Donnerstag, 1. Februar 2018
Gegen 7 Uhr morgens, als die Keeper mit den Waisen draußen im Busch waren, konnte man aus der Richtung des Kalovoto lautes Geschrei von Elefanten hören. Die Keeper dachten sich nichts dabei, da häufig Bullen hinter den Kühen her sind. Gegen 10:30 geschah dann etwas unerwartetes: Makena, Rapsu, Enkikwe und Tumaren kamen von Ferne heran, und Makena schien sich sehr ausführlich um Enkikwe zu kümmern. Die Keeper gingen hin, um zu sehen, was los war und bekamen einen ordentlichen Schreck: Enkikwe blutete am rechten Hinterbein, am Hals und am Rücken, und auf dem Rücken hingen noch Reste von Löwenfell. Er war von Löwen angegriffen worden, und offenbar hatte Makena, mit Unterstützung durch Rapsu und Tumaren, ihn gerettet. Die drei Ex-Waisen eskortierten ihn zurück zu den Stallungen, denn sie wussten, dass Enkikwe dort Hilfe bekommen würde. Laragai und ihre Gruppe kamen kurz darauf und begleiteten Enkikwe und die Keeper zum Gehege. Dort wartete er auf den Tierarzt, der dann seine Verletzungen behandelte. Am Nachmittag brach Makena mit Tumaren, Rapsu und Laragais Gruppe wieder auf, doch Makena sorgte sich offenbar um die abhängigen Waisen und suchte östlich des Ithumba-Bergs nach ihnen. Sie blieb bis zum Abend bei ihnen und kam mit ihnen und den Keepern zurück zu den Stallungen. Sie konnte nicht ins Gehege hinein, in dem Enkikwe sich erholte, aber sie hob den Rüssel und kollerte ihm zu, um sich zu erkundigen, wie es ihm ging. Enkikwe kollerte dankbar zurück, und Makena machte sich wieder auf den Weg, mit der Gewissheit, dass er nun in guten Händen war.
Waisenblogs-Bilder Ithumba, 31.01.2018
Mittwoch, 31. Januar 2018
Mulika und ihre Tochter Mwende
Chaimu, Baby Kama und Kinna
Tusuja krabbelt auf seinen Freunden herum
Galla rangelt mit Tusuja
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 31.01.2018
Mittwoch, 31. Januar 2018
Rapa, der die letzten Tage mit Magenproblemen zu kämpfen gehabt hatte, erholt sich langsam wieder und trank heute seine ganze Milch. Maramoja kam als erste aus dem Gehege, gefolgt von Pare; Rapa wartete bis ganz zum Schluss, weil er nicht mit seinen gesunden Altersgenossen rangeln wollte und keine Lust hatte, von Maramoja, die ihn ab und zu ärgert, herumgeschubst zu werden. Yatta und ihre Herde warteten draußen, und es gab Luzernenheu. Die verspielte Kama wollte mit Kauro spielen, aber diesem war nicht danach, den kleinen Frechdachs zu unterhalten, und verpasste ihr einen Wischer mit dem Rüssel. Kama war entrüstet, dass jemand ein so süßes Baby wie sie einfach so wegfegen konnte anstatt mit ihr zu knuddeln! Aber junge Bullen sind eben manchmal etwas ruppiger, und Kama muss lernen, dass sie sich vor ihnen in Acht nehmen muss. Laragai und ihre Kollegen verabschiedeten sich zusammen mit Yattas Gruppe, und Ukame brachte die Waisen zum Grasen und mittags zum Schlammbad. Ukame ist sehr umtriebig und scheint die nächste kleine Leitkuh werden zu wollen, jetzt wo Laragai und Siangiki nur noch selten da sind. Auch Galla und Tusuja schwingen sich – in Abwesenheit von Boromoko und Lemoyian – zu dominierenden Jungs auf. Tusuja kletterte im Wasser auf Maramoja herum, und am Nachmittag veranstalteten Galla und Tusuja ein Kräftemessen. Es wurde allerdings nicht entschieden, wer stärker war, denn der Ringkampf ging unentschieden aus.
Waisenblogs-Bilder Ithumba, 29.01.2018
Montag, 29. Januar 2018
Mutaras Gruppe kommt angelaufen
Patient Rapa im Wasserloch
Die Waisen waten durchs Wasser
Die Ex-Waisen an den Stallungen
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 29.01.2018
Montag, 29. Januar 2018
Orwa, Narok, Vuria und Bomani, die letzten März ausgewildert sind, brachten heute Laragai und ihre Gruppe zu den Stallungen. Kurz darauf tauchte auch Mutaras Herde auf. Mutaras Gruppe ist die einzige, die noch die gleichen Mitglieder aufweist wie zu Beginn. Olares Gruppe scheint sich langsam aufzulösen; ihre Kollegen fehlen immer einmal wieder oder tauchen zusammen mit anderen Ex-Waisen auf. Zu Mutaras Gruppe gehören noch die Kühe Suguta, Sities, Turkwel und Kainuk, sowie Kanjoro als einziger Bulle; vielleicht halten sie deshalb mehr zusammen. Kanjoro wird sich wohl bald anderen Bullen anschließen, wie es für heranwachsende männliche Elefanten üblich ist.

