgel hinaufzusteigen. Alamaya sah das und wollte den beiden folgen. Als Lima Lima das mitbekam, rannte sie hin\u00fcber und stellte sich Alamaya in den Weg, um zu verhindern, dass er mit Ngasha mit ging. Lima Lima wei\u00df, dass Ngasha sehr ruppig zu den Kleineren der Gruppe sein kann und wollte vermeiden, dass Alamaya geschubst werden w\u00fcrde und er in eine Rangelei mit Ngasha geraten w\u00fcrde.<br \/>\nNach der Milchf\u00fctterung und dem Schlammbad holte Murera den kleinen Mwashoti und die anderen Babys ab und brachte sie in den Schatten der gro\u00dfen B\u00e4ume, wo die Waisen darauf warteten, dass die Keeper ihr Mittagessen beendeten. Als das geschehen war, teilte sich die Herde in zwei Gruppen, von denen die gr\u00f6\u00dfere zu den Chyulu Hills ging, w\u00e4hrend die anderen am Fu\u00df der Berge blieben, da ihnen nicht nach Bergsteigen zumute war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201682042-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha mit Zongoloni<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 6. August 2016<\/strong><br \/>\nZongoloni ging heute zum dichtesten Geb\u00fcsch und hoffte, dass Ngasha ihr folgen w\u00fcrde. Ngasha hatte aber seinen eigenen Kopf und ging zu den Quellen, wo er etwas frisches Wasser direkt aus der Quelle bekommen konnte. Sein Freund Faraja folgte ihm, und als Mwashoti sah, dass er zur\u00fcckgelassen wurde, ging er zu Murera und Sonje, die sich freuten, ihn bei sich zu haben.<br \/>\nKurze Zeit sp\u00e4ter hob Murera ihren R\u00fcssel und schnupperte, da sie es im Geb\u00fcsch rascheln h\u00f6rte. Sie bemerkte, dass die Waisen von wilden Elefanten geradezu umzingelt waren. Es gab gro\u00dfe und kleine Elefanten, und eine wilde Kuh s\u00e4ugte gerade im Geb\u00fcsch ihr Baby. Murera brachte die Waisen schnell von der wilden Herde weg.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201682923-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 7. August 2016<\/strong><br \/>\nMurera schien heute lange zu brauchen, um die beste Gegend f\u00fcr das vormitt\u00e4gliche Grasen der Waisen auszusuchen. Nach einer Weile beschloss sie, zum Fu\u00df des Kenze zu gehen, wo sie nun schon l\u00e4ngere Zeit nicht gewesen waren. Sie hoffte, dass es dort sch\u00f6nes Gr\u00fcn geben w\u00fcrde, das die Waisen fressen k\u00f6nnten. Die Keeper machten sich zuerst Sorgen, dass Mwashoti nicht mithalten k\u00f6nnte und hinterherh\u00e4ngen w\u00fcrde, doch er \u00fcberzeugte sie vom Gegenteil. Er war guter Stimmung und ging ein St\u00fcck vor Sonje und Murera, sodass er die Gruppe genau dorthin f\u00fchrte, wo die beiden Leitk\u00fche sie haben wollten. Faraja ging etwas langsamer als die anderen Waisen, und einmal war er verwirrt und nahm einen falschen Abzweig. Quanza bemerkte das und holte ihn schnell zur\u00fcck, indem sie ihm den richtigen Weg zeigte.<br \/>\nBei der Milchf\u00fctterung suchten die Waisen den Schatten auf, nachdem sie ihre Milch geleert hatten. Murera und Sonje machten Schatten f\u00fcr Alamaya und Mwashoti, die nach der langen Wanderung zu den Kenze-H\u00fcgeln und zur\u00fcck zur F\u00fctterstelle sehr ersch\u00f6pft waren und sich erst einmal ausruhen mussten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201683552-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti f\u00fcttert sich selbst<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 8. August 2016<\/strong><br \/>\nHeute kamen ein paar wilde Buschb\u00f6cke durch das Tor auf das Gel\u00e4nde der Stallungen, das offen stand. Einmal drin, verlangten sie nach Luzernenheu; drau\u00dfen gab es n\u00e4mlich keines mehr, weil ein paar B\u00fcffel vorbeigekommen waren und alles aufgefressen hatten, was die Waisen \u00fcbrig gelassen hatten.<br \/>\nDen Tag verbrachten die Waisen damit, herumzuwandern und zu fressen. Mwashoti wurde von Murera und Sonje vorw\u00e4rts geschoben, nachdem er sich eine Weile im Schatten der \u00e4lteren ELefanten ausgeruht hatte. Zongoloni und Sonje schlossen sich zusammen, um nach Quanza und Ziwa zu suchen; sie fanden sie, wie sie ein paar Zweige fra\u00dfen, die wilde Bullen zur\u00fcckgelassen hatten, die k\u00fcrzlich in der N\u00e4he gewesen waren.<br \/>\nEs war ein langer Tag f\u00fcr die j\u00fcngsten Waisen der Gruppe, die am Nachmittag den ganzen Weg von den Kenze-H\u00fcgeln bis zur\u00fcck zu ihren Gehegen laufen mussten. Mwashotis und Alamayas Augen sahen m\u00fcde aus, und die beiden legten sich sehr schnell hin und waren froh, dass sie sich auszuruhen und schlafen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201684117-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti mit Murera und Sonje<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 9. August 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am fr\u00fchen Morgen aus ihren Gehegen gelassen wurden, um das f\u00fcr sie bereitgelegte Luzernenheu zu genie\u00dfen, trafen sie auf ein paar wilde Elefanten, die schon von dem Heu futterten, ehe sie die Chance hatten, selbst davon zu fressen. Die Keeper brachten ihnen noch etwas in der Schubkarre hinaus, was den wilden Elefanten sehr seltsam vorkam. Murera und Quanza brachten die Waisenherde von ihren wilden Artgenossen weg; sie waren nat\u00fcrlich auch auf die Sicherheit der Keeper bedacht.<br \/>\nNachdem die Waisen ihre Mittagsmilch getrunken hatten, suchten sie nach etwas frischem Wasser zum saufen, bevor sie ins Geb\u00fcsch zur\u00fcckkehrten, um den Nachmittag \u00fcber zu grasen. Sie mussten genug fressen, um die Nacht damit auszukommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/91220168471-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje klettert \u00fcber einen umgest\u00fcrzten Baum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 10. August 2016<\/strong><br \/>\nAls Murera heute zur Luzernenheuf\u00fctterung kam, bemerkte sie zuerst nicht, dass wieder wilde Elefanten und B\u00fcffel in der N\u00e4he waren. Kaum hatte sie davon Wind bekommen, machte sie mit ihren Babys Mwashoti und Alamaya wieder kehrt. Sp\u00e4ter lie\u00df Alamaya Murera stehen, um ein wenig mit Lima Lima im Wald zu grasen. Der Rest der Waisen soff zuerst noch Wasser an der Tr\u00e4nke, ehe auch sie sich Lima Lima und Alamaya, die schon im Geb\u00fcsch futterten, anschlossen.<br \/>\nBei der Mittagsf\u00fctterung brannte Jasiri die Sonne auf den R\u00fccken, und da er sehr helle Haut hat, war ihm sehr warm und er schaute sich nach einer Gelegenheit um, sich mit Wasser abzuk\u00fchlen. Da er nicht viel fand, bedeckte er seinen ganzen K\u00f6rper mit Schlamm, der ihn sogar noch l\u00e4nger k\u00fchl h\u00e4lt. Jasiri benahm sich heute gegen\u00fcber Ngasha daneben und versuchte, ihn zu besteigen, w\u00e4hrend er noch im Schlammloch war. Am Wasserloch schien sich Mwashoti einen Spa\u00df daraus zu machen, Sonje beim Fressen das weiche Gras aus dem Mund zu stehlen. Auf diese Weise konnte er feststellen, was sie fra\u00df, damit er das gleiche suchen konnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/91220169214-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja kommt aus dem Wasserloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 11. August 2016<\/strong><br \/>\nLima Lima eilte direkt zu Alamayas Gehege, als sie am Morgen aus ihrem eigenen kam. Sie begr\u00fc\u00dfte ihn mit lautem Kollern, was alle Waisen \u00fcberraschte, sodass sie zu ihr rannten, um zu sehen, warum sie so ein Wesen machte. Als sie sahen, dass nicht besonderes los war, begannen sie ihre Wanderung zu den Chyulu-Bergen.<br \/>\nMurera und Sonje f\u00fchrten die jungen Waisen und rieten ihnen, nicht die Berge hinauf zu klettern, sodass Mwashoti sich mit seinem besch\u00e4digten Fu\u00df etwas ausruhen und erholen konnte. Lima Lima wollte aber nicht auf sie h\u00f6ren und ging dickk\u00f6pfig auf die Berge zu. Sie kam an ein paar B\u00fcffeln vorbei und machte den Eindruck, als wollte sie sie verscheuchen, doch die Keeper griffen ein, um sie zur\u00fcckzuhalten. B\u00fcffel sind unberechenbar und k\u00f6nnen gef\u00e4hrlich werden, und wir wollen ja nicht, dass Lima Lima verletzt wird.<br \/>\nDer Tag wurde sehr hei\u00df, sodass die Waisen sich zum Wasserloch aufmachten. Dort w\u00e4lzten sie sich und k\u00fchlten sich ab, damit sie die Hitze besser ertrugen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/91220169540-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima auf dem Weg zu Alamayas Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 12. August 2016<\/strong><br \/>\nSeit Alamaya und Mwashoti in Umani sind, wird Ziwa, der vorher der j\u00fcngste Liebling von Sonje und Murera gewesen war, von den beiden nicht mehr so beachtet. Sie sind sehr auf die beiden Neulinge fixiert, die vor zwei Monaten ankamen. Ziwa zeigt seine Unzufriedenheit dar\u00fcber auch und schubst Mwashoti, wann immer der Kleine in seine N\u00e4he kommt. Heute hatte er es auf ihn abgesehen, als Mwashoti an ihm vorbei zu Sonje ging. Er stie\u00df ihn zu Boden, sodass Mwashoti vor Schmerzen aufschrie, weil er auf seinem verletzten Bein landete. Die Keeper und Sonje waren sofort zur Stelle, um mit Ziwa zu schimpfen, und Sonje verjagte ihn. Die Keeper, Sonje und Murera ermahnten Ziwa, brav zu sein und Mwashoti nicht zu \u00e4rgern. Lima Lima kam langsam vom anderen Ende der Gruppe herbei, wo sie frisches Gras und ein paar Zweige gefressen hatte, und eskortierte Mwashoti zu Murera. Die Keeper rieben sein Bein, um die Schmerzen zu vertreiben und ihn nach seinem Aufeinandertreffen mit Ziwa zu tr\u00f6sten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201691251-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima und Zongoloni fressen Zweige<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 13. August 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen schienen alle Waisen sehr durstig zu sein. Kaum waren sie aus ihren Gehegen gekommen, gingen sie direkt zum Saufen zur Tr\u00e4nke. Sie versammelten sich dort und l\u00f6schten ihren Durst, indem sie Wasser mit ihren R\u00fcsseln aufsaugten und herunterschluckten soviel sie konnten, um dann wieder nach Wasser zu greifen. Mwashoti und Alamaya soffen mit Ngasha und Faraja um die Wette, doch da sie viel kleiner sind, schafften sie nicht so viel. Ihren Durst konnten sie aber trotzdem l\u00f6schen.<br \/>\nMurera holte Mwashoti ab und brachte ihn von Faraja und Zongoloni weg zum Staubbad. Die \u00e4lteren K\u00fche nahmen Alamaya und Mwashoti zwischen sich, damit sie nicht unter den Dummheiten der \u00e4lteren Jungs zu leiden hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201692159-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen am Morgen an der Tr\u00e4nke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 14. August 2016<\/strong><br \/>\nDie Keeper kamen heute Morgen etwas versp\u00e4tet aus ihrem Zelt, sodass die Waisen schon begierig darauf warteten, in den Tag zu starten. Faraja und Ngasha benehmen sich oft noch immer wie kleine Jungs im Waisenhaus und warten darauf, dass die Keeper sie in den Wald hinausf\u00fchren, weil sie nicht allein gehen wollen. Sie blieben am Tor stehen und warteten darauf, dass die Keeper ihnen den Weg zeigten; die anderen Waisen folgten ihrem Beispiel und standen auch in der N\u00e4he herum. Murera nahm Mwashoti mit und brachte ihn zu Sonje. Die drei konnten gut mit den anderen Waisen mithalten, die von den Keepern, dicht gefolgt von Faraja und Ngasha, in den Wald gef\u00fchrt wurden.<br \/>\nAls die Waisenherde auf Wanderschaft war, kam sie an einem wilden Bullen vorbei, der sich ihnen und den Keepern n\u00e4herte. Alle erschraken und suchten nach der besten Gelegenheit, sich zu verstecken. Die ganze Gruppe &#8211; Elefanten und Keeper &#8211; versammelte sich bei Murera und Sonje, die die gr\u00f6\u00dften Waisen sind. Die Keeper bef\u00fcrchteten, dass es der Bulle sein k\u00f6nnte, den sie Osama genannt haben, denn er macht ab und zu einmal \u00c4rger. Er war es aber nicht, sondern wollte die Waisen nur begr\u00fc\u00dfen und etwas n\u00e4her kennenlernen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/91220169271-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein wilder Bulle im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 15. August 2016<\/strong><br \/>\nHeute war Murera damit besch\u00e4ftigt, Mwashoti mit Futter zu versorgen. Sie schleppte Gras mit ihrem R\u00fcssel heran, brachte es dem Kleinen und steckte es in seinen Mund. W\u00e4hrenddessen lauschte sie aber auch, welche Ger\u00e4usche um sie herum zu h\u00f6ren waren, und schnupperte in die Luft, weil sie sp\u00fcrte, dass wilde Elefanten in der N\u00e4he waren. Es schien, als w\u00fcrde sich eine Elefantenherde langsam auf die Waisen zu bewegen. Die Keeper sind immer froh, wenn die Waisen wilde Artgenossen treffen k\u00f6nnen und diese nett zu ihnen sind &#8211; das wird ihnen bei ihrer Wiederauswilderung zugute kommen. Sonje und Murera waren heute einverstanden damit, dass ihre Herde die wilden Elefanten traf, von denen einige sogar im gleichen Alter wie die Waisen waren. Jasiri konnte sogar ein paar Ringk\u00e4mpfe mit einem wilden Freund genie\u00dfen, bevor er von einem gro\u00dfen Bullen verscheucht wurde.<br \/>\nBeim Wasserloch gab es einige Aufregung, als Mwashoti die \u00dcberreste von Alamayas Schwanz ber\u00fcsselte. Das mag Alamaya gar nicht, da es ihn an den Angriff der Hy\u00e4nen erinnert, den er ertragen musste. Alamaya schubste Mwashoti sofort weg und erteilte ihm eine Lektion, damit er sich f\u00fcr die Zukunft merkt, dass er nicht am Schwanz angefasst werden m\u00f6chte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201693151-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera f\u00fcttert Mwashoti<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 16. August 2016<\/strong><br \/>\nNgasha wollte heute die Richtung vorgeben und die Waisen am Morgen in den Busch f\u00fchren. Die K\u00fche in der Gruppe waren dar\u00fcber gar nicht gl\u00fccklich und weigerten sich, ihm zu folgen. Sogar die jungen Bullen Mwashoti und Alamaya, die Ngasha m\u00f6gen, wollten nicht mitkommen, sondern kehrten zu Sonje zur\u00fcck. Ziwa war der einzige, der bereit war, Ngasha zu folgen, doch er hielt auch nach Faraja Ausschau, denn Ngasha schubst Ziwa gern einmal, vor allem wenn sie allein und nahe beieinander sind.<br \/>\nDie Waisen waren sehr durstig und gingen direkt zur Tr\u00e4nke, nachdem sie das Luzernenheu gefressen hatten, das die Keeper ihnen gebracht hatten. Nachdem sie ihren Durst gel\u00f6scht hatten, witterte Murera wilde Elefanten im Geb\u00fcsch. Auch Sonje bemerkte sie und signalisierte Murera, dass sie die Babys wegf\u00fchren m\u00fcssen, damit sie weit genug von der Tr\u00e4nke weg sind, wenn die wilden Elefanten ankommen, um ebenfalls frisches Wasser zu saufen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201693434-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha \u00fcberquert den Fahrweg<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 17. August 2016<\/strong><br \/>\nMurera ging heute Morgen mit den jungen Waisen los und achtete darauf, sie immer vor sich zu haben, als sie zu den Wasserquellen liefen. Danach grasten sie sich zum Aussichtspunkt auf den Umani-H\u00fcgeln voran. Die meisten der Waisen liefen den ganzen Weg bis zum Aussichtspunkt hinauf, nur Sonje, Murera und Mwashoti blieben am Fu\u00df des H\u00fcgels, da sie mit ihren verletzten Beinen nicht bis nach oben kommen.<br \/>\nEs war ein hei\u00dfer Tag, sodass die Waisen sich nach Schatten und einem Schlammbad umsahen, in dem sie schwimmen und sich abk\u00fchlen konnten. Alamaya folgte Lima Lima, verlor aber ihre Spur, da er nicht mehr erkennen konnte, wo sie hin gelaufen war. Die Keeper bemerkten, dass er sich verlaufen hatte, als er seinen R\u00fcssel hob und versuchte, Lima Lima zu erschnuppern. Als er sie nicht finden konnte, kollerte er nach ihr, damit sie zur\u00fcckkommen und ihn wieder mitnehmen w\u00fcrde, sodass sie wieder zusammen grasen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201693735-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera und Sonje grasen zusammen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 18. August 2016<\/strong><br \/>\nLima Lima ging in Begleitung von Ngasha zum Tor, um die Waisen hinaus in den Busch zu f\u00fchren, damit sie dort den neuen Tag beginnen konnten. Ein paar der Waisen gingen ihnen hinterher, machten aber bald wieder kehrt, um sich noch an der Tr\u00e4nke mit Wasser einzudecken, ehe sie zu den Chyulu Hills aufbrachen. Dort kamen sie an ein paar B\u00fcffeln vorbei. Die Keeper riefen die Waisen schnell herbei und hielten vor allem nach Mwashoti und Murera Ausschau, um sicherzugehen, dass die beiden auch in Sicherheit waren. Die B\u00fcffelherde war sehr gro\u00df, und die Keeper schrien laut, damit sie Abstand hielten. Einige der B\u00fcffel standen mit sch\u00fcttelnden K\u00f6pfen da, w\u00e4hrend sie zuschauten, wie die Keeper mit ihren Waisen davongingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201694248-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha versucht, die F\u00fchrung zu \u00fcbernehmen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 19. August 2016<\/strong><br \/>\nNachdem die Babys am Morgen um die Tr\u00e4nke herum gelaufen und Wasser gesoffen hatten, war der n\u00e4chste Anlaufpunkt das Staubbad, wo sie alle viel Spa\u00df hatten. Quanza, die recht sch\u00fcchtern ist und eher die Gesellschaft von Ziwa und Zongoloni bevorzugt, \u00fcberraschte heute alle, als sie sich Alamaya und Mwashoti anschloss. Es dauerte aber nicht lange, bis Mwashoti Sonjes Gekoller h\u00f6rte und zu ihr ging.<br \/>\nDie Waisenherde hatte ein wunderbares Mittagsschlammbad. Sie alle genossen es und w\u00e4lzten sich besonders energiegeladen. Sie traten Wasser und Schlamm herum, sodass alles gut vermischt wurde und sie ihre K\u00f6rper mit einer ordentlichen Schlammschicht bedecken konnten. W\u00e4hrend des W\u00e4lzens versuchte der freche Ziwa, auf die anderen Waisen zu klettern. Er sprang auf Sonjes R\u00fccken, als diese gerade schwamm, doch sie st\u00f6rte das nicht &#8211; sie wusste, dass er nur spielen wollte und sie nicht verletzen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201694712-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza beim morgendlichen Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 20. August 2016<\/strong><br \/>\nAm Morgen, bevor die Babys ihren Tag im Wald begannen, ging Sonje zu Mwashoti und versuchte, gleichzeitig ein Auge auf Alamaya zu haben, der an der Tr\u00e4nke Wasser soff. Mwashoti wurde von Sonje liebevoll umsorgt: Sie legte ihren R\u00fcssel \u00fcber seinen R\u00fccken und zog ihn dicht an sich heran. Sie versuchte, ihn zu beruhigen, denn er war offenbar unruhig, da Murera nicht in der N\u00e4he war. Er kollerte hilfsuchend nach ihr, und daher blieb Sonje eine Weile bei ihm, sodass er sich beruhigte und wieder gl\u00fccklich und zufrieden aussah.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201695133-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya an der Tr\u00e4nke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 21. August 2016<\/strong><br \/>\nZiwa war heute sehr eifers\u00fcchtig und versuchte immer wieder, Mwashoti zu schubsen. Die Keeper und Murera waren sehr aufmerksam und behielten ihn im Auge, um sicherzugehen, dass er nicht zu dicht an den kleinen Mwashoti herankam. Murera nahm die beiden kleinen Jungs unter ihre Fittiche, damit sie niemand \u00e4rgern w\u00fcrde.<br \/>\nBeim Schlammbad hatten alle Waisen viel Spa\u00df beim W\u00e4lzen und Spielen. Sie planschten im Wasser und gingen danach zum Staubbad. Nach einem kurzen Einstauben folgte Mwashoti Sonje zum Schlamm, bevor die Waisen zu den Chyulu-H\u00fcgeln gingen. Dort blieben sie den Rest des Tages, und am Abend kehrten sie zu den Stallungen zur\u00fcck.<br \/>\nHeute trafen die Waisen keine wilden Elefanten, kamen aber an etwas Elefantenkot vorbei, und Alamaya schnupperte daran und probierte davon. Kleine Elefanten tun das, um herauszufinden, welche Pflanzen gut zum Fressen geeignet sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201695621-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwa im Geb\u00fcsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 22. August 2016<\/strong><br \/>\nDer Tag begann gut, und die Waisen verbrachten den Vormittag mit Grasen, bis es Zeit f\u00fcr die Mittagsmilch und das Schlammbad war. Lima Lima, die oft sehr gierig ist, beeilte sich zur Milchf\u00fctterung und wollte vor den anderen Waisen, die hinter ihr kamen, dort sein. Als sie angekommen war, wollten die Keeper aber noch warten, bis die anderen Waisen auch da waren; sonst w\u00e4re sie schon fertig, w\u00e4hrend die anderen noch trinken, und w\u00fcrde versuchen, ihnen die Milch zu stehlen. Nachdem sie ihre Milch geleert hatte, kratzte sich Lima Lima den Hintern auf dem Boden und legte sich hin, um Alamaya anzulocken, damit dieser auf ihr herumklettern w\u00fcrde. Alamaya kennt das schon und nutzte die Gelegenheit, um \u00fcber ihren R\u00fccken zu krabbeln und sich den Bauch an ihr zu kratzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201695929-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja kratzt sich im Gesicht<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 23. August 2016<\/strong><br \/>\nHeute wollten die Bullen eine andere Route in den Wald nehmen. Anstatt in Richtung der Wasserquellen zu laufen, machten Ngasha und Faraja hinter dem Zaun bei den Stallungen kehrt und gingen genau in die entgegengesetzte Richtung, als die Keeper und die Leitk\u00fche eigentlich erwartet hatten. Da ihnen aber keiner der anderen Waisen folgte, hatten sie keine andere Wahl, als wieder umzukehren und sich der Gruppe wieder anzuschlie\u00dfen. Also folgten sie dem Weg, den Murera und Sonje vorgaben. Die Waisenherde ging erneut zu den Chyulu-Bergen, wo die Babys einige Akazienfr\u00fcchte bekamen, die Paviane in der Nacht fallengelassen hatten. So war es f\u00fcr Mwashoti und seine Freunde leicht, sie zu fressen, da sie nicht zu den \u00c4sten hoch greifen und gr\u00f6\u00dferen Aufwand betreiben mussten, um die Fr\u00fcchte zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201610239-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen im Gr\u00fcnen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 24. August 2016<\/strong><br \/>\nAlamaya wird mit jedem Tag kr\u00e4ftiger. Als er heute aufwachte, wollte er seine St\u00e4rke in einem Ringkampf mit Zongoloni messen, die viel \u00e4lter und st\u00e4rker als er ist. Zongoloni spielte aber vorsichtig mit ihm, da sie das auch wei\u00df, und passte auf, dass sie ihn nicht verletzte.<br \/>\nDie Waisen kamen zum Saufen an der Tr\u00e4nke an, und Mwashoti wurde von Murera hin gebracht, die ihn unter ihre Fittiche genommen hat. Nachdem sie Wasser gesoffen hatten, gingen die Waisen in den Busch, wo Murera ihren R\u00fcssel hob, weil sie einen wilden Bullen in der N\u00e4he witterte. Lima Lima erkannte, dass es Osama war, der manchmal unberechenbar sein kann; den Waisen war das nicht geheuer, und sie zogen sich ein wenig zur\u00fcck und hielten Sicherheitsabstand, damit sie nicht auf den wilden Bullen sto\u00dfen w\u00fcrden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/91220161065-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen am Morgen beim Saufen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 25. August 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am Vormittag im Busch waren, h\u00f6rte Lima Lima Alamaya schreien. Er steckte zwischen den gro\u00dfen frechen Jungs fest, und so eilte sie zu ihm, um zu sehen, was los war, und wem von den Frechdachsen sie die Leviten lesen m\u00fcsste. Ziwa war etwas verwirrt und wusste nicht so recht, in welche Richtung er fliehen sollte, als er Sonje und Lima Lima n\u00e4herkommen sah. Er erschrak und dachte, er w\u00fcrde bestraft werden, obwohl er gar nichts falsch gemacht hatte. Alamaya schrie aber nur, weil er zwischen die Jungs geraten war, die sich auf dem Weg zu den Chyulu-Bergen dr\u00e4ngelten, sodass die M\u00e4dchen heute mit niemandem schimpfen mussten.<br \/>\nObwohl es ein hei\u00dfer Tag war, wollte sich keiner der Waisen im Schlamm w\u00e4lzen. Stattdessen soffen sie nur etwas am Wasserloch, bevor sie weitergrasten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201610923-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima eilt zu Alamaya<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 26. August 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute aus ihren Gehegen gekommen waren und ihre Milchflaschen getrunken hatten, nahmen Murera und Sonje den Weg, auf dem sie \u00fcblicherweise zu den Chyulu Hills gehen. Die Keeper, die schon langsam in Richtung Umani-H\u00fcgel losgegangen waren, drehten sich schnell um und folgten den Waisen. Die Keeper freuen sich immer, wenn die Waisen die Initiative ergreifen und selbst entscheiden, wo sie an diesem Tag grasen wollen. Insbesondere die \u00e4lteren Waisen Quanza, Murera und Sonje, die nun gerne auch einmal weiter hinaus gehen. In ein paar Jahren werden sie auch anfangen, die Nacht ohne die Keeper zu verbringen, und so den n\u00e4chsten Schritt zur\u00fcck in die Wildnis getan haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9122016101220-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya und Mwashoti mit den Leitk\u00fchen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 27. August 2016<\/strong><br \/>\nDie Babys wachten fr\u00fch am Morgen auf und waren sehr durstig; sie hatten das Wasser in den Gehegen \u00fcber Nacht komplett geleert. Ngasha, Faraja und Ziwa rannten hinaus und steuerten direkt die Tr\u00e4nke an, um ihren Durst zu l\u00f6schen, bevor sie sich zu den Chyulu-Bergen aufmachen w\u00fcrden. Es dauerte nicht lange, bis sich der Rest der Waisen ihnen anschloss und sie alle Wasser soffen. Die kleinen Jungs Alamaya und Mwashoti versuchten, sich zwischen die \u00e4lteren Waisen zu quetschen, und Murera, Sonje und Lima Lima behielten sie genau im Auge, damit niemand sie schubste.<br \/>\nDanach marschierten die Waisen in einer Reihe in den Busch hinaus. Es war ein hei\u00dfer Tag, sodass es nicht lange dauerte, ehe sie erneut durstig waren. Murera ging zu den Leitungen, die das Wasser zu den umliegenden Gemeinden bringen und begann, sich daran zu schaffen zu machen, sodass Wasser herauslief. Die Waisen sind sehr clever &#8211; sie erschnuppern mit dem R\u00fcssel, wo das Wasser ist und nutzen dann ihre Sto\u00dfz\u00e4hne und F\u00fc\u00dfe, um an es heranzukommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9122016101525-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen saufen am Morgen an der Tr\u00e4nke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 28. August 2016<\/strong><br \/>\nDer freundliche wilde Elefantenbulle Ndugu kam heute zu den Waisen. Er besucht sie so oft es geht und hofft, dass Murera und ihre Waisenherde ihn als Freund akzeptieren. Selbst die Keeper waren erstaunt, als sie ihn heute direkt neben Murera stehen sahen, und Murera und Sonje sich sogar mit ihm und seinen Begleitern unterhielten. Es ist unglaublich, wie winzig Murera im Vergleich zu diesem gro\u00dfen Bullen aussieht. Mwashoti wollte auch dichter an die wilden Elefanten herangehen, doch die Keeper machten sich Sorgen um ihn und riefen ihn lieber wieder zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201610218-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen mit einem wilden Bullen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 29. August 2016<\/strong><br \/>\nLima Lima war heute sehr verwirrt, als sie Alamaya und Mwashoti nicht sehen konnte. Die beiden waren in Begleitung ihrer Mamas Murera und Sonje und waren genau von ein paar gro\u00dfen B\u00e4umen verdeckt. Lima Lima konnte sie nicht sehen, und so hob sie ihren R\u00fcssel, um sie zu wittern und herauszufinden, wo sie waren.<br \/>\nNach einer langen Wanderung von den Weidegr\u00fcnden zur Milchf\u00fctterung hielten die Babys bei den Keepern an, um ihre Milch zu trinken. Ziwa hatte gro\u00dfen Spa\u00df im Schlammloch und zeigte, wie gut er schwimmen kann. Ngasha und Faraja wurden eifers\u00fcchtig, gingen ebenfalls zum Wasserloch und schoben Ziwa hinaus, damit sie ihre Badek\u00fcnste zeigen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9122016102916-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima versucht, die kleinen Jungs zu finden<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 30. August 2016<\/strong><br \/>\nHeute war ein hei\u00dfer und sonniger Tag, und die Hitze hielt bis in die Abendstunden an. Daher grasten die Waisen den Gro\u00dfteil des Tages unter den B\u00e4umen, wo es Schatten gab und die Sonne nicht so brannte, sodass sie es etwas k\u00fchler hatten. Kurz nach der Milchf\u00fctterung ging Alamaya zum Schlammloch, wo er sich mit Wasser und Matsch bespritzen konnte. So k\u00fchlte er sich ab und blieb auch danach noch eine Weile k\u00fchl.<br \/>\nGegen 17 Uhr machte sich Murera mit den Waisen auf die Suche nach Wasser, und sie fanden etwas, das aus der Wasserpipeline lief. Der Auslauf hatte ein sch\u00f6nes Schlammloch erzeugt, und so badete sie eine Weile darin und war damit der Schwimmstar des Tages. Nachdem sie sich abgek\u00fchlt hatte, f\u00fchrte sie die Gruppe f\u00fcr die Nacht zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9122016103311-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera badet<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 31. August 2016<\/strong><br \/>\nAlamaya sucht immer die Keeper, wenn er Trost und Aufmerksamkeit braucht, die er normalerweise von seiner Mutter bekommen w\u00fcrde. Abends gibt es nichts, was er mehr genie\u00dft, als die Finger der Keeper zu greifen und daran zu nuckeln. Man kann ihm richtig ansehen, wie gl\u00fccklich ihn das macht, denn er schlie\u00dft dann seine Augen, wird sehr schl\u00e4frig, und es dauert nicht lange, bis er sich schlafen legt.<br \/>\nHeute sammelte Mwashoti eine ganze Weile Luzernenheureste auf, die die \u00e4lteren Waisen liegengelassen hatten, weil sie das von den Keepern geschnittene Gr\u00fcn fra\u00dfen. Die nimmersatte Lima Lima lie\u00df ihre Keeper nicht in Frieden und verlangte immer wieder Fr\u00fcchte von den Akazien. Leider gab es keine, da die Paviane alles gefressen hatten. Lima Lima durchsuchte sogar die Manteltaschen der Keeper, um sicherzugehen, dass sie keine Fr\u00fcchte vor ihr versteckten! Die Keeper schickten sie weg, damit sie von dem geschnittenen Gr\u00fcnfutter fressen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/912201610365-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya bekommt ein paar Streicheleinheiten von einem Keeper<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-august-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag, 1. August 2016 Als die Waisen heute Morgen aus den Gehegen kamen und ihren Tag begannen, h\u00f6rten sie viele wilde Elefanten im Wald herumjagen, laut trompeten und durch ihre R\u00fcssel blasen. Sie versuchten damit wohl, die Waisen zu sich zu locken, als diese, von Lima Lima angef\u00fchrt, in den Wald gingen. Faraja schlug sich &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-august-2016\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eUmani Springs August 2016\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":8247,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[40,61,1],"tags":[],"class_list":["post-8246","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-tagebuch-der-keeper","category-umani","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8246","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8246"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8246\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8248,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8246\/revisions\/8248"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8247"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8246"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8246"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8246"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}