Newsletter aus Kenia / die Eli-Waisen im August

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: August 2008

Es war ein geschäftiger Monat für die Nursery-Gruppe, denn es gab zwei Neuankömmlinge, die beide Opfer von Wilderei wurden. Am 10. erreichte uns ein 9-monatiger kleiner Bulle aus dem Schutzgebiet Taita Hills, dessen Mutter durch einen vergifteten Pfeil getötet wurde. Er wurde „Taveta“ genannt und war stark unterernährt als er bei uns eintraf, seine Wangen waren tief eingesunken, so dass angenommen werden konnte, dass er schon einige Zeit ohne seine Mutter verbracht hatte. Allerdings gewöhnte er sich sehr schnell ein, zeigte keinerlei Anzeichen von Aggression und war entspannt genug um schon den nächsten Tag mit den anderen Elefanten zu verbringen. Alle Nursery-Elefanten sammelten sich um ihn und begrüßten ihn auf das Herzlichste. Als kleiner Elefant, der bis eben noch auf sich allein gestellt war, neigt er jedoch dazu einfach allein ins Blaue zu wandern, so dass Lesanju und Lempaute ständig ein Auge auf ihn hielten und ihn jedes Mal zur Gruppe zurückholten. Sofort verstand er das Prinzip der Fütterungszeiten, setzt sich dann von der Gruppe ab und wartet noch vor der Zeit auf seine Milchflasche. Die Keeper konnten es kaum glauben! Seit seiner Ankunft gedeiht er prächtig und legt schnell an Gewicht zu.

Taveta

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Aktuelles aus Malawi / Thuma & Dedza Salima F.R.

Unser neues Projekt zum Schutz des Dedza-Salima Forest Reserve feiert nun bald einjähriges Bestehen, und ich wollte sehen, wie es dort vor Ort vorangeht.

Albert Schenk ( der verantwortliche Field-Manager vor Ort ) holte mich am Flughafen in Lilongwe ab, und wir machten uns auf in Richtung Thuma Forest. Dort wurden wir vom Camp-Guard (einer der Scouts hat immer Camp Dienst – d.h. er ist verantwortlich für die Sicherheit des Camps / fürs Essen / die Wäsche) begrüßt, und ich habe mein zu Hause für diese Woche bezogen. Eine Hütte aus Bambus – ein Feldbett und ein Moskitonetz sollten meine Umgebung für die nächsten Tage sein.

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Newsletter aus Kenia / die Eli-Waisen im Juli

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juli 2008

Der 3. Juli wurde zu einem denkwürdigen Tag in der Nursery. „Wasessa“, der 2-jährige Neuling, die so schwer zu beruhigen war und sich vor Menschen ungeheuer fürchtete, war das erste Mal mit den anderen Waisen unterwegs, nachdem sie fast 2 Wochen im „Zähmungsstall“ verbracht hatte. Wir waren alle sehr gespannt, da wir nicht wussten ob sie die Flucht ergreifen, die Flaschenmilch aus der Hand eines Keepers im Busch annehmen und sich beim nachmittäglichen Suhlen in Gegenwart der Besucher benehmen würde. Während sich die anderen im Schlamm wälzten, kam sie zurück in ihren Stall, kehrte aber noch während der Besucherzeit zurück und blieb inmitten der Gruppe. Sie trug ihre Ohren zwar den ganzen Tag aufgerichtet wie Platzteller, allerdings benahm sie sich tadellos, auch wenn sie die Anwesenheit von so vielen Menschen anfangs verstörte und verunsicherte. Da die anderen so gut gelaunt blieben, verstand sie wohl, dass ihr niemand etwas Böses wollte, und mit jedem Tag wurde sie ein bisschen ruhiger und gefügiger.

Kenia

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Newsletter aus Kenia / die Eli-Waisen im Juni

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juni 2008

Komischerweise passiert es immer sonntags, wenn es am schwierigsten ist alle Kräfte für eine Rettungsaktion inklusive Transport per Luftweg zu mobilisieren! Am Sonntag, den 8. Juni hatten wir jedoch gleich zwei solcher Aktionen in Laikipia.

Laikipia liegt in Kenias Norden, umfasst ein Gebiet von etwa 8.700 km-² mit kleinen Feldern, großen Farmen und Ländereien in privater und staatlicher Hand. Das Klima ist überwiegend trocken und die Heimat von Kenias zweitgrößter Elefantenpopulation. Man schätzt etwa 5.000 Tiere, die sich in verschieden Gruppen auf die übrig gebliebenen Wälder und kleineren elefantenfreundlichen Schutzgebiete verteilen, wo sie sicher sind. Sobald sie jedoch einen Fuß über die Grenzen dieser Rückzugsorte setzen um sich mit Artgenossen zu treffen, die sich in der Ferne aufhalten, stoßen sie auf ihrem Weg unweigerlich auf von Menschen angebautes Grünfutter und riskieren Ärger mit der sich ausbreitenden Bevölkerung. Die einstigen Jäger und Sammler haben sich in der Vergangenheit hier niedergelassen und kultivieren nun die Böden auf den früheren Wanderwegen der Elefanten. Die nomadische Lebensweise der Elefanten verlangt viel Raum, und genau dieser wird ihnen nun vorenthalten. Laikipia ist eines der Gebiete, wo die Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren am meisten zu spüren sind, denn Bauern und Elefanten versuchen hier beide zu überleben. Es ist außerdem ein Gebiet, wo die Gefahr der Wilderei aufgrund der Nähe zum chaotischen Somalia und der langen Dürreperioden am größten ist. Die Überlebenschancen für Elefanten stehen hier sichtbar schlecht.

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