Unser kleiner Traum: Ndotto damals und heute

Wir waren uns nie so richtig sicher, dass dieser kleine Bursche es schaffen würde. Als er gerettet wurde, war er gerade einmal 48 Stunden alt, seine Nabelschnur hing noch an ihm und die Rückseite seiner Ohren war noch rosa. Er gab eine bemitleidenswerte Figur ab, wie er aus der Hütte kam, in der ihn die Samburu aus einem Gebiet namens Suruan im abgelegenen Ndoto-Gebirge so aufopfernd versorgten. Ndotto hatte sich unter die Nutztiere dieser Viehzüchter verirrt, und die Menschen sahen, wie hungrig das kleine Baby war. Sie meinten es gut mit ihm und mischten ihm etwas des dort üblichen Maisbreis, genannt „Uji“, zusammen. Leider enthält dieser Brei Fett und Kuhmilch, und wir beim DSWT wissen aus Erfahrung, dass Kuhmilch für solche kleinen Elefanten tödlich ist, weil er immer schlimmen Durchfall verursacht. Entsprechend unsicher war Ndottos Anfang bei uns, und daher ist er unser kleines „Wunder“. Dies alles konnten die Samburu natürlich nicht wissen; dieser Teil des Landes ist sehr isoliert, und nur dank der Mühen, die die lokalen Bewohner auf sich nahmen, als sie viele Kilometer liefen, um von Ndotto zu berichten, bekam er eine erneute Chance zu überleben.

 


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Voi April 2016

Freitag, 1. April 2016
Es war ein herrlicher Morgen. Die Ex-Waisen aus Emilys Herde kamen mit Lesanjus Herde früh am Morgen zu den Stallungen, und sie verpassten die milchabhängigen Waisen nur um wenige Minuten. Lesanju und ihre Freunde blieben ein wenig abseits von der Haupt-Herde und warteten geduldig, bis die älteren Elefanten an der Tränke genug gesoffen hatten, ehe auch sie sich zum Saufen versammelten. Morani, der darauf wartete, dass die Kühe genug gesoffen hatten, schloss sich Lesanjus Herde an der Tränke an. Nachdem er gesoffen hatte, kletterte er sogar in die Tränke hinein, um sich besser abkühlen zu können.
Die Ex-Waisen und Lesanjus Gruppe brachen dann wieder auf und gingen Richtung Osten. Sie trafen aber nicht mehr auf die Waisen, die zum Grasen weiter nach Norden gelaufen waren. Panda graste den ganzen Tag in der Nähe von Bada. Die Waisen besuchten mittags das mittlere Wasserloch, badeten aber nur sehr kurz und gingen dann wieder, um den Rest des Tages zu grasen.

Emilys Herde säuft an der Tränke

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Umani Springs April 2016

Freitag, 1. April 2016
Die Elefanten juckte es am Morgen sehr. Sobald sie aus ihren Gehegen gekommen waren, brachten Sonje und Murera alle Babys zum Kratzen zur Steinwand neben dem Tor zu den Stallungen. Murera kratzte sich zuerst, gefolgt von Ziwa und allen anderen. Sie bearbeiteten ihre Hälse an der Kante der Wand, um die Insekten loszuwerden.
Als die Waisen grasten, jagten sich zwei Antilopen quer durch das Gebüsch. Die männlichen Buschböcke rannten dicht an den frechen Jungs Ngasha und Faraja vorbei, die gerade auf ihrer Freundin Zongoloni herumkletterten. Faraja fiel vor Schreck von Zongoloni herunter, als er die Geräusche im Gebüsch hörte, weil er sich vor dem Tier, das dort womöglich lauern würde, fürchtete. Alle Waisen flohen dorthin, wo die Keeper sie beobachteten und sie dann beruhigten. Murera und Sonje passten gut auf, dass Ziwa immer in ihrer Nähe war.

Die Babys kratzen sich die Hälse

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Ithumba April 2016

Freitag, 1. April 2016
Makireti, Kasigau, Kilabasi, Ishanga und ein wilder Bulle verbrachten die Nacht draußen vor den Gehegen. Als die Waisen herausgelassen wurden, schlossen sich Makireti und ihre Gruppe ihnen an und gingen mit ihnen zur Luzernenheufütterung. Während sie alle Luzernenheu genossen, schubste Ishanga, die immer noch keiner festen Herde angehört, Vuria ohne sichtbaren Grund zu Boden. Die Keeper schimpften mit ihr, damit sie mit ihrem schlechten Benehmen aufhörte. Kurz darauf kamen Mutara und ihre Gruppe von Osten heran und schlossen sich den Waisen ebenfalls bei der Luzernenheufütterung an. Nach dem Frühstück ging die ganze Herde, angeführt von Makireti, zum unteren Kalovoto, wo sie sich zum grasen niederließen. Zwei Stunden später brachen die halbunabhängigen Waisen wieder auf.
Zur Schlammbadzeit tranken die Waisen nur ihre Milch und soffen etwas Wasser, bevor sie zu den Weidegründen zurückkehrten. Am Nachmittag war es ruhig, und die Elefanten verbrachten die meiste Zeit damit, sich im Schatten der Bäume zu entspannen. Da es am Abend noch immer sehr heiß war, gingen sie am Kone-See vorbei und genossen noch eine abendliche Abkühlung.

Makireti vor dem Gehege

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Nairobi Nursery April 2016

Freitag, 1. April 2016
Nach einer langen, trockenen Wartezeit regnete es endlich letzte Nacht, und gleich sehr heftig. Einige der Babys hatten deshalb eine sehr unruhige Nacht. Kauro, Rapa, Lasayen, Ngilai und Kamok schliefen alle sehr schlecht; der ganze Krach auf dem Dach, zusammen mit Blitz und Donner machte sie sehr nervös. Es regnete die ganze Nacht und hörte erst am frühen Morgen auf. Die fünf kleinen Elefanten waren froh, als sie wieder das Tageslicht sahen! Als sie aus ihren Ställen kamen, gingen sie direkt in den Wald.
Es war das dritte Mal, dass Galla versuchte, sich den Waisen im Wald anzuschließen. Die ersten beiden Male hatte es nicht so gut geklappt, da er recht aggressiv war und von der Herde wegrannte. Er musste dann jedesmal nach weniger als zwei Stunden mit seinen neuen Freunden im Busch wieder zurückgebracht werden. Heute nun wurden um 9 Uhr Dupotto, Mbegu und Roi zurück zu den Stallungen gebracht, um ihn in den Busch hinaus zu begleiten. Er schien nicht sehr begeistert, dass er hinaus durfte; das Tor wurde weit geöffnet, doch er wollte nicht herauskommen. Dupotto beschloss, nachdem sie eine Weile auf ihn gewartet hatte, in sein Gehege zu gehen und versuchte, ihn hinauszuschieben. Als sie kam, um ihn zu schubsen, ging er sofort hinaus. Er rannte in den Wald, und die anderen Waisen folgten ihm. Als Oltaiyoni, die im Wald geblieben war, ihn in die falsche Richtung rennen sah, eilte sie ihm hinterher. Wir alle dachten, als „Mutter“ der Herde würde sie ihm folgen, um ihn zurückzubringen, doch zu unserer Überraschung piekste sie ihn stattdessen in den Rücken und schob ihn weiter ins Gebüsch. Die Keeper mussen eingreifen und ihr zurufen, dass sie aufhören sollte. Am Ende verbrachten die Jungs Enkikwe, Boromoko, Kauro und Sokotei die meiste Zeit mit Galla und beschützten ihn. Er konnte sogar zur privaten Besuchsstunde um 15 Uhr mitgehen und benahm sich dort gut. Kurz vor 17 Uhr wurde er von Boromoko und Kauro zu den Stallungen zurückbegleitet.

Galla versteckt sich im Gebüsch

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