Der wegen einer Elefanten-Jagd in Afrika in die Kritik geratene hohe Beamte im Thüringer Umweltministerium wird versetzt.

Der wegen einer Elefanten-Jagd in Afrika in die Kritik geratene hohe Beamte im Thüringer Umweltministerium wird versetzt.

Minister Jürgen Reinholz (CDU) habe den Beamten von seiner Funktion als Zentralabteilungsleiter entbunden und „ihm mit sofortiger Wirkung eine Aufgabe außerhalb des Ministeriums“ zugewiesen, teilte das Ministerium am Montag in Erfurt mit.

 

Das war vorausgegangen:

Deutscher Umweltbeamter erlegte Elefanten in Botswana | WAZ.de.

 

Asanjes schwerer Weg

Asanje – ein wunderschöner Elefant mit einem ruhigen Charakter – hat es nicht leicht. Zuerst verlor sie ihre Mutter, dann hatte sie Ende Oktober den rätselhaften anaphylaktischen Schock im Busch, der ihr beinahe das Leben kostete. Seitdem sind die Probleme mit ihr weitergegangen. Sie durchlebt all das mit kämpferischem Geist, sie ist entschlossen und stoisch.

12720141252-pic4
Vor kurzem bildete sich eine dicke Beule an ihrem Kopf. Wir beobachteten sie und warteten ab, wie sie sich entwickelte und vermuteten, dass die Beule irgendwann aufbrechen würde. Sie wurde immer größer und entwickelte sich zu einer weichen Schwellung, die wir schließlich aufschnitten, um den Eiter und die Gifte herauszuwaschen, als wir meinten, dass es an der Zeit dafür war. Diesen Eingriff haben wir mit Hilfe des Tierarztes Dr. Sanjay am 24. Januar vorgenommen. Die Beule muss Asanje leichte Schmerzen bereitet haben und wir hoffen, dass sie nun endlich große Fortschritte machen kann und vollständig gesundet. Doch sie hat noch einen langen Weg vor sich, denn ihr Gesundheitszustand ist noch immer bedenklich. Ihre Blutwerte verbessern sich aber und daher sind wir guter Dinge.

Sie geht täglich mit ihren heißgeliebten Keepern in den Busch und gesellt sich zu den Anderen, wenn ihr danach ist. Sie bevorzugt die Gesellschaft der kleinen Babys, da ihr durchaus bewusst ist, wie zerbrechlich sie selbst ist und sie daher ungern längere Zeit bei den älteren, robusten und schubsenden Elefanten ist. Sie frisst gut, liebt ihre Milch und ihr Gehege, in das sie auch während des Tages zurückkehren kann.

Die Tourismusbranche ergreift Maßnahmen zum Schutz der Elefanten Afrikas

Es wurde eine neue Kampagne ins Leben gerufen, die den Zusammenschluss der Tourismusbranche anstrebt, um das Bewusstsein für die aktuelle kritische Situation hinsichtlich der Wilderei von Elefanten zu schärfen. Der David Sheldrick Wildlife Trust (DSWT) ist stolz, einer der begünstigten Partner dieser bahnbrechenden Initiative zu sein.

S.A.F.E (Safeguarding a Future for Africa’s Elephants) ist eine Kampagne der Bodhi Tree Foundation (TBTF), die das Ziel hat, Bewusstsein zu schaffen und lokale Organisationen, darunter der DSWT, zu unterstützen, die hart daran arbeiten, den Elefantenbestand zu erhalten, die Wilderei einzudämmen und der Nachfrage nach Elfenbein Einhalt zu gebieten. Zehntausende Elefanten werden aufgrund der Nachfrage nach Elfenbein jährlich in Afrika getötet, deshalb hat S.A.F.E sich zum Ziel gesetzt, innerhalb der Tourismusbranche und unter den Reisenden über diese kritische Situation aufzuklären und das Bewusstsein dafür zu mobilisieren.

herde– Eine große Herde

– grosser_eli

Ein großer Elefant mit Stoßzähnen in Tsavo

2012 wurden schätzungsweise 36.000 Elefanten wegen ihres Elfenbeins getötet, das macht 10% des Bestandes aus oder anders ausgedrückt: alle 15 Minuten wird ein Elefant getötet! Mehr als 90 % des Bestandes der afrikanischen Elefanten wurden allein in den vergangenen 50 Jahren abgeschlachtet, doch bei 33,8 Millionen Touristen, die 2012 nach Afrika reisten, hat der Verlust der Elefanten eine enorme Auswirkung auf die globalen Tourismusbranche und auf Afrikas Wirtschaft. Wenn es keine wild lebenden Tiere zu beobachten gibt, werden die Reisenden wegbleiben und daraus folgend werden die Safari Lodges und afrikanischen Reiseveranstalter nicht mehr in der Lage sein, zu überleben. Die lokale Bevölkerung, viele sind angewiesen auf die Gelder der Lodges, wird leiden und die noch übrig gebliebenen wild lebenden Tiere nicht mehr schützen können.

– schoener_eli

Ein wunderschöner Elefant

fluss

Flussdurchquerung in Tsavo

“Die Bedeutung des Safari-Tourismus für Kenia ist nicht zu unterschätzen“, sagt Rob Brandford, der britische Direktor des DSWT. „Die Reisebranche kann eine dauerhafte Rolle beim Schutz der Elefanten spielen und wir sind erfreut, mit der Kampagne S.A.F.E eine Partnerschaft einzugehen, deren Unterstützung unseren Projekten im Kampf um den Schutz der Elefanten sehr zugute kommen wird.“

Das aktuelle schlimme Übel der Wilderei bedeutet, dass Afrikas wilde Elefanten bis 2025 ausgestorben sein könnten, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden. Da Schlüsselarten, Lebensräume und das gesamte Ökosystem von Arten abhängig sind, um zu überleben, könnte deren Verlust dazu führen, dass die Umgebung, in der sie leben, nicht mehr zukunftsfähig sein wird. Es ist dringend erforderlich, dass die führenden Reiseveranstalter auf der ganzen Welt die Auswirkungen dieser aktuellen kritischen Situation erkennen und dass unverzüglich Maßnahmen ergriffen werden. „Wild lebende Tiere und Tourismus sind in Afrika voneinander abhängig. Wenn nicht unsere Branche sich zusammenschließt und dabei hilft, das zu verhindern,“ so TBTF-Mitbegründerin Jena Gardner, „wer dann? Mit so viel ausgestattet-  und mit einer starken weltweiten Stimme, lassen Sie uns die Branche sein, die als erste ein Zeichen setzt, die zeigt, dass wir uns Gedanken machen und lassen Sie uns andere Branchen animieren, sich anzuschließen.“

– flug

Das Überfliegen von Elefanten in Tsavo

– stosszaehne

Ein Elefant mit Stoßzähnen in Tsavo

Zu den Partnern und Unterstützern der Kampagne gehören „Absolute Travel“, „ProTravel“, „Uncharted Outposts“, „Wilderness Safaris“ und „Singita“. Alle Spenden zugunsten S.A.F.E. werden die Arbeit vor Ort und die Projekte der Begünstigten, die speziell auf den Schutz der Elefanten abzielen, finanziell fördern. Neben dem David Sheldrick Wildlife Trust kooperiert S.A.F.E. derzeit auch mit anderen wegweisenden Naturschutzorganisationen, darunter „African Wildlife Foundation“, „Save The Elephants“ und WildAid.

Über folgende Internetseite können Sie sich über die Kampagne informieren und etwas darüber erfahren, wie die Tourismusbranche helfen kann: http://www.saveafricaselephants.com

Die Geschichte von Shujaa und Mshindi

Das die traurige Geschichte von Shujaa und Mshindi, zwei Elefantenbabys, die den Zahnungprozess in unserem Waisenhaus leider nicht überlebt haben.

Am 25. September wurde die missliche Lage eines einsamen Babyelefanten in der Nähe der Straße nach Mackinnon hinter dem Buchuma-Tor des Tsavo-East Nationalparks von einem Wildhüter an den David Sheldrick Wildlife Trust gemeldet. Das Kalb lief augenscheinlich die Mombasa-Autobahn entlang und suchte — zur großen Überraschung der erschrockenen LKW-Fahrer — Schutz im Schatten von riesigen Trucks, die an Straßenrand parkten. Dieses winzige Kalb war zu jung um Furcht zu kennen und ging mutig zwischen den Fahrzeugen, den neugierigen Zuschauern und den Gebäuden umher und suchte verzweifelt nach irgendetwas, das sich wie Mama anfühlte. Glücklicherweise wollten ihm die Menschen, auf die es traf, nichts Böses.

Shujaa „Die Geschichte von Shujaa und Mshindi“ weiterlesen