{"id":8593,"date":"2017-02-28T19:18:23","date_gmt":"2017-02-28T18:18:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=8593"},"modified":"2017-02-28T19:18:23","modified_gmt":"2017-02-28T18:18:23","slug":"nairobi-nursery-januar-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-januar-2017\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery Januar 2017"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 1. Januar 2017<\/strong><br \/>\nAlle Waisen begr\u00fc\u00dften das neue Jahr in bester Laune und beteiligten sich an verschiedenen Schubs-Spielen. Die kleinen Jotto, Tamiyoi und Malima rannten fr\u00f6hlich auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen herum und trompeteten und stampften wie die \u00e4lteren Waisen im Geb\u00fcsch hinter den Gehegen. Luggard, Murit und Malkia waren damit besch\u00e4ftigt, sich gegenseitig mit umschlungenen R\u00fcsseln in Ringk\u00e4mpfe zu verwickeln. Es war sehr sch\u00f6n und ermutigend zu sehen, wie der arme Luggard mit seinem gebrochenen Bein versuchte, mit Malkia zu spielen und auf sie zu klettern wie die Anderen, obwohl er eigentlich nur drei Beine zur Verf\u00fcgung hat. Es fiel ihm schwer, die Balance zu halten, aber er begn\u00fcgte sich auch damit, hinter ihr her zu jagen; Malkia machte bereitwillig mit und rangelte vorsichtig mit ihm.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201725444-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jotto ist gut gelaunt<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 2. Januar 2017<\/strong><br \/>\nBeim Schlammbad der Waisen um 11 Uhr war es sehr hei\u00df, und die Babys tranken eilig ihre Milch aus und rannten dann zur Abk\u00fchlung in den Matsch. Als Luggard, Malima, Tamiyoi, Ambo und Jotto beim Schlammloch ankamen, konnten sie gar nicht schnell genug mit ihrer Milch fertig werden, bevor sie gingen und schlammiges Wasser aufsogen. Sie spr\u00fchten es sich hinter die Ohren, um sich damit abzuk\u00fchlen. Vor allem Luggard, der Schlammb\u00e4der \u00fcber alles liebt, w\u00e4lzte sich gl\u00fccklich im dicken Matsch, zusammen mit Tamiyoi, Malima und Jotto. Ihre Spiele wurden aber unterbrochen, als Esampu, Murit, Godoma und Ngilai im Schlammloch ankamen. Sie rollten sich herum und stie\u00dfen aneinander, was den Kleineren doch etwas zu ruppig war, sodass sie lieber herauskamen und sich von den Keepern beim Einstauben helfen lie\u00dfen. Ngilai kam auch aus dem Matsch heraus und wollte mit den j\u00fcngeren Waisen spielen und mit ihnen rangeln, aber die Keeper hielten ihn davon ab. Anstatt aber zur\u00fcck ins Schlammloch zu gehen, rannte er zum Absperrband, wo die Besucher standen, und machte sich einen Spa\u00df daraus, diese zu schubsen und sie sch\u00f6n einzumatschen. Dann flitzte er zur\u00fcck in den Schlamm, womit er vermied, von den Keepern ausgeschimpft zu werden &#8211; die Zuschauer fanden es aber sehr spa\u00dfig und applaudierten Ngilai sogar!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201732245-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Luggard auf dem Weg zum Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 3. Januar 2017<\/strong><br \/>\nDrau\u00dfen im Busch grasten die Waisen heute morgen gesch\u00e4ftig, anstatt viel zu spielen. Erst kurz nach 7 Uhr begannen Lasayen, Rapa, Ndotto, Sana Sana, Malkia und Dupotto herumzurennen, und hinter den Warzenschweinweibchen und ihren Ferkeln her zu jagen, die bei der kleinen Waisengruppe Schutz gesucht hatten. Rapa, Ndotto und Lasayen gaben nicht auf, auch als die Anderen m\u00fcde wurden, und setzten die Jagd fort. Sie versuchten weiterhin, die kleinen Warzenschweine aus dem Geb\u00fcsch heraus zu jagen, aber als sie versehentlich in Malkia und Sana Sana hineinrannten, erschraken sich die beiden und machten sich zum Rest der Gruppe davon. Als Lasayen, Rapa und Ndotto das sahen, gaben sie auch auf und rannten zur Herde zur\u00fcck. Dabei trompeteten sie und stampften herum, sodass der Rest der Waisen gleich mitmachte. Mbegu, Ukame, Maramoja und Dupotto schlossen sich ihnen beim B\u00fcsche zertrampeln an und tr\u00f6teten im Wald herum. Die Kleinen, wie Tamiyoi, Malima, Jotto und Luggard blieben lieber bei den Keepern und wollten sich nicht an dem Spektakel beteiligen. Nachdem alle genug von dem Spiel hatten, beruhigten sie sich wieder und grasten friedlich weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201781852-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sana Sana nach der Begegnung mit den Warzenschweinen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 4. Januar 2017<\/strong><br \/>\nAls die Waisen fr\u00fch am Morgen drau\u00dfen im Wald waren, jagten Ukame, Karisa und Wanjala den anderen Waisen Angst ein, als sie sie tief in den Wald f\u00fchrten, wo Oltaiyoni, Roi und Naseku immer mit ihnen gegangen waren. Wanjala ging den anderen Beiden voran, aber als er merkte, dass ihm niemand folgte, drehte er wieder um und rannte trompetend zur\u00fcck. Als Ukame und Karisa das sahen, taten sie dasselbe, und als die drei l\u00e4rmend zur\u00fcckkamen, fing die ganze Herde an, herumzutrompeten und -stampfen. Sie wollten sich gegen irgendeine Gefahr verteidigen, aber wogegen, war ihnen nicht ganz klar. Als die protestierende Herde bei den Keepern ankamen, dr\u00e4ngelten sich Wanjala, Ukame und Karisa durch sie hindurch und rannten bellend in Richtung der Stallungen zur\u00fcck. Als Ukame merkte, dass die anderen Waisen immer noch im Wald waren, machte sie erneut kehrt, und die beiden Jungs kamen mit ihr mit. Sie eilten zur\u00fcck zur Herde und im Geb\u00fcsch gab es eine freudige Wiedervereinigung. Scheinbar sind alle noch ein wenig verwirrt, jetzt wo die \u00e4lteren Elefanten umgezogen sind, mit denen sie immer weit in den Busch hinaus gewandert waren. Mit der Zeit werden sie sich aber daran gew\u00f6hnen, und eine neue Rangordnung wird sich unter ihnen herausbilden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201734832-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ukame drau\u00dfen im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 5. Januar 2017<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute morgen heraus kamen, waren sie sehr damit besch\u00e4ftigt, morgendliche Begr\u00fc\u00dfungen auszutauschen. Die besten Kumpels Ndotto und Lasayen rangelten miteinander, und die kleinen Tamiyoi, Jotto und Malima gingen direkt zu Maxwells Gehege und bedienten sich an seinem Luzernenheu. Als die drei sich um die leckersten Bissen stritten, wurde Winzling Tamiyoi eifers\u00fcchtig auf Jotto und Malima und wollte das leckere Heu nicht mit den Beiden teilen. Sie wandte sich mit aufgestellten Ohren Malima zu, um sie weg zu scheuchen, und versuchte dasselbe dann bei Jotto, der sich aber gar nicht darum k\u00fcmmerte und weiter flei\u00dfig Leckerbissen aufsammelte. Daraufhin versuchte sie, ihn zu schubsen und gab ihm sogar eine Kopfnuss, wobei er gegen die Metallstangen von Maxwells Tor geschoben wurde. Er jaulte laut auf und rannte Malima hinterher, die sich schon vorher aus dem Staub gemacht hatte, als Tamiyoi unleidlich geworden war. Dann schlossen sich die Beiden dem Rest der Herde an, die inzwischen zum Grasen ins umliegende Geb\u00fcsch gegangen war. Tamiyoi wollte nat\u00fcrlich nicht allein zur\u00fcck bleiben und kam auch hinterher, aber den Rest des Tages wollte Jotto sie nicht in seiner N\u00e4he haben!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201742812-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto geht mit Lasayen spielen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 6. Januar 2017<\/strong><br \/>\nMbegu ist es schon gew\u00f6hnt, die Gruppe der J\u00fcngeren am Morgen hinaus in den Busch und zur Besuchszeit hinunter zur F\u00fctterung zu bringen. Heute wurde sie aber offiziell zur Mini-Leitkuh der Waisenherde ausgerufen, als sie auch die \u00e4lteren Waisen zur Besuchsstunde brachte. Obwohl sie sich daran gew\u00f6hnt hat, bei den Kleinen zu sein, machte sie bei der Besuchsstunde heute nicht den Eindruck als w\u00fcrde sie sie vermissen. Sie setzte dann das Grasen zufrieden fort. Godoma ist jetzt das \u00e4lteste M\u00e4dchen in der Gruppe der jungen Waisen, und sie ist die Anf\u00fchrerin der Babys wie Tamiyoi, Jotto, Malima, Esampu und Ambo. Nachdem sie von Mbegu gelernt hat, wie man sich um die J\u00fcngeren k\u00fcmmert und sie besch\u00fctzt, zeigt sie jetzt, dass sie auf die Kleinen aufpassen kann. Als heute bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde Esampu versuchte, Malima von ihrer Milchflasche wegzuschubsen und Malima protestierend aufschrie, rannte Godoma sofort zu ihnen, um nachzusehen, was los war. Das zeigt, dass sie sich gut um die Gruppe k\u00fcmmert, und vielleicht wird sie eines Tages eine richtige Leitkuh werden!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201743625-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu ist jetzt Mini-Leitkuh der ganzen Herde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 7. Januar 2017<\/strong><br \/>\nMurit, der ein \u00e4u\u00dferst freundlicher Zeitgenosse ist, erteilte heute Morgen im Wald den Kleinen Jotto, Ambo und Luggard ein paar Lektionen im Ringkampf. Er war ganz damit besch\u00e4ftigt, gegen Jotto und Ambo gleichzeitig anzutreten, und Luggard mischte sich auch gelegentlich von der Seite ein. Danach widmete er sich ganz seinem besten Freund Luggard, aber der Spa\u00df war vorbei, als Draufg\u00e4nger Rapa mitspielen wollte &#8211; er war den Beiden viel zu ruppig, und so wollten sie nicht mit ihm spielen. Das \u00e4rgerte Rapa, und er begann, die kleinen B\u00fcsche niederzutrampeln. Bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde waren die Waisen heute nicht allzu aktiv. Nur Malima und Tamiyoi rollten sich zum Staubbaden in der Erde herum und posierten dann am Absperrband, sodass die Zuschauer jede Menge tolle Fotos von ihnen schie\u00dfen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21520175642-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit ist ein sehr freundlicher Junge<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 8. Januar 2017<\/strong><br \/>\nBei der Milchf\u00fctterung, egal ob drau\u00dfen im Busch oder bei der Besuchsstunde, ist es immer erstaunlich zu sehen, wie die Mini-Leitkuh Mbegu von einem Waisen zum anderen geht, ihren R\u00fcssel in deren Mund steckt und die Milch aufsaugt, die daneben kleckert und auf den Boden tropft. Das macht sie schon seit jeher, sogar in ihrem Gehege am Nachmittag; sie r\u00fcsselt dann alles, was aus ihrer Flasche auf den Boden gelangt ist, auf und stellt sicher, dass nichts verschwendet wird!<br \/>\nKurz vor 14 Uhr kam eine Nachricht von einer unserer Tierarzteinheiten, die ein zu rettendes Kalb in Amboseli gesehen hatte. Ein Team wurde losgeschickt, und es traf die Wildh\u00fcter, die den kleinen Elefanten bei ihrer t\u00e4glichen Patrouille in einem Wasserloch gefunden hatten. Es liegt im lokalen Schutzgebiet von Kitirua im Langolo-Gebiet. Das Kalb scheint schon eine Weile dort gewesen zu sein, aber immerhin hatte es keine gr\u00f6\u00dferen Verletzungen, nur ein paar Schrammen an den Vorderbeinen. Es ist sehr jung und schon recht abgemagert, da es offenbar schon eine Weile keine Milch mehr von seiner Mutter bekommen hatte. Es wurde gerettet und zum Waisenhaus in Nairobi gebracht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201755155-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu wird gef\u00fcttert<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 9. Januar 2017<\/strong><br \/>\nWegen der heutigen hohen Temperaturen nahmen die Waisen ein ausgedehntes Schlammbad, und Luggard und Murit wollten das Matschloch gar nicht wieder verlassen. Ndotto und Galla kletterten ausf\u00fchrlich auf Mbegu herum, die tief im Schlamm lag. Es war sehr lustig zu sehen, wie Ndotto angerannt kam, als Galla auf Mbegu zu klettern begann. Er schubste ihn weg, denn er hat Mbegu sehr gern und hat am liebsten ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Galla revanchierte sich aber und verpasste Ndotto ebenfalls eine Kopfnuss, sodass keiner der Beiden viel dazu kam, auf Mbegus eingeschlammtem R\u00fccken zu spielen.<br \/>\nDas kleine Waisenm\u00e4dchen, das gestern gerettet worden war, schien sich heute ganz gut zu f\u00fchlen. Sie hebt mit ihrem R\u00fcsselchen Dinge auf und trinkt auch ein wenig Milch. Sie wurde von den \u00e4lteren M\u00e4dchen Mbegu, Dupotto, Maramoja, Godoma und Ukame herzlich begr\u00fc\u00dft und ber\u00fcsselt, aber sie h\u00e4lt sich noch lieber in der N\u00e4he der Keepern auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201755855-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen am Ufer und Rapa im Schlamm<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 10. Januar 2017<\/strong><br \/>\nHeute brachte Murit seine kleine Gruppe hinunter zu ihrer Milch am Schlammbad, als er auf einige Paviane traf, die sich dort gegenseitig herumjagten und spielten. Er \u00e4nderte die Richtung und versuchte, sie vom Weg zu verscheuchen, was aber nicht so recht funktionierte, da die Affen sich nicht von ihm beeindrucken lie\u00dfen. Godoma kam ihm mit aufgestellten Ohren zu Hilfe, und zusammen gelang es ihnen, sich den Weg durch die Paviane hindurch zu bahnen und trompetend zur Milchf\u00fctterung hinunter zu rennen. Als die zweite Gruppe Babys, n\u00e4mlich Tamiyoi, Malima und Kuishi, aus dem Wald herauskam, waren sie etwas verwirrt, da ihnen die Paviane den Weg versperrten. Sie wussten nicht so recht wohin, und Tamiyoi und Malima begannen, um Hilfe zu rufen. Ihr Geschrei rief sofort die neue Mini-Leitkuh Godoma auf den Plan, die zur\u00fcck zu den Babys rannte und dabei geradewegs durch die Gruppe Paviane preschte. Diese liefen in alle Richtungen davon, sodass die kleinen Waisen schlie\u00dflich zu ihrer Milch herunter kommen konnten. Die treusorgende Godoma begleitete dann Tamiyoi, Malima und Kuishi mit immer noch weit aufgestellten Ohren zum Schlammbad herunter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201761130-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit und Galla<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 11. Januar 2017<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen am Morgen aus ihren Gehegen gelaufen und gingen in den Wald, um wie \u00fcblich zu grasen. Auf dem Weg trafen sie auf eine Impalaherde, die auch gerade graste. Als Dupotto, Maramoja, Ndotto, Pare, Lasayen, Rapa, Mbegu, Karisa und Ukame sie sahen, schlugen sie sich in die B\u00fcsche und begannen, herumzustampfen und zu trompeten. Das veranlasste die restlichen Waisen, es ihnen nachzumachen, sodass die nichtsahnenden Impalas in alle Himmelsrichtungen fl\u00fcchteten. Eine der Antilopen fand sich allerdings zwischen den wildgewordenen Waisen wieder. Sie war kurz verwirrt, aber dann sprang sie zum Erstaunen aller in einem Satz \u00fcber Ndottos R\u00fccken hinweg, um wieder zum Rest ihrer Herde zu gelangen. Das jagte Ndotto einen solchen Schrecken ein, dass er laut aufschrie, und die ganze Herde rannte erschrocken zu den Keepern zur\u00fcck. Nur Mbegu, Dupotto, Godoma und Maramoja blieben aufgeregt zur\u00fcck und stampften noch einige Minuten durch die B\u00fcsche, bevor sie sich wieder beruhigten. Schlie\u00dflich machten sich alle wieder friedlich ans Grasen und gingen weiter in den Wald hinein. Tamiyoi, Jotto, Malima, Murit und Kuishi blieben aber den Rest des Morgens lieber noch dicht bei den Keepern!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201762254-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen gehen hinaus in den Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 12. Januar 2017<\/strong><br \/>\nHeute Morgen waren die Waisen ganz mit Grasen im Busch besch\u00e4ftigt, ohne dass etwas besonderes passierte. Bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war es wieder sehr hei\u00df, und die Kleinen verloren keine Zeit und gingen sofort ins Schlammloch, nachdem sie ihre Milchflaschen geleert hatten. Sie w\u00e4lzten sich alle verspielt herum und matschten alles ordentlich ein. Esampu und Maramoja zogen besondere Aufmerksamkeit auf sich: Die kleine Esampu kam aus dem Matschloch heraus gest\u00fcrmt und rannte zu einer Wassertonne, wo sie das Wasser \u00fcber die R\u00e4nder schwappen lie\u00df und auf den F\u00fc\u00dfen der Zuschauer verteilte, bevor sie wieder zur\u00fcck in den Schlamm rannte. Maramoja kam auch heraus aus dem Matsch und flitzte zu einer der Tonnen, kratzte sich dann aber das Hinterteil daran, was die Besucher sehr lustig fanden. Sie genoss das Kratzen ausf\u00fchrlich!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201763831-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen, Rapa und Ngilai genie\u00dfen ihr Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 13. Januar 2017<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute Morgen auf dem Weg in den Wald waren, gingen Wanjala, Galla, Ndotto, Lasayen, Rapa, Maramoja, Sana Sana und Ukame voran und stie\u00dfen auf eine Gruppe von Pavianen, die damit besch\u00e4ftigt war, Futter zu sammeln. Die Waisen marschierten gemeinsam mit aufgestellten Ohren auf die Affen zu und versuchten so, sie zu verscheuchen. Ndotto versuchte, einen jungen Affen in die Enge zu treiben, der gerade irgendetwas vom Boden aufhob, und als dieser den Elefanten sah, lie\u00df er einen Alarmlaut an den Rest seiner Familie los. Seine Mutter und einige andere Familienmitglieder antworteten, um sicherzugehen, dass ihr Nachwuchs in Sicherheit war, sodass Ndotto es mit der Angst zu tun bekam und eilig sein Vorhaben aufgab. Er machte kehrt und rannte trompetend zum Rest der Herde zur\u00fcck. Die Paviane hatten sich inzwischen alle auf die B\u00e4ume zur\u00fcckgezogen und unterhielten sich \u00fcber die frechen Elefanten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201765059-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sana Sana legt sich mit Pavianen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 14. Januar 2017<\/strong><br \/>\nKiko bleibt weiterhin die meiste Zeit auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen, um vor den L\u00f6wen in Sicherheit zu sein, die immer noch recht h\u00e4ufig im Wald um das Waisenhaus herum ihr Unwesen treiben. Als er heute Morgen aus seinem Stall kam, war er fest entschlossen, mit den Waisen in den Wald zu gehen. Allerdings war ihm die Sperre im Weg, die wir extra errichtet haben, damit er an den Stallungen bleibt. Also protestierte er, indem er zwischen den Stallungen herumgaloppierte und in die Luft austrat. Dabei erschreckte er die Warzenschweine, die dort herumliefen und sich daraufhin in Maxwells Gehege fl\u00fcchteten. Kiko konnte ihnen nur durch die Gitterst\u00e4be des Tors, durch das sie gerannt waren, hinterher schauen. Viel hatten die Warzenschweine allerdings nicht davon, denn Maxwell war in Jagdlaune und scheuchte sie auf der anderen Seite des Tores wieder herum! Schlie\u00dflich gelang es ihnen, durch die Gitterst\u00e4be zu entkommen, und Maxwell tobte noch ein paar Minuten in seinem Gehege herum, bevor er sich seinem Schlammbad widmete.<br \/>\nHeute mussten wir wieder ein Baby retten, diesmal aus der Maasai Mara, aus der Gegend von Musiara. Es ist sehr klein und folgte einer wilden Elefantengruppe, die aber nur aus Bullen bestand. Es interessierte sich keiner der Bullen f\u00fcr das kleine Kalb. Als es im Waisenhaus ankam, war es zusammengebrochen und v\u00f6llig ersch\u00f6pft, da es immer hinter der wilden Herde her gelaufen war. Noch dazu hatte es lange keine Milch mehr bekommen. Nach einer ersten Behandlung und einer Infusion war es wieder auf den Beinen; es war zwar immer noch schwach, aber trank immerhin schon einmal etwas Milch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201765812-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko mit seinem Keeper<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 15. Januar 2017<\/strong><br \/>\nDas kleine Bullkalb, das gestern gerettet wurde, ist immer noch sehr wackelig auf den Beinen und verbrachte die Nacht unter Beobachtung der Keeper. Er nimmt aber bereitwillig die leckere Milch an und ist gern bei den Keepern. Er ist noch unter drei Monate alt.<br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde waren heute Mbegu und Dupotto im Schlammbad zu Sp\u00e4\u00dfen aufgelegt. Mbegu lag am Rand des Schlammlochs und lie\u00df den Kopf hinein h\u00e4ngen, und Dupotto sa\u00df auf ihr und lie\u00df sich mit ihr zusammen hinein rutschen. Dann streckte Mbegu die Hinterbeine hoch in die Luft, und Dupotto kratzte sich den R\u00fccken an ihr. Das ganze Spektakel war sehr unterhaltsam anzusehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21520177350-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu und Dupotto hatten heute ihren spa\u00dfigen Tag<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 16. Januar 2017<\/strong><br \/>\nDer kleine Musiara wachte heute Morgen etwas matt auf und war nicht so fit wie am Tag zuvor. Er hatte auch keine rechte Lust auf Milch, aber seine Blutwerte zeigten nichts besonderes an. Er bekam noch eine Infusion, die ihn wieder aufp\u00e4ppelte und blieb zur Erholung drinnen.<br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war es heute sehr hei\u00df, sodass die Waisen wetteiferten, wer zuerst in den Schlamm durfte, um sich darin abzuk\u00fchlen. Ein paar der Waisen waren aber gar nicht am Schlammbad interessiert, wie Ngilai. Er mag den Matsch nicht besonders und versucht immer, ihn zu meiden. Stattdessen jagte er hinter den Warzenschweinen her, die auch ins Schlammloch wollten. Einmal kam er der Stelle ziemlich nahe, an der sich Jotto, Tamiyoi, Malima und Murit flei\u00dfig mit Hilfe der Keeper einmatschten, aber als er einen Keeper mit der Schaufel auf ihn zukommen sah, rannte er wieder weg, um nicht mit Schlamm bedeckt zu werden. Er ging weit weg vom Wasserloch und behielt die Keeper mit den Schaufeln genau im Auge, um nicht versehentlich etwas abzubekommen. Kuishi h\u00e4lt sich auch immer vom Schlammbad fern; sie steht nur am Rand herum und ist sich unschl\u00fcssig, ob sie vielleicht hinein gehen soll oder nicht. Sie schuffelt sich dann nur gern an denen, die gerade aus dem Matsch herauskommen und hat damit f\u00fcr ihren Geschmack schon genug geschlammbadet!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201771213-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen beim Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 17. Januar 2017<\/strong><br \/>\nEsampus gierige Art ist bei ihren Freunden wohl bekannt. Bei der heutigen \u00f6ffentlichen Besuchsstunde bekam Malima gerade ihre Milch, als sie Esampu mit aufgestellten Ohren auf sich zurennen sah. Noch bevor sie sie erreicht hatte, begann Malima zu bellen und versteckte sich hinter ihrem Keeper. Godoma wurde sofort hellh\u00f6rig und wollte schon her\u00fcbergerannt kommen, um Malima zu helfen, aber als die Keeper Esampu mit ausgestrecktem Finger verwarnten, \u00fcberlegte sie es sich anders und ging stattdessen einfach zur Wassertonne, um zu saufen. Godoma behielt sie im Auge, um sicherzugehen, dass sie keine Dummheiten machte.<br \/>\nKarisa, Ukame und Malima st\u00e4rken Tag f\u00fcr Tag ihre Freundschaft; sie haben sich sehr gern und gehen zusammen \u00fcberall hin, obwohl Malima deutlich j\u00fcnger ist als die beiden Anderen. Wenn einer der drei nicht bei der Herde zu finden ist, stellen die Keeper bald fest, dass alle drei nicht da sind, und dann tauchen sie bald irgendwo beim Grasen auf eigene Faust auf. Nach der heutigen privaten Besuchsstunde um 15 Uhr fehlte Ukame, und als nach ihr gesucht wurde, tauchte Karisa pl\u00f6tzlich aus dem Geb\u00fcsch auf, gefolgt von Wanjala und dann Ukame. Als Karisa die Keeper sah, ging er zu ihnen, aber Ukame und Wanjala rannten erst einmal weg. Dann \u00fcberlegten sie es sich anders und folgten Karisa, die mit den Keepern zum Rest der Herde im Wald zur\u00fcckkehrte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201772336-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Esampu ist als kleines gieriges M\u00e4dchen bekannt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 18. Januar 2017<\/strong><br \/>\nMbegu ist wirklich eine treusorgende Leitkuh, und sie versteht die Sorgen und N\u00f6te ihrer Sch\u00fctzlinge gut. Am fr\u00fchen Morgen gingen die Waisen hinaus in den Wald, und ein paar der Kleinen dr\u00e4ngelten sich unter einen gro\u00dfen Baum. Sie waren damit besch\u00e4ftigt, die heruntergefallenen Bl\u00e4tter dort zu fressen. Ambo, Jotto, Esampu, Ngilai und Godoma waren alle dort, aber Ngilai und Esampu dr\u00e4ngelten herum und versuchten die Anderen wegzuschieben, um mehr von den Bl\u00e4ttern abzubekommen. Godoma und Ambo schubsten zur\u00fcck, und als Mbegu sah, wie sie sich stritten, schritt sie ein, um den Frieden wiederherzustellen. Sie ging hin und zog einen Ast des Baumes herunter, so dass jeder der Babys etwas davon abbekam und alle zufrieden waren. Dupotto kam hinterher, und bald tummelte sich fast die ganze Herde dort, um die leckeren Bl\u00e4tter zu genie\u00dfen. Es fehlten nur Ukame, Karisa und Wanjala, und mit ihnen die kleine Malima. Sie grasten f\u00fcr sich an einer anderen Stelle und hatten dort schon selbst sehr leckere Zweige gefunden, an denen sie herumkauen konnten.<br \/>\nGegen 14 Uhr heute war es endlich soweit, dass Kelelari sein Gehege verlassen und sich den anderen Waisen im Wald anschlie\u00dfen konnte. Wir denken, nach zwei Monaten ist er jetzt bereit und vertraut auch seinen Keepern genug. Er ging sehr langsam hinaus in den Wald und brauchte eine ganze Weile, bis er zu den Anderen, die ihn abholen gekommen waren, hinzugesto\u00dfen war. Da er viel \u00e4lter war als sie, als er im Waisenhaus angekommen war, ist er st\u00e4rker von dem Verlust seiner Familie traumatisiert. Jeder, der sich ihm n\u00e4herte, egal wie alt oder wie gro\u00df, wurde erst einmal verjagt. Mbegu versuchte, sich um ihn zu k\u00fcmmern, als er gerade Wasser aus einer Tonne trank, aber auch sie wurde weggeschubst. Als er schlie\u00dflich im Wald war, schubste er immer noch alle von sich, auch Rapa, der normalerweise selbst nicht besonders zartf\u00fchlend mit den J\u00fcngeren umgeht &#8211; er hielt sich dann f\u00fcr den Rest des Tages von Kelelari fern. Am Ende war es der tapfere kleine Ndotto, der ihm Benehmen beibrachte! Ndotto ging geradewegs auf ihn zu, und Kelelari, mit seinen langen Sto\u00dfz\u00e4hnen und seinem massiven K\u00f6rper, wollte ihn verscheuchen &#8211; aber Ndotto schob ihn einfach zur\u00fcck. Kelelari versuchte, ihn zu attackieren, doch Ndotto wehrte sich und schubste Kelelari ins Geb\u00fcsch! Scheinbar haben sich Ndottos Ringkampf\u00fcbungen mit Kauro und den anderen gro\u00dfen Jungs gelohnt und sie haben ihm wertvolle Tricks beigebracht, bevor sie nach Ithumba umgezogen sind. Von da an benahm sich Kelelari jedenfalls! Er blieb sogar bei der privaten Besuchsstunde bei der Herde und machte keinerlei Probleme &#8211; das Schlammbad genoss er sichtlich. Um 16:30 Uhr, noch bevor die anderen um 17 Uhr zur\u00fcckkamen, wurde er von Mbegu, Ndotto, Dupotto und Karisa nach Hause begleitet und ging ohne Schwierigkeiten in sein Gehege zur\u00fcck. Ein gro\u00dfartiger und erfolgreicher erster Tag drau\u00dfen f\u00fcr den gro\u00dfen Jungen! Wir sind sehr dankbar, dass wir ihn retten konnten, und auch daf\u00fcr, dass Ndotto so ein Schatz ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201782631-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu mit Malima<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 19. Januar 2017<\/strong><br \/>\nUm 6 Uhr morgens begann ein neuer Tag f\u00fcr Kelelari bei seiner neuen Familie drau\u00dfen im Wald. Er sah sehr gl\u00fccklich aus und war heute auch ruhig und zufrieden. Er kam auch viel besser mit den anderen Elefanten zurecht als gestern. Rapa scheint sich immer noch nicht so recht wohl zu f\u00fchlen, wenn er dabei ist und rennt immer davon, wenn Kelelari ihm zu nahe kommt. Manchmal merkt er nicht, dass Kelelari hinter ihm steht, und wenn er ihn dann pl\u00f6tzlich sieht, flitzt er davon und ruft um Hilfe!<br \/>\nNdotto schien heute seltsam gelaunt zu sein, als ob ihn irgendetwas bedr\u00fccken w\u00fcrde. Vielleicht ist es die Anwesenheit des gro\u00dfen und starken Kelelari, oder auch etwas ganz anderes &#8211; wir wissen es nicht. Jedenfalls blieb er heute f\u00fcr sich und graste abseits der Herde, ohne mit irgendwem zu spielen. Kelelari dagegen konnte sogar mit zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde kommen; wir waren auf alles vorbereitet und postierten etliche Keeper um ihn herum, falls etwas schiefgehen sollte. Daher benahm er sich sehr vorbildich, gerade so, als ob er schon viele Male dabei gewesen w\u00e4re! Nachdem er seine Milchflasche geleert hatte, ging er geradewegs zum Schlammbad, wo er ausf\u00fchrlich badete, und kam dann wieder heraus, um sich noch ein Staubbad zu genehmigen. Schlie\u00dflich stellten sich alle auf und gingen wieder zur\u00fcck in den Wald, und als sie unter den B\u00e4umen angekommen waren, schien er ein anderer Elefant zu sein, als ob er etwas dazugelernt hatte. Er besch\u00e4ftigte sich viel mit Dupotto, Ukame und Mbegu, folgte ihnen und war immer in Mbegus N\u00e4he zu finden. Offenbar hat er gelernt, dass Mbegu die Chefin der kleinen Waisenherde ist. Mbegu, Karisa, Ndotto und Lasayen eskortierten ihn dann wieder etwas fr\u00fcher als \u00fcblich um 16:30 Uhr nach Hause.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201783159-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kelelari drau\u00dfen im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 20. Januar 2017<\/strong><br \/>\nNdotto sah heute Morgen wieder gut aus, und als die Waisen in den Wald gingen, schien er wieder ganz der Alte zu sein &#8211; im Gegensatz zu seinem eigenartigen Verhalten gestern. Als sie noch in ihren Gehegen waren, spielte er mit seinem Freund Lasayen Verstecken. Sie versteckten sich in ihren St\u00e4llen, sodass der jeweils Andere suchen musste. Auch auf dem Weg in den Wald spielten sie noch weiter und rundeten das Ganze schlie\u00dflich mit einem Ringkampf ab. Wie Ndotto war auch Murit fr\u00f6hlich und gut gelaunt und hatte seinen Spa\u00df mit Ngilai und Jotto. Er ist sehr schlau und passte auf, dass der ruppige Ngilai nicht mit dem kleinen Jotto spielte. W\u00e4hrend sie zusammen waren, stellte er sicher, dass immer nur er mit Jotto spielte und versperrte Ngilai den Weg zu ihm. Das Spiel war zu Ende, als die Milch ankam und die F\u00fctterung um 9 Uhr begann.<br \/>\nKiko musste jetzt lange Zeit auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen bleiben, weil in der Umgebung immer wieder L\u00f6wen auftauchten. Seit kurzem haben wir aber nichts mehr von ihnen gesehen, und so durfte Kiko auch mit hinaus in den Wald, nachdem die Elefantenbabys herausgekommen waren. Er war begeistert, dass er am Morgen wieder frei herumlaufen und von allen B\u00e4umen fressen konnte. Dann kam er an Wanjala vorbei, der etwas abseits der anderen Waisen graste. Wanjala hatte nicht mitbekommen, dass er am Morgen auch herausgekommen war, und als er eine Giraffe n\u00e4herkommen sah, dachte er erst, es w\u00e4re eine wilde! So kam er erschrocken aus dem Geb\u00fcsch gerannt, doch als er drau\u00dfen war und gemerkt hatte, dass es nur Kiko war, drehte er wieder um und scheuchte ihn zur\u00fcck in die B\u00fcsche. Kiko kam dann erst wieder zu den Keepern zur\u00fcck, als die Waisen sich zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde aufmachten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201783912-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit und Esampu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 21. Januar 2017<\/strong><br \/>\nTamiyoi sieht seit gestern etwas matt aus und hat ein wenig Durchfall, daher haben wir ihr etwas Blut abgenommen, um es zu testen. Mbegu war allerdings sehr b\u00f6se mit den Keepern, als sie dies versuchten. Die Waisenbabys in Tamiyois Alter sind sehr clever; sie ahnte schon, dass die Keeper etwas vorhatten und versuchte, ihnen aus dem Weg zu gehen. Schlie\u00dflich erwischten sie sie doch, und sie rief um Hilfe. Mbegu h\u00f6rte sie aus der Entfernung schreien und kam mit aufgestellten Ohren herbei gerannt. Einer der neueren Keeper versuchte, sie aufzuhalten, aber sie h\u00f6rte nicht auf ihn und jagte einfach weiter. Dann ging einer der erfahreneren Keeper zu ihr und unterhielt sich mit ihr, sodass sie sich etwas beruhigte. Schlie\u00dflich merkte sie, dass sie der kleinen Tamiyoi nur helfen wollten und wartete geduldig ab. Nachdem die Keeper Tamiyois Blut abgenommen hatten, begleitete Mbegu sie zusammen mit Dupotto wieder hinaus. Mbegu ist stets bereit, den Kleinen zu Hilfe zu eilen.<br \/>\nRapa bekam heute eine Lektion von Lasayen erteilt, nachdem er ihn beim Spielen mit Ngilai unterbrochen hatte. Ukame kam dazu, um Rapa zu helfen, als Lasayen nicht von ihm ablassen wollte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201784446-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tamiyoi f\u00fchlt sich nicht so gut<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 22. Januar 2017<\/strong><br \/>\nMurit war heute der Scherzkeks des Tages, von fr\u00fch am Morgen an, als er aus dem Stall kam. Wenn es so weitergeht, wird er sogar noch Ndotto als Spa\u00dfmacher der Waisenherde in den Schatten stellen. Sein Stall ist neben dem von Ngilai, und der war heute Morgen sein erstes Ziel; er rannte immer wieder dorthin und schubste daran herum, weil Ngilai immer noch drin war. Malima kam auch herbei gerannt, und zusammen m\u00fchten sie sich ab, das Tor auf zu bekommen, damit Ngilai sich ihnen anschlie\u00dfen konnte. Schlie\u00dflich wurde Ngilai von einem Keeper herausgelassen, und das Spiel begann an anderer Stelle von vorne. Murit ging weiter, um den anderen Waisen auch heraus zu helfen, aber Godoma wollte lieber mit ihm spielen, als herauskommen. Nachdem sie dann im Wald angekommen waren, machten sich alle Waisen ans Grasen &#8211; bis auf Murit, der nicht aufh\u00f6ren wollte zu spielen.<br \/>\nUkame hat ein paar Tricks auf Lager, wenn es zur Milchf\u00fctterung geht. Sie schafft es, sich um die B\u00fcsche herumzuschleichen, ohne dass die anderen Waisen sie sehen, und ist dann als allererste bei der F\u00fctterung am Schlammbad.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21520178508-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit ist ein Entertainer<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 23. Januar 2017<\/strong><br \/>\nAmbo liebt seine \u00e4lteren Artgenossen \u00fcber alles. Als Oltaiyoni nach Ithumba umzog, machten wir uns ein wenig Sorgen, weil sie immer seine Adoptivmama gewesen war, aber Mbegu ist ohne zu z\u00f6gern eingesprungen und k\u00fcmmert sich jetzt neben Baby Jotto auch um ihn. Obwohl Jotto Mbegu sehr mag, h\u00e4ngt er vor allem auch an den Keepern, und so kann Ambo viel Zeit mit seiner neuen Adoptivmama verbringen. Aber wenn Jotto etwas braucht, kommt Mbegu sofort angerannt, um ihm zu helfen. Wir vermuten, dass die n\u00e4chste Mini-Leitkuh der Waisenherde &#8211; wenn Mbegu auch einmal umgezogen sein wird &#8211; Godoma werden wird. Mbegu vertraut ihr hin und wieder einige Aufgaben an und lernt sie so schon einmal an. Heute verbrachten die beiden die meiste Zeit des Tages mit den Kleinen. Mbegu lie\u00df Ambo weitestgehend in Godomas guten H\u00e4nden, aber falls er sie einmal vermisst, sucht er nach ihr bis er sie gefunden hat.<br \/>\nMaramoja hat eine ulkige Angewohnheit: bei jedem Schlammbad kratzt sie sich eine bestimmte Stelle an ihrem Hintern, und immer an einer ganz bestimmten Wassertonne. Scheinbar juckt es sie jedesmal, wenn sie zum Schlammloch herunter kommt, an der gleichen Stelle! Die Besucher lachten herzlich, als sie es heute wieder tat, nachdem sie ihre leckere Milch getrunken hatte. Alle dachten, sie w\u00fcrde zum Saufen zu der Tonne rennen, aber kaum war sie dort angekommen, drehte sie sich um und kratzte sich \u00fcber f\u00fcnf Minuten lang daran!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21520178568-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der s\u00fc\u00dfe kleine Ambo<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 24. Januar 2017<\/strong><br \/>\nKelelari lebt sich sehr gut ein, und er hat inzwischen auch verstanden, dass es in der Herde nicht darum geht, wer der Gr\u00f6\u00dfte und St\u00e4rkste ist, sondern darum zusammenzuhalten &#8211; schlie\u00dflich sind sie alle junge Waisenkinder, genau wie er. Er ist jetzt auch zu den Kleinen freundlich, die sich langsam an seine Gr\u00f6\u00dfe gew\u00f6hnen und ihm vertrauen. Von den J\u00fcngeren waren heute Tagwa, Sana Sana und Kuishi den ganzen Tag bei ihm.<br \/>\nZur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde waren heute Tamiyoi, Luggard und Jotto bestens aufgelegt und hatten viel Spa\u00df. Die meisten der elf Babys, die in der ersten Gruppe zur F\u00fctterung kommen, standen nach ihren Flaschen nur zusammen herum, doch Luggard, Tamiyoi und Jotto wollten etwas Abwechslung haben. Also widmeten sie sich ganz dem Schlamm- und Staubbad. Luggard ist ja immer f\u00fcr ein Schlammbad zu haben, aber Tamiyoi geht nie gerne baden, nicht einmal wenn es sehr hei\u00df ist. So war es sehr \u00fcberraschend, sie so begeistert in den Matsch gehen zu sehen! Jotto ging schlie\u00dflich mit hinein, weil seine Keeper dort waren und seine Freunde das Bad sehr zu genie\u00dfen schienen. Kuishi ist auch ein Baby, das das Schlammloch nicht mag, und sie stellt sich immer in sicherer Entfernung davon auf. Sie schuffelt sich lieber an denen, die im Schlamm waren, um so auch etwas Schutz f\u00fcr die Haut abzubekommen. Daher sieht sie immer lustig gescheckt aus. Die Keeper haben ein paar Mal versucht, sie mit Schlamm zu bewerfen, aber sie rennt immer weg.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21520179046-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kelelari kommt zu seiner Milchflasche<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 25. Januar 2017<\/strong><br \/>\nEsampu kommt immer noch nicht mit allen anderen Waisen zurecht und muss immer wieder von den \u00e4lteren Waisen ermahnt werden, weil sie ungezogen war. Als sie bei der F\u00fctterung am Schlammloch um 11 Uhr gerade ihre Milch trank, sah sie Jotto vorbeilaufen, und schubste ihn ohne Vorwarnung ins Schlammloch. Danach ging sie wieder zu ihrer Milchflasche zur\u00fcck. Als Strafe bekam sie den Rest von ihrer Milch nicht mehr und wurde von den Keepern weggeschickt. Sie wehrte sich und tat so, als ob sie kein W\u00e4sserchen tr\u00fcben k\u00f6nnte, aber am Ende machte sie sich davon und ging Wasser saufen. Ambo und Sana Sana soffen gerade aus der gleichen Tonne, und Esampu schob den kleinen Ambo aus dem Weg, um sich Platz zu verschaffen. Sana Sana war damit gar nicht einverstanden &#8211; sie kam Ambo zu Hilfe und verwies Esampu in ihre Schranken, indem sie sie ins Schlammloch zur\u00fcckdr\u00e4ngte. Dort blieb sie bis zum Ende der Besuchszeit.<br \/>\nMalima, Godoma und Murit dagegen hatten viel Spa\u00df bei der Besuchsstunde. Malima ist ein gro\u00dfer Fan des Schlammbads und spielt mit Vorliebe darin, wenn sie gut gelaunt ist. Wegen ihr kamen auch Godoma und Murit mit in den Schlamm, und sie spielten zusammen und kletterten aufeinander herum. Malima sah fast so aus, als w\u00fcrde sie im Wasserloch schwimmen &#8211; sie war komplett untergetaucht und schlidderte von einer Seite auf die andere. Die drei hatten ihren Spa\u00df und kamen dann heraus, um sich mit Staub abzutrocknen. Dabei trafen sie ein paar Warzenschweine, die sich auch abk\u00fchlen wollten &#8211; und von den drei Spielkindern nicht geschont wurden! Godoma nahm sie sich vor und scheuchte sie zur\u00fcck in die B\u00fcsche und in alle Richtungen. Danach schloss sie sich wieder den anderen Waisen an, die schon auf dem Weg zur\u00fcck in den Wald waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/2152017949-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Esampu und Ambo<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 26. Januar 2017<\/strong><br \/>\nPare schien heute Morgen im Wald noch halb zu schlafen. Als sie alle hinaus gingen und sich in verschiedene Richtungen aufmachten, merkte er nach einer Weile, dass er bei der Babygruppe gelandet war, die immer in der N\u00e4he der Keeper bleibt. Er bekam nicht heraus, wo die anderen Elefanten hingegangen waren, und irgendwann fing er an zu trompeten, in der Hoffnung, dass jemand aus der Gruppe der \u00c4lteren antworten w\u00fcrde. Aber so viel er auch tr\u00f6tete, keiner antwortete. Dann begann er, hin und her zu rennen und stolperte sogar vor lauter Gerenne im Geb\u00fcsch, doch noch immer kam keine Antwort aus der Richtung, in die die \u00e4lteren Babys gegangen waren. Also gab er die Suche auf, und da beschloss Murit, der auch bei den J\u00fcngeren geblieben war, ihn zu einem Ringkampf herauszufordern. Die Rangelei dauerte eine Weile, und dann versuchte er, auf Sana Sana zu klettern, die aber nicht mitspielen wollte. Sie rannte weg, um mit den Anderen zu grasen. Murit rangelte schlie\u00dflich mit Jotto, mit dem er sehr gern spielt. Esampu verlie\u00df kurz die Gruppe, um die Warzenschweine zu verjagen, aber eines von ihnen war genauso st\u00f6rrisch wie sie &#8211; w\u00e4hrend alle Anderen schnell verschwanden, als sie hinter ihnen her lief, jagte dieses eine Esampu hinterher! Esampu konnte das nicht auf sich sitzen lassen und scheuchte das Warzenschwein schlie\u00dflich 200m weg von den Babys. Dann kam sie zur Gruppe zur\u00fcckgelaufen und sah sehr zufrieden mit sich aus; Murit begr\u00fc\u00dfte sie mit einem anerkennenden Tr\u00f6ten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21520179925-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Pare ist etwas verschlafen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 27. Januar 2017<\/strong><br \/>\nIrgendetwas schien Maxwell heute Morgen \u00fcber die Leber gelaufen zu sein. Als die Babys aus ihren Gehegen kamen und in den Wald gingen, sah er aufgeregt aus und ging mit erhobenem Kopf und Schwanz in seinem Gehege umher. Wenn man an seinem Tor nach ihm rief, lief er ein paar Schritte darauf zu und machte dann kehrt, um in die andere Richtung davon zu rennen. Esampu und Ngilai versuchten, ihn zu ihrem \u00fcblichen Auf- und Ab-Gerenne zu \u00fcberreden, aber er zeigte kein Interesse. Vielleicht war ein wildes Nashorn in der N\u00e4he, das seinem Gehege zu nahe gekommen war, sodass er sich um sein Territorium sorgte. Er war noch eine Weile sehr aufmerksam, bevor er sich am sp\u00e4ten Vormittag wieder beruhigte.<br \/>\nMbegu und Godoma waren am Morgen aufgeregt, weil sie Musiara trafen, den kleinen Waisen, der Mitte des Monats aus der Massai Mara gerettet worden war und sich gut erholt. Heute kam er etwas fr\u00fcher als die letzten Tage aus seinem Stall und die Anderen waren noch in der N\u00e4he in den B\u00fcschen. Mbegu und Godoma standen zusammen mit Ambo, Tamiyoi, Jotto, Murit und Luggard herum, und aus einiger Entfernung sah Mbegu den kleinen Musiara hinter seinem Keeper herlaufen. Sie rannte hin, um ihn kennenzulernen, und als sie dort angekommen war, zog sie ihn an sich, umr\u00fcsselte ihn und kollerte liebevoll. Godoma lie\u00df sich von dem Kollern anlocken und kam auch herbeigeeilt. Zusammen brachten sie dann das neue Baby zu den anderen Waisen. Jotto fand Musiara sehr interessant und wollte ihn zu einem Ringkampf \u00fcberreden. Die beiden \u00e4lteren M\u00e4dchen wichen nicht von seiner Seite, bis es Zeit f\u00fcr die morgendliche Milchf\u00fctterung war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201791434-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Irgendetwas beunruhigte Max heute Morgen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 28. Januar 2017<\/strong><br \/>\nEsampu und Ambo sind und bleiben steitende Nachbarn. Obwohl sich die Waisen, die in nebeneinanderliegenden Gehegen wohnen, meistens sehr gut verstehen, kommen diese beiden gar nicht miteinander aus. Das Problem ist definitiv nicht Ambo, obwohl auch er es manchmal auf einen Streit anlegt. Esampu scheint aber diejenige zu sein, die Ambo nicht gut leiden kann. Heute Morgen kam Ambo heraus und ging hinter seinem Keeper her, und es schien, als ob Esampu ihn schon auf dem Kieker gehabt h\u00e4tte. Sie rannte hin und schubste ihn, obwohl der Keeper versuchte, die beiden auseinander zu halten. Die Rangelei ging weiter, bis sie wieder bei ihren St\u00e4llen waren, und der Keeper konnte nichts anderes tun, als abzuwarten, bis sie ihren Streit beigelegt hatten. Sie sind beide etwa gleich stark, und so dauerte es, bis Ambo aufgab und wieder aus dem Stall herauskam. Meine G\u00fcte!<br \/>\nWanjala und Galla, die wie Zwillingsbr\u00fcder sind, hingen heute wieder den ganzen Tag zusammen, etwas abseits vom Rest der Herde. Sie sehen sich sehr \u00e4hnlich und sind auch ganz \u00e4hnliche Charaktere.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201791928-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Galla und Esampu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 29. Januar 2017<\/strong><br \/>\nMbegu, Godoma und Malkia waren heute ganz damit besch\u00e4ftigt, sich um den kleinen Musiara zu k\u00fcmmern. Es war sehr interessant, Malkia dabei zu sehen, die offenbar auch andere Talente hat, au\u00dfer ein gieriges kleines M\u00e4dchen zu sein! Als Musiara etwas sp\u00e4ter als die anderen Waisen im Wald ankam, waren sie schon weit hinaus gegangen, aber die drei M\u00e4dchen kamen dorthin zur\u00fcck, wo Musiara mit seinem Keeper war. Sie leisteten ihm beim Grasen Gesellschaft, und sp\u00e4ter gingen Godoma und Malkia zur\u00fcck zu den anderen Waisen, w\u00e4hrend Mbegu bei ihm blieb.<br \/>\nRapa und Wanjala beschlossen heute, ihre Differenzen bei einem Ringkampf auszufechten. Rapa \u00e4rgert Wanjala immer, und heute sah Wanjala seine Chance auf Rache gekommen, als er den frechen Rapa am Rand des Schlammlochs stehen sah. Zuerst schubste er ihn in den Matsch hinein, und als Rapa dann mit seinen Vorderbeinen aus dem Schlammloch herauskam, versuchte er sich nochmal in einem Ringkampf gegen ihn. Sie begannen zu rangeln, und Wanjala besiegte Rapa tats\u00e4chlich! Aber er wusste, dass er, sobald es Rapa aus dem Matsch geschafft hatte, in Schwierigkeiten geraten w\u00fcrde, und so rannte er weg und versteckte sich inmitten der Gruppe. Rapa war sehr ver\u00e4rgert, dass er gegen Wanjala verloren hatte und machte sich gleich auf die Suche nach ihm. Er fand ihn neben dem gro\u00dfen Kelelari stehen und ging hin, um ihn zu schubsen, doch Kelelari sah ihn kommen und schob ihn zur\u00fcck &#8211; und rettete Wanjala auf diese Weise!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201792258-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Malkia mag das neue kleine Baby auch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 30. Januar 2017<\/strong><br \/>\nMbegu ist wirklich ein gro\u00dfer Schatz &#8211; da werden viele zustimmen. Musiara war mit seinem Keeper ein ganzes St\u00fcck entfernt vom Rest der Herde, und uns ist nicht ganz klar, wie Mbegu merkt, wenn die Babys im Wald sind; es muss irgendetwas mit ihrem guten Geruchssinn zu tun haben. Jedenfalls kam sie mit Luggard, Jotto und Murit dorthin, wo Baby Musiara mit seinem Keeper stand. Sie l\u00e4sst immer alles stehen und liegen, wenn es ein kleines Baby zu bemuttern gibt! Diesmal beschloss sie, auch den Anderen drei etwas Zeit mit Musiara zu lassen. Luggard sagte ihm Hallo und machte dann Platz f\u00fcr Jotto und Murit, damit sie ein paar Minuten mit ihm spielen konnten. Dann schritt Mbegu wieder ein, zog Musiara unter sich und legte den R\u00fcssel um ihn; in k\u00fcrzester Zeit f\u00fchlte er sich sehr wohl bei ihr und war zufrieden. Bald ging er um sie herum und suchte nach Mbegus Ohren, um daran zu nuckeln, was Mbegu nat\u00fcrlich erlaubte. Wie eine echte Mutter merkte sie bald, dass er genug hatte und etwas anderes machen wollte, und so begann sie, mit den Vorderf\u00fc\u00dfen etwas weiche Erde loszutreten, mit der er spielen konnte. Schlie\u00dflich legte sie sich auf den Boden und lud ihn ein, mit ihr zu spielen, und Jotto schloss sich ihnen auch an. Kurz darauf mussten allerdings Mbegu und ihre Freunde zur\u00fcck zu den anderen Waisen gehen, denn es war Zeit f\u00fcr die Milchf\u00fctterung. Nachdem sie nach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde wieder in den Wald gegangen waren, trafen sie den kleinen Neuling wieder. Diesmal waren es Tamiyoi, Jotto und Esampu, die sich mit Musiara besch\u00e4ftigten. Sie bewachten ihn gr\u00fcndlich und passten auf, dass die Warzenschweine ihm nicht zu nahe kamen. Tamiyoi und Jotto waren wegen der Warzenschweine auch etwas nerv\u00f6s, aber die furchtlose Esampu lie\u00df ihnen keine Chance heranzukommen und jagte sie wieder ins Dickicht zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201792742-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu ist ein Schatz<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 31. Januar 2017<\/strong><br \/>\nMalkia und Sana Sana sind zwei M\u00e4dchen, die nicht viel mit den anderen Waisen spielen. Sana Sana grast meistens flei\u00dfig, wenn die Waisen drau\u00dfen sind, doch heute war es anders. Die Herde sah recht lustlos aus, und diese beiden \u00fcbernahmen die Rolle der Entertainer. Sie hatten ihren Spa\u00df bei einem langen Ringkampf und brachten so etwas Schwung in die Waisenherde.<br \/>\nHeute war ein recht k\u00fchler Tag, im Vergleich zu den hohen Temperaturen der letzten Tage, und dann findet man nicht viele Waisen im Schlammbad. Heute wollte gar keiner in den Matsch gehen, zu keiner Gelegenheit, bei der sie dort waren. Malima und Esampu, die beide das Schlammbad lieben, hielten nur die R\u00fcsselspitze hinein, um die Temperatur zu f\u00fchlen, und beschlossen dann, nicht hinein zu gehen. Esmapus Abneigung gegen die Warzenschweine scheint sich verst\u00e4rkt zu haben. Die Warzenschweine leben schon lange bei den Waisen, und sie wissen, dass sie besser vor den L\u00f6wen gesch\u00fctzt sind, wenn sie ihnen folgen und in ihrer N\u00e4he fressen. Aber seit Musiara angekommen ist, ist Esampu sehr besch\u00fctzend geworden und hat die Warzenschweine nicht in ihre N\u00e4he gelassen. Heute hatte sie sich vorgenommen, sie zur\u00fcck in den Busch zu jagen, wo sie ihrer Meinung nach hingeh\u00f6ren, und dabei bekam sie Unterst\u00fctzung von Pare. Seit dem Morgen waren die beiden frechen Waisen damit besch\u00e4ftigt, die Warzenschweine ins Geb\u00fcsch zu vertreiben und sie nicht einmal ansatzweise in die N\u00e4he der Herde zu lassen.<br \/>\nNach der privaten Besuchsstunde um 15 Uhr ging Wanjala mit den Anderen zur\u00fcck in den Wald, nahm dann aber einen anderen Weg. Da er normalerweise zusammen mit Ukame und Karisa unterwegs ist und die beiden noch bei der Herde waren, dachten die Keeper, er w\u00e4re auch da. Erst kurz bevor es am Abend zur\u00fcck nach Hause ging, merkten sie, dass er nicht dabei war, und fanden ihn schlie\u00dflich beim Grasen ein ganzes St\u00fcck entfernt. Er kam dann mit den letzten Waisen zur\u00fcck nach Hause, und wir hoffen, dass er in Zukunft nicht mehr auf eigene Faust grasen geht!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/215201793248-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Malima und Jotto<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-januar-2017\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag, 1. Januar 2017 Alle Waisen begr\u00fc\u00dften das neue Jahr in bester Laune und beteiligten sich an verschiedenen Schubs-Spielen. Die kleinen Jotto, Tamiyoi und Malima rannten fr\u00f6hlich auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen herum und trompeteten und stampften wie die \u00e4lteren Waisen im Geb\u00fcsch hinter den Gehegen. Luggard, Murit und Malkia waren damit besch\u00e4ftigt, sich gegenseitig &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-januar-2017\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNairobi Nursery Januar 2017\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":8594,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41,40,1],"tags":[],"class_list":["post-8593","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nairobi_nursery","category-tagebuch-der-keeper","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8593","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8593"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8593\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8595,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8593\/revisions\/8595"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8594"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8593"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8593"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8593"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}