Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 14.05.2019

Dienstag, 14. Mai 2019
Shukuru hatte es am Morgen so eilig, zu den Umani-Hügeln zu kommen, dass sie nicht einmal an den Quellen anhielt, um frisches Wasser zu saufen. In letzter Zeit ist sie recht aktiv und scheint guter Dinge zu sein. Sie grast zwar immer noch am liebsten allein, aber ist inzwischen auch häufiger mit Faraja, Sonje und Zongoloni unterwegs. Bei der Mittagsfütterung war Shukuru wieder als erste da, dicht gefolgt von Alamaya und Mwashoti. Nachdem sie ihre Milch getrunken hatte, ging sie zur Tränke, um schnell ihren Durst zu löschen, bevor sie zum Wasserloch weiterging. Sonje und Zongoloni sorgten dafür, dass die anderen ihr beim Baden nicht zu sehr auf die Pelle rückten. Jasiri und Ziwa wollten sich aber lieber einstauben und bewarfen ihre Rücken und Bäuche mit ordentlich Erde. Das ist wichtig, um die Insekten fernzuhalten und die Elefantenhaut vor der Sonne zu schützen!

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 11.05.2019

Samstag, 11. Mai 2019
Die Waisen bekamen in der Nacht wieder viel Besuch von wilden Elefanten. Eine der Herden hatte ein winziges Kalb dabei, das zum Zaun gerannt kam, um einen Blick auf die Waisen zu werfen, und ihnen zukollerte. Ziwa und Ngasha freuten sich und kollerten zurück. Da rannte das Baby zurück zu seiner Mutter und stellte sich unter ihren Bauch. Gegen Mitternacht soff eine weitere Herde von der Tränke. Als die Waisen am Morgen herauskamen, war aber keine Spur mehr von ihren wilden Freunden.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 10.05.2019

Freitag, 10. Mai 2019
Seit die Jungs Ziwa, Faraja und Ngasha mehr mit ihren wilden Artgenossen unterwegs sind, versuchen Murera und Sonje, sie mehr unter Kontrolle zu bekommen. Heute folgte Sonje Faraja und Ziwa, als die beiden hinaus in den Wald gingen. Ngasha kehrte irgendwann um, aber Ziwa ging noch ein Stück weiter, bevor er auch anhielt und zu grasen begann. Da gingen Faraja und Sonje wieder zu den anderen zurück, wo sich ihnen auch bald Ngasha und Jasiri anschlossen. Lima Lima und Zongoloni grasten sich langsam bis zu Ziwa voran und blieben dann den Rest des Nachmittags bei ihm. Als es am Abend wieder zurück zu den Stallungen ging, sah Alamaya, dass Zongoloni weit hinterher hing und trompetete laut, sodass sie zu ihm gelaufen kam. An den Stallungen war Shukuru die erste, die zu ihrer Milch gerannt kam; sie wartete geduldig, bis der Keeper die Flasche bereit hatte und sie ihr geben konnte. Lima Lima dagegen ließ ihrem Keeper keine Ruhe, bis sie ihre Flasche bekommen hatte und sie hastig hinunter schlang; danach widmete sie sich ihrem geschnittenen Grün.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 09.05.2019

Donnerstag, 9. Mai 2019
Die Waisen genossen heute ein ausführliches Bad im Wasserloch. Alamaya und Ziwa wälzten sich nebeneinander herum und bekamen Gesellschaft von Faraja. Faraja und Ziwa tauchten sogar mit dem Kopf unter, sodass nur noch ihre Rüssel herausschauten! Alamaya war beeindruckt und schaute neugierig zu. Nach dem Bad ging es zu den Kenze-Hügeln, wo eine Gruppe Paviane in den Bäumen herumkletterte und lärmte. Das ganze Geschrei gefiel den Waisen gar nicht, und sie waren froh, als Murera und Sonje einen Weg durch den Wald gefunden hatten, der sie weg von den lärmenden Affen brachte. Als es wieder etwas ruhiger wurde, setzten sich Quanza und Jasiri ein Stück ab, um ein wenig abseits der anderen zu grasen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 07.05.2019

Dienstag, 7. Mai 2019
Die Waisen genossen am Morgen ihre Luzernenheupellets mit ein paar wilden Elefanten, die schon eine Weile um die Auswilderungsstation herum scharwenzelt waren. Faraja und Ziwa sagten einem jungen wilden Bullen Hallo und brachten ihm ein paar Pellets zum fressen. Er schien aber nicht so recht zu wissen, was er damit anfangen sollte, und warf sie über seinen Kopf und zur Seite. Lima Lima kam dazu und schien ihm zu zeigen, wozu die Pellets gut sind, und daraufhin fraß er ein paar davon. Nach einer Weile machten sich Ziwa und der Bulle auf in den Wald und ließen die anderen beim Luzernenheufrühstück an den Stallungen zurück.