{"id":9024,"date":"2017-07-11T17:13:05","date_gmt":"2017-07-11T16:13:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=9024"},"modified":"2017-08-13T10:30:47","modified_gmt":"2017-08-13T09:30:47","slug":"die-rettung-von-mteto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-rettung-von-mteto\/","title":{"rendered":"Die Rettung von Mteto"},"content":{"rendered":"<p>Am 15. M\u00e4rz fuhr ein Fahrzeug des Tsavo Trust in eine Gegend des Tsavo East Nationalparks, die bekannt ist als Dreieck zwischen dem Fluss Athi und der Schnellstra\u00dfe von Nairobi nach Mombasa. Sie wollten die Sto\u00dfz\u00e4hne eines Elefantenkadavers bergen, der am Morgen von einer Flugpatrouille gesichtet worden war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><center><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/BpNnRU5_5og\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/center><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg trafen sie auf einen Babyelefanten, der ganz allein in der N\u00e4he des Fahrwegs umherwanderte. Es ist schwer zu sagen, ob der Kadaver vielleicht die Mutter der kleinen Kuh war, aber aufgrund der geographischen N\u00e4he ist es durchaus wahrscheinlich, obwohl der Kadaver schon ein paar Wochen alt aussah. Das Kalb war ziemlich abgemagert, was vermuten l\u00e4sst, dass es schon vor einiger Zeit verwaist war. Es wurde eingefangen und festgebunden und direkt auf den Landcruiser geladen, damit es zum Hauptquartier des Tsavo Trust in Kaluku gebracht werden konnte, das am Rand des Dreiecks liegt. Kaluku ist auch der Ort, von dem aus die Flugzeuge zu ihren Patrouillenfl\u00fcgen starten und an dem die Piloten leben. Es war schon weit nach Einbruch der Dunkelheit, als das Team in Kaluku ankam, und viele helfende H\u00e4nde waren notwendig, um das Kalb abzuladen, es auf die Beine zu bringen und ihr Wasser zu geben. Der einzige Platz, an dem sie die Nacht verbringen konnte, war das erst neulich gebaute Gehege von Hippo &#8222;Humpty&#8220;. Dieses einzigartige Flusspferdbaby war kurz vor Weihnachten gerettet worden und lebt seitdem in Kaluku. Sie hat dort ein eigenes Wasserloch, und zum Gl\u00fcck hatte sie an diesem Abend beschlossen, dort drin zu bleiben, sodass der Stall f\u00fcr den geretteten Elefantenwaisen genutzt werden konnte. Obwohl das kleine M\u00e4dchen sehr d\u00fcnn war, gab sie sich k\u00e4mpferisch &#8211; zweifellos hatte sie jede Menge Adrenalin &#8211; und viel mehr konnte an diesem Abend nicht f\u00fcr sie getan werden.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Humpty in ihrem Wasserloch\" src=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/552017544-pic2.jpg\" alt=\"Humpty in ihrem Wasserloch\" border=\"0\" \/><\/center>In der Zwischenzeit war auch das Waisenhaus des David Sheldrick Wildlife Trust in Nairobi verst\u00e4ndigt worden, und ein Team war von Angela Sheldrick zusammengestellt worden, das gleich fr\u00fch am Morgen mit dem Rettungsflugzeug nach Tsavo aufbrechen sollte. Nachdem best\u00e4tigt worden war, dass das Kalb am Morgen noch wohlauf war, machten sich die Keeper auf den Weg und kamen gegen 10 Uhr in Kaluku an. Sie wurden von der neugierigen Humpty begr\u00fc\u00dft, die mitbekommen hatte, dass irgendetwas besonderes passierte. Die T\u00fcr des Stalls wurde ge\u00f6ffnet, und das Team konnte dem Kalb etwas zu trinken geben, bevor sie es auf den Flug nach Nairobi vorbereiteten. W\u00e4hrenddessen watschelte Humpty um die Szenerie herum und zeigte gro\u00dfes Interesse an dem, was sich da abspielte. Die Keeper besch\u00e4ftigten sich mit dem Elefantenkalb, w\u00e4hrend das winzige Paket von Flusspferd um sie herum schlich und die anderen Waisentiere beim Tsavo Trust in Kaluku &#8211; darunter ein Ducker und ein Kudu &#8211; aus sicherer Entfernung zusahen. Der Waisenelefant war gesch\u00e4tzte zehn Monate alt und damit noch milchabh\u00e4ngig und w\u00e4re mit Sicherheit in der Wildnis verhungert. Man kann sich kaum vorstellen, welch schreckliche Tage und N\u00e4chte sie da drau\u00dfen verbracht haben muss, bevor sie gerettet wurde &#8211; v\u00f6llig allein, in gro\u00dfer Gefahr und in st\u00e4ndiger Angst um ihr Leben. Sie hatte gro\u00dfes Gl\u00fcck, dass sie rechtzeitig gefunden wurde. Und auch die Rettung musste ihr zun\u00e4chst bedrohlich vorgekommen sein; aber Elefanten sind \u00e4u\u00dferst intelligente Tiere, und sie verstand bald, dass ihr geholfen wurde.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Auf dem R\u00fcckflug nach Nairobi\" src=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/552017544-pic3.jpg\" alt=\"Auf dem R\u00fcckflug nach Nairobi\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Das Kalb w\u00e4hrend des Flugs\" src=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/552017544-pic4.jpg\" alt=\"Das Kalb w\u00e4hrend des Flugs\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Das Kalb wird in ein Gehege gebracht\" src=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/552017544-pic5.jpg\" alt=\"Das Kalb wird in ein Gehege gebracht\" border=\"0\" \/><\/center>Die kleine Elefantendame wurde am Flugfeld des Trust in die Cessna Caravan geladen, und kurz darauf war sie auch schon auf dem Weg nach Nairobi, wo sie die Pflege erhalten w\u00fcrde, die sie zum \u00dcberleben braucht. Als sie gegen Mittag im Waisenhaus ankam, war sie immer noch aggressiv und ging auf das Gehegetor los. Bald beruhigte sie sich aber, fra\u00df begierig von dem Gr\u00fcn, das f\u00fcr sie bereitgelegt worden war, und soff frisches Wasser. Tsavo war im M\u00e4rz nach der langen Trockenzeit vollkommen ausgetrocknet, und f\u00fcr sie war es vermutlich ein Genuss, so viel Futter auf einmal zur Verf\u00fcgung zu haben. Im Alter von nicht einmal einem Jahr reicht aber Gr\u00fcn zum \u00dcberleben noch nicht aus, und so stellten die Keeper sicher, dass sie auch bald bereitwillig Milch zu sich nahm. Die anderen Waisen wurden am Nachmittag zu den Stallungen gebracht, denn das ist immer die beste Medizin f\u00fcr verunsicherte Neuank\u00f6mmlinge: Ihre Artgenossen schaffen es, ihre Stimmung aufzuheitern und ihnen zu versichern, dass alles daf\u00fcr getan wird, dass es ihnen gut geht.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Kurz nach der Ankunft\" src=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/55201755518-pic1.jpg\" alt=\"Kurz nach der Ankunft\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Das Kalb ist noch sehr scheu gegen\u00fcber Menschen\" src=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/552017544-pic6.jpg\" alt=\"Das Kalb ist noch sehr scheu gegen\u00fcber Menschen\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Futter im Gehege\" src=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/55201754838-pic1.jpg\" alt=\"Futter im Gehege\" border=\"0\" \/><\/center>Als es Abend wurde, war das kleine M\u00e4dchen schon deutlich ruhiger; Karisa war zu der Zeit im Gehege nebenan untergebracht. Sie begann, Milch aus der Flasche zu trinken und den Keeper, der sie f\u00fctterte, in ihrem Gehege zu akzeptieren. Im Laufe der n\u00e4chsten Tage kam sie sogar auf die Keeper zu und wollte an ihren Fingern nuckeln. Bald war sie auch eingew\u00f6hnt genug, um mit den anderen Elefantenwaisen in den Nairobi-Nationalpark hinaus zu gehen, um dort zu grasen und wie ein freier Elefant umher zu schweifen, ohne von einem Gehege eingeengt zu sein. Wir haben sie Mteto genannt, nach dem Ort Mtito Andei, der in der N\u00e4he der Stelle liegt, an der sie gefunden wurde.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Tagwa, Mteto und Sana Sana\" src=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/552017552-pic5.jpg\" alt=\"Tagwa, Mteto und Sana Sana\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Dupotto begr\u00fc\u00dft Mteto\" src=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/55201754453-pic1.jpg\" alt=\"Dupotto begr\u00fc\u00dft Mteto\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Malkia und Mteto\" src=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/552017548-pic3.jpg\" alt=\"Malkia und Mteto\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Mteto staubbadet\" src=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/552017548-pic5.jpg\" alt=\"Mteto staubbadet\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Mteto mit den anderen Waisen beim Schlammbad\" src=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/55201755223-pic1.jpg\" alt=\"Mteto mit den anderen Waisen beim Schlammbad\" border=\"0\" \/><\/center>Der Tag, an dem sie die anderen das erste Mal in den Wald hinaus begleitete, war ein gl\u00fccklicher Tag f\u00fcr dieses freundliche kleine Kalb. Sie war die Ruhe selbst, genoss die Gesellschaft der anderen Elefanten und schien auf Anhieb den Tagesablauf verstanden zu haben. Sie f\u00fcgte sich nahtlos in die Herde ein und ging auch gleich mit zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde zwischen 11 und 12 Uhr &#8211; der Rest der Waisen \u00fcbte offenbar einen sehr ermutigenden Einfluss auf sie aus! Seitdem hat sich Mteto pr\u00e4chtig entwickelt, hat wieder ordentlich zugelegt und f\u00fchlt sich jetzt pudelwohl bei ihren neuen Freunden, die sie in der Waisenherde gefunden hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong><a href=\"https:\/\/www.reaev.de\/cms\/de\/rettet-die-elefanten-afrikas-ev-waisen-patenschaft-antrag.asp?elefanten_id=353&amp;elliname=Mteto\">\u00dcbernehmen Sie jetzt eine Patenschaft f\u00fcr Mteto<\/a>&#8211;\u00a0<\/strong><\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.reaev.de\/cms\/de\/rettet-die-elefanten-afrikas-ev-waisen-patenschaft-antrag.asp?elefanten_id=353&amp;elliname=Mteto\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9631\" src=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2017\/05\/Mteto_kl.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2017\/05\/Mteto_kl.jpg 998w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2017\/05\/Mteto_kl-300x200.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2017\/05\/Mteto_kl-768x512.jpg 768w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2017\/05\/Mteto_kl-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Mteto drau\u00dfen bei den anderen Waisen\" src=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/552017552-pic2.jpg\" alt=\"Mteto drau\u00dfen bei den anderen Waisen\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Mteto bekommt Milch\" src=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/552017548-pic6.jpg\" alt=\"Mteto bekommt Milch\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Mteto schn\u00fcffelt im Geb\u00fcsch\" src=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/552017548-pic4.jpg\" alt=\"Mteto schn\u00fcffelt im Geb\u00fcsch\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Ndiwa mit Mteto\" src=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/Orphan_Files\/552017552-pic4.jpg\" alt=\"Ndiwa mit Mteto\" border=\"0\" \/><\/center><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/orphan_profile.asp?N=370\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-rettung-von-mteto\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 15. 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