Donnerstag, 20. Mai 2021
Lima Lima und Murera setzten sich heute den ganzen Tag von der Herde ab, anstatt sie, wie üblich, durch den Busch zu führen. Die Keeper wunderten sich darüber, denn es ist sehr ungewöhnlich für die beiden, sich so von den anderen fern zu halten. Als sie am Abend nach Hause kamen, machten sie sich in Luggards ehemaligen Gehege breit und waren nicht davon abzubringen, in ihre eigenen Gehege zu gehen! Die Keeper mussten sie mit einer Milchflasche heraus locken, und selbst dann kamen sie nur etwas widerwillig mit in ihre Abteile. Die beiden vermissen Luggard immer noch sehr!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 19.05.2021
Mittwoch, 19. Mai 2021
Heute hatten sich Lima Lima und Quanza in der Wolle. In letzter Zeit sind Mwashoti und Enkesha sehr gute Freunde geworden und grasen viel zusammen, jagen Schmetterlingen hinterher und spielen miteinander. Lima Lima und Quanza scheint das nicht so recht zu passen, und heute versuchten sie, Mwashoti von Enkesha loszueisen. Damit hatten sie allerdings keinen Erfolg, und als die anderen Auswilderer auf der Bildfläche erschienen, versuchte Quanza es stattdessen mit Ziwa. Dieser ist ein freundlicher Bulle und versucht immer, es den anderen recht zu machen, sodass er gern zusammen mit Quanza umher zog. Das wiederum ärgerte wohl Lima Lima, die Quanza ein paarmal versuchte herumzuschubsen. Quanza ließ sich aber nicht so einfach einschüchtern, und so verwickelten sich die beiden in eine ordentliche Rangelei. Lima Lima verzog sich schließlich, und auch am Abend schien sie noch ein wenig grantig zu sein, denn am Eingang zur Auswilderungsstation stellte sie sich Quanza in den Weg, sodass diese nicht vorbei kam! Ziwa war nicht weit dahinter und scheuchte sie schließlich weiter zu ihrem Gehege, und Quanza konnte ungehindert weiter laufen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 17.05.2021
Montag, 17. Mai 2021
Heute kam der wilde Bulle vom Vortag wieder zu Besuch, und Lima Lima freute sich sehr. Bei der Mittagsfütterung hielt er sich wieder zurück, obwohl Lima Lima wieder versuchte, ihn zum baden zu bewegen. Er wartete aber geduldig auf sie, und danach verschwanden die beiden zusammen im Wald. Die Keeper dachten, er würde ihr seine wilden Freunde vorstellen, aber am Abend stellte sich heraus, dass es ganz anders war: Einer der Keeper an den Stallungen berichtete, dass Lima Lima mit ihm an der Auswilderungsstation aufgetaucht war und ihm ihr Gehege gezeigt hatte! Es muss dem wilden Elefanten seltsam vorgekommen sein, zu sehen, dass sie in einem von Holzpfosten umgebenen Bereich schlief, statt in der Wildnis unter den Bäumen und den Sternen! Er ließ sich aber davon nicht abschrecken, sondern blieb den Rest des Tages bei Lima Lima. Erst als gegen 17 Uhr die anderen zurückkamen, verabschiedete er sich.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 16.05.2021
Sonntag, 16. Mai 2021
Bei den Wasserquellen trafen die Waisen heute einen wilden Bullen, und sie waren neugierig wie immer, während die Keeper sich wie immer zurückhielten, um ihn nicht zu verschrecken. Lima Lima interessierte sich besonders für ihn und ließ sich sogar Zeit, als es zur Milchfütterung ging! Als sie dann ihre Flasche abholte, nahm sie sie mit und trank sie bei ihrem neu gewonnenen Freund leer! Sie verbrachte dann noch längere Zeit mit dem Bullen und versuchte sogar, ihn zum Schlammbad zu animieren. Er blieb aber vorsichtig und beobachtete die Keeper und seine badenden Artgenossen nur aus einiger Entfernung.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 15.05.2021
Samstag, 15. Mai 2021
Die Waisenherde in Umani Springs versucht so langsam, sich wieder in ihr normales Leben hinein zu finden – auch wenn sie in Gedanken natürlich immer noch bei Luggard sind. Lima Lima hörte heute in der Nähe der Wasserquellen verdächtige Geräusche, und da sie ein neugieriges Mädchen ist, machte sie sich auf die Suche nach der Ursache. Die Keeper gingen hinterher, damit sie sich nicht zu weit entfernte, und an den Quellen sahen sie tatsächlich zwei miteinander kämpfende Büffelbullen. Lima Lima trompetete sie an, aber die beiden waren zu vertieft in ihre Rangelei, sodass Lima Lima zurückkam und sich als Verstärkung Murera, Sonje und Quanza holte. Zu viert machten die Elefanten ein so lautes Getröte, dass sie die Büffel damit einschüchterten, und diese sich in verschiedene Richtungen aus dem Staub machten. Es kehrte wieder Ruhe ein, und den Rest des Tages konnten die Waisen ungestört grasen.

