Montag, 29. Juli 2019
Das Wetter war heute kalt und windig, und bei der Mittagsfütterung tranken die Waisen nur ihre Milch und gingen nicht baden. Lima Lima uns Shukuru soffen nur etwas Wasser aus der Tränke und gingen dann wieder zurück in den Wald. Dann schien aber Shukuru Faraja überreden zu wollen, doch noch einmal mit zum Wasserloch zu kommen. Faraja fand das Wasser aber zu kalt und ging lieber schnell zum Erdhaufen, um sich einzustauben. Shukuru ging am Nachmittag ihren eigenen Weg zu den Chyulu-Bergen, und auch Faraja und Ngasha verabschiedeten sich von den anderen. Sie haben sich jetzt gut an die Wildnis gewöhnt und waren auch schon ein paar Nächte draußen im Wald, sodass die Keeper ihnen die Freiheit lassen, dorthin zu gehen, wo sie auch immer hin wollen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 27.07.2019
Samstag, 27. Juli 2019
Faraja kam am Vormittag abhanden, und als es zur Mittagsfütterung ging, konnte er keinen seiner Freunde – nicht einmal seinen besten Kumpel Ziwa – finden, da sie alle schon aufgebrochen waren. Erst nachdem alle anderen ihre Flaschen ausgetrunken hatten, bemerkten die Keeper, dass er fehlte, und hoben seine Flasche für ihn auf. Nach einer Weile kam er laut trompetend angerannt, bekam seine Milch noch und schloss sich dann den anderen beim Saufen und beim Staubbad an.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 25.07.2019
Donnerstag, 25. Juli 2019
Murera, Sonje und Alamaya suchten heute die Stelle, an der sie am Vorabend ein paar wilde Elefantenkühe mit ihren Babys getroffen hatten. Sie spielen gern mit den kleinen Kälbern, aber diese sind sehr scheu und trauen sich selten unter den Bäuchen ihrer Mütter hervor, besonders wenn sie die Keeper riechen können. Nachdem die Waisen heute eine Weile gesucht hatten, fanden sie ihre Artgenossen, und Lima Lima machte die beiden Herden miteinander bekannt. Ziwa, Faraja und Jasiri benahmen sich heute sehr gut, und es gab gar keine Rangeleien. Sie blieben bei den wilden Elefanten, bis es Zeit für die Mittagsfütterung wurde und Lima Lima den Weg zu den Flaschen und dem Schlammbad vorgab.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 23.07.2019
Dienstag, 23. Juli 2019
Faraja und Ziwa ließen sich am Morgen wieder an den Stallungen blicken, nachdem sie eine Weile in der Wildnis gewesen waren. Lima Lima marschierte in Richtung der Chyulu-Berge los, und obwohl die Keeper nicht gerade begeistert waren, blieb ihnen nichts anderes übrig, als zu folgen, denn die Waisen gingen ihr hinterher. Sonje kollerte allerdings immer wieder, damit Lima Lima auf Murera und Mwashoti warten würde, aber sie ließ den dreien, die schlechter laufen können, heute keine Ruhe. Nachdem die Waisen mittags ihre Flaschen getrunken hatten, schlich sich Lima Lima dann davon, während die anderen sich nach dem anstrengenden Marsch am Morgen unter den großen Bäumen in der Nähe der Keeper ausruhten. Niemand bemerkte, was Lima Lima vorhatte: Plötzlich erschien sie wieder, und zwar an der Spitze einer großen wilden Herde, mit der sie geradewegs auf die Keeper und ihre Waisenfreunde zu kam! Faraja und Jasiri gingen ihr entgegen und versuchten, die wilden Elefanten davon abzuhalten, zu Murera und Sonje zu kommen, aber Jasiri wurde von den wilden Bullen herumgeschubst – er war doch deutlich kleiner als sie! Die Keeper zogen sich etwas zurück und gingen den Berg hinauf, wo sie den Waisen und ihren Artgenossen zuschauen konnten. Danach beruhigten sich die wilden Elefanten ein wenig und alles ging wieder friedlich zu.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 21.07.2019
Sonntag, 21. Juli 2019
Shukuru und Faraja vertrugen sich heute ausgezeichnet, sodass die Keeper sich fast schon wunderten. Normalerweise grast Shukuru lieber für sich allein! Faraja läuft allerdings viel weiter als Shukuru, sodass diese bald wieder zurückkam und eine Weile im Schatten der Bäume ausruhte, wo die Keeper sich ihrem Mittagessen widmeten. Am Abend verabschiedeten sich dann Faraja und Ziwa wieder und verbrachten die Nacht draußen im Wald.

