{"id":8420,"date":"2016-12-12T18:45:05","date_gmt":"2016-12-12T17:45:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=8420"},"modified":"2017-05-21T17:01:32","modified_gmt":"2017-05-21T16:01:32","slug":"die-rettung-des-von-einem-auto-angefahrenen-elefants-ajali-in-tsavo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-rettung-des-von-einem-auto-angefahrenen-elefants-ajali-in-tsavo\/","title":{"rendered":"Die Rettung des von einem Auto angefahrenen Elefants &#8218;Ajali&#8216; in Tsavo"},"content":{"rendered":"<p>Die Elefantenkuh, die wir Ajali genannt haben, wurde das erste Mal am 2. November beobachtet, nachdem sie auf der Schnellstra\u00dfe nach Mombasa von einem Auto angefahren worden war. Vermutlich ist das in der Nacht passiert, als ihre Herde die Stra\u00dfe \u00fcberquerte, um zur anderen Seite des Parks zu gelangen. Das Ungl\u00fcck geschah in der N\u00e4he der Tsavo-Br\u00fccke, wo es einen Durchgang f\u00fcr Elefanten in der neuen Bahnstrecke gibt. Bei dieser \u00dcberquerung, die wohl sehr dramatisch ablief, muss sie angefahren worden sein und dabei leider ihre Herde verloren haben.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Ajali bei der ersten Sichtung\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1117201685152-pic1.jpg\" alt=\"Ajali bei der ersten Sichtung\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Ajalis Verletzungen\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/11172016851-pic2.jpg\" alt=\"Ajalis Verletzungen\" border=\"0\" \/><\/center><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Fl\u00fcssigkeit tropft aus ihrem R\u00fcssel und Mund\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/11172016851-pic3.jpg\" alt=\"Fl\u00fcssigkeit tropft aus ihrem R\u00fcssel und Mund\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Ajali hat ihre Herde verloren\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/11172016851-pic4.jpg\" alt=\"Ajali hat ihre Herde verloren\" border=\"0\" \/><\/center>Wir h\u00f6rten von ihrem Schicksal, als einer der Mechaniker des DSWT auf der Stra\u00dfe nach Voi fuhr und den Elefanten in Not bemerkte. Er informierte sofort Dr. Poghon, den Chef der mobilen Tierarzteinheit des DSWT und KWS in Tsavo, der auch schon davon geh\u00f6rt hatte und bereits auf dem Weg war. Als das Team am Ort des Geschehens ankam, sch\u00e4tzten sie das Alter der Elefantenkuh auf sechs bis sieben Jahre. Sie konnte sich kaum bewegen, und aus ihrem R\u00fcssel und Mund tropfte Fl\u00fcssigkeit. Es wurde entschieden, sie zu bet\u00e4uben und genauer zu untersuchen. Dann sollte sie auf den LKW des DSWT geladen und zur besseren Beobachtung zu den Voi-Stallungen gebracht werden, wo sie auch etwas Futter bekommen konnte. Der Plan war aber gar nicht so leicht in die Tat umzusetzen, denn es ist nicht einfach, einen sechs Jahre alten Elefanten auf eine Ladefl\u00e4che zu hieven. Bald wurde klar, dass sie sich ein paar Rippen gebrochen hatte, und es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sie auch \u00fcble innere Verletzungen davongetragen hatte. Das Team kam auf die Idee, ein paar Arbeiter f\u00fcr den Eisenbahnbau aus dem chinesischen Depot herbeizuholen, und mit vereinten Kr\u00e4ften wurde das liegende Kalb auf den LKW geladen und die 60km zu den Stallungen in Voi gebracht. Dr. Poghon und einige DSWT-Keeper behielten sie w\u00e4hrend der Fahrt genau im Auge. Erst als sie sicher in einem Gehege an den Stallungen abgelegt worden war, gab Dr. Poghon ihr das Gegenmittel zu dem Narkotikum.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Ajali wird vor Ort untersucht\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/11172016857-pic2.jpg\" alt=\"Ajali wird vor Ort untersucht\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Ajali wird aufgeweckt\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1117201685728-pic1.jpg\" alt=\"Ajali wird aufgeweckt\" border=\"0\" \/><\/center>Zun\u00e4chst sah es nicht sehr gut aus f\u00fcr sie, denn sie hatte etliche Wunden, und wir wussten nicht, welche inneren Verletzungen sie noch hatte. Sie konnte aufstehen, doch obwohl sie von vielem frischen Gr\u00fcn vom Voi-Fluss, Luzernenheu und Zusatzfutter umgeben war, wollte sie nicht fressen. Sp\u00e4ter aber, als die abh\u00e4ngigen Waisen mit ihren Keepern nach Hause zur\u00fcckkehrten, wurde es schon besser; die Waisen verteilten sich um ihr Gehege herum und kollerten und redeten ihr beruhigend zu. Danach ging es ihr sichtlich besser, und sie begann zu fressen. Bis zum Morgen hatte sie alles vertilgt, was in ihrem Gehege bereitgelegt worden war.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Ajali scheut noch immer vor den Keepern zur\u00fcck\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1117201691-pic2.jpg\" alt=\"Ajali scheut noch immer vor den Keepern zur\u00fcck\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Ajali erholt sich in ihrem Gehege\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/111720169113-pic1.jpg\" alt=\"Ajali erholt sich in ihrem Gehege\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Ajali geht es wieder besser\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/11172016857-pic3.jpg\" alt=\"Ajali geht es wieder besser\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Ajali grast und erholt sich\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/11172016857-pic4.jpg\" alt=\"Ajali grast und erholt sich\" border=\"0\" \/><\/center>Das war ein gutes Zeichen und gab uns allen neue Hoffnung. Auch am n\u00e4chsten Tag fra\u00df sie gut und bekam immer wieder abwechslungsreiches und frisches Futter in ihr Gehege gebracht. Auch Wasser, weiche Erde und Schlamm konnte sie genie\u00dfen. Am folgenden Tag stand sie aber ganz still da, lie\u00df den Kopf h\u00e4ngen und es tropfte wieder Fl\u00fcssigkeit aus ihrem Mund. Dazu hatte sie wieder v\u00f6llig den Appetit verloren. Sie bekam weitere entz\u00fcndungshemmende Mittel gespritzt, und als die Schmerzen nachlie\u00dfen, bl\u00fchte sie wieder auf. Das war gl\u00fccklicherweise der letzte Tag, an dem es ihr schlecht ging. Seitdem frisst sie gut, hat sich beruhigt, und der Heilungsprozess schreitet voran. Wir sind zuversichtlich, dass sie mit all der F\u00fcrsorge, die sie erh\u00e4lt, endg\u00fcltig \u00fcber den Berg kommt. Und da sich bei Elefanten ja immer wieder wundersame Dinge ereignen, findet sie wom\u00f6glich sogar eines Tages ihre Familie wieder, wenn sie kr\u00e4ftig und gesund genug ist, dass sie aus dem Gehege kommen und sich den Waisen drau\u00dfen im Tsavo Nationalpark anschlie\u00dfen kann.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Ajali geht es wieder gut\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/11172016857-pic5.jpg\" alt=\"Ajali geht es wieder gut\" border=\"0\" \/><\/center><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/updates\/updates.asp?ID=973\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-rettung-des-von-einem-auto-angefahrenen-elefants-ajali-in-tsavo\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Elefantenkuh, die wir Ajali genannt haben, wurde das erste Mal am 2. 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