{"id":8562,"date":"2017-02-10T18:53:27","date_gmt":"2017-02-10T17:53:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=8562"},"modified":"2017-02-10T18:53:27","modified_gmt":"2017-02-10T17:53:27","slug":"umani-springs-dezember-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-dezember-2016\/","title":{"rendered":"Umani Springs Dezember 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 1. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nIn der Nacht begann Lima Lima, gegen die Absperrung ihres Geheges zu sto\u00dfen und dabei laut zu kollern, um die anderen Waisen zum Mitmachen zu bringen. Zongoloni und Quanza waren auch gleich dabei. Als die Keeper aus ihrem Zelt kamen, um herauszufinden, warum Lima Lima und einige andere so einen Aufstand machten, sahen sie einen wilden Bullen, der am Zaun stand und die Waisen durch diesen hindurch beobachtete. Lima Lima wollte hinaus und den Bullen kennenlernen! Alamaya schrie laut, als er h\u00f6rte, wie Lima Lima sich beschwerte. Als die Keeper zu den Waisen gingen und beruhigend auf sie einredeten, brach der Bulle in Richtung Wasserquelle auf. Die Babys entspannten sich wieder, und auch Murera und Sonje legten sich wieder zum Schlafen hin.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201763158-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera erntet ein paar Wurzeln<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 2. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nMurera und Sonje brachten die Babys heute zum Chyulu-Hills Nationalpark, um dort nach gr\u00fcner Vegetation zu suchen. Ngasha und Faraja schlossen sich mit Jasiri zusammen, um f\u00fcr sich herumzuwandern wie es heranwachsende Bullen tun, und gingen ins dichte Geb\u00fcsch. Einige Buschb\u00f6cke kamen heraus und erschreckten die Waisen, die vor lauter Verwirrung nicht wussten, wo sie hin sollten. Zongoloni und Quanza rannten zu den Keepern, w\u00e4hrend Sonje nach Mwashoti und Alamaya Ausschau hielt &#8211; sie war aber zufrieden, als sie sie bei Ziwa sah. Sie kamen alle zu den Keepern zur\u00fcckgerannt und wollten von ihnen und den \u00e4lteren M\u00e4dchen umsorgt werden.<br \/>\nBeim Schlammbad eilten die Babys zu ihren Milchflaschen. Nach der F\u00fctterung begann es sehr heftig zu regnen, sodass sie heute nicht ins Wasserloch gingen, sondern lieber unter den B\u00e4umen vor dem Regen Schutz suchten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201765958-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje in Angriffspose<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 3. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nAffen schrien und sprangen von Baum zu Baum, w\u00e4hrend die Elefanten am Morgen ihre Gehege verlie\u00dfen. Sie drohten den Affen, die sich aber oben in den B\u00e4umen, wo sie f\u00fcr die Waisen unerreichbar waren, sehr sicher f\u00fchlten. Es war heftiges Trompeten zu h\u00f6ren, und auch die kleineres Jungs bliesen durch ihre R\u00fcssel und versuchten, so laut zu tr\u00f6ten wie die Leitk\u00fche. Ngasha fiel auf seinen Hintern, als er versuchte, Faraja zu einer Rangelei zu bewegen. Der Boden war sehr rutschig, sodass er hinfiel und eine leichte Beute f\u00fcr Jasiri war, der auf ihm herumkletterte, w\u00e4hrend er versuchte, wieder aufzustehen. Ziwa machte auch gleich mit und leistete Jasiri auf Ngasha Gesellschaft. Als Zongoloni sah, was geschah, kam sie Ngasha zu Hilfe und scheuchte die beiden Jungs weg, sodass Ngasha wieder auf die Beine kommen konnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11320177538-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri und Ngasha rangeln um die Aufmerksamkeit der K\u00fche<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 4. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nNach der morgendlichen Milchflasche waren die Waisen begierig darauf, aus ihren Gehegen zu kommen. Sobald die Tore ge\u00f6ffnet wurden, ging Sonje zu Mwashoti und begr\u00fc\u00dfte ihn. Mwashoti war gl\u00fccklich, seine Adoptivmama zu sehen und kuschelte sich an sie.<br \/>\nDie Waisenherde ging heute zu den Kenze-H\u00fcgeln, nachdem sie zum Saufen an den Wasserquellen Halt gemacht hatte. Dort steckten die Krokodile die K\u00f6pfe aus dem Wasser, um die Elefanten zu sehen. Zongoloni war aufmerksam und bemerkte die Krokodile. Sie rannte los und rief dabei den Rest der Herde, um alle zu warnen, dass Krokodile in der N\u00e4he waren. Murera beeilte sich, um mit ihr und den anderen Waisen mitzuhalten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201771424-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen beim morgendlichen Kratzen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 5. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nNdugu besuchte die Waisen sehr fr\u00fch am Morgen und traf die Gruppe wieder, als sie gerade auf dem Weg in den Wald war. Sonje und Zongoloni versuchten, Lima Lima zu \u00fcberreden mitzukommen, doch Lima Lima ging geradewegs vorneweg und lie\u00df Zongoloni zur\u00fcck. Zongoloni f\u00fcrchtete sich aber, in den Wald zu gehen und Ndugu zu treffen &#8211; ebenso wie Murera. Als die Keeper hinzukamen, h\u00f6rte Ndugu sie reden und ging davon, da er sich in der N\u00e4he von Menschen noch immer nicht sehr wohl f\u00fchlt.<br \/>\nDie Babys machten es sich an den Umani-H\u00fcgeln bequem und fra\u00dfen das Gr\u00fcn, das sie dort fanden. Sonje k\u00fcmmerte sich ausf\u00fchrlich um Mwashoti und f\u00fctterte ihn mit etwas Gr\u00fcn. Die Keeper sahen einige B\u00fcffel auf die Waisen zusteuern, konnten sie aber vertreiben, sodass sie die friedlich grasenden Babys nicht st\u00f6rten. Lima Lima bemerkte pl\u00f6tzlich, dass es bereits Mittag und somit Zeit f\u00fcr die Milchf\u00fctterung war! Also gab sie den Weg zum Schlammloch vor. Dort riefen die Keeper die Waisen einen nach dem anderen mit Namen. Ziwa und Alamaya rannten los, um Lima Lima einzuholen und vor dem Rest der Gruppe am Schlammloch und der F\u00fctterstelle anzukommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201771740-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Babys, nachdem sie ihre Gehege verlassen haben<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 6. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nDer viele Regen hat die Gegend weiter ergr\u00fcnen lassen, sodass die Waisen jetzt gut an Gewicht zulegen k\u00f6nnen. Wenn man unsere kleinen Jungs Alamaya und Mwashoti nun ansieht, ist deutlich zu erkennen, wie sehr sie gewachsen sind. Sie sind beide gr\u00f6\u00dfer und energischer als fr\u00fcher, und wir sehen sie oft bei Rangeleien und Kr\u00e4ftemessen mit den anderen Waisen. Alamaya versucht sich dabei gern an Zongoloni, die wei\u00df, dass er noch sehr jung ist und daher nicht mit voller Kraft ringt. Gleichzeitig trainiert sie ihn aber so gut, dass er bald mit den gro\u00dfen Jungs spielen kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201772047-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya frisst das \u00fcppige gr\u00fcne Gras<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 7. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nDer gro\u00dfe Junge Jasiri bekam heute eine Lektion erteilt, weil er die Grenze des guten Benehmens \u00fcberschritten hatte &#8211; er hatte versucht, Murera zu besteigen! Sie schob ihn herunter, und auch Sonje kam hinzu und schubste ihn zu Boden. Die beiden \u00e4lteren K\u00fche wissen, dass Jasiri gern auf anderen Waisen herumklettert, doch Murera mag so etwas gar nicht. Faraja und Ngasha kamen her\u00fcber, um sich um Jasiri zu k\u00fcmmern, der versuchte, wieder auf die Beine zu kommen. Die beiden sind gute Freunde von Jasiri, und sie halfen ihm wieder auf und gingen mit ihm ins Geb\u00fcsch. Dort begannen Ngasha und Faraja dann eine Rangelei. Jasiri hielt Sicherheitsabstand zu den beiden Leitk\u00fchen, da er nicht wieder umgeschubst werden wollte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201772531-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera kratzt sich das Ohr an einem Ast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 8. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nLima Lima und Quanza f\u00fchrten die Waisen in Richtung der Chyulu-H\u00fcgel, um dort den Vormittag \u00fcber zu grasen. Auf dem Weg dorthin begegneten ihnen ein paar wilde Bullen, die aus dem Geb\u00fcsch hervorkamen und sie begr\u00fc\u00dften. Lima Lima wollte auch Hallo sagen, w\u00e4hrend Quanza etwas unsicher war. Dann nahm sie aber ihren Mut zusammen und n\u00e4herte sich ihnen. Lima Lima war bereits dort, und die Bullen schoben sie und Ziwa, der hinter ihr war, zur Gruppe zur\u00fcck. Die wilden Elefanten waren sehr gro\u00df und hatten beeindruckende Sto\u00dfz\u00e4hne &#8211; die Waisen wirkten im Vergleich zu ihren Artgenossen sehr klein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201772921-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya nimmt eine F\u00e4hrte auf<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 9. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nDie Rangel-Freunde und Gehegegenossen Ngasha und Faraja begannen gleich am Morgen ihr \u00fcbliches Kr\u00e4ftemessen. Ihren Spielen folgte lautes Trompeten, und man konnte Elefanten B\u00fcsche und B\u00e4ume umtreten h\u00f6ren. Murera und Sonje schlossen sich dem Spiel gern an und tobten mit herum; sie waren aber nicht ganz so wild wie die beiden Jungs, die alles umrannten, was sich ihnen in den Weg stellte. Die \u00e4lteren M\u00e4dchen behielten die Babys der Gruppe im Auge, damit Mwashoti, Ziwa und Alamaya nicht von den Raufbolden umgerannt werden w\u00fcrden.<br \/>\nBeim Schlammbad begann es, heftig zu regnen, nachdem die Waisen ihre Milch geleert hatten. Elefanten wie Keeper mussten Schutz unter den B\u00e4umen suchen. Die Keeper zogen ihre Regenm\u00e4ntel \u00fcber und spannten die Schirme auf, die sie dabei hatten. Alamaya ging dicht an sie heran und versuchte, seinen Kopf unter einen Regenschirm zu stecken. Murera und Sonje brachten den Rest der Gruppe unter die gro\u00dfen B\u00e4ume, wo sie darauf warteten, dass der Schauer zuende ging.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201773439-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen genie\u00dfen das Schlammbad, nachdem der Regen aufgeh\u00f6rt hat<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 10. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nJede Menge B\u00fcffel kamen heute, um auf den H\u00fcgeln zu grasen, wo auch die Waisen gerade futterten. Die Babys bemerkten die vielen B\u00fcffel um sie herum gar nicht. Die B\u00fcffel fra\u00dfen das hohe Gras, w\u00e4hrend die Waisen die \u00c4ste der B\u00e4ume absuchten. Zongoloni versuchte dann, die B\u00fcffel mit Trompeten und Drohgeb\u00e4rden zu verscheuchen, doch die B\u00fcffel bewegten sich kein St\u00fcck. Pl\u00f6tzlich trabten die B\u00fcffel aber auf die Keeper zu, die daraufhin laut schrien, um sie zu verjagen. Auch Lima Lima schloss sich den Keepern an, denn sie wollte nicht, dass die B\u00fcffel bei ihnen grasten. Zongoloni dachte am Ende, dass es ihr Verdienst gewesen war, die B\u00fcffel verscheucht zu haben &#8211; es war aber eher die Anwesenheit ein paar gro\u00dfer Elefantenbullen gewesen, die ihnen Angst eingejagt hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201773821-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje sch\u00e4rft ihre Sto\u00dfz\u00e4hne<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 11. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nIn der Nacht wurde viel an den Stallungen gekollert, denn die Waisen sp\u00fcrten die Anwesenheit von wilden Elefanten in der N\u00e4he des Zauns. Lima Lima und Zongoloni waren sehr aufgeregt und konnten sich kaum beruhigen, nachdem sie bemerkt hatten, dass ihre wilden Artgenossen zu Besuch waren. Als die wilde Herde wieder aufbrach, machten die Waisen einigen Aufruhr, denn sie wollten sich ihnen anschlie\u00dfen. Alle Babys stie\u00dfen gegen ihre Gehegew\u00e4nde und Tore, was so viel Krach machte, dass die Keeper herauskamen, um herauszufinden, was sie so aufgeschreckt hatte. Die Keeper bekamen aber nichts mehr von den wilden Elefanten mit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201774210-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya genie\u00dft Mureras Gesellschaft<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 12. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nEs ist schon etwas her, seit Ndugu das letzte Mal versucht hat, sich Mureras und Sonjes Waisenfamilie anzuschlie\u00dfen. Heute kam er aber zum Saufen zu den Stallungen und schnappte dabei den Geruch der Waisen in ihren Gehegen auf. Er schien sich zu freuen, dass die Waisen da waren. Ziwa war der erste, der Ndugus Anwesenheit bemerkte, und er trompetete und rannte herum, um die anderen Waisen darauf aufmerksam zu machen, dass ihr wilder Freund in der N\u00e4he war. Als Ndugu aber merkte, dass die Keeper bei den Babys herumliefen, ging er schnell wieder davon, denn Menschen sind ihm noch immer unheimlich. Er verschwand im Geb\u00fcsch in Richtung der Umani-H\u00fcgel und lie\u00df die Waisen und ihre Keeper ihrem \u00fcblichen Tagesablauf nachgehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201774852-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen stauben sich auf trockenen Bl\u00e4ttern ein<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 13. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nHeute regnete es heftig bis zur Mittagsf\u00fctterung, was es f\u00fcr die Waisen und die Keeper sehr schwierig machte, denn niemand wollte in den Platzregen hinaus. Nur Lima Lima war ungeduldig und wollte nicht bis zum Ende des Regens auf ihre Milch warten. Sie kam unter den B\u00e4umen hervor und verlangte bei den Keepern nach ihrer Flasche. Sie schaffte es, ihre Flasche selbst aufzuheben und sich zu f\u00fcttern, genauso wie Zongoloni und Jasiri es tun. Alamaya folgte ihr, konnte aber seine Flasche nicht allein hochheben, sodass die Keeper ihm helfen und ihm seine Milch geben mussten. Als Mwashoti die Keeper mit ihren Regenschirmen n\u00e4herkommen sah, steckte er schnell seinen Kopf unter einen Regenschirm, um vor dem Regen gesch\u00fczt zu sein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201775313-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Jungs beim Kr\u00e4ftemessen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 14. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisenjungs Jasiri, Ziwa und Faraja beschlossen heute, sich von den K\u00fchen abzusetzen und ihre eigene Bullengruppe zu bilden. Also wurde die Waisenherde in zwei Gruppen aufgeteilt &#8211; eine mit den Bullen und eine mit den K\u00fchen, die ihre Babys begleiteten. Lima Lima schloss sich allerdings mit Zongoloni zusammen, und die beiden f\u00fchrten die Jungs an, w\u00e4hrend Sonje und Murera zusammen mit Quanza zur\u00fcckblieben und mit ihrem Baby Mwashoti langsamer gingen. Alamaya schloss sich Lima Lima und den Jungs an.<br \/>\nAls die Elefanten bei der Milchf\u00fctterung ankamen, leerten sie ihre Flaschen, und danach begann es, heftig zu regnen. Daher wollte keiner der Waisen ins Schlammbad gehen. Am Abend hatten es alle eilig, nach Hause zu kommen. Mwashoti, Zongoloni und Alamaya rannten los, um die ersten zu sein, die ihre abendliche Milchflasche in ihren Gehegen bekommen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11420171035-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen sind hinter Akazienbl\u00e4ttern her<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 15. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nEinige der Waisen machten es heute Nacht den Keepern nicht leicht. Sie h\u00f6rten laute Ger\u00e4usche, als ob die Waisen gegen die Tore treten w\u00fcrden. Also kamen sie aus ihrem Zelt und gingen zu Lima Limas und Zongolonis Gehege, weil sie dachten, die Babys w\u00e4ren vielleicht von einem Leoparden oder einem anderen wilden Tier erschreckt worden. Als sie dort ankamen, stellten sie fest, dass Lima Lima es geschafft hatte, ihr Gehegetor zu \u00f6ffnen und zum Luzernenheulager gegangen war! Dort mampfte sie nun zufrieden von dem Heu und lie\u00df dabei einige Brocken auf den Boden fallen. Als sie die Keeper n\u00e4herkommen sah, wusste sie sofort, dass sie sich daneben benommen hatte und rannte zu ihrem Gehege zur\u00fcck. Zongoloni gab acht, dass sie ihr und den Keepern nicht im Weg stand. Die restlichen Waisen kollerten ihr zu und machten ihr offenbar Vorw\u00fcrfe wegen ihres frechen Verhaltens.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201715716-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha versucht, einen Baum zu f\u00e4llen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 16. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nEinige Kraniche flogen auf, als die Waisenherde nach ihren Milchflaschen zum Schlammloch ging. Quanza kam zuerst dort an, gefolgt von Ziwa und Ngasha, die sich mit Wasser bespritzen wollten. Sie fanden aber, dass das Wasser zu kalt war, und so w\u00e4lzte sich heute keiner der Waisen im Schlamm. Einige Buschb\u00f6cke kamen hervor und warteten in der N\u00e4he darauf, dass die Waisen das Wasserloch verlassen w\u00fcrden, damit sie etwas saufen konnten. Ngasha und Jasiri drohten ihnen, sodass die Buschb\u00f6cke davonrannten so schnell sie konnten, mit Jasiri dicht auf ihren Fersen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11420172727-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja ist verspielt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 17. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen in den Wald aufbrachen, schrien ein paar Affen, sprangen auf die B\u00e4ume und kletterten so hoch sie konnten. Alamaya hatte die Affen auf dem Boden gesehen und war ihnen laut trompetend hinterher gejagt. Als Lima Lima ihn sah, kam sie schnell, um ihn dabei zu unterst\u00fctzen. Auch Murera sah, was los war, doch es war nur ein lautes Tr\u00f6ten von ihr n\u00f6tig, um die Dummheiten zu beenden und die wildgewordenen Waisen wieder zur Vernunft zu bringen. Daraufhin konnten Murera, Sonje und die Keeper die Wanderung in den Wald fortsetzen, w\u00e4hrend einige Waisen gegen B\u00fcsche und B\u00e4ume traten, um sicherzustellen, das alles in bester Ordnung war.<br \/>\nEinige wilde Elefanten versuchten heute, sich mit den Waisen anzufreunden, doch Sonje und Zongoloni war nicht nach Gesellschaft. Zongoloni holte Mwashoti und Ziwa von dort ab, wo sie gerade grasten, und brachte sie zu Murera und Sonje; die beiden warteten schon darauf, dass sich die Waisenherde versammelte, damit sie von den wilden Elefanten davongehen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201721237-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen in Spiel-Laune<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 18. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nHeute \u00fcbernahmen Quanza und Jasiri das Kommando \u00fcber die Waisen, als es hinaus in den Wald ging. Zongoloni und Faraja schlossen sich ihnen an, und die frechen Jungs gingen hinterher und stie\u00dfen sich gegenseitig in den Hintern. Quanza wollte mit diesen Rangeleien nichts zu tun haben und lie\u00df sie bald stehen, um ihr eigenes Ding zu machen.<br \/>\nAls die Waisen nach der Milchf\u00fctterung zum Staubbad kamen, lehnte sich Mwashoti gegen Sonjes Schulter und schuffelte seinen Bauch an ihrem R\u00fccken. Den beiden Waisen schien das sehr zu gefallen, und sie genossen das Staubbad. Ziwa stand in der N\u00e4he und sah ihnen zu, w\u00e4hrend er etwas Erde lockerte, sodass sich alle damit einstauben konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201721721-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja faulenzt und hat keine Lust aufzustehen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 19. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen begannen ihren Tag in bester Laune. Sie waren alle sehr aktiv und bereit, in den Wald hinauszugehen und das Grasen zu beginnen. Sonje und Zongoloni f\u00fchrten die Babys zu den Umani-H\u00fcgeln, w\u00e4hrend die Jungs in eine andere Richtung gehen wollten. Als Murera und Mwashoti den Rest der Gruppe einholten, schob Murera Ziwa aus dem Weg, da sie f\u00fcrchtete, er w\u00fcrde Mwashoti \u00e4rgern, wenn dieser an ihm vorbeikommt. Ziwa hatte das aber gar nicht im Sinn &#8211; in letzter Zeit kommt er sehr gut mit den j\u00fcngeren Babys aus. Jasiri und sein Team kamen mit Quanza zur\u00fcck, und alle zusammen schlossen sie sich Alamaya und Lima Lima an, die von dem leckeren Gr\u00fcn um sie herum grasten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201722236-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje schuffelt sich den Hals in der roten Erde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 20. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nIn den letzten beiden Tagen gab es keine Regenschauer, und die Waisen hatten viel Spa\u00df beim Einstauben, was sie bei N\u00e4sse nicht k\u00f6nnen. Alamaya und Mwashoti genossen das Staubbad zusammen mit Zongoloni, die ihnen zeigte, wie man das richtig macht.<br \/>\nEin paar Elefantenbullen versuchten heute, sich den Waisen anzuschlie\u00dfen. Lima Lima und Sonje waren sehr \u00fcberrascht, die wilden Bullen zu sehen, die die Waisen beim Spielen im Wald beobachteten. Murera war sch\u00fcchtern wie immer und wollte die Bullen nicht begr\u00fc\u00dfen. Zongoloni und Quanza legten einen Schritt zu und entfernten sich von ihnen, denn auch sie wollten nicht unter die Bullen geraten. Sie bef\u00fcrchteten, von den gro\u00dfen Jungs geschubst zu werden, die sehr gro\u00dfe Sto\u00dfz\u00e4hne hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1142017591-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwa kratzt sich ausf\u00fchrlich an der Rampe<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 21. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nNach der Mittagsf\u00fctterung gingen alle Waisen direkt zum Wasserloch, um zu baden. Dort angekommen fanden sie ein paar wilde Elefanten vor, die sich im Schlamm herumrollten und w\u00e4lzten. Auch ein paar B\u00fcffel waren in der N\u00e4he und warteten darauf, dass die Elefanten fertig wurden, damit sie auch ein Schlammbad nehmen konnten. Alamaya und Lima Lima wollten die B\u00fcffel vertreiben, waren aber dabei nicht erfolgreich. Faraja wurde pl\u00f6tzlich sehr mutig und beschloss, sich den wilden Elefanten zu n\u00e4hern. Sonje verhinderte das aber und versperrte ihm den Weg; sie machte sich Sorgen, dass er von den gro\u00dfen Elefanten zerquetscht werden k\u00f6nnte. Alamaya wurde von den Leitk\u00fchen streng bewacht, damit er nicht in die N\u00e4he von Jasiri, Faraja und Ngasha gehen w\u00fcrde, die sich immer dichter an die wilden Elefanten heran pirschten. Die drei wurden aber von den Keepern und von Murera zur\u00fcckgehalten und kamen zur\u00fcckgerannt, als die Keeper sie riefen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1142017609-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya spielt mit Lima Lima<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 22. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nDie Umani-Quellen waren heute der erste Anlaufpunkt f\u00fcr die Babys, nachdem sie in den Tag gestartet waren. Quanza und Lima Lima gaben den Weg zu den Quellen vor, wo die Krokodile die morgendliche Sonne genossen. Sobald sie aber die Elefanten h\u00f6rten, gingen sie schnell wieder ins Wasser, um den Waisen aus dem Weg zu gehen. Sie waren so schnell im Wasser verschwunden, dass nicht alle Elefanten sie gesehen hatten. Die Waisen, die sie noch gesehen hatten, kamen schnell zu den Keepern zur\u00fcck, denn sie f\u00fcrchten sich vor den Krokodilen und dem Platschen, das sie machen, wenn sie ins Wasser springen. Mwashoti wusste gar nicht, warum alle umkehrten, sp\u00fcrte aber die Unruhe der anderen und rannte ebenfalls davon. Alle trompeteten, jagten wild herum und trampelten dabei B\u00e4ume und B\u00fcsche um. Der Rest des Tages verlief ereignislos, und alle Waisen grasten friedlich, bis es am Abend Zeit f\u00fcr den Heimweg zu den Stallungen war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11420176937-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen tummeln sich nach einem leichten Regenschauer im Matsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 23. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nDie Elefanten kamen aus ihren Gehegen und folgten den Keepern zur Luzernenheuf\u00fctterung. In der Nacht hatte es geregnet, und der Boden war recht rutschig, sodass es die Waisen nicht leicht hatten, dorthin zu gelangen, wohin sie wollten. Ziwa schubste seinen Kumpel Ngasha, der sich umdrehte, sodass die beiden mit umschlungenen R\u00fcsseln eine Rangelei begannen. Faraja kam hinzu und schloss sich den beiden raufenden Jungs an, gerade als Ngasha auf den Boden fiel. Faraja nutzte die Gelegenheit, um auf Ngashas R\u00fccken zu klettern, w\u00e4hrend dieser versuchte aufzustehen.<br \/>\nMwashoti, Murera und Sonje beginnen langsam, den Keepern etwas Kopfzerbrechen zu bereiten, denn die beiden \u00e4lteren M\u00e4dchen sind auf jeden Fall bereit daf\u00fcr, langsam in die Wildnis zur\u00fcckzukehren und weniger Zeit mit den Keepern zu verbringen. Mwashoti ist es, um den die Keeper sich sorgen, denn er ist sehr eng mit den beiden Leitk\u00fchen befreundet und will sich ihnen wom\u00f6glich anschlie\u00dfen, wenn die beiden beschlie\u00dfen auszuwildern. Er ist aber noch viel zu jung daf\u00fcr und noch milchabh\u00e4ngig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201762057-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni und Alamaya fressen frisches Gras<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 24. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nEine Gelbrindenakazie fiel heute Morgen pl\u00f6tzlich im Wald um, ganz in der N\u00e4he von dort, wo die Waisen gerade grasten. Als sie den Baum zu Boden krachen h\u00f6rten, erschraken die Babys und rannten davon, obwohl sie nicht so richtig wussten, wovor. Dabei trompeteten sie laut und jagten wild herum. Die Keeper versuchten, sie zu beruhigen, doch es gelang ihnen nicht. Als die Gruppe bis zu den Chyulu-Bergen gekommen war, kamen Mwashoti und Ziwa zu den Keepern zur\u00fcck, die nicht aufgeh\u00f6rt hatten, nach den Waisen zu rufen. Murera und Lima Lima kamen dann auch hinzu und sahen so aus, als ob sie nach den j\u00fcngeren Waisen suchten. Jasiri lief tapfer mit aufgestellten Ohren herum, bereit jeder sich darstellenden Gefahr zu trotzen.<br \/>\nBei der Milchf\u00fctterung versammelten sich die Waisen und warteten auf das Fahrzeug, das ihre Milch brachte. Als sie den wei\u00dfen Pickup n\u00e4herkommen sahen, liefen Mwashoti und Lima Lima voraus zu ihren Flaschen. Lima Lima wollte ihre Flasche direkt aus dem Auto nehmen, wurde aber von den Keepern angehalten, zu warten bis sie dran war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201762432-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera sucht nach Akazienbl\u00e4ttern<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 25. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nAm heutigen Weihnachtstag feierten die Waisen mit den Keepern, die ein kleines Fest bei dem Busch hatten, bei dem sie sonst ihr Mittagessen zu sich nehmen. Auch die Waisen bekamen ein paar Leckereien, die die Keeper aus dem Heulager mitgebracht hatten. Die Waisen konnten sich sogar \u00fcber ein paar Akazienschoten freuen, die die Keeper extra aufgehoben hatten, um sie den Waisen an diesem Feiertag zu geben. Lima Lima und Quanza passten allerdings nicht auf und bemerkten daher die ausgegebenen Leckereien gar nicht. Sie gingen weiter in den Wald hinein und bekamen gar nicht mit, dass ihre Freunde die Schoten ohne sie genossen. Die Keeper steckten sich ein paar davon in ihre Jackentaschen und gingen den M\u00e4dchen hinterher. Als die beiden die Fr\u00fcchte witterten, die die Keeper bei sich hatten, rannten sie sofort zum Rest der Gruppe zur\u00fcck, und so konnten sie alle zusammen die Leckereien genie\u00dfen.<br \/>\nAls die Waisen zu den Umani-H\u00fcgeln kam, trafen sie auf ein paar wilde Elefanten, die sie im Vorbeigehen gr\u00fc\u00dften.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201763630-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera kratzt ihren Hals an einem Baum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 26. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nDer kleine Alamaya war heute bei der Mittagsf\u00fctterung sehr ruppig zu Mwashoti. Alamaya kam hinter Lima Lima angerannt, und Mwashoti stand bereits in der Reihe und leerte seine Milch. Alamaya dachte wohl, dass Mwashoti seine Milch schon ausgetrunken hatte und er nun keine mehr bekommen w\u00fcrde; also wandte er sich ihm zu und schubste ihn zu Boden. Als Murera sah, dass ihr Liebling herumgeschubst wurde, kam sie her\u00fcber und bestrafte Alamaya. Auch Lima Lima kam hinzu, um zu sehen, was los war. Murera war aber sehr sauer, sodass Lima Lima ihr lieber aus dem Weg ging und Alamaya mitnahm. Murera und Sonje sind die Chefs, wenn es darum geht, den anderen Babys Manieren beizubringen, und darum mischt sich Lima Lima lieber nicht ein. Murera m\u00f6chte, dass sich alle gut benehmen, denn sie sind alle Teil einer gro\u00dfen Familie. Daher ist sie immer bereit, mit denen zu schimpfen, die nicht brav sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201764645-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja sch\u00e4rft seine Sto\u00dfz\u00e4hne<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 27. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nHeute waren viele wilde Elefanten in der Gegend, die Krach machten und laut trompeteten. Die Waisen konnten sie h\u00f6ren, als sie zu den Chyulu-H\u00fcgeln wanderten &#8211; auf dem Pfad, den auch ihre wilden Artgenossen nehmen, wenn sie zu den Wasserquellen kommen. Die Waisen kamen an Elefantendung und abgebrochenen \u00c4sten vorbei, was vermuten lie\u00df, dass ihre wilden Freunde nicht weit entfernt waren. Zongoloni, Ziwa und Ngasha stellten die Ohren auf und hoben die R\u00fcssel, um herauszufinden, wo genau sie waren. Kurz darauf war Bewegung im Wald zu h\u00f6ren und alle dachten, dass es vielleicht Ndugu sei, der Murera und ihrer Waisengruppe Hallo sagen wollte. Das war aber nicht der Fall; stattdessen hatten sich Sonje und Lima Lima bereits den wilden Elefanten im Wald angeschlossen, ohne dass die Keeper es bemerkt hatten, und spielten mit ihnen! Murera wollte aber nicht zu ihnen gehen und blieb lieber dicht bei den Keepern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11420176528-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima und Ngasha grasen im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 28. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nHeute war wieder ein Tag, an dem die Waisen mit Insektenschutzmittel bespr\u00fcht wurden. Einige der Babys waren bereit, andere nicht. Murera und Sonje waren einverstanden und beschwerten sich nicht, weil sie verstehen, dass das Mittel ihnen hilft, die nervigen Insekten loszuwerden. Nachdem sie bespr\u00fcht worden waren, gingen die beiden zum Staubbad, wo sie sich einstaubten und eine Schicht Erde auftrugen, die auch gegen die bei\u00dfenden Tsetse-Fliegen hilft. Lima Lima und Quanza waren gar nicht gl\u00fccklich \u00fcber das Spray, und Quanza trat aus, um den Keeper mit der Spr\u00fchflasche fernzuhalten. Die Keeper beschlossen, etwas abzuwarten und sie sp\u00e4ter zu bespr\u00fchen. Schlie\u00dflich ergaben sich die beiden und lie\u00dfen die Keeper gew\u00e4hren, damit sie endlich weitergrasen konnten. Alamaya und Mwashoti waren sehr brav und standen ruhig da, als die Keeper sie einspr\u00fchten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11420177333-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen beim Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 29. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen gingen heute zu den Kenze-H\u00fcgeln, wo es sehr gr\u00fcn aussah. Es gab viele frische Zweige und Pflanzen, und die Waisen f\u00fchlten sich wie im Schlaraffenland. Alamaya und Mwashoti hatten viel Spa\u00df dabei, von dem saftigen Gr\u00fcn zu fressen. W\u00e4hrend die Waisen grasten, lief ein Dikdik zwischen ihnen hindurch, worauf Jasiri und Ngasha nicht vorbereitet waren. Sie erschraken und jagten daraufhin wild herum. Das animierte auch den Rest der Babys dazu umherzurennen, w\u00e4hrend sie herauszufinden versuchten, was ihre Freunde so erschreckt hatte.<br \/>\nHeute kam der wilde Freund der Waisen, Ndugu, zu Besuch. Als er auftauchte, war Zongoloni die erste, die ihn bemerkte, und teilte dem Rest der Herde mit, dass sie ihn begr\u00fc\u00dfen sollten. Im Vergleich zu Sonje und Murera sieht er riesig aus. Alamaya war mutig genug, um zu ihm zu gehen und ihm Hallo zu sagen. Der Bulle schob ihn aber vorsichtig mit seinen Sto\u00dfz\u00e4hnen weg, ehe Alamaya dicht genug herankam, um ihn zu ber\u00fchren. Dann kollerte er laut, was den Keepern und den Waisen gleicherma\u00dfen Angst einjagte. Sie gingen schnell ein St\u00fcck weg und beobachteten aus der Ferne, wie Ndugu in den Wald zur\u00fcck ging. Faraja und Alamaya und der Rest der Gruppe folgten ihm in sicherer Entfernung, um zu sehen, wo er hingehen w\u00fcrde. Die Keeper waren froh, Ndugu wiedergesehen zu haben, denn das letzte Aufeinandertreffen war schon eine Weile her.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201771023-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni f\u00fchrt Jasiri aus dem Geb\u00fcsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 30. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen begann es zu regnen, noch bevor die Babys ihre Milch bekamen. Die Keeper waren vorbereitet &#8211; sie zogen ihre Regenm\u00e4ntel \u00fcber und nahmen ihre Regenschirme mit, um gut ger\u00fcstet zu sein, wenn es in den Tag hinaus ging. Mwashoti wollte nicht aus seinem Gehege kommen, weil er nicht nass werden wollte. Murera und Sonje kamen hinzu, um ihn abzuholen, doch er bewegte sich nicht. Also ging Murera in sein Gehege hinein, und zusammen mit Sonje gelang es ihr, ihn herauszuholen, sodass sie sich den Waisen bei der Wanderung in den Wald anschlie\u00dfen konnten.<br \/>\nBei der Mittagsf\u00fctterung eilten die Babys, angef\u00fchrt von Lima Lima, zu ihrer Milch. Als sie n\u00e4herkamen, kamen sie an ein paar Kranichen vorbei, die scheinbar darauf aus waren, Alamaya zu vertreiben, der ihnen etwas zu nah gekommen war. Lima Lima kehrte um, um ihrem Freund zu helfen, und stellte sich den V\u00f6geln entgegen. Die Keeper sahen genauer hin und stellten fest, dass die Kraniche ein Nest mit vier Eier besch\u00fctzten. Also riefen sie die Elefanten schnell von den V\u00f6geln weg, damit diese sich nicht l\u00e4nger bedroht f\u00fchlen mussten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201771530-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza und Zongoloni entrinden einen Baum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 31. Dezember 2016<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen aus ihren Gehegen und gingen zur Laderampe, um sich Kinn und K\u00f6rper zu kratzen. Sonje schloss sich mit Murera und Ziwa zusammen, und sie brachten alle anderen dorthin. Als Alamaya dort angekommen war, drehte er sich um, um seinen Hintern zu kratzen. Dabei ber\u00fchrte Zongoloni seinen Schwanzstummel, und er schubste sie weg, damit sie das nicht noch einmal versuchen w\u00fcrde. Die anderen Waisen kollerten Zongoloni zu, Alamaya in Ruhe zu lassen.<br \/>\nDie Waisen hatten einen wunderbaren Tag; sie waren alle verspielt, als sie nach Hause zur\u00fcckkehrten und sich auf ein paar Leckereien am Abend freuen konnten. Alle warteten auf das neue Jahr, und Alamaya und Mwashoti bekamen eine zus\u00e4tzliche Flasche Milch. Die anderen Babys durften ein paar Schoten knabbern, die die Keeper f\u00fcr den Silvesterabend aufgehoben hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201773510-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti legt sich Gras auf den Kopf<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-dezember-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donnerstag, 1. Dezember 2016 In der Nacht begann Lima Lima, gegen die Absperrung ihres Geheges zu sto\u00dfen und dabei laut zu kollern, um die anderen Waisen zum Mitmachen zu bringen. Zongoloni und Quanza waren auch gleich dabei. 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