{"id":8458,"date":"2017-01-08T16:02:31","date_gmt":"2017-01-08T15:02:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=8458"},"modified":"2017-01-08T16:02:31","modified_gmt":"2017-01-08T15:02:31","slug":"umani-springs-november-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-november-2016\/","title":{"rendered":"Umani Springs November 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 1. November 2016<\/strong><br \/>\nMurera, Sonje und der kleine Mwashoti schlossen sich mit Lima Lima, Ziwa und Alamaya zusammen und gingen hinaus, um die \u00fcblichen Aktivit\u00e4ten im Wald zu beginnen. Sie suchten nach dem frischen Gras, das sich seit Beginn der Regenf\u00e4lle zeigt. Einige wundersch\u00f6ne Schmetterlinge waren auch zu sehen, und Alamaya war gar nicht begeistert davon, dass sie vor ihm entlang flogen. Er drohte ihnen und trompetete laut. Sonje und ihre beste Freundin Murera sahen dem Treiben zu. Sie schauten in alle Richtungen und passten auf, dass die frechen Jungs die Kleinen nicht \u00e4rgern w\u00fcrden, die sie besch\u00fctzen. Nur der gr\u00f6\u00dfte Bulle Jasiri setzte an, den kleinen Jungs hinterher zu laufen, doch er drehte schnell wieder um und \u00fcberlie\u00df sie den Leitk\u00fchen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/128201655030-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 2. November 2016<\/strong><br \/>\nMit dem Regen haben sich die Bedingungen in Umani ge\u00e4ndert, und der Boden ist nass und rutschig, sodass es f\u00fcr die Waisen schwieriger geworden ist herumzulaufen. Besonders Mwashoti tut sich schwer, und er hat es nicht leicht, mit der Gruppe mitzuhalten. Er kann mit seinem verletzten Bein nicht mehr so schnell laufen, wie er es noch in den trockeneren Monaten konnte. Als die Babys am Morgen in den Busch aufbrachen, schlidderte er gleich auf dem rutschigen Boden herum, sodass sich Murera und Sonje dicht bei ihm aufstellten, damit er nicht hinfallen w\u00fcrde.<br \/>\nEs regnete heute, und Ngasha wollte nicht vollgeregnet werden, sodass er zu seinem Keeper ging, der unter einem Baum stand, und sich mit unter dessen Regenschirm stellen wollte. Er ber\u00fchrte den Regenschirm, ganz wie damals, als er noch ein Baby im Waisenhaus war.<br \/>\nDa nun die Regenzeit begonnen hat, sehen wir nicht mehr soviele wilde Elefanten, da diese zu den Chyulu-H\u00fcgeln gezogen sind, wo es jetzt auch genug Wasser gibt. Sie kommen nicht mehr so h\u00e4ufig zu den Umani-Quellen, und selbst Ndugu, den Freund der Waisen, haben wir lange nicht mehr gesehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/128201661154-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha unter den B\u00e4umen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 3. November 2016<\/strong><br \/>\nDie Keeper brachten die Babys heute bis zu den Chyulu-H\u00fcgeln, und Lima Lima und Quanza wollten vorausgehen und den Pfaden der wilden Elefanten folgen. W\u00e4hrend sie durch den Wald liefen, entdeckten die Keeper den Kadaver eines Pavians, der in einem Baum hing. Lima Lima hob den R\u00fcssel und schnupperte nach dem, was sie da witterte. Auch Faraja und Ziwa bemerkten den Geruch und hoben ihre R\u00fcssel in Richtung des Baums. Die Keeper beeilten sich, die Waisen soweit von dem Kadaver wegzuf\u00fchren wie es ging, da er vermutlich von einem Leoparden dort zur\u00fcckgelassen worden war.<br \/>\nZur Mittagsf\u00fctterung kamen die Babys langsam angelaufen, als w\u00e4ren sie sehr m\u00fcde. Sie schienen gar nicht zur F\u00fctterung laufen zu wollen, sahen aber, dass es n\u00f6tig war, denn Lima Lima und Mwashoti k\u00f6nnen keinen Tag ohne ihre Mittagsmilch ertragen! Quanza und Murera interessierten sich nicht so sehr f\u00fcr die Flaschen, denn sie sind schon alt genug und brauchen die Milch nicht mehr unbedingt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/128201662022-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen saufen an der Tr\u00e4nke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 4. November 2016<\/strong><br \/>\nZiwa, der manchmal eifers\u00fcchtig auf die Kleinen ist, ging heute dorthin, wo die j\u00fcngeren Bullen Alamaya und Mwashoti ihre Rangelei genossen und wollte sich ihnen anschlie\u00dfen. Die beiden begannen, sich kollernd zu beschweren, sodass sofort Murera, Sonje und Lima Lima angerannt kamen, um zu sehen, was los war. Als Sonje und Lima Lima da waren, schoben sie Ziwa weg, da sie dachten, er w\u00fcrde die kleinen Waisen st\u00f6ren. Die Keeper kamen Ziwa zu Hilfe, der von den Leitk\u00fchen gebschubst wurde, doch Murera hatte schon alles gekl\u00e4rt, und jeder k\u00fcmmerte sich bereits wieder um seine eigenen Angelegenheiten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201643321-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti auf dem Erdhaufen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 5. November 2016<\/strong><br \/>\nAn der Umani-Wasserquelle sprudelt nun wieder viel frisches Wasser aus der Erde. Die Krokodile schwimmen fr\u00f6hlich an der Quelle herum und fressen die Fische, die es nun wieder zuhauf in den Quellseen gibt. Auch die Waisen besuchten die Wasserquellen, als sie auf der Suche nach frischen gr\u00fcnen \u00c4sten zu den Umani-H\u00fcgeln gingen. Einige B\u00fcffel kamen hinzu und schlossen sich ihnen an, ohne dass die Keeper es bemerkten. Jasiri und Faraja waren sehr dicht bei ihnen, schienen sich aber nicht von ihnen st\u00f6ren zu lassen, obwohl sie direkt neben ihnen fra\u00dfen. Lima Lima brach einige \u00c4ste ab, die in der N\u00e4he der B\u00fcffel zu Boden fielen. Als sie sie bemerkte, unterbrach sie das Fressen, um die Keeper zu alarmieren, dass B\u00fcffel in der N\u00e4he sind und sie vorsichtig sein sollten. Als die Keeper die B\u00fcffel sahen, riefen sie die Waisen zusammen, die zu ihnen gerannt kamen. Mwashoti und Alamaya waren am weitesten weg und brauchten sehr lange, um zu ihnen zu kommen; die Keeper riefen also weiter, und das verscheuchte die B\u00fcffel.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12920164465-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha spielt im Schlamm<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 6. November 2016<\/strong><br \/>\nWir haben noch nie gesehen, dass Murera jemandem erlaubt, auf ihren R\u00fccken zu klettern, wenn sie auf dem Boden liegt &#8211; mit einer Ausnahme: Sobald sie sich hinlegt, kommt Mwashoti angerannt, und er darf auf sie klettern und spielen. Mwashoti schuffelte seinen Bauch an Mureras R\u00fccken, was ihn sehr gl\u00fccklich machte. Murera und Sonje, die die Leitk\u00fche der Gruppe sind, wissen genau, dass es zu ihren Aufgaben z\u00e4hlt, mit den kleinen Jungs zu spielen. Heute wurde Alamaya eifers\u00fcchtig auf Mwashoti und k\u00e4mpfte mit ihm um den Platz auf Mureras R\u00fccken. Er schubste Mwashoti weg, der ein sehr ruhiger Junge ist und nie irgendwelche Probleme verursacht. Als Zongoloni sah, wie Alamaya Mwashoti schubste, rannte sie hin\u00fcber und ermahnte Alamaya, sich zu benehmen und nicht so aggressiv gegen\u00fcber Mwashoti zu sein. Mwashoti hat nicht nur ein verletztes Bein, er ist auch ein sehr guterzogener Junge und verdient es nicht, dass andere Waisen so ruppig zu ihm sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201661718-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 7. November 2016<\/strong><br \/>\nHeute hatten Faraja und Jasiri ein hitziges Kr\u00e4ftemessen. Ngasha kam dazu und stellte sich zwischen sie, bei dem Versuch, sie zu beruhigen und den Kampf zu beenden. Jasiri und Faraja umschlangen aber immer wieder ihre R\u00fcssel und machten sich bereit f\u00fcr eine weitere Rangelei. Der Boden war heute recht nass, und so war es f\u00fcr Faraja schwierig, auf den Beinen zu bleiben, da er immer wieder in der feuchten Erde ausrutschte. Lima Lima und Zongoloni gingen auch zu ihnen, um Frieden zu stiften. Jasiri h\u00f6rte schlie\u00dflich auf die beiden K\u00fche und ging davon, sodass Faraja festeren Boden aufsuchen konnte.<br \/>\nEinige Kraniche kamen auf der Suche nach Grash\u00fcpfern von den B\u00e4umen herabgeflogen, gerade als die Babys zu ihrer Mittagsf\u00fctterung und dem Schlammbad ankamen. Alamaya hatte die Kraniche nicht gesehen, weil er auf dem Weg zur Milch Lima Lima hinterher gerannt war. Als die Kraniche wieder aufflogen, erschrak er und stie\u00df dabei eine seiner Milchflaschen um.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201673015-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 8. November 2016<\/strong><br \/>\nEs regnete heute Morgen heftig, und die j\u00fcngeren Elefanten wollten nicht in den Busch hinausgehen. Sonje und Lima Lima konnten die Kleinen beruhigen und ihnen versichern, dass alles gut ist, sodass sie dem Rest der Herde zum Grasen zu den Chyulu-H\u00fcgeln folgten. Nachdem es zu regnen aufgeh\u00f6rt hatte, genossen es die Elefanten, zu spielen und sich auf dem nassen Boden herumzurollen. Sie fanden ein nat\u00fcrliches Schlammloch, in dem sie jede Menge Spa\u00df hatten.<br \/>\nAls die Waisen am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten, mussten sie feststellen, dass der Strom ausgefallen war und das Gel\u00e4nde v\u00f6llig dunkel war. Lima Lima gefiel das gar nicht, und sie begann zu schreien und gegen das Tor zu sto\u00dfen. Die Keeper sahen nach, was Lima Lima hatte, und als sie ihre Taschenlampen sah, beruhigte sie sich etwas. Als sie aber wieder davon gingen, nachdem sie festgestellt hatten, dass au\u00dfer dem fehlenden Strom nichts besonderes los war, begann Lima Lima wieder, verr\u00fcckt zu spielen. An dem technischen Problem wurde aber bereits gearbeitet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201673343-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen am Schlammloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 9. November 2016<\/strong><br \/>\nBei der Wasser-Pipeline machten einige wilde Elefanten sehr viel Krach; sie trompeteten laut und kollerten. Die Keeper dachten, dass vielleicht der Freund der Waisen, Ndugu, unter ihnen war. Murera war etwas besorgt, da sie f\u00fcrchtete, ihre Artgenossen w\u00fcrden die Waisenherde beim Grasen st\u00f6ren. Die wilden Elefanten erschreckten alle anderen Tiere in der Gegend, als sie trompetend herumjagten, B\u00fcsche umtrampelten und \u00c4ste von den B\u00e4umen zerrten. Sie verursachten soviel Aufregung, dass auch die Waisen bald wie wild herumliefen und tr\u00f6teten, weil sie es ihren wilden Freunden nachmachen wollten.<br \/>\nMittags kamen Murera und die anderen Waisen zur Milchf\u00fctterstelle, wo sie ihre Milchflaschen bekamen und schnell leerten. Keines der Babys ging heute in den Schlamm, da es recht kalt war und das Wetter nicht gerade f\u00fcr ein Schlammbad geeignet war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201673738-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 10. November 2016<\/strong><br \/>\nEin paar wilde Elefanten besuchten heute die Waisen und versuchten, sich mit den Babys anzufreunden, soweit es ging. Ziwa und Quanza waren heute sehr wild und unkontrollierbar, und es wurde noch schlimmer, als die wilden Bullen auftauchten. Sonje und Lima Lima waren mutig und gingen recht dicht an die wilden Bullen heran, um sie zu begr\u00fc\u00dfen.<br \/>\nUnterhalb des Kenze-Aussichtspunkts schrien einige Paviane laut, sodass die Keeper bef\u00fcrchteten, dass im Wald etwas nicht stimmte. Lima Lima sah sich um, um herauszufinden, was die Paviane so verst\u00f6rt und in Panik versetzt hatte, doch sie konnte nichts feststellen. Also grasten die Waisen weiter und f\u00fcllten ihre M\u00e4gen, bis es Zeit war, f\u00fcr die Nacht zu den Stallungen zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1211201665834-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja futtert<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 11. November 2016<\/strong><br \/>\nDie frechen Jungs Ngasha und Faraja rangelten und schubsten sich wie \u00fcblich erst einmal ein wenig herum, ehe sie zu grasen begannen. Ngasha fand einen leckeren Zweig und beschloss, damit ins Geb\u00fcsch zu rennen, sodass ihn Faraja ihm nicht wegnehmen konnte. Aber als er sich versteckte, lie\u00df er den Zweig fallen, sodass Faraja ihn aufhob. So begann ein Kampf zwischen den beiden Jungs, der eine ganze Weile dauerte. Ziwa stellte sich zwischen sie und versuchte, den Streit zu beenden. Die beiden Jungs ignorierten ihn aber und rangelten weiter, um herauszufinden, wer von ihnen der st\u00e4rkere ist. Das Schubsen verwandelte sich dann in ein Tauziehen, als die beiden Freunde um den Zweig stritten.<br \/>\nAm Wasserloch saugte Zongoloni mit ihrem R\u00fcssel Wasser auf, drehte sich um und spritzte es auf Quanza, die aus der Tr\u00e4nke soff. Ein Baby-Krokodil tauchte auf und legte seinen Kopf am Rand der Tr\u00e4nke ab. Lima Lima entdeckte das kleine Krokodil, ging zum Wasserloch und spritzte wild mit dem Wasser, um es wegzuscheuchen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121120167511-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwa verl\u00e4sst das Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 12. November 2016<\/strong><br \/>\nZur Zeit passiert es nicht h\u00e4ufig, dass die Waisen ein Schlammbad nehmen, da es recht k\u00fchl ist. Wenn ihnen nicht warm ist, gehen sie nicht so gern ins Wasser. Auch ein Staubbad nehmen sie kaum noch, denn der Staub ist inzwischen zu Schlamm geworden. Es hat in letzter Zeit viel geregnet, sodass es jetzt auch jede Menge Insekten gibt. Die Leitk\u00fche Murera und Sonje und auch Lima Lima haben begonnen, die Waisen zum Grasen in die verschiedensten Gegenden zu bringen, da es wegen des Regens nun viel mehr Auswahl und jede Menge frisches Gr\u00fcn zum Fressen gibt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121120167920-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje entspannt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 13. November 2016<\/strong><br \/>\nNach einem langen Tag des Grasens im Wald f\u00fchrte Lima Lima alle Waisen zu den Nachtgehegen zur\u00fcck. Mwashoti kam direkt hinter Alamaya und Zongoloni an, die sich einen Wettlauf lieferten, wer von ihnen der schnellste war. Trotz seines schlechten Beins wollte Mwashoti nicht verlieren und wurde auch von den Keeper angefeuert, die jubelten und klatschten. Er kam als Zweiter an den Stallungen an, gefolgt von Zongoloni und Jasiri. Kaum war er angekommen, rutschte er aus und fiel hin. Sonje und Murera waren eilig zur Stelle, um ihm wieder auf die Beine zu helfen und sicherzugehen, dass die \u00e4lteren Jungs ihn nicht auf dem Boden liegend vorfinden w\u00fcrden. Sie waren sehr schnell, und als die gro\u00dfen Jungs ankamen, sahen sie nur noch, wie Mwashoti von Sonje und Lima Lima in sein Gehege eskortiert wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1211201671157-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya grast mit den anderen Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 14. November 2016<\/strong><br \/>\nLima Lima f\u00fchrte die Waisenherde heute zu den Kenze-H\u00fcgeln. Die Waisen liefen alle vorneweg, und die Keeper kamen hinterher. Zongoloni plante, Alamaya zur\u00fcckzuhalten und das Tempo zu drosseln, wurde aber von Lima Lima daran gehindert. Lima Lima hatte mitbekommen, was Zongoloni vorhatte und hielt sie von Alamaya ab. Ngasha und Quanza hielten an den Wasserquellen an, w\u00e4hrend sie \u00fcberlegten, in welche Richtung sie gehen sollten. Dabei fra\u00dfen sie ein paar Blumen, die w\u00e4hrend des Regens herausgekommen waren. W\u00e4hrend die Wanderung zu den Kenze-H\u00fcgeln weiterging, machten sich einige Waisen selbstst\u00e4ndig, weil sie anderer Meinung als Lima Lima und Sonje waren. Sie wollten einen anderen Weg nehmen und bildeten ihre eigene Gruppe. Sie konnten sich aber auch nicht entscheiden, wohin sie nun wirklich gehen wollten, sodass Quanza entschied, dass es das Beste w\u00e4re, Sonje und Murera zu folgen, die mit den anderen Waisen ins Geb\u00fcsch gingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1211201671348-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen auf dem Weg zu den Kenze-H\u00fcgeln<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 15. November 2016<\/strong><br \/>\nHeute gingen die jungen Bullen Mwashoti und Ziwa zum Heulager, mit der Absicht, dort etwas Heu zu stehlen. Es gelang ihnen sogar, doch sie lie\u00dfen es dann auf den Boden fallen! Die Keeper riefen ihnen zu, damit sie aufh\u00f6rten, Heu aus dem Lager zu nehmen. Ziwa ignorierte die Keeper, die weiter mit ihm schimpfen und einen Finger auf ihn richten mussten, um ihm zu zeigen, dass ihnen das gar nicht gefiel. Ziwa rannte schnell davon, und die Keeper riefen die anderen Waisen zusammen, um mit ihnen in den Wald aufzubrechen. Ziwa \u00fcberlie\u00dfen sie Murera und Sonje, damit sie ihm eine Lektion erteilen w\u00fcrden. Murera schob Ziwa mit ihren Sto\u00dfz\u00e4hnen an, um ihn dazu zu bringen, den Keepern hinterher zu laufen, die bereits zu den Chyulu-Bergen unterwegs waren.<br \/>\nIm Geb\u00fcsch entlang der Berge freuten sich die Waisen, als sie von dem frischen Gr\u00fcn fressen konnten. Nach den Regenf\u00e4llen ist Umani wieder ein Paradies mit \u00fcppiger Vegetation geworden, die alle wilden Tiere genie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1211201671620-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera mit Alamaya und Mwashoti<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 16. November 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen am Mittag zum Schlammbad, um ihre Milch zu trinken, die einige der gierigeren Waisen wie Lima Lima nie verpassen wollen. Heute schien auch Alamaya es wie Lima Lima kaum erwarten zu k\u00f6nnen und rannte seiner Flasche entgegen. Nach der F\u00fctterung gingen die Waisen leckeres weiches Gras suchen. Sie fanden viel davon und wetteiferten darum, wer von ihnen am meisten in seinen Magen stopfen konnte.<br \/>\nQuanza war heute die letzte, als die Gruppe zu den Stallungen zur\u00fcckkehrte. Sie ging langsam hinter den wilden Jungs hinterher, die sich in der matschigen Erde herumrollten, um ein paar Insekten von ihren K\u00f6rpern herunter zu bekommen. Mwashoti kratzte sich intensiv an einem Baum; er wollte sich nicht wie seine Freunde im Dreck herumw\u00e4lzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121120167232-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen in den Weidegr\u00fcnden<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 17. November 2016<\/strong><br \/>\nZiwa und Alamaya werden so langsam wirklich Freunde. In der Vergangenheit war Ziwa immer sehr eifers\u00fcchtig auf die jungen Bullen und \u00e4rgerte sie h\u00e4ufig, weil er das Gef\u00fchl hatte, dass sie ihm die Leitk\u00fche weggenommen haben. Das hat sich aber inzwischen sehr gebessert, und Ziwa kommt gut mit den Kleinen aus.<br \/>\nHeute entschied Sonje, die Waisen zur Tr\u00e4nke an der Lodge zu bringen, um frisches Wasser zu saufen. Niemand wollte zum Baden ins Wasser gehen, da es heute recht kalt war, und so l\u00f6schten sie nur alle ihren Durst. Einige h\u00fcbsche V\u00f6gel waren in der N\u00e4he und warteten darauf, dass die Waisen fertig wurden mit Saufen, damit sie sich \u00fcber die Insekten am Wasser hermachen konnten. Quanza schien die Gesellschaft der Kraniche, die neben ihr standen, sehr zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1211201672558-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja ist begeistert von der \u00fcppigen Vegetation<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 18. November 2016<\/strong><br \/>\nEs regnete am Morgen heftig, was den Tagesablauf der Waisen \u00e4nderte. Lima Lima sammelte ihre Freunde zum Grasen auf den H\u00fcgeln zusammen. Sie brachen auch Zweige f\u00fcr die kleinen Jungs ab, die noch zu klein sind, um so weit nach oben reichen zu k\u00f6nnen, und auf die Hilfe der \u00e4lteren Waisen angewiesen sind.<br \/>\nJasiri hielt an einem sehr gro\u00dfen Baum an und kratzte sich gen\u00fcsslich daran. Es juckte ihn sehr, und die Insekten st\u00f6rten ihn. Lima Lima kam zu Jasiri und wollte herausfinden, warum er nicht mit den anderen auf die H\u00fcgel hinauf wanderte. Sie rollte sich eine Weile in der nassen Erde herum und schuffelte ihren Bauch daran. Danach war sie so ersch\u00f6pft, dass sie sich erst einmal ausruhen musste und sich eine Weile auf den Boden legte, ehe sie aufstand und sich wieder ihrer Gruppe anschloss.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1211201675643-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 19. November 2016<\/strong><br \/>\nEs regnete wieder, und alle Waisen waren heute gl\u00fccklich, dass sie im Regen spielen konnten. Sie rollten sich in der nassen Erde herum und bedeckten ihre K\u00f6rper mit Matsch, sodass ihre Haut die Farbe des Schlamms annahm, in dem sie spielten. Alamaya suchte etwas frisches gr\u00fcnes Gras zum Fressen, und bald schloss sich Sonje ihm an; sie leistete ihm Gesellschaft und besch\u00fctzte ihn gleichzeitig vor den \u00e4lteren Jungs, die ihn sonst schubsen oder in unfaire Kr\u00e4ftemessen verwickeln k\u00f6nnten. Nimmersatt Lima Lima versuchte, etwas Futter aus Ngashas Mund zu stehlen, weil sie dachte, dass sein Futter s\u00fc\u00dfer und leckerer als das der anderen war. Sie stellte aber schnell fest, dass Ngasha die gleichen Pflanzen wie alle anderen Waisen fra\u00df.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12112016802-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya pfl\u00fcckt frisches gr\u00fcnes Gras<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 20. November 2016<\/strong><br \/>\nDie Buschb\u00f6cke, die sich sonst immer morgens an den Stallungen aufhalten, sind jetzt verschwunden, da der Regen frisches gr\u00fcnes Gras f\u00fcr alle wilden Tiere zur\u00fcckgebracht hat. Die Elefanten sehen sehr gl\u00fccklich aus und fressen das leckere Gr\u00fcn, das sie w\u00e4hrend der Trockenzeit eine ganze Weile nicht mehr bekommen hatten.<br \/>\nDie Waisenherde wurde heute von Lima Lima und einem Keeper auf dem Weg in den Busch angef\u00fchrt. Alamaya und Mwashoti waren sehr gierig, kaum dass sie aus ihrem Gehegetor getreten waren. Sie futterten so schnell sie konnten, als ob sie einen Wettbewerb veranstalteten, wer mehr fressen konnte. Als die Waisen beim Schlammbad ankamen, fanden sie das Wasserloch voller Regenwasser vor. Es schwappte geradezu \u00fcber und war ziemlich kalt, sodass sie heute nicht gro\u00df zum Baden kamen. Also tranken sie nur ihre Milch und folgten dann Faraja, um in der N\u00e4he zu grasen, bis die Keeper ihr Mittagessen beendet hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121120168244-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 21. November 2016<\/strong><br \/>\nWegen des starken Winds und des heftigen Regens fiel letzte Nacht eine gro\u00dfe Akazie um. Sonje und Ngasha kamen am Morgen heraus, und bevor sie an ihr Tagewerk gingen, hielten sie zusammen mit den anderen Waisen an dem umgest\u00fcrzten Baum an. Dann gingen sie in den Wald, und Sonje und Murera brachen einige leckere \u00c4ste f\u00fcr die jungen Babys ab, weil diese nicht kr\u00e4ftig genug waren, um sie selbst vom Baum zu rei\u00dfen. Nachdem sie sie gefressen hatten, \u00fcbernahmen Zongoloni und Quanza das Kommando und f\u00fchrten die Babys zu den H\u00fcgeln. Es war sehr rutschig, und wir machten uns Sorgen um Murera mit ihrem kaputten Bein und ihrer H\u00fcfte. Sonje kam ihr zu Hilfe und schob sie von hinten den H\u00fcgel hinauf. Murera war sehr froh \u00fcber die Hilfe von ihrer Freundin. Auch f\u00fcr die Keeper war es schwierig, auf dem rutschigen Weg den Berg hinauf zu kommen, und einige von ihnen fielen auf den Hintern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201614945-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje knabbert an der Akazienrinde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 22. November 2016<\/strong><br \/>\nDie frechen Jungs Faraja und Jasiri gerieten heute aneinander, als sie darum stritten, wer auf ihren Spielkameraden Ngasha klettern durfte. Die Rangelei dauerte an, bis Ngasha genervt war, weil Faraja ihn geschubst hatte und er umgefallen war. Jasiri, der gro\u00df und schwer ist, versuchte daraufhin, auf Ngasha zu klettern, w\u00e4hrend dieser noch auf dem Boden lag und versuchte aufzustehen. Ngasha begann, um Hilfe zu rufen, sodass Sonje und Zongoloni herbei eilten. Als sie ankamen, sahen sie, wie Ngasha auf dem Boden lag und nicht aufstehen konnte, weil es sehr nass und rutschig war. Die beiden M\u00e4dchen versuchten, ihm zu helfen, konnten ihn aber auf nicht auf die Beine bekommen. Die Keeper mussten hinzukommen, und als sie sich alle zusammen abm\u00fchten, gelang es ihnen schlie\u00dflich, Ngasha wieder aufzuhelfen. Inzwischen hatten sich Jasiri und Faraja aus dem Staub gemacht, aus Angst, f\u00fcr ihre Dummheiten bestraft zu werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201615212-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja auf der Wiese<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 23. November 2016<\/strong><br \/>\nHeute beschlossen Murera und Sonje, die Waisen in den Wald zum Umani-H\u00fcgel zu f\u00fchren. Sonje wollte Mwashoti bei sich haben und sah sich um. Schlie\u00dflich fand sie ihn bei Zongoloni und Quanza und kollerte ihm zu; er schloss sich ihr schnell an, und sie konnten zu den Weidegr\u00fcnden aufbrechen. W\u00e4hrend die Waisen gesch\u00e4ftig grasten, begann es zu regnen, und die meisten Elefanten wie auch die Keeper entschieden sich, den Regen zu meiden und unter den B\u00e4umen Schutz zu suchen. Lima Lima lie\u00df sich aber nicht vom Regen st\u00f6ren und fra\u00df weiter die frischen Zweige, die sie gefunden hatte. Ziwa und Zongoloni hatten ihren Spa\u00df dabei, sich in der nassen Erde herumzurollen, w\u00e4hrend die anderen darauf warteten, dass der Regen aufh\u00f6rte.<br \/>\nNachdem die Waisen ihre Mittagsmilch getrunken hatten, brachte Murera die Gruppe zu den Chyulu-Bergen, wo sie ein nat\u00fcrliches Wasserloch fanden, das von den wilden Elefanten genutzt worden war. Die Waisen w\u00e4lzten sich kurz darin und gingen danach zur Tr\u00e4nke zur\u00fcck, um frisches Wasser zu saufen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201615820-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera und Zongoloni gehen voran<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 24. November 2016<\/strong><br \/>\nHeute schienen alle Elefanten sehr gl\u00fccklich und energiegeladen zu sein, als sie in den Tag starteten. Sie trompeteten und jagten wild herum, rannten im Geb\u00fcsch hin und her und hatten \u00fcberhaupt jede Menge Spa\u00df. Die Keeper waren froh dar\u00fcber, die Waisen so gutgelaunt zu sehen.<br \/>\nGegen Mittag schlossen sich einige B\u00fcffel den Waisen an, die gerade im Busch frische Zweige fra\u00dfen. Es war eine sehr gro\u00dfe B\u00fcffelherde, und die Keeper fragten sich, ob das die Ursache daf\u00fcr war, dass die Waisen am Morgen so verspielt gewesen waren. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Waisen die B\u00fcffel in der Gegend gewittert und versucht hatten, sie zu vertreiben.<br \/>\nSp\u00e4ter am Nachmittag, bevor die Waisen zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten, wurden sie von Offiziellen der Justiz besucht, die sie gesund und munter vorfanden. Als sie sahen, wie Murera und Mwashoti nach ihren Verletzungen durch Wilderer humpelten, f\u00fchlten sie mit ihnen und best\u00e4tigten, dass solche Wilderer lebenslange Strafen bekommen sollten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12122016273-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri und Quanza<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 25. November 2016<\/strong><br \/>\nUmani ist nun wieder vollst\u00e4ndig ergr\u00fcnt und ein \u00fcppiges Paradies voller wilder Tiere, V\u00f6gel, Schmetterlinge und Insekten, die alle begeistert von dem Gr\u00fcn des Kibwezi-Waldes sind. Der nimmersatten Lima Lima kommt die frische Vegetation gerade recht, und man sieht sie jederzeit auf irgendeinem Gras oder anderem Gr\u00fcn herumkauen. Heute war Faraja sehr verspielt, als er drau\u00dfen fra\u00df. Er warf etwas Gras auf seinen Kopf, w\u00e4hrend er mit den F\u00fc\u00dfen noch mehr lockerte, weil sein R\u00fcssel bereits gef\u00fcllt war.<br \/>\nBeim Schlammbad nahm Murera mit Alamaya einen Umweg zur Milchflasche und versuchte so, mit ihm den \u00e4lteren und ruppigeren Jungs aus dem Weg zu gehen. Diese h\u00e4tten gern mit Alamaya und Mwashoti ein paar Ringk\u00e4mpfe veranstaltet. Den Rest des Nachmittags grasten die Waisen, bis es Zeit war, nach Hause zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201621911-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen umgeben von \u00fcppigem Gr\u00fcn<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 26. November 2016<\/strong><br \/>\nLima Lima schloss sich heute Zongoloni und Quanza an, die mit ihren F\u00fc\u00dfen im Schlamm herumtraten. Als Jasiri Lima Lima und Quanza beim fr\u00f6hlichen Spielen sah, versuchte er, sich zwischen sie zu dr\u00e4ngeln und mitzumachen. Den M\u00e4dchen gefiel das gar nicht, und Zongoloni brach zusammen mit Quanza auf. Als Lima Lima bemerkte, dass die anderen M\u00e4dchen gegangen waren, kehrte auch sie Jasiri den R\u00fccken und lie\u00df ihn zur\u00fcck.<br \/>\nZur Milchf\u00fctterungszeit hielten die Waisen an und warteten darauf, dass die Keeper ihnen das Signal zum Aufbruch zur F\u00fctterstelle gaben. Als die Keeper pfiffen, rannten sie alle zu ihren Flaschen. Lima Lima musste wieder von den Keepern zur\u00fcckgehalten werden, damit sie als letzte ankommen und so die anderen Waisen nicht st\u00f6ren w\u00fcrde, w\u00e4hrend diese ihre Milch tranken. Sie neigt dazu, ihre Milch schnell hinunterzuschlingen und dann die von den anderen Babys stehlen zu wollen, die langsamer trinken als sie.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201622310-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza gibt den Weg vor<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 27. November 2016<\/strong><br \/>\nKaum war Murera heute Morgen aus ihrem Gehege gekommen, schloss sie sich mit Sonje zusammen, und die beiden gingen Mwashoti begr\u00fc\u00dfen. Danach brachen die Waisen hinaus in den Wald auf und gingen zum Umani-H\u00fcgel, um dort frische Zweige und leckeres Gr\u00fcn zu fressen. Mwashoti versuchte, einige Zweige abzubrechen, doch er war nicht stark genug daf\u00fcr, also warteten er und Alamaya auf Murera und die anderen \u00e4lteren K\u00fche, damit sie ihnen halfen. Mwashoti folgte Alamaya dann zum Staubbad, wo die beiden zusammen den Staub genossen. Sie bedeckten sich von Kopf bis Fu\u00df mit damit, um die bei\u00dfenden Insekten fernzuhalten.<br \/>\nEin Keeper ging zu Ngasha, um ihm ein paar Streicheleinheiten zu geben. Ngasha freute sich sehr dar\u00fcber und sperrte seinen Mund weit auf, damit der Keeper seine Finger hineinstecken w\u00fcrde und Ngasha daran nuckeln konnte. Als ihm der Keeper zu langsam war, schnappte er sich die Hand mit dem R\u00fcssel und steckte sie selbst in den Mund, um dann sehr zufrieden daran zu nuckeln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201622726-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya staubbadet<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 28. November 2016<\/strong><br \/>\nEs regnet weiterhin, und es gibt Regenschauer in den fr\u00fchen Morgenstunden, wenn die Waisen gerade aus den Gehegen kommen, um ihren Tag zu beginnen. Heute ging Murera zu den kleinen Bullen Alamaya und Mwashoti und stellte sich zwischen sie, da Alamaya in St\u00e4nkerlaune und etwas ruppig zu Mwashoti war. Drau\u00dfen auf den grasbedeckten Wiesen sprangen Grash\u00fcpfer um Murera herum. Sie stellte ihre Ohren auf, um sie zu vertreiben, doch es n\u00fctzte nichts, denn sie lie\u00dfen sich von ihr gar nicht beeindrucken. Die Babys hielten an etwas matschigem Wasser in sumpfigem Gebiet im Wald an und genossen es, sich Wasser auf die Brust zu spritzen und sich so abzuk\u00fchlen. Es war ihnen heute sehr hei\u00df.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201623035-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera versucht, die Grash\u00fcpfer zu vertreiben<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 29. November 2016<\/strong><br \/>\nQuanza nahm heute die Babybullen mit, als die Waisen hinaus zu den Weidegr\u00fcnden gingen. Es hatte in der Nacht ziemlich heftig geregnet, und es nieselte noch, als die Waisen aufbrachen. Als Murera Quanza und die Jungs zusammen gehen sah, gab sie sich damit zufrieden, dicht bei den Keepern zu bleiben, denn sie wusste, dass diese ihr helfen w\u00fcrden, wenn sie Probleme mit dem rutschigen Boden bekommen sollte. Sie muss im Matsch langsamer als \u00fcblich laufen, wegen der Verletzungen, die sie erlitten hatte, als sie verwaiste, und wegen denen sie nun humpelt. Als die Keeper und Murera die Gruppe wieder einholten, rollte sich Zongoloni gerade in der roten Erde herum, w\u00e4hrend Quanza und Lima Lima sich um ein paar s\u00fc\u00dfe Zweige stritten, die Quanza auf dem Weg in den Wald aufgesammelt hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201623831-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwa in Angriffslaune<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 30. November 2016<\/strong><br \/>\nAlamaya \u00fcbernahm heute Morgen die F\u00fchrung und legte einen wackeren Schritt vor, als er die Waisen zur Wasser-Pipeline brachte. Mwashoti schloss sich ihm an, und die beiden hatten gro\u00dfen Spa\u00df dabei, sich wie die Chefs der Herde zu f\u00fchlen. Gierschlund Lima Lima und Ngasha hielten an, um alle Zweige zu fressen, die sie auf dem Weg fanden. Sie h\u00f6rten auch bei der Milchf\u00fctterung nicht auf damit, w\u00e4hrend die anderen Waisen auf ihre Milchflaschen warteten. Ansonsten war es ein unspektakul\u00e4rer Tag; die Waisen fra\u00dfen die frischen gr\u00fcnen Bl\u00e4tter und Pflanzen, bis es Zeit war, f\u00fcr die Nacht wieder zu den Stallungen zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1212201624041-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya und Lima Lima<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-november-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag, 1. November 2016 Murera, Sonje und der kleine Mwashoti schlossen sich mit Lima Lima, Ziwa und Alamaya zusammen und gingen hinaus, um die \u00fcblichen Aktivit\u00e4ten im Wald zu beginnen. Sie suchten nach dem frischen Gras, das sich seit Beginn der Regenf\u00e4lle zeigt. Einige wundersch\u00f6ne Schmetterlinge waren auch zu sehen, und Alamaya war gar nicht &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-november-2016\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eUmani Springs November 2016\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":8459,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[40,61,1],"tags":[],"class_list":["post-8458","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-tagebuch-der-keeper","category-umani","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8458","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8458"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8458\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8460,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8458\/revisions\/8460"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8459"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8458"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8458"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8458"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}