{"id":845,"date":"2009-06-10T20:56:45","date_gmt":"2009-06-10T19:56:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=845"},"modified":"2009-06-14T12:50:35","modified_gmt":"2009-06-14T11:50:35","slug":"newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-mai","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-mai\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im Mai"},"content":{"rendered":"<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe<\/b>  <\/p>\n<p>Der Tod vieler Elefanten, bedingt durch die gegenw\u00e4rtig extreme Trockenheit und die rapide ansteigende Wilderei im ganzen Land ist ein sehr alarmierender Trend und schlichtweg ein Fakt, der von den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden sehr ernst genommen werden sollte. In diesem Monat wurden mindestens drei tote junge Elefanten in der Region Milgis gefunden, die Rettung eines anderen Waisen am 3. Mai musste abgebrochen werden, weil das Baby starb, noch bevor das Flugzeug landen konnte. Etwas vorher nie Dagewesenes passierte am 12. Mai nun gleich ein weiteres Mal &#8211; ein Elefantenk\u00e4lbchen starb, noch ehe es gerettet werden konnte. Zum Gl\u00fcck gelang die Rettung von drei weiteren Babys, so dass die Zahl der Sch\u00fctzlinge in der Nairobi-Nursery auf rekordverd\u00e4chtige 18 anstieg.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/06\/mawenzi-playing.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" height=\"244\" alt=\"Mawenzi playing\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/06\/mawenzi-playing-thumb.jpg\" width=\"164\" border=\"0\"\/><\/a> <\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p>Am 16. Mai wurde (dank der Samburu-Gemeinde und dem Milgis Trust) ein drei Monate altes Weibchen gerettet, und am 22. fand man einen sechs Monate alten Bullen allein in der N\u00e4he des Chyulu-Tores am Eingang des Tsavo-West-Nationalparks. Beide wurden in die Nursery gebracht. Der kleine Bulle trug einige Bisswunden, die ihm wahrscheinlich eine Hy\u00e4ne zugef\u00fcgt hatte. Alles, was von seinem Schwanz noch \u00fcbrig war, war ein kleiner Stummel, sein Ges\u00e4\u00df war mit Zahnabdr\u00fccken \u00fcbers\u00e4t, an beiden Ohren waren zwei gro\u00dfe St\u00fccke herausgebissen und auch an seinem Hinterbein sa\u00df eine tiefe Bisswunde. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Familie dieses K\u00e4lbchen Wilderern in die H\u00e4nde gefallen war, die in dieser Gegend sehr aktiv sind. Am 30. Mai wurde ein nur f\u00fcnf Wochen altes Weibchen in der Region Kalama (Samburu-Land) bei Archer\u2019s Post geborgen. Sie war fr\u00fch morgens von Samburu-Stammesangeh\u00f6rigen gefunden worden, nachdem sie in den als Likwasi-Oibor-Brunnen (\u201eder wei\u00dfe Brunnen\u201c) gefallen war. Das K\u00e4lbchen kam in guter k\u00f6rperlicher Verfassung bei uns an und traf bereits am gleichen Nachmittag die anderen Waisen &#8211; sie sehnte sich offenbar sehr nach der Gesellschaft von Artgenossen. Wir haben sie \u201e<b>Kalama<\/b>\u201c genannt, nach dem Ort, an dem sie gefunden wurde.  <\/p>\n<p>Der Rettungsversuch des Elefantenbabys in Milgis war sehr dramatisch. Nachdem einer der Stammes\u00e4ltesten von einem Elefantenbaby berichtete, das 3 Meter tief in einen Brunnen gefallen war, machten sich ein paar mitf\u00fchlende Samburu im Landrover des Milgis Trust auf den Weg zum Ungl\u00fccksort. Einige Stunden sp\u00e4ter warfen sie eine Seilschlinge um die Brust des K\u00e4lbchens, das sich am Boden des Brunnens verzweifelt zu befreien versuchte. Nachdem es den M\u00e4nnern gelungen war, das Baby heraufzuziehen, gaben sie ihm Wasser und rehydrierende Fl\u00fcssigkeit. Zwei der Samburu blieben bei ihm, w\u00e4hrend sich die anderen aufmachten, die Gegend nach einer wilden Herde auszukundschaften, in der sich vielleicht die Mutter des K\u00e4lbchens aufhielt. Bis zum Anbruch der Nacht konnte jedoch keine Elefantenherde ausfindig gemacht werden, so dass die Retter ihr Lager f\u00fcr eine sehr lange und ungem\u00fctliche Nachtwache aufschlugen. Sie hofften, dass die Mutter auf das Br\u00fcllen ihres Babys reagieren und zur\u00fcckkommen w\u00fcrde. Zwei der M\u00e4nner hatten sich &#8211; strategisch klug &#8211; ganz in der N\u00e4he des K\u00e4lbchens versteckt, w\u00e4hrend die anderen sie durch ihre Ferngl\u00e4ser von einem Felsen beobachteten. Lediglich zwei Bullen kamen in der Nacht vorbei, ohne sich jedoch n\u00e4her mit dem K\u00e4lbchen zu besch\u00e4ftigen. Bei Tagesanbruch verst\u00e4ndigte man uns in Nairobi, dass ein Rettungsflugzeug ben\u00f6tigt w\u00fcrde, da das K\u00e4lbchen erst drei Monate alt sei und jetzt dringend Milch brauchte. Die Retter begleiteten das K\u00e4lbchen bis zur n\u00e4chsten Landebahn, wo sie ersch\u00f6pft einschlief und sp\u00e4ter in die Nairobi-Nursery ausgeflogen wurde. Ihre Retter baten uns, sie \u201e<b>Kudup<\/b>\u201c zu nennen, und mit Sicherheit werden sie ihre weitere Entwicklung \u00fcber unsere Website verfolgen.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/06\/nchan-aden.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" height=\"164\" alt=\"Nchan &amp; Aden\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/06\/nchan-aden-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Der Milgis Trust hat in der Region Wunder vollbracht! Die ganze Gemeinschaft hat sich mittlerweile dem Naturschutz verschrieben und uns &#8211; trotz einiger merkw\u00fcrdiger und unlogischer Weisungen des KWS &#8211; ihre Zusammenarbeit versichert. Wenn ein Elefantenbaby zur Waise wird, h\u00e4ngt sein Leben schnell am seidenen Faden und jeder Moment z\u00e4hlt.  <\/p>\n<p>Jeder Elefant ist anders, so wie auch alle Menschen verschieden sind, und jedes Individuum, egal welcher (Tier-)Art, hat ein Recht auf Mitgef\u00fchl &#8211; ganz besonders von der Beh\u00f6rde, die zu ihrem Schutz und ihre Erhaltung f\u00fcr k\u00fcnftigen Generationen ins Amt berufen wurde.  <\/p>\n<p>\u201c<b>Kudup<\/b>\u201c war von Anfang an verr\u00fcckt nach schlammigem Wasser, sie warf sich in jede Pf\u00fctze und saugte so viel Dreckbr\u00fche auf, wie sie nur konnte. Das war der Erholung ihres gestressten Magens nat\u00fcrlich nicht sehr zutr\u00e4glich! Es schien, als ob sie noch nie zuvor Wasser gesehen hatte, was nat\u00fcrlich der Fall sein k\u00f6nnte, denn die Region Laikipia hat gerade eine sehr strenge Trockenzeit durchgemacht. Obwohl sie aus einem Brunnen gerettet wurde, glauben wir, dass er trocken lag.  <\/p>\n<p>Der verletzte Baby-Bulle wurde von der Landebahn in Kilaguni im Tsavo-West-Nationalpark in die Nursery geflogen, nachdem der Trust durch den KWS-Mitarbeiter in der Kilaguni Lodge benachrichtigt worden war. Obwohl er bereits ein halbes Jahr alt war, schien er erstaunlicherweise gl\u00fccklich \u00fcber seine Rettung und wurde \u00fcberhaupt nicht aggressiv- im Gegenteil, gierig nach Milch saugte er unaufh\u00f6rlich an den Fingern der Keeper. Er kam kurz nach Einbruch der Dunkelheit am 22. Mai in der Nursery an, und im Licht einer Taschenlampe wurden seine Wunden gereinigt und er bekam Fl\u00fcssigkeit zur Rehydrierung und Milch gef\u00fcttert, bevor er im abgeteilten Stall neben <b>Tassia<\/b> untergebracht wurde.  <\/p>\n<p>Wir machten uns gro\u00dfe Sorgen, als <b>Dida<\/b>, eines der \u00e4lteren Babys in der Nursery, pl\u00f6tzlich v\u00f6llig teilnahmslos wurde, nichts mehr fressen wollten und zudem noch Blutspuren im Urin entdeckt wurden. Nach einer langen Behandlung mit dem Antibiotikum Nuroclav<sup>-\u00ae<\/sup> (einer Kombination aus dem Breitspektrumpenicillin Amoxicillin und Clavulans\u00e4ure, die bestimmte Resistenzen inaktiviert) und alternativen Heilmitteln ging es ihr allerdings wieder besser. <b>Dida<\/b> war lange Zeit ein Sorgenkind und hat offenbar schon l\u00e4nger mit einer Niereninfektion gek\u00e4mpft. Am Monatsende war sie allerdings schon wieder fit. Danach bemerkten wir bei <b>Kibo<\/b>, einem der Waisen, die in einen Brunnen gefallen waren, Ausfluss aus dem R\u00fcssel. Solche Anzeichen nehmen wir sehr ernst, weil sie oft Vorboten einer Lungenentz\u00fcndung sind. Da er schon einmal mit Nuroclav<sup>-\u00ae<\/sup> behandelt wurde, bekam er f\u00fcr drei Tage ein anderes Antibiotikum. Sein R\u00fcssel ist immer noch ein bisschen feucht, aber er scheint sich besser zu f\u00fchlen und nimmt auch wieder an Gewicht zu. Wir hoffen, dass sein Immunsystem inzwischen stark genug ist, eine Atemwegsinfektion selbst zu bew\u00e4ltigen, aber bis zum 3. Geburtstag eines Baby-Elefanten k\u00f6nnen auch die kleinsten Erkrankungen kritisch bis t\u00f6dlich verlaufen &#8211; das haben wir in der Vergangenheit leider lernen m\u00fcssen.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/06\/tassia-mawenzi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" height=\"244\" alt=\"Tassia &amp; Mawenzi\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/06\/tassia-mawenzi-thumb.jpg\" width=\"164\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Die Unterbringung von 18 Elefantenwaisen erforderte einige Logistik: die St\u00e4lle wurden vor\u00fcbergehend mit Holzpf\u00e4hlen abgeteilt, so dass doppelt so viele Babys darin Platz fanden. In Reserve haben wir noch den gro\u00dfen Stall, der bis vor Kurzem mit <b>Lesanju<\/b>, <b>Lempaute<\/b> und <b>Sinya<\/b> besetzt war. Es kann aber auch sein, dass wir kurzfristig noch ein paar Unterk\u00fcnfte bauen m\u00fcssen, wenn die Zahl der Neuank\u00f6mmlinge weiter ansteigt.  <\/p>\n<p><b>Kenia<\/b> und <b>Dida<\/b> sind nach dem Umzug von <b>Lesanju<\/b>, <b>Sinya<\/b> und <b>Lempaute<\/b> jetzt die hauptverantwortlichen Mini-Leitk\u00fche in der Nursery. Da die Gruppe inzwischen so gro\u00df geworden ist, mit so vielen Winzlingen, die sich nicht immer benehmen, wurde der \u00dcbersicht halber entschieden, die Gruppe in zwei aufzuteilen. <b>Kenia<\/b> und <b>Dida<\/b> waren nun die Anf\u00fchrer der \u00c4lteren, also <b>Kilaguni<\/b>, <b>Kimana<\/b>, <b>Taveta<\/b>, <b>Shira<\/b>, <b>Tassia<\/b>, <b>Ndii<\/b>, <b>Mawenzi<\/b> und <b>Bhaawa<\/b> (der besonders an <b>Kenia<\/b> h\u00e4ngt). Die kleineren Babys wie <b>Sabachi<\/b>, <b>Kibo<\/b>, <b>Isiolo<\/b>, <b>Nchan<\/b>, <b>Olkeju<\/b>, <b>Kudup<\/b> und <b>Kalama<\/b> blieben in der Obhut von <b>Suguta<\/b>, die selbst erst im zarten Alter von einem Jahr ist. Allerdings hat sie schon jetzt das Talent und die Ambitionen, sp\u00e4ter eine sehr kompetente und liebevolle Mini-Matriarchin zu werden.  <\/p>\n<p>Alle Neuank\u00f6mmlinge hatten sich bis zum Monatsende gut eingelebt und erholt. Nur der kleine <b>Olkeju<\/b> ist noch sehr abgemagert; sein Gesicht ist v\u00f6llig eingefallen und seine Wangenknochen stehen weit hervor. <b>Nchan<\/b>, <b>Isiolo<\/b> und <b>Bhaawa<\/b> haben gut zugenommen, und auch <b>Tassia<\/b> und <b>Shira<\/b> wachsen und gedeihen. <b>Kilagunis<\/b> Verletzungen (von der Hy\u00e4ne) verheilen, sein Magen hat sich nach dem turbulenten Auftakt beruhigt, und er frisst gut, so dass wir denken, dass er \u00fcber den Berg ist. <b>Shiras<\/b> R\u00fccken heilt ebenfalls gut, und die abgestorbenen Hautreste sch\u00e4len sich unter der nachwachsenden Gewebeschicht langsam ab. Die schweren Sch\u00fcrfwunden hatte sie sich beim Fall in einen Brunnen aus Sepiolith-Gestein am Fu\u00dfe des Mt. Kilimandscharo zugezogen. <b>Kudup<\/b> ist bereits sehr gut erzogen und kommt immer sofort, wenn man sie ruft.  <\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Voi-Gruppe: Mai 2009<\/b>  <\/p>\n<p>F\u00fcr <b>Lesanju<\/b>, <b>Lempaute<\/b>, <b>Shimba<\/b>, <b>Wasessa<\/b>, <b>Siria<\/b>, <b>Sinya<\/b> und <b>Mzima<\/b>, die jetzt in Voi leben, war es ein sehr aufregender Monat. <b>Wasessa<\/b>, die schon \u00e4lter als die anderen war, als sie verwaiste, und die obendrein noch aus dieser Region stammt, ist am neugierigsten auf die wilden Herden. Ohne zu Z\u00f6gern st\u00fcrmt sie auf die wilden Artgenossen zu, um sie zu gr\u00fc\u00dfen, w\u00e4hrend die anderen sich noch ein wenig in Zur\u00fcckhaltung \u00fcben. Am 5. Mai, beim Weiden im Busch, trafen die Waisen auf eine wilde Herde und <b>Wasessa<\/b> verbrachte viel Zeit mit dem K\u00e4lbchen der Gruppe. Das versuchte sogar, an ihrem Ohr zu saugen &#8211; eine sehr vertraute Geste. Es ist sogar m\u00f6glich, dass <b>Wasessa<\/b> diese wilde Gruppe von fr\u00fcher kennt. Dank ihrer Ausgelassenheit fassten sich auch die anderen Voi-Waisen ein Herz, lie\u00dfen ihre Keeper zur\u00fcck und beobachteten das Geschehen &#8211; allerdings nur aus sicherem Sicherheitsabstand. <b>Lesanju<\/b> hatte irgendwann genug und kehrte zu den Keepern zur\u00fcck, gefolgt von allen anderen au\u00dfer <b>Wasessa<\/b>, die lieber bei ihren wilden Freunden blieb. Sie schien sich in der wilden Gruppe so wohl zu f\u00fchlen, dass die Keeper schon Angst hatten, sie w\u00fcrde schon jetzt f\u00fcr immer bei ihnen bleiben.  <\/p>\n<p>&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/06\/mzima-mud-bathing-4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" height=\"184\" alt=\"Mzima mud bathing (4)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/06\/mzima-mud-bathing-4-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Die Keeper begleiteten den Rest der Waisen-Gruppe zur Mittags-Milchmahlzeit und danach zum Schlammbad, und als sie dort ankamen, war <b>Wasessa<\/b> zur Freude von allen mit ihren wilden Freunden bereits dort und alle schienen sich wunderbar zu am\u00fcsieren. Als die wilde Herde schlie\u00dflich abr\u00fcckte, erinnerte sich <b>Wasessa<\/b> nun doch an ihre Keeper und holte sich ihre Milchration ab. Den Nachmittag verbrachte sie dann mit ihrer Waisengruppe beim Fressen, bis es abends Zeit war, zum Nachtlager zur\u00fcckzugehen.  <\/p>\n<p>Nicht nur einmal kamen in diesem Monat wilde Elefanten zum Saufen an die Stalltr\u00e4nke. Am sp\u00e4ten Nachmittag des 8. Mai wurden sie von den Waisen entdeckt, die alle ihre R\u00fcssel in die Luft hoben und die wilden Artgenossen in der N\u00e4he der St\u00e4lle witterten. <b>Wasessa<\/b> rannte wieder auf und davon um die Herde zu begr\u00fc\u00dfen, kam dann aber zur\u00fcck, um mit den anderen ihre Milch zu trinken. Nur ein paar Tage sp\u00e4ter, am 14. Mai, als die Waisen bereits ihre Schlafpl\u00e4tze eingenommen hatten, kam eine andere wilde Gruppe, und alle gr\u00fc\u00dften sich mit Kollern und Trompeten &#8211; <b>Mzima<\/b> schrie sogar vor Aufregung!  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/06\/mzima-milk-feeding.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" height=\"184\" alt=\"Mzima milk feeding\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/06\/mzima-milk-feeding-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Der 11. Mai war ein ganz besonderer Tag, denn sp\u00e4t am Abend, nach langer Zeit in der wilden Elefantengemeinschaft Tsavos , kam <b>Natumi<\/b> mit ihrer Gruppe ins Voi-Camp zur\u00fcck. Das letzte Mal wurden sie im Mai 2008 gesehen, also vor einem ganzen Jahr! Offenbar freuten sie sich \u00fcber die Neuzug\u00e4nge in ihren alten St\u00e4llen. <b>Solango<\/b> st\u00fcrmte herbei, um sie zu begr\u00fc\u00dfen, aber die J\u00fcngsten hatten weitaus wichtigere Dinge im Kopf &#8211; n\u00e4mlich ihre Milch!  <\/p>\n<p><b>Natumis<\/b> Gruppe kam auch am n\u00e4chsten Tag wieder, als die J\u00fcngeren schon auf dem Weg in den Busch waren. Den diensthabenden Keepern fiel auf, dass <b>Natumi<\/b> und <b>Lolokwe<\/b> sich nicht sehr wohl zu f\u00fchlen schienen, und sie entdeckten auff\u00e4llige Schwellungen an ihren K\u00f6rpern. Der Tierarzt wurde hinzugeholt, die beiden Ex-Waisen wurden sediert und dann konnten die Schwellungen in Ruhe untersucht werden. Offensichtlich handelte es sich um Pfeilspitzen. Eine befand sich an <b>Natumis<\/b> H\u00fcfte, die andere an ihrer H\u00fcfte. <b>Lolokwe<\/b> hatte eine im Ges\u00e4\u00dfmuskel. Die Pfeilspitzen waren zum Gl\u00fcck nicht mit Akokanthera-Gift eingeschmiert und wurden entfernt, die Wunden gereinigt und versorgt. Anschlie\u00dfend wurden die beiden Waisen mit einem Antidot wieder aufgeweckt und trotteten wenig sp\u00e4ter wieder zum Rest ihrer Gruppe, die schon auf sie wartete.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/06\/orphns-taking-a-bathe-46.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" height=\"184\" alt=\"Orphns taking a bathe (46)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/06\/orphns-taking-a-bathe-46-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Es soll betont werden, dass das Problem unserer ausgewilderten Ex-Waisen gegenw\u00e4rtig die gesamte Elefantenpopulation betrifft, der sie inzwischen angeh\u00f6ren. Die Tsavo-Population ist von Volksst\u00e4mmen umgeben, die ihnen \u00fcberhaupt nicht freundlich gesonnen sind und ihre traditionellen Wanderrouten besiedelt haben. Unsere Waisen haben zumindest die M\u00f6glichkeit, zu uns zur\u00fcckzukehren, wann immer sie m\u00f6gen oder sie Hilfe brauchen. Ihre wilden Artgenossen dagegen haben leider nicht so viel Gl\u00fcck und bekommen die Feindseligkeit der Menschen fast t\u00e4glich zu sp\u00fcren. Mal sind es vergiftete Pfeilspitzen, ein anderes Mal sind es Schlingfallen. Den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden scheint allerdings in keinster Weise bewusst zu sein, welche Ausma\u00dfe die Jagd auf Kenias unersetzliches Naturerbe angenommen hat. Zumindest zieht man es vor, zu schweigen und die schlechten Nachrichten vor der \u00c3\u2013ffentlichkeit zu verbergen.  <\/p>\n<p><b>Natumi<\/b> kam am 16. Mai sehr fr\u00fch morgens mit ihrer Gruppe an die Stallung und begr\u00fc\u00dfte die Waisen, als sie aus ihren Nachtlagern kamen. \u00dcberall h\u00f6rte man gl\u00fcckseliges Kollern, Trompeten und Schreie als <b>Wasessa<\/b> herbei st\u00fcrmte, um alle willkommen zu hei\u00dfen. <b>Lesanju<\/b>, <b>Lempaute<\/b>, <b>Shimba<\/b>, <b>Siria<\/b> und <b>Mzima<\/b> hingegen hielten sich eher zur\u00fcck, stimmten schlie\u00dflich aber doch in den fr\u00f6hlichen Reigen ein. Die ganze Gruppe spielte f\u00fcr eine Weile auf dem Stallgel\u00e4nde, bis die Keeper die J\u00fcngsten zusammenriefen, weil es Zeit war, zum Fressen in den Park zu starten. <b>Natumis<\/b> Gruppe begleitete die Babys bis zum Spring Gate und machte sich anschlie\u00dfend auf den R\u00fcckweg nach Mazinga Hill. Die J\u00fcngsten waren zu diesem Zeitpunkt so aufgeregt und rannten den H\u00fcgel hinunter, dass sie gar nicht bemerkten, wie sich <b>Natumis<\/b> Gruppe abseilte.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/06\/wasesa-scratching-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" height=\"164\" alt=\"Wasesa scratching (1)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/06\/wasesa-scratching-1-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Am 17. Mai, w\u00e4hrend einer Routinepatrouille in ihrem kleinen Suzuki und auf der Suche nach <b>Natumis<\/b> Gruppe, stie\u00dfen die Keeper \u00fcberraschend auf <b>Emily<\/b> und all die anderen Waisen (inklusive <b>Natumis<\/b> Gruppe) zwischen vielen wilden Herden. Sie alle grasten auf der Ngutuni Ranch, wo die Vegetation noch sehr \u00fcppig ist. (Diese Ranch scheint bei unseren Ex-Waisen und den wilden Elefanten sehr beliebt zu sein.) <b>Emily<\/b> paarte sich gerade mit einem riesigen wilden Bullen. Der wiederum protestierte lautstark gegen die Anwesenheit des Suzukis, als die Keeper etwas n\u00e4her an die Gruppe fuhren, um <b>Emilys<\/b> Baby <b>Eve<\/b> zu finden. Als sie sich mit dem Auto durch das Dickicht k\u00e4mpften, sahen sie <b>Edie<\/b>, die ebenfalls ein neugeborenes Elefantenm\u00e4dchen bei sich hatte (wir nannten sie \u201e<b>Ella<\/b>\u201c und offenbar ist sie Anfang Mai geboren). <b>Edie<\/b> ist mit erst 10 Jahren eine sehr junge Mutter &#8211; so wie damals <b>Malaika<\/b>, die w\u00e4hrend der Geburt gestorben ist, weil ihr Kalb einfach zu gro\u00df f\u00fcr sie war. <b>Mweya<\/b> k\u00fcmmerte sich r\u00fchrend um <b>Edies<\/b> Baby, streichelte es mit ihrem R\u00fcssel und folgte ihm auf Schritt und Tritt. Offenbar ist sie das oberste Kinderm\u00e4dchen der kleinen <b>Ella<\/b>. Baby \u201e<b>Eve<\/b>\u201c war auch ganz in der N\u00e4he und wurde von <b>Sweet Sally<\/b> und <b>Vita<\/b> beaufsichtigt, w\u00e4hrend <b>Emily<\/b> anderweitig besch\u00e4ftigt war. Alle Waisen freuten sich, ihre Keeper wiederzusehen und umringten sie neugierig, w\u00e4hrend sich ihre wilden Freunde zur\u00fcckzogen.  <\/p>\n<p>Sp\u00e4ter, als wir die Fotos der Waisen genauer betrachteten, fiel uns auf, das <b>Laikipia<\/b> (inzwischen 10 Jahre alt), eine Schwellung an seinem Bein hatte, die aussah, als r\u00fchrte sie von einer Drahtschlinge. Unsere tiermedizinische Einheit begleitete die Keeper am n\u00e4chsten Tag und fand die Waisen in Ngutuni zwischen vielen wilden Elefanten. Es gelang ihnen, <b>Laikipia<\/b> ausfindig zu machen und sein Bein zu untersuchen. Offenbar hatte sich eine Schlingfalle darum gewickelt, die sich aber von selbst wieder gel\u00f6st haben muss und nur eine Druckstelle hinterlassen hat.  <\/p>\n<p>Am 22. Mai, auf einem anderen Streifgang, trafen die Keeper auf <b>Lissa<\/b> und ihre drei K\u00e4lbchen <b>Lara<\/b>, <b>Lali<\/b> und <b>Lugard<\/b>. Mit von der Partie waren auch <b>Mpenzi<\/b>, ihr in der Wildnis geborenes Baby \u201e<b>Asante<\/b>\u201c und <b>Uaso<\/b>. Auch sie waren mit einer wilden Herde unterwegs. <b>Lugard<\/b> hatte einen Sonnenbrand am Ohr, aber ansonsten machten alle einen gl\u00fccklichen Eindruck und <b>Mpenzis<\/b> Baby spielte mit einem gleichaltrigen wilden Artgenossen.  <\/p>\n<p>Die sieben Neuzug\u00e4nge in Voi haben sich also gut eingelebt und werden von <b>Wasessa<\/b>, die au\u00dferordentlich aufgeschlossen ist, immer wieder mit wilden Herden in Kontakt gebracht. <b>Siria<\/b> und <b>Mzima<\/b> k\u00f6nnten sich m\u00f6glicherweise wie <b>Wasessa<\/b> noch an ihre fr\u00fche Kindheit in der Wildnis erinnern. <b>Lesanju<\/b>, <b>Lempaute<\/b> und <b>Shimba<\/b> haben ihre Familien allerdings schon sehr fr\u00fch verloren und sind wahrscheinlich deshalb noch ein wenig unsicher im Umgang mit den riesigen, wilden Fremden! Aber trotzdem scheinen sie <b>Wasessas<\/b> Wink inzwischen zu verstehen und kommen immer h\u00e4ufiger mit wilden Elefanten in Kontakt.  <\/p>\n<p>In diesem Monat kamen einige wilde Herden zum Saufen an die Voi-St\u00e4lle, meistens erst am Abend, wenn die Waisen bereits im Stall waren. Eine Gruppe kam am 28. Mai, blieb lange Zeit und schien sich mit unseren Waisen zu \u201eunterhalten\u201c. Jedenfalls lie\u00dfen sie sich \u00fcberhaupt nicht von den Keepern st\u00f6ren, die sich ganz in der N\u00e4he aufhielten.  <\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Ithumba-Gruppe: Mai 2009<\/b>  <\/p>\n<p>Das Ithumba-Tagebuch ist in diesem Monat besonders interessant. Alle Waisen, die inzwischen ohne die Keeper auskommen, wandern jetzt immer in zwei Gruppen, eine wird von <b>Wendi<\/b> angef\u00fchrt und die andere von <b>Yatta<\/b>. Trotzdem wechseln die einzelnen Mitglieder immer wieder die Lager; offenbar sehen sich die Waisen alle als gro\u00dfe \u201eFamilie\u201c und bleiben immer in Verbindung, egal wo sie sich aufhalten. Einige Male waren sie auch gemeinsam unterwegs, w\u00e4hrend die Keeper mit den j\u00fcngeren Waisen abends zu den Stallungen heimkehrten. Dann werden sie entweder von <b>Wendis<\/b> oder <b>Yattas<\/b> Gruppe oder sogar von allen begleiten, nicht selten sind auch wilde Elefanten mit von der Partie. Sobald sich die Kleinsten dann in ihren Nachtlagern eingerichtet haben, machen sich die \u00c4lteren wieder auf den Weg. Wir empfehlen allen Paten, in diesem Monat die Tagebuchaufzeichnungen aus Ithumba zu lesen. Sie zeigen sehr anschaulich, wie die Elefanten miteinander kommunizieren, wie sie f\u00fcreinander Verantwortung \u00fcbernehmen, sich umeinander k\u00fcmmern und wie klug sie sind. Au\u00dferdem illustrieren sie die besondere Beziehung, die die Ithumba-Waisen sowohl miteinander als auch mit ihren Keepern haben.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/06\/challa-plays-in-water-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" height=\"184\" alt=\"challa plays in water (1)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/06\/challa-plays-in-water-1-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p><b>Yattas<\/b> Gruppe hatte in diesem Monat einen Neuzugang, der mittlerweile fester Bestandteil der Herde ist und sich von den Keepern kaum noch beeindrucken l\u00e4sst. Er war in diesem Monat jeden Tag mit unseren Ex-Waisen zusammen und hat die Gruppe auch des \u00c3\u2013fteren angef\u00fchrt. Der wilde Neuling ist ein halbw\u00fcchsiger Bulle und etwa in der gleichen Gr\u00f6\u00dfe wie <b>Napasha<\/b> (ca. 7 Jahre alt). Es ist gut m\u00f6glich, dass er selbst auch ein Waise ist und sich daher unserem Trupp angeschlossen hat. Meistens ist er mit <b>Yatta<\/b> unterwegs, einmal sahen wir ihn allerdings auch mit <b>Wendis<\/b> Gruppe. Inzwischen haben ihn die Keeper schon als vollwertiges Mitglied unserer Herde Waisen anerkannt.  <\/p>\n<p><b>Wendi<\/b> wurde offensichtlich zur Leitkuh von <b>Yattas<\/b> Splittergruppe ernannt, der vor allem die J\u00fcngeren angeh\u00f6ren. Sie wurde vom Tag ihrer Geburt an mit der Hand aufgezogen, denn als sie bei uns ankam, war sie buchst\u00e4blich noch mit Mutterkuchen verschmiert. Ihr Leben konnte nur durch eine Infusion mit Elefanten-Blutplasma gerettet werden, das ihr zumindest eine Grundimmunit\u00e4t verschaffte, nachdem sie keine Kolostralmilch bekommen hatte. <b>Wendi<\/b> h\u00e4lt zu den j\u00fcngsten Waisen, die nach wie vor ihre Keeper brauchen, engen Kontakt. Bis auf wenige Ausnahmen, hat ihre Gruppe entweder schon fr\u00fch morgens vor den St\u00e4llen gewartet oder man traf sich sp\u00e4ter beim Grasen im Busch und verbrachte den ganzen Tag zusammen, beim Schlammbad bis zum Heimweg am Abend. Manchmal f\u00fchrt <b>Wendi<\/b> die Kleinen auch zu <b>Yattas<\/b> Gruppe der \u00c4lteren, die irgendwo im Busch mit Fressen besch\u00e4ftigt sind oder sich am Imenti-Wasserloch aufhalten, einem der Lieblingspl\u00e4tze unserer Waisen und der wilden Elefanten, wo sich unsere Waisen oft mit wilden Artgenossen treffen. Aber ebenso wie <b>Wendi<\/b>, k\u00fcmmert sich auch <b>Yatta<\/b> um die J\u00fcngsten. In der ersten H\u00e4lfte dieses Monats waren sie und ihre Gruppe allerdings verschwunden und verbrachten ihre Zeit wohl lieber mit ihren wilden Freunden. Wenn die Keeper wilde Elefanten bei <b>Yattas<\/b> Gruppe sehen, und das kommt oft vor und meist sind es Bullen, dann halten sie sicheren Abstand zur Herde. Auch <b>Wendis<\/b> Gruppe wird manchmal von wilden Elefanten begleitet, so dass wir also sicher sein k\u00f6nnen, dass unsere Waisen inzwischen vollst\u00e4ndig in die wilde Elefantengemeinschaft im Norden integriert sind.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/06\/ndomot-soil-bathing.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px\" height=\"184\" alt=\"ndomot soil bathing\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/06\/ndomot-soil-bathing-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>\u201cSt\u00e4ndige Mitglieder\u201c in <b>Wendis<\/b> Splittergruppe sind <b>Sunyei<\/b>, <b>Ndomot<\/b>, <b>Madiba<\/b>, <b>Napasha<\/b>, <b>Tomboi<\/b> und <b>Galana<\/b>. Manchmal sind aber auch Waisen aus <b>Yattas<\/b> Gruppe mit dabei. In diesem Monat verbrachten <b>Nasalot<\/b> und <b>Taita<\/b> einen ganzen Tag mit ihnen und kehrten erst abends zu <b>Yatta<\/b> zur\u00fcck, nachdem sie die J\u00fcngeren an den Stallungen abgeliefert hatten. Ein anderes Mal waren es <b>Kinna<\/b> und <b>Selengai<\/b>. Es ist ganz offensichtlich, dass alle Waisen untereinander immer in Kontakt stehen und immer genau wissen, wer sich wo aufh\u00e4lt.  <\/p>\n<p>Die Stallungen werden von allen als Hauptanlaufstelle betrachtet &#8211; ein Ort, an dem sie sich sicher f\u00fchlen und an den sie sich zur\u00fcckziehen k\u00f6nnen, wenn sie vor der Hektik in der Herde f\u00fcr einen oder zwei Tage ein bisschen Ruhe suchen.  <\/p>\n<p>Ein ganz typisches Beispiel ist <b>Ol Malo<\/b>, <b>Yattas<\/b> Lieblingsbaby und buchst\u00e4blich ihr Schatten, die k\u00f6rperlich nie so robust war wie alle anderen in der Gruppe der \u00c4lteren. Offensichtlich waren ihr die Strecken zu weit und zu anstrengend, die die Gruppe in diesem Monat zur\u00fcckgelegt hatte, und so tauchte sie am Morgen des 26. Mai an den Stallungen auf. Nachdem sie den ganzen Tag mit den Kleinen und ihren Keepern verbracht hatte, folgte sie <b>Challa<\/b>, um ihm Gesellschaft zu leisten. W\u00e4hrend die anderen sich zum Grasen nach Ithumba Hill aufmachten, zog sich <b>Challa<\/b> langsam in Richtung Stallgel\u00e4nde zur\u00fcck. Als die Gruppe abends heimkam, gesellte er sich aber wieder zu ihnen. <b>Ol Malo<\/b> allerdings zog es vor, drau\u00dfen auf dem Gel\u00e4nde zu bleiben. Sie wich <b>Wendis<\/b> Gruppe, die ein wenig sp\u00e4ter ankam, nicht mehr von der Seite, und <b>Yatta<\/b>, die sp\u00e4ter ebenfalls noch kam, schon gar nicht. Als sich die \u00c4lteren sich gegen 22 Uhr wieder auf dem Weg in den Busch machten, blieb sie jedoch, und die Keeper dr\u00e4ngten sie in den Stall, damit sie vor den L\u00f6wen sicher war. Warum sie tags\u00fcber bei <b>Challa<\/b> bleiben wollte, ist ein R\u00e4tsel, denn schlie\u00dflich ist er ein sehr gesunder junger Bulle und mit Sicherheit kein Schw\u00e4chling, der Hilfe brauchte. Er und <b>Rapsu<\/b> sind dicke Freunde und seilen sich manchmal von der j\u00fcngeren Gruppe ab, um mit den \u00c4lteren mit zu wandern. Manchmal verbringen sie sogar die N\u00e4chte ausw\u00e4rts.  <\/p>\n<p><b>Sunyei<\/b> (ebenfalls in <b>Wendis<\/b> Gruppe) hat sich in diesem Monat auch etwas Zeit f\u00fcr sich genommen. Am 18. Mai kam sie allein zu den Stallungen und blieb tags\u00fcber zum Fressen ganz in der N\u00e4he. Sie traf sp\u00e4ter auf die J\u00fcngsten, die auf ihrem Weg nach drau\u00dfen waren, und machte sich sp\u00e4ter auf dem Weg zu <b>Yattas<\/b> Gruppe. Die war offensichtlich gerade auf dem Weg zum Saufen ins Stallgel\u00e4nde, denn <b>Sunyei<\/b> kam wenig sp\u00e4ter mit ihnen zur\u00fcck. Abends schloss sie sich <b>Wendis<\/b> Trupp wieder an.  <\/p>\n<p>Die Leitk\u00fche erlauben es ihren Sch\u00fctzlingen offenbar, zwischen den Gruppen hin- und herzupendeln, anderenfalls w\u00e4ren sie die ganze Zeit mit Suchen besch\u00e4ftigt, so wie es in der Vergangenheit der Fall war! Wir glauben, dass die Waisen nur ganz langsam lernen, den Infraschall zur Kommunikation einzusetzen, und dass das am besten in der Wildnis funktioniert. Jetzt, da die \u00e4lteren Waisen schon ein wenig Wildnis-Erfahrung haben, k\u00f6nnen sie mit ihren Leitk\u00fchen immer in Verbindung bleiben, wenn sie einmal eigene Wege gehen wollen. Am 17. Mai verbrachten <b>Sunyei<\/b> und <b>Madiba<\/b> den Morgen mit den Kleinen im Busch, und nach dem Schlammbad am Mittag kam nachmittags auch <b>Yatta<\/b> mit ihrer Gruppe ans Imenti-Wasserloch. Vorher hatte man sie ganz zwei Wochen nicht gesehen. Wendi <b>und<\/b> ihr Gefolge waren zu unserer \u00dcberraschung auch in <b>Yattas<\/b> Gruppe, ganz offenbar haben sie sich auf dem Weg zum Wasserloch getroffen.  <\/p>\n<p>Da sich <b>Wendi<\/b> mit ihrer Gruppe gemeinsam mit den Keepern jetzt um die Kleinsten k\u00fcmmert, bleibt <b>Yattas<\/b> Herde mehr Zeit, um weiter entlegene Regionen zu erkunden und den Kontakt zu wilden Elefanten zu pflegen. Zu Beginn des Monats Mai waren <b>Yatta<\/b> und ihre Gruppe wie vom Erdboden verschwunden. Als in der zweiten Monatsh\u00e4lfte die nat\u00fcrlichen Wasserl\u00f6cher wieder austrockneten, kamen sie aber zur\u00fcck, haupts\u00e4chlich zum Saufen in den Stallungen, aber auch, um die J\u00fcngeren zu besuchen. Mit ihnen und der Trockenheit kamen auch wieder mehr wilde Elefanten zum Saufen ans Imenti-Bohrloch, und diese Besuche werden in den n\u00e4chsten Wochen mit Sicherheit noch weiter zunehmen. Der Trust versucht inzwischen, eine Genehmigung f\u00fcr die Bohrung eines Reserve-Wasserloches zu bekommen, denn das Imenti-Bohrloch sichert auch die Trinkwasserversorgung unserer Mitarbeiter und der des KWS im Ithumba-Hauptquartiers. Der Trust verwaltet n\u00e4mlich nicht nur die Wasserversorgung aller Vierbeiner, sondern auch aller Zweibeiner in Ithumba.  <\/p>\n<p>Es passierte in diesem Monat einmal, dass sich ein paar der Kleinsten am Imenti-Wasserloch von der Gruppe stahlen und die Umgebung auf eigene Faust erkundeten. Als es abends Zeit war, den Heimweg anzutreten, kamen sie auf Rufen der Keeper aber wieder zur Gruppe zur\u00fcck. Ein paar andere wollten eines Tages bei <b>Yattas<\/b> Gruppe bleiben. Die brachte die Nachtschw\u00e4rmer nach 22 Uhr allerdings pers\u00f6nlich in die St\u00e4lle zur\u00fcck, und nachdem sie \u00fcberzeugt war, dass die Kleinen in Sicherheit waren, machte sie sich auf den R\u00fcckweg. Am 22. Mai hatten es die Waisen am Morgen sehr eilig, ihre Nachtlager zu verlassen. Sie machten nicht einmal Halt zum Saufen, was sehr ungew\u00f6hnlich war, sondern liefen direkt zum Imenti-Wasserloch. Dort warteten sowohl <b>Wendis<\/b> als auch <b>Yattas<\/b> Gruppe bereits auf sie. Da es sehr ungew\u00f6hnlich ist, dass sie so \u00fcberst\u00fcrzt die St\u00e4lle verlassen, gehen wir davon aus, dass sie von den \u00e4lteren Elefanten vorher per Infraschall gerufen wurden. An diesem Tag grasten alle zusammen bis zum Abend, als zus\u00e4tzlich noch vier wilde Bullen hinzukamen, die sie sp\u00e4ter auch nach Hause zur\u00fcck begleiteten. Die Keeper hielten nat\u00fcrlich gen\u00fcgend Abstand zur Herde.  <\/p>\n<p>Das hiesige kleine Rudel Wildhunde kam in diesem Monat zwei Mal zum Saufen an die Stalltr\u00e4nke, einmal waren es vier und das zweite Mal drei von ihnen. <\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-mai\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe Der Tod vieler Elefanten, bedingt durch die gegenw\u00e4rtig extreme Trockenheit und die rapide ansteigende Wilderei im ganzen Land ist ein sehr alarmierender Trend und schlichtweg ein Fakt, der von den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden sehr ernst genommen werden sollte. 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