Freitag, 31. Mai 2019
Die milchabhängigen Waisen stellten sich am Morgen in einer ordentlichen Reihe zur Fütterung an. Ndotto und Ngilai schlürften noch alles, was sie an verschütteter Milch finden konnten, auf, bevor sie zum Ergänzungsfutter übergingen. Arruba ließ heute den großen Kratzfelsen links liegen und schuffelte sich stattdessen an der Mauer. Gegrast wurde dann in den Ebenen nördlich des Mazinga-Bergs, und weil es ein kühler Tag war, gingen sie gar nicht erst zum Schlammbad. Suswa graste auf eigene Faust unter einem Baum. Ishaq-B versuchte, mit den Stoßzähnen etwas Erde aufzulockern, was nicht einfach ist, weil ihre Stoßzähne unter ihrem Rüssel nach innen gewachsen sind! Ndoria zeigt in letzter Zeit Anzeichen, sich unabhängiger machen zu wollen und blieb zurück, als die Herde am Abend zu den sicheren Stallungen zurückkehrte. Die Keeper riefen sie aber, bis sie mitkam, denn sie machten sich Sorgen, dass sie mit dem großen Löwenrudel aneinander geraten könnte, das erst vor zwei Tagen wieder gesichtet worden war und sich noch immer in der Gegend aufhielt.
Waisenblogs-Beitrag Voi, 07.05.2019
Dienstag, 7. Mai 2019
Nelion führte am Morgen die Herde an, gefolgt von Ndotto, aber nach ein paar Schritten machte Nelion kehrt und ließ Mashariki und Mudanda nach vorne. Die Waisen grasten den Vormittag über schön und gingen zur Mittagsfütterung zum Baobab-Wasserloch. Sie soffen Wasser aus der Tränkte, badeten allerdings nicht. Am Nachmittag ging es zur Südseite des Mazinga-Bergs, wo Murit eine Pause einlegte, um sich auf dem Boden herumzurollen, während Panda sich an einem Felsen kratzte.
Waisenblogs-Beitrag Voi, 05.05.2019
Sonntag, 5. Mai 2019
Beim Besuch am Baobab-Wasserloch bespritzten sich die Waisen mit schlammigem Wasser. Ndotto fühlte sich offenbar besonders stark heute, denn er versuchte, einen großen Baum umzustoßen. Mbirikani schaute zu, wie sich Ndii auf dem Boden herumrollte, und Nguvu spielte auf den Hügeln roter Erde. Am Nachmittag regnete es dann ein wenig. Mbegu, Ndotto, Ngilai, Godoma und Lasayen rollten sich vergnügt in der feuchten Erde herum, bevor sie sich wieder den anderen beim Grasen anschlossen. Ndotto forderte im Liegen Ngilai zum Kräftemessen heraus, und Godoma kam dazu, um sich auf Ndottos Bauch zu setzen.
Waisenblogs-Beitrag Voi, 02.05.2019
Donnerstag, 2. Mai 2019
Am Wasserloch war Ndotto frech und stellte sich Mbegu in den Weg, als diese Wasser saufen wollte. Mbegu zog ihn mit dem Rüssel an seinem, um ihn dazu zu bewegen, zur Seite zu gehen, aber er wollte nicht nachgeben! So musste sie sich um ihn herum schleichen, um ans Wasser zu gelangen.
Besuch in Kenia – Teil 4: Voi
Die letzte Station der Vorstandsreise 2019 war die Auswilderungsstation in Voi, wo derzeit 32 Waisen leben.
Kenia ist die Matriarchin der Voi-Waisen. Unterstützt wird sie bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe von Mbegu, die sich schon in der Nursery um alle Neuankömmlinge hingebungsvoll gekümmert hat. Auch in Voi übernimmt sie gerne die Verantwortung für alle Waisen, die neu in die Auswilderungsstation kommen, um ihnen die Eingewöhnung zu erleichtern.
Zur Voi-Herde gehören auch die Nursery-Freunde Ndotto, Ngilai, Lasayen und Murit. Auch wenn diese vier Jungs gerne ihre Kräfte miteinander messen, hat sich eines seit ihrer Nursery-Zeit nicht verändert: Sie gehören zu den freundlichsten kleinen Bullen der Herde, die immer für einen Spaß zu haben sind und die ihre menschliche Keeper-Familie lieben.
Es gibt aber auch ein paar freche Exemplare, wie z. B. Ndoria. Dieser Frechdachs ist leicht zu erkennen, da sie keine Schwanzhaare mehr hat. Und an diesem Umstand ist sie selbst Schuld. Um ihre Elefantenfreunde zu ärgern, beißt Ndoria ihnen gerne mal in den Schwanz. Auf Dauer haben sich diese das aber nicht gefallen lassen und angefangen zurück zu beißen, mit der Konsequenz, dass Ndoria ihre Schwanzhaare eingebüßt hat.
Hier nun ein paar Eindrücke aus Voi:


