Ruhe in Frieden Musau

Musau begann 1989 für den David Sheldrick Wildlife Trust (DSWT) zu arbeiten und war 27 Jahre als Keeper tätig. Das Team war völlig fassungslos und geschockt, als er am 21. März an einem plötzlichen Herzinfarkt starb, während er und die anderen Keeper mit den Voi-Waisen im Busch waren. Musau hatte sich selbst den Spitznamen „Channel 0“ gegeben und machte sich damit darüber lustig, dass er nie zur Schule gegangen ist und dadurch kaum lesen und schreiben konnte. Seine mangelnde Schulbildung hinderte ihn jedoch nicht daran, einer unserer tüchtigsten und fähigsten Elefanten-Keeper zu werden. Sein größtes Vermächtnis ist die Tatsache, dass er von jedem innerhalb des DSWT gemocht wurde, auch von den Mitarbeitern des Kenya Wildlife Service (KWS). Als einer unserer dienstältesten Keeper war er mit vielen unserer früheren Elefantenwaisen vertraut, die jetzt wieder in der freien Wildbahn leben.

Joseph Musau
Joseph Musau

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IVORY CRUSH in Rom: Italiens Nein zum Elfenbeinschmuggel und zur Elefantenwilderei mit der Vernichtung beschlagnahmten Elfenbeins

Am 31. März 2016 wurden im berühmten Circus Maximus in Rom, dem antiken Schauplatz von Wettkämpfen, die Überreste von ca. 30 gewilderten Elefanten, nämlich deren halbe Tonne Elfenbein, das durch oder nach Italien geschmuggelt werden sollte, in der Öffentlichkeit zerstört. Initiiert und organisiert wurde die Aktion durch die Elephant Action League (EAL) in Zusammenarbeit mit dem italienischen Umweltministerium, der italienischen Forstpolizei und natürlich der Stadt Rom.

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Der Aufbau im Circus Maximus

 

 

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Die Bühne für die Elfenbeinzerstörung wird vorbereitet

 

Damit setzt Italien ein deutliches, öffentliches Zeichen für den Kampf gegen die ungezügelte Wilderei von Elefanten in Afrika, die die Tiere an den Rand der Ausrottung bringt. Durchschnittlich 100 Elefanten werden in Afrika jeden Tag abgeschlachtet, und wenn auf politischer Seite nichts dagegen unternommen wird, gibt es in zehn Jahren keine Elefanten mehr.

 

 

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Eine halbe Tonne Elfenbein, die vom italienischen Zoll beschlagnahmt worden war.

 

 

Die Veranstaltung ist eine letzte Würdigung der Elefanten, die zu blutigen Opfern der Geldgier von Kriminellen der Elfenbeinindustrie geworden waren. Daher gleicht die Stimmung der einer Beerdigung, als die Redner der majestätischen Herrscher der afrikanischen Savanne in Wort und Bild gedenken, aber auch der unzähligen Ranger, die im Kampf mit den Wilderern bereits gefallen sind.

 

 

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Die bekannte italienische Sängerin Ornella Vanoni kommt auf die Bühne und spricht sich für die Dringlichkeit des Elefantenschutzes aus. Sie ist die erste, die dem Förderband einen Stoßzahn zur Zerstörung übergibt. Das Förderband bringt das Elfenbein in eine Maschine, die das Material zerbricht, schreddert, mahlt und damit unbrauchbar macht.

 

 

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Ornella Vanoni

 

 

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Italiens Umweltminister Gian Luca Galletti

 

 

Nach der Sängerin folgt der Umweltminister Italiens, Gian Luca Galletti, der in seiner Rede betont hatte, daß auch wir in Europa uns um globale Umweltthemen kümmern, denn das Welterbe unseres Planeten geht uns alle an. Er sei entsetzt über die Gleichgültigkeit und den Egoismus der Vielen, die sich nicht um Umweltanliegen kümmern, sagt er. Im internationalen Kampf gegen den Elfenbeinschmuggel sei vor allem eine Zusammenarbeit aller Länder, auch innerhalb der EU, wichtig.

 

Italien sagt mit der Zerstörung der Stoßzähne und der geschnitzten Elfenbeinobjekte ein lautes „NEIN“ zum Elfenbeinhandel. Die Aussage ist, dass Elfenbein keinen Preis haben darf, und dass ein Markt für Elfenbein nie mehr existieren darf, wenn wir den Elefanten eine Chance geben wollen zu überleben.

 

 

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Andrea Crosta von EAL und Aldo Giovannella von Pengolife

 

 

Die ca. 200 Anwesenden, die der Einladung zum „Ivory Crush“ in Rom gefolgt waren, applaudieren heftig. Es treffen sich hier Angehörige vieler Organisationen, die auf die verschiedensten Arten für Elefanten arbeiten. Es sind zum Beispiel Filmemacher und Ausbilder für Ranger anwesend, und natürlich auch Unterstützer des David Sheldrick Wildlife Trust mit der Vermittlung von Elefantenpatenschaften. Dafür ist außer unserem deutschen Verein selbstverständlich die entsprechende italienische Organisation anwesend: Aldo Giovannella mit seinem Pengolife-Projekt. Es ist ein gutes Gefühl, unter Gleichgesinnten zu sein, die alle für das Überleben der Elefanten kämpfen. Der Dank gilt vor allem den überaus engagierten Mitarbeitern der Elephant Action League, die dieses großartige Ereignis in Rom initiiert und verwirklicht haben.

 

 

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Die Maschinerie für die Zerkleinerung des Elfenbeins

 

 

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Unser Vorstandsmitglied Birgit Hampl übergibt dem Förderband Stücke des „Blood Ivory“

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Das Elfenbein fällt schließlich in den Container, wo es zerstückelt wird.

 

 

Stück für Stück des grausigen Materials wird dem Förderband übergeben, bis schließlich die gesamte Menge zerstört ist. Es kracht und staubt aus der Maschine, und das Elfenbein wird in Form von Mahlgut in einen weiteren Container geschüttet. Gemäß Aussage eines Beamten wird es anschließend mit dem LKW weggefahren und verbrannt.

 

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Danke, Italien!

 

 

 

(Bericht: Birgit Hampl)

Die Waisen im Februar

Monatsbericht für die Ithumba-Gruppe: Februar 2016

 

 

Die Pflanzen in Ithumba werden langsam wieder gelb, da die Trockenzeit beginnt. Nach der sehr guten Regenzeit war es länger als sonst frisch und grün geblieben, sehr zur Freude aller. Unsere älteren Ex-Waisen sind den ganzen Monat in der Nähe geblieben und haben unsere Waisen regelmäßig besucht. Nach drei Monaten hat sich auch Olare mit ihrer Herde endlich wieder einmal blicken lassen. Zu ihrer Herde zählen Melia, Tumaren, Kandecha, Naisula, Kitirua, Chemi Chemi, Kalama, Murka und Kibo, die alle zusammen in der Nursery aufgezogen wurden und sehr enge Freunde sind. Es scheint, als ob sie unter sich bleiben wollen und sich nicht unbedingt einer anderen Herde wie der von Yatta oder Mulika anschließen wollen. Ishanga, Kilaguni, Chiamu, Kilabasi und Kanjoro sind eine weitere Mini-Herde, die auch manchmal mit Olares Gruppe anzutreffen sind. Auch diese fünf Elefanten sind diesen Monat zurückgekehrt. Die Begrüßung fiel nach so langer Zeit natürlich umso überschwenglicher aus, und auch Yatta und Mulika stießen später mit ihren Herden dazu. Olare ist seither mit ihrer Herde ganz in der Nähe geblieben.

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Simotuas trauriger Tod

Gegen Ende Juni letzten Jahres kam ein Elefantenwaise zu uns, dessen Verletzungen so grausam waren, dass man sie kaum anschauen konnte. Auf der ganzen Welt hatten Menschen Mitleid mit diesem kleinen Elefanten, der auf so schlimme Weise durch Menschenhand gelitten hatte. Wir nannten in Simotua. Er musste nicht nur die unglaubliche seelische Belastung ertragen, seine Mutter und seine ganze Familie verloren zu haben, er hatte wegen seiner schlimmen Verletzungen auch große körperliche Schmerzen. Eine Speerwunde hatte ein tiefes Loch in seiner Stirn hinterlassen, und eine Schlinge hatte sich durch das Fleisch seines rechten Vorderbeins bis auf die Knochen geschnitten. Doch Simotua war ein sehr tapferer kleiner Elefant, der die täglich nötigen Behandlungen stoisch über sich ergehen ließ. Er verstand, dass es so sein musste, wenn es für ihn Chancen auf Heilung geben sollte.

Die Schlinge wird entferntDraußen im Busch mit den anderen Waisen

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Voi Februar 2016

Montag, 1. Februar 2016
Es war ein wunderbarer Morgen, als die Waisen in der Morgendämmerung in Spiellaune aus ihren Gehegen kamen. Sie schlangen ihre Milch hinunter, bevor sie auf dem Gelände Fangen spielten. Tundani jagte jedem hinterher und versuchte, alle zu besteigen, während Nelion in das Gehege zurückkehrte, um sich den juckenden Hintern an den Metallpfosten zu kratzen. Suswa begrüßte ihre beste Freundin Arruba herzlich und legte ihren Rüssel auf Arrubas Rücken. Mudanda und Elkerama schienen in ihren Gehegen zufrieden zu sein und beobachteten nur durch den Elektrozaun hindurch die Aktivitäten der anderen Waisen, ohne selbst mitzumachen.
Ndii übernahm heute die Führung der Waisen. Sie grasten auf der Westseite des Mazinga-Bergs, bevor sie kurz vor Mittag zum mittleren Wasserloch gingen. Sie kamen in Fünfergruppen zur Fütterung, und Tundani, Nelion, Elkerama, Suswa und Arruba waren die ersten. Keiner der Waisen ging in das Schlammbad, sodass sie bald zum nachmittäglichen Grasen zum Voi-Fluss aufbrachen, bevor sie am Abend zu den Stallungen zurückkehrten.

Bada genießt ein Schlammbad

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