Die Waisen im April

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: April 2019

 

Es war unsäglich heiß in der Nursery und wir rechneten jeden Tag mit dem Regen. Die Vegetation wurde täglich trockener und die Waisen müssen jetzt weiter laufen, um genug Futter zu finden. Unsere Kleinsten, Larro und Neuankömmling Kiombo folgten Malima und Sagala auf Schritt und Tritt, und die Beiden entwickelten regelrechte Muttergefühle und waren sehr fürsorglich. Weil sie schon um einiges älter sind, konnten sie an die höher liegenden Äste und Zweige reichen und zogen sie für die Kleineren herunter. Malima ist zwar jetzt freundlicher zu den jüngsten Waisen, aber sie ist immer noch sehr frech und hört auch nicht immer auf die Keeper – genau wie ihr Freund Kuishi. Die beiden feisten Jungkühe werden wohl gegen Ende des Monats nach Tsavo umziehen. Es ist an der Zeit, daß sie von den älteren Elefanten unter deren Fittiche genommen werden und ein paar Manieren lernen. Kuishi versucht bei der Mittagsfütterung immer, die um die Schubkarre verschüttete Milch aufzusaugen und mag es überhaupt nicht, wenn jemand anderes es ihr nachmacht. Zur Fütterung fängt sie auch gerne mal eine Rauferei an, genauso wie wie Kiasa, die kein Stück ruhiger geworden ist. Als Kuishi eines Tages keine verschüttete Milch vorfand, schmiß sie aus Frust alle leeren Flaschen herum! „Die Waisen im April“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 16.03.2019

Samstag, 16. März 2019
Mutaras Gruppe mit Sities, Kanjoro, Kainuk, Suguta, Chaimu, Kilaguni, Kasigau, Narok und Bomani tauchten früh am Morgen an den Stallungen auf. Chemi Chemi hatte die Nacht an der Auswilderungsstation verbracht und schloss sich seinen Ex-Waisen-Kollegen an. Narok und Bomani waren heute ohne Orwa unterwegs. Tomboi kam kurze Zeit später zusammen mit zwei wilden Bullen an und gesellte sich auch zum Luzernenheufrühstück. Er nahm sich einen ganzen Ballen mit, um ihn an einem ruhigen Plätzchen zu futtern. Chaimu wollte etwas davon ab haben, aber Tomboi warf ihr den Rüssel entgegen und gab ihr so zu verstehen, dass sie ihn in Ruhe lassen sollte. Tusuja durfte sich ihm erstaunlicherweise kurz darauf anschließen, und der kleine Junge bekam sogar etwas vom Luzernenheu ab! Enkikwe kam, nachdem sein Bein behandelt worden war, mit einem Zweig im Mund aus dem Gehege, und Rapa ging sich an einem Felsen kratzen. Mutara gab dann das Zeichen zum Aufbruch, und die Ex-Waisen grasten mit den Kleinen zusammen. Naseku führte mittags die erste Gruppe zur Milchfütterung, während Sities Esampu und Dupotto zu ihrer Milch begleitete und dann baden ging.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 13.03.2019

Mittwoch, 13. März 2019
Am Morgen warteten fast alle Ex-Waisen vor den Stallungen auf die Waisen. Galla knabberte noch auf einem Zweig herum, den er mit herausgebracht hatte, während er sich mit den anderen unterhielt. Malkia bekam die Gelegenheit, mit Kama zu spielen, während Garzi Kanjoro herausforderte. Malkia und Ndiwa spielten dann mit dem kleinen Nusu, aber irgendwann stibitzte Malkia etwas Gras aus Nusus Mund, sodass er sich lieber zu seiner Mama zurückzog. Die Ex-Waisen kamen dann mit zum Grasen, und Narok und Kainuk eskortierten Lemoyian zur Milchfütterung am Mittag. Kurz nach dem Schlammbad verabschiedeten sich die Ex-Waisen, und die Waisen grasten geruhsam am Nachmittag, bis Malkia am Abend auf dem Weg zurück nach Hause voran ging.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 07.03.2019

Donnerstag, 7. März 2019
Chemi Chemi, der einsame Ranger, wie er von den Keepern genannt wird, war zusammen mit Mutaras und Naroks Ex-Waisen am Morgen an den Stallungen. Seit er im letzten Jahr von den Löwen angefallen worden war, ist er am liebsten für sich allein unterwegs. Das ist allerdings nicht ungefährlich, und die Keeper hoffen, dass er sich wieder dauerhaft seiner Herde anschließt, die von Olare angeführt wird. Beim Luzernenheufrühstück stellte sich Olsekki ihm in den Weg, der wohl glaubte, er könnte etwas gegen ihn ausrichten. Er staunte nicht schlecht, als er einen kräftigen Stoß bekam, bei dem er fast umfiel. Das wird Olsekki eine Lehre sein, seinen älteren Artgenossen Respekt zu zollen! Auf dem Weg zum Grasen kam Tusuja an einem schönen Kratzfelsen vorbei. Rapa und Galla nahmen sich etwas Zeit für ein Kräftemessen, bei dem Galla gewann. Als die Waisen sich gerade in den Schatten eines Baumes zurückgezogen hatten, tauchte Yattas Herde zusammen mit 25 wilden Bullen auf. Auch am Nachmittag suchten sie so gut es ging, den Schatten auf, bis Roi am Abend den Weg zurück zu den Stallungen vorgab.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 01.03.2019

Freitag, 1. März 2019
Auf dem Weg zu den Weidegründen verabschiedeten sich Barsilinga, Kithaka und Garzi von den Waisen, um spät am Abend wieder zurückzukommen; die drei sind jetzt schon große Jungs und wollen sich nicht mehr sagen lassen, wo es lang geht. Narok, Orwa und Bomani schlossen sich dagegen den Kleineren an, obwohl sie auch schon ziemlich unabhängig sind. Beim Mittagsschlammbad tauchte auch Yattas Herde auf, aber sie hielten sich nicht lange auf, sondern zogen bald weiter. Am Nachmittag ruhten sich Orwa, Bomani, Sapalan und Rapa zusammen unter einem Baum aus, und Orwa legte sich sogar hin. Orwa, Bomani und Narok begleiteten am Abend die Waisen auch zurück zu den Stallungen.