Aktuelles aus Malawi / Thuma & Dedza Salima F.R.

Unser neues Projekt zum Schutz des Dedza-Salima Forest Reserve feiert nun bald einjähriges Bestehen, und ich wollte sehen, wie es dort vor Ort vorangeht.

Albert Schenk ( der verantwortliche Field-Manager vor Ort ) holte mich am Flughafen in Lilongwe ab, und wir machten uns auf in Richtung Thuma Forest. Dort wurden wir vom Camp-Guard (einer der Scouts hat immer Camp Dienst – d.h. er ist verantwortlich für die Sicherheit des Camps / fürs Essen / die Wäsche) begrüßt, und ich habe mein zu Hause für diese Woche bezogen. Eine Hütte aus Bambus – ein Feldbett und ein Moskitonetz sollten meine Umgebung für die nächsten Tage sein.

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Newsletter aus Kenia / die Eli-Waisen im Juli

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juli 2008

Der 3. Juli wurde zu einem denkwürdigen Tag in der Nursery. „Wasessa“, der 2-jährige Neuling, die so schwer zu beruhigen war und sich vor Menschen ungeheuer fürchtete, war das erste Mal mit den anderen Waisen unterwegs, nachdem sie fast 2 Wochen im „Zähmungsstall“ verbracht hatte. Wir waren alle sehr gespannt, da wir nicht wussten ob sie die Flucht ergreifen, die Flaschenmilch aus der Hand eines Keepers im Busch annehmen und sich beim nachmittäglichen Suhlen in Gegenwart der Besucher benehmen würde. Während sich die anderen im Schlamm wälzten, kam sie zurück in ihren Stall, kehrte aber noch während der Besucherzeit zurück und blieb inmitten der Gruppe. Sie trug ihre Ohren zwar den ganzen Tag aufgerichtet wie Platzteller, allerdings benahm sie sich tadellos, auch wenn sie die Anwesenheit von so vielen Menschen anfangs verstörte und verunsicherte. Da die anderen so gut gelaunt blieben, verstand sie wohl, dass ihr niemand etwas Böses wollte, und mit jedem Tag wurde sie ein bisschen ruhiger und gefügiger.

Kenia

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Newsletter aus Kenia / die Eli-Waisen im Juni

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juni 2008

Komischerweise passiert es immer sonntags, wenn es am schwierigsten ist alle Kräfte für eine Rettungsaktion inklusive Transport per Luftweg zu mobilisieren! Am Sonntag, den 8. Juni hatten wir jedoch gleich zwei solcher Aktionen in Laikipia.

Laikipia liegt in Kenias Norden, umfasst ein Gebiet von etwa 8.700 km-² mit kleinen Feldern, großen Farmen und Ländereien in privater und staatlicher Hand. Das Klima ist überwiegend trocken und die Heimat von Kenias zweitgrößter Elefantenpopulation. Man schätzt etwa 5.000 Tiere, die sich in verschieden Gruppen auf die übrig gebliebenen Wälder und kleineren elefantenfreundlichen Schutzgebiete verteilen, wo sie sicher sind. Sobald sie jedoch einen Fuß über die Grenzen dieser Rückzugsorte setzen um sich mit Artgenossen zu treffen, die sich in der Ferne aufhalten, stoßen sie auf ihrem Weg unweigerlich auf von Menschen angebautes Grünfutter und riskieren Ärger mit der sich ausbreitenden Bevölkerung. Die einstigen Jäger und Sammler haben sich in der Vergangenheit hier niedergelassen und kultivieren nun die Böden auf den früheren Wanderwegen der Elefanten. Die nomadische Lebensweise der Elefanten verlangt viel Raum, und genau dieser wird ihnen nun vorenthalten. Laikipia ist eines der Gebiete, wo die Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren am meisten zu spüren sind, denn Bauern und Elefanten versuchen hier beide zu überleben. Es ist außerdem ein Gebiet, wo die Gefahr der Wilderei aufgrund der Nähe zum chaotischen Somalia und der langen Dürreperioden am größten ist. Die Überlebenschancen für Elefanten stehen hier sichtbar schlecht.

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Lenana, Makena & Chyulu ziehen nach Ithumba

Es sind immer gemischte Gefühle im Spiel, wenn die Elefantenwaisen für immer die Nursery verlassen und zur nächsten Phase ihrer Auswilderung (weitere 8-10 Jahre) in die Elefantengemeinschaft eines geschützten Nationalparks übergehen, der groß genug ist um ihnen einen angemessenen Lebensraum zu bieten. Dieser Nationalpark ist Tsavo-Ost, etwa 15.000 km² in seiner Ausdehnung und mit einem Gebiet von etwa 4.800 km² unberührter Wildnis im Norden. Für Touristen ist dieses Gegend nicht zugänglich, weil sie so abgeschieden und trocken ist. Elefanten jedoch bietet sie ein optimales Habitat, und sie war früher sogar einer der Kronjuwelen Tsavos, denn es lebten dort einstmals einige der größten Elefanten, die man in Afrika jemals sah.

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