{"id":8455,"date":"2017-01-06T11:46:05","date_gmt":"2017-01-06T10:46:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=8455"},"modified":"2017-01-06T11:46:05","modified_gmt":"2017-01-06T10:46:05","slug":"voi-november-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-november-2016\/","title":{"rendered":"Voi November 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 1. November 2016<\/strong><br \/>\nAm Morgen war es bew\u00f6lkt und es regnete ein wenig, als sich die Waisen zur Milchf\u00fctterung versammelten, bevor sie zu ihren geliebten Luzernenheupellets, Erg\u00e4nzungsfutter und Kopra gingen. Kurz darauf kamen Lesanju, Taveta, Tassia, Dabassa, Sinya und Kivuko an und leisteten ihnen beim Fressen Gesellschaft. Lempaute, Mzima und Layoni fehlten in der Gruppe. Nachdem sie gefressen hatten, stellte sich Mudanda dicht neben ihre ehemalige Adoptivmama Lesanju. Lesanju ist ein sanftm\u00fctiger und freundlicher Elefant, und so graste Mudanda heute noch ein wenig mit ihr zusammen. Als sie in den Weidegr\u00fcnden waren, f\u00fchrte allerdings Kenia ihre Herde von den Ex-Waisen weg, die weiter in den Park hinein gingen, um zu grasen. Die beiden Herden trafen sich dann heute nicht noch einmal.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12920165115-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lentili genie\u00dft das Schlammbad<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 2. November 2016<\/strong><br \/>\nEs war wieder ein fr\u00f6hlicher Start in den Tag, als die abh\u00e4ngigen Waisen eilig ihre Milch austranken und nach dem Erg\u00e4nzungsfutter zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen.<br \/>\nWir erhielten einen Bericht, dass ein wildes Elefantenkalb im Wasserloch der Aruba-Lodge feststeckte. Seine Mutter und die ganze Familie standen ersch\u00f6pft darum herum, nachdem all ihre Versuche, das Kleine aus dem dicken Matsch herauszuholen, vergeblich gewesen waren. Ein Rettungsteam aus Voi-Keepern und der Tierarzteinheit begab sich vor Ort und ihnen gelang es, das Kalb zu befreien und mit seiner Familie wiederzuvereinen.<br \/>\nNicht lange danach erreichte uns ein weiterer Bericht, dass ein \u00fcber f\u00fcnf Jahre altes Kalb von einem LKW angefahren worden war, als es versucht hatte, die Stra\u00dfe zu \u00fcberqueren. Es hatte drei gebrochene Rippen und gro\u00dfe Schmerzen. Es wurde gerettet und zur medizinischen Versorgung zu den Stallungen gebracht. Wir haben das junge Kuhkalb Ajali genannt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201644932-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein wilder Elefant wird aus dem Matsch gezogen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 3. November 2016<\/strong><br \/>\nAm Morgen kam Ajali, die gestern gerettet worden war, nicht auf die Beine, und die Keeper legten sie an eine Infusion; au\u00dferdem gaben sie ihr Schmerzmittel und langanhaltende Antibiotika, bevor sie ihr hoch halfen. Mbirikani und Ishaq-B begr\u00fc\u00dften sie, bevor sie ihre Milch tranken und zum Fr\u00fchst\u00fcck gingen.<br \/>\nDie Ex-Waisen aus Lesanjus Herde, Kivuko, Dabassa, Mzima, Layoni, Lempaute und Sinya, waren heute an den Stallungen zu Besuch, sodass Kenia ihre Gruppe fr\u00fcher als \u00fcblich zum Grasen hinaus brachte und den Ex-Waisen die Luzernenheupellets \u00fcberlie\u00df.<br \/>\nDie D\u00fcrre wird immer schlimmer, und ein weiterer Waisenelefant wurde dem Team in Voi gemeldet. Er war am vorigen Abend in der Gegend um den Sobo-Felsen gesehen worden. Obwohl sich die Tierarzteinheit und das Rettungsteam von den Stallungen sofort auf den Weg machten, fanden sie nur noch den Kadaver des Kalbs vor &#8211; vermutlich war es von Wilderern get\u00f6tet worden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201645631-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndoria im Wasserloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 4. November 2016<\/strong><br \/>\nLesanju war heute Morgen die erste Besucherin an den Stallungen. Mudanda l\u00e4sst sich nun wieder von Lesanju bemuttern, nachdem sie einige Zeit getrennt waren, und hat sie wieder als Adoptivmama ins Herz geschlossen. Naipoki und Kihari \u00fcbernahmen auf dem Weg in den Busch die F\u00fchrung, und Kenia passte gut auf, dass ihr Liebling Araba sich nicht zu sehr mit Lesanju anfreundete.<br \/>\nAm Mittag gingen die Waisen zum Wasserloch, und Rorogoi, Ndoria, Bada und Mashariki waren in der ersten Gruppe. Nachdem sie ihre Milch getrunken hatten, gingen die vier weiter zum Schlammloch, wo Ndoria mitten ins Wasser hinein sprang, w\u00e4hrend die anderen drei Waisen warteten, bis der Rest der Herde nachgekommen war. Lentili nutzte eine gute Gelegenheit, um nach dem Schlammbad mit Araba zu spielen, als Kenia gerade damit besch\u00e4ftigt war, Lesanju und Mudanda zuzuschauen. Ndii wurde der Badestar und nahm Mudanda den Titel ab, die ihr nur staunend zuschauen konnte, wie sie sich das Hinterteil an den Ufern des Wasserlochs schuffelte. Bada wollte sie herausfordern und sprang auch hinein, um sich dann neben Ndii im Sitzen gen\u00fcsslich zu kratzen. Den Rest des Tages wurde in der Umgebung des Wasserlochs flei\u00dfig gegrast.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12920165528-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mudanda kuschelt sich an Lesanju<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 5. November 2016<\/strong><br \/>\nDer Tag begann beschwingt, als die Waisen energiegeladen aus den Gehegen kamen, ihre morgendliche Milch tranken und sich dann den wertvollen Luzernenheupellets und dem Kopra widmeten. Dann folgten sie Ishaq-B und Kihari hinaus in den Busch. In den Weidegr\u00fcnden angekommen, \u00fcbernahmen Nelion und Mbirikani das Kommando und brachten alle zum morgendlichen Grasen auf den Mazinga-Berg. Naipoki schlich sich aber davon und kam den Berg herunter, um sich 20 Minuten fr\u00fcher als \u00fcblich auf den Weg zum Wasserloch zu machen. Mashariki sah sie und kam hinterher, aber als sie gemerkt hatte, dass es noch zu fr\u00fch war, um zum Schlammbad zu gehen, stellte sie sich unter einem kleinen Baum vor der brennenden Sonne unter. Naipoki war dann in der besten Position, um die Mittagsmilch vor allen Anderen zu bekommen. Danach kamen Bada, Mudanda, Ndoria und Embu, die ein St\u00fcck von Naipoki entfernt anhielten und darauf bestanden, dass ihnen ihre Milch gebracht wurde. Der Rest der Waisen kam in Vierergr\u00fcppchen an, und sie genossen alle ihre Milch, bevor sie zum Wasserloch gingen und jede Menge Spa\u00df beim Schlammbaden hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12920166956-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rorogoi macht einen Spaziergang<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 6. November 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Morgen, und Kenia unterhielt sich mit Panda, Naipoki, Ndii und Kihari \u00fcber Lesanjus Anwesenheit und wie damit umzugehen sei. Heute fehlten Lempaute, Mzima und Layoni in Lesanjus Herde, als sie am Morgen zu den Stallungen kam. Nachdem sie lange beratschlagt hatten, beschlossen die abh\u00e4ngigen Waisen, alle zusammen zu den Weidegr\u00fcnden aufzubrechen und Lesanju und ihre Kollegen an den Stallungen zur\u00fcckzulassen, wo sie das Zusatzfutter genie\u00dfen konnten.<br \/>\nDer Tag verlief ganz nach Plan, auch wenn die beiden Herden sich nicht noch einmal trafen. Die Waisen gingen am Mittag zum mittleren Wasserloch, wo Milch, Wasser und ein Schlammbad auf sie warteten. Tundani und Nelion waren in einen verbissenen Bade-Wettkampf vertieft und blieben noch im Wasser, als die Anderen schon wieder drau\u00dfen waren. Ndii forderte die beiden heraus, indem sie sich im Wasser herumrollte. Mudanda g\u00f6nnte sich eine Kratzeinheit an einem Baumstumpf, bis Naipoki dazukam und ihren Platz einnehmen wollte. Den Rest des Tages grasten sie dann in der N\u00e4he des gro\u00dfen Wasserlochs.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201662228-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mashariki versteckt sich im Schatten<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 7. November 2016<\/strong><br \/>\nDer Morgen war wunderbar, und die abh\u00e4ngigen Waisen leerten in Ruhe ihre Milchflaschen. Kihari, Panda und Mashariki waren zuvor bei Ajali vorbei gegangen und hatten sie begr\u00fc\u00dft; sie wird von Tag zu Tag kr\u00e4ftiger.<br \/>\nRorogoi blieb heute zur\u00fcck, als die anderen Waisen zum Wasserloch aufbrachen, was ihr sehr peinlich war. Sie rannte, um den Rest der Gruppe wieder einzuholen, der schon unterhalb des Mazinga-Bergs auf das Wasserloch zuging. Bei einem herrlichen Mittagsschlammbad brillierte Kenia zusammen mit Ndii und Naipoki. Bada und Ishaq-B zeigten, dass sie Experten im Hinternkratzen am Ufer sind. Lentili bestaunte Rorogois Spiele beim Staubbad, bevor sie sich den Anderen anschlossen, die schon auf dem Weg zur Nordseite des Bergs waren, wo sie am Nachmittag grasen wollten. Am Abend kehrten sie dann zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201662936-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rorogoi beeilt sich, um die anderen Waisen einzuholen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 8. November 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein gelungener Morgen, an dem die Waisen jede Menge spielten, nachdem sie Milch getrunken und Zusatzfutter gefressen hatten. Lesanju, Tassia und Taveta, die sich offenbar vom Rest ihrer Herde abgesetzt hatten, kamen an den Stallungen an, als die Waisen gerade mit ihrer Milch fertig waren. Ndoria lud Taveta zum Saufen an der Tr\u00e4nke der Stallungen ein, und sie hatten ein wunderbares Stelldichein. Bada ging zu einem Felsen, um sich dort spektakul\u00e4r das Hinterteil zu kratzen. Nach einer Weile wurde Ishaq-B neidisch und ging hin, um Bada von seinem Kratzfelsen zu vertreiben und ihn selbst zu \u00fcbernehmen. Kenia beeilte sich dann, ihre Herde von den drei Ex-Waisen weg zu f\u00fchren und mit ihnen grasen zu gehen.<br \/>\nAm Nachmittag kam Kivuko, die ohne die anderen Ex-Waisen unterwegs war, ganz allein zum Wasserloch, nur ein paar Minuten vor den abh\u00e4ngigen Waisen. Lesanju, Taveta und Tassia kamen zehn Minuten sp\u00e4ter nach. Die ganze Gruppe soff, badete und spielte miteinander, bevor sie sich alle wieder zum Grasen begaben, was den Rest des Tages in Anspruch nahm.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201671819-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ishaq-B kratzt sich am Felsen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 9. November 2016<\/strong><br \/>\nDer Tag begann sch\u00f6n, als Lesanju, Tassia, Taveta, Dabassa, Sinya und Kivuko auftauchten und sich den Kleinen beim Fr\u00fchst\u00fcck anschlossen. Dabassa verwickelte Panda in ein kleines Spiel, bei dem er sich schlie\u00dflich begeistert das Hinterteil an einem Felsen nahe der Tr\u00e4nke kratzte. Die zwei Herden verabschiedeten sich dann, als Lesanju mit ihren Kollegen in Richtung der Mzima-Mombasa-Wasserleitung aufbrach, um dort zu grasen. Kenias Gruppe konnte in aller Ruhe n\u00f6rdlich der Stallungen grasen, bevor sie am Mittag das mittlere Wasserloch aufsuchten, wo sie auf einen freundlichen wilden Elefantenbullen trafen. Tundani ging zu ihm hin und begr\u00fc\u00dfte ihn im Namen der Waisenherde. Sie leisteten ihm dann Gesellschaft beim Saufen aus den Tonnen mit frischem Wasser, bevor sie auch noch kurz mit ihm grasten. Embu wollte erst mit ihm mitgehen, \u00fcberlegte es sich dann aber anders und blieb bei ihren Waisenfreunden, als der Bulle zum Voi-Fluss abmarschierte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201672741-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Panda flirtet mit Dabassa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 10. November 2016<\/strong><br \/>\nDer Morgen war sch\u00f6n, und die Waisen widmeten sich ihrer Milch und dem Zusatzfutter, bevor sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. Dort grasten sie in einer langen Reihe und kamen in Vierergruppen zu ihrer Mittagsmilch am mittleren Wasserloch. Es ist erstaunlich zu sehen, wie Kivuko sich zu einem selbstsicheren und unabh\u00e4ngigen Elefanten entwickelt. Sie war wieder auf eigene Faust unterwegs und schloss sich den abh\u00e4ngigen Waisen beim Schlammbad an. Als sie gerade badeten, tauchte eine wilde Elefantenherde auf, die ein kleines Kalb dabei hatte. Seine Schwestern und Br\u00fcder waren aber sehr darauf bedacht, es von den Waisen fernzuhalten, w\u00e4hrend sie zusammen waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12920167346-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kivuko besucht die Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 11. November 2016<\/strong><br \/>\nDer Tag startete wie immer mit Milch und Erg\u00e4nzungsfutter f\u00fcr die Waisen, gefolgt von ein paar Spielen. Sie genossen es, sich in der roten Erde an den Stallungen hinzulegen und herumzurollen. Mashariki und Lentili gaben heute den Weg vor, doch drau\u00dfen im Busch \u00fcbernahmen wieder Mbirikani und Nelion, und die Waisen grasten auf halber H\u00f6he am Mazinga-Berg. Es war heute recht bew\u00f6lkt &#8211; perfekt geeignetes Wetter um den ganzen Tag \u00fcber zu grasen.<br \/>\nDie D\u00fcrre l\u00e4sst den Tsavo-Nationalpark nicht los, und wieder wurde von einem Kalb berichtet, das ihr zum Opfer gefallen war. Es verwaiste, als es immer wieder zusammenbrach und nicht mit seiner Herde mithalten konnte. Es ist etwa 4 Monate alt und wurde in der Aruba-Gegend gerettet. Es wurde zu den Stallungen in Voi und sp\u00e4ter per Flugzeug nach Nairobi ins Waisenhaus gebracht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1292016859-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen beim Grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 12. November 2016<\/strong><br \/>\nDie Tierarzteinheit des DSWT kam am Morgen mit einer neuen Nachricht von einem verwaisten Elefantenkalb zu den Stallungen. Es ist etwa drei Jahre alt, hat eine Speerwunde und hielt sich in der Alia-Gegend im Salt-Lick-Schutzgebiet in den Taita-Bergen auf. Es war auch vom Besitzer des Lualeni-Zelt-Camps gesehen worden. Es erweckte den Anschein, als wenn es dringend Milch, Wasser und Gesellschaft ben\u00f6tigen w\u00fcrde, und so eilte ein Team dorthin, um es zu behandeln und zu retten. Die Suche nach ihm dauerte aber den gesamten Tag an, da es sich schon entfernt hatte, als das Team im Schutzgebiet ankam. Es wurde um 19 Uhr von einem Safari-Guide wieder gesehen, der auf einer n\u00e4chtlichen Pirschfahrt unterwegs war. Die Stallungen in Voi wurden wieder benachrichtigt und erneut brach ein Team auf, um es zu retten. Leider war es schon zu dunkel, um es zu finden, und nach weiteren drei Stunden der Suche musste die Rettungsaktion erst einmal wieder abgebrochen werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201683445-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein wilder Elefant wird aus dem Schlamm am Aruba-See gerettet<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 13. November 2016<\/strong><br \/>\nDie Keeper warteten heute gespannt auf die Meldungen des DSWT-Piloten, der bei Sonnenaufgang zum Alia-Gebiet aufgebrochen war, um das einsame und verletztliche Kalb dort wiederzufinden, das jetzt schon seit zwei Tagen allein herumirrt. Das Rettungsteam hoffte die ganze Nacht hindurch, dass es die Nacht \u00fcberleben und nicht den L\u00f6wen zum Opfer fallen w\u00fcrde. Ihre Gebete wurden erh\u00f6rt, als der Pilot es um 6:20 Uhr gesichtet hatte und es zusammen mit dem Ziwani Anti-Wilderer Team im Auge behielt, bis das Team von den Stallungen ankam. Die Rettungsaktion wurde sorgf\u00e4ltig geplant, da das Kalb gr\u00f6\u00dfer und \u00e4lter ist als die Elefanten, die normalweise gerettet werden, und daher alle m\u00f6glichen Eventualit\u00e4ten ber\u00fccksichtigt werden mussten. Das Team ist aber nat\u00fcrlich sehr erfahren und schaffte es, das Kuhkalb schnell einzufangen und festzubinden. Ihre Wunden wurden behandelt, bevor sie auf den mitgebrachten Anh\u00e4nger gelegt und zu den Stallungen transportiert wurde. Dort wurde sie von Nguvu begr\u00fc\u00dft. Die neue Waise wurde Alia genannt, und w\u00e4hrend der folgenden Nacht kamen die anderen Waisen immer wieder zu ihr, um sie zu beruhigen und ihr zu versichern, dass sie in guten H\u00e4nden ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201684527-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Rettung von Alia<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 14. November 2016<\/strong><br \/>\nDie Zeichen stehen gut, dass Alia es schaffen wird &#8211; sie brach in der Nacht \u00fcberhaupt nicht zusammen. Als die Waisen hinaus gingen, hielten sie kurz an ihrem Gehege an, um ihr guten Morgen zu sagen. Sie t\u00e4tschelten sie und redeten ihr gut zu, bevor sie ihr Tagewerk begannen. Araba, Mashariki, Suswa und Arruba fanden sie sehr nett und w\u00e4ren wohl gerne noch l\u00e4nger bei ihr im Gehege geblieben, aber sie mussten mit den Anderen hinaus zum Grasen gehen. Die Keeper bemerkten, dass Alia au\u00dfer ihrer Speerwunde auch noch einige Kratzer am Hinterteil hatte, die m\u00f6glicherweise von einem L\u00f6wenangriff stammen. Zu Beginn war sie den Keepern gegen\u00fcber aggressiv, aber nachdem sie gesehen hatte, dass Nguvu gut mit ihnen auskommt und seine leckere Milch von ihnen bekommt, wurde ihr klar, dass die Keeper da waren, um ihr zu helfen und ihr nichts tun w\u00fcrden. Sie trank Milch aus dem Eimer, was ihre Lebensgeister wieder weckte, genauso wie das frische Gr\u00fcn, das Luzernenheu, die Pellets und das Kopra, das ihr gebracht wurde. Nguvu und Alia verbrachten den Tag \u00fcber viel Zeit damit, sich von einem Gehege zum anderen zu unterhalten.<br \/>\nBei einer Routinepatroullie stellte sich heraus, dass sich Lempaute, Sinya, Mzima und Layoni offenbar von Lesanjus Herde abgesetzt haben und zur\u00fcck zum Ngutuni-Schutzgebiet gewandert sind, um dort die Grewia-B\u00fcsche zu genie\u00dfen, die nach den Regenschauern der vergangenen Tage frisch ergr\u00fcnt sind. Der Rest von Lesanjus Herde grast weiterhin um den Mazinga-Berg herum.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201685350-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alia trinkt Milch aus einem Eimer<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 15. November 2016<\/strong><br \/>\nBei Tagesanbruch kamen die Waisen gut gelaunt aus ihren Gehegen. Sie schlangen ihre Milch hinunter, bevor sie sich daran machten, die beliebten Luzernenheupellets und das Kopra zu fressen. Dabei schlossen sich ihnen Lesanju und Taveta an. Es gab an den Stallungen nicht viele Spiele unter den Kleinen, da Lesanju die Waisenherde bald zu den Weidegr\u00fcnden f\u00fchrte. Kihari, Kenia, Araba, Ndii, Mbirikani und Panda schlichen sich von den anderen Elefanten davon, und Lesanju graste mit dem Rest am Fu\u00dfe des Bergs.<br \/>\nKurz vor Mittag verabschiedeten sich Lesanju und Taveta von den abh\u00e4ngigen Waisen und machten sich zur Wasser-Pipeline auf, wo vermutlich ihre Kollegen grasten. Kenia und ihre Freunde kamen zu den Waisen zur\u00fcck, und sie gingen gemeinsam zum Wasserloch. Nachdem sie in aller Ruhe ihre Milch getrunken hatten, war gro\u00dfer Spa\u00df beim Schlammbadspielen angesagt. Nelion und Bada forderten sich gegenseitig zum Wett-Kratzen am Hinterteil heraus. Ishaq-B machte es sich auf dem Uferabhang des Wasserlochs bequem und Mbirikani machte es ihr nach. Suswa blieb drau\u00dfen und gab sich damit zufrieden, am Rand zu stehen und sich mit Wasser zu bespritzen. Naipoki und Mashariki genehmigten sich eine Kratzeinheit an einem umgefallenen Baumstamm, und Embu tat das gleiche an einem anderen Baum.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201621838-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ishaq-B spielt am Ufer des Wasserlochs<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 16. November 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Morgen, und die Waisen tranken ihre Milch, fra\u00dfen Erg\u00e4nzungsfutter und machten sich schlie\u00dflich auf in den Busch. Sie gingen den Mazinga-Berg hinauf, wo sie bis zum Mittag geruhsam grasten. Kenia, Araba, Ndii und Lentili kamen dann wieder herunter und warteten am Fu\u00df des Berges bis es Zeit war, zum Wasserloch zu gehen. Es dauerte nicht lange, bis sich der Rest der Gruppe ihnen angeschlossen hatte, und auch Lesanju und Taveta kamen dazu, als sie auf dem Weg zum Schlammbad waren. Lesanju begr\u00fc\u00dfte Lentili und Embu kurz, bevor sie sich Mudanda widmete. Die anderen Mitglieder von Lesanjus Herde, Lempaute, Sinya, Mzima, Dabassa und Layoni haben das Gebiet um den Mazinga-Berg verlassen und sind in Gegenden gezogen, an denen jetzt frisches Gr\u00fcn zu sprie\u00dfen beginnt. Kihari ging sich an einem Baumstamm kratzen und ignorierte dabei Lesanju und Taveta, die mit ihr spielen wollten. Die Waisen badeten nur ganz kurz, bevor sie wieder zum Grasen gingen, womit sie den Rest des Tages besch\u00e4ftigt waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201623155-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Waisen auf dem Weg zum Wasserloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 17. November 2016<\/strong><br \/>\nAm Morgen konzentrierten sich die keeperabh\u00e4ngigen Waisen ganz auf ihr morgendliches Futter, bevor sie sich auf den roten Erdhaufen an den Stallungen einstaubten. Die Regenzeit hat noch nicht so richtig angefangen, aber immerhin gab es heute endlich ein wenig Regen &#8211; wir konnten 8mm Niederschlag verzeichnen, sodass nun langsam neue Pflanzen zu keimen beginnen und Tsavo wieder zum Leben erwecken k\u00f6nnen. Nguvu, Ajali und Alia, die drei neuen Waisenelefanten, die noch ganz an den Stallungen leben, machen sich sehr gut. Sie alle genie\u00dfen die Grewia-Zweige, die sie in ihre Gehege gebracht bekommen und beginnen langsam, wieder kr\u00e4ftiger zu werden.<br \/>\nAm Wasserloch gab es heute einen gro\u00dfen Bade-Wettkampf zwischen Panda, Naipoki, Mashariki, Ndii und Bada. Bada sprang in den Schlamm und rollte sich mit den Beinen in der Luft herum, sodass er mit dem ganzen R\u00fccken eingetaucht war. Seine Technik war allerdings noch verbesserungsw\u00fcrdig, denn Ndoria trat ihm beinahe auf den Kopf, sodass er das Spiel vorzeitig beenden musste. Kenia und Araba schauten Ndii zu, die zum Star des Schlammbads gek\u00fcrt wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201623755-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mudanda badet<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 18. November 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen leerten am Morgen ihre Milchflaschen und genossen dann ihr Zusatzfutter. Bald danach brachen sie zu den Weidegr\u00fcnden auf, angef\u00fchrt von Ishaq-B und Lentili. Kurz vor Mittag nahmen Lesanju und Taveta die kleine Mudanda zu einem Stelldichein mit und entfernten sich etwas von den restlichen Waisen. Kenia gab ihrem Adoptivkind Araba einen liebevollen Schubser mit dem Kopf, um ihr mitzuteilen, dass es Zeit f\u00fcr den Aufbruch zum Wasserloch war. Es war bereits um 10:30 Uhr, eine halbe Stunde fr\u00fcher als \u00fcblich, und sie lie\u00dfen Lesanju, Mudanda und Taveta zur\u00fcck. Offenbar wollten sie den Ex-Waisen ihren Unmut dar\u00fcber zeigen, dass sie einfach Mitglieder der Herde mitnehmen. Lesanju brachte Mudanda dann zu den anderen Waisen zur\u00fcck, als es am Wasserloch die Mittagsmilch gab und sie ins Schlammbad gingen. Den Rest des Tages verbrachten die Waisen grasend in der N\u00e4he des Wasserlochs.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201644523-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Taveta und Lesanju unterwegs mit Mudanda<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 19. November 2016<\/strong><br \/>\nAm Morgen war es warm, und die Sonne schien hell, als die Waisen aus den Gehegen kamen und zu ihren Milchflaschen kamen. Mashariki und Suswa gingen danach noch einmal zur\u00fcck, um Nguvu und Alia in ihren Eingew\u00f6hnungsgehegen Hallo zu sagen, bevor sie sich den anderen Waisen anschlossen, die sich schon auf den Weg hinaus in den Busch gemacht hatten. Dort angekommen, \u00fcbernahmen Panda, Rorogoi und Mbirikani das Kommando und brachten die Gruppe ein St\u00fcck auf den Mazinga-Berg hinauf.<br \/>\nIm Laufe des Vormittags kamen auch Lesanju, Taveta und Tassia an und grasten unterhalb des Bergs. Mudanda bekam das mit und eilte hinunter, um sich ihnen anzuschlie\u00dfen &#8211; sie h\u00e4ngt inzwischen wieder sehr an Lesanju. Mittags ging die ganze Gruppe zum Wasserloch, um Milch zu trinken, Wasser zu saufen und sich im Schlammbad zu w\u00e4lzen. Danach kehrten sie zum Fu\u00df des Berges zur\u00fcck und blieben den Rest des Tages dort.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201645445-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen gehen zum Grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 20. November 2016<\/strong><br \/>\nLesanju kam heute Morgen rechtzeitig zu den Stallungen, um den Waisen beim Erg\u00e4nzungsfutter Gesellschaft zu leisten. Kurz nach ihr folgten Taveta und Tassia, die auch Kivuko dabei hatten. Sie machten sich alle gemeinsam auf zu den Weidegr\u00fcnden, wobei Kenia gut aufpasste, dass Lesanju und die anderen Ex-Waisen ihrem Liebling Araba nicht zu nahe kamen. Die vier Ex-Waisen verabschiedeten sich aber bald von den Kleinen und marschierten in n\u00f6rdliche Richtung los.<br \/>\nTundani hing hinterher, als die Waisen zum Schlammbad aufbrachen, da er noch das frisch gekeimte Gr\u00fcn genoss. Er kam langsam hinterher und schien es nicht eilig zu haben. Naipoki suchte sich einen Baum aus, um sich gen\u00fcsslich ihren R\u00fccken daran zu kratzen.<br \/>\nDen Waisen an den Stallungen, Ajali, Nguvu und Alia, geht es weiterhin gut, und dank der Grewia-Zweige und dem Zusatzfutter, die sie jeden Tag bekommen, bessert sich ihr Zustand weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121220165049-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kivuko besucht die Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 21. November 2016<\/strong><br \/>\nDer Morgen begann sch\u00f6n, und die Waisen genossen ihre Milch, bevor sie sich dem Zusatzfutter widmeten, das die Keeper f\u00fcr sie bereitgelegt hatten. Mbirikani und Nelion standen im Mittelpunkt, als sie die Waisen an eine Stelle am Mazinga-Berg brachten, wo es viel Gr\u00fcn zum Fressen gab. Kivuko wanderte allein herum und suchte die Waisen; kurz darauf tauchten aber auch Tassia und danach Taveta auf. Die abh\u00e4ngigen Waisen bemerkten sie aber gar nicht, da sie so ins Grasen vertieft waren. Die Kleinen kamen erst um 12:30 zum Schlammloch und zur Milch, eine Stunde versp\u00e4tet. Daher trafen sie die drei Ex-Waisen auch nicht mehr, die schon wieder gegangen waren.<br \/>\nPanda unterhielt sich sp\u00e4ter am Nachmittag eine Weile mit Mudanda und Ndii. Tundani und Bada beendeten den Tag mit einem hart umk\u00e4mpften Kr\u00e4ftemessen. Rorogoi und Mashariki brachten die Anderen am Abend zur\u00fcck zu den Stallungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201654146-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Araba am Mazinga-Berg<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 22. November 2016<\/strong><br \/>\nWieder begann ein neuer Morgen, an dem die Waisenelefanten an den Stallungen Verstecken spielten, bevor sie sich in den Busch aufmachten. Dort grasten sie in einer langen Reihe. Lesanju, Kivuko, Taveta und Tassia schlossen sich ihnen dabei an. Die vier entf\u00fchrten heute Rorogoi und Mudanda aus Kenias Herde. Sie nahmen die beiden Babys in ihre Mitte und umsorgten sie, soviel sie wollten. Sie schlossen sich dann mittags am Wasserloch wieder mit dem Rest der Gruppe zusammen. Die vier Ex-Waisen gingen danach zum Voi-Fluss, w\u00e4hrend die abh\u00e4ngigen Waisen zur\u00fcck zum gro\u00dfen Wasserloch marschierten, um dort noch ein Schlammbad zu nehmen und danach bis zum Abend weiterzugrasen.<br \/>\nWaisenzebra Ngulia und ihre bunte Herde, zu der B\u00fcffelbaby Jamuhuri sowie die kleinen Eland-Antilopen Tawi und Kore geh\u00f6ren, erkunden flei\u00dfig die Gegend um die Stallungen herum und suchen dort nach Futter. Manchmal spielt Tawi mit Ngulia und pr\u00e4sentiert dabei seine langen H\u00f6rner.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201654957-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mudanda l\u00e4sst sich von Lesanjus Herde w\u00e4rmen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 23. November 2016<\/strong><br \/>\nDer Morgen begann gut, und es nieselte etwas, als die Waisen sich zur Milchf\u00fctterung versammelten und danach Luzernenheupellets und Kopra fressen gingen. Die Keeper machen sich etwas Sorgen um Embu, die an Gewicht verloren hat, obwohl sie eigentlich gut trinkt und frisst. Das geschah ziemlich pl\u00f6tzlich, und sie sieht merklich d\u00fcnner aus. Embu war in letzter Zeit wieder recht ruhig und machte manchmal einen traurigen Eindruck &#8211; vielleicht plagen sie noch Erinnerungen an den L\u00f6wenangriff von vor ein paar Monaten oder sie hat eine Infektion von den Wunden, die sie dabei erlitten hat. Aus dem Waisenhaus in Nairobi kamen Vorschl\u00e4ge und Medizin zur Behandlung, und heute erhielt sie das erste Mal ein Mittel, das sie von nun an bis zum 5. Dezember t\u00e4glich bekommen soll.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201663758-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bada frisst von den \u00c4sten weiter oben<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 24. November 2016<\/strong><br \/>\nEs wurde wieder Morgen in Voi; dicke Regenwolken verdeckten die Sonne, und es war frisch, als die Waisen aus den Gehegen zu ihrer Milch und dem Zusatzfutter marschierten und danach Mbirikani und Naipoki in den Busch folgten. Bald nachdem sie unterhalb des Mazinga-Bergs angekommen waren, bemerkten sie Lesanju, Taveta und Tassia, die auf halber H\u00f6he grasten. Nelion, Tundani und Mbirikani \u00fcberredeten die Anderen, sich ihren \u00e4lteren Artgenossen beim Fressen anzuschlie\u00dfen. Als sie dies getan hatten, nahm sich Lesanju ihre herzallerliebste Mudanda zum grasen zu zweit mit, und Taveta tat das gleiche mit Ndoria. Ndoria war begeistert, bei Taveta zu sein, denn unter den Waisen ist sie nicht besonders beliebt, da sie ihre Artgenossen immer in den Schwanz bei\u00dft. Alle zusammen besuchten sie am Mittag das Wasserloch, um Milch zu trinken und Wasser zu saufen, aber wegen des anhaltend kalten Wetters nahmen sie kein Bad.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201664211-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lesanju streckt sich, um zu den Bl\u00e4ttern hoch oben am Baum zu gelangen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 25. November 2016<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen meldeten sich Lesanju, Taveta und Tassia an den Stallungen. Nachdem die Waisen ihre Milch bekommen hatten, ging Lesanju direkt zu Mudanda und umr\u00fcsselte sie, wie ihr eigenes neugeborenes Baby. Dann genossen sie alle ein paar Spiele, bei denen Mbirikani fr\u00f6hlich in der roten Erde an den Stallungen herumalberte, bevor sie den Anderen folgte, die inzwischen zu den Weidegr\u00fcnden aufgebrochen waren.<br \/>\nLesanju, Taveta und Tassia blieben heute zur\u00fcck, als Kenia, Ndii, Panda und Kihari sich zusammenschlossen und die Herde zum Grasen ganz nach oben auf den Mazinga-Berg f\u00fchrten. Mudanda blieb ganz am Ende der Gruppe, in der Hoffnung, dass Lesanju hinterher kommen w\u00fcrde, aber sie kam nicht mit. Die Waisen kamen dann zur Mittagsmilch herunter und verbrachten den Rest des Tages grasend in der N\u00e4he des mittleren Wasserlochs.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121220166482-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbirikani beim Spielen in der roten Erde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 26. November 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Morgen, und die Waisen kamen in F\u00fcnfergruppen aus den Gehegen gerannt, leerten ihre Milchflaschen und machten sich dann gleich in den Park auf. Sie erkundeten heute das Gebiet weit n\u00f6rdlich der Stallungen, bevor sie umdrehten und langsam zum mittleren Wasserloch zur\u00fcck grasten.<br \/>\nAm Nachmittag verwickelten sich die Eland-Babys Kore und Tawi in ein Kr\u00e4ftemessen. Sie hatten einen spektakul\u00e4ren Ringkampf mit ihren langen, scharfen H\u00f6rnern. Jamuhuri, der B\u00fcffelwaise, stand daneben und schaute ihrem Kampf staunend zu.<br \/>\nDer Tag verlief friedlich bis etwa 16:30 Uhr, als Lesanju unvermittelt auftauchte, kurz bevor die Waisen nach Hause gehen wollten. Sie stellte sich gleich neben Mudanda, woraufhin Ndii angerannt kam und versuchte, Mudanda zur\u00fcckzuholen. Lesanju wollte davon aber nichts wissen und stellte sich sch\u00fctzend vor Mudanda, w\u00e4hrend Ndii und die Anderen protestierend zu den Stallungen aufbrachen. Lesanju brachte Mudanda dann nach ihnen zu den Stallungen und machte sich eine Stunde sp\u00e4ter wieder auf den Weg.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121220166554-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tawi und Kore messen ihre Kr\u00e4fte<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 27. November 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein wundersch\u00f6ner Tagesanbruch: Die abh\u00e4ngigen Waisen genossen ihre Milch und das Erg\u00e4nzungsfutter, bevor sie sich zum Grasen aufmachten. Arruba und Suswa gingen heute Morgen voran, und nach einer Weile \u00fcbernahm Embu die F\u00fchrung. Ndii, Mudanda und Arruba setzten sich vom Rest der Herde ab und grasten auf halber H\u00f6he am Mazinga-Berg. Sie schlossen sich den anderen Waisen wieder an, als es zur Milchf\u00fctterung am Wasserloch ging. Keiner der Waisen wollte heute ins Wasser gehen, da es bew\u00f6lkt und kalt war.<br \/>\nLesanju, Taveta und Tassia kamen gegen 9 Uhr an den Stallungen zu Besuch. Sie genossen etwas Luzernenheu und blieben etwa eine Stunde, bevor sie wieder gingen. Sie trafen aber heute nicht auf die Waisen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201665929-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen im G\u00e4nsemarsch auf dem Weg zum Grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 28. November 2016<\/strong><br \/>\nEs war wieder ein wunderbarer Morgen, als die Waisen in den Park aufbrachen. Lesanju, Taveta und Tassia verpassten die Kleinen wieder, da sie erst kurz nachdem diese aufgebrochen waren, an den Stallungen ankamen.<br \/>\nAlia brauchte heute Morgen Hilfe von den Keepern, um auf die Beine zu kommen. Ihre Speerwunde wurde sp\u00e4ter noch einmal ges\u00e4ubert, wobei die Keeper genauestens von Nguvu beobachtet wurden. Er nuckelte an der mit wei\u00dfen Desinfektionshandschuhen bekleideten Hand eines Keepers. Als die Behandlung vorbei war, kam Alia schneller als erwartet wieder von selbst hoch.<br \/>\nEiner der Piloten des DSWT bemerkte auf einem Patrouillenflug in der Gegend des Satao Camps eine zusammengebrochene wilde Elefantenmutter mit ihrem etwa neun Monate alten Baby, das verzweifelt darauf wartete, dass seine Mutter wieder aufstehen w\u00fcrde &#8211; ein weiteres tragisches Opfer der D\u00fcrre. Die Keeper informierten die Kollegen in Nairobi, dass eine Rettung notwendig werden w\u00fcrde, und machten sich sofort auf den Weg zu der Stelle, zusammen mit der Tsavo-Tierarzteinheit des DSWT. Das Kalb wurde gerettet und per Flugzeug nach Nairobi gebracht; es wurde Kuishi genannt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12122016757-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Embu s\u00e4uft zusammen mit den Anderen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 29. November 2016<\/strong><br \/>\nDer Morgen begann noch ganz nach Plan, und die keeperabh\u00e4ngigen Waisen verlie\u00dfen die Stallungen, nachdem sie Milch getrunken und Erg\u00e4nzungsfutter gefressen hatten. Lesanju, Taveta und Tassia kamen eine halbe Stunde sp\u00e4ter an und genehmigten sich auch noch etwas Luzernenheu, bevor sie wieder zur\u00fcck in den Park gingen.<br \/>\nDann wurde es aber noch ein trauriger Tag, als Alia sich zum Schlafen hinlegte und danach nicht mehr aufstehen konnte &#8211; nicht einmal mit Hilfe der Keeper. Der Tierarzt vermutete als Grund eine schwere Infektion der Gelenke, m\u00f6glicherweise als Folge der Speerwunde, die sie bei einem Angriff, bei dem wohl ihre Mutter get\u00f6tet wurde, erlitten hatte. Alia bekam Medikamente und wurde an eine Infusion gelegt, aber es half alles nichts. Sie starb traurigerweise um kurz nach 16 Uhr.<br \/>\nHeute gab es zum ersten Mal einen langersehnten richtigen Regen &#8211; in weniger als zwei Stunden sammelten sich 60mm Niederschlag an!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201671214-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein Grewia-Festmahl!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 30. November 2016<\/strong><br \/>\nAm Morgen regnete es erneut heftig, und auch den Rest des Tages gab es immer wieder ein paar Schauer, sodass wir heute noch einmal 50mm Regen messen konnten. Die Waisen grasten n\u00f6rdlich des Mazinga-Bergs, wohin sie Mbirikani, Arruba, Suswa und Bada gefolgt waren. Kenia, Araba, Ishaq-B, Ndii und Rorogoi gingen ein St\u00fcck den Berg hinauf und waren dann vor allen anderen Waisen zur mitt\u00e4glichen Milchf\u00fctterung, sodass sie ihre Milch schon geleert hatten, bevor die anderen ankamen. Danach gingen sie alle auf den Berg hinauf, wo sie sich das leckere frisch gekeimte Gr\u00fcn schmecken lie\u00dfen. Am Abend kamen sie wieder herunter und gingen zu den sicheren Stallungen zur\u00fcck. Gegen 17:20 kamen sie dort an, satt und zufrieden vom Grasen des vergangenen Tages.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121220167195-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Panda grast<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-november-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag, 1. 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Lempaute, Mzima und Layoni fehlten in der &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-november-2016\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eVoi November 2016\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":8456,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[40,43,1],"tags":[],"class_list":["post-8455","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-tagebuch-der-keeper","category-voi","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8455","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8455"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8455\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8457,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8455\/revisions\/8457"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8456"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8455"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8455"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8455"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}