Sonntag, 5. Mai 2019
Nachdem die Waisen am Morgen ihre Milch bekommen hatten, hatten Ngasha und Ziwa es eilig, in den Wald zu kommen – sie wollten noch nicht einmal etwas von den Luzernenheupellets ab haben! Faraja kam aber nicht mit, sondern blieb bei Lima Lima, Zongoloni und Quanza un ließ sich die Pellets schmecken. Als die Waisen zur Mittagsfütterung kamen, war Shukuru wieder die erste, dicht gefolgt von Mwashoti, der hinter ihr her zu sein schien. Sie hob schnell ihre Milchflasche auf und stellte sich dann ein ordentliches Stückchen weg von ihm.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 04.05.2019
Samstag, 4. Mai 2019
Ngasha und Ziwa schließen sich gern Faraja an, wenn er seine wilden Freunde besuchen geht. Heute gefiel es ihm aber offenbar bei den Waisen besser, und er wollte bei ihnen bleiben. Er hielt sich dicht bei Lima Lima und Zongoloni. Jasiri dagegen scheint es nicht in die Wildnis zu ziehen – er geht nie weit weg von den Waisen und den älteren Mädchen wie Lima Lima und Zongoloni. Er versteht sich manchmal sogar als ihr Beschützer; wenn wilde Bullen wie etwa Osama auftauchen, kollert er ihnen entgegen, als wollte er sie weg scheuchen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 02.05.2019
Donnerstag, 2. Mai 2019
Shukuru kam wie immer zur Mittagsfütterung gerannt und ging danach direkt Wasser saufen. Faraja, der jetzt ihr guter Freund ist, folgte ihr. Er versucht seit einiger Zeit, ihr Vertrauen zu gewinnen, um mehr Zeit mit ihr zu verbringen. Zuvor hatte sich Shukuru immer von den Jungs ferngehalten, weil sie versucht hatten, im Wasserloch auf ihr herumzuklettern, und hatte sich stattdessen in die Büsche rund um das Schlammloch verdrückt. Nachdem die Waisen gebadet hatten, gingen Faraja, Quanza und Zongoloni in Richtung der Chyulu-Berge davon, um zu grasen. Dort schloss sich allerdings Faraja seinen wilden Freunden an und tauchte erst wieder auf, als es Zeit wurde, zur Auswilderungsstation zurückzukehren. Als die Waisen dort ankamen, überlegten es sich Ngasha, Ziwa und Faraja anders, und statt mit Murera, Sonje und den anderen hinein zu gehen, rannten sie zurück in den Wald. Ngasha und Ziwa kamen gegen Mitternacht zurück, aber Faraja war nicht dabei. Die Keeper machten sich aber keine Sorgen, denn sie konnten sich schon denken, dass er bei seinen wilden Artgenossen war.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 01.05.2019
Mittwoch, 1. Mai 2019
Faraja ist in letzter Zeit ab und zu mit seinen wilden Freunden unterwegs. Ein wilder Bulle kommt häufig Sonje und Murera besuchen, und nachdem Faraja am Vormittag voraus gegangen war, um sich mit den wilden Bullen zu treffen, kam er zum Mittagsschlammbad in Begleitung dieses Bullen. Nachdem er seine Milch getrunken hatte, ging er zu Jasiri und Ziwa hinüber, um ihnen Hallo zu sagen, bevor er mit seinen Bullen-Freunden wieder zurück zu den Umani-Hügeln marschierte. Als die Waisen am Abend nach Hause kamen, tauchte auch Faraja wieder auf. Er hatte ein paar Kratzer abbekommen, die aber harmlos aussahen; es kommt schon einmal vor, dass unter Bullen ein wenig geschubst wird! Lima Lima ging zu ihm und vergewisserte sich, dass es ihm gut ging, und zusammen gingen sie zurück zu den Stallungen.
Die Waisen im Juli
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juli 2019
Die Keeper sind nach wie vor verwirrt von Kiasas widersprüchlichen Charaktereigenschaften. Wenn es ums Teilen geht, wie bei der Fütterung oder beim Spielen, ist sie ein richtiger Satansbraten. Und sobald es um Larro geht, ist sie die Liebenswürdigkeit in Person. Daß unsere Nursery-Babys mit schon älteren Elefantenwaisen zusammenleben, ist Segen und Fluch zugleich: Segen, weil die Großen sehr geduldige Mentoren sind und Fluch, weil sich die Kleinen die Marotten der Großen abschauen. „Die Waisen im Juli“ weiterlesen

