Die Rettung von Ambo

Am Abend des 24. April wurde Angela Sheldrick von Craig Millar von der Big Life Foundation kontaktiert und darüber informiert, dass sie ein einsames Elefantenkalb in einem Wasserloch in Amboseli gefunden hatten.

 

 

Es war zuerst von einem lokalen Bewohner entdeckt worden, der zufälligerweise einen Verwandten unter den Wildhütern bei Big Life hatte. Er informierte die Organisation über das Schicksal des Babys, in der Hoffnung, dass es gerettet werden könnte. Das alles passierte gegen 17 Uhr abends, und es ist nicht klar, wie lange das Baby schon im Schlamm festgesteckt hatte; später stellte sich heraus, dass es gut und gerne zwei Tage gewesen sein könnten. Big Life schickte sofort zwei Fahrzeuge los, in der Hoffnung, das Kalb befreien und mit seiner Mutter wiedervereinen zu können. Als die Ranger aber ankamen, war das Kalb schon von selbst aus dem Schlamm gekommen und wanderte ganz allein herum.
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Die traurige Geschichte von Kitenden

Am 21. Mai erhielt Angela einen Anruf vom Amboseli Elephant Trust, der von einem Reiseführer über ein einsames Elefantenbaby informiert worden war. Das Baby schien Probleme zu haben und lief in Kreisen. Es war schon später Abend, sodass wir nicht mehr nach Amboseli fliegen und das Kalb abholen konnten, da es schnell dunkel wurde. Die Wildhüter der Big Life Foundation sprangen ein und konnten das Kalb einfangen und über Nacht in Sicherheit bringen – ansonsten wären ihm die Raubtiere sehr gefährlich geworden, insbesondere weil es offenbar nicht gut sehen konnte.

Die RettungsteamsKitenden wartet auf das Flugzeug nach Nairobi

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Die Waisen im April

Monatsbericht für die Ithumba-Gruppe: April 2016

 

Die Hitze der vergangenen Monate hielt bis in den April hinein an. Die Waisen verlängerten regelmäßig ihre Mittagspausen im Schatten der Bäume und nahmen auf dem Heimweg nachmittags am Kone Damm eine kurze Abkühlung im Wasser. Am Ende der Badestunde beschmierten sie sich mit Schlamm oder beschmissen sich mit Erde. Beides bietet guten Schutz vor der Sonne und kühlt den Körper. Nach ein paar Tagen zogen dunkle Wolken am Himmel zusammen und kündigten die Regenzeit an. Aber bis zum 19. April fiel kein Tropfen. In der Nacht zum 20. April setzte dann endlich der Regen ein, und man bemerkte gleich am nächsten Morgen, wie sehr die Waisen die Abkühlung herbeigesehnt hatten. Sie schmissen mit Schlamm um sich und Kilabasi, Mutara, Bongo und Lemoyian badeten ausgelassen, obwohl es sich deutlich abgekühlt hatte. Über die nächsten Tage verteilt gab es ein paar leichte Schauer, aber die so genannte „lange Regenzeit“ ließ noch auf sich warten.

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Mwashoti und Alamaya ziehen nach Umani Springs um

Zwei kleine Elefanten kamen im letzten Jahr zu uns, die beide sehr verwundet waren. Einer war von einer Kabelschlinge eines Wilderers verletzt worden, die fast sein Bein abgetrennt hatte. Der andere hatte durch Wilderei seine Mutter verloren, sodass er allein und verletzlich zurückblieb und von Hyänen angegriffen und schlimm zugerichtet wurde. Er hatte großes Glück, dass er rechtzeitig gerettet werden konnte. Es war herzergreifend mitzuerleben, wie diese beiden Bullen um ihr Leben kämpften, und ihre Heilung ist schon ein kleines Wunder. Mwashoti und Alamaya hatten beide einen sehr schweren Start ins Leben, und ihre Verletzungen waren so stark, dass wir ihre Überlebenschancen damals als sehr gering eingeschätzt haben. Doch seitdem sind einige Monate vergangen, und trotz aller widrigen Umstände schritt ihre Heilung voran. Inzwischen haben sie sich besser erholt, als wir uns hätten träumen lassen.

 


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Der nächste Schritt für Olsekki, Enkikwe und Siangiki

Endlich war es für die frechen Jungs Olsekki und Enkikwe sowie ihre Freundin Siangiki soweit, den Weg zur Auswilderungsstation in Ithumba in Tsavo anzutreten. Es ist ein beliebter Scherz im Waisenhaus, dass Chef-Keeper Edwin erleichtert sein wird, wenn diese jungen Bullen, vor allem der gierige Olsekki, das Waisenhaus verlassen und dann in Benjamins Verantwortungsbereich fallen, dem Chef-Keeper der Ithumba-Einheit. Olsekki war eine echte Herausforderung im Waisenhaus, doch die Ithumba-Keeper freuten sich auf die drei neuen Babys – vielleicht war ihnen noch nicht ganz bewusst, was sie sich mit dieser neuen Lieferung eingehandelt haben! Aber abgesehen davon haben wir immer wenn Babys das Waisenhaus verlassen, um zu den Auswilderungsstationen im Tsavo-Nationalpark umzuziehen, gemischte Gefühle: Wehmut, dass sie uns verlassen, doch auch große Erleichterung, dass die von Menschenhand aufgezogenen kleinen Elefanten es so weit geschafft haben und nun einem normalen wilden Leben wieder einen Schritt näher kommen. Die Freiheit ist das größte Geschenk, das wir den Elefanten machen können.

 


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