Montag, 6. Juli 2020
Mwashoti war heute im Wald ganz darin vertieft, Äste von den Bäumen abzubrechen und sie zu entrinden. So bemerkte er gar nicht, dass etwas an seinen Fuß stieß. Er berüsselte den vermeintlichen Felsen gedankenverloren und bekam dann einen Schrecken, als dieser sich plötzlich bewegte! Es war eine Schildkröte, die versuchte, so gut es ging aus dem Weg zu gehen, um nicht zertrampelt zu werden. Mwashoti rannte erschrocken zu Sonje zurück, die ihn schließlich wieder beruhigte.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 05.07.2020
Sonntag, 5. Juli 2020
Das friedliche Grasen der Waisen wurde heute von einer großen Gruppe Paviane gestört, die unentwegt herumschrien. Enkesha und Luggard waren ein wenig verunsichert, und schließlich trompetete Lima Lima lang und laut und schaffte es so, die nervigen Paviane zu verscheuchen. Daraufhin konnten alle in Ruhe weiter grasen. Sonje und Murera blieben mit Luggard ein wenig zurück, damit Luggard nicht über das schroffe Gestein laufen musste. Er bekam dafür jede Menge Rüssel-Streicheleinheiten ab!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 29.06.2020
Montag, 29. Juni 2020
Alamaya stromerte heute mit seinem neuen besten Kumpel Faraja abseits der Herde durch die Wälder. Seit Enkesha und Luggard da sind, haben Sonje und Murera weniger Zeit für Alamaya, aber dadurch kann er auch neue Freiheiten nutzen. Er ist jetzt häufiger mit den älteren Bullen wie Faraja unterwegs, die ihm alles beibringen, was sie schon in der Wildnis gelernt haben. Beim Mittagsschlammbad ging er zu Mwashoti und wollte mit ihm rangeln. Obwohl die beiden etwa gleich alt sind, ist Alamaya doch größer und kräftiger und besiegt Mwashoti normalerweise. Heute überraschte Mwashoti aber alle und ließ sich nicht von Alamaya klein kriegen. Es ist toll zu sehen, wie die kleinen Jungs selbstbewusster werden und zu richtigen jungen Bullen heranwachsen!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 26.06.2020
Freitag, 26. Juni 2020
Nach der Mittagsmilch sah Lima Lima, wie Luggard ganz allein herumstand. Sie schaute sich schnell um, aber Murera und Sonje waren mit ihrem Staubbad beschäftigt; also wedelte sie begeistert mit den Ohren und kollerte Luggard einladend zu. Luggard gefiel es, von Lima Lima umgarnt zu werden, und die beiden schlossen sich den anderen beim Schlammbad an. Lima Lima passte gut auf ihren Schützling auf und genoss die Zeit mit ihm; er wälzte sich fleißig im Matsch, und sie schaute ihm vom Rand des Schlammlochs aus zu wie eine stolze Mutter! Gegen Abend auf dem Weg nach Hause wartete dann Luggard auf Murera und Sonje, damit sie gemeinsam zurück zur Auswilderungsstation gehen konnten.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 21.06.2020
Sonntag, 21. Juni 2020
Luggard ist Mureras besonderes Adoptivkind geworden – kaum jemand der anderen älteren Kühe kommt an ihn heran. Als heute Sonje und Murera gerade mit Grasen beschäftigt waren und niemand in Luggards Nähe war, nutzte Lima Lima die Gelegenheit und freundete sich ein wenig mit ihm an. Kaum sah sie Murera zurückkommen, machte sie ihr aber wieder Platz. Luggard ging noch ein Stück mit ihr mit, bis Murera schließlich wieder übernahm, und es auch bald schon wieder nach Hause ging.

