Sabachi´s Rettung

Das Namunyak-Wildschutzgebiet erstreckt sich über etwa 76.000 Hektar und liegt am südlichen Ende der Mathews-Gebirgskette in Nordkenia. Es ist die Heimat der Samburu, die als Halbnomaden für lange Zeit mit den Wildtieren auf ihrem Land friedlich zusammen gelebt haben. Das farbenfrohe Bild eines Samburu-Kriegers in seiner traditionellen Tracht ist eng verknüpft mit den Waisen der Ithumba-Gruppe, von denen einige durch die Namunyak-Gemeinde gerettet wurden.

Das Namunyak-Wildschutzgebiet wurde mit Unterstützung von Ian Craig (Lewa Conservancy) und dem Northern Rangelands Trust aufgebaut um den Einheimischen den Wert ihres Wildtiererbes nahe zu bringen und den Naturschutz zu unterstützen, damit sie auch finanziell davon profitieren können. Die Bemühungen haben sich als sehr erfolgreich erwiesen, was man besonders am Beispiel der Elefanten sehen kann: waren sie 1985 durch Elfenbeinwilderer ganz aus der Region verschwunden, so sind bis heute tausende Elefanten zurückgekehrt, leben und vermehren sich hier, zusammen mit vielen anderen Wildtieren, die von den Samburu-Wildhütern geschützt werden, die die Gegend rund um die Uhr patrouillieren. Ein wundervolles Camp mit Safarizelten, Serara genannt, lockt viele Touristen an und generiert somit wichtiges Einkommen für die örtliche Gemeinde.

In das besagte Camp lief eines Morgens das 5 Monate alte Elefantenbaby Sabachi, sehr zur Verwunderung des Verwalters Aden. Das Kalb wurde nach dem heiligen Berg der Samburu, Sabachi, benannt, der von den Einheimischen sehr verehrt wird und die Landschaft überstrahlt.

Das nördliche Grenzgebiet Kenias ist sehr trocken, Wasserquellen sind knapp, und daher wurden zahlreiche tiefe Brunnen in den ausgetrockneten Flussbetten, den Luggas, gegraben, um die Viehherden zu tränken. Einige Wände der Luggas sind durch Erosion so steil geworden, und wenn sich Elefantenherden in solchen Gebieten versammeln, passiert es häufig, dass unvorsichtige kleine Babies hineinfallen. Der Herde gelingt es dann meist nicht mehr, den Nachwuchs zu befreien.

Sabachi

Wir glauben, dass auch den kleinen Sabachi dieses Schicksal ereilt hatte, jedoch konnte er von Stammesangehörigen gerettet werden. Allerdings flüchtete er daraufhin, denn er ist ein Energiebündel, voller Kraft, doch die vielen Schürfwunden an seinem Kinn und entlang seines Rumpfes, zusammen mit dem angefressenen Rüssel lassen fast keinen anderen Schluss zu. Er wurde am 3. Februar in die Nairobi-Nursery geflogen, und es geht im bisher gut.