Montag, 28. Mai 2018
Ziwa fackelte am Morgen nicht lange, sondern machte sich gleich in den Wald davon und ließ Sonje und Quanza mit den kleineren Jungs zurück. Nach einigem Gekoller folgten Sonje und Zongoloni ihm auf dem Weg zu den Chyulu-Bergen. Ziwa und Ngasha riefen, und Quanza ging schließlich mit dem Rest der Herde hinterher. Den Keepern blieb nichts anderes übrig, als ihnen zu folgen. Im Waisenhaus in Nairobi folgen die kleinen Babys ihren Keepern, doch den Auswilderungsstationen sind es die langsam unabhängiger werdenden Elefanten, die entscheiden, wo es hin geht – je nachdem, wo das beste Futter zu finden ist, wo gerade wilde Elefanten sind, oder wie sie sich an diesem Tag gerade fühlen. Die Elefanten bekommen viele Dinge mit, die die Keeper nicht sehen! Die größeren Jungs Jasiri, Faraja und Ngasha werden nie müde, ihren Ringkämpfen nachzugehen; das bereitet sie auf die Begegnungen mit wilden Bullen vor, die häufig viel größer sind als sie.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 21.05.2018
Montag, 21. Mai 2018
Die Waisen nahmen heute den Weg zu den Hügeln, von dem aus sie in der Nacht das Trompeten der wilden Elefanten gehört hatten. Faraja und Ziwa waren besonders neugierig. Faraja erschreckte sich allerdings ordentlich, als plötzlich ein großer Bulle mit sehr langen Stoßzähnen aus dem Gebüsch kam. Er rief nach Ziwa und Ngasha, aber den beiden war der wilde Bulle doch zu stark, und sie trauten sich nicht hin. Sonje, Murera und Mwashoti ließen die Jungs mit ihren wilden Artgenossen spielen und gingen mit ihren kaputten Beinen lieber nicht in ihre Nähe.
Waisenblogs-Bilder Kibwezi, 20.05.2018
Sonntag, 20. Mai 2018
Alamaya und Mwashoti haben für eine kleine Kratzeinheit angehalten
Jasiri führt die Herde zur Fütterung um 11 Uhr an
Ziwa macht sich zum Schlammbad bereit
Waisenblogs-Bilder Kibwezi, 19.05.2018
Samstag, 19. Mai 2018
Sonje auf Erkundungstour im Kibwezi-Wald
Jasiri sucht nach Wurzeln
Ziwa und Alamaya spielen im Matsch
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 19.05.2018
Samstag, 19. Mai 2018
Die Buschböcke haben sich inzwischen so an die Auswilderungsstation gewöhnt, dass sie im umzäunten Bereich herumlaufen und mit den Waisen interagieren. Seit der David Sheldrick Wildlife Trust den Kibwezi-Wald beaufsichtigt und ihn auf drei Seiten umzäunt hat, hat sich die ehemals fast ausgerottete Buschbock-Population erholt. Ziwa hatte allerdings etwas dagegen, dass der Buschbock in sein Gehege kam und fauchte ihn ordentlich an, sodass er es sich anders überlegte und lieber wieder nach draßen ging. Als die Waisen dann herauskamen, folgten sie den Spuren der wilden Elefanten, die zuvor da gewesen waren. Sie waren aber schon wieder zu weit weg. Auch Sonje hat ihren wilden Verehrer schon seit Beginn der Regenzeit nicht mehr gesehen.

