Donnerstag, 23. Mai 2019
Lima Lima ist immer für eine Überraschung gut. Ein Keeper hatte heute im Schatten auf seinem Mantel gesessen, während er den Waisen beim Grasen zugeschaut hatte. Als er aufgestanden war, hatte er ihn unter dem Baum vergessen, und Lima Lima hob ihn auf. Die anderen Keeper dachten schon, sie hätte irgendwelchen Unsinn im Kopf und wollte damit wegrennen, und begannen, ihr zuzurufen. Sie legte den Mantel aber nur auf ihren Kopf und brachte ihn zu den großen Bäumen, in deren Schatten die Keeper nun standen. Dort wedelte sie ihn mit dem Rüssel dem Keeper, der ihn vergessen hatte, vor der Nase herum! Die Keeper lachten und gratulierten Lima Lima, weil sie so schlau ist, und sie ging zufrieden davon.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.05.2019
Mittwoch, 22. Mai 2019
Die Waisen spielten am Morgen fröhlich, nachdem sie ihre Milchflaschen geleert hatten. Lima Lima und Faraja begannen einen Ringkampf, der eine ganze Weile andauerte, bis Faraja auf eine Ameisenstraße trat! Die Wanderameisen krabbelten an ihm hinauf und fingen an, ihn zu beißen, sodass er wild herum rannte. Die anderen ließen sich anstecken, und Faraja wusste nicht, wohin er laufen sollte – die Ameisen waren sogar in seinen Rüssel gekrabbelt! Die Ameisen breiteten sich aus, und Zongoloni kam schließlich auf die Idee, mit dem Rüssel im Wasser herum zu planschen, sodass die kleinen Biester weggespült wurden. Nach einer Weile schauten die anderen sich das bei ihr ab, und kamen ebenfalls zur Tränke. Murera und Mwashoti waren schlau genug, einen großen Bogen um den Ameisenstaat zu machen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 21.05.2019
Dienstag, 21. Mai 2019
Heute zeigte Lima Lima wieder einmal, wie sehr sie sich um ihre Keeper sorgt. Als die Waisen und Keeper im Wald von einer Herde wilder Elefanten überrascht wurde, rannten die Keeper davon, um ihnen aus dem Weg zu gehen. Dabei fiel einer von ihnen hin und rief um Hilfe. Lima Lima war sofort bei ihm und tätschelte ihn mit dem Rüssel, als ob sie ihn beruhigen wollte und versichern wollte, dass die anderen Keeper gleich da sein würden. Sie trompetete laut, um ihnen zu zeigen, wohin sie kommen mussten. Der Keeper hatte sich am Auge verletzt, als er hingefallen war, und als die anderen ihm zu Hilfe kamen, machte Lima Lima ihnen Platz, damit er in ein Fahrzeug gebracht und zum Krankenhaus gefahren werden konnte. Als die Waisen dann am Abend zur Auswilderungsstation zurückkamen, ging Lima Lima von einem zum anderen, weil sie den verletzten Keeper nicht finden konnte – noch bevor sie sich ihrer Milchflasche widmete! Schließlich begann sie dann doch, ihre Milch zu trinken, aber sie schaute sich weiter um, ob er nicht irgendwo auftauchen würde.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 19.05.2019
Sonntag, 19. Mai 2019
Faraja war am Morgen so voller Tatendrang, dass er sich gar nicht weiter um die Luzernenheupellets kümmerte; er schnappte sich nur einen Rüsselvoll und ging damit in den Wald. Shukuru lief ihm hinterher, sodass die Keeper sich beeilen mussten, die beiden nicht aus den Augen zu verlieren! Im Wald kam dann Faraja zurück zur Waisenherde, aber von Shukuru war keine Spur. Die Keeper fingen an, nach ihr zu suchen, und nach kurzer Zeit trafen sie auf Zongoloni und Lima Lima, die sie gefunden hatten und zu den anderen zurück brachten. Sonje und Quanza waren so mit Spielen und Herumrollen beschäftigt, dass sie gar nicht gemerkt hatten, dass die Mädchen weg gewesen waren.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 18.05.2019
Samstag, 18. Mai 2019
Die Waisen bekamen heute Besuch von dem Bullen, mit dem Faraja und Ziwa am Vortag unterwegs gewesen waren. Als sie ihren wilden Freund sahen, gingen sie direkt zu ihm. Er nahm sie wieder mit und zeigte ihnen, was man als Elefant alles können muss, um in der Wildnis zu überleben. Das ist eine wichtige Zeit für die jungen Waisenbullen, und es ist toll zu sehen, wie sie langsam unabhängiger werden und sich weiter in die Wildnis hinaus trauen.

