Freitag, 8. Februar 2019
Naseku rollte sich am Morgen auf dem Luzernenheu herum, anstatt es zu fressen. Sie war eine ganze Weile mit dem Unsinn beschäftigt, bis sie schließlich aufgab, weil niemand anderes mitmachen wollte. Sana Sana, die sich alle Mühe gibt, Leitkuh zu werden, ist zurzeit etwas kapriziös. Sie wollte die Waisenherde in südliche Richtung führen, aber ihre Freunde liefen in eine andere Richtung los. Sie trötete protestierend und stampfte ein paar kleine Büsche nieder, aber niemand ließ sich überreden, und so blieb ihr nichts anderes übrig, als mit den Wölfen zu heulen und der Herde zu folgen. Mundusi forderte Galla heraus, verlor aber den folgenden Ringkampf. In der Kalovoto-Gegend schlossen sich Tumaren, Melia, Kandecha, Kalama, Kibo, Chemi Chemi und Murka den Waisen an. Wanjala spielte kurz vor dem Schlammbad ein wenig mit Murka, und Tusuja, Pare und Mteto kamen als erste Gruppe zur Mittagsfütterung. Am Nachmittag verabschiedeten sich die Ex-Waisen wieder, und die Waisen grasten gemütlich weiter.
Die Waisen im März
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: März 2019
Diesen Monat ereilte uns ein weiterer Schicksalsschlag: Unser kleiner Sonnenschein, Breitmaulnashornbaby Maarifa, ist gestorben. Seither ist die Stimmung verständlicherweise düster, auch dann noch, als ein weiterer kleiner Elefant aus der Masai Mara zu uns kam, dessen Mutter dem Konflikt zwischen Wildtier und Mensch zum Opfer fiel. Das kleine Kälbchen wurde mit Aufmerksamkeit überschüttet, weil sich alle mit etwas Schönem ablenken wollten. Daher ging die Eingewöhnung für den kleinen Bullen ungwöhnlich schnell und er wird bald ins Waisenprogramm aufgenommen werden. Seit Dame Daphne die Formel für die Ersatzmilch zur Aufzucht von Waisenelefanten entwickelt hat, konnten wir 244 Elefanten auswildern. Aber trotz all dieser Erfahrungen und Erfolge, trifft uns der Tod eines unserer Schützlinge jedes mal hart. „Die Waisen im März“ weiterlesen
Die Waisen im Februar
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Februar 2019
Ambo, Kiasa, Sattao, Malima und Tamiyoi haben die Keeper diesen Monat wie immer ordentlich auf Trab gehalten. Es ist jetzt auch wieder sehr heiß und trocken in Nairobi und daher werden wieder Luzernepellets zugefüttert – das sorgt immer noch für Extra-Aufregung. Eines Morgens als die Stalltür der Fünf aufging, rannten sie schnurstracks zum Futterlager und versuchten mit ihren Rüsseln durch die Holzpfeiler so viel Luzernereste wie möglich zu sich zu schaufeln. Als die Keeper sie verscheuchen wollten, rannten Kiasa, Ambo und Sattao in Richtung Wald. Diese Route schlugen sie aber absichtlich ein, drehten einen großen Kreis um das Stallgelände und schlichen sich dann zurück zum Futterlager. Sie dachten natürlich, sie hätten die Keeper überlistet und schaufelten weiter Pellets. „Die Waisen im Februar“ weiterlesen
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 31.01.2019
Donnerstag, 31. Januar 2019
Ex-Waise Yatta verbrachte die Nacht mit ihrer Gruppe vor den Stallungen und schloss sich am Morgen den Waisen beim Luzernenheufrühstück an. Kama, Yoyo und Esampu hatten ihren Spaß dabei, sich auf dem Boden herumzurollen. Die Ex-Waisen eskortierten die milchabhängigen Waisen hinaus zum Grasen und verabschiedeten sich dann. Siangiki und Olsekki leisteten den ganzen Vormittag ihrem alten Freund Enkikwe Gesellschaft. Die Sonne brannte unerbittlich, und so konnten die Waisen es kaum erwarten, bis es zum Schlambad ging, wo sie sich abkühlen konnten. Dort tauchte Ex-Waisen Rapsu und ein wilder Bulle auf, und alle zusammen badeten sie fröhlich. Nachdem sie genug hatten, gab Kamok den Weg zurück zu den Weidegründen vor. Pare und Mundusi futterten zusammen von einem Busch, aber bald gerieten sie aneinander, als Mundusi den Busch nicht mehr mit seinem Kollegen teilen wollte. Pare ließ sich das nicht bieten, sodass Mundusi, der den Streit angefangen hatte, am Ende die Flucht ergriff. Später forderte Mundusi, der zurzeit mit allen rangelt, die ihm über den Weg laufen, auch Tusuja heraus. Dieser warnte ihn aber, weil er wusste, dass Mundusi nicht stark genug ist, um gegen ihn anzukommen, und so gab Mundusi lieber klein bei. Kithaka, Barsilinga und Garzi, die wie immer tagsüber ihrer eigenen Wege gingen, kamen später am Abend wieder zurück zu den Stallungen.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 28.01.2019
Montag, 28. Januar 2019
Kaum waren die Waisen am Morgen zu den Weidegründen aufgebrochen, tauchten die Ex-Waisen um Wendi, mit Wiva, Kinna, Kama, Sunyei, Siku, Ithumbah, Vuria und zwei wilden Elefanten zum Saufen an der Auswilderungsstation auf. Die Wasserlöcher der Gegend um Ithumba trocknen offenbar langsam aus, und es kommen wieder mehr wilde Elefanten zur Tränke; sechs weitere waren da, als Kinna und ihre Kollegen den Waisen hinterher gegangen waren. Siku spielte eine Weile mit Naseku während Vuria sich lange mit Olsekki unterhielt. Mittags war es kühl, und die Waisen tranken nur Milch und soffen Wasser, bevor sie rund ums Schlammloch spielten. Rapa forderte Galla heraus, und Oltaiyoni agierte als Schiedsrichterin. Sapalan, Kauro und Enkikwe genehmigten sich ein Staubbad, während Namalok sich Karisa vornahm. Nach einer Weile wurde es Karisa langweilig und er ging stattdessen mit Mundusi spielen. Tusuja schloss sich an. Olsekki stellte sich zu zwei Wilden Bullen an die Tränke, und Esampu rollte sich auf dem Boden herum. Am Nachmittag brach dann die Sonne durch die Wolken, sodass die Waisen sich ein wenig im Schatten der Bäume entspannten.

