{"id":913,"date":"2009-07-01T11:00:25","date_gmt":"2009-07-01T10:00:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=913"},"modified":"2009-07-01T11:01:41","modified_gmt":"2009-07-01T10:01:41","slug":"kilagunis-rettung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/kilagunis-rettung\/","title":{"rendered":"Kilaguni&acute;s Rettung"},"content":{"rendered":"<p>Am 22. Mai 2009 nahmen wir einen weiteren kleinen Elefantenwaisen in unserer Nairobi-Nursery auf. Dieses Mal handelte es sich um ein etwa f\u00fcnf bis sechs Monate altes Baby, das allein und verwundet aufgefunden wurde und wie durch ein Wunder die Attacke eines Raubtieres, vermutlich einer einzelnen Hy\u00e4ne, \u00fcberlebt hat. Den Angriff eines ganzen Rudels h\u00e4tte er wohl kaum \u00fcberlebt. Er wurde von der Landebahn der Kilaguni Lodge aus dem Tsavo-West Nationalpark nach Nairobi gebracht und sogleich \u201e<b>Kilaguni<\/b>\u201c genannt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/thecalfwastransportedinthebackofthekwsvehicle.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"The calf was transported in the back of the KWS vehicle\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; display: inline; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" height=\"244\" alt=\"The calf was transported in the back of the KWS vehicle\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/thecalfwastransportedinthebackofthekwsvehicle-thumb.jpg\" width=\"164\" border=\"0\" \/><\/a> <\/p>\n<p> <!--more-->  <\/p>\n<p>Es war gerade dunkel geworden, als er am 22. eintraf, und im Schein einer Taschenlampe begutachteten wir seine Wunden. Sein ganzer Schwanz war abgebissen und nur ein geschwollener Stumpf \u00fcbriggeblieben. An der Schwanzwurzel sah man ganz deutlich Zahnabdr\u00fccke. Ganze St\u00fccke waren aus beiden Ohren gebissen und auch an seinen Hinterbeinen hatte er viele Bisswunden, die mitunter sehr tief waren. Dennoch war er in einer relativ guten Verfassung und offenbar erst wenige Tage von seiner Mutter getrennt. Eventuell war er neben dem leblosen K\u00f6rper seiner Mutter als die Hy\u00e4ne auftauchte, und h\u00e4tte die Hy\u00e4ne daran nicht so viel zu fressen gehabt, w\u00e4re er vermutlich nicht so glimpflich davon gekommen. Es konnte bisher nicht v\u00f6llig gekl\u00e4rt werden, wodurch sie gestorben ist, doch in Anbetracht der derzeitigen Lage sei uns die Vermutung gestattet, dass sie Elfenbeinwilderern zum Opfer fiel. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/checkingonkilaguniduringtheflight.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Checking on Kilaguni during the flight\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; display: inline; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" height=\"244\" alt=\"Checking on Kilaguni during the flight\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/checkingonkilaguniduringtheflight-thumb.jpg\" width=\"164\" border=\"0\" \/><\/a> <\/p>\n<p>Traurigerweise w\u00e4re dies kein Einzelfall, denn seit der Freigabe der s\u00fcdafrikanischen Elfenbeinvorr\u00e4te und gesch\u00fcrt durch die Ankunft chinesischer Stra\u00dfenbauarbeiter, ist die Nachfrage nach Elfenbein in Kenia deutlich gestiegen. Durch den Einbruch in der Tourismusbranche stehen obendrein weniger Gelder f\u00fcr die Strafverfolgung in Schutzgebieten zur Verf\u00fcgung. Hinzu kommen die andauernde D\u00fcrre und ausbleibende Regenf\u00e4lle. Vieherden, die illegal in die Reservate getrieben werden, konkurrieren mit den Wildtieren um das ohnehin schon knappe Futterangebot und schleppen zus\u00e4tzlich Krankheiten ein. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/kilagunisurroundedbysomeofthosewhorescuedherandtherescueteamofkeepers.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Kilaguni surrounded by some of those who rescued her and the rescue team of Keepers\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; display: inline; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" height=\"164\" alt=\"Kilaguni surrounded by some of those who rescued her and the rescue team of Keepers\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/kilagunisurroundedbysomeofthosewhorescuedherandtherescueteamofkeepers-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\" \/><\/a> <\/p>\n<p>Der kleine \u201c<b>Kilaguni<\/b>\u201c war ein bemerkenswertes Baby von sechs Monaten und sofort freundlich und aufgeschlossen gegen\u00fcber den Keepern, und dass, obwohl sie zuerst seine vielen schmerzenden Wunden s\u00e4ubern und behandeln mussten und ihm schon am ersten Tag die obligatorische Prophylaxe-Spritze geben mussten. Er saugte ununterbrochen an ihren Fingern und brauchte unbedingt Milch und Wasser, allerdings zeigte er nicht das kleinste Anzeichen f\u00fcr Aggression oder Angst. F\u00fcr einen Elefanten seines Alters w\u00e4re das allerdings typisch und normalerweise Grund zur Sorge. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/feedingkilaguni.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Feeding Kilaguni\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; display: inline; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" height=\"164\" alt=\"Feeding Kilaguni\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/feedingkilaguni-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\" \/><\/a> <\/p>\n<p>Sein Magen war in einem erb\u00e4rmlichen Zustand, so dass er zuerst einmal mit einem Antibiotika behandelt und auf Schonkost gesetzt wurde. Bereits am zweiten Tag durfte er mit den anderen Waisen aus der Nursery in den Busch und freundete sich gleich mit <b>Tassia<\/b>, seinem Stallnachbar, an. Wir k\u00f6nnen nur vermuten, dass er nach einer schrecklichen Odyssee ohne den Schutz seiner Mutter und seiner Herde inmitten der anderen Waisen die F\u00fcrsorge und Aufmerksamkeit genie\u00dft und sich vor allem zu Hause f\u00fchlt. Die Gesellschaft der anderen Elefantenwaisen ist immer das Wichtigste f\u00fcr jeden Neuank\u00f6mmling in der Nursery.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/kilaguniintegratefwiththeotherorphansatthenursery.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Kilaguni integratef with the other orphans at the Nursery\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; display: inline; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" height=\"164\" alt=\"Kilaguni integratef with the other orphans at the Nursery\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/kilaguniintegratefwiththeotherorphansatthenursery-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/kilagunis-rettung\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 22. Mai 2009 nahmen wir einen weiteren kleinen Elefantenwaisen in unserer Nairobi-Nursery auf. Dieses Mal handelte es sich um ein etwa f\u00fcnf bis sechs Monate altes Baby, das allein und verwundet aufgefunden wurde und wie durch ein Wunder die Attacke eines Raubtieres, vermutlich einer einzelnen Hy\u00e4ne, \u00fcberlebt hat. Den Angriff eines ganzen Rudels h\u00e4tte &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/kilagunis-rettung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eKilaguni&acute;s Rettung\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-913","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-elinews"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/913","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=913"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/913\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":914,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/913\/revisions\/914"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=913"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=913"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=913"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}