Samstag, 25. Juli 2020
Sonje führte die Waisenherde am Morgen in den Wald, aber Alamaya wollte nicht so recht mitkommen. Er wollte immer wieder seine eigene Richtung einschlagen, worüber sich Sonje sehr zu ärgern schien – sie kollerte ihn an, als ob sie ihn dazu bewegen wollte, bei der Herde zu bleiben! Alamaya weigerte sich weiter, und schließlich fasste sich Lima Lima ein Herz und leistete ihm Gesellschaft. Nach einer Weile war er offenbar wieder besänftigt und die beiden kamen zurück und folgten Sonje.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 24.07.2020
Freitag, 24. Juli 2020
Zongoloni war in der Nacht zu den Stallungen gekommen; sie soff am Morgen Wasser aus der Tränke, während sie auf die Waisen wartete. Enkesha konnte es kaum erwarten, ihr Hallo zu sagen, und kaum hatten die Keeper ihr Tor geöffnet, schoss sie heraus, und die beiden umrüsselten sich liebevoll. Im Wald tauchten auch Jasiri und Faraja auf, die beide ziemlich müde aussahen und ein Nickerchen halten wollten. Sie hatten aber kein Glück, denn Sonje führte die Herde im Eiltempo zu den Umani-Hügeln, und sogar Murera und Luggard hielten unterwegs gar nicht an, um ein wenig zu grasen! Als die Herde schließlich ein schönes Plätzchen gefunden hatte und sich alle ans Grasen gemacht hatten, legten sich Jasiri und Faraja in den Schatten und ruhten sich ein wenig aus.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 19.07.2020
Sonntag, 19. Juli 2020
Sonje und Quanza übernahmen heute das Kommando über die Waisenherde. Auf dem Weg durch den Wald bekamen sie Gesellschaft von den Nachteulen Ngasha, Ziwa, Zongoloni, Faraja und Jasiri. Sie hatten scheinbar keine Lust, den Mädchen zu folgen und überzeugten die Herde, eine andere Richtung einzuschlagen. Dabei kamen sie an einer wilden Herde mit einem kleinen Kalb vorbei. Quanza wollte dem Baby schöne Augen machen, aber es hatte eine recht strenge Mutter, die sie nicht an ihr Kleines heran ließ! Schließlich gab Quanza auf und kehrte wieder zu den Waisen zurück, die alle fleißig grasten.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 16.07.2020
Donnerstag, 16. Juli 2020
Alamaya wollte am Morgen nicht auf die Keeper hören; er versuchte, alle Pellets, die er erwischen konnte, zu horten und kollerte die anderen bedrohlich an, wenn sie ihm im Weg standen. Als die Keeper mit ihm schimpften, kollerte er auch ihnen zu und rannte bis zum Waldrand, um dort zu warten, bis es losging. Den Tag über graste er dann wieder für sich allein. Die Keeper vermuten, dass er bald Anstalten machen könnte, den fünf auswildernden Waisen zu folgen. Noch ist er aber nicht soweit, ganz auszuwildern, und so kümmern sich die Keeper etwas mehr um ihn, da Murera und Sonje jetzt hauptsächlich mit Enkesha und Luggard beschäftigt sind.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 15.07.2020
Mittwoch, 15. Juli 2020
Die Waisen hatte heute offenbar der Futterneid gepackt. Als Enkesha am Morgen herauskam, wurde sie von Sonje begrüßt, die aber gleich weiter in Enkeshas Gehege ging, um sich über die Reste von ihrem Grün her zu machen. Mwashoti war genauso auf Futter aus und wartete darauf, dass Murera Luggard mitnahm, damit er sich in dessen Gehege schleichen und die Zweige von dort naschen konnte. Draußen im Wald begannen dann Jasiri und Faraja, sich um die Zweige, die vom Wind von den Bäumen herunter geweht worden waren, zu streiten. Sie rangelten heftig miteinander, und keiner der beiden wollte nachgeben! Schließlich hatten sie aber doch genug und gingen auseinander.

