Samstag, 27. Juli 2019
Faraja kam am Vormittag abhanden, und als es zur Mittagsfütterung ging, konnte er keinen seiner Freunde – nicht einmal seinen besten Kumpel Ziwa – finden, da sie alle schon aufgebrochen waren. Erst nachdem alle anderen ihre Flaschen ausgetrunken hatten, bemerkten die Keeper, dass er fehlte, und hoben seine Flasche für ihn auf. Nach einer Weile kam er laut trompetend angerannt, bekam seine Milch noch und schloss sich dann den anderen beim Saufen und beim Staubbad an.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 26.07.2019
Freitag, 26. Juli 2019
Mwashoti und Shukuru waren heute die ersten, die nach den morgendlichen Milchflaschen herauskamen. Draußen hatten die Keeper heute keine Pellets für die Waisen verteilt, sondern echtes Luzernenheu für sie gebracht. Ziwa und die anderen Jungs schnappten sich gleich einen ganzen Ballen und trugen das Heu auf dem Kopf davon, um in Ruhe davon zu fressen. Murera war damit aber nicht einverstanden; sie ging zusammen mit Sonje zu ihnen und holte das Heu wieder zurück, damit alle zusammen davon futtern konnten.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 25.07.2019
Donnerstag, 25. Juli 2019
Murera, Sonje und Alamaya suchten heute die Stelle, an der sie am Vorabend ein paar wilde Elefantenkühe mit ihren Babys getroffen hatten. Sie spielen gern mit den kleinen Kälbern, aber diese sind sehr scheu und trauen sich selten unter den Bäuchen ihrer Mütter hervor, besonders wenn sie die Keeper riechen können. Nachdem die Waisen heute eine Weile gesucht hatten, fanden sie ihre Artgenossen, und Lima Lima machte die beiden Herden miteinander bekannt. Ziwa, Faraja und Jasiri benahmen sich heute sehr gut, und es gab gar keine Rangeleien. Sie blieben bei den wilden Elefanten, bis es Zeit für die Mittagsfütterung wurde und Lima Lima den Weg zu den Flaschen und dem Schlammbad vorgab.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 24.07.2019
Mittwoch, 24. Juli 2019
Lima Lima bewies heute wieder einmal ihre ausgezeichneten Führungsqualitäten. Sie witterte etwas, was sonst niemandem aufzufallen schien und beobachtete mit erhobenem Rüssel, was hinter den Büschen passieren würde – und tatsächlich tauchte kurz darauf eine Herde Büffel auf! Sie schnaubten, aber Lima Lima ließ sich nicht beirren, sondern stellte sich demonstrativ neben die Keeper, als ob sie ihnen klar machen wollte, dass keine Gefahr zu befürchten war. Nachdem die Büffel sich eine Weile nicht vom Fleck gerührt und die Keeper beobachtet hatten, rannte sie ihnen entgegen und trompetete dabei laut, sodass die ganze Büffelherde sich davon machte. Die Keeper waren stolz auf Lima Lima, die noch ein wenig hinterher lief und den Büffeln hinterher trötete, damit sie auch ja nicht zur Waisenherde und ihren Keepern zurückkommen würden.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 23.07.2019
Dienstag, 23. Juli 2019
Faraja und Ziwa ließen sich am Morgen wieder an den Stallungen blicken, nachdem sie eine Weile in der Wildnis gewesen waren. Lima Lima marschierte in Richtung der Chyulu-Berge los, und obwohl die Keeper nicht gerade begeistert waren, blieb ihnen nichts anderes übrig, als zu folgen, denn die Waisen gingen ihr hinterher. Sonje kollerte allerdings immer wieder, damit Lima Lima auf Murera und Mwashoti warten würde, aber sie ließ den dreien, die schlechter laufen können, heute keine Ruhe. Nachdem die Waisen mittags ihre Flaschen getrunken hatten, schlich sich Lima Lima dann davon, während die anderen sich nach dem anstrengenden Marsch am Morgen unter den großen Bäumen in der Nähe der Keeper ausruhten. Niemand bemerkte, was Lima Lima vorhatte: Plötzlich erschien sie wieder, und zwar an der Spitze einer großen wilden Herde, mit der sie geradewegs auf die Keeper und ihre Waisenfreunde zu kam! Faraja und Jasiri gingen ihr entgegen und versuchten, die wilden Elefanten davon abzuhalten, zu Murera und Sonje zu kommen, aber Jasiri wurde von den wilden Bullen herumgeschubst – er war doch deutlich kleiner als sie! Die Keeper zogen sich etwas zurück und gingen den Berg hinauf, wo sie den Waisen und ihren Artgenossen zuschauen konnten. Danach beruhigten sich die wilden Elefanten ein wenig und alles ging wieder friedlich zu.

