Freitag, 8. Januar 2021
Mwashoti springt in letzter Zeit recht ruppig mit Enkesha um, und heute schien sie genug davon zu haben! Als sie sich mittags einstaubte, kam er dazu und wollte auf sie klettern, aber Enkesha trompetete sofort laut los und rief die älteren Kühe zu Hilfe. Lima Lima und Sonje kamen angerannt, um nachzusehen, was los war, wurden aber noch von Quanza überholt, die sich dann einfach zwischen Mwashoti und Enkesha stellte. Die anderen beiden verpassten Mwashoti eine Lektion, und er zog sich schnell zu Ngasha zurück. Von ihm und Jasiri scheint er sich den Unsinn abgeschaut zu haben – die beiden versuchen immer einmal wieder, auf junge Kühe zu klettern, und offenbar hatte Mwashoti beschlossen, das einmal bei Enkesha auszuprobieren. Den Rest des Tages hielten sich die drei Jungs fern von den Mädchen und den Keepern – hoffentlich haben sie ihre Lektion gelernt!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 07.01.2021
Donnerstag, 7. Januar 2021
Im Wald erspähten Lima Lima und Mwashoti heute auf einem Baum ein Leoparden-Junges. Lima Lima ging erst ein paar Schritte zurück und hob den Rüssel, um zu schnuppern und ihren Verdacht zu bestätigen. Dann griff sie mit dem Rüssel ein paar Zweige und schüttelte den Baum kräftig durch, um den kleinen Leoparden weg zu scheuchen. Dieser ließ sich das nicht zweimal sagen und war mit einem Sprung in den Bäumen verschwunden, und die Waisen konnten ihren Weg durch den Wald fortsetzen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 05.01.2021
Dienstag, 5. Januar 2021
Als die Waisen am Morgen herauskommen wollten, wurden sie von einer großen Büffelherde überrascht, die sich an der Tränke vor der Auswilderungsstation breit gemacht hatten! Lima Lima und Mwashoti kamen als erste heraus, und Lima Lima ging vorsichtig zur Tränke, um nachzusehen, was dort los war. Einer der Büffel schnaubte sie an und erschreckte sie, sodass sie ein paar Schritte zurück ging und dann eilig zu Luggards Gehegetor rannte, um ihn zu beschützen. Auch Mwashoti machte kehrt und verkroch sich in seinem Gehege – obwohl die Büffel eigentlich gar nicht aggressiv waren. Die Keeper warteten aber trotzdem erst einmal ab, bis die große Herde wieder verschwunden war, was auch kaum fünf Minuten dauerte. Dann kamen die Waisen heraus, und Murera ging hinaus, um sich zu vergewissern, dass die Luft rein war. Als sie zufrieden war, kam sie zurück und holte die anderen zum Luzernenheufrühstück ab.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 02.01.2021
Samstag, 2. Januar 2021
Seit einigen Tagen ist Ngasha jetzt weniger mit seinen auswildernden Freunden zusammen unterwegs und mehr mit einer wilden Elefantenfamilie, die er vor kurzem kennengelernt hat. Trotzdem kommt er noch jeden Morgen zu den Stallungen, um den Waisen Hallo zu sagen. Einmal überzeugte er Mwashoti, sich ihm anzuschließen, und Mwashoti verbrachte den ganzen Tag mit ihm und der wilden Familie zusammen im Wald! Am Abend wollte er aber offenbar wieder zurück zur Auswilderungsstation, und obwohl Ngasha ihn zu überreden versuchte, die Nacht über draußen im Wald zu bleiben, schien er nicht besonders begeistert davon zu sein. Die Keeper nahmen ihn schließlich mit und sorgten dafür, dass Ngasha ihn in Ruhe gehen ließ. Mwashoti trank seine Flasche in Sekundenschnelle leer und fiel dann in seinem Gehege aufs Heu und schlief gleich ein – es schien ein anstrengender Tag draußen bei seinen wilden Freunden gewesen zu sein!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 31.12.2020
Donnerstag, 31. Dezember 2020
Die Waisen waren heute unterwegs im Wald, als plötzlich ein Buschbock aus dem Gebüsch gesprungen kam, der von einem Leoparden gejagt wurde! Er war auf der Flucht, konnte aber nicht über das Wasser, und so versteckte er sich inmitten der Waisenherde vor der Raubkatze. Mwashoti und Lima Lima machten es sich sogleich zur Aufgabe, den Leoparden zu verscheuchen, und Murera brachte als erstes ihr Adoptivkind Luggard in Sicherheit. Als Mwashoti und Lima Lima ihre Mission erfolgreich zuende gebracht hatten, kehrte wieder Ruhe ein, und der Buschbock blieb den ganzen Tag bei den Waisen, bei denen er sich sicher fühlte. Am Abend verabschiedete er sich wieder, in dem beruhigenden Wissen, dass der Leopard längst in weiter Ferne war.

