Nairobi Nursery Juni 2016

Mittwoch, 1. Juni 2016
Draußen im Busch stritten sich Sokotei und Sirimon heute Morgen um ein paar leckere Wurzeln, die sie beide gern wollten. Sirimon hatte einigen Aufwand betrieben, um sie auszugraben, als Sokotei ankam und ihn wegschubsen wollte, damit er die Früchte all der Anstrengungen genießen konnte. Sirimon ließ sich aber nicht so leicht aus dem Weg schieben und verteidigte seine Leckereien. Er schubste Sokotei zurück und drehte sich um, um sein Futter aufzuheben, ehe Sokotei es erwischen konnte. Sokotei wurde wütend und stieß Sirimon heftig an, sodass dieser zu Boden fiel. Sirimon stand schnell wieder auf und attackierte Sokotei ebenso hart. Bald hatten sie einen richtigen Kampf, bei dem jeder zeigen wollte, das er stärker ist als der andere. Der Kampf dauerte 15 Minuten, bis Sokotei, der die längeren Stoßzähne hat, Sirimon übermannen konnte und demonstrierte, dass er tatsächlich kräftiger und damit der dominante Bulle der Gruppe ist. Weder Sirimon noch Boromoko sind im Moment kräftig genug, um eine echte Herausforderung für ihn zu sein.

Sirimon hatte heute einen längeren Kampf mit Sokotei

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Embus Abenteuer

Waisenelefant Embu wurde am 2. August 2014 an den Hängen des Mount Kenya gerettet. Sie war damals sehr abgemagert und wurde danach knapp zwei Jahre lang im Waisenhaus in Nairobi gepflegt und wieder aufgepäppelt. Zusammen mit ihren besten Freundinnen zog sie vor kurzem in die Auswilderungsstation in Voi um, eine von drei solchen Stationen, die der DSWT betreibt. Dort geht es ihr nun gut und sie wächst, zusammen mit ihren Waisenhaus-Freundinnen Arruba und Suswa, weiter auf und mischt sich regelmäßig unter die jetzt wild lebenden Ex-Waisen und die wilden Herden. In ihrem Alter von erst 3 Jahren braucht sie aber natürlich noch immer Milch, die Unterstützung der Keeper und nachts den Schutz der Gehege.

Die Keeper finden Embu wiederEmbu

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Die Rettung von Tagwa

Am 6. Mai 2016 wurde Angela Sheldrick von Simon Gitau, Chef-Wildhüter am Mount Kenya, angerufen, nachdem in den dortigen Gemeindegebieten ein verwaistes Elefantenbaby gesichtet worden war. Es war offenbar von den Elefantenherden des Mount Kenya Nationalparks zurückgelassen worden. Die lokale Bevölkerung war den Elefanten glücklicherweise freundlich gesinnt, und die Bewohner wollten dem Baby helfen. Daher informierten sie das KWS-Personal vor Ort.

 


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Ithumba Mai 2016

Sonntag, 1. Mai 2016
Es war eine große Erleichtung, als über Nacht endlich 22mm Regen fiel. Obwohl es hätte mehr sein können, hat das wenigstens den Staub aus der Luft gewaschen und für ein wenig Abkühlung gesorgt. Wir können nun nur abwarten, ob es noch mehr Regen geben wird, oder ob das schon alles war. Wenn es nicht noch einmal regnet, steht uns eine sehr lange Trockenzeit bevor.
Die Waisen kamen gutgelaunt aus den Gehegen. Lemoyian tauschte morgendliche Begrüßungen mit Laragai aus, während Barsilinga direkt zu einem Felsen lief, um sich den Bauch daran zu kratzen. Auf dem Weg zu den Weidegründen trafen die Waisen auf Tomboi, der offenbar im Moment am liebsten allein herumstreift. Er hob seinen Rüssel, um die Waisen zu grüßen, und ging an ihnen vorbei ohne anzuhalten. Vuria, Teleki, Orwa und Garzi kollerten ihm zu. Die Waisen grasten den ganzen Tag über bei erträglichen Temperaturen nach dem nächtlichen Regen. Sie blieben in dem felsigen Gelände nördlich der Stallungen, und es war ein ruhiger Vormittag ohne besondere Vorkommnisse.
Zur Schlammbadzeit tranken sie ihre Milch und soffen Wasser, ehe sie zu den Weidegründen zurückkehrten. Obwohl es nicht sehr heiß war, pausierten die Waisen ein wenig und entspannten sich unter einem Baum. Später tat sich Vuria mit seinem Freund Garzi zusammen, während Bongo ein ganzes Stück abseits vom Rest der Gruppe graste. Am Abend schlossen sich Mutara, Kanjoro, Sities, Kainuk, Turkwel und Suguta den Waisen an.

Bongo grast

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Der traurige Tod von Balguda

Schweren Herzens müssen wir den traurigen Verlust von Balguda mitteilen. Balguda kam 2012 im Alter von sechs bis sieben Monaten im Waisenhaus an. Er war von Touristen gefunden worden, die ihn laut schreien hörten und sahen, wie er allein und unbeholfen unterhalb des Aruba-Sees im Tsavo-East Nationalpark herumirrte. Die Keeper der Auswilderungsstation in Voi wurden informiert und konnten ihn am 20. April 2012 kurz vor Einbruch der Dunkelheit retten. Er verbrachte die Nacht in den Voi-Stallungen und wurde am nächsten Morgen zum Waisenhaus in Nairobi geflogen.

Balgudas erste Milch seit langemBalgudas Rettung
Der kleine Balguda im WaisenhausBalguda bei seiner Ankunft im Waisenhaus
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