{"id":8327,"date":"2016-11-07T12:26:00","date_gmt":"2016-11-07T11:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=8327"},"modified":"2016-11-07T12:26:00","modified_gmt":"2016-11-07T11:26:00","slug":"umani-springs-september-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-september-2016\/","title":{"rendered":"Umani Springs September 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 1. September 2016<\/strong><br \/>\nDer wilde Bulle namens Ndugu besuchte die Waisen letzte Nacht an den Stallungen. Er wollte sie wohl dazu einladen, ihn in den Wald zu begleiten, doch er sah, dass sie in ihren Gehegen waren und nicht mit ihm hinausgehen konnten. Er lie\u00df etwas Dung zur\u00fcck, den die Waisen am Morgen fanden. Zongoloni schnupperte daran und probierte ihn, w\u00e4hrend die Gruppe in der N\u00e4he des Zauns Ndugus Spuren in Richtung der Chyulu-Berge folgte. Schlie\u00dflich holten sie ihn ein, und er n\u00e4herte sich Lima Lima, die sich freute, ihn kennenzulernen. Lima Lima wurde ihrer Rolle als Mini-Leitkuh gerecht und stellte dem wilden Bullen die anderen Waisen vor. Murera gefiel das Treffen aber gar nicht, und sie blieb zusammen mit Mwashoti weit von ihm entfernt, damit Ndugu ihm nicht zu nahe kommen konnte.<br \/>\nZur Schlammbadzeit f\u00fchrte Alamaya die Waisen bis zum Wasserloch an. Zongoloni ging zu ihm und ber\u00fchrte seinen Schwanzstummel, was Alamaya sehr irritierte. Er zeigte, dass er nicht mit sich spa\u00dfen l\u00e4sst, indem er Zongoloni kr\u00e4ftig schubste und ihr zu verstehen gab, dass sie damit aufh\u00f6ren sollte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1014201663852-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni grast flei\u00dfig<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 2. September 2016<\/strong><br \/>\nSonje ging heute auf der Suche nach dem weichesten Gras, das von den anderen Babys noch nicht gefunden wurde, tief in den Wald hinein. Sie fand eine Stelle mit vielem Gr\u00fcn und fra\u00df dort zusammen mit Mwashoti eine ganze Weile, bevor Quanza und Ngasha sich ihnen anschlossen.<br \/>\nMurera begleitete Mwashoti bis zum Schlammbad; sie bef\u00fcrchtete, dass die ruppigen Jungs Faraja und Jasiri, die sie schon beobachteten, ihm den Weg versperren und ihn schubsen wollten. Kurz darauf kam Lima Lima im H\u00f6chsttempo zu den Milchflaschen gerannt. Die Keeper mussten sich ihr in den Weg stellen, damit die etwas langsamer trinkenden Waisen ihren Anteil erst in Ruhe leeren konnten. Ansonsten h\u00e4tte sie versucht, ihnen die Milchflaschen zu stehlen, sobald sie ihre eigenen geleert hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1014201664622-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje frisst im Geb\u00fcsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 3. September 2016<\/strong><br \/>\nAm Morgen war es etwas k\u00fchl, als die Waisen aus ihren Gehegen kamen, um in den neuen Tag zu starten. Nach der langen Nacht in ihren Gehegen waren sie sehr hungrig und beeilten sich, zu ihren Milchflaschen zu kommen. Mwashoti lie\u00df sich allerdings Zeit, weil er darauf wartete, dass Murera kam, um ihn zu eskortieren. Er hatte zu gro\u00dfe Angst vor den schubsenden Jungs, die an seinem Tor standen. Nur Ziwa machte ihm Platz, damit er vorbeigehen und zu Murera und Sonje gelangen konnte. Am Kratzfelsen vor den Stallungen ging Ngasha zu Lima Lima, zog ihr linkes Ohr heran und steckte es in den Mund, um darauf herumzukauen. Das tat Lima Lima weh, sodass sie ihn wegschubste und ihn dabei zu Boden stie\u00df. Ngasha schrie auf, und die beiden waren den Rest des Tages nicht mehr gut aufeinander zu sprechen. Die anderen Babys stritten sich um die Akazienfr\u00fcchte, von denen es nicht genug gab, dass alle zufrieden gewesen w\u00e4ren. Die Keeper verstehen nicht so richtig, was an diesen Schoten so lecker ist, dass sie soviel Aufregung bei den Waisen verursachen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101420167150-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti spielt mit Sonje<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 4. September 2016<\/strong><br \/>\nAlamaya war heute sehr zutraulich und wollte mit seinen Keepern spielen. Er ging dicht an Aden heran, um sich etwas Zuneigung abzuholen. Er schuffelte sich an seinem Kittel und lie\u00df ihn sogar seinen Schwanzansatz ber\u00fchren, was er sonst niemandem erlaubt.<br \/>\nMwashoti und Murera gingen sehr dicht beieinander, und die beiden Leitk\u00fche gaben Mwashoti Geleitschutz, damit er nicht von den schubsenden Jungs bel\u00e4stigt werden w\u00fcrde. Murera und Sonje lie\u00dfen keine L\u00fccke, da sie sahen, dass der eifers\u00fcchtige Ziwa schon Mwashoti auf dem Kieker hatte. Ziwa ist manchmal neidisch auf die kleineren Jungs Alamaya und Mwashoti, da sie die ganze Aufmerksamkeit der beiden Leitk\u00fche bekommen, die sie sehr liebevoll bemuttern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101420167436-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Aden kuschelt mit Alamaya<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 5. September 2016<\/strong><br \/>\nMurera brachte ihre Gruppe von elf Waisenelefanten heute den ganzen Weg bis zu den Chyulu-H\u00fcgeln, wo sie den Gro\u00dfteil des Tages herumwanderten und fra\u00dfen. Die kleinen Jungs Alamaya und Mwashoti liefen auf den schwierigen Wegen voller Lavagestein und schienen sich davon \u00fcberhaupt nicht st\u00f6ren zu lassen. Sie gingen zusammen mit den \u00e4lteren Waisen bis zum Chyulu-Hills Nationalpark. Die Keeper hatten sich um Mwashoti wegen seines Beins Sorgen gemacht, doch es geht ihm viel besser als erwartet. Er blieb dicht bei Sonje und Murera und hielt mit ihnen Schritt, w\u00e4hrend sie aufpassten, dass keiner der \u00e4lteren Jungs den Kleinen \u00e4rgerte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101420167940-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen am Morgen an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 6. September 2016<\/strong><br \/>\nEin langer Tag lag vor den Elefanten, die heute zu den Chyulu-Bergen aufbrachen. Sonje und Murera gingen am Ende der Gruppe, w\u00e4hrend die gierige Lima Lima, als Minileitkuh der Herde, vorne die F\u00fchrung \u00fcbernommen hatte. Sie suchte nach frischer Vegetation, konnte aber nur trockene Pflanzen finden.<br \/>\nAls es Zeit f\u00fcr das Schlammbad wurde, war es Sonje so warm, dass sie schnell zum Wasserloch rannte, sobald sie ihre Milchflaschen geleert hatte. Sie sprang hinein und begann zu schwimmen und sich herumzurollen und hatte viel Spa\u00df im Wasserloch. Da es ein sehr hei\u00dfer Tag war, stellten alle Waisen sicher, dass sie eine ordentliche Schicht Schlamm auftrugen, bevor sie weitergrasten.<br \/>\nAls sie sich dem Chyulu-Hills Nationalpark n\u00e4herten, trafen sie auf ein paar B\u00fcffel, die ihnen entgegenkamen. Murera und Sonje gerieten in Panik und suchten nach einem Fluchtweg, um die Babys in Sicherheit zu bringen und den B\u00fcffeln aus dem Weg zu gehen. Die Keeper konnten die B\u00fcffel aber durch lautes Schreien verscheuchen, und sie folgten den Waisen nicht weiter in die Gegend, in der sie am Nachmittag grasten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1014201671421-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwa und Faraja beim Kr\u00e4ftemessen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 7. September 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen waren in sehr heiterer Stimmung, als sie heute Morgen im Wald mit viel Trompeten auf alles losgingen, was sie sahen. Der kleine Mwashoti und sein Freund Alamaya machten auch mit und stie\u00dfen B\u00e4ume um, die genauso klein wie sie selbst und leicht umzusto\u00dfen waren. Nach dem wilden Geschubse und Gerenne brachte Sonje die Herde zur\u00fcck zur Tr\u00e4nke an den Stallungen, wo sie viel Wasser mit ihrem R\u00fcssel aufsaugte und sich in den Mund laufen lie\u00df. Dann sah sie einen Ast von einer Akazie herunterh\u00e4ngen und stieg auf die Mauer, um ihn herunter zu ziehen und an seine Bl\u00e4tter und die Rinde zu kommen.<br \/>\nBeim Mittagsschlammbad hatten Ngasha und Lima Lima ein Kr\u00e4ftemessen. Ngasha lernte dabei, warum Lima Lima die Minileitkuh ist; sie ist sehr stark, und Ngasha hatte keine Chance, sondern musste sich bald ergeben und seine Niederlage eingestehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1014201672249-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen am Wasserloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 8. September 2016<\/strong><br \/>\nLima Lima ist die bevorzugte Adoptivmama f\u00fcr Alamaya geworden, der sie sehr liebt. Lima Lima ist ein sehr fr\u00f6hlicher Elefant, und viele der Waisen m\u00f6gen sie sehr. Heute bekam sie mit, dass Ziwa und Ngasha es auf Alamaya abgesehen hatten und stellte sich ihnen in den Weg, w\u00e4hrend Sonje auf seiner anderen Seite stand, um ihn vor den raufenden \u00e4lteren Waisen zu sch\u00fctzen.<br \/>\nMwashoti wird langsam sehr aktiv und kr\u00e4ftig, und er liebt es, auf den \u00e4lteren Waisen herumzuklettern. Er krabbelte heute quer \u00fcber Mureras R\u00fccken und legte sogar seinen Vorderfu\u00df auf ihren R\u00fccken, als sie auf dem Weg zur Mittagsf\u00fctterung und dem Schlammbad am Wasserloch waren.<br \/>\nDer gro\u00dfe Bulle Ndugu kam heute zum Wasserloch, blieb aber sofort stehen, als er den Geruch der Keeper witterte, die noch immer am Wasserloch waren und darauf warteten, dass die Waisen zum Nachmittagsgrasen ins Geb\u00fcsch aufbrachen. Ndugu wartete, bis die Keeper und die Waisen gegangen waren, ehe er zum Wasserloch kam und sich darin w\u00e4lzte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1014201672633-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti schlammbadet<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 9. September 2016<\/strong><br \/>\nZiwa ging heute den \u00e4lteren Waisen voran zum Fu\u00df der Kenze-H\u00fcgel, wo sie grasten, bis es Zeit f\u00fcr die Mittagsf\u00fctterung war. Als Ziwa ins Geb\u00fcsch ging, folgte ihm Alamaya, dem wohl heute nach Ziwas Gesellschaft war. W\u00e4hrend sie grasten, tauchten pl\u00f6tzlich drei B\u00fcffel auf, die die beiden Jungs erschreckten. Sie drohten den B\u00fcffeln und gingen dann lieber dorthin, wo die anderen Waisen und die Keeper waren, sodass die B\u00fcffel weitergrasen konnten.<br \/>\nAls die Waisen am Schlammbad ankamen, brachte Murera die Babys zum Baden ins Wasser. Mwashoti hatte gro\u00dfen Spa\u00df dabei, sich im Matsch herumzurollen, und war der Schlammbad-Star des Tages.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1014201672919-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya mit Ziwa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 10. September 2016<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der letzten Nacht besuchte eine sechsk\u00f6pfige wilde Elefantenfamilie die Tr\u00e4nke an den Stallungen. Sie unterhielten sich auch mit Murera und ihren Freunden, die in ihren Gehegen waren. Die Gruppe hatte zwei kleine Babys dabei. Sie schienen sehr durstig zu sein, nachdem sie von den Chyulu-H\u00fcgeln bis zu den Umani-Quellen gelaufen waren, die in der Trockenzeit die einzige Stelle mit frischem Wasser weit und breit ist. Nachdem sie die Keeper gewittert hatten, die herausgekommen waren, um ein Foto von der wilden Gruppe zu machen, zogen sie sich schnell ins Geb\u00fcsch zur\u00fcck, sodass die Keeper sie gar nicht richtig sehen konnten. Da sie die Tr\u00e4nke komplett geleert hatten, mussten die Keeper sie erneut f\u00fcllen, falls noch mehr Elefanten saufen wollen w\u00fcrden. Quanza witterte irgendetwas aus dem Geb\u00fcsch um die Stallungen herum und dachte, es w\u00fcrden weitere Elefanten kommen; es waren aber nur ein paar Buschb\u00f6cke und Paviane. Die Paviane sprangen zwischen den Akazien herum, auf der Suche nach Fr\u00fcchten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1014201673249-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza schnuppert nach wilden Elefanten<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 11. September 2016<\/strong><br \/>\nNach den morgendlichen Milchflaschen waren die Waisen voller Energie, rangelten miteinander und schoben an den B\u00e4umen herum. Sie jagten wild trompetend herum und scheuchten alles auf, was ihren Weg kreuzte. Ngasha machte den Buschb\u00f6cken und Pavianen das Leben schwer, indem er sie jagte und sie noch in den Wald hinein verfolgte. Auch Alamaya war heute sehr verspielt; die Keeper waren \u00fcberrascht, als er pl\u00f6tzlich Zongoloni kr\u00e4ftig von hinten schubste. Die Keeper h\u00e4tten gedacht, dass so ein Verhalten von dem \u00e4lteren M\u00e4dchen bestraft werden w\u00fcrde &#8211; doch als nichts dergleichen geschah, vermuteten sie, dass Zongoloni es ihm erlaubte, damit er kr\u00e4ftiger werden und sich irgendwann auch gegen die \u00e4lteren Jungs zur Wehr setzen kann.<br \/>\nAn der Wassertr\u00e4nke bei den Stallungen folgte Alamaya Zongoloni, die nach der staubbadenden Quanza Ausschau hielt. Es war wieder ein sehr hei\u00dfer Tag, und die Waisen mussten den Schatten aufsuchen und Wasser finden, in dem sie sich abk\u00fchlen konnten, ehe sie am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101520162109-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya und Ngasha an der Tr\u00e4nke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 12. September 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute Morgen, angef\u00fchrt von Sonje, hinaus in den Busch gingen, nahm Murera Mwashoti mit nach ganz vorn, wo er weit weg von den unruhestiftenden Rowdys der Gruppe war. Die drei blieben w\u00e4hrend des Grasens am Vormittag zusammen. Ziwa dachte, es w\u00e4re gut, heute vor allen anderen zum Wasserloch zu laufen, sodass er sich darin w\u00e4lzen und schwimmen konnte, ehe die restlichen Waisen ankamen.<br \/>\nAm Nachmittag gingen die Waisen in Richtung der Chyulu-Berge und liefen an der Parkgrenze zwischen dem Wald und dem Nationalpark entlang. Wir h\u00f6rte einige wilde Elefanten trompeten und ihre kleinen Babys im Geb\u00fcsch schreien. Ngasha und Faraja h\u00f6rten sie auch und wollten zu ihnen gehen und mit ihnen spielen. Das Spiel war ihnen aber zu ruppig und ganz anders als das, was sie bisher gew\u00f6hnt waren. Es dauerte also nicht lange, bis sie zu ihren Keepern und ihren Leitk\u00fchen Murera und Sonje zur\u00fcckkamen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201623946-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen suchen nach Futter<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 13. September 2016<\/strong><br \/>\nDie Keeper sind gespannt, ob der wilde Elefant namens Ndugu zur\u00fcckkehren und die Waisen besuchen wird; sein letzter Besuch bei Murera, Sonje und den restlichen Waisen ist schon eine Weile her, und sie vermissen ihn auch schon alle.<br \/>\nBei der Milchf\u00fctterung folgte Quanza ihrem Freund Ziwa, der zur F\u00fctterstelle rannte um nachzusehen, ob die Milchflaschen schon fertig waren. Die Flaschen waren aber noch nicht vom Auto geladen worden, sodass Ziwa ihnen &#8222;helfen&#8220; wollte, indem er eine Flasche griff. Er lie\u00df sie aber fallen, weil er seine Flasche noch nicht so gut halten kann, wie Zongoloni und Jasiri das tun. Sonje war heute offenbar sehr hungrig und wollte ihre Flasche gar nicht wieder hergeben, nachdem sie sie geleert hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201631413-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 14. September 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen ging Mwashoti langsam zu Sonje, und als er sie erreichte, hob er den R\u00fcssel und nuckelte an ihrem Ohr. Er kollerte ihr liebevoll zu, um ihr zu zeigen, dass er sehr gern bei ihr ist und sich dar\u00fcber freute, an ihrem Ohr nuckeln zu d\u00fcrfen. Sp\u00e4ter ging er zu Murera, die auf einem Stock herumkaute, um ihn zu entrinden. Er versuchte das nachzumachen, indem er am anderen Ende des Stocks kaute. Der kleine Mwashoti liebt seine beiden &#8222;M\u00fctter&#8220; Sonje und Murera sehr und ist sehr oft in ihrer N\u00e4he.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201631749-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje und Mwashoti<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 15. September 2016<\/strong><br \/>\nAls die Tore am Morgen f\u00fcr die Waisen ge\u00f6ffnet wurden, warteten Sonje und Murera darauf, dass Mwashoti aus seinem Gehege kam und sie ihm ein paar Streicheleinheiten zukommen lassen konnten, bevor sie zusammen zu den Milchflaschen gingen. Als sie zusammen im Geb\u00fcsch ankamen, war Ziwa bereits mit Lima Lima, Jasiri, Ngasha und Faraja im Wald. Sie hatten eine Gelbrindenakazie gefunden, die von wilden Elefanten umgesto\u00dfen worden war. Sie nutzten die Gelegenheit, um die Rinde abzupulen und die frischen gr\u00fcnen Bl\u00e4tter zu fressen, die sie bei der gegenw\u00e4rtigen D\u00fcrre sonst kaum noch finden.<br \/>\nDie Luzernenheu-Pellets sind ein gutes Zusatzfutter f\u00fcr die Waisen und geben ihnen viel Energie. Alamaya sieht sehr gesund und rundlich aus und hat immer ordentlich Appetit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201632226-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwa pfl\u00fcckt gr\u00fcne Bl\u00e4tter<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 16. September 2016<\/strong><br \/>\nZongoloni war heute die gierigste aller Waisen und stritt sich mit Jasiri und Ngasha um das Futter. Das lag aber nur daran, dass Lima Lima gar keine Chance bekam, sich mit zu streiten, denn die Keeper passen auf, dass sie immer in der letzten Gruppe ist, die zur F\u00fctterung kommt. Jasiri versuchte, soviel er konnte zu fressen, um mit Zongoloni mitzuhalten, die heute in H\u00f6chstform war. Mwashoti ging zu Sonje und Murera und schnupperte an Mureras Mund, um herauszufinden, was diese gerade fra\u00df &#8211; es h\u00f6rte sich knusprig an und roch sehr s\u00fc\u00df.<br \/>\nNach dem Mittagsschlammbad war Lima Lima sehr entspannt und legte sich auf den Boden, um sich den Bauch im Gras zu schuffeln. Sie spekulierte darauf, dass Alamaya und Mwashoti sich hinrei\u00dfen lie\u00dfen, her\u00fcberzukommen und auf ihr herumzuklettern. Es dauerte auch nicht lange, bis Mwashoti zu ihr ging und kreuz und quer \u00fcber sie kletterte, was Lima Lima sehr gl\u00fccklich machte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201633020-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje beim Grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 17. September 2016<\/strong><br \/>\nHeute beschlossen die Waisen, auf den Umani-H\u00fcgel hinaufzugehen, um dort nach gr\u00fcnerem Futter zu suchen. Mwashoti blieb wie \u00fcblich zwischen den beiden Leitk\u00fchen, wo er vor den ruppigen Jungs in Sicherheit war, die ihn sonst h\u00f6chstwahrscheinlich herumgeschubst h\u00e4tten. Ngasha war heute in der Laune f\u00fcr Streiche, und Lima Lima sah, wie er sich an Mwashoti heranpirschte. Sonje hatte ihn aber auch bereits gesehen und behielt Ngasha sehr genau im Auge. Als er bemerkte, dass er entlarvt worden war, ging er stattdessen zu seinem Keeper und begann, an dessen Fingern zu nuckeln. Das hatte wohl einen sehr beruhigenden Effekt, und es dauerte nicht lange, bis Ngasha sehr schl\u00e4frig wurde.<br \/>\nQuanza ging zum Wasserloch, um zu sehen, wie kalt es war und ob man darin schwimmen konnte. Sie fand es zu kalt und entschied sich dagegen. So brachte sie die Gruppe zu einem anderen Wasserloch, wo sie ein Schlammbad nahmen, ehe sie den Rest des Nachmittags weitergrasten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201633741-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen genie\u00dfen ein Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 18. September 2016<\/strong><br \/>\nIn der Nacht kamen wilde Elefantenfamilien zu den Stallungen und brachten ihre Babys mit zum Saufen an die Tr\u00e4nke. Wegen der andauernden D\u00fcrre sind jetzt die Umani-Quellen die einzige dauerhafte Wasserquelle, und alle Arten von Wildtieren kommen zum Saufen dorthin. Murera konnte die wilden Elefanten und ihre jungen Babys riechen und kollerte ihnen zur Begr\u00fc\u00dfung zu. Die Keeper kamen aus ihrem Nachtzelt, um die wilde Gruppe zu fotografieren. Die Babys rannten zu ihren M\u00fcttern zur\u00fcck, und die ganze Herde zog sich etwas zur\u00fcck, da sie vor den Keepern Angst hatten. Sie gingen aber nicht sehr weit, nur bis zur Luzernenheu-F\u00fctterstelle, wo sie zusammen mit ein paar Buschb\u00f6cken die Reste fra\u00dfen.<br \/>\nAlamayas Pers\u00f6nlichkeit hat sich in den letzten Tagen etwas ge\u00e4ndert. Er ist jetzt sehr energiegeladen und rangelt gern mit den gr\u00f6\u00dferen Waisen wie Zongoloni, die seine Spiele als gutes Training ansieht, das ihn kr\u00e4ftiger macht. So wird er allm\u00e4hlich lernen, sich gegen die \u00e4lteren Jungs zur Wehr zu setzen und sich nicht von ihnen \u00e4rgern lassen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201634138-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje und Alamaya fressen Wurzeln<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 19. September 2016<\/strong><br \/>\nSeit den Morgenstunden war der Tag schon sehr hei\u00df. Die Waisen grasten den Gro\u00dfteil des Tages auf den H\u00fcgeln, wo es etwas Schatten gab und sie Schutz vor der Sonne fanden. Das ist besonders f\u00fcr die Albinos Faraja und Jasiri wichtig, denen wegen ihrer hellen Haut die Hitze und die Sonne besonders zu schaffen machen. Faraja fand ein paar weiche und s\u00fc\u00dfe Zweige zum fressen, doch da die Sonne so sehr brannte, wollte er nicht in das offene Gel\u00e4nde hinausgehen, wo es zu hei\u00df f\u00fcr ihn war. Die Keeper beschlossen, die Waisen zum Wasserloch zu bringen, damit sie sich dort w\u00e4lzen und ein wenig abk\u00fchlen konnten. Jeder einzelne der Waisen genoss das Bad im Wasserloch, und sie konnten sich mit einer dicken Schicht Matsch eindecken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201634657-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja frisst einen leckeren Zweig<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 20. September 2016<\/strong><br \/>\nNgasha und Zongoloni schlossen sich heute zusammen, um die Waisen zu den Chyulu-Bergen zu f\u00fchren, doch Jasiri wollte ihnen nicht folgen. Er wandte sich Ngasha zu und schob ihn zur\u00fcck, damit er sich dem Rest der Herde anschlie\u00dfen w\u00fcrde. Als es immer hei\u00dfer wurde, waren die Waisen noch immer in der Gegend um die Chyulu-Berge, und als es Zeit f\u00fcr das Schlammbad war, konnten die Keeper h\u00f6ren, wie hungrig die Waisen waren, denn ihre M\u00e4gen knurrten. Es dauerte nicht mehr lange, bis Murera und Sonje die Waisen den H\u00fcgel hinab f\u00fchrten, damit sie ihren Durst bei der Milchf\u00fctterung l\u00f6schen und ein Schlammbad nehmen konnten. Alamaya und Mwashoti waren besonders hungrig, und w\u00e4hrend sie auf die Milch warteten, begann Alamaya, an Sonjes Ohren zu nuckeln.<br \/>\nLima Lima kollerte Alamaya zu und wollte ihn und Mwashoti dazu bewegen, ihr mit ihrem Lieblingskeeper zu den Wasserl\u00f6chern der wilden Elefanten zu folgen. Sie haben dort schon oft ein Bad genommen, und manchmal treffen sie dort auf ihren Freund Ndugu.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101520166034-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha und Zongoloni<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 21. September 2016<\/strong><br \/>\nMwashoti fra\u00df sehr zufrieden heute Morgen und schien gut gelaunt zu sein. Als er seine Adoptivmamas nicht mehr sehen konnte, kollerte er laut und lie\u00df sie so wissen, wo er war. Murera ging sofort zu ihm, ebenso wie Sonje, denn sein Kollern h\u00f6rte sich so an, als ob er irgendein Problem h\u00e4tte, sodass sie sehen wollten, was los war. Er hatte sich hingekniet und versuchte vergeblich, etwas Gras herauszuziehen, weshalb er nach ihnen gerufen hatte.<br \/>\nZwischen den Waisen brach ein Streit um die Fr\u00fcchte aus, die von den Keepern auf dem Boden verteilt worden waren. Lima Lima kam sofort angerannt und sammelte mehr auf, als die anderen Waisen greifen konnten. Zongoloni und Lima Lima vertilgten die Fr\u00fcchte so schnell, dass die Babys der Gruppe, Mwashoti und Alamaya, nicht mithalten konnten. Quanza versuchte, Lima Lima und Zongoloni von den Fr\u00fcchten fern zu halten, damit auch die anderen Waisen etwas abbekamen.<br \/>\nJasiri war in Spiel-Laune und rangelte eine Weile mit Ziwa. Murera legte sich auf den Boden, um Mwashoti anzulocken, auf ihr herumzuklettern, was er liebend gerne macht. Kaum hatte er Murera gesehen, rannte er sofort zu ihr, kletterte auf ihren R\u00fccken und rieb sich den Bauch an ihr. Den Nachmittag verbrachten die Waisen mit Grasen, ehe sie am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10152016662-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti und Quanza genie\u00dfen Fr\u00fcchte<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 22. September 2016<\/strong><br \/>\nHeute hielt Mwashoti etwas Abstand von den Leitk\u00fchen, da er zeigen wollte, dass er mutig ist und keine Angst vor den \u00e4lteren Jungs hat. Murera und Sonje lie\u00dfen ihn gew\u00e4hren und grasten einfach weiter. Murera versuchte dann aber doch, die kleinen Jungs anzulocken, indem sie sich auf dem Boden herumrollte, damit sie auf ihr herumklettern konnten. Es funktionierte aber nicht, denn keiner der beiden wollte heute mit ihr spielen. Am Ende hatte sie sich immerhin ausf\u00fchrlich gekratzt und war dabei die Zecken auf ihrem Bauch losgeworden.<br \/>\nAls die Waisen sich im Staub herumrollten und spielten, flogen ein paar Kronenkraniche \u00fcber sie hinweg. Weil sie gerade so vertieft und selbst sehr laut waren, h\u00f6rten die meisten die V\u00f6gel gar nicht. Faraja entdeckte sie als erster, und er stand auf und jagte ihnen hinterher. Er hatte aber keinen gro\u00dfen Erfolg, denn die V\u00f6gel flogen einfach weiter \u00fcber die K\u00f6pfe der Waisen hinweg, bevor sie sich au\u00dfer Reichweite auf den B\u00e4umen niederlie\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201661157-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti sucht sich ein paar Zweige zum Fressen aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 23. September 2016<\/strong><br \/>\nIn der Nacht kam wieder eine wilde Elefantenherde mit zwei kleinen K\u00e4lbern zum Saufen zum Wasserloch nahe der Stallungen. Ndugu, der wilde Freund der Waisen, war auch bei ihnen. Als die Keeper am Morgen die Gehegetore f\u00fcr die Waisen \u00f6ffneten, \u00fcbernahmen Murera und Lima Lima die F\u00fchrung und folgten dem Pfad, den die wilden Elefanten bei ihrem Aufbruch in der Nacht genommen hatten. Ziwa und Quanza verfolgten gekonnt die Dung-Spur ihrer wilden Artgenossen. Kurz darauf wurde Quanza von ein paar Wei\u00dfkehlmeerkatzen abgelenkt, die im Geb\u00fcsch bei den Chyulu-Bergen entlangliefen. Sie jagten den Affen hinterher, um sie zu vertreiben. Die anderen Waisen machten mit, sodass das man die Ger\u00e4usche der Elefanten, die herumjagten und kleine B\u00e4ume umstie\u00dfen, \u00fcberall im Geb\u00fcsch h\u00f6ren konnte. Bei all dem Spa\u00df und der Aufregung bei der Jagd auf die Affen waren die wilden Elefanten und der Weg, den sie genommen hatten, bald vergessen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201661635-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima mit aufgestellten Ohren<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 24. September 2016<\/strong><br \/>\nMurera beobachtete heute Morgen Alamaya eine Weile dabei, wie er auf Sonjes R\u00fccken herumkletterte. Das \u00fcberraschte Murera sehr, denn Alamaya tut so etwas \u00fcblicherweise nicht, da er einer der braveren Jungs der Gruppe ist. Er wird aber nun kr\u00e4ftiger und \u00e4lter und \u00e4ndert sich: Auch er wird frecher und besteigt oft Sonje oder Zongoloni, selbst wenn diese ihn nicht dazu einladen.<br \/>\nZiwa machte sich heute auf den Weg zu den Chyulu-Bergen und wollte Murera \u00fcberzeugen, sich ihm anzuschlie\u00dfen. Murera war aber ganz damit besch\u00e4ftigt, Alamaya dabei zuzusehen, wie er seinen Bauch an der auf dem Boden liegenden Sonje kratzte. Sonje genoss es, im Liegen soviel Aufmerksamkeit von dem kleinen Waisen zu bekommen. Als Ziwa bemerkte, dass ihn niemand beachtete, ging er alleine zu den Chyulu-Bergen los und machte sich auf die Suche nach frischerer Vegetation. Er kam wieder zur Gruppe zur\u00fcck als es Zeit f\u00fcr die Mittagsmilch und das Schlammbad war. Die Waisen genossen dieses, denn es war sehr hei\u00df, und sie brauchten Schlamm und Wasser, um sich abzuk\u00fchlen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201661943-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen pfl\u00fccken Bl\u00e4tter von einer Akazie<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 25. September 2016<\/strong><br \/>\nHeute wartete eine tolle \u00dcberraschung auf die Keeper, als sie am Morgen aus ihrem Zelt kamen und den wilden Freund der Waisen, Ndugu, in der N\u00e4he von Mureras Gehege herumlaufen sahen. Er wartete darauf, dass die Waisen herausgelassen wurden, sodass er sie begr\u00fc\u00dfen und mit ihnen spielen konnte. Einige der Waisen schliefen noch als er ankam und hatten daher seine Anwesenheit noch gar nicht bemerkt. Als die Waisen aus ihren Gehegen kamen, tranken sie ihre Milch und schlossen sich dann ihrem wilden Freund an. Faraja war sehr mutig und versuchte, Ndugu von den K\u00fchen der Gruppe fernzuhalten, doch Lima Lima hatte ihren eigenen Kopf und ging zu Ndugu hin. Er legte einen seiner riesigen Sto\u00dfz\u00e4hne auf ihrer Schulter ab, was ihr Angst einjagte, sodass sie sofort wieder wegrannte. Faraja tat alles in seiner Macht stehende, um Ndugu von Murera und Sonje fern zu halten, doch er war zu klein und nicht kr\u00e4ftig genug. Die Anwesenheit der Keeper reichte aber aus, um den wilden Bullen aufzuhalten, und es dauerte nicht lange, bis er die Waisen bei ihren t\u00e4glichen Aktivit\u00e4ten zur\u00fccklie\u00df und wieder im Geb\u00fcsch verschwand.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201662312-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der wilde Bulle Ndugu bei den Babys<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 26. September 2016<\/strong><br \/>\nDie Tore wurden am Morgen f\u00fcr die Waisen ge\u00f6ffnet, sodass sie herauskommen und den Tag beginnen konnten. Mwashoti war der erste, und er ging direkt zu Sonje, damit diese ihn bei den morgendlichen Aktivit\u00e4ten begleiten konnte. Sonje genoss die Akazienfr\u00fcchte, die in der Nacht von den B\u00e4umen gefallen waren und freute sich \u00fcber Mwashotis Gesellschaft. Es dauerte nicht lange, bis sich der Rest der Gruppe ihnen angeschlossen hatte. Als Ziwa Sonje und Mwashoti auf sich zukommen sah, ging er zur Seite und machte ihnen Platz, damit Sonje nicht f\u00e4lschlicherweise denken w\u00fcrde, er h\u00e4tte etwas B\u00f6ses gegen\u00fcber Mwashoti im Sinn, und ihn wegschubsen w\u00fcrde.<br \/>\nBeim Wasserloch nach der Milchf\u00fctterung war Quanza sehr hei\u00df, und sie ging ins Wasser, um sich abzuk\u00fchlen. Sie rollte sich ausgiebig im Matsch herum, um den ganzen K\u00f6rper mit einer dicken Schlammschicht zu bedecken, die sie den Nachmittag \u00fcber vor der hei\u00dfen Sonne sch\u00fctzen sollte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201662648-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza s\u00e4uft<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 27. September 2016<\/strong><br \/>\nIn seinem Gehege musste Faraja an seinen wilden Freund Ndugu denken, der letzte Woche die Herde besucht hatte. Faraja hatte kurz mit ihm gerangelt und erinnert sich gern daran. Als er heute aus seinem Gehege kam, ging er am Geb\u00fcsch entlang und versuchte, Ndugu zu finden. Er fand aber nur sehr gro\u00dfen Elefantendung auf dem Weg, sodass wir vermuten, dass Ndugu in der Nacht da gewesen war, wir ihn aber verpasst haben.<br \/>\nMurera kam nach der Milchf\u00fctterung zu den Babys und brachte Alamaya zum Wasserloch. Als die Keeper ihr Mittagessen beendet hatten, gingen die Waisen wieder zu den Chyulu-Bergen. Lima Lima f\u00fchrte die Gruppe an, um dort frische Zweige zum fressen zu finden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201662948-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja im Geb\u00fcsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 28. September 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen waren ziemlich ersch\u00f6pft, als sie heute das Schlammbad erreichten, nachdem sie den Gro\u00dfteil des Vormittags auf der Suche nach essbarer Vegetation gewesen waren. Als sie um den Umani-H\u00fcgel herum grasten, trafen sie auf eine B\u00fcffelherde und liefen in alle Richtungen auseinander, um den B\u00fcffeln zu entkommen. Alamaya hielt die Stellung und wollte die B\u00fcffel verscheuchen, unterst\u00fctzt von Zongoloni. Er stellte seine kleinen Ohren auf, um den B\u00fcffeln zu zeigen, wie gro\u00df und stark er ist. Jasiri, der \u00e4lteste Bulle bei uns, war zu feige, sich den B\u00fcffeln zu stellen und rannte zusammen mit Faraja und Ngasha eilig ins Geb\u00fcsch. Es dauerte eine Weile, bis die Keeper die drei Angsthasen aufgesp\u00fcrt hatten. Sie ruhten sich im Schatten eines Baumes aus, recht weit entfernt von der Stelle, an der sie auf die B\u00fcffelherde getroffen waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201663625-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen genie\u00dfen das Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 29. September 2016<\/strong><br \/>\nMwashoti und Alamaya gingen heute in Begleitung von Murera und Sonje in den Wald hinaus. Ziwa versuchte, einen Blick auf Mwashoti zu werfen, wurde aber von Murera daran gehindert, die ihn zur Seite schob. Quanza ging Ziwa hinterher, weil sie bef\u00fcrchtete, dass er den Kleinen \u00e4rgern wollte.<br \/>\nBei der Milchf\u00fctterung \u00fcberraschte Quanza die Keeper, als sie zur F\u00fctterstelle gerannt kam. Sie dachte wohl, Lima Lima w\u00fcrde alles leeren, ehe sie ankam. Es war ein sehr hei\u00dfer Tag, sodass die Babys viel mit den Ohren wedelten, um sich abzuk\u00fchlen. Sie waren alle froh, zum Wasserloch zu kommen, wo sie eine tolle Zeit beim Schwimmen und Herumrollen hatten und sich ordentlich mit Schlamm bedeckten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201663945-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 30. September 2016<\/strong><br \/>\nHeute br\u00fcllte Alamaya laut auf, und es dauerte nicht lange, bis Sonje und Murera zur Stelle waren, um zu sehen, was das Problem war. Sie stellten fest, dass er ver\u00e4rgert war, weil Jasiri seinen Schwanzstumpf ber\u00fchrt hatte. Das mag Alamaya gar nicht, denn es erinnert ihn daran, was ihm die L\u00f6wen und Hy\u00e4nen angetan haben. Die Keeper beobachteten, wie Alamaya sich Jasiri gegen\u00fcber verhielt. Sonje scheuchte ihn sogleich weg, damit er nicht n\u00e4her an die Kleinen herankommen und sie \u00e4rgern konnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201664117-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya mit Murera und Sonje<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-september-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donnerstag, 1. September 2016 Der wilde Bulle namens Ndugu besuchte die Waisen letzte Nacht an den Stallungen. Er wollte sie wohl dazu einladen, ihn in den Wald zu begleiten, doch er sah, dass sie in ihren Gehegen waren und nicht mit ihm hinausgehen konnten. Er lie\u00df etwas Dung zur\u00fcck, den die Waisen am Morgen fanden. &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-september-2016\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eUmani Springs September 2016\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":8328,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[40,61,1],"tags":[],"class_list":["post-8327","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-tagebuch-der-keeper","category-umani","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8327","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8327"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8327\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8329,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8327\/revisions\/8329"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8328"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8327"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8327"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8327"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}