{"id":8312,"date":"2016-11-03T12:14:16","date_gmt":"2016-11-03T11:14:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=8312"},"modified":"2016-11-03T12:14:16","modified_gmt":"2016-11-03T11:14:16","slug":"nairobi-nursery-september-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-september-2016\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery September 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 1. September 2016<\/strong><br \/>\nDie kleinen Elefanten bekommen von den \u00e4lteren M\u00e4dchen alle Liebe, Zuneigung und F\u00fcrsorge, die sie brauchen. Als heute Ngilai aus seinem Stall kam, ging er wie \u00fcblich zu Kamoks Gehege, um nachzusehen, ob sie noch darin war. Wenn sie noch dort ist, lungert er immer noch ein wenig an ihrer T\u00fcr herum, nachdem er ihr Guten Morgen gesagt hat, damit er auf sie warten und mit ihr zusammen in den Wald gehen kann. Heute kamen alle Babys zur gleichen Zeit heraus; normalerweise sind die ganz Kleinen etwas sp\u00e4ter dran, aber heute wurde im Waisenhaus gefilmt, sodass alle zugleich heraus durften. Ambo war noch vor Oltaiyoni drau\u00dfen, und er ging direkt zu ihrem Tor und stie\u00df dagegen, damit seine Adoptivmama schneller herauskommen w\u00fcrde. Schlie\u00dflich waren sie alle bereit und gingen zusammen in den Wald. Alles verlief nach Plan; einige grasten und andere spielten zusammen.<br \/>\nManchmal sind die kleinen Babys neidisch auf ihre \u00e4lteren Freunde. Ambo genoss heute etwas leckeres, weiches Gr\u00fcn, das er von einem Keeper zugesteckt bekam. Ngilai kam dazu und wollte auch etwas abhaben, doch Ambo ging auf ihn los und stie\u00df ihn mit dem Kopf weg. Weil der Keeper dabei war, wusste er, dass er keine Rache von Ngilai zu bef\u00fcrchten hatte; Ngilai h\u00e4tte ihn gerne zur\u00fcckgeschubst, doch er wusste, dass der Keeper Ambo besch\u00fctzen w\u00fcrde, da er viel kleiner ist als Ngilai. Als die Babys sich an einer Stelle dr\u00e4ngelten, verirrte sich eine Warzenschweindame in die Gruppe und fand den Weg hinaus nicht mehr. Tagwa und Roi machten es ihr nicht leicht und verscheuchten sie schlie\u00dflich. Naseku und Godoma schlichen sich von ihren Freunden davon und gingen weiter in den Busch hinaus. Sie standen ein ganzes St\u00fcck von den Anderen entfernt, als es noch nicht ganz hell geworden war, und waren von etlichen anderen Tieren umgeben. Wo sie grasten, stand auch ein einzelner B\u00fcffelbulle, und als Naseku ihn sah, begann sie zu trompeten, um die anderen Waisen anzulocken und ihn mit vereinten Kr\u00e4ften zu verscheuchen. Es reagierte aber nur Roi, die ebenfalls trompetete, aber nicht zu ihr gelaufen kam. Schlie\u00dflich lie\u00dfen Naseku und Godoma den B\u00fcffel in Ruhe und kamen, immer noch tr\u00f6tend, zum Rest der Gruppe zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1011201685823-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai drau\u00dfen im Wald<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 2. September 2016<\/strong><br \/>\nUm 6:30 Uhr am Morgen waren alle schon drau\u00dfen im Park. Die meisten grasten flei\u00dfig, nur Oltaiyoni kniete nieder und stocherte mit ihren Sto\u00dfz\u00e4hnen in einem Warzenschweinloch herum. Sie wollte etwas Erde auflockern, mit der Ambo spielen konnte.<br \/>\nWir wissen nicht, warum Ndotto immer zum Spielen aufgelegt ist und alle auf Trab halten will &#8211; vielleicht macht er es aber nur aus Spa\u00df. Er hatte Naseku in sein Lieblingsspiel verwickelt: Schubsen! Bei den Keepern hei\u00dft es, wenn Ndotto einmal ruhig steht, stimmt irgendetwas nicht mit ihm! Naseku war heute Morgen die Auserw\u00e4hlte; die Beiden rangelten miteinander und fordeten sich gegenseitig heraus. Er lie\u00df sie nicht in Ruhe, und immer wenn sie weggehen und sich dem Grasen widmen wollte, kam er hinterher und legte den R\u00fcssel auf ihren R\u00fccken, als ob er sagen wollte: Lass uns weiterspielen! Naseku versuchte, ihn zu ignorieren, aber Ndotto kann sehr ausdauernd sein, und schlie\u00dflich gab sie sich geschlagen. Sie setzten ihr Spiel im hohen Gras fort und hatten viel Spa\u00df beim Herumrollen, bevor sie wieder aufstanden, die B\u00fcsche maltr\u00e4tierten und sich gegenseitig schubsten. Das Ganze war erst vorbei, als die Herde schlie\u00dflich zur Milchf\u00fctterung ging.<br \/>\nJotto hat eine Eigenart, die wir bisher noch bei keinem Elefanten gesehen haben. Er scheint Menschenbabys genauso zu m\u00f6gen wie Elefantenbabys! Bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde geht er am Absperrband auf und ab und begr\u00fc\u00dft die Leute, ganz besonders aber kleine Kinder. Es scheint, als w\u00fcrde er sich sogar gezielt Schwangere und M\u00fctter mit kleinen Babys aussuchen. Er t\u00e4tschelt die Mutter dann mit seinem R\u00fcssel, was sehr r\u00fchrend anzusehen ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101120169352-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto und Godoma<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 3. September 2016<\/strong><br \/>\nDie Babys hatten heute Morgen einen tollen Start in den neuen Tag. Sie kamen aus ihren St\u00e4llen und Gehegen und machten sich auf den Weg in den Wald. Die meisten von ihnen waren guter Dinge, trompeteten und kollerten, tollten herum und schuffelten sich aneinander. Kamok ist eine sehr gute Trompeterin und dirigierte den Chor. Dupotto und einige andere Waisen stimmten mit ein.<br \/>\nDie Waisen waren in Hochstimmung, aber keiner wusste, warum! Dann erhielten wir einen Anruf von den Stallungen in Voi, wo am Abend zuvor ein kleiner Elefantenjunge gerettet worden war. Es war sehr sp\u00e4t gewesen, sodass das Baby die Nacht in Voi verbrachte. Wir schickten sofort ein Rettungsteam aus Nairobi los, das den Kleinen abholen sollte. Zur gleichen Zeit kam ein weiterer Anruf aus Ithumba: Dort war Ex-Waise Galana an den Stallungen aufgetaucht und hatte ein winziges neugeborenes Baby dabei! Wom\u00f6glich waren die Elefanten im Waisenhaus deshalb in so ausgelassener Laune. Wir wissen es nicht, aber wir sind immer wieder erstaunt, wenn unsere Sch\u00fctzlinge bei solchen Gelegenheiten ihr einzigartiges Gesp\u00fcr unter Beweis stellen.<br \/>\nGegen 11:30 Uhr kam das in Voi gerettete Kalb im Waisenhaus an. Er war in relativ gutem Zustand, nur ein wenig dehydriert. Er jagte ordentlich herum &#8211; ein gutes Zeichen, denn das zeigt, dass er noch Energie und Lebenswillen hat. Er kam in ein Gehege neben Rapa, und als die Waisen am Abend zur\u00fcckkamen, war Rapa sehr freundlich zu ihm und teilte sich mit ihm etwas Gr\u00fcnfutter durch die Absperrung hindurch. Sie unterhielten sich auch in der Nacht gelegentlich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1011201692029-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok kann sehr gut trompeten<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 4. September 2016<\/strong><br \/>\nOltaiyoni, Mbegu, Dupotto, Roi und die kleinen Babys Ambo, Jotto, Tamiyoi und Murit versammelten sich am Morgen am Stall des neuen Waisenelefanten. Wir haben ihn Wanjala genannt, nach der Gegend, in der er gerettet worden war. Die \u00e4lteren M\u00e4dchen bereiteten dem kleinen Bullen einen herzlichen Empfang, da sie am Abend zuvor bei der ganzen Aufregung um ihre Milch nicht dazu gekommen waren. Wanjala scheute aber von seinem Tor zur\u00fcck &#8211; er muss sich noch an die neue Umgebung und all die seltsamen Gesichter gew\u00f6hnen. Er sah nerv\u00f6s aus, und nachdem die Waisen eine Weile vergeblich versucht hatten, ihn zu sich heran zu locken, begannen sie, in den Wald aufzubrechen. Mbegu, Jotto, Luggard und Tamiyoi blieben noch ein wenig zur\u00fcck, und nachdem die meisten gr\u00f6\u00dferen Elefanten verschwunden waren, traute sich Wanjala zumindest ein St\u00fcck an sein Tor heran. Luggard unterhielt sich als erster mit ihm und danach Mbegu, da sie mit den frisch geretteten Babys am besten umgehen kann. Nach einer Weile beschlossen auch sie, den anderen Waisen zu folgen, die schon im Busch waren.<br \/>\nMbegu beschloss, heute eine Weile bei den kleinen Babys zu bleiben. Nach einer Weile schlossen sich ihr Ambo und Esampu an. Erst zur Milchf\u00fctterung ging sie zu Oltaiyonis Gruppe hin\u00fcber. Als die Waisen am Abend zur\u00fcckkamen, ging Oltaiyoni erst in ihr Gehege nachdem sie sich mit Wanjala unterhalten hatte; sie verbrachte fast f\u00fcnf Minuten an seinem Gehegetor und redete ihm gut zu, bevor sie in ihr eigenes Gehege ging.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1011201692756-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wanjala ist noch wild, frisst aber gut<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 5. September 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen war es ziemlich bew\u00f6lkt und k\u00fchl, als die Waisen nach drau\u00dfen gingen. Bei diesem Wetter waren die meisten Waisen ruhig, und die ganz kleinen bekamen ihre Decken umgeh\u00e4ngt. Ndotto brachte die Zuschauer bei der Besuchsstunde zum L\u00e4cheln &#8211; das kann er am besten, weshalb er von allen, Menschen wie Elefanten, geliebt wird. Es war alles ruhig, und die meisten der Waisen standen nur herum, nachdem sie ihre Milch um 11 Uhr bekommen hatten, da es zu kalt zum Schlammbaden war. Auch die Zuschauer waren ruhig und h\u00f6rten der Ansprache des Chef-Keepers Edwin zu. Da kam Ndotto mit seiner \u00fcblichen guten Laune an, ging auf Mbegu zu, und die beiden begannen gleich zu spielen und hatten ihren Spa\u00df. Sie rangelten miteinander, stellten sich auf die Vorderbeine und kletterten aufeinander herum, was Ndotto am liebsten mag. Er ist noch recht klein, aber kr\u00e4ftig genug, um mit so ziemlich allen seinen Artgenossen im Waisenhaus zu rangeln! Nur an Oltaiyoni w\u00fcrde er sich nicht herantrauen und ernste Ringk\u00e4mpfe mit ihr austragen.<br \/>\nNachdem die Waisen wieder in den Wald gegangen waren, teilten sie sich in kleinere Gruppen auf und gingen in verschiedene Richtungen. Als sie weiter ins Dickicht vordrangen, merkte Ngilai, dass er pl\u00f6tzlich allein unterwegs war. Er kam aus dem Geb\u00fcsch und rief nach seinen Freunden, aber niemand war in der N\u00e4he, um zu antworten. Daraufhin rannte er wild herum und rief weiter, ohne dass jemand sich meldete. Schlie\u00dflich wechselte er die Tonlage und kollerte, woraufhin Mbegu und Kamok ihn h\u00f6rten. Kamok trompetete, sodass er wusste, wo die beiden waren. Ngilai rannte sofort zu ihnen, \u00fcbergl\u00fccklich wieder bei ihnen zu sein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101120169335-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jotto und die anderen kleinen Babys haben ihre Decken an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 6. September 2016<\/strong><br \/>\nSana Sana verpasste heute die erste Gruppe, als es zu den Milchflaschen um 11 Uhr ging. Normalerweise ist sie ganz vorne mit dabei, und sp\u00e4ter kam sie angerannt und protestierte lautstark, dass sie zur\u00fcckgelassen worden war. Als sie beim Schlammbad ankam und den Keeper stehen sah, der ihre Milchflasche schon bereit hielt, kollerte sie. Sie wurde von Mbegu begr\u00fc\u00dft, die sie umr\u00fcsselte, w\u00e4hrend sie ihre Milch genoss. Die Mahlzeit wurde allerdings von Tagwa und Esampu unterbrochen, die in letzter Zeit immer wieder \u00c4rger bei der Milchf\u00fctterung machen. Manchmal d\u00fcrfen sie erst zuletzt zur F\u00fctterung, damit sie nicht die anderen Babys st\u00f6ren. W\u00e4hrend der Besuchsstunde kann man sie um die Schubkarre mit den Flaschen herumschleichen sehen, wo sie versuchen, etwas zu stehlen und sich selbst zu f\u00fcttern &#8211; obwohl sie daf\u00fcr noch viel zu klein sind! Die Keeper m\u00fcssen dann immer die Flaschen bewachen, damit sie sich keine schnappen und sie dabei fallen lassen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1011201693743-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die s\u00fc\u00dfe Sana Sana im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 7. September 2016<\/strong><br \/>\nAls sich die Waisen heute Morgen im Busch breit machten, hatten Roi, Mbegu, Dupotto und Ndotto ihren Spa\u00df mit etwas loser Erde, die in der Nacht von einem Erdferkel aufgelockert worden war. Roi, Dupotto und Mbegu rollten sich abwechselnd in der Erde herum, und Ndotto nutzte nat\u00fcrlich die Gelegenheit, sich den Spielen anzuschlie\u00dfen. Er krabbelte \u00fcber die auf dem Boden liegenden Elefanten hinweg, egal wie alt und wie gro\u00df sie waren! Auf die gr\u00f6\u00dferen M\u00e4dchen kommt er nat\u00fcrlich kaum hinauf, weil er sehr klein im Vergleich zu ihnen ist. Wenn er versuchte, auf Roi zu klettern, rutschte er meistens wieder herunter und landete auf dem Hintern, was ihn aber nicht davon abhielt, es immer wieder zu versuchen. Als die M\u00e4dchen aufstanden, rannte Ndotto weg, weil er nicht wegen seiner Albernheiten geschubst werden wollte. Er rangelt mit Vorliebe mit den gr\u00f6\u00dferen Elefanten wie Kamok, Naseku und Tusuja und hofft, dabei viel \u00fcber das Ringk\u00e4mpfen zu lernen, damit er eines Tages trotz seiner geringen Gr\u00f6\u00dfe gegen sie gewinnen kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101220162413-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Roi hat viel Spa\u00df<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 8. September 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute Morgen in den Wald gingen, spielten Kauro und Tusuja ein Spiel, bei dem sie aus dem Geb\u00fcsch gerannt kamen, sich gegenseitig herumschubsten und dann wieder in die B\u00fcsche verschwanden. Als sie wieder im Unterholz waren, stie\u00dfen sie auf Maramoja, die fr\u00f6hlich graste, und nat\u00fcrlich beschlossen die beiden Jungs, ihr hinterher zu rennen und mit ihr zu spielen. Maramoja sah sich nach einer Fluchtm\u00f6glichkeit um, doch die Jungs lie\u00dfen sich nicht so einfach absch\u00fctteln. Daraufhin schrie sie laut auf, damit sie jemand vor den ruppigen Bullen retten w\u00fcrde. Dies brachte Oltaiyoni, Roi und Mbegu mit ihren Adoptivbabys Jotto und Ambo auf den Plan. Als die gro\u00dfen M\u00e4dchen ankamen, um nach Maramoja zu sehen, versteckten sich Kauro und Tusuja im Geb\u00fcsch, um einer Bestrafung aus dem Weg zu gehen. Nachdem sich Oltaiyoni, Roi und Mbegu um Maramoja gek\u00fcmmert hatten, begleiteten sie sie zu den anderen Waisen zur\u00fcck und lie\u00dfen Kauro und Tusuja bei ihren Ringk\u00e4mpfen allein. Ihre Rangelei war aber bald vorbei, als zwei m\u00e4nnliche Warzenschweine in ihrer N\u00e4he einen Kampf austrugen. Sie kamen kollernd aus dem Geb\u00fcsch geeilt und gesellten sich wieder zum Rest der Gruppe.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201624856-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tusuja grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 9. September 2016<\/strong><br \/>\nAm fr\u00fchen Morgen waren die Waisen sehr aktiv und rannten wild in den B\u00fcschen herum. Angef\u00fchrt von Rapa, Naseku, Dupotto, Kamok und Ngilai jagten sie im dichten Geb\u00fcsch herum und trompeteten dabei. Das steckte die anderen Waisen, die eigentlich grasen wollten, offenbar an, denn sie schlossen sich ihnen an. Sogar die ganz Kleinen, Esampu, Jotto, Ambo, Tamiyoi und Pare machten mit. Ihnen gefiel das Spektakel, das die \u00e4lteren Elefanten veranstalteten, und sie wollten auch dabei sein. Das fr\u00f6hliche Spiel wurde aber j\u00e4h unterbrochen, als Kauro versehentlich Murit umrannte. Dieser schrie auf, was die Aufmerksamkeit von Oltaiyoni, Mbegu, Roi und Dupotto weckte, die herbeigerannt kamen, um dem armen Murit zu helfen. Sie kollerten laut und tasteten ihn ausf\u00fchrlich ab, um sicherzugehen, dass es ihm gut ging. Elefanten gehen wirklich sehr f\u00fcrsorglich miteinander um!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201625818-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rapa spielt auf dem Boden<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 10. September 2016<\/strong><br \/>\nDie Zuschauer bei der Besuchsstunde staunten heute \u00fcber Sana Sana. Nachdem sie ihre erste Flasche Milch geleert hatte und ihr Keeper sich umdrehen wollte, um ihre zweite Flasche zu holen, hielt sie ihn am Mantel fest, zog daran und verlangte nach mehr Milch. Er versuchte, sie zu beruhigen, damit er die andere Flasche holen konnte &#8211; doch sie bellte nur laut und begann, ihn von hinten zur Schubkarre mit den Flaschen zu schieben! Die freundliche Mbegu kam her\u00fcber und versuchte ebenfalls, sie zu beruhigen, indem sie den R\u00fcssel in Sana Sanas Mund steckte, doch diese h\u00f6rte nicht auf zu schreien, bis der Keeper ihr die zweite Flasche gegeben hatte. Kaum war sie fertig, ging sie ganz ruhig davon. Sie lief zum Absperrband, von wo aus die Besucher zuschauten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201631136-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sana Sana auf dem Weg zu ihren Milchflaschen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 11. September 2016<\/strong><br \/>\nDie zwei dicken Freunde Lasayen und Ndotto durften heute um 11 Uhr bei der Besuchsstunde mit der ersten Gruppe zur Milchf\u00fctterung hinunter. Sie \u00fcbernahmen die F\u00fchrung vor Esampu, Ambo, Jotto, Sana Sana und Tagwa, doch kurz bevor es losging, versperrten die beiden frechen Jungs den Weg, so dass die anderen Waisen nicht zu ihren Flaschen kamen. Die Keeper am Schlammbad standen da und warteten, aber keine Elefanten tauchten auf. Dann war aus dem Geb\u00fcsch am Waldrand Geschrei zu h\u00f6ren, und die Keeper fragten \u00fcber Funk bei ihren Kollegen im Wald nach, die ihnen mitteilten, dass sie Ndotto und Lasayen schon mit den Kleineren losgeschickt hatten. Schlie\u00dflich gingen sie zum Geb\u00fcsch hinauf und staunten nicht schlecht, als sie sahen, dass Ndotto und Lasayen dem Babys den Weg versperrten! Sie lie\u00dfen niemanden durch und verteilten sogar Kopfn\u00fcsse an die, die es trotzdem versuchten! Esampu und Sana Sana konnten es kaum erwarten, zu ihrer Milch zu rennen, und die beiden waren es gewesen, die laut geschrien hatten. Die Keeper verwarnten Ndotto und Lasayen, woraufhin die beiden Rabauken sich verkr\u00fcmelten und endlich die anderen Waisen zu ihrer wohlverdienten Milch lie\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101220163178-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen, Kauro und Oltaiyoni<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 12. September 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen waren die Waisen sehr ruhig, als sie in den Park gingen. Sie waren ganz mit Grasen besch\u00e4ftigt und spielten gar nicht. Kurz vor 8 Uhr war das friedliche Grasen pl\u00f6tzlich zu Ende, als Kiko auf sie zu gerannt kam. Das schreckte die Waisen auf, sodass sie trompetend herumjagten. Kiko, der in Spiellaune war, rannte auf und ab und drehte ab, wenn er den Waisen zu nahe kam. Diese protestierten wegen der St\u00f6rung, und die freche Kamok sowie Maramoja, Tusuja, Kauro und Naseku versuchten, ihn ins Geb\u00fcsch zu scheuchen. Kiko machte es ihnen aber nicht leicht, denn er rannte schnell und h\u00e4ngte sie locker ab. Kikos Tollerei war zu Ende, als er die falsche Richtung einschlug und in einigen dichten B\u00fcschen landete. Er hielt an und schaute den Elefanten zu, die um ihn herum rannten und trompeteten. Schlie\u00dflich beruhigten sie sich wieder, nachdem sie sich davon \u00fcberzeugt hatten, dass Kiko mit den Albernheiten aufgeh\u00f6rt hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101220163463-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen grasen friedlich im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 13. September 2016<\/strong><br \/>\nWanjala kam heute aus seinem Gehege und schloss sich den anderen Waisen im Busch an. Gleich nach der 9-Uhr-Milch durften ein paar der Waisen, darunter Mbegu, Oltaiyoni und Dupotto, zu ihm gehen und ihn hinaus begleiten. Die frechen Elefanten, wie Rapa und Galla, blieben erst einmal im Wald. Die kleine Delegation, die Wanjala abholen sollte, wusste schon, worum es ging, als sie an den Stallungen ankam: Sie gingen gleich zu Wanjalas Tor und r\u00fcttelten daran, um es zu \u00f6ffnen. Als die Keeper kamen und es \u00f6ffneten, traute sich der sch\u00fcchterne kleine Bulle zuerst nicht heraus, kam aber dann schlie\u00dflich doch &#8211; er lie\u00df sich nicht hetzen. Die M\u00e4dchen dr\u00e4ngelten sich alle um ihn und jede wollten ihn als Erste begr\u00fc\u00dfen. Er machte sich an seinem ersten Morgen drau\u00dfen im Busch sehr gut: Als er im Wald ankam, fing er sofort an, von den verschiedensten Pflanzen zu fressen, die ihm lecker erschienen. Tusuja war sehr zuvorkommend und f\u00fchrte ihn herum, obwohl sein Freund Rapa auch dabei war und Verwirrung stiftete, da er nat\u00fcrlich eifers\u00fcchtig war. Mbegu passte aber ebenfalls auf und lie\u00df nicht zu, dass dem Neuank\u00f6mmling etwas zustie\u00df. Sie schob Rapa von Wanjala weg, sodass er ihn nicht \u00e4rgern konnte, was auch Tusuja etwas Luft verschaffte, um ihn willkommen zu hei\u00dfen. Als es zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde ging, begleitete Wanjala Tamiyois kleine Gruppe, mit der er sehr gut zurechtkam, denn er ist noch zu neu, um an der Besuchsstunde teilzunehmen. Sp\u00e4ter am Nachmittag schloss er sich wieder der gro\u00dfen Gruppe an.<br \/>\nBei der privaten Besuchsstunde um 15 Uhr war es sehr hei\u00df, sodass alle Waisen, angef\u00fchrt von Jotto und Murit, ein ausf\u00fchrliches Schlamm- und Staubbad nahmen. Sie hatten einigen Spa\u00df. Wanjalas R\u00fcckkehr am Abend verlief auch reibungslos: Er folgte Pare, Luggard und Tamiyoi, wusste sofort, wo er hin musste, und ging ohne Probleme in sein Gehege zur\u00fcck.<br \/>\nBald nachdem die Pateneltern am Abend gegangen waren, kam Solio zu Besuch. Maxwell freute sich, sie zu sehen, und war sehr verspielt. Er rannte immer wieder in seinem Gehege auf und ab, von seinem Schlafplatz bis zum oberen Ende, wo Solio stand. Nachdem sie etwas Luzernenheu gefressen hatte, beschloss Solio, sich etwas in ihrem alten Gehege auszuruhen und verlie\u00df das Gel\u00e4nde erst gegen 20 Uhr wieder.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101220163541-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wanjala an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 14. September 2016<\/strong><br \/>\nJotto, der Kleinste in der Waisenfamilie, macht gern ein Mittagsschl\u00e4fchen, vor allem, wenn es sehr hei\u00df ist. Er sucht sich daf\u00fcr einfach ein k\u00fchleres Pl\u00e4tzchen, normalerweise in der N\u00e4he der Keeper. Tagwa schlie\u00dft sich ihm manchmal an, da sie sich nie weit von ihren geliebten Keepern entfernt, aber sie schl\u00e4ft nie drau\u00dfen im Wald. Heute wollte Mbegu aber Jotto nicht zu seinem Mittagsschlaf lassen; er sollte wach bleiben, damit sie etwas Zeit zusammen verbringen konnten. Er versuchte einige Male, eine passende Stelle zu finden, aber Mbegu weckte ihn immer wieder, indem sie ihn mit ihren Vorderbeinen und ihrem R\u00fcssel anhob. Irgendwann legte sich Jotto n\u00e4her an die Keeper, die Mbegu davon abhielten, ihn immer wieder zu wecken. Daraufhin hielt sie sich zur\u00fcck und bewachte ihn stattdessen, w\u00e4hrend er schlief. Um sicherzustellen, dass ihn niemand st\u00f6rte, stellte sie sich neben ihn und graste dort ein wenig. Als sie der Meinung war, dass er genug geschlafen hatte, fing das M\u00e4dchen wieder an, ihn zu wecken, indem sie ihn sanft mit den Vorderbeinen anstie\u00df, genau wie auch eine wilde Elefantenmutter es tun w\u00fcrde.<br \/>\nRoi kann manchmal ein bockiges kleines M\u00e4dchen sein. Wenn man sie davon abh\u00e4lt, etwas zu tun, was sie nicht tun soll, wird sie manchmal w\u00fctend und f\u00e4ngt an, Dinge herumzuwerfen und zu stampfen. W\u00e4hrend der Ansprache bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde wurde sie von einem Keeper verwarnt, indem er mit dem Finger auf sie zeigte, weil sie versuchte, Maramoja zu \u00e4rgern. Sie drehte sich um und wollte mit dem R\u00fcssel nach ihm ausschlagen, doch ein anderer Keeper hielt sie davon ab. Dann rannte sie zum Lautsprecher, aus dem die Stimme kam, und wollte ihn am Kabel hochheben, doch wieder verhinderte ein Keeper dies. Daraufhin drehte sie sich um und begann, das Gestell, auf dem der Lautsprecher stand, mit den Hinterbeinen zu bearbeiten! Mehrere Keeper mussten eingreifen, um sie in ihrer schlechten Laune zu bremsen und sie von der Gruppe weg zu schicken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201635744-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der kleine Jotto macht gerne einmal einen Mittagsschlaf<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 15. September 2016<\/strong><br \/>\nEs kommt selten vor, dass Murit sich richtig an den Spielen seiner Waisenfreunde beteiligt, aber heute Morgen war es so; wir fragten uns, ob er wohl besonders gut geschlafen hatte! Als er heute Morgen aus seinem Stall kam, ging er direkt zu Maxwells Gehege hin\u00fcber und begann, von dessen Luzernenheu zu stibitzen, das am Abend zuvor bereitgelegt worden war. Maxwell schlief neben seinem Tor, und Murit zog an seinen Ohren, um ihn zu wecken und mit ihm zu spielen. Das funktionierte, und Max schien tats\u00e4chlich nur darauf gewartet zu haben, dass jemand zum Spielen vorbei kam, denn er begann auf und ab und im Kreis zu laufen und gegen das Tor zu sto\u00dfen. Murit stie\u00df von der anderen Seite dagegen und so hatten die beiden ihren Spa\u00df, bis ihnen das Spiel zu anstrengend wurde und sie es beendeten. Sie waren beide zufrieden, und Maxwell ging zu seinem Schlafplatz, um sich auszuruhen, w\u00e4hrend Murit seinen Freunden in den Wald hinterher lief. Als er dort ankam, war ihm offenbar immer noch nach Spielen zumute. Er traf auf Luggard und begann einen kleinen Ringkampf mit ihm, blieb aber immer vorsichtig, da er wei\u00df, wenn sein Gegner schw\u00e4cher und verletzlich ist, so wie Luggard mit seinem gebrochenen Bein. Sie spielten begeistert und bekamen bald Gesellschaft von Jotto, der auch gerne rangelt und klettert. Murit und Jotto rollten schlie\u00dflich in der frischen, lockeren Erde aus den Warzenschwein-L\u00f6chern herum, bis es Zeit f\u00fcr die 9-Uhr-Milchf\u00fctterung im Wald war.<br \/>\nWenn die Milchration f\u00fcr ein Waisenbaby erh\u00f6ht wird, m\u00fcssen wir sehr aufpassen; die kleinen Racker bekommen das mit und erwarten, dass es nun jedes Mal mehr gibt! Am Ende muss man sich mit allzu gierigen Elefanten herumplagen. Tagwas und Esampus Milchanteil war vor ein paar Tagen erh\u00f6ht worden, und seitdem machen die beiden bei der Milchf\u00fctterung regelm\u00e4\u00dfig \u00c4rger. Tagwa bekommt jetzt die H\u00f6chstmenge von zwei Flaschen, aber verlangt immer noch mehr. Esampu bekommt eine gro\u00dfe Flasche, was viel ist f\u00fcr einen kleinen Elefanten wie sie, aber die Kleine ist immer noch uners\u00e4ttlich und dr\u00e4ngelt bei der Milchf\u00fctterung herum. Bei der 11-Uhr-Milch verursachte sie heute gro\u00dfe Aufregung, sodass Mbegu sie von allen wegscheuchen musste! Als sie gesehen hatte, dass die anderen Waisen viel l\u00e4nger als sie tranken, begann sie, an jedem herumzuschubsen und nach mehr Milch zu verlangen &#8211; selbst an Mbegu.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10122016444-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit war heute in Spiellaune<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 16. September 2016<\/strong><br \/>\nWir glauben, dass Ambo langsam ein ganz sch\u00f6n verw\u00f6hnter kleiner Bengel wird, bei all der Liebe und F\u00fcrsorge, die er von Oltaiyoni bekommt. Es wird etwas zu gut besch\u00fctzt, und wann immer irgendwer dabei erwischt wird, wie er oder sie ihn schubst, steht sofort eine harte Bestrafung durch Oltaiyoni oder ihre Kolleginnen an. So f\u00fchlt er sich inzwischen als Lieblingsbaby der &#8222;gro\u00dfen&#8220; Leitkuh und glaubt, dass ihm niemand etwas anhaben kann. Oltaiyoni entscheidet sogar, wer mit ihm spielen darf. Wenn der Kleine sich beschwert oder aufschreit, spitzt Oltaiyoni sofort die Ohren und wer auch immer neben ihm steht, wird unsanft weggeschoben, selbst wenn es Ambo war, der seinen Gegen\u00fcber herausgefordert hatte! Wenn er in Angriffslaune ist oder so tut, als h\u00e4tte er es auf jemanden abgesehen, wird er daher von den anderen j\u00fcngeren Waisen einfach ignoriert, die dann lieber weggehen. Heute spielte Ambo Godoma und Ngilai \u00fcbel mit. Obwohl diese beiden selbst auch recht ruppig werden k\u00f6nnen, war es Ambo, der sie heute jedesmal im Vorbeigehen schubste. Bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war er st\u00e4ndig hinter ihnen her und forderte sie heraus. Er gab Galla sogar einen Kopfsto\u00df, sodass dieser sich umdrehte und schon zur Rache ansetzen wollte &#8211; doch gl\u00fccklicherweise war ein Keeper zur Stelle und verhinderte, dass er auf den zwar vorlauten, aber immer noch sehr kleinen Ambo losging! Ambo schubst manchmal sogar seine Keeper &#8211; sie m\u00fcssen aufpassen, wenn er zu seiner Milch gerannt kommt, sonst rennt er sie schon einmal um.<br \/>\nBei der Besuchsstunde am Vormittag hatten wir noch mehr Besucher. Zuerst kam eine Schildkr\u00f6te aus dem Geb\u00fcsch auf die F\u00fctterstelle gelaufen. Sie lief gegen Tagwa und Esampu, die gerade an ein paar \u00c4sten knabberten. Tagwa schaute hinunter und dachte, dass das wohl eine Art Stein sein musste, aber als sie den R\u00fcssel ausstreckte, um den R\u00fccken der Schildkr\u00f6te zu beschnuppern, reckte diese ihren Kopf hoch. Das jagte den beiden Elefanten einen Schrecken ein, und sie rannten, um Hilfe schreiend, vor diesem seltsamen Tier davon, das sie noch nie gesehen hatten. Das erregte die Aufmerksamkeit aller, und ein Keeper trug die Schildkr\u00f6te in die B\u00fcsche zur\u00fcck, w\u00e4hrend die anderen versuchten, die aufgeschreckten Waisen zu beruhigen. Ein paar Minuten darauf sprang ein Warzenschwein ins Schlammloch, ohne dass die Waisen es mitbekamen. Mbegu und Jotto drehten sich herum und erschraken, sodass sie geradewegs aus dem Schlamm liefen. Als sie merkten, dass es nur ein Warzenschwein war, scheuchten Mbegu, Godoma und Ngilai es zur\u00fcck in die B\u00fcsche.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201641659-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ambo wird von Oltaiyoni allzu sehr verw\u00f6hnt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 17. September 2016<\/strong><br \/>\nDie Babys waren wieder sehr aufgeregt, als es heute Morgen in den Wald hinaus ging. Sie spielten alle: Ndotto rangelte mit Roi und Dupotto; Oltaiyoni und Mbegu rollten sich im langen Gras herum und die kleinen Jungs Ambo und Jotto rutschten auf ihnen herum. Rapa, Tusuja, Naseku und Kauro spielten Verstecken und rannten in der Gegend herum, w\u00e4hrend Naseku trompetete, um die Warzenschweine aus den B\u00fcschen zu vertreiben. Es war ein fr\u00f6hlicher Tagesanbruch f\u00fcr alle.<br \/>\nAm Abend zuvor hatten wir einen Anruf von den Stallungen in Voi erhalten &#8211; sie hatten wieder ein kleines weibliches Elefantenbaby gerettet. Ihre Mutter war auf nat\u00fcrliche Weise aufgrund ihres Alters gestorben. Allerdings war es schon zu sp\u00e4t gewesen, um das Waisenbaby nach Nairobi zu fliegen, daher machte sich um 8 Uhr am Morgen ein Rettungsteam aus Nairobi auf den Weg, um das kleine M\u00e4dchen abzuholen. Sie ist etwa zehn Monate alt, und wir haben sie Malkia genannt. Sie trank unsere k\u00fcnstliche Milch gut und machte sich in ihrem Stall gleich \u00fcber das frische Gr\u00fcn her. Sie macht keinen sehr aggressiven Eindruck, aber nichtsdestotrotz ist sie nat\u00fcrlich ein wilder Elefant. Wegen ihrer Ankunft im Waisenhaus musste Ndotto in ein Gehege neben seinem besten Freund Lasayen ziehen; Ngilai bekam Ndottos Stall, und Malkia ist jetzt in Ngilais altem Stall. Er war sehr freundlich zu ihr, unterhielt sich die ganze Nacht mit ihr, beruhigte sie und gab ihr zu verstehen, dass alles gut werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201642839-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai ist gut gelaunt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 18. September 2016<\/strong><br \/>\nNgilai k\u00fcmmerte sich \u00fcber Nacht so gut um den kleinen Neuank\u00f6mmling Malkia, dass sie am Morgen, als es f\u00fcr Ngilai Zeit wurde, in den Wald aufzubrechen, unbedingt mitgehen wollte. Sie wurde richtig aggressiv und versuchte sogar, \u00fcber die Wand in Ngilais Stall zu klettern. Er hatte die ganze Nacht hindurch mit ihr kommuniziert, sodass sie ihn sehr liebgewonnen hat. Ndotto schlief gut in seinem neuen Gehege neben seinen Freunden. Auch er wollte die Absperrung \u00fcberwinden, um in Lasayens Abteil zu kommen und mit ihm zu spielen. Galla und Sana Sana machten sich auch nichts daraus, dass sie umziehen mussten.<br \/>\nUm 15 Uhr beschlossen wir, die ganze Gruppe inklusive der kleinen Babys zum Schlammbad hinunter zu bringen, damit sie dort ihre Milch trinken konnten. Luggard, Pare, Tamiyoi und Wanjala waren ganz aufgeregt, beim Schlammloch zu sein, da sie noch nicht mit zu den Besuchen kommen. Luggard machte es am meisten Spa\u00df, und nachdem er seine Milchflasche geleert hatte, ging er zum Wasserloch und genoss das W\u00e4lzen im Schlamm. Wanjala und Pare machten mit, nur Tamiyoi blieb lieber drau\u00dfen. Nachdem sie ihr Bad genossen hatten, gingen sie noch staubbaden, w\u00e4hrend Mbegu, Dupotto und Rapa sich auch noch ein Schlammbad g\u00f6nnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1013201684253-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai war heute besonders lieb<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 19. September 2016<\/strong><br \/>\nBei der Milchf\u00fctterung k\u00f6nnen sogar die ruhigeren Waisen einmal in Angriffslaune geraten! Bei der Besuchsstunde um 11 Uhr gab es heute einige Streitigkeiten zwischen Ambo, Esampu und Jotto. Alles war gut, bis Esampu zur F\u00fctterstelle kam. Jotto und Ambo waren schon etwas fr\u00fcher angekommen und hatten ihre Milch schon bekommen, woraufhin sie zum Einstauben zur roten Erde, abseits der Schubkarre, gingen. Als Jotto einen Keeper zur Schubkarre gehen sah, um eine Flasche f\u00fcr Esampu zu holen, rannte er hin\u00fcber, weil er hoffte, die Flasche selbst abzubekommen. Er schubste Esampu weg, sodass sie nicht an die Milch kam, und der Keeper war zwischen den beiden Raufbolden eingeklemmt, w\u00e4hrend er versuchte, die Milchflasche zu halten. Daraus wurde ein richtiger Kampf, bei dem Esampu schreiend um ihre Milch k\u00e4mpfte, w\u00e4hrend Jotto hinter ihr her jagte. Ambo mischte sich auch noch ein, und weil er erstaunlich kr\u00e4ftig und sehr schnell ist, rannte er den Keeper um, ohne zu merken, dass er damit seinen Freunden keinen Gefallen tat. Die anderen Keeper mussten alles stehen und liegen lassen und zu Hilfe eilen, weil keiner der drei aufgeben wollte. Die Flasche wanderte erst einmal wieder zur\u00fcck in die Schubkarre, bis die Keeper alle beruhigt hatten und Esampu endlich ihre Milch trinken konnte.<br \/>\nAber es hei\u00dft nicht umsonst, dass Elefanten nie etwas vergessen! Jotto ist normalerweise der letzte, der die F\u00fctterstelle verl\u00e4sst, und Esampu wei\u00df das nur zu gut. Daher lie\u00df sie sich heute hinter ihn zur\u00fcckfallen, und bevor er die Pf\u00fctzen \u00fcberquerte, schubste sie ihn heftig von hinten, sodass er hinein fiel! Jotto ist ein kr\u00e4ftiger Junge und wollte sich umdrehen, doch Esampu hielt mit ihrem R\u00fcssel sein Hinterbein fest. Schlie\u00dflich konnte er sich losrei\u00dfen und drehte sich zum Angriff um, bei dem er sie wieder zur\u00fcck schob. Ein Keeper hatte mitbekommen, was da passierte und griff ein, um die Situation zu beruhigen. Auch Mbegu hatte das Geschrei geh\u00f6rt und kam zur\u00fcckgerannt, um zu sehen, was los war.<br \/>\nWanjala kam heute zum ersten Mal mit den anderen Waisen zur Besuchsstunde. Er sah sehr zufrieden aus und verlegte sich darauf, im Schlamm zu spielen. Damit war er vom Beginn bis zum Ende der Besuchszeit vollauf besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201643922-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Esampu kann gut bei der Milchf\u00fctterung f\u00fcr Aufregung sorgen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 20. September 2016<\/strong><br \/>\nSana Sana ist wirklich ein kleiner Schatz und stiehlt jedem das Herz! Am Morgen, wenn ihr Tor ge\u00f6ffnet wird, bleibt sie nicht lange stehen, sondern geht schnurstracks hinaus in den Wald. Dazu braucht sie keine Gesellschaft von Anderen, sondern ist mit sich und der Welt zufrieden. Heute war es genauso, und ihre Freunde schlossen sich ihr sp\u00e4ter an. Sie graste, bis es Zeit f\u00fcr die Milchf\u00fctterung war, doch sie schien heute keinen Appetit auf ihre Milch zu haben. Sie kam vorbei und kostete nur kurz, obwohl sie sonst sehr vernarrt in ihre Milch ist! Dann war sie ein wenig mit ihren Freunden zusammen und graste und spielte mit ihnen, bevor sie sich gegen 10:30 Uhr davon schlich und Esampu und Rapa zum Schlammbad begleitete. Als sie dort weder Menschen noch Milchflaschen vorfanden, begann Sana Sana, sich lautstark zu beschweren. Das \u00fcberraschte die Keeper, die gar nicht mitbekommen hatten, dass sie weggegangen war! Die drei wurden zur Gruppe zur\u00fcck gebracht, wo sie alle zusammen warten konnten, bis es soweit war. Sie konnte es kaum erwarten, vermutlich weil sie um 9 Uhr kaum etwas getrunken hatte, sodass sie sich an den Anderen vorbeidr\u00e4ngelte und zur F\u00fctterstelle hinunter rannte, sobald sie die Funkger\u00e4te der Keeper geh\u00f6rt hatte. Sie war die schnellste von allen und rannte bis zu ihrer Milch &#8211; als das zweite Baby, Ambo, ankam, hatte sie ihre beiden Flaschen schon geleert! Danach war sie wieder zufrieden, bis es um 15 Uhr die n\u00e4chste Milch gab. Wieder konnte sie es kaum erwarten und rannte vorzeitig bis zu den Stallungen. Als sie dort ankam, war auch dieses Mal niemand zu sehen. Sie fing erneut zu schreien an und verlangte nach ihrer Milch. Erneut musste sie zur Gruppe zur\u00fcckgebracht werden und dort bis zu F\u00fctterung warten.<br \/>\nBei der privaten Besuchsstunde um 15 Uhr war Ndotto sehr gut gelaunt und spielte mit Tusuja und Kauro. Sie rollten sich begeistert in der lockeren Erde und rangelten von Beginn bis Ende des Besuchs miteinander.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101320168270-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sana Sana ist ein s\u00fc\u00dfes Elefantenbaby<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 21. September 2016<\/strong><br \/>\nKiko war heute fr\u00fch auf den Beinen, um sich den Waisen im Wald anzuschlie\u00dfen. Kamok sah ihn schon von weitem kommen und ging mit aufgestellten Ohren in Angriffsstellung, um ihn zu verscheuchen. Das hielt aber Kiko nicht von seinem Plan ab, und je n\u00e4her er kam, desto aufgeregter wurde Kamok. Sie stellte sich ihm im Weg, um ihn zu stoppen, aber Kiko ging einfach weiter auf die Herde zu. Schlie\u00dflich ging sie zu ihm hin und verpasste ihm eine mit dem R\u00fcssel, woraufhin Kiko sich r\u00e4chte und mit den Hinterbeinen nach ihr ausschlug. Kamok begann dann, ihn weiter herumzujagen. Irgendwann gab er auf, verschwand im Wald und kam sp\u00e4ter zu seiner Milch wieder zum Vorschein.<br \/>\nNach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde kamen ein paar der Elefanten zur\u00fcck und begleiteten Malkia zum ersten Mal in den Wald hinaus. Godoma, Oltaiyoni, Mbegu, Kamok, Ndotto und Roi waren das Empfangskommitee. Godoma dachte, es w\u00e4re schon Zeit, schlafen zu gehen und ging in ihr Gehege, sodass sie von den Keepern auf den richtigen Weg gebracht werden musste. Roi war die erste Kuh, die sich mit Malkia unterhielt und ihr den Rest der Familie vorstellte. Sie ber\u00fchrte und knuddelte das neue Baby mit ihrem R\u00fcssel, was Malkia sehr half, sich zu entspannen. Oltaiyoni, Kamok und Mbegu dr\u00e4ngelten sich, um nach Roi als n\u00e4chste zu dem Baby zu gelangen. Da hatte sich Roi allerdings schon mit ihr angefreundet, und sie gingen alle in den Wald hinaus. Als sie drau\u00dfen ankamen, lie\u00df Roi Malkia ein wenig Platz, um zu sehen, wie sie sich machen w\u00fcrde. Dummerweise kam Tusuja vorbei und begann, den Neuank\u00f6mmling zu \u00e4rgern, sodass Roi einschreiten und ihn vertreiben musste. Mbegu und Dupotto schlossen sich Roi und Malkia an, und danach auch Naseku, die ihr allerdings mit den Sto\u00dfz\u00e4hnen in den R\u00fccken piekste, sodass auch sie von Roi verscheucht wurde. Malkia kam dann gegen 16:30 Uhr zusammen mit Tamiyoi, Pare und Luggard nach Hause und ging problemlos in ihren Stall zur\u00fcck, nachdem sie einen sch\u00f6nen Tag drau\u00dfen im Wald verbracht hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1013201685544-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko wollte sich den Waisen anschlie\u00dfen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 22. September 2016<\/strong><br \/>\nSchon nach einem Tag drau\u00dfen scheint Malkia den Keepern zu vertrauen. Heute Morgen wich sie kaum von ihrer Seite; sie ging immer ein paar Schritte davon und kam dann wieder zur\u00fcck und wollte einen Finger zum Nuckeln haben. Luggard wurde ein wenig eifers\u00fcchtig und schob sie weg, als sie am Finger eines Keepers neben ihm nuckelte. Sie war aber bereit, sich zu verteidigen, um ihm zu zeigen, dass sie die gleichen Rechte hatte wie er.<br \/>\nWanjala scheint sich besonders gut mit Malkia anzufreunden und folgt ihr \u00fcberall hin. Oft stecken sie die R\u00fcssel zusammen und fl\u00fcstern sich etwas zu. Weil Malkia noch recht neu ist, wollte Mbegu nicht mit den anderen Waisen tiefer in den Wald gehen, sondern lieber bei der Gruppe der Babys grasen, die in der N\u00e4he der Keeper bleiben. Sie passte gut auf Malkia auf, wohin sie auch ging, immer mit Wanjala im Schlepptau. Roi scheint Mbegu die Betreuung von Malkia \u00fcberlassen zu haben, denn sie ging mit den Anderen tief ins Unterholz hinein. Sie war schon eine ganze Weile unterwegs, als ihr pl\u00f6tzlich Malkia einfiel und sie heraus gerannt kam, um die Kleine zu finden. Diese war gerade zusammen mit Tamiyoi, Wanjala und Luggard bei den Keepern, und Mbegu k\u00fcmmerte sich um Jotto, dessen Decke sich in den \u00c4sten eines kleinen Baums verfangen hatte. Als sie Roi sah, befreite sie schnell Jotto aus den F\u00e4ngen des Baumes und rannte zur\u00fcck zu den Babys, als ob sie Roi nicht bei Malkia haben wollte. Dann fing sie an, Malkia von der Gruppe weg zu man\u00f6vrieren, doch Roi folgte ihnen. Malkia blieb die ganze Zeit \u00fcber ruhig und kam sogar mit zur privaten Besuchsstunde, wo sie ihren Spa\u00df im Schlammbad und danach beim Einstauben in der roten Erde hatte. Kamok verb\u00fcndete sich mit Maramoja, um Strau\u00dfendame Pea davon abzuhalten, aus ihrer Tonne Wasser zu saufen. Sie wurden aber von einem Keeper zur\u00fcckgehalten, sodass Pea etwas Wasser abbekam.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10132016916-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Malkia, Godoma und Tamiyoi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 23. September 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen hatten es sich am Morgen im Busch bequem gemacht, und die meisten grasten in aller Ruhe. Sana Sana f\u00fchrte jedoch Esampu, Tagwa, Malkia, Pare, Wanjala und Murit durch den Wald hinunter zum Schlammbad, und nachdem sie dort keine Keeper vorfanden, begann sie zu schreien. Sie und Esampu bellten beide herum, damit die Keeper ihnen Milch bringen w\u00fcrden, aber die Zeit daf\u00fcr war noch l\u00e4ngst nicht reif &#8211; es war erst 7 Uhr! Als die Keeper hinunter gingen, um sie wieder zur\u00fcck in den Wald zu bringen, beruhigten sich Sana Sana und Esampu immer noch nicht, w\u00e4hrend Murit brav Pare, Wanjala und Malkia zur\u00fcck ins Geb\u00fcsch brachte. Die Keeper versuchten, die beiden zu \u00fcberzeugen, zur\u00fcckzukommen, doch sie fingen immer wieder an, sich zu beschweren und rannten zur\u00fcck zum Schlammloch. Sie machten es ihren Keepern nicht leicht, so st\u00f6rrisch wie sie waren. Schlie\u00dflich wurden die beiden mit leeren Milchflaschen gelockt, denen sie auch begeistert hinterherliefen, in dem Glauben, es w\u00e4re Milch darin. Als Esampu klar wurde, dass die Flasche leer war, wurde sie w\u00fctend und begann, den Keeper zu schubsen. Sie wollte unbedingt ihre Milch haben! Nach einer Weile beruhigten sie sich schlie\u00dflich, nachdem sie sich damit abgefunden hatten, dass sie sich wie alle Anderen bis 9 Uhr w\u00fcrden gedulden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101320169646-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sana Sana und andere Waisen erleben Abenteuer<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 24. September 2016<\/strong><br \/>\nJotto hatte vor kurzem etwas Durchfall, und heute Morgen sah er etwas matt aus und war gar nicht so verspielt wie sonst. Als er aus seinem Stall kam, entdeckte ihn die immer treusorgende Mbegu und kam her\u00fcber, um nach ihm zu sehen. Sie wollte ihn umr\u00fcsseln und knuddeln, doch der kleine Bulle ging nicht wie sonst mit einem Kollern darauf ein. Mbegu blieb daraufhin einige Zeit bei ihm und begleitete ihn dann langsam hinaus in den Wald, wo sie Seite an Seite mit ihm graste. Jotto bekam ein Medikament gegen seine Symptome und kam nicht mit zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde hinunter. Das bereitete Mbegu einige Sorgen, und sie lief rastlos zwischen Esampu, Ambo und Malkia hin und her und suchte nach Jotto, bis sie schlie\u00dflich wieder in den Wald zur\u00fcckkehrte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1014201664445-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jotto f\u00fchlt sich heute nicht so gut<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 25. September 2016<\/strong><br \/>\nAm fr\u00fchen Morgen konnte man Ndotto, Lasayen, Ngilai, Murit, Godoma und Roi sehen, wie sie durch die B\u00fcsche rannten und den neuen Tag begr\u00fc\u00dften. Es war wunderbar, Murit, der normalerweise sehr ruhig ist, dabei zu beobachten, wie er herumrannte und mit Ngilai rangelte. Die Keeper freuten sich sehr, ihn so gut gelaunt zu erleben, noch dazu mit Ngilai, der manchmal etwas ruppig werden kann &#8211; er meint es nicht b\u00f6se, aber er liebt eben Ringk\u00e4mpfe! W\u00e4hrend Ngilai mit Murit spielte, begann Ndotto ein Kr\u00e4ftemessen mit Roi, die fast doppelt so gro\u00df ist wie er! Er legt sich gerne mit allen an, egal wie gro\u00df sein Gegen\u00fcber ist. Die viel st\u00e4rkere Roi strengte sich nicht allzu sehr an, doch Ndotto gab sein Bestes und k\u00e4mpfte verbissen. Ihre Rangelei lockte Lasayen und dann auch Rapa an, die alle gegen Roi antraten. Roi beendete die ganze Sache schlie\u00dflich, bevor es zu ernst wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1014201665323-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto und Godoma rennen in der Gegend herum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 26. September 2016<\/strong><br \/>\nJotto war fast zwei Tage angeschlagen, aber heute wachte er auf und sah viel besser aus. Er war schon wieder auf Dummheiten aus: Er kam aus seinem Stall und suchte Tamiyoi, Esampu und Tagwa, und kaum hatte er sie gefunden, jagte er Tamiyoi und Esampu hinterher und versuchte, auf sie zu klettern. Er ist auf jeden Fall wieder ganz der Alte!<br \/>\nWir hatten heute Grund zur Freude, als Pare das erste Mal mit zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde kam. Er machte einen sehr fr\u00f6hlichen Eindruck, als er am Absperrband entlanglief und die Zuschauer begr\u00fc\u00dfte. W\u00e4hrend er die Aufmerksamkeit genoss, wurde er allerdings von Ndotto und Ngilai beobachtet, die gleich neidisch wurden. Sie kamen her\u00fcber und wollten ihn \u00e4rgern und schubsen. Ngilai war dann aber doch mehr darauf aus, die Leute hinter der Absperrung zu schubsen. Einmal sah er eine Frau, die in die Hocke gegangen war, um unter dem Band hindurch Rapa und Lasayen beim Spielen zu fotografieren. Ngilai rannte schnell hin und stie\u00df ihr mit dem Hintern voran in die Kamera! Dann machte er sich schnell wieder davon, damit er nicht ausgeschimpft wurde, w\u00e4hrend die Frau herzlich \u00fcber den frechen kleinen Elefanten lachte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1014201665635-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jotto geht es wieder besser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 27. September 2016<\/strong><br \/>\nDrau\u00dfen im Busch grasten die Waisen heute alle brav. So verging der gr\u00f6\u00dfte Teil des Vormittags, ohne dass viel gespielt wurde. Bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde waren aber dann die Elefanten in der ersten Gruppe, wie Godoma, Rapa, Ambo und Esampu, vollauf mit Schlammbaden besch\u00e4ftigt, nachdem sie ihre Milch geleert hatten. Der kleine Ambo rollte sich im Schlammloch herum und ging dann schnell wieder hinaus, damit er nicht ins Visier von Raufbold Rapa geriet, der prompt anfing zu schubsen und Godoma anstie\u00df.<br \/>\nBei der privaten Besuchsstunde um 15 Uhr waren auch Luggard und Tamiyoi dabei, und Luggard erwies sich als gro\u00dfer Matsch-Liebhaber, trotz seiner schlimmen Verletzung am Bein, die von einer Gewehrkugel stammt. Alle staunten, wie er sich ohne Schwierigkeiten im Schlamm herumrollte, dann ohne Hilfe herauskam und fr\u00f6hlich zum Staubbad \u00fcberging.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101420167623-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Roi, Malkia und Mbegu drau\u00dfen im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 28. September 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am Morgen aus ihren St\u00e4llen kamen, verfolgte Spitzmaulnashorn Maxwell gerade eine Warzenschweindame mit ihren drei winzigen Ferkeln, die sich in seinem Gehege am Luzernenheu vergreifen wollten. Die lustigen Quietsch-Ger\u00e4usche, die die Ferkel machten, veranlassten Maxwell, hinten ihnen her zu jagen. Sie waren allerdings schlau genug, in verschiedene Richtungen zu fliehen und dann wieder zu ihrer Mutter zur\u00fcckzukehren, sodass Maxwell keine Ahnung hatte, wo er hin rennen sollte! W\u00e4hrenddessen hatten sich Dupotto, Naseku, Galla, Maramoja und Sana Sana neben Maxwells Tor versammelt und schauten zu, wie er die Warzenschweine verfolgte. Als die Mutter mit ihrem Nachwuchs schlie\u00dflich aus dem Gehege kam, rannten sie direkt an Dupotto und Naseku vorbei, die sich erschreckten und trompetend und kollernd hinaus in den Wald flohen. Die ganze Aufregung erregte die Aufmerksamkeit der ganzen Herde, die angef\u00fchrt von Oltaiyoni herbeigeeilt kam. Als sie angekommen waren, stapften sie alle leise und mit aufgestellten Ohren herum und versuchten herauszufinden, was passiert war. Nachdem ein paar Minuten lang nichts Aufregendes passierte, beruhigten sie sich alle wieder und gingen zum Grasen \u00fcber.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1014201671732-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen gehen alle zusammen in den Busch hinaus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 29. September 2016<\/strong><br \/>\nMalkia gew\u00f6hnt sich sehr gut ein und kennt nun schon den \u00fcblichen Tagesablauf im Waisenhaus. Sie macht einen fr\u00f6hlichen und zufriedenen Eindruck bei ihrer neuen Familie aus Menschen und Elefanten. Meistens ist sie zusammen mit Tagwa, Pare, Sana Sana, Luggard und Tamiyoi, die alle sehr freundlich, friedlich und zuvorkommend miteinander umgehen. Das hat der armen Malkia sehr geholfen, sich schnell von dem schrecklichen Verlust ihrer Familie zu erholen. Sie ist auch schon eine gro\u00dfe Milchliebhaberin geworden und hat sich schon ein paar schlechte Angewohnheiten von den Anderen abgeschaut, vor allem von Esampu! Wenn sie ihre Milch geleert hat, schreit sie auf und will den Keeper in Richtung der Schubkarre schieben, um nach mehr zu verlangen. Wenn sie dann von dem Keeper fortgeschickt wird, beschwert sie sich lautstark. Manchmal schleicht sie sich sogar zur Schubkarre und versucht, sich mit einer Milchflasche davon zu machen; allerdings kann sie die schweren Flaschen noch nicht gut halten. Esampu bekommt jetzt immer als letzte ihre Milch, denn wenn sie fr\u00fcher zur F\u00fctterung kommt, macht sie nur \u00c4rger und richtet gro\u00dfes Durcheinander an! Sie erlaubt niemandem sonst, Milch zu trinken, w\u00e4hrend sie ihre bekommt und ist inzwischen das gierigste kleine M\u00e4dchen der Waisenherde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10142016858-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Malkia und Oltaiyoni<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 30. September 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute zum Grasen in den Busch gingen, hatten Kauro und Tusuja ein verbissenes Kr\u00e4ftemessen, um zu entscheiden, wer von ihnen st\u00e4rker ist. Kauro zwang Tusuja zu Boden, aber Tusuja wehrte sich tapfer und r\u00e4chte sich, indem er Kauro ins Geb\u00fcsch dr\u00e4ngte. Oltaiyoni und Roi versuchten, die beiden Streith\u00e4hne zu trennen, aber ohne Erfolg. Schlie\u00dflich gewann Kauro, als Tusuja versehentlich \u00fcber einen kleinen Busch stolperte und Kauro ihn heftig mit dem Kopf zu Boden stie\u00df. Tusuja schrie auf, und die Keeper hielten Kauro im Zaum.<br \/>\nKurz vor Mittag kam ein winziges Breitmaulnashornbaby aus dem Nakuru Nationalpark im Waisenhaus an. Das zwei Monate alte Baby war von L\u00f6wen angegriffen worden und hatte viele Verletzungen, aber trank immerhin noch etwas Milch. Traurigerweise war es aber zu schwer verletzt, denn trotz all unserer Bem\u00fchungen, sein Leben zu retten, erlag es am folgenden Tag seinen Verletzungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1014201681443-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tusuja und Wanjala<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-september-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donnerstag, 1. September 2016 Die kleinen Elefanten bekommen von den \u00e4lteren M\u00e4dchen alle Liebe, Zuneigung und F\u00fcrsorge, die sie brauchen. Als heute Ngilai aus seinem Stall kam, ging er wie \u00fcblich zu Kamoks Gehege, um nachzusehen, ob sie noch darin war. 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