{"id":8499,"date":"2017-01-29T11:46:40","date_gmt":"2017-01-29T10:46:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=8499"},"modified":"2017-01-29T11:46:40","modified_gmt":"2017-01-29T10:46:40","slug":"nairobi-nursery-dezember-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-dezember-2016\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery Dezember 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 1. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nEs ist bekannt, dass ein satt gefressener L\u00f6we kein Interesse an anderen Tieren seines \u00fcblichen Speiseplans hat, auch wenn sie ihm sehr nahe kommen. Heute Nachmittag grasten die Waisenelefanten gerade, als sie ein Warzenschweinjunges schreien h\u00f6rten. Es kam den Elefanten entgegen gerannt, und ein L\u00f6we war hinter ihm her! Die Raubkatze schien sich aber keine allzu gro\u00dfe M\u00fche zu geben, sondern wollte das Ferkel offenbar nur \u00e4rgern und so tun, als ob er es jagen wollte. Die Warzenschweinmutter rannte hinterher und versuchte, ihr Kleines zu retten. Das Drama kam zu einem abrupten Ende, als die mutige Kamok, die L\u00f6wen nicht leiden kann, aus dem Geb\u00fcsch hervor kam und den L\u00f6wen verscheuchte. Er rannte weg und verschwand im Dickicht, und das kleine Warzenschwein konnte wieder zu seiner Mutter.<br \/>\nHeute war es bereits am fr\u00fchen Morgen sehr hei\u00df und bei der privaten Besuchsstunde um 15 Uhr trank Malima schnell ihre Milch aus und nahm Ambo, Jotto und Mbegu mit ins Schlammloch. Kurz darauf schloss sich ihnen auch Godoma an, und sie und Mbegu tauchten vom Kopf bis zur Schwanzspitze im Matsch unter. Mbegu erlaubte den Kleinen, auf ihrem R\u00fccken herumzuklettern und in den Schlamm zu rutschen. Schlie\u00dflich verlie\u00dfen sie alle das Schlammloch und gingen sich bei einem Staubbad abtrocknen. Daraufhin beschlossen Ndotto und Lasayen, hinein zu gehen und spielten selber &#8211; sie spielten Fu\u00dfball und machten Kopfstand im Matsch! Am Ende gaben sie das Fu\u00dfballspielen auf und gingen zu Ndottos Lieblingsspiel \u00fcber &#8211; Rangeln und Klettern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201744040-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die s\u00fc\u00dfe Malima gibt den Weg vor<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 2. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nEsampu kann manchmal schlechtgelaunt und hinterh\u00e4ltig sein! Die allermeisten Waisen kommen gut mit ihren Nachbarn aus und sind gute Freunde oder vertragen sich zumindest mit ihnen. Bei der kleinen Esampu ist das etwas anders: Direkt neben ihr wohnt Ambo, und obwohl sie auch manchmal unfreundlich zu allen Anderen sein kann, ist ihr Verhalten Ambo gegen\u00fcber unm\u00f6glich! Heute Morgen, als sie aus den St\u00e4llen kamen, ging Ambo auf dem Weg mit den Anderen in den Wald an ihr vorbei, da rannte sie ihn um und stie\u00df ihn zu Boden. Als Ambo wieder aufgestanden war, war er nat\u00fcrlich auf Rache aus, und er jagte hinter ihr her zur\u00fcck in ihren Stall. Sie versuchte, sich darin zu verstecken, doch Ambo erwischte sie am Schwanz und versuchte, sie wieder nach drau\u00dfen zu ziehen. Sie drehte sich um und begann, ihn zu schubsen, und im Nu war ein Streit zwischen den beiden Waisen entbrannt. Sie h\u00f6rten nicht auf die Keeper, die sie trennen wollten, und das kleine freche M\u00e4dchen lie\u00df nicht von Ambo ab. Ambo war schlie\u00dflich brav und folgte seinen Keepern, die ihn beruhigten, doch nicht Esampu &#8211; ein Keeper musste sie zur\u00fcckhalten, w\u00e4hrend ein anderer mit Ambo verschwand. Sie rangelte sogar mit dem Keeper und schaffte es, an ihm vorbei zu kommen. W\u00e4hrend alle Babys auf dem Weg in den Wald waren, rannte sie hinter Ambo her und versuchte wieder, ihn zu schubsen. Es mussten erst Mbegu und Oltaiyoni eingreifen, um den Frieden wieder herzustellen. Als Oltaiyoni mitbekommen hatte, dass Esampu die \u00dcbelt\u00e4terin gewesen war, wollte sie ihr eine Lektion erteilen, doch zum Gl\u00fcck hatte Mbegu aufgepasst und sich ihrer schon angenommen.<br \/>\nSana Sana geht kaum einmal ins Schlammbad, um sich darin zu w\u00e4lzen, doch heute war es anders. Bei der Hitze hielt sie es nicht mehr aus, und kaum hatte sie ihre Milch getrunken, ging sie schnurstracks ins Schlammloch und blieb darin, bis es Zeit war, wieder in den Wald zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11320176548-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Esampu kann ganz sch\u00f6n grantig werden!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 3. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nImmer wenn der neue Waisenjunge Karisa die anderen Waisen ihre Gehege verlassen und in den Wald gehen sieht, wird er sehr unruhig und geht in seinem Abteil auf alles und jeden los, der in die N\u00e4he kommt oder an seinem Tor vorbei geht. Murit scheint sich heute Morgen in einem der St\u00e4lle versteckt zu haben, denn als die Anderen sich aufmachten, ging er direkt zu Karisas Tor, stibitzte etwas von seinem Futter und plauderte ein wenig durch die Gitterst\u00e4be mit ihm. Das war alles wunderbar, aber kaum war Murit von seinem Keeper gerufen worden, um mit in den Wald zu kommen, wurde Karisa w\u00fctend und lie\u00df seinen \u00c4rger dar\u00fcber, dass er nicht mitgehen konnte, an seinem Eingangstor aus. Im Gegensatz dazu verh\u00e4lt sich der andere neue, deutlich \u00e4ltere Bulle, Kelelari wesentlich ruhiger in seinem Gehege. Die kleine Kuishi ist noch zufriedener und l\u00e4sst keine Gelegenheit aus, am Finger eines Keepers zu nuckeln.<br \/>\nIn letzter Zeit haben Murit und Tamiyoi sich zusammengetan und sich eine neue Unsitte angew\u00f6hnt: Sie schleichen sich von der Gruppe weg zur\u00fcck zu den Stallungen, um dort Luzernenheupellets zu naschen! Ihren eigenen Vorrat futtern sie \u00fcber Nacht auf, und wenn sie tags\u00fcber zur\u00fcckkommen, pl\u00fcndern sie in den Gehegen ihrer Freunde alles, was diese zur\u00fcckgelassen haben. Dabei sind sie sehr schlau, denn wenn sie h\u00f6ren, dass jemand kommt &#8211; wie etwa ein Keeper, der sie holen will &#8211; bleiben sie ganz still stehen und warten ab, bis er wieder weg ist. Wir mussten sehr lachen, als wir Tamiyoi das erste Mal erwischten &#8211; sie wusste, dass sie etwas Unerlaubtes getan hatte und rannte schreiend aus Jottos Gehege heraus zur\u00fcck in den Wald, mit Murit auf den Fersen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201761854-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit ist ein sehr liebevoller Junge<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 4. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nGodoma kann es gar nicht leiden, wenn es w\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde laut ist. Abgesehen davon ist sie einer der neugierigsten Waisen. Heute lieferte sie sich gerade eine Rangelei mit Frechdachs Rapa, als die Warzenschweine sie immer wieder bei ihrem Spiel im Schlammloch st\u00f6rten. Diese wollten sich auch nur abk\u00fchlen, da es so hei\u00df war, doch Godoma wollte das Schlammbad mit niemandem anderen teilen. Als sie die Warzenschweine verjagen wollte, feuerte eine Gruppe Besucher sie an, und so wandte sie sich diesen zu: Sie hob ihren R\u00fcssel hoch und trompetete sie an! Die Zuschauer verstanden aber die Warnung nicht, und als sie weiter riefen, kam sie aus dem Schlamm gest\u00fcrmt und spritzte mit dem Matsch nach ihnen, den sie mit dem R\u00fcssel aufgesaugt hatte. Danach war Ruhe, und Godoma war zufrieden mit ihrer Arbeit.<br \/>\nMalkia wurde zur Herde der \u00e4lteren Waisen bef\u00f6rdert, damit sie ein wenig von ihren \u00e4lteren Artgenossen erzogen wird. Das hat allerdings zur Folge, dass nun Tagwa frech wird, sodass sie sich heute bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde ebenfalls der \u00e4lteren Gruppe angeschlossen hat. So kann sie auch ein paar gute Manieren und was man als Elefant sonst noch wissen muss von den anderen Waisen lernen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201765236-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Godoma mag L\u00e4rm gar nicht!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 5. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein froher Tag f\u00fcr Kuishi, die seit ihrer Ankunft in ihrem Gehege war: Nach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde kam eine kleine Gruppe zur\u00fcck zu den Stallungen und nahm sie zum ersten Mal mit in den Wald hinaus. Unsere Mini-Leithkuh Oltaiyoni, Roi, Ndotto, Maramoja und nat\u00fcrlich die treusorgende Mbegu waren es, die sie abholten. Als sie ankamen, war Kuishi begeistert, dass sie mit hinaus konnte. Die gro\u00dfe Oltaiyoni stand erst einmal am Eingangstor im Weg, aber als sie etwas Platz gemacht hatte, nahmen sie Kuishi in Empfang und begleiteten sie hinaus zu den Anderen. Mbegu dr\u00e4ngelte sich zwichen die anderen Waisen, um dem Neuling so nahe wie m\u00f6glich zu sein, als sie alle um sie herum standen. Kaum war sie im Wald angekommen, fing Kuishi an, nach ihren Lieblingspflanzen zum Fressen zu suchen. Wanjala und Maramoja waren auch sehr froh, sie zu sehen und scharwenzelten beim Grasen immer um sie herum. Sogar Kauro kam herbei, um ihr Hallo zu sagen, nachdem er ziemlich weit weg gewesen war, als sie im Busch angekommen war. Er t\u00e4tschelte sie liebevoll &#8211; er ist wirklich ein unglaublich freundlicher Bulle! Es dauerte nicht lange, dann kamen auch Roi, Mbegu und Dupotto wieder, um sich zu versichern, dass es ihr gut ging. Die f\u00fcnf blieben bis 15 Uhr zusammen, und dann ging Kuishi zusammen mit Wanjala, Esampu, Malkia und Galla zur privaten Besuchsstunde. Sie war sehr brav, auch auf dem R\u00fcckweg zum Besuch der Pateneltern an den Stallungen um 17 Uhr &#8211; sie ist jetzt ein richtiges Mitglied der Waisenfamilie.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201745020-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kuishi und Malima (rechts)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 6. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nManchmal ist eine Leitkuh sehr streng mit ihren Herdenmitgliedern, und Oltaiyoni ist da keine Ausnahme. Bei manchen Waisen dauert es eine Weile, bis sie sie als neue Mitglieder in der Herde akzeptiert hat, bei anderen braucht sie sie nur kurz anzuschauen und hei\u00dft sie willkommen. Heute war sie gar nicht nett zu der kleinen Kuishi, und die Keeper mussten eingreifen und mit ihr schimpfen.<br \/>\nMurit braucht manchmal ein wenig, bis er sich an etwas Neues gew\u00f6hnt hat, aber er ist immer offen f\u00fcr alles. In letzter Zeit hat er das Schlammbad f\u00fcr sich entdeckt, da es so hei\u00df ist, aber er bleibt immer erst einmal am Rand des Schlammlochs stehen und wartet, bis die wilden Babys heraus gekommen sind, bevor er hinein geht. Heute genoss er den Matsch eine ganze Weile, aber erst nachdem Mbegu, Pare und Godoma genug von ihren Spielen und Rangeln hatten. Dabei zeigte er sein Talent zum Fu\u00dfballspielen, und Rapa machte mit und schoss den Ball immer wieder zur\u00fcck, wenn Murit ihn aus dem Schlammloch gekickt hatte. Als sie nach der Besuchsstunde zur\u00fcck im Wald waren, forderte er Jotto und Luggard zum Kr\u00e4ftemessen heraus. Luggard und Murit scheinen gro\u00dfe Freunde zu werden und bet\u00e4tigen sich mit Vorliebe an ausf\u00fchrlichen Ringk\u00e4mpfen, wann immer sie sich \u00fcber den Weg laufen.<br \/>\nKuishi hat sich sehr schnell an ihre neue Familie gew\u00f6hnt, sowohl an die Elefanten wie auch die Menschen. Abgesehen von ihrem kleinen Problem mit Oltaiyoni am Morgen hatte sie einen wunderbaren Tag drau\u00dfen im Busch. Sie kam wieder mit zur privaten Besuchsstunde; dort war sie die Ruhe selbst und war die meiste Zeit mit Schlammbaden mit ihren Freunden besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201765525-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oltaiyoni kann eine strenge Leitkuh sein<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 7. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nSeit einiger Zeit werden nun t\u00e4glich L\u00f6wen rund um das Waisenhaus gesichtet. Diese Tatsache bereitet unserer Giraffe Kiko einiges Kopfzerbrechen, und er bleibt jetzt die meiste Zeit im Bereich der Stallungen. Die L\u00f6wen haben noch nie einen der Elefantenwaisen angegriffen &#8211; die L\u00f6wen im Nairobi-Nationalpark kennen so etwas nicht. Die Elefanten m\u00f6gen es aber trotzdem nicht, wenn sie in der N\u00e4he sind, und die Keeper nat\u00fcrlich schon gar nicht. Immer wenn welche auftauchen, sind Oltaiyoni, Kauro, Roi, Kamok und manchmal auch Tusuja sehr aufmerksam und behalten die Kleinen gut im Auge. Kamok jagt hinter ihnen her, und heute stampfte sie auf dem Boden auf und trompetete, um sie zu verscheuchen. An den Stallungen will Kiko manchmal unbedingt auch in den Wald hinaus, aber er wei\u00df nicht, dass die L\u00f6wen dort sind und er bei den Gehegen, wo er in Ruhe fressen kann, besser aufgehoben ist. Nachdem die L\u00f6wen sich damit abgefunden hatten, dass es nichts zu holen gab, und sie von Kamok auch nicht freundlich empfangen wurden, lie\u00dfen sie die Waisen in Ruhe und zogen sich wieder in den Park zur\u00fcck.<br \/>\nOltaiyoni kann eine sehr treusorgende Leitkuh sein. Wenn es am Nachmittag wieder zur\u00fcck zu den Stallungen geht, ist sie immer die letzte. An der Stelle, an der die Pateneltern stehen, wenn sie den Waisen am Nachmittag beim Heimkommen zuschauen, wartete sie, bis das letzte Baby da war. Pl\u00f6tzlich rannte sie eilig ganz nach vorn, um die Zuschauer davon abzuhalten, ihre Sch\u00fctzlinge anzufassen; wann immer jemand es versuchte, ging sie gleich hin, um denjenigen zur Seite zu schieben. Sie k\u00fcmmert sich vorbildlich um ihre Herde und ist eine sehr besch\u00fctzende Mini-Leitkuh.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201771220-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko grast in letzter Zeit haupts\u00e4chlich an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 8. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen heute Morgen im Wald angekommen waren, wartete Godoma eine Weile und schlich sich dann zu den Stallungen zur\u00fcck. Als sie dort ankam, marschierte sie geradewegs in Dupottos Gehege und fing an, sich mit Kelelari in dessem Gehege zu unterhalten. Sie blieb eine ganze Weile dort und spielte mit ihm, und jedesmal wenn sie jemanden kommen h\u00f6rte, versteckte sie sich in der hintersten Ecke. Nachdem die Person wieder gegangen war, kam sie wieder hervor und plauderte weiter mit Kelelari. Schlie\u00dflich fand ein Keeper sie, als sie gerade wieder in die Ecke schleichen wollte, und er begleitete sie wieder hinaus in den Wald.<br \/>\nUkame ist meistens mit Malima zusammen drau\u00dfen, aber heute begleiteten sie die stets grantelnde Esampu und Wanjala. Die drei schlugen beim Grasen allm\u00e4hlich eine andere Richtung ein als der Rest der Herde. Weil alle im dichten Geb\u00fcsch unterwegs waren, dachten die Keeper, sie w\u00e4ren mit den Anderen zusammen. Erst als sie pl\u00f6tzlich aus einer ganz anderen Richtung zur\u00fcckkamen, merkten die Keeper, dass sie abseits der restlichen Waisen gegrast hatten.<br \/>\nNach der 9-Uhr-F\u00fctterung gingen Mbegu, Roi, Oltaiyoni, Tamiyoi und Ndotto zu den Stallungen zur\u00fcck, um Karisa zu seinem ersten Tag drau\u00dfen mitzunehmen. Als das Tor ge\u00f6ffnet wurde, ging Roi als erste hinein, aber als Karisa sie auf sich zukommen sah, stellte er die Ohren auf und machte sich zum Angriff bereit! Roi versperrte ihm daraufhin den Weg nach drau\u00dfen. Dann wollte auch Ndotto hinein gehen. Erst als ein Keeper auch hinein ging, um ihn nach drau\u00dfen zu bringen, sah er sehr erfreut und gl\u00fccklich aus, dass er sich der Gruppe drau\u00dfen anschlie\u00dfen und mit in den Wald aufbrechen konnte. Er wollte dann alle Anderen kennenlernen, und als er an Kuishi, Tamiyoi und Malima geriet, war er sehr interessiert an den dreien, vor allem an Malima, die aber immer wieder vor ihm wegrannte! Insgesamt hatte er einen wunderbaren Tag drau\u00dfen im Busch und machte keinerlei Schwierigkeiten &#8211; er ist au\u00dferhalb des Geheges viel braver als darin!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201771657-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen spielen im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 9. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nKelelari scheint sein Leben im Gehege sehr zu genie\u00dfen. Jeden Morgen, wenn seine Nachbarin Dupotto in den Wald hinaus geht, scheint ihn das gar nicht zu k\u00fcmmern, und er schaut zu, wie die anderen Waisen vorbei gehen, w\u00e4hrend er sein Gr\u00fcn frisst. Offenbar ist ihm sein momentaner Lebensstil ganz recht. Irgendwann soll er sich aber nat\u00fcrlich den anderen Waisen im Busch anschlie\u00dfen und mit ihnen zusammen sein. Er hat ordentlich an Gewicht zugelegt, seit er im Waisenhaus ist, und sieht gesund und munter aus. Auch seine Wunden heilen gut.<br \/>\nEs ist sehr r\u00fchrend, wie ein so gro\u00dfes M\u00e4dchen wie Ukame an einem so kleinen wie Malima h\u00e4ngt. Sie folgt Malima immer noch, wohin sie auch geht. Heute brachte Malima kurz vor der F\u00fctterung um 15 Uhr eine Gruppe von Waisen zum Schlammloch hinunter. Sie und ihre Freundin Ukame beschlossen, ein Bad zu nehmen, da es wieder sehr hei\u00df war. Offenbar war sie genau deshalb so zielstrebig hinunter gegangen. Nicht weit hinter ihnen hatten sich auch ein paar Andere fort geschlichen und kamen ihnen hinterher. Das waren Ambo, Oltaiyoni, Tagwa, Pare, Lasayen, Ndotto und Malkia, aber sie interessierten sich nicht so f\u00fcrs Schlammbad, sondern eher f\u00fcr ihre Milchflaschen! Als Malkia ankam, sah sie niemanden mit Milch dort stehen &#8211; was auch nicht verwunderlich war &#8211; und begann, nach ihrer Flasche zu schreien. Oltaiyoni und ihre Freunde wunderten sich, was da los war, und als die Keeper versuchten, sie zum Zur\u00fcckgehen zu bewegen, wichen sie ihnen aus und h\u00f6rten \u00fcberhaupt nicht auf sie. W\u00e4hrend all dem Hin und Her genossen Ukame und ihre kleine Freundin in aller Ruhe ihr Schlammbad. Nachdem sie fertig waren, f\u00fchrte Malima Ukame wieder heraus und zur\u00fcck in den Wald. Daraufhin folgten ihnen auch die anderen Waisen und warteten geduldig, bis es wirklich Zeit f\u00fcr die F\u00fctterung war und sie alle zusammen wiederkommen w\u00fcrden.<br \/>\nRapa ist seit kurzem hin und weg von einem quietschenden Spielzeug, mit dem er die ganze Zeit spielt, sogar in seinem Gehege. Maramoja kann es aber gar nicht leiden, und Rapa scheint das zu wissen. Er scheint absichtlich damit zu spielen, wenn Maramoja in der N\u00e4he ist, vor allem gegen Abend, wenn sie wieder in ihren Gehegen sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201772412-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kelelari in seinem Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 10. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nHeute verpasste Ukame Malima, als es hinaus in den Wald ging, und hatte stattdessen Karisa als Begleitung dabei. Die ganze Herde graste den Vormittag \u00fcber zusammen, nur diese beiden beschlossen, sich von den anderen Waisen abzusetzen. Karisa freundet sich gerne mit jedem an, der ihn zu einem Spaziergang mitnehmen will, und ist immer offen f\u00fcr neue Bekanntschaften. Als die erste Gruppe zur Milchf\u00fctterung am Schlammbad aufbrechen wollte, fiel auf, dass Ukame und Karisa nicht bei den anderen Waisen waren. Es begann eine Suche nach den beiden, aber sie waren nicht so einfach aufzufinden, und es war bereits Zeit f\u00fcr die F\u00fctterung. Ein paar Keeper blieben zur\u00fcck, um weiter nach ihnen zu suchen, w\u00e4hrend die anderen zur Milch gingen. Schlie\u00dflich verpassten Ukame und Karisa die komplette F\u00fctterung und wurden erst sp\u00e4ter beim gesch\u00e4ftigen Grasen tief im Geb\u00fcsch gefunden. Als Ukame die Keeper kommen sah, schien sie sich wieder zu erinnern und kam aus den B\u00fcschen gerannt &#8211; und Karisa hinterher. In dem Moment fiel ihnen offenbar ihre geliebte Milch ein, nach der sie sofort bei den Keepern suchten. Aber es war schon nicht mehr lange zur n\u00e4chsten F\u00fctterung, und so schlossen sie sich einfach dem Rest der Herde an und bekamen kurz darauf ihre n\u00e4chsten Milchflaschen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11520175188-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Malima drau\u00dfen beim Grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 11. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen heute morgen in bester Laune aus ihren St\u00e4llen und tr\u00f6teten \u00fcberall herum. Naseku gab den Ton an und trompetete und rannte umher, sodass die anderen Waisen auf sie aufmerksam wurden. Ndotto, Lasayen und Murit waren nat\u00fcrlich sofort dabei! All das spielte sich direkt neben Maxwells Gehege ab, und er wollte auch mitmachen. Er begann also, im Kreis herumzurennen und auf und ab zu jagen. Die guten Freunde Kamok, Mbegu und Kauro spielten auch mit und neckten Max, indem sie zu seinem Tor rannten und an den St\u00e4ben r\u00fcttelten. Das ging eine ganze Weile so, bis die Waisen schlie\u00dflich beschlossen, grasen zu gehen. Dabei kamen Murit und Lasayen irgendwie abhanden, als sie weiter ins dichte Geb\u00fcsch hinein wanderten. Kamok, Kauro und Mbegu rangelten lange miteinander, wobei Kamok allerdings zwischendurch erst einmal ein paar Warzenschweine verscheuchen musste, sodass Mbegu und Kauro ihren Ringkampf zu zweit genie\u00dfen konnten. Kurz darauf konnte man Murit und Lasayen rufen h\u00f6ren, die sich im Wald verlaufen hatten und ihre Herde nicht mehr fanden. Roi h\u00f6rte sie und antwortete, wodurch sie den Weg zur\u00fcck zur Gruppe wiederfanden. All die Aufregung und die Spiele waren dann sogleich beendet, da es Zeit f\u00fcr die 9-Uhr-F\u00fctterung war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/115201753737-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Naseku ist gut gelaunt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 12. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nBei der morgendlichen 9-Uhr-F\u00fctterung begann das Training f\u00fcr die Waisen, die bald den n\u00e4chsten Schritt zu ihrer Auswilderung antreten und zu den Stallungen in Ithumba umziehen werden. Dies werden Oltaiyoni, Kamok, Kauro, Naseku, Tusuja und Roi sein. Daf\u00fcr dass es f\u00fcr sie das erste Mal war, dass sie ihre Milch im Umzugs-LKW bekamen, und sie sich erst einmal daran gew\u00f6hnen m\u00fcssen, verlief das Ganze recht erfolgreich. Oltaiyoni, Kamok, Kauro und Naseku machten alle brav mit, nur Tusuja machte ein paar Schwierigkeiten, wie auch Roi, die sonst bei den F\u00fctterungen gerne Milch stiehlt. Diesen beiden war das Training nicht ganz geheuer, und sie wollten nicht in den LKW hinein gehen. Also bekamen die, die problemlos hinein gingen, ihre leckere Milch und die anderen mussten warten. Das gefiel Tusuja gar nicht, und er war neidisch auf die Waisen, die schon trinken konnten. W\u00e4hrend er abwartete, ob die Keeper es sich nicht noch anders \u00fcberlegen und ihm doch etwas geben w\u00fcrden, ging Naseku an ihm vorbei, die ihre Flasche schon geleert hatte. Aus lauter Trotz gab er ihr eine Kopfnuss, sodass sie aufschrie und Oltaiyoni ihre Milch stehen lassen musste, um ihr zu Hilfe zu eilen.<br \/>\nKiko musste in letzter Zeit h\u00e4ufig auf die Gesellschaft der Waisen verzichten, da er wegen der L\u00f6wen im Wald meistens an den Stallungen bleibt. Daher war er heute sehr \u00fcberrascht, als pl\u00f6tzlich zu unerwarteter Zeit einige der Elefanten zu ihrem Umzugstraining zur\u00fcckkamen. Als sie im LKW ihre Milch bekamen, stand er daneben, schaute ihnen zu und versuchte sogar, selbst in das Fahrzeug zu gelangen. Nachdem alle gef\u00fcttert worden waren, kam pl\u00f6tzlich Kamok auf ihn zu, womit er nicht gerechnet hatte, und verpasste ihm eine mit dem R\u00fcssel, um zu verscheuchen. Er galoppierte davon, da Kamok die Ohren aufgestellt hatte und ihn ganz offensichtlich nicht in der N\u00e4he haben wollte. Kamok verfolgte ihn trompetend, und Oltaiyoni und Roi stiegen auch noch in die Jagt mit ein! Schlie\u00dflich suchte er in einem Gehege Zuflucht, und die Keeper kamen hinterher, um ihn vor den wildgewordenen Elefantenbabys zu besch\u00fctzen. Armer Kiko!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201745556-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok drau\u00dfen im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 13. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nDie kleine dickk\u00f6pfige Malkia stahl sich heute von der \u00e4lteren Gruppe davon und ging mit der ersten Gruppe zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde. Sie schien das schon von langer Hand geplant zu haben, da sie sich rechtzeitig im Geb\u00fcsch positionierte, um sich dann davonzuschleichen. Als sie dann auf der anderen Seite des Dickichts auf die Lichtung trat und zur F\u00fctterstelle hinunter rannte, konnte man sie rufen h\u00f6ren &#8211; wahrscheinlich wollte sie den anderen Bescheid geben, dass sie auch kommen w\u00fcrde, damit sie Flaschen f\u00fcr sie bereithielten. Sie hat sich noch nicht mit den Gepflogenheiten abgefunden, und nach ihren zwei Flaschen schrie sie nach mehr. Sana Sana war ein paar Meter entfernt und schaute zu, wie Malkia ihre Freunde nervte, um an Milchflaschen zu kommen. Auch bei den Keepern war sie st\u00f6rend, weil sie zur Schubkarre zu gelangen versuchte. Sana Sana ging dann zu ihr hin\u00fcber und Als Malkia einen Keeper mit einer leeren Flasche schubste, schritt Sana Sana ein. Sie passte bis zum Ende der Besuchsstunde auf Malkia auf und hielt sie von der Schubkarre wie auch von allen anderen Waisen fern.<br \/>\nZur\u00fcck im Wald standen die Elefanten herum und grasten friedlich, w\u00e4hrend sie wie \u00fcblich darauf warteten, dass die Keeper mit ihrem Mittagessen fertig werden w\u00fcrden. Ndotto, der seine Keeper \u00fcber alles liebt und eine enge und vertraute Beziehung zu ihnen hat, jagte immer wieder um einen kleinen Busch herum, nicht weit von der Stelle, an der die Keeper sa\u00dfen. Er rannte dorthin und wieder zur\u00fcck zu den Keepern und trompetete dabei nach Kr\u00e4ften. Er h\u00f6rte nicht auf damit, als ob er den Keepern etwas sagen wollte, aber niemand verstand, was er meinte. Schlie\u00dflich lie\u00dfen sie sich \u00fcberzeugen, mitzukommen und nachzusehen, warum er so einen L\u00e4rm machte. Er blieb dicht bei ihnen, aber man konnte ihm anmerken, dass er sich durch ihre Anwesenheit best\u00e4rkt f\u00fchlte. Als sie an dem Geb\u00fcsch ankamen, sprang pl\u00f6tzlich ein L\u00f6wenweibchen auf, die darin ein gerissenes Impala gefressen hatte! Da begann Ndotto wieder, so laut er konnte zu trompeten und herumzujagen, sodass auch Kauro und Kamok aufmerksam wurden und angerannt kamen. Als die L\u00f6win die Keeper und die gro\u00dfen Elefanten n\u00e4herkommen sah, machte sie sich schnell durch das Dickicht davon. Die Waisen wurden zusammengerufen, und sie gingen zu einer anderen Stelle des Waldes, um dort in Ruhe zu grasen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11520175421-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Malkia schleicht sich davon<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 14. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nKuishi ist gerne bei den Keepern und versucht, sich so viel wie m\u00f6glich bei ihnen aufzuhalten. Als sie heute mit ihnen spielte, wurde Tamiyoi eifers\u00fcchtig, da auch sie die Keeper sehr gern hat, und so schubste sie Kuishi weg, als diese an den Fingern nuckeln wollte. Kuishi wehrte sich allerdings nicht, denn sie hat Respekt vor den \u00c4lteren in der Waisenherde.<br \/>\nDas LKW-Training f\u00fcr die Elefanten, die bald umziehen werden, geht weiter, was f\u00fcr Oltaiyoni, Kamok, Kauro, Tusuja, Roi und Naseku bedeutet, dass sich ihr Tagesablauf etwas \u00e4ndert. Sie gew\u00f6hnen sich aber daran, und alle au\u00dfer Tusuja trinken jetzt ihre Milch im LKW. Tusuja verzichtet lieber auf seine Milch als sie darin zu trinken, aber wir hoffen, dass sich dieses Problem mit der Zeit gibt.<br \/>\nHeute kamen Kuishi, Luggard und Karisa das erste Mal mit zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde. Luggard und Kuishi kamen mit der ersten Gruppe zusammen mit Mbegu herunter. Luggard war sehr froh, dabei zu sein, denn das bedeutete, dass er sich ausf\u00fchrlich in seinem geliebten Schlammloch tummeln konnte. Nachdem er seine Milch getrunken hatte, ging er geradewegs in den Matsch und spielte dort, bis die Zeit um war. Kuishi ging an der gesamten Absperrung entlang und schn\u00fcffelte und t\u00e4tschelte an den Zuschauern herum. Nachdem sie alles untersucht hatte, schloss sie sich Luggard und einigen anderen Waisen im Schlammloch an. Godoma und Mbegu wollten am Ende partout nicht aus dem Schlammbad kommen, nicht einmal nachdem die Keeper sie aufgefordert hatten, ihnen und dem Rest der Herde zu folgen. Schlie\u00dflich kamen sie heraus, als der Rest der Gruppe schon wieder bei den Felsen war. Karisa kam als letzte, zusammen mit Ukame, und die beiden wurden nebeneinander gef\u00fcttert. Danach nahm Ukame Karisa mit ins Schlammbad, wo sie sich gen\u00fcsslich w\u00e4lzten. Insgesamt waren alle drei Neulinge heute bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde sehr brav!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11520175470-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kuishi kuschelt gerne mit den Keepern<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 15. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen, als einige der Waisen grasten und andere spielten, trieb sich Kamok wieder am Parkplatz herum und jagte dort den Warzenschweinen hinterher. Sie versuchten sich immer wieder zu verstecken, aber Kamok scheuchte sie wieder heraus. Sie versperrte jedem den Weg, der zum Haupteingang hereinkommen wollte, und ein Buschbock-M\u00e4nnchen hatte das Pech, dass er zwischen die Fronten geriet! Als die Warzenschweine sich unter einem Container in Sicherheit gebracht hatten, wandte sich Kamok dem Buschbock zu, der sich dort aufhielt. Das erschreckte ihn geh\u00f6rig, und er rechnete schon damit, dass Kamok jetzt hinter ihm her jagen w\u00fcrde. Er machte sich aus dem Staub, und Kamok konnte sich wieder auf die Warzenschweine konzentrieren. Das Spiel war aber bald vorbei, denn ein Keeper &#8211; der, auf den sie noch am ehesten h\u00f6rt &#8211; rief sie zur\u00fcck, damit sie sich wieder ihren Artgenossen im Wald anschloss, und sie ging brav mit ihm mit.<br \/>\nKuishi wird inzwischen sehr viel selbstbewusster. Noch vor kurzem \u00e4rgerte Malkia sie hin und wieder, aber jetzt l\u00e4sst sie sich nicht mehr alles gefallen. Murit hatte heute viel Spa\u00df mit Ngilai. Ngilai ist beim Spielen oft etwas ruppig, aber als er heute mit Murit spielte, war er sehr zur\u00fcckhaltend. Ndotto und Rapa werden auch langsam gute Freunde und rangeln gern miteinander. Sie genehmigten sich heute einen ausf\u00fchrlichen Ringkampf, bis Lasayen dazu kam und auch mitspielen wollte. Ndotto macht Anderen gern eine Freude, und so machte er Lasayen Platz, damit auch er sch\u00f6n mit Rapa rangeln konnte. Er selbst ging zu Dupotto hin\u00fcber, die in der N\u00e4he im hohen Gras lag, und kletterte ein wenig auf ihr herum.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201751357-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok ist mal wieder frech!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 16. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nDrau\u00dfen im Busch spielte Murit am Morgen herrlich mit Luggard; die beiden sind in letzter Zeit h\u00e4ufig zusammen unterwegs, und es scheint, als ob sie gro\u00dfe Freunde werden. Bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde folgte die erste Gruppe &#8211; nachdem sie alle ihre Milchflaschen geleert hatten &#8211; Mbegu ins Schlammbad, um sich von der Mittagshitze abzuk\u00fchlen. Die kleinen Waisen Malima, Jotto, Tamiyoi, Ambo, Esampu und Kuishi waren alle vollauf damit besch\u00e4ftigt, im Matsch herum zu wirbeln, sich gegenseitig zu schubsen und aneinander herunterzurutschen. Daneben schob Rapa an Lasayen herum, und als Lasayen aus dem Schlammloch kommen wollte, hielt er ihn am Hinterbein und versuchte, ihn wieder zur\u00fcck zu ziehen! Lasayen wollte sich am Rand festhalten, aber am Ende gelang es Rapa tats\u00e4chlich, ihn zur\u00fcck in den Matsch zu zerren, wo er auf dem Hintern landete. Rapas Albernheiten waren nat\u00fcrlich ein gro\u00dfer Spa\u00df f\u00fcr die Besucher, die es genossen, diesem kleinen frechen Elefanten zuzuschauen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/115201755129-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit hat viel Spa\u00df beim Spielen mit Luggard<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 17. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute Morgen auf dem Weg in den Wald waren, schlichen sich Kuishi, Tamiyoi, Malima und Esampu zur\u00fcck zu den Stallungen. Die R\u00e4delsf\u00fchrerin Tamiyoi f\u00fchrte sie zum Luzernenheu bei Maxwells Gehegetor, von dem sie ein wenig naschten. Kuishi begann zu kollern, als sie die Keeper sah, die die Gehege s\u00e4uberten. Als sie einen von ihnen eine Schubkarre mit Mist schieben sah, rannte sie ihm hinterher und begann, an ihm herumzuschubsten, weil sie dachte, es w\u00e4re Milch in der Schubkarre! Es war aber noch lange nicht F\u00fctterungszeit, sondern erst kurz nach 7 Uhr, sodass ihre Begeisterung fehl am Platz war. Als sie merkte, dass die Schubkarre keine Milchflaschen enthielt, schrie sie protestierend auf und Tamiyoi und die anderen Waisen kamen her\u00fcber, um zu sehen, was los war. Die Keeper brachten sie zur\u00fcck in den Wald, damit sie mit dem Rest der Herde grasen konnten, anstatt Durcheinander an den Stallungen anzurichten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/115201755554-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tamiyoi schleicht sich gerne zur\u00fcck zu den Gehegen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 18. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute Morgen aus ihren Stallungen kamen und den neuen Tag begannen, nahmen sich Kamok und Roi die Zeit, Kelelari &#8218;Guten Morgen&#8216; zu sagen und durch die Gitterst\u00e4be R\u00fcssel mit ihm zu umschlingen. Kelelari freute sich \u00fcber die Begr\u00fc\u00dfung und sah heute schon eher so aus, als wollte er sich den anderen Waisen drau\u00dfen anschlie\u00dfen. Er ist aber bei seiner menschlichen Familie noch immer nicht ganz entspannt. Wir sind aber zuversichtlich, dass er sich mit der Rund-um-die-Uhr-Betreuung und all der Liebe der Keeper bald an sie gew\u00f6hnen wird. Bis jetzt trinkt er die Milch noch aus einem Eimer statt aus einer Flasche, aber sein Gesundheitszustand hat sich sehr verbessert, und die Wunden an seinem R\u00fccken und Schwanz heilen gut.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/115201755927-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Roi genie\u00dft das leckere Gras<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 19. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nAm Morgen konnten wir im Wald sehen, wie Karisa einen kleinen Ringkampf mit Tusuja genoss &#8211; er lebt sich wirklich gut in seine neue Familie und den Tagesablauf ein. Er ist ein wunderbarer und freundlicher Junge, der auch seine menschlichen Freunde liebt, trotz allem, was Menschen seiner Mutter angetan haben. Auch seine Milchflasche liebt er sein.<br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde bekamen gerade die Waisen der ersten Gruppe ihre Milch, und es war interessant zu beobachten, wie die kleine Tamiyoi Malima und Kuishi ins Visier nahm, die sich dem Keeper n\u00e4hern wollten, der Tamiyoi gerade f\u00fctterte. Sie rannte schnell zu ihnen hin\u00fcber, noch bevor sie da waren, um sie fernzuhalten. Sie ist inzwischen gesund und kr\u00e4ftig geworden und l\u00e4sst das die Anderen im Waisenhaus auch sp\u00fcren, damit niemand ihr die Milch streitig macht!<br \/>\nWegen der immer noch anhaltenden Gefahr durch die L\u00f6wen im Wald verbringt Kiko noch immer seine Tage auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen. Dort ist er sicher vor ihnen und bekommt alles, was er braucht: Gr\u00fcnfutter und Milch. Trotzdem ist er unzufrieden und l\u00e4sst seinen \u00c4rger dar\u00fcber, dass er nicht mit den anderen Waisen hinaus darf, manchmal an seinen Keepern aus, indem er nach ihnen austritt. Er versteht aber nicht, dass ihm drau\u00dfen im Wald Gefahr droht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11520176518-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tusuja grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 20. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nAls heute bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde die zweite Gruppe gerade ihre Milch trank, richteten Roi und Naseku gro\u00dfes Chaos an, nachdem sie selbst ausgetrunken hatten. Sie versuchten, sich Maramojas Flasche zu schnappen, w\u00e4hrend sie noch daraus trank. Als die Keeper Roi warnten, dass sie sich von Maramoja fernhalten sollte, erwischte sie ihre Flasche und rannte damit davon. Sie trank den leckeren Inhalt aus, und Maramoja blieb nichts anderes \u00fcbrig, als lautstark zu protestieren. Auch Naseku gab keine Ruhe und versuchte, Roi die Milchflasche wegzunehmen; Roi war aber schlau genug, ihr mit dem Hinterteil den Weg zu versperren. Naseku schrie auch auf und versuchte, mit ihrem R\u00fcssel nach der Flasche zu greifen. Schlie\u00dflich lie\u00df Roi sie fallen, aber erst nachdem sie sie geleert hatte. Naseku hatte einige M\u00fche, sie vom Boden aufzuheben, da die Flasche immer wieder weg rollte. Irgendwann gab sie auf und rannte zur F\u00fctterstelle zur\u00fcck, wo sie aber feststellen musste, dass die Schubkarre mit den Flaschen schon nicht mehr da war. Ihr Plan, Milch zu stehlen, war fehlgeschlagen, und zum Trost begab sie sich ins Schlammloch und w\u00e4lzte sich darin herum.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201751936-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die gierige Roi (links) und Naseku<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 21. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen sich heute im Busch zum Grasen breit machten, wollten Naseku, Kauro, Galla, Wanjala, Roi und Ukame in eine andere Richtung als der Rest gehen, und folgten Naseku und Galla tief in den Wald hinein. Dabei wurden sie allerdings von einer dort grasenden B\u00fcffelherde eingesch\u00fcchtert. Naseku und Galla, die ganz vorn liefen, machten als erste kehrt und rannten schreiend zur\u00fcck zur Herde, und Roi, Kauro und Wanjala kamen hinter ihnen her. Ihr abrupter Richtungswechsel und das Geschrei erregten die Aufmerksamkeit von Oltaiyoni und Mbegu, die trompetend zu ihnen rannten. Als die Gruppe um Naseku mit ihnen zusammentraf, kollerten sie sich gegenseitig zu, was passiert war, und machten sich dann daran, herumzustampfen und B\u00fcsche umzutreten, um m\u00f6glichst gef\u00e4hrlich auszusehen. Sie blieben eine Weile so unruhig, bis ihnen klar wurde, dass keine Gefahr drohte und sie sich keine Sorgen machen mussten. Daraufhin gingen sie wieder zum Grasen \u00fcber und schlossen sich schlie\u00dflich den restlichen Waisen wieder an, die die ganze Aufregung mit den B\u00fcffeln v\u00f6llig kalt gelassen hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11620175489-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wanjala und ein paar Andere auf Abwegen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 22. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nKaum hatten heute bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde Lasayen und Ndotto ihre Milchflaschen geleert, begannen sie einen Ringkampf, bei dem der verspielte Ndotto seinem besten Freund Lasayen auf den Kopf zu klettern versuchte! Lasayen zahlte es ihm heim, indem er ihn schubste, und Ndotto kullerte mitten ins Schlammbad. Lasayen kam ihm hinterher, gefolgt von Ngilai, und sie setzten ihr Gerangel und Geklettere fort. Beide Jungs traten gegen Ndotto an, aber ihm gelang es, den Spie\u00df umzudrehen und stattdessen auf Ngilai zu klettern; Ndotto ist ein gro\u00dfer Kletterer!<br \/>\nAls die Waisen nach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde in den Wald zur\u00fcckkehrten, hatten Malkia und Esampu alle H\u00e4nde voll damit zu tun, die Warzenschweine und ihre Jungen zu jagen, die in der N\u00e4he der Keeper warteten und hofften, dass von ihrem Mittagessen etwas \u00fcbrig bleiben w\u00fcrde. Die Warzenschweine machten es den Elefanten allerdings nicht leicht, denn sie waren nicht abzusch\u00fctteln und kamen immer wieder zur\u00fcck, um etwas von den Resten aufzuklauben. Durch die ganze Aufregung wurden Rapa, Ngilai und Pare aufmerksam, aber statt ebenfals hinter den Warzenschweinen herzujagen, verfolgten sie die Elefantenm\u00e4dchen! Malkia und Esampu mussten ihr Spiel aufgeben und sich bei Oltaiyoni, Roi, Naseku und Mbegu in Sicherheit bringen. Dorthin kamen die frechen Jungs nicht, und so war auch ihre Jagd schnell beendet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201755451-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen nach der Milchf\u00fctterung und dem Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 23. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen den neuen Tag im Busch begannen, waren Malkia, Sana Sana und Ngilai alle in Spiellaune und alberten herum, trompeteten und gingen auf die kleinen B\u00fcsche los &#8211; warum auch immer! Murit, Luggard, Tamiyoi, Ambo, Tagwa und Jotto wurden auf ihr Treiben aufmerksam, und sie schlossen sich ihnen an und jagten einige Zeit mit ihnen um die B\u00fcsche herum. Das ganze wurde allerdings abrupt beendet, als Ndotto, Pare und Lasayen dazu kamen und hinter Tagwa und Tamiyoi her waren, um sie zu besteigen. Aber Auch das war schnell wieder vorbei, denn die Keeper ermahnten sie, es nicht zu \u00fcbertreiben.<br \/>\nDas Training f\u00fcr den geplanten Umzug der n\u00e4chsten Waisen geht voran, aber Tusuja will noch immer nicht seine Flasche im LKW trinken. Immer wenn Oltaiyoni, Roi, Kauro, Naseku und Kamok fr\u00f6hlich ihre Milch im Wagen genie\u00dfen, bleibt Tusuja drau\u00dfen stehen und l\u00e4rmt aus Protest dar\u00fcber, dass er seine Flasche nicht au\u00dferhalb bekommt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/115201761045-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai in Spiellaune<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 24. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nMaxwell wachte heute in verspielter Stimmung auf, nachdem Kamok zu seinem Gehegetor her\u00fcber gekommen war und daran ger\u00fcttelt hatte, sodass er erschrak und gleich in seinem Gehege umher lief. Dann drehte er sich um und klopfte dort mit seinem Horn an das Tor, wo Kamok zuvor gestanden hatte. Schlie\u00dflich machte er wieder kehrt und rannte auf und ab, wobei Kamok ihm interessiert zuschaute. Irgendwann kam er wieder zum Klopfen ans Tor zur\u00fcck, und Kamok antwortete mit Trompeten und rannte auf ihn zu. Maxwell drehte sich wieder um, und um Kamok zu vertreiben, spritzte er ihr Urin ins Gesicht! Daraufhin verdr\u00fcckte Kamok sich eilig, und Maxwell verteilte weiter Urin \u00fcberall in seinem Gehege &#8211; er kann zwar nichts sehen, aber trotzdem markiert er sein Territorium gewissenhaft!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11520176141-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maxwell macht ein Nickerchen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 25. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Weihnachtstag f\u00fcr die Waisen und ihre menschliche Familie, die ihren Tag drau\u00dfen im Wald begannen. Sie sahen alle gesund und munter aus, als sie gutgelaunt Oltaiyoni, Mbegu, Roi und Naseku hinaus folgten und dabei herumalberten, B\u00fcsche zertrampelten und tr\u00f6teten. Es ist wunderbar, sie so beim Spielen zu sehen, vor allem den s\u00fc\u00dfen, kleinen Luggard. Er rannte auf seinen drei gesunden Beinen herum und ging auf die B\u00fcsche los, blieb aber immer in der N\u00e4he von Murit, Tamiyoi, Jotto und Malima, da sie von allen Anderen am liebevollsten mit ihm umgehen. Es gab eine kurze Schrecksekunde, als Ukame die Balance verlor und mit einem Schrei umfiel. W\u00e4hrend sie sich wieder aufrappelte, drehte sich die gesamte Herde um, doch bis die Anderen bei ihr angekommen waren, war sie schon wieder auf den Beinen. Dann gingen sie alle wieder fr\u00f6hlich zum Grasen weiter in den Wald.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/115201761950-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Luggard hat gute Laune<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 26. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nAls es sich die Waisen heute im Busch zum Grasen gem\u00fctlich machten, genehmigten sich Galla und Wanjala einen Ringkampf und hatten dabei ihren Spa\u00df. Dabei trafen sie auf eine Gruppe Eland-Antilopen, die in der N\u00e4he grasten. Galla und Wanjala beschlossen, ihr Kr\u00e4ftemessen zu beenden und stattdessen die Antilopen zu verscheuchen. Sie stellten die Ohren auf, trompeteten so gut sie konnten und schafften es tats\u00e4chlich, die Elands zu erschrecken! Diese rannten ins Geb\u00fcsch davon, und Galla und Wanjala blieben zur\u00fcck und maltr\u00e4tierten die B\u00fcsche. Sie hatten allerdings nicht bemerkt, dass auch noch ein gro\u00dfer Eland-Bock da war, der sich von ihrem Getobe \u00fcberhaupt nicht beeindrucken lie\u00df. Er begann, auf die zwei Jungs zu zu traben, woraufhin diese schreiend zu den anderen Waisen zur\u00fcck rannten, die friedlich grasten. Galla schaffte es zu ihnen zur\u00fcck, aber Wanjala verirrte sich im Geb\u00fcsch und wusste nicht mehr wohin. Er bellte laut auf, um sich bemerkbar zu machen und herauszufinden, wo seine Freunde waren, damit ihn jemand abholen kommen konnte. Als die Keeper mit dem Rest der Herde dorthin kamen, wo sie Wanjala geh\u00f6rt hatten, war er \u00fcbergl\u00fccklich sie wiederzusehen und machte sich neben seinem Freund Galla ans Grasen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/115201762155-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der s\u00fc\u00dfe Galla<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 27. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nDer Umzug der sechs \u00e4lteren Elefanten nach Tsavo r\u00fcckt langsam n\u00e4her und wird in den n\u00e4chsten Tagen vonstatten gehen. Zwei der Waisen bereiten den Keepern allerdings noch etwas Kopfzerbrechen, weil sie nicht in den LKW gehen wollen! Wenn die Babys am Umzugstag um 3 Uhr morgens in den LKW geladen werden, muss alles klappen, denn dann gilt es, keine Zeit zu verlieren und m\u00f6glichst schnell in Richtung Ithumba loszufahren. Oltaiyoni geht manchmal hinein, manchmal bleibt sie drau\u00dfen stehen, aber Tusuja stellt sich noch mehr an &#8211; er war noch nicht ein einziges Mal drin! Er bleibt ein ganzes St\u00fcck entfernt stehen, f\u00e4ngt zu schreien an, damit die Keeper ihm die Milch bringen, und schaut zu, wie die anderen Waisen im Wagen gef\u00fcttert werden. Weil Roi h\u00e4ufig bei der Milchf\u00fctterung \u00c4rger macht &#8211; vor allem bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde &#8211; wird nun doch nicht der freundliche Kauro bei der ersten Umzugsgruppe dabei sein, sondern erst einmal Oltaiyoni, Kamok und Roi. Wenn alles klappt, geht es morgen fr\u00fch vor Sonnenaufgang los. Die anderen drei Waisen werden Naseku, Tusuja und Kauro sein; Naseku und Kauro gehen brav in den Umzugs-LKW, und Tusuja hat noch ein paar Tage zum \u00dcben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201761258-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tusuja mag den Umzugs-LKW nicht<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 28. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nBevor die Sonne aufging, ging es f\u00fcr Oltaiyoni, Roi und Kamok auf die Reise zur\u00fcck in die Wildnis. Der LKW, der sie nach Ithumba bringen w\u00fcrde, wartete um kurz vor 4 Uhr morgens, und die drei sollten ihren Keepern und einer Milchflasche hinein folgen. Mit Kamok und Roi gab es keine Schwierigkeiten, und die beiden hatten es sich schnell in ihrem Abteil mit ihren Milchflaschen gem\u00fctlich gemacht. Aber als Oltaiyoni sah, wie ihre Freunde in den Wagen gingen und hinter ihnen das Gitter geschlossen wurde, konnte sie sich ausmalen, wof\u00fcr das ganze Training gut gewesen war. Sie wollte nicht in dem LKW eingeschlossen werden und machte sich schnell davon! Sie machte es den Keepern nicht leicht, und blieb neben Kelelaris Gehege stehen, das auch einmal ihr eigenes gewesen war. Die Keeper versuchten, sie mit mehr Milch zu \u00fcberreden, aber ohne Erfolg. Weil die Zeit langsam knapp wurde und sie, bevor es zu hei\u00df werden w\u00fcrde, den langen Weg \u00fcber die Schnellstra\u00dfe nach Mombasa bis nach Tsavo antreten mussten, musste sie also von hinten geschoben werden. Mit noch ein paar Milchflaschen war es dann endlich geschafft: Sie war im Wagen, und es ging los. Als sie wohlbehalten in Ithumba ankamen, sahen sie von der langen Fahrt und der Hitze, die am Vormittag schon herrschte, sehr m\u00fcde aus. Sie wollten nicht sofort ihre Milch, sondern sich erst einmal etwas Wasser hinter die Ohren spritzen. Ein paar Minuten sp\u00e4ter wurden sie in ihrem neuen Gehege von ihren alten Bekannten Olsekki, Sokotei, Boromoko, Sirimon, Siangiki und auch Kithaka und Barsilinga empfangen. Olsekki und Barsilinga wurden gleich frech und versuchten, auf ihnen herumzuklettern, sodass sich Kamok lieber nahe bei den Keepern aufhielt. Insgesamt schienen sie sich ganz gut mit ihrem neuen Zuhause zu arrangieren &#8211; der n\u00e4chste Schritt auf dem Weg zu einem wilden Leben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/115201763013-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oltaiyoni wird in den LKW bugsiert<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 29. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nDer Umzug von Oltaiyoni, Roi und Kamok nach Tsavo hat die Gruppendynamik der Waisenhausherde ordentlich durcheinander gebracht. Die Waisen waren bisher immer Oltaiyoni und Roi nach drau\u00dfen gefolgt, aber heute brachte Naseku die Anderen &#8211; Kauro, Tusuja, Galla, Wanjala, Karisa, Ukame und den kleinen Ambo &#8211; hinaus in den Wald. Sie drehte sich um und suchte Oltaiyoni und Roi, machte sich dann aber nichts daraus und fing an, mit den Anderen zu grasen. Ab und zu schaute sie sich um und kollerte nach ihren Freunden, und Ambo blieb die ganze Zeit bei ihr. Naseku bemuttert die Babys aber nicht so ausf\u00fchrlich, sodass Ambo nach einer Weile Mbegu aufsuchte, die sich liebend gern um ihn k\u00fcmmerte und ihm jeden Wunsch von den Augen ablas. Mbegu blieb heute den ganzen Tag bei ihrer ganzen Familie; in der Vergangenheit hatte sie sich vorwiegend bei Roi, Kauro, Oltaiyoni, Ambo, Tusuja, Galla, Wanjala, Ukame und Karisa aufgehalten. Nun stehen alle Babys unter ihrer Aufsicht, und so ging sie nicht weit weg, sondern hielt sich immer in der N\u00e4he der Anderen, ganz besonders der Kleinen, auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/115201762718-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Naseku f\u00fchrt den Weg nach drau\u00dfen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 30. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nAm fr\u00fchen Morgen konnte man drau\u00dfen im Wald beobachten, wie die Waisen immer in der N\u00e4he ihrer Keeper grasten, sogar die \u00c4lteren wie Naseku, Kauro, Tusuja, Maramoja, Karisa und Ukame. Sie wollten nicht weiter hinaus gehen, und Tusuja, Kauro, Naseku und Maramoja versuchten gelegentlich, die Kleinen wie Ambo, Jotto, Tamiyoi, Tagwa, Murit, Malima und Malkia, zur Seite zu schieben, sodass sie den Keepern am n\u00e4hesten sein konnten! Das l\u00e4sst vermuten, dass sie sich noch nicht daran gew\u00f6hnt haben, ohne die F\u00fchrung von Oltaiyoni auszukommen, die sie normalerweise weiter in den Wald hinein gebracht hatte. Mbegu dagegen bleibt mit Vorliebe in der N\u00e4he der Kleinen. Mit der Zeit wird sich das aber alles geben, wenn die \u00c4lteren auch umgezogen sind, und dann wird Mbegu wahrscheinlich die neue Mini-Leitkuh der Waisenherde werden und die J\u00fcngeren f\u00fchren und leiten.<br \/>\nF\u00fcr Kauro, Tusuja und Naseku war heute die letzte M\u00f6glichkeit, das Einsteigen in den LKW zu \u00fcben. Kauro und Naseku haben kein Problem damit, ihre Milch darin zu trinken, aber Tusuja weigert sich standhaft. Morgen fr\u00fch wird es spannend werden, wenn sie f\u00fcr ihre Abreise nach Ithumba einsteigen m\u00fcssen. Wir werden sehen!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11620176322-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ambo bei Naseku<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 31. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nVor Sonnenaufgang begann der Umzug von Kauro, Naseku und Tusuja in die Auswilderungsstation in Ithumba, wo sie ihre Freunde Oltaiyoni, Roi und Kamok wiedersehen werden, die ein paar Tage zuvor dorthin kamen. Kauro und Naseku stiegen ohne Probleme in den LKW ein, doch Tusuja, der bis zu diesem Moment noch gar nicht hinein gegangen war, stellte sich quer. Er blieb ein ganzes St\u00fcck von dem Fahrzeug entfernt stehen und schaute zu, wie Naseku und Kauro ihre leckere Milch tranken. Weil nicht allzu viel Zeit blieb, hatten die Keeper keine andere Wahl, als ihn mit Decken in den LKW zu man\u00f6vrieren, und als er schlie\u00dflich drin war, war pl\u00f6tzlich alles gut! Da die Keeper erwartet hatten, dass er einige Probleme machen w\u00fcrde, hatten sie fr\u00fchzeitig mit dem Verladen angefangen, und so war der Umzugswagen so zeitig unterwegs wie nie zuvor und machte sich auf der Mombasa-Autobahn auf die Reise in Richtung Tsavo. Wir w\u00fcnschen ihnen allen f\u00fcr ihren Weg zur\u00fcck zu einem freien Leben in der Wildnis das Allerbeste und hoffen, dass sie ein langes und erf\u00fclltes Leben f\u00fchren k\u00f6nnen!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11520176333-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Naseku, Tusuja und Kauro im Umzugs-LKW<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-dezember-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donnerstag, 1. Dezember 2016 Es ist bekannt, dass ein satt gefressener L\u00f6we kein Interesse an anderen Tieren seines \u00fcblichen Speiseplans hat, auch wenn sie ihm sehr nahe kommen. Heute Nachmittag grasten die Waisenelefanten gerade, als sie ein Warzenschweinjunges schreien h\u00f6rten. Es kam den Elefanten entgegen gerannt, und ein L\u00f6we war hinter ihm her! 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