{"id":8599,"date":"2017-03-04T17:08:47","date_gmt":"2017-03-04T16:08:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=8599"},"modified":"2017-03-04T17:08:47","modified_gmt":"2017-03-04T16:08:47","slug":"umani-springs-januar-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-januar-2017\/","title":{"rendered":"Umani Springs Januar 2017"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 1. Januar 2017<\/strong><br \/>\nNach der morgendlichen F\u00fctterung um 6 Uhr rannten die Babys zur Laderampe, um sich an deren W\u00e4nden zu kratzen. Sie alle genossen es, ihre Hintern und H\u00e4lse an der rauhen Oberfl\u00e4che zu schuffeln. Mwashoti drehte sich um und wollte Alamaya drohen, wobei er laut trompetete. Alamaya lie\u00df sich aber von Mwashotis Trompeten \u00fcberhaupt nicht beeindrucken und futterte einfach weiter. Er sammelte Bl\u00e4tter auf und steckte sie sich in den Mund. Mwashoti lie\u00df seinen Frust dar\u00fcber, dass er von Alamaya einfach ignoriert wurde, an den nahegelegenen B\u00fcschen aus. Als er keine Lust mehr hatte, darin herumzutrampeln, versuchte er, auf Sonje zu klettern, die gerade ihren Bauch auf dem Boden kratzte. Er nahm das als Einladung zum Spielen und machte sich daran, auf sie zu krabbeln. Sonje st\u00f6rte das in keinster Weise, denn Mwashoti als eines der Babys der Gruppe, darf das nat\u00fcrlich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21120177040-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen kratzen sich flei\u00dfig<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 2. Januar 2017<\/strong><br \/>\nDie frechen Jungs Jasiri und Ngasha forderten sich heute Morgen gegenseitig zum Kr\u00e4ftemessen heraus. Jasiri versuchte mit aller Kraft, Ngasha umzuschubsen, hatte aber nicht damit gerechnet, dass Ngasha auch recht kr\u00e4ftig ist und sich verbissen wehrte. Die beiden rangelten weiter, bis Zongoloni und Quanza dazwischengingen und sie auseinanderschoben.<br \/>\nBei der Mittagsf\u00fctterung nahmen einige der Jungs ein Schlammbad, da es recht hei\u00df war. Ziwa spritzte sich Wasser auf die Brust und \u00fcberlie\u00df das Schlammloch dann den Babybullen Alamaya und Mwashoti, die es zusammen mit Sonje und Lima Lima genossen. Auch Quanza w\u00e4lzte sich eine Weile mit den j\u00fcngeren Bullen. Nach dem Bad schlich sich Lima Lima zum Brutgel\u00e4nde der Kraniche, um zu sehen, ob sie schon Eier gelegt hatten. Sie trompetete und wollte die schlafenden V\u00f6gel vertreiben, hatte damit aber keinen Erfolg. Die Kranichmutter war gar nicht begeistert, gest\u00f6rt zu werden, und wedelte mit den Fl\u00fcgeln, um Lima Lima zu vertreiben.<br \/>\nDie Elefanten hielten zum Saufen an den Wassertr\u00e4nken an und fanden dort ein gro\u00dfes Krokodil beim Sonnenbad vor. Als es die Waisen sah, verschwand es schnell im Wasser, um sich zu verstecken und zu vermeiden, dass auf ihm herumgetrampelt wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/2112017761-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri und Ngasha beim Kr\u00e4ftemessen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 3. Januar 2017<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen aus den Gehegen und machten sich auf in den Wald; dort benutzten sie den Weg, den die wilden Elefanten in der Nacht zuvor genommen hatten. Sie gingen zum Kenze-H\u00fcgel, wo sie von der frischen Vegetation fra\u00dfen, und Quanza genoss es sehr, an den gro\u00dfen \u00c4sten zu knabbern. Lima Lima entdeckte ein paar Paviane und jagte auf sie los, wie auch auf die Affen in der N\u00e4he. Sie alle suchten auf den B\u00e4umen nach den Fr\u00fcchten. Sonje schloss sich Lima Lima an, und dann auch noch die Jungs &#8211; alle wollten sie die Paviane aus ihren Weidegr\u00fcnden vertreiben. Sie w\u00fcteten eine ganze Weile, und die Jungs traten gegen die B\u00e4ume und stampften in den B\u00fcschen herum.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/211201771040-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza grast gesch\u00e4ftig<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 4. Januar 2017<\/strong><br \/>\nAlamaya und Mwashoti standen am Morgen an ihren Gehegetoren und warteten darauf, dass Sonje und Murera zu ihnen kommen und ihnen Guten Morgen sagen w\u00fcrden. Die Jungs schlossen sich dann, angef\u00fchrt von Jasiri, Faraja und Ziwa, Sonje an, die die Babys zusammengetrommelt hatte und bereit war, zu den Chyulu-Bergen aufzubrechen. Als sie alle dort angekommen waren, freuten sich Zongoloni und Faraja sehr \u00fcber das viele frische Gr\u00fcn und das Gras. Sonje stand bei Alamaya und Mwashoti, lie\u00df sie aber dann stehen, um dem Weg zu folgen, den die wilden Elefanten in der Nacht genommen hatten. Murera ging hin\u00fcber und holte Mwashoti in den Schatten, denn es war inzwischen sehr hei\u00df f\u00fcr die kleinen Babys geworden.<br \/>\nBei der Mittagsf\u00fctterung am Schlammloch kam Ngasha angerannt, als w\u00e4re er Lima Lima &#8211; sonst ist sie es immer, die zu den F\u00fctterzeiten wie wild zu ihrer Flasche gerannt kommt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/211201772721-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha kommt zu seiner Milch gerannt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 5. Januar 2017<\/strong><br \/>\nDas hohe Gras, das nun wieder zwischen den B\u00fcschen im Kibwezi-Wald w\u00e4chst, macht es f\u00fcr die Keeper schwer, die Babys zu sehen. Da Murera die gr\u00f6\u00dfte der Waisen ist, konnte man sie sehen und h\u00f6rte sie auch kollern. Sie rief nach Mwashoti, damit er in ihrer N\u00e4he blieb. Da erst bemerkten die Keeper, dass das wogende Gras neben Murera in Wirklichkeit Mwashoti gewesen war! Hinter Murera, ganz am Ende der Gruppe, wartete Ziwa darauf, dass Murera aus dem Geb\u00fcsch kam und mit ihnen zum Staubbad ging. Gegen Abend, etwa um 16 Uhr, begannen die Waisen den Heimweg zur\u00fcck nach Hause, wo ihre Nachtgehege auf sie warteten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/211201773455-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwa wartet auf Murera<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 6. Januar 2017<\/strong><br \/>\nNgasha kam mit Faraja aus seinem Gehege, der sich sofort mit den anderen Jungs anlegte. Er wartete nur darauf, dass Jasiri ihm den R\u00fccken zuwandte und begann dann sofort, auf ihm herumzuklettern. Die Retourkutsche von Jasiri lie\u00df aber nicht lang auf sich warten, denn solches Verhalten l\u00e4sst der gro\u00dfe Junge nicht so einfach durchgehen. Es entbrannte sofort ein Kampf, und auch Ngasha sah so aus, als w\u00fcrde er jeden Moment mitmachen wollen. Jasiri schubste Faraja sehr heftig, woraufhin Zongoloni und Lima Lima hinzukamen, um die streitenden Jungs zu trennen. Sie wollten nicht, dass sie k\u00e4mpfen, denn sie geh\u00f6ren alle zu einer gro\u00dfe Familie unter der Leitung von Murera und Sonje.<br \/>\nDrau\u00dfen im Wald tauchten wilde Elefanten auf, die f\u00fcr einige Unruhe sorgten. Sie begannen, die Waisen zu bedr\u00e4ngen und ihnen zu drohen, sodass die Keeper fl\u00fcchteten. Einer der wildgewordenen Bullen verfolgte sogar die Keeper, w\u00e4hrend die kleineren Elefanten versuchten, Murera zum mitkommen zu \u00fcberreden. Das gelang ihnen aber nicht, und die Keeper brachten die Waisen zu den H\u00fcgeln, die sie dann langsam hinaufkletterten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/211201774610-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 7. Januar 2017<\/strong><br \/>\nEs ist sehr ermutigend zu sehen, wie Murera und Sonje beginnen, gro\u00dfe B\u00e4ume umzusto\u00dfen. Sie machen es ihren wilden Artgenossen nach, die gro\u00dfe Akazien in der N\u00e4he der Gehege umsto\u00dfen. Meistens sind es wilde Bullen, die zu den Stallungen kommen, um die Waisen kennenzulernen &#8211; insbesondere Murera, denn sie ist die \u00e4lteste. Es ist Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet Murera die wilden Elefanten gar nicht mag, weil sie Angst hat, einige der Babys ihrer Herde k\u00f6nnten entf\u00fchrt werden. Die j\u00fcngeren Bullen Alamaya und Mwashoti versuchten heute auch, die B\u00e4ume umzusto\u00dfen wie die Leitk\u00fche, hatten es aber schwer, weil sie so viel kleiner sind. Ohne Sonjes oder Lima Limas Hilfe schaffen sie es nicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/211201775015-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen grasen an den Umani-H\u00fcgeln<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 8. Januar 2017<\/strong><br \/>\nQuanza fand heute im Busch ein Wasserloch und begann, sich darin zu w\u00e4lzen. Es schien das selbe Wasserloch zu sein, das auch die wilden Elefanten in der Nacht zum Schlammbaden benutzen. Jasiri, Faraja und Ziwa schlossen sich ihr an und bespritzten sich die Brust mit dem schlammigen Wasser, w\u00e4hrend Quanza ihren Hintern am Ufer kratzte.<br \/>\nAm Nachmittag entbrannte ein Kampf zwischen den Rivalen Jasiri und Ngasha, nachdem sie sich darum gestritten hatten, wer auf Zongoloni klettern durfte. Zongoloni gefiel es gar nicht, die Jungs um sie streiten zu sehen, und sie drehte sich um und schubste Jasiri von sich weg. Sie machte ihnen klar, dass sie sie in Ruhe lassen sollten, und wollte so den Frieden zwischen den Rabauken wieder herstellen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/211201775754-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen spielen im Matsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 9. Januar 2017<\/strong><br \/>\nAm Morgen ging Sonje zusammen mit Lima Lima, Zongoloni und Quanza zur Akazie an den Stallungen und versuchte, den Baum umzusto\u00dfen &#8211; den Baum, der jedem auf dem Gel\u00e4nde Schatten spendet! Sie schoben daran herum und begannen, die Rinde abzusch\u00e4len, was dem Baum nat\u00fcrlich auch schadet. Die Keeper schimpften mit ihr, damit sie aufh\u00f6ren w\u00fcrde, und sie verstand sofort, dass es nicht gut war, was sie da tat. Sie rannte zu Murera hin\u00fcber, die etwas entfernt ganz friedlich graste.<br \/>\nIm Wald kollerte Murera, um Sonje zu sich zu rufen. Als Sonje sie h\u00f6rte, hob sie ihren R\u00fcssel, um herauszufinden, wo das Kollern herkam. Sie folgte Mureras Rufen und fand sie mit einigen Babys. Pl\u00f6tzlich begannen Lima Lima und Zongoloni, mit hoch erhobenen R\u00fcsseln loszurennen. Sie schienen gesp\u00fcrt zu haben, dass einige wilde Elefanten im Geb\u00fcsch sehr nah bei den Keepern waren. Kurz darauf tauchten tats\u00e4chlich zwei wilde Bullen auf, und die Keeper traten beiseite, um ihnen den Weg zu den Waisen frei zu machen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21120178055-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni und Ngasha<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 10. Januar 2017<\/strong><br \/>\nMwashoti und Alamaya hatten eine unruhige Nacht und trompeteten, als sie h\u00f6rten, wie Lima Lima in ihrem Gehege herumrannte und viel Krach machte. Als die Keeper herauskamen, um zu sehen, was los war, fanden sie Lima Lima und die Jungs vor, die sich alle M\u00fche gaben, viel Spektakel zu veranstalten. Als die Keeper in die Richtung sahen, in die Lima Lima schaute, sahen sie einen Leoparden in einem Baum nahe der Stallungen! Der Geruch der Katze hatte Lima Lima beunruhigt, und sie wollte die Keeper informieren. Sie br\u00fcllten den Leoparden an, um ihn zu vertreiben, und nachdem er verschwunden war, beruhigten sich die Babys alle wieder und schliefen weiter. Der Leopard ging au\u00dferhalb des Elektrozauns davon, um sich vor den lauten Keepern und ihren Elefanten zu verstecken. Am Morgen kamen alle Waisen aus ihren Gehegen, um den neuen Tag zu beginnen. Einige der Babys bef\u00fcrchteten, dass der Leopard noch immer in der N\u00e4he war, und nahmen einen anderen Weg zu den Wasserquellen als \u00fcblich, um die Richtung zu meiden, in der sie die Raubkatze vermuteten.<br \/>\nBei der F\u00fctterung kam Sonje mit Alamaya und Mwashoti an. Mwashoti schaffte es, seine Flasche allein festzuhalten &#8211; er \u00fcbt flei\u00dfig, um einmal so selbstst\u00e4ndig trinken zu k\u00f6nnen, wie es Zongoloni und Jasiri tun. Einige wilde Elefanten tauchten bei der Milchf\u00fctterung auf und wollten die Babys treffen. Als Quanza sie n\u00e4herkommen sah, rief sie Zongoloni und Lima Lima herbei. Ziwa ging zu ihnen und ber\u00fchrte einen der wilden Elefanten, was aber nicht sehr z\u00e4rtlich erwidert wurde: Der wilde Bulle hielt seinen R\u00fcssel fest und zog ihn zu einem Baum hin, sodass Lima Lima und Zongoloni ihrem Freund nicht so einfach helfen konnten. Ziwa konnte sich aber befreien, und sie rannten alle zu den Keepern zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21120178433-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwa auf dem Weg hinaus in den Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 11. Januar 2017<\/strong><br \/>\nSobald die Waisen heute Morgen aus ihren Gehegen gekommen waren, gingen sie in den Wald, um beim Grasen ihre leeren M\u00e4gen zu f\u00fcllen. Am Weg zu den Umani-H\u00fcgeln gab es viele Tsetse-Fliegen, die es Alamaya und Mwashoti unm\u00f6glich machten, in Ruhe zu grasen. Der arme Alamaya hat noch nicht einmal einen Schwanz, um die Fliegen zu vertreiben wie die anderen Waisen. Er schrie auf, als er gestochen wurde, und Ziwa rannte zu ihm, um zu sehen, was los war. Sonje kam auch hinzu, um zu sehen, was den l\u00e4rmenden Jungs fehlte. Ziwa rangelte mit Ngasha, denn dieser wollte auf Zongoloni klettern, was Zongoloni aber gar nicht gefiel.<br \/>\nNach der Milchf\u00fctterung ruhten sich alle im Schatten der gro\u00dfen B\u00e4ume aus und warteten darauf, dass die Albinos sich abgek\u00fchlt hatten. Dann traten sie den Weg zum Schlammloch an, wo ihre wilden Freunde immer baden. Die Babys konnten die wilden Elefanten noch wittern, die das kleine Wasserloch benutzt hatten und w\u00e4lzten sich auf dem R\u00fccken im Schlamm.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21120178815-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Verspielte Jungs im Schlamm<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 12. Januar 2017<\/strong><br \/>\nHeute \u00fcbernahm Ngasha das Kommando von den Leitk\u00fchen und wollte die gesamte Gruppe &#8211; inklusive Murera und Sonje &#8211; die H\u00fcgel hinauf f\u00fchren. Mwashoti traute Ngashas F\u00fchrungsf\u00e4higkeiten nicht so recht; er kollerte Murera, Sonje und Lima Lima zu, damit sie die F\u00fchrung wieder \u00fcbernehmen w\u00fcrden.<br \/>\nAlamaya ging den Berg hinauf, immer Lima Lima hinterher, die s\u00fc\u00dfe Zweige zum Fressen gefunden hatte. Lima Lima hatte ihren Spa\u00df dabei, die Schmetterlinge zu jagen, an denen sie beim Grasen vorbei kam. Zongoloni brachte dann Alamaya zum Staubbad. Sie blieben in Mureras N\u00e4he und grasten zusammen, bis Murera das Zeichen gab, dass es Zeit war, zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcckzukehren und sie ihr zur\u00fcck ins Geb\u00fcsch folgten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/211201781138-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 13. Januar 2017<\/strong><br \/>\nSonje brach zu den Weidegr\u00fcnden auf, gefolgt von den jungen Bullen und schlie\u00dflich dem Rest der Gruppe. Von dort, wo sie grasten, gingen die Waisen dann in das offene Gel\u00e4nde, um die wilden Bullen zu finden, die sie am Morgen im Wald geh\u00f6rt hatten. Die wilden Elefanten hatten aber die Keeper gewittert und rannten davon, da sie noch immer Angst vor den Menschen haben. Alamaya war sehr m\u00fcde, nachdem er so lange gelaufen war; er legte sich kurz zum Ausruhen auf den Boden, bis Lima Lima und Zongoloni ihn abholten, um zur mitt\u00e4glichen Milchf\u00fctterung und zum Schlammbad zu gehen.<br \/>\nNgasha war heute sehr verspielt und buddelte mit den Zehen in der Erde, bevor er Faraja zu einem Kr\u00e4ftemessen herausforderte. Faraja war allerdings schlechter gelaunt und wollte nicht mit seinem Freund spielen. Als sich die Babys am Abend f\u00fcr den Heimweg bereitmachten, ging Ngasha zum Saufen an der Tr\u00e4nke vorbei und schloss sich danach wieder den anderen an, die schon zu den Stallungen aufbrachen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/211201781516-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje genie\u00dft das gr\u00fcne Gras<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 14. Januar 2017<\/strong><br \/>\nQuanza und den gro\u00dfen M\u00e4dchen Murera und Sonje war heute sehr hei\u00df, denn die Sonne brannte unerbittlich. Die Gruppe kam zur Milchf\u00fctterung am Schlammloch, und sie wollten sich alle sofort im Wasser abk\u00fchlen. Leider war das Schlammloch ausgetrocknet, und so mussten sie zu einem anderen Wasserloch gehen, in dem sie sich w\u00e4lzen und sich ordentlich mit Matsch bedecken konnten.<br \/>\nZiwa und Faraja konnten nicht aufh\u00f6ren zu rangeln, wie sie es \u00fcblicherweise beim Schlammloch tun. Faraja ber\u00fchrte Ziwas Schwanz, und dieser dachte, Faraja w\u00fcrde daran ziehen, sodass er sich schnell umdrehte, um ihn daran zu hindern. Faraja versuchte dann, einen Ringkampf zu beginnen, vor dem Ziwa davonlaufen wollte. Es gelang ihm aber nicht, und Faraja schubste Ziwa solange, bis Quanza hinzukam und die beiden trennte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/211201781929-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri spielt im Matsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 15. Januar 2017<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Morgen, und die Waisen waren bereit, hinauszugehen und den neuen Tag zu beginnen. Sie folgten ihren Keepern und Lima Lima in den Wald hinaus zu den Wasserquellen. Dort fanden sie einen gro\u00dfen Baum, der von den wilden Elefanten umgesto\u00dfen worden war, die auf der Suche nach Wasser von den Chyulu-Bergen gekommen waren. Die Krokodile an den Quellen h\u00f6rten die Elefanten kommen und verschwanden sofort im Wasser, damit die Waisen nicht auf sie treten w\u00fcrden. Zongoloni erschrak, als sie die Krokodile ins Wasser springen h\u00f6rte, denn sie hatte nicht gesehen, was das Platschen verursacht hatte. Sonje und Quanza benachrichtigten Zongoloni, dass sie langsamer gehen sollte, denn sie hatten ein paar leckere Zweige zum Fressen gefunden.<br \/>\nBei der Milchf\u00fctterung kam Jasiri mit Zongoloni angerannt. Die beiden hoben ihre Flaschen auf so schnell sie konnten, w\u00e4hrend Mwashoti und Alamaya von den Keepern gef\u00fcttert wurden. Nachdem Jasiri seine Milch ausgetrunken hatte, rannte er mit der leeren Flasche herum, um sicherzugehen, dass kein einziger Tropfen \u00fcbrigblieb. Ein Keeper musste ihm hinterherlaufen und die leere Flasche holen, nachdem er sie im Gras fallen gelassen hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/211201782343-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri mit seiner leeren Flasche<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 16. Januar 2017<\/strong><br \/>\nMurera machte heute einen sehr \u00e4ngstlichen Eindruck und ging mit gro\u00dfen aufgestellten Ohren auf alles um sich herum los. Die Keeper wollten herausfinden, was sie so erschreckt hatte, doch es waren nur ein paar Kraniche im Geb\u00fcsch zu sehen, die auf ihre Eier aufpassten. Sie hatten es geschafft, Murera Angst einzujagen, weil sie sehr nah an ihrem Nest stand.<br \/>\nIm sumpfigen Gebiet bei der Milchf\u00fctterstelle fand Faraja etwas matschige Erde, in der er sich hervorragend w\u00e4lzen konnte. Er tummelte sich solange darin, bis er ganz mit Schlamm bedeckt war. Ngasha sah, wie sich Faraja herumrollte und schloss sich ihm an. Kurz darauf machte auch Alamaya mit, der es sehr genoss, seinen Hintern am Ufer zu kratzen. Nachdem sie genug gebadet hatten, schlossen sie sich wieder dem Rest der Herde an, und sie gingen alle zum Grasen am Nachmittag.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/211201782857-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera mit aufgestellten Ohren<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 17. Januar 2017<\/strong><br \/>\nFaraja und sein frecher Freund Ziwa schlossen sich im Wald zusammen und verbrachten den Vormittag damit, in der N\u00e4he von Sonje zu grasen. Sie hatte einige s\u00fc\u00dfe Akazien\u00e4ste heruntergezogen, um sich diese mit den Jungs zu teilen, und so fra\u00dfen sie alle friedlich miteinander.<br \/>\nMurera kratzte sich gen\u00fcsslich an den Wegweisern, und erleichterte damit den Juckreiz, der sie an einigen Stellen plagte. Mwashoti blieb bei Ngasha, bis Sonje, die sehr skeptisch war, das Gef\u00fchl hatte, Ngasha w\u00fcrde sich nicht gut genug um ihn k\u00fcmmern. Sie kollerte dem Kleinen zu, dass er ihr in den Wald folgen sollte. Sonje sammelte sowohl Mwashoti als auch Alamaya ein, und zu dritt gingen sie zu Murera. Lima Lima war dar\u00fcber gar nicht gl\u00fccklich und ging sich Alamaya von den \u00e4lteren M\u00e4dchen zur\u00fcckholen.<br \/>\nNgasha hatte heute seinen Spa\u00df beim Staubbad und verteilte die Erde auf seinem Kopf und dem ganzen K\u00f6rper.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/213201765051-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwa und Faraja<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 18. Januar 2017<\/strong><br \/>\nLima Lima machte sich heute mit den jungen Babys davon und brachte sie ins hohe Gras, wo es nicht einfach war, die kleinen Jungs Mwashoti und Alamaya im Auge zu behalten. Die Keeper konnten nur das Gras wackeln sehen, durch das die Elefanten liefen, sahen aber nichts mehr von den Kleinen, sondern nur noch die gr\u00f6\u00dfere Lima Lima. Die Keeper blieben in ihrer N\u00e4he, damit sie die kleinen Jungs nicht verlieren w\u00fcrden.<br \/>\nIm Laufe des Tages wurde es sehr hei\u00df, und die Babys sp\u00fcrten die Hitze. Sie wedelten mit ihren Ohren, um sich abzuk\u00fchlen. Zongoloni und Quanza beratschlagten, was sie gegen die Hitze tun k\u00f6nnten, und einigten sich darauf, fr\u00fcher als \u00fcblich zum Wasserloch zu gehen, damit sie sich dort abk\u00fchlen konnten. Bei der Milchf\u00fctterung leerten die Babys ihre Flaschen und gingen dann direkt wieder in den Schatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/213201771215-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti, Alamaya und Lima Lima<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 19. Januar 2017<\/strong><br \/>\nJasiri war es heute sehr hei\u00df, und als es Zeit f\u00fcr die Mittagsf\u00fctterung war, ging er direkt zum Wasserloch, um ein Schlammbad zu nehmen. Auch Murera und die kleinen Jungs Mwashoti und Alamaya nahmen teil. Mwashoti nutzte die Gelegenheit, in Mureras N\u00e4he zu sein, um nicht von den ruppigen Jungs gest\u00f6rt zu werden. Zongoloni und Ngasha schlossen sich ihnen auch an, und sie alle genossen es, sich die Brust mit schlammigem Wasser zu bespritzen.<br \/>\nAls alle Elefanten das Bad beendet hatten, gingen sie in den Wald zur\u00fcck, um weiter zu grasen. Zongoloni und Quanza hoben ihre langen R\u00fcssel, um die wilden Tiere im Wald zu wittern, die auf die Stelle zuliefen, an der Alamaya und Lima Lima grasten. Zuerst dachten sie, dass wilde Elefanten auf den Weg zu ihnen waren, doch es stellte sich heraus, dass es nur ein paar Buschb\u00f6cke und einige Paviane waren. Die Waisen \u00fcberquerten dann die Umani-H\u00fcgel und gingen zum Kenze. Mwashoti und Ziwa kamen an einem sch\u00f6nen Erdhaufen vorbei, auf dem sie sich herumrollten, w\u00e4hrend Murera auf sie wartete.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21320177437-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri mit den Anderen beim Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 20. Januar 2017<\/strong><br \/>\nNgasha wartete lange auf die Leitk\u00fche, damit sie nach vorne kommen und sie in den Wald f\u00fchren w\u00fcrden, doch Murera schien heute besonders lange zu brauchen. So wurde Ngasha ungeduldig und wollte schlie\u00dflich nicht mehr warten &#8211; er \u00fcbernahm das Kommando selbst und brachte die Gruppe zu den Umani-H\u00fcgeln. Auf dem Weg stieg er \u00fcber ein paar Pfosten, die im Weg waren und kam dann an Sonje vorbei, die sich zusammen mit Mwashoti an einem Wegweiser kratzte.<br \/>\nMurera brach f\u00fcr die kleineren Jungs einige Zweige von den Akazienb\u00e4umen ab, die um sie herum waren. Als sie Bewegung im Wald wahrnahm, wurde sie unruhig, weil sie f\u00fcrchtete, dass ihre Herde von wilden Bullen besucht werden k\u00f6nnte. Sie stellte die Ohren auf und jagte in den Wald hinein. Damit schreckte sie die Paviane auf, die die eigentliche Ursache f\u00fcr die Unruhe waren. Lima Lima und Sonje kamen hinzu, um Murera bei der Pavianjagd zu helfen, und bald schlossen sich den drei M\u00e4dchen auch noch Mwashoti und Zongoloni an.<br \/>\nAls alle Waisen wieder zum Wasserloch kamen, stand Mwashoti unter Bewachung der Leitk\u00fche, damit er nicht von den gro\u00dfen Jungs geschubst wurde. Er war zwischen Murera und Sonje, die links von ihm stand, postiert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/213201775147-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha steigt \u00fcber Hindernisse<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 21. Januar 2017<\/strong><br \/>\nAls Ziwa heute feststellte, dass er von seinen Freunden getrennt worden war, geriet er in Panik und schaute sich nach ihnen um. Dann entdeckte er Murera, die gerade einen dicken Ast im R\u00fcssel hatte und die Rinde absch\u00e4lte. Er ging zu ihr, um sich ihr anzuschlie\u00dfen. Sonje kratzte sich an einem Wegweiser und bewarf sich dann mit Staub, um die Fliegen zu vertreiben. Lima Lima genoss das geruhsame Grasen drau\u00dfen im Busch. Sonje hatte ihren Spa\u00df dabei, sich im Gras herumzurollen. Zongoloni und Ngasha sahen ihr zu, und sie wussten, dass Sonje es darauf abgesehen hatte, Alamaya heranzulocken, damit er mit ihr spielen und auf ihren R\u00fccken klettern w\u00fcrde.<br \/>\nAls die Waisen beim Schlammbad ankamen, gingen sie im Wasserloch schwimmen und rollten sich nach Herzenslust in dem matschigen Wasser herum. Einige tauchten sogar mit dem Kopf im Wasser unter und schwammen herum wie Flusspferde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/213201775847-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwa hat sich den Mund mit Gras vollgestopft<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 22. Januar 2017<\/strong><br \/>\nHeute kamen wilde Elefanten zu den Quellen und machten viel Krach, w\u00e4hrend sie und ihre Babys Wasser soffen. Die Gegend um die Chyulu-Berge trocknet langsam wieder aus &#8211; die Nachwirkungen der letzten lange D\u00fcrre sind immer noch zu sp\u00fcren. F\u00fcr die Tiere im Kibwezi-Wald wird es jetzt wieder schwieriger, Wasser zu finden. Gl\u00fccklicherweise gibt es an den Umani-Quellen ganzj\u00e4hrig Wasser. An den Quellen riefen die Keeper nach den Leitk\u00fchen, doch nur die schnelle Lima Lima antwortete. Wahrscheinlich dachte sie, es g\u00e4be eine besondere Leckerei f\u00fcr sie! Sie rannte direkt zu Amos, um zu sehen, was er f\u00fcr sie hatte. Als sie sah, dass seine H\u00e4nde leer waren, ging sie zu ihren Freunden zur\u00fcck, die auf dem Weg zum Kenze waren, um am Morgen dort zu grasen.<br \/>\nAm Abend kamen die Keeper mit den Waisen noch einmal am Wasserloch vorbei, ehe sie zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten. Einigen der Babys war es sehr hei\u00df, und sie beschlossen, noch einmal baden zu gehen. Ein Krokodil, das sich gerade sonnte, sprang schnell ins Wasser, um den Elefanten aus dem Weg zu gehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21320178956-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen saufen Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 23. Januar 2017<\/strong><br \/>\nDie Elefanten kamen am Morgen aus ihren Gehegen und freuten sich auf den neuen Tag. Mwashoti und Quanza gingen hinaus und hatten jeweils einen trockenen Zweig im Mund, auf dem sie herumkauten, um die Rinde zu entfernen. Alamaya hielt auch einen Zweig fest, schleifte ihn aber \u00fcber den Boden, als ob er f\u00fcr die nachfolgenden Waisen den Weg markieren wollte. Ngasha ging zu Quanza und schnappte sich den Zweig, den sie am Wickel hatte; Quanza drehte sich aber sofort um und stellte ihn zur Rede.<br \/>\nDie Waisenherde ging dann zu den Weidegr\u00fcnden und suchte frisches Futter. Sie folgten den Pfaden, die die wilden Elefanten in der Nacht zuvor genommen hatten. Lima Lima fand einen Platz zum Spielen und hielt dort an. Als sie gerade soweit war und anfangen wollte, rannte Zongoloni an ihr vorbei und schubste sie. Lima Lima stand auf und folgte Zongoloni zu den rangelnden Jungs.<br \/>\nAm Nachmittag schien Jasiri auf einen Streit aus zu sein und ging zu Ngasha, der ihm zuvor auf den Schwanz getreten war. Ngasha drehte sich schnell um, weil er vermeiden wollte, dass Jasiri an seinem Schwanz ziehen w\u00fcrde, was dieser sehr gern tut. Sonje musste hinzukommen und die beiden Streith\u00e4hne trennen, als sie sah, dass sie ihre Unstimmigkeiten ansonsten nicht mehr friedlich kl\u00e4ren w\u00fcrden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21320178269-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera und Alamaya<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 24. Januar 2017<\/strong><br \/>\nAls die Elefanten heute Morgen aufwachten und aus ihren Gehegen kamen, ging Zongoloni sofort zu Murera, und die beiden diskutierten mit Sonje, dass sie zum Grasen zu den Chyulu-Bergen gehen sollten. Dort kann man in Ruhe grasen, und au\u00dferdem kommt man oft am Dung wilder Elefanten vorbei, den sie Mwashoti und Alamaya zeigen k\u00f6nnen, damit diese ihn probieren, um zu lernen, welche Vegetation essbar ist.<br \/>\nBeim Wasserloch im Wald fand Ngasha viel schlammiges Wasser, um sich die Brust damit zu bespritzen, bevor die anderen Babys zum Schlammbad ankamen. Lima Lima und Alamaya hielten erst einmal Abstand zum Wasserloch und gingen sich kratzen; danach eskortierte Lima Lima Alamaya zur\u00fcck zum W\u00e4lzen.<br \/>\nHeute hatte Ziwa so seine Schwierigkeiten mit den Rowdys Ngasha und Faraja. Die beiden stie\u00dfen das Tor, das ihre Gehege trennt, auf und \u00fcbernahmen auch noch Ziwas Abteil. Ziwa fl\u00fcchtete sich bis an den Zaun des Gel\u00e4ndes. Die Keeper versuchten, ihn wieder in sein Gehege zu bringen, doch er weigerte sich. Schlie\u00dflich lie\u00dfen sie ihn drau\u00dfen, um zu sehen, was er tun w\u00fcrde. Er blieb dort bis zum Einbruch der Dunkelheit und begann dann zu schreien, um wieder herein gelassen zu werden. Hoffentlich ist ihm das eine Lehre, damit er in Zukunft auf seine Keeper h\u00f6rt und etwas mehr Ruhe bewahrt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/214201751141-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha spritzt am Schlammloch mit Wasser herum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 25. Januar 2017<\/strong><br \/>\nZiwa kam am Morgen aus seinem Gehege und ging direkt zu den anderen Babys, um ihnen davon zu berichten, dass er letzte Nacht einige Zeit drau\u00dfen verbracht hatte. Sie h\u00f6rten alle interessiert seine Geschichte \u00fcber sein kurzes Abenteuer an.<br \/>\nAls die Babys im hohen Gras fra\u00dfen, beschlossen Faraja und Alamaya, sich von den anderen abzusetzen und eine Weile f\u00fcr sich zu grasen. Sie schlossen sich wieder der Herde an, als es Zeit war, zum Schlammloch aufzubrechen.<br \/>\nZur Milchf\u00fctterung und dem Schlammbad kamen die Waisen heute sehr p\u00fcnktlich an. Quanza war die letzte, die ihre Milch bekam, und danach rannte sie zum Wasserloch, um sich ihren Freunden anzuschlie\u00dfen, die alle schon ihren Spa\u00df im Matsch hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21420176841-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza bekommt ihre Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 26. Januar 2017<\/strong><br \/>\nDas Tagesprogramm der Waisen begann damit, zu entscheiden, was sie heute am liebsten fressen wollten. Lima Lima nahm Faraja ein St\u00fcck mit, und zusammen suchten sie sich ein paar frische Zweige zum Fressen. Bald schloss sich ihnen Sonje an, die sich um Mwashoti k\u00fcmmerte und ihm dabei half, auf der Suche nach mehr Futter die H\u00fcgel hinaufzuklettern.<br \/>\nAls die Milchf\u00fctterung beendet war, ging Ziwa zum Wasserloch, um sich Brust und Bauch zu bespritzen &#8211; es wurde langsam sehr hei\u00df. Lima Lima und Zongoloni kamen auch angerannt und schlossen sich ihm an, und schlie\u00dflich waren alle fr\u00f6hlich am Planschen im Wasser. Alamaya mischte sich mitten unter die badenden Elefanten und rollte sich mit dem gesamten K\u00f6rper im Schlamm herum. So konnte man ihn beim spektakul\u00e4rsten Schlammbad des Tages bewundern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/214201761322-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen grasen flei\u00dfig<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 27. Januar 2017<\/strong><br \/>\nAlle Babys machten sich heute auf zu den Umani-H\u00fcgeln; sie nahmen den Weg, der sich um die H\u00fcgel windet und hielten dabei Ausschau nach gutem Futter. Es ist schon etwas l\u00e4nger her, dass die Babys diese Route genommen haben. Mwashoti war sehr energiegeladen und kam zu Sonje, um mit ihr zu spielen, indem er versuchte, auf ihren R\u00fccken zu steigen.<br \/>\nAls die Babys bei der Milchf\u00fctterung ankamen, war Murera sehr sp\u00e4t dran &#8211; alle anderen Waisen hatten ihre Flaschen bereits geleert. Sie warteten aber noch auf ihre Leitkuh Murera, damit sie zusammen zum Staubbad gehen konnten. Sonje warf sich Erde auf den R\u00fccken und auf den Kopf, und nach ein paar Minuten hatten alle ihre K\u00f6rperfarbe komplett ge\u00e4ndert &#8211; statt grau, wie sie angekommen waren, waren sie jetzt braun wie die Erde gef\u00e4rbt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/214201765318-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti spielt mit Sonje<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 28. Januar 2017<\/strong><br \/>\nSonje kam aus ihrem Gehege und ging zum Wasserloch bei den Stallungen, wo sie jede Menge frischen Elefantendung vorfand. Die wilden Elefanten waren offenbar zum Saufen vorbeigekommen und hatten gehofft, die Waisen zu treffen, die aber noch in ihren Gehegen gewesen waren.<br \/>\nAls sie gerade zu den Wasserquellen liefen, h\u00f6rten die Keeper und die Waisen wilde Elefanten tief im Wald br\u00fcllen. Die Laute kamen genau aus der Richtung, in die sie gerade gingen, um frisches Futter zu finden. Trotzdem wurde entschieden weiterzugehen, aber Zongoloni und Quanza hoben die R\u00fcssel in die Luft, um ihre Artgenossen zu erschnuppern. Lima Lima kam wie \u00fcblich zur\u00fcck, um die Keeper zu warnen, damit sie sich von den wilden Elefanten fernhalten w\u00fcrden. Drei wilde Bullen mit sehr gro\u00dfen Sto\u00dfz\u00e4hnen kamen heraus und gingen zu Alamaya. Interessanterweise entschieden sich heute alle Waisen, nicht wie sonst davonzurennen, als sich die wilden Elefanten n\u00e4herten. Es ist sehr ermutigend zu sehen, dass Murera und ihre Gruppe nun langsam beginnen, die wilden Elefanten kennenzulernen. Sie wissen, dass sie selbst auch in die Wildnis geh\u00f6ren und sollten ihre wilden Artgenossen als Freunde verstehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21420177038-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein wilder Bulle bei den Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 29. Januar 2017<\/strong><br \/>\nZongoloni war heute der Meinung, dass sie schon ein gro\u00dfes M\u00e4dchen ist und allein in den Wald gehen kann, um dort nach Futter zu suchen, ohne ihre Freunde um sich herum zu haben. Als sie aber weiter ins Geb\u00fcsch hinein ging, bekam sie Angst, nachdem sie das laute Trompeten wilder Elefanten geh\u00f6rt hatte. Ihre Waisenkollegen h\u00f6rten es auch, und Quanza und Lima Lima rannten eilig dorthin, um zu sehen, was los war. Sie wollten sichergehen, dass nicht Zongoloni irgendwelche Probleme mit ihren wilden Artgenossen h\u00e4tte. Auch die Keeper hatten das Tr\u00f6ten geh\u00f6rt, das durch den Wald hallte. Murera folgte den anderen nicht und blieb bei Mwashoti, doch Sonje lie\u00df sich von den Rufen animieren, ebenfalls hinter Zongoloni her zu rennen. Sie alle kehrten sicher und zufrieden mit Zongoloni zusammen zur\u00fcck, die festgestellt hatte, dass es ihr bei ihren Freunden besser gef\u00e4llt.<br \/>\nAls es an der Zeit f\u00fcr das Schlammbad war, wollte Lima Lima als erste loslaufen, doch die Keeper versuchten, sie aufzuhalten, damit zuerst die kleinen Babys gef\u00fcttert werden konnten. Die schlaue Lima Lima schlich sich aber auf einem anderen Weg um sie herum. Ehe die Keeper es sich versahen, trank Lima Lima ihre Milch schon neben Alamaya und sie konnten nichts mehr dagegen tun!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/21420177737-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni bricht Zweige ab<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 30. Januar 2017<\/strong><br \/>\nDie Keeper \u00f6ffneten am Morgen die Tore f\u00fcr die Elefanten, die herauskamen und den neuen Tag begr\u00fc\u00dften. Einige von ihnen wollten nicht auf Lima Lima h\u00f6ren und den Weg nehmen, den sie vorschlug. Ziwa und Ngasha waren sehr unh\u00f6flich und respektlos: als Lima Lima kollerte, ging Ziwa einfach mit Ngasha davon. Sie wissen, dass sie langsam gro\u00dfe Jungs werden und die M\u00e4dchen sie nicht mehr zur\u00fcckhalten werden, wenn sie ihre eigenen Wege einschlagen.<br \/>\nHeute gab es eine lange Wanderung, und die Leitk\u00fche waren weit voraus. Alamaya und Mwashoti wurden zur\u00fcckgerufen, weil die Keeper wussten, dass die Leitk\u00fche zur\u00fcckkehren w\u00fcrden, um sich wieder den Kleinen anzuschlie\u00dfen. Sp\u00e4ter besuchten neun wilde Elefanten Sonje und Jasiri, als die Waisen schon den Heimweg antreten wollten, um sich nach den langen Wanderungen auszuruhen. Die wilden Elefanten folgten Mureras Herde bis zu den Stallungen, doch dort mussten sie feststellen, dass die Tore verschlossen waren und sie nicht hinein kamen. Sie verbrachten die Nacht in der N\u00e4he von Sonjes und Mureras Gehege.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/214201771319-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje kommt aus dem Wasserloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 31. Januar 2017<\/strong><br \/>\nViele wilde Elefanten kommen nun aus allen Richtungen in den Kibwezi-Wald, da es in den Chyulu-Bergen und der Kiboko-Gegend schon sehr trocken wird. Alle wilden Tiere wissen, dass man im Wald, wo es genug Wasser und Gr\u00fcn gibt, am besten die Trockenzeit \u00fcberstehen kann.<br \/>\nMurera und ihre Sch\u00fctzlinge lernen nun langsam die wilden Elefanten im Kibwezi-Wald kennen und mischen sich schon regelm\u00e4\u00dfiger unter sie. Es macht die Keeper sehr gl\u00fccklich, und sie sind voller Hoffnung, dass die Waisen es nach dem langen Prozess der Auswilderung schaffen, wieder in der Wildnis heimisch zu werden. Das sind gute Aussichten f\u00fcr unsere Waisen, die ihre M\u00fctter und Familien aus verschiedenen Gr\u00fcnden verloren hatten &#8211; meistens aber durch Menschenhand.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/214201772041-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Amos f\u00fcttert Lima Lima<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-januar-2017\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag, 1. Januar 2017 Nach der morgendlichen F\u00fctterung um 6 Uhr rannten die Babys zur Laderampe, um sich an deren W\u00e4nden zu kratzen. Sie alle genossen es, ihre Hintern und H\u00e4lse an der rauhen Oberfl\u00e4che zu schuffeln. Mwashoti drehte sich um und wollte Alamaya drohen, wobei er laut trompetete. 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