{"id":8692,"date":"2017-04-05T11:24:52","date_gmt":"2017-04-05T10:24:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=8692"},"modified":"2017-04-05T11:24:52","modified_gmt":"2017-04-05T10:24:52","slug":"nairobi-nursery-februar-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-februar-2017\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery Februar 2017"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 1. Februar 2017<\/strong><br \/>\nEs war ein k\u00fchler Morgen, als die Waisen ihre Gehege verlie\u00dfen und in den Wald hinaus gingen. Nachdem es in der Nacht stark geregnet hatte, war die Luft frisch und der Boden sch\u00f6n feucht. Alle Waisen konnten sich die M\u00e4gen mit frischem Gr\u00fcn f\u00fcllen. Dupotto passte auf Ambo auf, da Mbegu damit besch\u00e4ftigt war, sich um den kleinen Musiara zu k\u00fcmmern, der gerade die Gruppe der \u00e4lteren Waisen besuchte. Wenn Dupotto bei Ambo ist, l\u00e4sst sie niemanden anderes an ihn heran, weder ihre Waisenfreunde, noch Menschen, die sie nicht kennt; nur die Keeper d\u00fcrfen zu ihm. Das geht aber nur so lange, wie Mbegu nicht in der N\u00e4he ist, und wenn sie zur\u00fcckkommt, geht alles wieder seinen geregelten Gang.<br \/>\nAm Nachmittag legte Mbegu eine Pause bei den \u00e4lteren Elefanten ein und kam mit einer kleinen Gruppe Musiara besuchen. Dupotto blieb wieder bei Ambo und h\u00e4ufelte Erde auf, mit der er spielen konnte. W\u00e4hrend der kleine Junge sich damit einstaubte, blieb Dupotto bei ihm und graste nicht weit entfernt. Tagwa war wohl eifers\u00fcchtig auf ihn und die Aufmerksamkeit, die er von Dupotto bekam &#8211; sie kam dazu und schob Ambo von dem Erdhaufen weg. Dupotto war blitzartig zur Stelle und scheuchte Tagwa davon. Dann holte sie Ambo zur\u00fcck zu der Stelle, an der er war, sodass er weiter spielen konnte.<br \/>\nDa es den Tag \u00fcber immer noch bew\u00f6lkt war, wollte keiner der Waisen ins Schlammloch gehen, und sie staubten sich stattdessen ein. Godoma brachte ihre kleine Gruppe zum Erdhaufen, wo Murit und Ngilai die verspieltesten waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201744519-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Dupotto k\u00fcmmert sich gerne um Ambo<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 2. Februar 2017<\/strong><br \/>\nAm fr\u00fchen Morgen machten sich die Waisen im G\u00e4nsemarsch auf in den Wald. Tamiyoi war ganz hinten und hing hinterher. Die Keeper riefen nach ihr, damit sie weiter vorne laufen w\u00fcrde, aber sie wollte nicht. Mbegu bekam mit, dass sie zur\u00fcckfiel, und ging nach hinten, um sie etwas anzuschieben. Sie h\u00f6rte allerdings auch nicht auf Mbegu, und blieb schlie\u00dflich weit zur\u00fcck stehen. Alle anderen Waisen gingen weiter, und sie stand da und sah einfach nur schlechtgelaunt aus. Vielleicht wollte sie den Keepern zu verstehen geben, dass sie kein kleines Baby mehr ist und nicht mehr in der Gruppe der Allerkleinsten mitgehen will. Die L\u00fccke zwischen ihr und den anderen Babys wurde immer gr\u00f6\u00dfer, und pl\u00f6tzlich kam ein kleines Dikdik vorbei gerannt. Es rief laut nach einem seiner Artgenossen, was Tamiyoi heftig erschreckte, sodass sie um Hilfe schrie. Es reagierte allerdings keiner, und so schrie sie noch lauter &#8211; und diesmal kam Esampu zu ihr zur\u00fcckgerannt. Tamiyoi war sehr erleichtert und lief Esampu entgegen. Bevor Esampu sie aber erreicht hatte, kreuzte ein zweites Dikdik, das seinem Freund folgte, ihren Weg. Esampu rannte diesem hinterher und scheuchte alle anderen Antilopen aus ihren Verstecken im Geb\u00fcsch, wild in der Gegend herumstampfend. Sie hatte wohl gemerkt, dass sie die Ursache daf\u00fcr waren, dass Tamiyoi so schrie, und wollte etwas dagegen tun. Tamiyoi hatte es nun eilig, sich wieder der Gruppe anzuchlie\u00dfen, nachdem sie zehn Minuten allein herumgestanden und sich nicht vom Fleck ger\u00fchrt hatte. Jotto kam herbei und lud sie zu einem Staubbad ein, das die beiden eine ganze Weile genossen. Dann kam auch Sana Sana dazu und rollte sich neben den beiden auf dem Boden herum. Auch Galla kam noch hinzu, aber da h\u00f6rten die drei schon wieder auf zu spielen. Galla versuchte noch, Sana Sana auf den R\u00fccken zu klettern, was dieser allerdings gar nicht gefiel. Sie stand auf und ging in die B\u00fcsche, w\u00e4hrend Tamiyoi und Jotto zu Mbegu hin\u00fcber gingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201745026-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Spa\u00dfige kleine Tamiyoi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 3. Februar 2017<\/strong><br \/>\nDie Waisen hatten einen sch\u00f6nen Start in den Tag, als sie in den Wald hinaus gingen. Sie waren gr\u00f6\u00dftenteils damit besch\u00e4ftigt, irgendwie mit ihren Freunden zu spielen. Godoma und Pare hatten einen wunderbaren Ringkampf; Pare war \u00fcberrascht, denn Godoma l\u00e4sst eigentlich nicht mit sich spa\u00dfen und spielt nicht einfach so mit anderen. Sie hatten aber eine ganze Weile ihren Spa\u00df miteinander und jagten sich gegenseitig im Geb\u00fcsch herum. Luggard ist am gl\u00fccklichsten, wenn er mit dem umsichtigen Bullen Murit spielt, der wei\u00df, dass Luggard ein verletztes Bein hat, das erst langsam wieder heilt. Die beiden rollten sich beim Spielen im Staub herum. Ngilai ist normalerweise auch ziemlich ruppig, aber heute spielte er mit Jotto und ging etwas vorsichtiger zu Werke. Die kleineren Waisen wissen, dass er manchmal recht wild ist und wollen daher nicht immer mit ihm spielen. Andere, wie Ukame, Dupotto, Kelelari und Ambo waren nicht in Spiellaune und grasten lieber.<br \/>\nAus irgendeinem Grund scheint Luggard Kuishi nicht besonders zu m\u00f6gen. Wann immer er auf sie trifft, versucht er, sie zu schubsen. Heute stie\u00df er sie ohne ersichtlichen Grund an, als das freundliche M\u00e4dchen bei Tamiyoi und Jotto stand. Sp\u00e4ter, bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde, staubte sie sich friedlich neben Sana Sana ein, und wieder kam Luggard wie aus dem Nichts herbeigerannt und versetzte ihr eine Kopfnuss.<br \/>\nUnsere umtriebige Giraffe Kiko hatte es heute nicht leicht mit den Elefanten. Die letzten paar Tage war er mit den Waisen im Wald gewesen, da die L\u00f6wen nicht in der N\u00e4he waren. Der kleine Musiara hatte es sich bei Malkia, Tamiyoi und Jotto gem\u00fctlich gemacht, und ein paar Meter weiter grasten Mbegu und Ndotto, als Kiko zu den kleinen hin\u00fcber ging. Musiara rannte weg, und Kiko folgte ihm, um an ihm zu schnuppern. Das verschreckte den kleinen Elefanten aber geh\u00f6rig, sodass er zu schreien begann &#8211; was die Aufmerksamkeit von Mbegu, Ndotto und Godoma erregte. Sie kamen angerannt, trompeteten und jagten auf Kiko los. Mbegu brachte das kleine Baby zu Malkia. Dann wurde Kiko ins Geb\u00fcsch verscheucht und durfte nicht mehr in die N\u00e4he der kleinen Waisen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31320175141-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Godoma ist gut gelaunt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 4. Februar 2017<\/strong><br \/>\nAmbo scheint neidisch auf den kleinen Musiara zu werden; offenbar vermisst er schon seit einer Weile die Gesellschaft von Mbegu. Dupotto k\u00fcmmert sich um ihn, w\u00e4hrend Mbegu den Tag \u00fcber bei Musiara ist, aber das zeigt, dass er Mbegu am meisten liebt. Sie graste gerade drau\u00dfen im Busch zusammen mit Musiara und Jotto, als Ambo dazukam und Jotto seinen R\u00fcssel entgegenstreckte. Hinter Mbegus R\u00fccken schubste er dann Jotto, sodass dieser umfiel. Mbegu drehte sich um, als er laut aufschrie, und half ihm wieder auf die Beine. Ambo hatte sich inzwischen in die B\u00fcsche davon gemacht. Normalerweise ist Ambo nicht so \u00fcbellaunig; diesmal scheint es ihn aber gest\u00f6rt zu haben, dass Mbegu so viel Zeit mit den anderen Babys wie Musiara verbringt und weniger mit ihm.<br \/>\nGalla war heute die meiste Zeit mit Kelelari, dem gro\u00dfen Jungen zusammen. Weil er schon so gro\u00df und stark ist, hat Kelelari es schwer, richtige Freunde zu finden. Er versteht sich ganz gut mit den Waisen, die j\u00fcnger sind als er, aber er ist manchmal nicht allzu zartf\u00fchlend und schiebt sie weg, wenn er schlechte Laune hat. Mit Galla zusammen lie\u00df er die F\u00fctterung um 15 Uhr aus, da sie etwas entfernt grasten. Als sie schlie\u00dflich beim Schlammloch ankamen, war die Milchf\u00fctterung schon vorbei, sodass sie ihre Milch danach bekamen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201751655-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ambo ist in letzter Zeit eifers\u00fcchtig auf Musiara<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 5. Februar 2017<\/strong><br \/>\nNgilai entwickelt sich zu einem Baby, das man gut im Auge behalten muss, vor allem bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde. Er wird von Tag zu Tag verspielter und dabei auch ruppiger! Wenn er am Herumtoben ist, h\u00f6rt er allerdings auch nicht auf seine Keeper. Heute war er sehr aktiv &#8211; er rannte in die Zuschauer hinein, die am Absperrband standen, und wurde immer weiter angespornt, als sie vor Begeisterung jubelten, so nahe an einem kleinen Elefanten zu sein. Drei Keeper waren n\u00f6tig, um ihn zur\u00fcckzuhalten, und trotzdem schaffte er es noch einmal, sie alle auszutricksen und hinter ihnen zum Absperrband zu gelangen.<br \/>\nManchmal wollen die Babys nicht teilen, wenn sie etwas besonders Tolles gefunden haben &#8211; ganz wie kleine Menschenkinder! Ambo und Jotto streiten sich selten, aber heute beim Schlammbad ging Ambo hinter einem Keeper her, der ihm mit etwas Gr\u00fcnfutter aus der Hand f\u00fctterte. Jotto war mit einem anderen Keeper unterwegs, der genau das gleiche tat, und irgendwie schien Ambo zu meinen, dass Jotto gr\u00fcneres Gras als er bekam. Er lie\u00df seinen Keeper stehen und rannte zu Jotto hin\u00fcber. Jotto stellte sich ihm in den Weg, aber Ambo schob ihn zur Seite. Da drehte Jotto sich um und scheuchte Ambo bis zu seinem Keeper zur\u00fcck!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31320175236-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai darf man nicht aus den Augen lassen!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 6. Februar 2017<\/strong><br \/>\nEtwas haben wir schon oft beobachtet: Wenn ein Waise bei seiner Rettung schon etwas \u00e4lter ist, dann neigt er dazu, schneller wieder unabh\u00e4ngig zu werden als die, die noch sehr jung sind, wenn sie gerettet werden. Das bemerken wir jetzt wieder bei Kelelari, Ukame, Karisa, Maramoja und Wanjala, die alle in etwas fortgeschrittenerem Alter ins Waisenhaus kamen. Seit Kelelari zur Herde gekommen ist, kann man auch eine \u00c4nderung bei Maramoja und Wanjala beobachten, die sich sonst nicht weit von der Gruppe weg begeben hatten. Es geht ihnen scheinbar nicht nur darum, gr\u00fcnere Stellen zu finden, sondern vor allem, sich von der Gruppe unabh\u00e4ngiger zu machen. Das macht es den Keepern nat\u00fcrlich nicht leicht! Sie m\u00fcssen sie immer im Auge behalten, damit sie nicht verloren gehen. Als heute die erste Gruppe, bestehend aus elf Elefanten, zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde hinunterging, fiel auf, dass diese f\u00fcnf fehlten &#8211; sie hatten im Wald einen Bach \u00fcberquert. Von ihnen verh\u00e4lt sich Karisa anders, denn er reagiert auf die Keeper, wenn sie nach ihnen suchen: Er kommt immer aus seinem Versteck heraus, wenn sie ihre Namen rufen, doch die anderen weigern sich mitzukommen, bis sie aus den B\u00fcschen heraus gescheucht werden! Sie schafften es aber heute trotzdem noch zur Besuchsstunde und bekamen dort ihre Milchflaschen. Gegen 14 Uhr verschwanden Kelelari und Maramoja noch einmal und wurden ein paar hundert Meter entfernt wiedergefunden.<br \/>\nNach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde wurde heute am Schlammloch ein Haufen frischer roter Erde geliefert. Als die Babys zu ihrer 15-Uhr-Milch herunterkamen, hatten alle ihren Spa\u00df mit der brandneuen Erde. Alle 25 Waisen rollten sich darin herum und gingen dann in den Matsch, sogar die, die das Schlammbad eigentlich nicht so m\u00f6gen, wie Ukame, Kuishi und Ndotto. Alle marschierten sie in den Schlamm hinein und spritzten begeistert mit dem matschigen Wasser herum.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31320175308-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kelelari ist schon ein ganz sch\u00f6n gro\u00dfer Junge!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 7. Februar 2017<\/strong><br \/>\nJedes Mitglied der Waisenfamilie hat so seine speziellen Aufgaben. Ndotto und Lasayen sind das morgendliche Weckpersonal. Die zwei sind beste Freunde und schlafen auch in angrenzenden St\u00e4llen. Seit kurzer Zeit haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, am Morgen alle anderen Waisen zu wecken. Heute Morgen war es wieder soweit, allerdings waren sie etwas zeitiger dran als sonst. Sie schieben und zerren an ihren Toren herum, was ordentlich L\u00e4rm macht und alle aufweckt. Zusammen mit dem Gekreische, das sie beim Spielen veranstalten, ist es ein Krach, bei dem niemand weiterschlafen kann. Dann werden auch Mbegu und Galla, deren Gehege in der gleichen Reihe wie die von Ndotto und Lasayen sind, wach und stimmen mit ein; sie rufen laut, damit die Keeper kommen und ihnen die Tore \u00f6ffnen und sie in den Wald gehen k\u00f6nnen. Heute Morgen war es nicht zu \u00fcberh\u00f6ren, und es dauerte nicht lange, bis alle im Wald waren.<br \/>\nGodoma und Dupotto haben immer die Milchf\u00fctterungszeiten im Blick. Wenn es langsam Zeit f\u00fcr die F\u00fctterung wird, kommen diese beiden aus dem Geb\u00fcsch ins Freie. Sie h\u00f6ren die Funkger\u00e4te der Keeper, und wenn diese anfangen, Ger\u00e4usche zu machen, sammeln und kollern sie die anderen Waisen zusammen, um ihnen mitzuteilen, dass es bald Milch gibt.<br \/>\nNgilai ist ein Elefant, der nur selten ins Schlammbad geht, aber wenn er einmal drin ist, gef\u00e4llt es ihm doch. Die rote Erde roch immer noch frisch von gestern, und alle elf Waisen beim Schlammloch wollten staubbaden &#8211; nur Ngilai lehnte ab und fra\u00df Gr\u00fcnes Futter, w\u00e4hrend die anderen Babys sich einstaubten und in den Matsch gingen. Am Ende begossen ihn die Keeper noch einmal mit einer Schaufel mit etwas Schlamm, und das ermunterte ihn offenbar, doch noch einmal hinein zu gehen. Er hatte dann viel Spa\u00df mit ein paar Rangeleien mit Murit, und die beiden rannten sich gegenseitig hinterher und spritzten sich Wasser auf die F\u00fc\u00dfe.<br \/>\nUkame schien sich heute nicht so wohl zu f\u00fchlen. Sie blieb immer in der N\u00e4he von Mbegu und den kleinen und lie\u00df die anderen vier Jungs allein weiter hinaus in den Busch gehen. Vielleicht wollte sie aber auch nur einmal ein wenig bei Mbegu und der Herde bleiben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201753525-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der s\u00fc\u00dfe Ndotto<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 8. Februar 2017<\/strong><br \/>\nTagwa ist immer noch das sch\u00fcchternste M\u00e4dchen der Waisenfamilie &#8211; manchmal wird sie sogar von kleineren wie Malima ge\u00e4rgert! Kuishi nutzte heute ebenfalls ihre Sch\u00fcchternheit aus und \u00e4rgerte sie. Tagwa wehrt sich nicht wirklich, sondern verl\u00e4sst sich lieber darauf, dass die Keeper ihr zu Hilfe kommen, wenn die anderen Waisen gemein zu ihr sind.<br \/>\nF\u00fcr Musiara ist es gut, dass er jetzt viele neue Freunde in der Waisenfamilie hat, die ihn besch\u00fctzen und sich um ihn k\u00fcmmern. Malima und Kuishi waren heute seine Babysitter; er stand zwischen den beiden und konnte ihnen alles nachmachen, zum Beispiel Gr\u00fcnes pfl\u00fccken und grasen. Dann kam Esampu her\u00fcber und schob sie zur Seite, damit sie auch ein wenig mit dem Baby zusammensein konnte. Musiara war heute zum ersten Mal mit am Schlammloch bei der F\u00fctterung um 15 Uhr, und er genoss das Schlammbad sehr. Danach widmete er sich der roten Erde und verbrachte die meiste Zeit damit, sich einzustauben und herumzurollen. Als die anderen Kleinen sahen, wie gut es ihm gefiel, gingen Jotto, Tamiyoi, Malima und Luggard zu ihm. Mbegu schaute aus einiger Entfernung zu und kam hinzu, damit die anderen ihn nicht st\u00f6rten. Sie zog ihn zu sich heran und bemutterte ihn, und angekuschelt an Mbegus Bauch legte Musiara ein kleines Schl\u00e4fchen ein. Erst am Ende der Besuchszeit weckte Mbegu ihn wieder.<br \/>\nUkame verbrachte den Tag wieder zusammen mit Karisa, Wanjala, Maramoja und Kelelari, und die f\u00fcnf machten wie \u00fcblich ihr eigenes Ding und setzten sich von der Herde ab.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201753935-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tagwa ist ein sch\u00fcchternes kleines M\u00e4dchen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 9. Februar 2017<\/strong><br \/>\nVergangene Nacht besuchte Solio gegen 20:30 Uhr die Stallungen mit ihrem wilden Nashorn-Liebhaber! Es ist eine ganze Weile her, dass sie das letzte Mal da war. Als sie ankam, kam sie nicht in ihr altes Gehege, wegen der Absperrung, die Kiko &#8211; wegen der L\u00f6wen &#8211; davon abhalten soll, das Gel\u00e4nde zu verlassen. Sie stand am Zaun und rief nach Luzernenheu, w\u00e4hrend ihr Freund sie aus der Entfernung beobachtete. Weil er in der N\u00e4he war, wurde Maxwell sehr unruhig &#8211; er rannte auf und ab und stie\u00df immer wieder gegen sein Tor, um gegen seinen Konkurrenten zu k\u00e4mpfen. Solio ging zu ihm und spielte ein wenig mit ihm, und schlie\u00dflich blieb sie die ganze Nacht bei den Stallungen. Ihr Begleiter wartete in den umliegenden B\u00fcschen auf sie, aber als er am Morgen sah, wie die Elefanten mit ihren Keepern herauskamen, rannte er in den Wald hinein. Solio blieb zur\u00fcck, und sie freute sich sehr, die Keeper zu sehen und begann wieder, Luzernenheu zu verlangen. Sie bekam neben Maxwells Gehege welches und blieb bis etwa 9:30 Uhr. Dann verlie\u00df sie Max wieder und ging in den Busch zur\u00fcck.<br \/>\nLasayen kann auch mal frech zu den anderen Waisen sein, aber das passiert nicht oft, und man muss Gl\u00fcck haben, es mitzubekommen. Manchmal ist er nicht sehr freundlich zu Ukame, obwohl sie \u00e4lter und gr\u00f6\u00dfer als er ist. Sie ist aber relativ neu und hat eine Weile gebraucht, bis sie sich eingelebt hat, und Jungs wie Lasayen nutzen so etwas manchmal aus. Als die Elefanten um 15 Uhr in kleinen Gruppen zur Milchf\u00fctterung am Schlammloch gingen, war Ukame zusammen mit Lasayen, Kuishi, Pare und Ngilai unterwegs. Als sie auf dem Weg zum Schlammloch am Geb\u00fcsch vorbeikamen und au\u00dfer Sichtweite der Keeper waren, verspertte Lasayen Ukame den Weg, sodass sie nicht weitergehen konnte. Die Keeper am Schlammloch informierten die anderen per Funk, dass diese beiden nicht angekommen waren. Ndotto, der h\u00e4ufig mit anderen Waisen schimpft, die sich nicht benehmen, ging mit ein paar Keepern los, um herauszufinden, was passiert war. Kaum hatte Lasayen Ndotto und die Keeper hinter ihm gesehen, gab er Ukame den Weg frei &#8211; damit war sein ungezogenes Benehmen f\u00fcr heute beendet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201754334-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Unser wunderbares Spitzmaulnashorn Max schl\u00e4ft in seinem Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 10. Februar 2017<\/strong><br \/>\nEsampu verdient sich immer wieder neue Spitznamen! Wir kennen sie schon als die kleine Freche, die Gierige, und seit heute ist sie auch die Trompeterin. Jedes Mal, wenn sie im Wald auf Warzenschweine trifft, trompetet sie und verscheucht sie. Heute schienen die Warzenschweine aber nicht beeindruckt zu sein &#8211; offenbar haben sie sich an ihre Drohungen gew\u00f6hnt. Wenn sie lostr\u00f6tet, k\u00f6nnte man meinen, man h\u00f6rt einen gro\u00dfen Elefanten; es ist erstaunlich, wie laut sie trompeten kann! Bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde kam sie heute in der letzten Gruppe an, mit Jotto, Sana Sana und Malima. Godoma hatte sich scheinbar vorbereitet und wartete auf sie. Als ein Keeper mit einer Milchflasche auf sie wartete, stand Godoma geduldig neben ihm. Aber kaum hatte Esampu ihre Flasche geleert, griff Godoma nach ihrem Schwanz und nahm ihn in den Mund! Esampu ist bekannt daf\u00fcr, dass sie die Keeper schubst, wenn sie mit ihrer Milch fertig ist, um so nach mehr zu verlangen; Godoma hatte wohl damit gerechnet und hielt sie am Schwanz fest, sodass sie keinen Keeper oder einen ihrer Freunde schubsen konnte. Das schien zu funktionieren, denn Esampu rief um Hilfe und rannte in die entgegengesetzte Richtung als zur Schubkarre und den Keepern davon. Sie hatte ihre Lektion gelernt!<br \/>\nEs war ein hei\u00dfer Tag im Wald, und die \u00e4lteren versteckten sich im Dickicht, um dort zu fressen und vor der Sonne gesch\u00fctzt zu sein. Tamiyoi und Jotto \u00fcbernahmen die ehrenvolle Aufgabe zur\u00fcckzubleiben und auf den kleinen Musiara aufzupassen, der einen Mittagsschlaf hielt. Sie hielten Wache, bis er aufwachte und nach seiner Milchflasche Ausschau hielt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201754922-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kuishi klettert auf Esampu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 11. Februar 2017<\/strong><br \/>\nDas war wirklich ein fr\u00f6hlicher Morgen f\u00fcr die Waisen &#8211; alle schienen sich dem Trompeten verschrieben zu haben! Ein paar bemitleidenswerte Eland-Antilopen gerieten zwischen die begeisterten Waisen, und bei all der Aufregung schienen sie sich nicht besonders wohl zu f\u00fchlen. Nat\u00fcrlich gab Esampu beim Trompeten den Ton an, und Mbegu und Ndotto machten freudig mit. Als Esampu herumjagte, traf sie auf zwei Schakale, die sich gerade \u00fcber ihre kleine Beute hermachten. Es folgte ein unterhaltsames Schauspiel, denn die Schakale waren nicht bereit, ihr Fr\u00fchst\u00fcck aufzugeben, doch auch Esampu lie\u00df nicht nach bei ihren Versuchen, sie aus dem Geb\u00fcsch zu vertreiben! Sie rannten immer wieder herum und lie\u00dfen dabei auch noch ihr Futter fallen. Nach einer Weile beruhigten sich alle wieder, nachdem die armen Elands und Schakale sich in den Wald zur\u00fcckgezogen hatten. Die Elefanten gingen grasen, und ein paar von ihnen spielten noch ein bisschen weiter.<br \/>\nKurz nach 13 Uhr erhielten wir eine Nachricht, dass ein kleiner Babyelefant aus der Maasai Mara gerettet werden musste, dessen R\u00fcssel sich in einer Schlinge verfangen hatte. Der untere Teil ihres R\u00fcssels war von dem Metall der Falle fast abgetrennt. Die arme Kleine kam kurz nach 17:30 Uhr im Waisenhaus an und sah recht gestresst aus; nach kurzer Zeit in ihrem Stall, mit Ambo nebenan, beruhigte sie sich aber.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201755252-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto nimmt auch am gro\u00dfen Trompeten teil<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 12. Februar 2017<\/strong><br \/>\nNach der gestrigen Ankunft der armen Kleinen mit der Schlingenwunde war die Nacht f\u00fcr Ambo und Esampu, die in den angrenzenden St\u00e4llen wohnen, lang. Das kleine M\u00e4dchen wachte in der Nacht auf und war so traurig, seine Familie verloren zu haben, dass es zu schreien begann. Das machte Esampu einige Sorgen, und sie begann auch zu rufen, gefolgt von Ambo, der ihnen Mut zusprechen wollte. Ambo und Esampu versuchten, auf die h\u00f6lzerne Absperrung zwischen den St\u00e4llen zu klettern. Als Esampu am Morgen herauskam, war sie sehr aufgeregt und ging direkt zur T\u00fcr des Neuank\u00f6mmlings. Diese war aber noch verschlossen, sodass sie das neue Baby nicht beg\u00fc\u00dfen konnte. Schlie\u00dflich machte sie sich zu den anderen drau\u00dfen im Wald auf. Um 9 Uhr kam der Tierarzt und operierte das kleine Waisenm\u00e4dchen am R\u00fcssel &#8211; die Operation dauerte etwa drei Stunden.<br \/>\nAngestiftet von Malima, genossen heute Jotto, Tamiyoi, Godoma und Ngilai bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde ein Schlammbad. Es war sch\u00f6n, zur Abwechslung auch einmal Ngilai im Matsch zu sehen!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201755756-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ambo hatte keine ruhige Nacht<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 13. Februar 2017<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute Morgen auf dem Weg in den Wald waren, gingen Wanjala, Galla, Ndotto, Lasayen, Rapa, Maramoja, Sana Sana und Ukame voran. Sie trafen dort auf eine Gruppe Paviane, die damit besch\u00e4ftigt waren, nach Futter zu suchen. Die Waisengruppe marschierte mit aufgestellten Ohren auf die Affen los, um sie zu verscheuchen. Ndotto wollte einen kleinen Pavian, der gerade Dinge vom Boden aufsammelte, in die Ecke treiben. Als der Kleine das mitbekam, rief er laut nach dem Rest der Gruppe und seiner Mutter. Diese reagierte schnell, und zusammen mit ein paar anderen Pavianen kam sie, um sicherzugehen, dass es ihrem Jungen gut ging. Das jagte Ndotto einen ordentlichen Schrecken ein, und er gab schnell auf und rannte tr\u00f6tend zum Rest der Herde zur\u00fcck. Die Paviane zogen sich auf die B\u00e4ume zur\u00fcck und protestierten laut schnatternd gegen das Tun der Waisen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31320177393-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen machen sich im Wald breit<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 14. Februar 2017<\/strong><br \/>\nManchmal hat es den Anschein, dass Malima eine geborene F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit ist. Als heute bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde die anderen der elfk\u00f6pfigen ersten Gruppe vorsichtig mit ihren R\u00fcsseln die Wassertemperatur testeten, schob sie einfach Sana Sana und Jotto zur Seite und marschierte ohne Zeit zu verlieren direkt ins Wasser. W\u00e4hrend die beiden noch dar\u00fcber nachdachten, ob sie ein Bad nehmen sollten, bespritzten die Keeper sie mit einer Schaufel mit etwas Schlamm. Malima w\u00e4lzte sich inzwischen wie ein Flusspferd im Matsch herum und tauchte dabei komplett unter. Auch Godoma stand noch am Rand und \u00fcberlegte, was sie tun sollte. Schlie\u00dflich rollte sie sich im matschigen Boden am Rand des Wasserlochs herum. Tamiyoi kam dazu und schloss sich ihr dabei an.<br \/>\nKuishi war heute gewitzt und versuchte, die Keeper hereinzulegen. Sie ist in der ersten Gruppe, die zum Schlammbad und zur F\u00fctterung kommt &#8211; &#8222;Godomas Gruppe&#8220;, da Godoma ihre Mini-Leitkuh ist, w\u00e4hrend Mbegu die zweite Gruppe anf\u00fchrt. Nachdem sie heute ihre Flaschen geleert und ein wenig gespielt hatten, ging die erste Gruppe zur\u00fcck in den Wald, damit die zweite herunterkommen konnte. Kuishi wusste aber, wo Mbegu mit ihrer Gruppe im Wald wartete, und anstatt ihrer eigenen Herde zu folgen, schlich sie sich davon, um sich ihnen anzuschlie\u00dfen. Die Keeper sahen sie dabei und versuchten, sie zur\u00fcck zu Godomas Gruppe zu bewegen, aber sie versteckte sich im Geb\u00fcsch und wartete, bis die Keeper wieder verschwunden waren. Als die Luft rein war, ging sie den \u00e4lteren Waisen in einigem Abstand hinterher, um nicht entdeckt zu werden. Als sie das offene Gel\u00e4nde bei den Felsen am Schlammloch erreicht hatten, rannte sie hinter ihnen her und rief laut, um sich ihnen anzuschlie\u00dfen. Schlie\u00dflich blieb keine andere Wahl als sie bei den \u00e4lteren zu akzeptieren. Sie kam wieder beim Schlammloch an und steuerte geradewegs auf die Schubkarre zu, um nach mehr Milch zu verlangen. Dieses Mal war es Malkia, die sie davon abhielt und sie von der Schubkarre weg schob. Daraufhin gab sie diesen Plan auf und nahm stattdessen mit Mbegu ein Schlammbad am Rand des Wasserlochs.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201774342-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die lustige kleine Malima<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 15. Februar 2017<\/strong><br \/>\nHeute Morgen konnte man Maxwell fr\u00f6hlich in seinem Gehege herumrennen sehen &#8211; er war hinter den Warzenschweinen her, die sich hineingeschlichen hatten, um die Reste der Luzernenheupellets in einem seiner Futterpl\u00e4tze zu fressen. Die Ger\u00e4usche, die sie machten, als sie sich \u00fcber die leckeren Pellets hermachten, erregte seine Aufmerksamkeit, und obwohl er nichts sehen kann, fand er sie aufgrund seines ausgezeichneten Geh\u00f6rs sofort. Maxwell ging zu ihnen, um mit ihnen zu spielen, und sie rannten weg, nur um gleich darauf wieder zu dem Futter zur\u00fcckzukommen. Max lie\u00df nicht locker und scheuchte sie herum, bis sie aufgaben und durch die L\u00fccken im Gehegetor nach drau\u00dfen fl\u00fcchteten. So hatte er schlie\u00dflich seine geliebten Leckerbissen ganz f\u00fcr sich.<br \/>\nEs war sehr hei\u00df heute, sodass die Waisen in der ersten Gruppe schnell ihre Milch hinunterschlangen und dann zum Schlammloch rannten, um sich dort zu w\u00e4lzen. Luggard, Malima, Esampu und Godoma, die alle das Schlammbad sehr lieben, waren die ersten, die sich darin tummelten. Malima und Esampu drehten sich im Matsch herum und bespritzten sich begeistert gegenseitig damit voll. Das lockte auch Sana Sana, Kuishi und Ngilai an. Ngilai ging ein wenig zu weit und war hinter Malima her, um auf sie zu klettern. Er wurde aber von den Keepern davon abgehalten, die ihn mit einer Schaufel mit Schlamm bewarfen. So kam er schlie\u00dflich heraus und ging lieber staubbaden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201775020-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maxwell auf Achse in seinem Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 16. Februar 2017<\/strong><br \/>\nDie meisten Waisen waren heute Morgen damit besch\u00e4ftigt, im Wald zu grasen; nur Kelelari spielte ein lustiges Spiel mit dem kleinen Ndotto. Ndotto war sehr gl\u00fccklich und traute sich offenbar einiges zu, auch, den gro\u00dfen Kelelari herauszufordern &#8211; er konnte es kaum mit ihm aufnehmen. Kelelari war aber zur\u00fcckhaltend, und ihr Ringkampf lockte Lasayen an, der sich Ndotto anschloss und mit ihm zusammen versuchte, Kelelari zu besiegen. Aber als Kelelari den zwei Jungs seine gro\u00dfen Sto\u00dfz\u00e4hne zeigte, bekam es Lasayen mit der Angst zu tun und gab auf. So blieb Ndotto zur\u00fcck und musste allein zurechtkommen. Kelelari verlor aber auch bald die Lust am Gerangel mit Ndotto und hielt Ausschau nach Lasayen, um das Spiel mit ihm fortzusetzen. Kelelari, der am Anfang ruppig war, alle herumschubste und nichts mit den anderen Waisen zu tun haben wollte, ist jetzt ein freundlicher und aufgeschlossener Elefant geworden. Er ist jetzt sehr umg\u00e4nglich, sowohl mit seinen menschlichen Freunden als auch mit seinen kleineren Artgenossen.<br \/>\nUm 14 Uhr konnten der kleine Musiara und der Neuank\u00f6mmling mit dem verletzten R\u00fcssel aus der Maasai Mara sich den anderen Waisen im Wald anschlie\u00dfen. Sie waren sofort von Dupotto, Mbegu, Godoma, Malkia, Kuishi, Esampu, Malima und sogar der kleinen Tamiyoi umgeben. Die kleinen frechen Jungs versuchten, den neuen Waisen zu besteigen, aber Mbegu, Godoma und die Keeper hielten sie davon ab. Godoma und Mbegu stellten sich sch\u00fctzend um das neue Baby und Musiara herum, sodass sie sich gut um sie k\u00fcmmern konnten und die Kleinen sicher waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31320178743-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kelelari geht mit Ndotto spielen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 17. Februar 2017<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute aus ihren St\u00e4llen und Gehegen kamen und in den Wald hinaus gingen, machten sich die meisten von ihnen gleich ans Grasen; nur Ukame, Maramoja, Karisa, Wanjala, Galla und Kelelari schlossen sich zusammen und gingen tiefer in den Wald hinein. Diese unabh\u00e4ngigere Gruppe grast gerne weiter von den anderen entfernt, und die Keeper m\u00fcssen ihnen zur Milchf\u00fctterung immer hinterherlaufen. Sie ziehen es aber immer vor zu grasen! Einige von ihnen sind erst k\u00fcrzlich gerettet worden und erinnern sich noch an das Leben in der Wildnis, sodass sie gerne weit drau\u00dfen zusammen sind.<br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde genossen alle Waisen das Schlammbad, und es war sehr spa\u00dfig zuzusehen, wie Ukame und Kelelari mit den Zuschauern am Absperrband spielten. Sie w\u00e4lzten sich nahe bei ihnen im Matsch und spritzten dabei ordentlich herum! Die Besucher, die gerade Fotos machten und nicht aufpassten, bekamen auch ein Schlammbad ab, sodass sie vom Absperrband zur\u00fccktreten mussten und jeder etwas zu lachen hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/314201724543-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maramoja auf dem Weg in den Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 18. Februar 2017<\/strong><br \/>\nAls die Waisen nach ihrer 9-Uhr-Milch wieder davon gingen, kamen Godoma, Malkia, Esampu, Tagwa, Kuishi, Ngilai, Murit und Sana Sana an einer Gruppe Paviane vorbei, die gerade von Baum zu Baum sprangen und auch Fr\u00fcchte vom Boden aufhoben. Als sie sie sahen, jagten Godoma, Ngilai und Malkia auf sie los, wobei Godoma und Ngilai es auf ein Baby abgesehen hatten, das laut um Hilfe schrie, als es die beiden sah. Das Geschrei erregte die Aufmerksamkeit der ganzen Gruppe, die nun laut schnatternd auf Godoma und Ngilai zugerannt kam. Als sie die ver\u00e4rgerten Paviane auf sich zukommen sahen, zogen sie sich schnell zur\u00fcck und rannten bellend zu Sana Sana, Tagwa, Kuishi und Murit zur\u00fcck, die weit genug von den l\u00e4rmenden Affen entfernt standen. Dann liefen sie alle zusammen zum Rest der Herde, die vern\u00fcnftig graste.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/314201742852-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sana Sana und Kollegen trafen heute auf Paviane<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 19. Februar 2017<\/strong><br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde gab es heute gro\u00dfe Streitereien zwischen der gierigen Esampu und Ambo, der heute ungezogen war. Er war auf sie zugerannt und hatte versucht, sie von ihrer Flasche zu vertreiben. Daraufhin verwickelten sich die beiden in eine wilde Rangelei, bei der keiner nachgeben wollte. Sie schubsten sich so lange herum, bis sie schlie\u00dflich auf der anderen Seite des Absperrbandes landeten und die Zuschauer Platz machen mussten, damit sie ihre Streitigkeiten ausfechten konnten. Als Esampu zu ihrem Keeper zur\u00fcck gehen wollte, der noch immer ihre Milchflasche hatte, folgte Ambo ihr und schubste sie weiter, sodass sie sich wieder herumdrehen und sich verteidigen musste. So ging es, bis Esampu schlie\u00dflich den Keeper mit der Milchflasche erreicht hatte. Dann bedr\u00e4ngten sie auch noch den Keeper; auch Ambo wollte Milch haben, obwohl er seinen Anteil schon bekommen hatte! Bei dem Hin und Her warf der Keeper schlie\u00dflich eine leere Milchflasche auf den Boden, um Ambo abzulenken. So konnte Esampu in Ruhe austrinken, w\u00e4hrend Ambo versuchte, die leere Flasche aufzuheben. Was f\u00fcr eine Aufregung!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/314201743220-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ambo (vorn) und Esampu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 20. Februar 2017<\/strong><br \/>\nHeute waren die Waisen recht ruhig, als sie in den Wald aufbrachen. Es gab keine gr\u00f6\u00dferen Rangeleien in den verschiedenen Gruppen. Kelelari, Ukame und Karisa gingen voran und gingen mit gro\u00dfen Schritten weiter in den Wald hinaus, wie sie es h\u00e4ufig tun. Mbegu und Godoma und die j\u00fcngeren Elefanten wie Malkia, Malima, Tagwa und Esampu waren nicht so erpicht darauf, so schnell in den Wald zu kommen, und hingen noch ein wenig an den Stallungen herum. Sie fra\u00dfen etwas von Maxwells Futter, das auf die andere Seite seines Gehegetors gefallen war. In Wirklichkeit schienen sie aber zu hoffen, dass Enkesha, der neue Waise aus der Maasai Mara, und Musiara herauskommen und sie begleiten w\u00fcrden. Mbegu, Godoma und die anderen M\u00e4dchen lieben es, bei den kleinen Babys zu sein.<br \/>\nNachdem die erste Gruppe heute bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde ihre Milch geleert hatte, sah Murit, dass Luggard offenbar eine Meinungsverschiedenheit mit Ngilai an einer Wassertonne hatte. Er ging hin\u00fcber, um nachzusehen, was los war. Murit n\u00e4herte sich Ngilai von der anderen Seite, sodass Luggard sich traute, ihn zu attackieren. Ngilai suchte sich eine andere Tonne, da ihm Murits Sto\u00dfz\u00e4hne nicht geheuer waren. Murit fordert jetzt immer h\u00e4ufiger die anderen jungen Rabauken wie Ngilai heraus; er ist kr\u00e4ftig geworden!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/314201743829-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Malkia sucht sich leckeres Gr\u00fcn<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 21. Februar 2017<\/strong><br \/>\nAls Maxwell heute aufwache, war er sofort in Spiellaune, nachdem er ein paar Warzenschweine in seinem Gehege angetroffen hatte, die von seinem Luzernenheu fra\u00dfen. Er jagte auf sie los, und dabei wurde eines von ihnen zwischen den Metallstangen des Gehegetors eingeklemmt. Es quiekte, als es versuchte, sich durchzuquetschen, was wiederum die Elefantenwaisen erschreckte, die gerade aus den Gehegen kamen. Sie rannten in den Wald und trompeteten und stampften dabei herum. Die Aufregung der Waisen stachelte Maxwell noch mehr an, und er scheuchte im Gehege auf und ab und stie\u00df mit seinem Horn gegen die Holzpf\u00e4hle des Zauns. Damit war er eine Weile besch\u00e4ftigt, bis er sich schlie\u00dflich beruhigte und zu seinem Schlammloch ging, um ein Bad zu nehmen.<br \/>\nAuch die Waisen genossen ihr Schlammbad bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde. Jotto und Ambo kamen aus dem Matsch geflitzt und verwickelten sich in einen Ringkampf. Dann rannte Jotto zum Absperrband, um sich zu kratzen, und schubste dort begeistert die Schulkinder, die gekommen waren, um die Waisen zu sehen. Als er mit kratzen fertig war, rannte er zum Schlammloch zur\u00fcck und rutschte dort vom Rand hinein; es sah sehr lustig aus und alle Besucher sahen ihm begeistert zu. Sie freuten sich sehr, so ein fr\u00f6hliches und verspieltes Elefantenbaby zu sehen, dem es bei seiner menschlichen Familie so gut geht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/314201794239-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maxwell macht ein Mittagsschl\u00e4fchen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 22. Februar 2017<\/strong><br \/>\nWenn sich morgens die Tore der Gehege und St\u00e4lle \u00f6ffnen, ist es immer wieder lustig mitanzusehen, wie die kleine Tamiyoi und Murit herausgerannt kommen und bei ihren Nachbarn nach \u00fcbriggebliebenen Luzernenheupellets suchen. Es ist die Leibspeise dieser beiden. Die Keeper haben es nicht leicht, sie aus einem Gehege hinauszukomplimentieren &#8211; sie rennen sofort in ein anderes und probieren es dort. Die Keeper m\u00fcssen dann hinter ihnen her gehen und aufpassen, dass sie wirklich in den Wald hinaus gehen. Tamiyoi beschwert sich dann lautstark und versucht, Zeit zu schinden, um mehr leckere Pellets zu suchen. Und selbst wenn sie es schlie\u00dflich beide in den Wald geschafft haben, versuchen sie manchmal, sich noch einmal zur\u00fcck zu schleichen.<br \/>\nKurz vor 14 Uhr erhielten wir eine Nachricht aus dem Taita-Schutzgebiet in Tsavo West, wo ein Elefantenkalb in einem Fl\u00fcssigkeitsbeh\u00e4lter feststeckte. Seine Herde hatte offenbar verzweifelt versucht, es zu befreien, aber musste es schlie\u00dflich schweren Herzens zur\u00fccklassen. Es wurde erfolgreich gerettet und das Team, das sich nach Tsavo aufgemacht hatte, kam in den fr\u00fchen Abendstunden mit ihm im Waisenhaus an. Das Baby sah noch recht kr\u00e4ftig aus und hatte keine \u00e4u\u00dferlichen Wunden; es trank gleich von der leckeren Milch, die es in seinem neuen Zuhause bekam. Der kleine Junge ist weniger als einen Monat alt &#8211; er wird noch viel vor sich haben!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/314201744331-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tamiyoi rennt hinter Kuishi her<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 23. Februar 2017<\/strong><br \/>\nDer frisch gerettete Mini-Bulle hatte eine ruhige erste Nacht bei seiner neuen Familie. Er nuckelte zufrieden an den Fingern seines Keepers und stand nahe bei ihm &#8211; er scheint sich bereits sehr mit ihm angefreundet zu haben. Drau\u00dfen im Busch wurde das neue Baby von den anderen Waisen herzlich willkommen gehei\u00dfen, vor allem von den M\u00e4dchen. Mini-Leitkuh Mbegu, sowie Dupotto, Godoma, Maramoja, Sana Sana, Malkia, Esampu, Malima, Tagwa und sogar die kleine Tamiyoi rissen sich alle darum, zu ihm zu gelangen und ihn zu ber\u00fcsseln und zu beschn\u00fcffeln. Der kleine Junge wollte an Mbegus Ohren nuckeln, aber auch die anderen versuchten, seine Aufmerksamkeit zu erregen, vor allem Godoma, die ihn von Mbegu weg zu schieben versuchte. Godoma legte sich sogar zusammen mit Malkia, Malima und Tamiyoi auf den Boden, damit der Neuling mit ihnen spielen kommen w\u00fcrde, doch er war schon nicht mehr von Mbegu loszurei\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/314201744847-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Malkia und Ndotto<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 24. Februar 2017<\/strong><br \/>\nBald nachdem die Waisen sich im Wald breit gemacht und die meisten schon begonnen hatten zu grasen, begannen ein paar von ihnen, wie Malkia, Sana Sana, Kuishi, Malima und Esampu, sich zum Spielen auf dem Boden herumzurollen und so den neuen Tag zu begr\u00fc\u00dfen. Malima, und dann auch Kuishi kletterten begeistert auf Sana Sana herum, die sie fr\u00f6hlich auf sich spielen lie\u00df. Die beiden kleinen M\u00e4dchen freuten sich, dass sie auf ihr herumalbern und -rutschen konnten, und das blieb auch Ndotto, Lasayen und Ngilai nicht lange verborgen. Die drei Jungs wollten auch mitmachen, denn sie sind immer dabei, wenn es darum geht, auf anderen &#8211; egal wie gro\u00df &#8211; herumzuklettern! Aber als die drei dazukamen, beendeten die M\u00e4dchen ihr Spiel, da sie wussten, dass sie von nun an keine Ruhe mehr haben w\u00fcrden &#8211; die kleinen Bullen werden immer schnell rabiat. Als die M\u00e4dchen sich verkr\u00fcmelt hatten, blieb den Jungs nichts anderes \u00fcbrig, als allein weiterzuspielen. Ndotto kletterte auf Lasayen, und Ngilai versuchte, ihn herunterzuschieben, damit er auch an die Reihe kam. Das Spiel endete aber abrupt, als sie von zwei Warzenschwein-M\u00e4nnchen erschreckt wurden, die begannen, im Geb\u00fcsch neben ihnen zu k\u00e4mpfen. Ndotto und Lasayen drehten sich um und verscheuchten die Warzenschweine, w\u00e4hrend Ngilai zur\u00fcck blieb und die B\u00fcsche niedertrampelte, aus Protest, dass ihr Spiel unterbrochen worden war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/314201751531-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sana Sana geht mit den Babys spielen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 25. Februar 2017<\/strong><br \/>\nAuf dem Weg zur Milchf\u00fctterung bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde f\u00fchrte heute Tamiyoi erste Gruppe an. Sie rannte so schnell sie konnte, damit niemand anderes sie \u00fcberholen konnte und sie ihre Milch als erste bekommen w\u00fcrde! Als Malima und Jotto versuchten, an ihr vorbei zu kommen, legte sie noch einmal an Tempo zu, damit sie es nicht schaffen w\u00fcrden! Die Zuschauer waren begeistert von dem spektakul\u00e4ren Auftritt der drei Kleinen. Tamiyoi wei\u00df inzwischen, was sie will, und obwohl sie so klein ist, ist sie \u00e4lter als die meisten anderen und f\u00fchrt die erste Gruppe zur F\u00fctterung am Schlammloch. Sie ist ein wunderbarer kleiner Elefant und sehr freundlich und mitf\u00fchlend gegen\u00fcber neuen Waisenbabys.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/314201751846-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen gehen mit ihren Keepern in den Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 26. Februar 2017<\/strong><br \/>\nEs ist jetzt im ganzen Land sehr trocken, sogar in Nairobi; daher gehen die Waisen weit in den Busch hinaus, um schon am fr\u00fchen Morgen so viel Futter wie m\u00f6glich zu finden. Vor allem die Gr\u00f6\u00dferen gehen gerne weit: Ukame, Kelelari, Karisa, Maramoja, Galla und Wanjala. Obwohl Luggard auch gerne mit seinen Altersgenossen mitgehen w\u00fcrde, kommt er wegen seines gebrochenen Beins nicht hinterher. Deshalb verbringt er in letzter Zeit den Tag normalerweise mit den kleinen Babys, die sich nicht mehr als einen Kilometer von den Stallungen entfernen. Aber immerhin kann er die Gesellschaft seiner Artgenossen genie\u00dfen! Er ist sehr gl\u00fccklich bei ihnen und grast zufrieden in der N\u00e4he der Keeper. Die arme kleine Enkesha, das Waisenm\u00e4dchen mit dem verletzten R\u00fcssel, macht sich gut und kann mit ihrer R\u00fcsselspitze schon wieder Dinge aufheben und in den Mund stecken. Auch den R\u00fccken einstauben kann sie sich mit ihrem R\u00fcssel ganz gut. Wir werden mit der Zeit sehen, ob der R\u00fcssel wieder komplett heilt oder doch ein St\u00fcck amputiert werden muss; da sie die &#8222;Finger&#8220; an der Spitze benutzen kann, wollen wir das nach M\u00f6glichkeit vermeiden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/314201752534-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Galla und die gr\u00f6\u00dferen Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 27. Februar 2017<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute Morgen im Wald waren, konnte man sie ausnahmsweise einmal alle zusammen grasen sehen. Sonst setzen sich immer ein paar von der Herde ab und machen sich in eine andere Richtung auf, meistens Ukame, Karisa, Kelelari, Maramoja, Galla und Wanjala. Heute aber blieben sie bei den anderen Waisen.<br \/>\nAls die zweite Gruppe Waisen zu ihrer Milch beim Schlammloch rannte, \u00e4rgerte der freche Rapa Karisa und versperrte ihm den Weg zu seiner Milchflasche. Seltsamerweise lie\u00df er Ndotto, Lasayen, Tagwa und Malkia vorbei, aber bei Karisa machte er die Ohren gro\u00df und stellte sich ihm in den Weg! Karisa bellte laut, sodass die Keeper kommen und mit Rapa schimpfen mussten. Er bekam Hausverbot rund um das Schlammloch herum, da er Karisa bis zu den Felsen zur\u00fcckgedr\u00e4ngt hatte. Die strengen Worte der Keeper zeigten Wirkung, und Rapa lie\u00df Karisa schlie\u00dflich vorbei, damit er zu seiner leckeren Milch kam. Er selbst kam dann langsam zum Schlammloch gelaufen &#8211; er kann ein ungezogener Junge sein, aber immerhin ist er nicht so gierig, was die Milchflaschen angeht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/314201753027-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Karisa albert herum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 28. Februar 2017<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen konnte man sehen, wie Malkia, Ngilai, Kuishi, Esampu und Sana Sana drau\u00dfen im Busch einigen Warzenschweinen und ihren Jungen nachjagten. Das Spiel war aber zuende, als Malkia und Kuishi eines der Jungen umzingelt hatten und dieses sein Heil in der Flucht suchte &#8211; direkt durch Kuishis Beine hindurch! Dabei quiekte es panisch, sodass Kuishi erschrocken aufschrie und bei den Keepern Schutz suchte. Ihr Geschrei steckte auch Malkia, Sana Sana, Esampu und Ngilai an, die ebenfalls trompetend zu den Keepern gerannt kamen. Als sie dort angekommen waren, standen sie mucksm\u00e4uschenstill da, bis Ngilai und Sana Sana begannen, herumzustampfen und das Geb\u00fcsch zu maltr\u00e4tieren, um die Warzenschweine aufzuscheuchen. Das war aber vergebliche Liebesm\u00fch, denn diese hatten sich bei all der Aufregung schon l\u00e4ngst in den Wald davongemacht. W\u00e4hrenddessen blieb Kuishi in der N\u00e4he der Keeper, wie sie es gerne tut, da sie immer gerne einen Finger hat, an dem sie nuckeln kann. Sie ist eigentlich schon etwas alt daf\u00fcr, aber sie tut es immer noch gern. Im Allgemeinen ist sie ein liebevoller und freundlicher Elefant, nur bei der Milchf\u00fctterung vergisst man das manchmal, da sie ihre Milchflasche sehr liebt und dann auch mal ruppig werden kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31420179354-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die s\u00fc\u00dfe Kuishi bekommt ihre Milch<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-februar-2017\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch, 1. Februar 2017 Es war ein k\u00fchler Morgen, als die Waisen ihre Gehege verlie\u00dfen und in den Wald hinaus gingen. Nachdem es in der Nacht stark geregnet hatte, war die Luft frisch und der Boden sch\u00f6n feucht. Alle Waisen konnten sich die M\u00e4gen mit frischem Gr\u00fcn f\u00fcllen. Dupotto passte auf Ambo auf, da Mbegu &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-februar-2017\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNairobi Nursery Februar 2017\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":8693,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41,40,1],"tags":[],"class_list":["post-8692","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nairobi_nursery","category-tagebuch-der-keeper","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8692","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8692"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8692\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8694,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8692\/revisions\/8694"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8693"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8692"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8692"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8692"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}