{"id":8596,"date":"2017-03-04T17:05:25","date_gmt":"2017-03-04T16:05:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=8596"},"modified":"2017-03-04T17:05:25","modified_gmt":"2017-03-04T16:05:25","slug":"voi-januar-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-januar-2017\/","title":{"rendered":"Voi Januar 2017"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 1. Januar 2017<\/strong><br \/>\nHeute begann das neue Jahr, und die abh\u00e4ngigen Waisen, die Ex-Waisen und drei wilde Bullen versammelten sich am Morgen an den Stallungen. Das vergangene Jahr war f\u00fcr sie alle schwierig gewesen, da es sehr trocken war. Deshalb bekamen sie verschiedene Arten von Zusatzfutter, wie Kopra, Luzernenheu und die besonderen Luzernenheupellets. Kenia und Ndii fr\u00fchst\u00fcckten zusammen mit den Ex-Waisen, brachen aber nach etwa 15 Minuten mit den abh\u00e4ngigen Waisen auf, um den Tag drau\u00dfen im Busch zu verbringen. Die Ex-Waisen blieben noch weitere 15 Minuten an den Stallungen, bevor auch sie in den Park zur\u00fcckkehrten. Laikipia fehlte heute bei der Herde, tauchte aber sp\u00e4ter innerhalb der Umz\u00e4unung der Mitarbeiterquartiere auf, wo er sich an frischem Gr\u00fcn bediente. Wir begleiteten ihn zur\u00fcck in den Park, wo er sich seinen Freunden wieder anschlie\u00dfen konnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21020176037-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Thoma und Thor<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 2. Januar 2017<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Tagesbeginn, und alle abh\u00e4ngigen Waisen versammelten sich bei ihrer leckeren Milch, ehe sie Kopra und Zusatzfutter fra\u00dfen. Dann wurde noch kurz an den Stallungen gespielt, bevor Kihari und Ishaq-B die Gruppe zu den Weidegr\u00fcnden f\u00fchrten. Kurz sie aufgebrochen waren, kam Emilys Herde in Begleitung von drei wilden Bullen an. Einer der Bullen hielt sich immer dicht an Emma, Inca und Safi und soff mit ihnen zusammen aus der Tr\u00e4nke. Lolokwe war heute dabei, doch Laikipia fehlte erneut. Nach einer halben Stunde brachen die Ex-Waisen wieder zu den Weidegr\u00fcnden auf.<br \/>\nAm Abend genoss Ishaq-B ein Staubbad in einem Graben, und Mudanda schloss sich ihr dabei an. Araba sah ihnen zu, feuerte sie an und trompetete aufgeregt. Ndii graste eine Weile zusammen mit Ndoria etwas abseits, bevor sie sich kurz vor dem Heimweg wieder den anderen Waisen anschlossen.<br \/>\nWildh\u00fcter des KWS brachten heute ein verwaistes weibliches Zebra aus Galana zu uns. Ngulia war sehr eifers\u00fcchtig auf den Neuling und wollte sie attackieren, was die Keeper aber zu verhindern wussten. Leider schaffte es das Zebra trotz all unserer Bem\u00fchungen nicht und starb eine Woche sp\u00e4ter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/210201762039-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndii geht mit Mudanda grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 3. Januar 2017<\/strong><br \/>\nDer Tag begann damit, dass die abh\u00e4ngigen Waisen ihre Milchflaschen leerten und zum Zusatzfutter \u00fcbergingen, ehe sie sich ein paar Versteckspielen an den Stallungen widmeten und sich gegenseitig herumjagten. Sp\u00e4ter brachen sie nach Norden auf, um dort mit dem Grasen zu beginnen.<br \/>\nLolokwe tauchte allein an den Stallungen auf, soff Wasser aus der Tr\u00e4nke und entspannte sich eine halbe Stunde, bevor auch die anderen Mitglieder aus Emilys Herde ankamen. Dann brach er wieder in den Park auf. Er scheint den wilden Bullen aus dem Weg zu gehen, die oft Emily und ihre Gruppe begleiten. Als die Ex-Waisen wieder drau\u00dfen im Busch waren, spielte Layoni sch\u00f6n mit Eden, w\u00e4hrend Emma von ihrer Mutter Emily ges\u00e4ugt wurde.<br \/>\nDie abh\u00e4ngigen Waisen grasten den ganzen Tag \u00fcber sch\u00f6n aufgereiht. Embu hat ihre Behandlung hinter sich; sie legt nun wieder an Gewicht zu und sieht schon viel besser aus. Sie f\u00fchrte die Waisenherde am Abend zu den sicheren Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/210201762749-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lolokwe an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 4. Januar 2017<\/strong><br \/>\nEs war ein perfekter Morgen, und die erste Besucherin war Mweya, die allein ankam und vor Ndiis und Kenias Gehege wartete. Die beiden dachten wohl, sie wollte ihnen ihr Baby Araba wegnehmen und jagten an ihr vorbei zu ihren Milchflaschen, um danach eilig die Stallungen zu verlassen, damit Mweya nicht mit Araba oder den anderen Babys spielen konnte. Mweya konnte sich schon denken, was mit ihnen los war und beschloss, nicht hinterher zu gehen und der Gruppe ihre Ruhe beim vormitt\u00e4glichen Grasen zu lassen. Stattdessen machte sie sich auf die Suche nach Emilys Herde.<br \/>\nDie Waisen grasten am Vormittag auf der Westseite des Mazinga-Bergs auf halber H\u00f6he. Dann gingen sie zum mittleren Wasserloch und hatten dort viel Spa\u00df beim Schlammbad.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/210201764441-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mweya wartet auf Kenia und Ndii<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 5. Januar 2017<\/strong><br \/>\nHeute Morgen \u00fcbernahm Kenia die F\u00fchrung \u00fcber die Waisenherde und brachte sie zu den Weidegr\u00fcnden, nachdem sie alle ihre Milch geleert und das Fr\u00fchst\u00fcck beendet hatten. Zwanzig Minuten nachdem sie aufgebrochen waren, kamen die Ex-Waisen an den Stallungen an. Kenia schien geahnt zu haben, dass sie auf dem Weg waren und wollte rechtzeitig weg sein, damit ihr niemand ihre geliebte Araba stehlen w\u00fcrde.<br \/>\nEmily, Icholta und Edie mit ihren Babys Emma, Inca und Eden waren als erste da und bedienten sich am Wasser aus der Tr\u00e4nke. Icholta, die zuletzt wegen der D\u00fcrre etwas ersch\u00f6pft und d\u00fcnn ausgesehen hatte, ist nun wieder wohlgen\u00e4hrter, dank der Luzernenheupellets und des normalen Luzernenheus. So bekommt auch Inca die ganze Zeit genug Milch. Laikipia war froh, heute wieder bei den Ex-Waisen zu sein, da der wilde Bulle, der sonst Emilys Herde begleitet hat, abwesend war. Sie hatten einen jungen Bullen dabei, doch von diesem schien sich Laikipia nicht eingesch\u00fcchtert zu f\u00fchlen. Nachdem sie Wasser gesoffen hatten, brach die Ex-Waisenherde mit ihrem wilden Freund wieder auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/210201771456-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Emilys Herde s\u00e4uft Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 6. Januar 2017<\/strong><br \/>\nAm Morgen gab es gro\u00dfen Spa\u00df, als die abh\u00e4ngigen Waisen wunderbare Staubb\u00e4der und Spiele an den Stallungen genossen, nachdem sie ihre Milch getrunken und Erg\u00e4nzungsfutter gefressen hatten. Dann brachen sie auf und gingen zur Nordseite des Mazinga-Bergs, um dort den Vormittag \u00fcber zu grasen. Nach einer Stunde konnte man Emilys Herde mit dem jungen Bullen von gestern sehen. Auch der Bulle mit dem halben R\u00fcssel war dabei. Der Teenager-Bulle schien sich in Sweet Sally und ihr Kalb Safi verguckt zu haben, denn er graste stets in ihrer N\u00e4he und folgte jeder ihrer Bewegungen. Emilys Herde traf aber nicht auf die Waisen, da sie zu weit weg waren. Um 10 Uhr besuchte der gro\u00dfe wilde Bulle, der sonst bei den Ex-Waisen ist, ganz \u00fcberraschend die Waisen. Er graste kurz mit ihnen und machte sich dann auf die Suche nach Emilys Herde. W\u00e4hrend er bei den Kleinen war, kam er Nelion zu Hilfe, als dieser staubbadete und sich Tundani dabei auf seinen Kopf gesetzt hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/210201772411-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der wilde Bulle eilt Nelion zu Hilfe<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 7. Januar 2017<\/strong><br \/>\nDer Morgen verlief gut f\u00fcr die abh\u00e4ngigen Waisen, die erst ihre Milch genossen und danach das Erg\u00e4nzungsfutter. Es gab ein paar kurze Spiele, und dann marschierten die Waisen los und liefen zu den Weidegr\u00fcnden. Sie grasten auf dem Mazinga-Berg unter der F\u00fchrung von Mbirikani und Mashariki und kamen sp\u00e4ter f\u00fcr Milch und Wasser zum mittleren Wasserloch herunter.<br \/>\nLaikipia ist nun schon zum zweiten Mal in den umz\u00e4unten Mitarbeiterbereich eingebrochen, um dort von den gr\u00fcnen B\u00fcschen zu fressen; er wurde von den Keepern wieder hinauskomplimentiert und hatte gl\u00fccklicherweise nichts dagegen einzuwenden. Emilys Herde kam in Begleitung des gro\u00dfen wilden Bullen und der zwei jungen Bullen zu den Stallungen. Wir vermuten, dass der gro\u00dfe Bulle der Grund daf\u00fcr ist, dass Laikipia allein sein Unwesen treibt und sich auch nicht von dem Zaun aufhalten l\u00e4sst. Nachdem Layoni Wasser aus der Tr\u00e4nke gesoffen hatte, attackierte er Taveta, der zuvor auf seinen R\u00fccken geklettert war und ihn damit sehr genervt hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21220171287-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Layoni rangelt mit Taveta<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 8. Januar 2017<\/strong><br \/>\nEs war ein netter Start in den Tag, als die Waisen fr\u00f6hlich aus ihren Gehegen kamen. Sie leerten schnell ihre Milchflaschen und genossen dann die leckeren Luzernenheupellets und das Kopra. Kenia sah Emilys Herde n\u00e4herkommen und blies sofort zum Aufbruch. Der Rest der Herde folgte ihr vertrauensvoll, auch wenn sie nicht verstanden, warum Kenia so pl\u00f6tzlich los wollte. Der gro\u00dfe wilde Bulle und die beiden jungen Bullen waren wieder mit den Ex-Waisen unterwegs, und Lolokwe und Laikipia fehlten. Thoma, Thor und Wasessa soffen zusammen Wasser, und danach spielte Thor auf den W\u00e4nden der Tr\u00e4nke. Emilys Herde blieb heute nicht lange an den Stallungen, da sie Kenias Gruppe noch gesehen hatte und versuchen wollte, den Babys zu folgen und sie einzuholen. Es gelang ihnen aber nicht, die Waisen zu finden, die auf der \u00f6stlichen Seite des Mazinga-Bergs grasten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21220171262-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Taveta kratzt sich am Morgen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 9. Januar 2017<\/strong><br \/>\nDer Tag begann wunderbar, und die Waisen kamen in F\u00fcnfergruppen aus ihren Gehegen, leerten ihre Milch und begaben sich dann zum Fr\u00fchst\u00fcck. Heute wurden Paviane gejagt, die den Mazinga-Berg herunterkamen, bevor die Waisen in den Park aufbrachen. Kenia graste heute zusammen mit ihrem Adoptivbaby Araba und stellte sicher, dass Ndii, die sich ihnen n\u00e4herte, ihr Araba nicht wegnehmen w\u00fcrde. Lentili und Mashariki \u00fcbernahmen heute das Kommando, als es darum ging, die besten Pl\u00e4tze zum Grasen zu finden.<br \/>\nAm sp\u00e4ten Vormittag konnte man beobachten, wie Laikipia hinter Mweya her war, weil er sich mit ihr paaren wollte. Ein junger wilder Bulle hatte die gleiche Idee und lief den beiden hinterher.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/212201715655-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Thoma, Thor und Wasessa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 10. Januar 2017<\/strong><br \/>\nEs war ein sonniger Morgen, und die Waisen stellten sich hintereinander auf, um sich bereit f\u00fcr den Abmarsch von den Stallungen zu den Weidegr\u00fcnden zu machen. Kihari, Naipoki und Ishaq-B f\u00fchrten die Gruppe an, und sie machten es sich auf halbem Weg den Mazinga-Berg hinauf bequem.<br \/>\nWir sahen, wie Emilys Herde am Fu\u00df des Bergs graste und dann langsam zum Saufen zum mittleren Wasserloch aufbrach. Taveta forderte Layoni zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus. Layoni nahm aber die Herausforderung nicht an, sondern rangelte lieber mit Eve. Laikipia war heute bei den Ex-Waisen, folgte ihnen aber in einigem Abstand, denn ein anderer gro\u00dfer wilder Bulle hatte sich der Herde angeschlossen. Auch er wollte Mweya den Hof machen, die aber gar nicht an ihm interessiert war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/212201721722-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Taveta verfolgt Layoni, um ihn zum Ringkampf herauszufordern<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 11. Januar 2017<\/strong><br \/>\nDer Morgen war gut, und die abh\u00e4ngigen Waisen spielten fr\u00f6hlich an den Stallungen, nachdem sie ihre Milch getrunken und Erg\u00e4nzungsfutter gefressen hatten. Danach folgten sie Kihari und Rorogoi zu den Weidegr\u00fcnden. Rorogoi, Embu und Bada machten f\u00fcr eine halbe Stunde ihre eigene Gruppe zum Grasen auf, ehe sie sich wieder dem Rest der Herde anschlossen. Nachdem sie eine halbe Stunde gefressen hatten, tauchte Emilys Herde nur ein paar hundert Meter entfernt auf. Der wilde Bulle, der vor drei Tagen schon einmal die Waisen besucht hatte, kam wieder her\u00fcber und graste eine Weile bei den Babys. Sp\u00e4ter kehrte er zu den Ex-Waisen zur\u00fcck und wurde dabei ein St\u00fcck von Embu und Rorogoi begleitet. Am Wasserloch kam Tundani her\u00fcber und hatte es auf Ishaq-B abgesehen, weil er sie besteigen wollte. Den Rest des Tages grasten die Waisen in der N\u00e4he des Wasserlochs.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/212201723829-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ishaq-B grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 12. Januar 2017<\/strong><br \/>\nHeute Morgen besch\u00e4ftigten sich die Waisenelefanten wieder mit ihrer Milch und ihrem Fr\u00fchst\u00fcck, ehe sie zum Grasen in den Busch aufbrachen. Kurz nachdem sie am Fu\u00df des Mazinga-Bergs angekommen waren, versuchten Mbirikani, Bada und Rorogoi, die Gruppe den Berg hinauf zu lotsen. Kihari und Naipoki, die das Kommando \u00fcbernommen hatten, wollten aber nicht mit den anderen dort hinauf. Nachdem die Waisen drei Stunden lang friedlich gegrast hatten, gelang es Ndii, die kleine Araba zu einem privaten Ausflug zu entf\u00fchren. Kenia bemerkte das bald und ging ihnen hinterher. Kenia k\u00fcmmerte sich gar nicht um Ndii, sondern \u00fcbersch\u00fcttete einfach Araba mit so viel Liebe und Zuneigung, dass diese Ndii gleich wieder verga\u00df.<br \/>\nEmilys Herde kam zu den Stallungen, nachdem die Babys aufgebrochen waren. Heute waren drei wilde Bullen und Laikipia bei ihnen. Laikipia soff als letzter Wasser aus der Tr\u00e4nke, da er sich nicht mit den wilden Bullen anlegen wollte. Nach 20 Minuten kehrte die ganze Gruppe in den Park zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21220175813-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Araba beim grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 13. Januar 2017<\/strong><br \/>\nDer Tag war gut, und einige Wolken sorgten daf\u00fcr, dass die Waisen nicht zu sehr unter der Sonne leiden mussten. Die Babys widmeten sich ganz ihrer Milch und dem Zusatzfutter, ehe sie an den Stallungen wunderbar miteinander spielten. Danach brachen sie zum Grasen auf und gingen, angef\u00fchrt von Bada und Nelion, auf den Mazinga-Berg hinauf. Dort grasten in der N\u00e4he der Spitze.<br \/>\nAm Nachmittag kamen die Waisen eine halbe Stunde zu sp\u00e4t zur F\u00fctterung. Sie schlangen die Milch hinunter und gingen dann zum Wasserloch, um zu saufen. Das Schlammloch lie\u00dfen sie aus und grasten sich zum gro\u00dfen Wasserloch voran. Schlie\u00dflich machten sie kehrt, um grasend den R\u00fcckweg zu den Stallungen anzutreten, auf dem Lentili und Mashariki die Richtung vorgaben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/212201751534-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Inca und Icholta<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 14. Januar 2017<\/strong><br \/>\nBei Tagesanbruch hatten Milch und Fr\u00fchst\u00fcck wieder oberste Priorit\u00e4t. Danach spielten die Babys an den Stallungen Verstecken und staubten sich spektakul\u00e4r ein, ehe Rorogoi die anderen zu den Weidegr\u00fcnden f\u00fchrte. Sie grasten in einer Reihe westlich und n\u00f6rdlich des Mazinga-Bergs, kehrten dann langsam um und kamen nachmittags zum Wasserloch. Dort hatten sie jede Menge Spa\u00df beim Baden, und Embu, Mudanda und Ndii zeigten die beste Show.<br \/>\nDie Waisen grasten dann auf dem Weg zum Voi-Fluss, bevor sie wieder die Richtung wechselten und den Tag n\u00f6rdlich der Stallungen zuende gehen lie\u00dfen. Tundani und Ndoria erkundeten die Gegend, sodass sie zur\u00fcckgelassen wurden, als der Rest der Herde aufbrach. Die Keeper riefen sie, damit sie sich wieder der Gruppe anschlie\u00dfen w\u00fcrden, und sie holten ihre Freunde ein paar Meter vor den Stallungen wieder ein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/212201752541-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bada folgt den Anderen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 15. Januar 2017<\/strong><br \/>\nHeute Morgen ging es ruhig zu, und die abh\u00e4ngigen Waisen versammelten sich in F\u00fcnfergruppen zu ihren morgendlichen Milchflaschen. Nguvu, Araba, Rorogoi, Mudanda und Embu waren die ersten, die aus dem Gehege kamen, gefolgt von Mashariki und dem Rest. Nguvu lie\u00df seine Milch zur\u00fcck, als die zweite Gruppe angerannt kam. Er ist noch immer recht sch\u00fcchtern; beim Grasen mischt er sich problemlos unter die anderen Waisen, doch bei der Milchf\u00fctterung ist er noch immer etwas scheu, denn einige der gierigeren Elefanten leeren ihre Flaschen schnell und versuchen dann, die Milch anderer Waisen zu stehlen.<br \/>\nEmilys Herde wurde weit n\u00f6rdlich des Mazinga-Bergs gesichtet, wo sich leckeres hohes Gras und dichtes gr\u00fcnes Geb\u00fcsch fand. Sie trafen heute nicht auf die abh\u00e4ngigen Waisen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/212201753441-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Suswa grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 16. Januar 2017<\/strong><br \/>\nHeute kam ein gro\u00dfer wilder Bulle, von dem wir vermuten, dass er Edens Vater ist, mit Emilys Herde mit; er zeigte Interesse an Mweya und wollte sie prompt besteigen. Der sonst dominante wilde Bulle bei den Ex-Waisen hielt Abstand zu seinem noch gr\u00f6\u00dferen Konkurrenten, der massive Sto\u00dfz\u00e4hne hatte. Laikipia war erst gar nicht zu sehen. Mweyas Verehrer verfolgte sie in den Park hinein, in der Hoffnung, sich mit ihr zu paaren. Die Keeper liefen ihnen hinterher, um das Ereignis zu dokumentieren, konnten sie aber nicht mehr finden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/2122017609-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndara, Emma und Lolokwe<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 17. Januar 2017<\/strong><br \/>\nEs war ein perfekter Start in den Tag, als die Waisen energiegeladen aus ihren Gehegen kamen, ihre Milchflaschen leerten und Kopra fra\u00dfen. Danach spielten sie ein paar Minuten an den Stallungen, bevor sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. Bei der Ankunft auf der Nordseite des Mazinga-Bergs brachten Tundani, Nelion und Panda die Gruppe den halben Weg den Berg hinauf, wo sie sich verteilten, um zwischen den Felsen zu grasen. Kenia passte gut auf, dass Araba immer an ihrer Seite blieb.<br \/>\nMittags begann Ndii, wieder hinunter zu gehen, gefolgt von den anderen Waisen. Die Gruppe ging zum mittleren Wasserloch, wo sie alle ihren Spa\u00df beim Schlammbad hatten, bevor sie in der N\u00e4he weitergrasten. Rorogoi genoss es, die Waisen am Abend zu den sicheren Stallungen zur\u00fcckzuf\u00fchren, dicht gefolgt von Lentili und Mashariki.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/212201762924-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Nelion nach der morgendlichen Milchf\u00fctterung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 18. Januar 2017<\/strong><br \/>\nAm Morgen versammelten sich die Waisen, um ihre leckere Milch und ganz frisches, gr\u00fcnes Luzernenheu zu genie\u00dfen, ehe sie staubbadeten. Panda versuchte, die anderen zu einem Kratz-Spiel zu \u00fcberreden, doch es war zu sp\u00e4t, denn die Gruppe war bereits im Aufbruch zu den Weidegr\u00fcnden. Arruba und Mudanda gingen voraus, und die anderen reihten sich hinter ihnen ein, als sie losgingen. Kurz darauf kam Lolokwe ganz allein zu den Stallungen. Er soff Wasser aus der Tr\u00e4nke und fra\u00df auch noch etwas vom Luzernenheu, ehe er den gleichen Weg in den Busch nahm, auf dem die Waisen gegangen waren. Er traf aber leider nicht auf sie; er kam zum Wasserloch lange bevor die Babys dorthin gingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/212201763327-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mudanda und Arruba saufen Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 19. Januar 2017<\/strong><br \/>\nEs war wieder ein sch\u00f6ner Morgen f\u00fcr die milchabh\u00e4ngigen Waisen, die kurz an den Stallungen spielten, nachdem sie Milch getrunken und Zusatzfutter gefressen hatten, und danach zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. F\u00fcr Tundani begann der Tag nicht so gut, als Nelion ihn zu einer Rangelei herausforderte. Nelion wurde recht aggressiv, weil er nicht verlieren wollte, und verpasste Tundani einen heftigen Sto\u00df mit seinen langen, spitzen Sto\u00dfz\u00e4hnen, bei dem er ihn am Ohr verletzte. Tundani ist aber ein sehr ruhiger Elefant und suchte keine Rache, sondern ging lieber zu den Keepern, um sich behandeln zu lassen &#8211; was sie auch prompt taten.<br \/>\nKurz nachdem die Waisen das Gel\u00e4nde verlassen hatten, kam Emilys Herde an. Sweet Sally, Edie, Layoni, Eden, Safi und ein junger wilder Bulle bildeten die Vorhut und soffen Wasser aus der Tr\u00e4nke, bevor die restlichen Ex-Waisen hinzukamen. Laikipia war heute bei ihnen und hatte viel Spa\u00df dabei, mit Eden zu spielen, die seine Aufmerksamkeit auch sehr zu genie\u00dfen schien. Nach 20 Minuten verlie\u00dfen sie die Stallungen wieder, trafen aber heute nicht auf die Kleinen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21220176404-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Emma und Eden fressen das \u00fcbriggebliebene Kopra<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 20. Januar 2017<\/strong><br \/>\nHeute Morgen sah Tundani seinen Freunden Bada und Nelion beim Rangeln zu. Dann brachen die Waisen zum Grasen in den Busch auf, wo sie blieben, bis es Zeit f\u00fcr das Mittagsschlammbad und die Milchf\u00fctterung war. Sie hatten alle viel Spa\u00df im Schlammbad und grasten danach den Rest des Tages an den \u00f6stlichen H\u00e4ngen des Mazinga-Bergs.<br \/>\nUm 15:30 Uhr besuchten Thoma mit Baby Thor, Seraa, Mzima und Layoni das mittlere Wasserloch, um dort zu saufen und sich im Schlamm zu w\u00e4lzen. Sp\u00e4ter gingen sie zur n\u00f6rdlichen Gegend des Mazinga-Bergs, wo es sehr buschig ist und vermutlich der Rest der Ex-Waisen-Herde graste.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/212201764435-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Inca spielt mit Emma<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 21. Januar 2017<\/strong><br \/>\nDer Morgen verlief gut, und Emilys Herde kam in Begleitung dreier wilder Bullen zu den Stallungen, kurz nachdem die abh\u00e4ngigen Waisen zum Grasen verschwunden waren. Mweya war bei ihnen, doch der wilde Bulle, der sich mit ihr paaren wollte, war heute nicht dabei. Inca spielte mit Emma, und sie rangelten herrlich herum, bevor die Ex-Waisen schlie\u00dflich wieder zur\u00fcck in den Park gingen.<br \/>\nDie abh\u00e4ngigen Waisen konnten den Vormittag \u00fcber wunderbar grasen und genossen danach ausf\u00fchrlich das Mittagsschlammbad und ihre Milch. Ndii, Bada, Mashariki und Suswa badeten um die Wette, und Ishaq-B und Rorogoi schauten ihnen vom Rand des Wasserlochs aus zu. Am Abend \u00fcbernahm Ndoria die F\u00fchrung \u00fcber die Waisen, als es zur\u00fcck zu den Stallungen ging. Die anderen kamen hinter ihr her, und Arruba schob Embu, damit sie etwas schneller gehen und Ndoria \u00fcberholen w\u00fcrde. Allerdings mussten sie Abstand zu Ndoria halten, die daf\u00fcr bekannt ist, gern ihren Artgenossen in den Schwanz zu bei\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/212201764915-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mudanda kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 22. Januar 2017<\/strong><br \/>\nEs war wieder ein wundervoller Tagesbeginn, als die abh\u00e4ngigen Waisen mit Ajali Fangen spielen konnten. Heute war n\u00e4mlich der erste Tag, an dem Ajali aus seinem Gehege kommen konnte; darin hatte er sich die letzten Monate von den Verletzungen erholt, die er von seinem Unfall mit einem Fahrzeug davongetragen hatte. Rorogoi versuchte, ihn zu \u00e4rgern, und forderte ihn zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, doch die Keeper wussten das zu verhinden, indem sie sie ernst ermahnten.<br \/>\nDie Waisen grasten heute in der N\u00e4he der Stallungen, und Ishaq-B versuchte, Ajali den Zugang zur Tr\u00e4nke zu versperren. Die Keeper \u00e4nderten das aber schnell. Ndoria war auch recht forsch und machte sich daran, Ajali zum Ringkampf herauszufordern. Nelion und Tundani hielten etwas Abstand, da sie Ajalis Kraft nicht so recht einsch\u00e4tzen konnten, denn er ist gr\u00f6\u00dfer und dicker als sie. Also rangelten die beiden lieber miteinander, um Ajali zu demonstrieren, dass sie die dominanten Bullen der Gruppe sind und ihre Stellung zu respektieren sei. Ajali blieb den ganzen Tag \u00fcber in der N\u00e4he von Mudanda, und sie grasten zusammen. Er trug sogar die eine oder andere freundschaftliche Rangelei mit ihr aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21220177447-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rorogoi schubst Ajali an seinem ersten Tag drau\u00dfen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 23. Januar 2017<\/strong><br \/>\nEs war ein sonniger Morgen, als die abh\u00e4ngigen Waisen aus ihren Gehegen kamen und zu ihrer leckeren Milch rannten. Ajali, der schon lange entw\u00f6hnt ist und keine Milch mehr bekommt, kam erst aus dem Gehege, nachdem die anderen ihre Flaschen bereits geleert hatten und schloss sich der Gruppe bei der Luzernenheuf\u00fctterung an. Die Waisen grasten am Vormittag s\u00fcdlich der Stallungen und kehrten zur Milchf\u00fctterung und dem Schlammbad zu den Stallungen zur\u00fcck. Heute f\u00fchlte sich Ajali wohl bei den anderen und genoss es, mit ihnen zu spielen. Insbesondere Mudanda scheint er besonders gern zu haben.<br \/>\nEin junger wilder Bulle kam am Nachmittag zum Saufen zur Tr\u00e4nke an den Stallungen und schloss sich dann gegen 16:20 Uhr den Waisen im Busch an. Nach einer halben Stunde versuchte er, mit Panda und Rorogoi abzuhauen, doch die beiden konnten sich von ihm losrei\u00dfen und zu ihren Freunden zur\u00fcckkehren, die schon auf dem Heimweg zu den Stallungen waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21220177959-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Panda hat frisches Gr\u00fcn gefunden<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 24. Januar 2017<\/strong><br \/>\nAls der Tag anbrach, konzentrierten sich die abh\u00e4ngigen Waisen wie \u00fcblich auf ihre Milch und das Fr\u00fchst\u00fcck. Danach brachen sie in Richtung S\u00fcden auf, um zu grasen.<br \/>\nEmilys Herde kam aus \u00f6stlicher Richtung an den Stallungen an; kurz darauf tauchte auch Siria auf, der in der letzten Nacht wohl nicht bei ihnen gewesen war, denn er kam von Westen heran. Ajali jagte auf ihn los, als er ihn den Berg herunterkommen sah, wollte aber nicht zu ihm gehen. Lesanju scheint sich mit ihrer Gruppe wieder von Emilys Herde abgespaltet zu haben; sie kam mit Lempaute, Sinya, Kivuko, Dabassa und Mzima zehn Minuten sp\u00e4ter an. Wasessa, Rombo und Layoni sind noch immer mit Emilys Herde unterwegs.<br \/>\nDie abh\u00e4ngigen Waisen bekamen ihre Milchflaschen am Nachmittag an den Stallungen. Nach der F\u00fctterung verwickelte Kenia Ajali in einen freundschaftlichen Ringkampf. Nelion und Lentili kratzten sich gen\u00fcsslich an einem Felsen, w\u00e4hrend Arruba sich am Felsen daneben ebenfalls kratzte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21220177169-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba nutzt einen Felsen zum Kratzen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 25. Januar 2017<\/strong><br \/>\nHeute Morgen leerten den Waisenelefanten ihre Milchflaschen in F\u00fcnfergruppen und fra\u00dfen danach Zusatzfutter und Luzernenheu. Schlie\u00dflich folgten sie Naipoki und Kihari zu den Weidegr\u00fcnden. Nachdem sie vier Stunden lang gegrast hatten, kam Siria allein an und schloss sich ihnen kurz an. Er scheint sich nun komplett von Emilys Herde unabh\u00e4ngig gemacht zu haben. Er nahm dann Ajali und Rorogoi mit und graste mit ihnen auf dem Weg Richtung Voi-Fluss. Als Rorogoi bemerkte, dass sie von ihren Freunden getrennt wurde, rannte sie zu ihnen zur\u00fcck, und Ajali kam hinterher.<br \/>\nEmilys Herde kam am Vormittag zu den Stallungen. Bei ihr waren Mzima, Layoni, Dabassa, Rombo, Taveta und Wasessa. Lesanju, Lempaute, Sinya, Kivuko und Tassia fehlten. Emma und Eden genossen ein paar wunderbare kleine Ringk\u00e4mpfe, ebenso Mzima und Dabassa. Sp\u00e4ter spielte Mzima mit Emma, w\u00e4hrend Rombo sich Dabassa vornahm.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21220177266-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mzima fordert Dabassa heraus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 26. Januar 2017<\/strong><br \/>\nDer Tag verlief gut, und die Waisen genossen ihre morgendlichen Milchflaschen und das Kopra, ehe sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. Emilys Herde kam heute mit dem gro\u00dfen wilden Bullen, der sich mit Mweya gepaart hatte, an den Stallungen an. Die Ex-Waisen soffen nur schnell Wasser an der Tr\u00e4nke und kehrten dann wieder in den Busch zur\u00fcck, in der Hoffnung, auf die Babys zu treffen. Emma und Eden spielten wunderbar auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen, bevor sie sich mit ihren M\u00fcttern auf machten.<br \/>\nDie abh\u00e4ngigen Waisen genossen das Grasen, bevor sie zum Schlammloch gingen. Panda und Ishaq-B genehmigten sich eine gemeinsame Kratzeinheit an einem Baumstumpf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/212201772820-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Eden und Emma rangeln<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 27. Januar 2017<\/strong><br \/>\nEs war ein wunderbarer Morgen f\u00fcr die abh\u00e4ngigen Waisen, die von den Stallungen aufbrachen, nachdem sie ihre \u00fcblichen morgendlichen Aktivit\u00e4ten erledigt hatten. Bald darauf kamen Lesanju und die anderen Mitglieder ihrer Gruppe, die sich von Emilys Herde abgespalten hat, an und gingen direkt zur Tr\u00e4nke, um ihren Durst zu l\u00f6schen.<br \/>\nDie abh\u00e4ngigen Waisen kamen an Siria und zwei wilden Elefanten vorbei, die sonst mit Emilys Herde unterwegs waren und offenbar gerade die Stallungen ansteuerten. Ein paar Meter hinter ihnen kam auch der dritte Bulle, der Emilys Herde begleitet, und hatte das gleiche Ziel. Rorogoi verliebte sich vom Fleck weg in den gro\u00dfen wilden Elefanten und wollte ihm gleich zu den Stallungen folgen. Sie \u00e4nderte aber dann doch noch ihre Meinung und kehrte zu ihrer Gruppe zur\u00fcck.<br \/>\nSp\u00e4ter trafen die drei wilden Bullen, Siria und Lesanjus Gruppe alle zusammen auf Emilys Herde, die n\u00f6rdlich des Mazinga-Bergs graste. Ein junger wilder Bulle versuchte, Mweya zu besteigen, was den armen kleinen Thor vertrieb, der gerade bei Mweya gewesen war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/212201773736-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Ex-Waisen saufen Wasser an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 28. Januar 2017<\/strong><br \/>\nEmilys Herde kam heute Morgen an den Stallungen an, kurz nachdem die Waisen aufgebrochen waren. Es war ein bemerkenswerter Tag f\u00fcr sie, denn sowohl die drei wilden Bullen als auch Laikipia und Lolokwe waren dabei. Nachdem sie Wasser gesoffen hatten, spielten Rombo, Dabassa und Kivuko mit der kleinen Emma, indem sie auf dem Boden herumrollten und sich einstaubten. Offenbar gefiel Wasessa das gar nicht &#8211; keiner wusste warum &#8211; und sie unterbrach die Spiele mit Emma.<br \/>\nBeim Grasen im Busch stellte sich Kenia zwischen Ndii und Araba, um Ndii daran zu hindern, mit &#8222;ihrem&#8220; Baby zu spielen. Beim Schlammbad war einiges los, und Panda und Ndoria gl\u00e4nzten besonders bei den Bade-Shows. Kihari wurde neidisch und setzte sich auf Panda, sodass diese sich nicht mehr bewegen konnte und die Darbietung ihrer Schlammbad-K\u00fcnste beenden musste. Den Rest des Tages grasten die Waisen in der N\u00e4he des Wasserlochs, bis es Zeit war, f\u00fcr die Nacht zu den Stallungen zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/212201774751-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kihari sitzt auf Panda<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 29. Januar 2017<\/strong><br \/>\nDer Morgen begann gut, und die abh\u00e4ngigen Waisen bekamen ihre Milch und fra\u00dfen Zusatzfutter. Dann verwickelten sie sich in ein paar tolle Spiele an den Stallungen, bei denen sie sich auch noch etwas einstaubten. Als es an der Zeit war, zu den Weidegr\u00fcnden aufzubrechen, \u00fcbernahm Naipoki die F\u00fchrung, und die Anderen folgten ihr. Sie grasten dann brav in einer Reihe und gingen sp\u00e4ter in F\u00fcnfergruppen zu ihrer Mittagsmilch.<br \/>\nBeim Schlammloch schlossen sich ihnen Siria und sein wilder Bullenfreund an, die auch etwas frisches Wasser aus den Tonnen saufen wollten und danach ein wunderbares Bad nahmen. Mbirikani genoss das Bad mit Siria, machte aber Platz, als der wilde Bulle dazu kam. Nelion war sehr selbstbewusst, und sprang zu ihnen ins Wasser, w\u00e4hrend Mbirikani auf Lentilis R\u00fccken ritt. Bada und Kihari staubbadeten um die Wette, bevor sie sich den anderen Waisen beim nachmitt\u00e4glichen Grasen anschlossen. Siria, sein wilder Freund und Nelion w\u00e4lzten sich noch lange im Matsch, ehe sie zum Rest der Gruppe zur\u00fcckkehrten. Die zwei gro\u00dfen Jungs verabschiedeten sich schlie\u00dflich wieder von den abh\u00e4ngigen Waisen und gingen in Richtung des Voi-Flusses.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21220177589-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndoria und Tundani beobachten die wilden Bullen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 30. Januar 2017<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Start in den Tag, als sich die Waisen zur morgendlichen Milch versammelten. Danach fr\u00fchst\u00fcckten sie Zusatzfutter, ehe sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. Sie grasten f\u00fcnf Stunden lang in aller Ruhe und ohne besondere Vorkommnisse.<br \/>\nEmilys Herde wurde gesehen, als sie zur Mzima-Mombasa-Wasserpipeline lief. Bei der Gruppe waren Eve, Emma, Ndara, Icholta, Inca, Rombo und Mzima. Ein gro\u00dfer wilde Bulle folgte ihnen, zusammen mit seinen jungen Freunden. Ndoria und Tundani, die auf dem Mazinga-Berg auf halber H\u00f6he grasten, legten eine Pause ein, um die wilden Bullen zu beobachten. Die paar Mitglieder von Emilys Herde und der gro\u00dfe wilde Bulle besuchten gegen 18:30 Uhr die Stallungen, um Wasser zu saufen. Um diese Zeit waren die Waisen aber bereits in ihren Gehegen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21220178548-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein alter und ein junger Bulle folgen Emilys Herde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 31. Januar 2017<\/strong><br \/>\nEs war ein wundervoller Morgen, und die Waisen absolvierten ihr \u00fcbliches morgendliches Ritual: Sie tranken Milch und fra\u00dfen Erg\u00e4nzungsfutter, ehe sie f\u00fcr den Tag in den Park aufbrachen. Panda und Mudanda f\u00fchrten die Gruppe auf dem ganzen Weg an und brachten sie den Mazinga-Berg hinauf. Lentili und Ishaq-B versuchten, sich an ihnen vorbeizudr\u00e4ngeln und das Kommando zu \u00fcbernehmen. Arruba, Embu und Rorogoi bemerkten die Unstimmigkeiten und sorgten daf\u00fcr, dass der Frieden bewahrt wurde. So konnten Panda und Mudanda weiter den Berg hinauf gehen als der Rest der Waisen, und dort fanden sie \u00fcppiges gr\u00fcnes Gras, an dem sie sich zwei Stunden lang bedienten. Dann kamen sie wieder herunter und schlossen sich dem Rest der Herde an, der sich langsam darauf vorbereitete, f\u00fcr die Mittagsmilch zum Schlammbad aufzubrechen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/212201781242-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lentili gibt beim Grasen die Richtung vor<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-januar-2017\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag, 1. Januar 2017 Heute begann das neue Jahr, und die abh\u00e4ngigen Waisen, die Ex-Waisen und drei wilde Bullen versammelten sich am Morgen an den Stallungen. Das vergangene Jahr war f\u00fcr sie alle schwierig gewesen, da es sehr trocken war. Deshalb bekamen sie verschiedene Arten von Zusatzfutter, wie Kopra, Luzernenheu und die besonderen Luzernenheupellets. Kenia &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-januar-2017\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eVoi Januar 2017\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":8597,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[40,43,1],"tags":[],"class_list":["post-8596","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-tagebuch-der-keeper","category-voi","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8596","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8596"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8596\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8598,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8596\/revisions\/8598"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8597"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8596"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8596"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8596"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}