Mwashoti und Alamaya ziehen nach Umani Springs um

Zwei kleine Elefanten kamen im letzten Jahr zu uns, die beide sehr verwundet waren. Einer war von einer Kabelschlinge eines Wilderers verletzt worden, die fast sein Bein abgetrennt hatte. Der andere hatte durch Wilderei seine Mutter verloren, sodass er allein und verletzlich zurückblieb und von Hyänen angegriffen und schlimm zugerichtet wurde. Er hatte großes Glück, dass er rechtzeitig gerettet werden konnte. Es war herzergreifend mitzuerleben, wie diese beiden Bullen um ihr Leben kämpften, und ihre Heilung ist schon ein kleines Wunder. Mwashoti und Alamaya hatten beide einen sehr schweren Start ins Leben, und ihre Verletzungen waren so stark, dass wir ihre Überlebenschancen damals als sehr gering eingeschätzt haben. Doch seitdem sind einige Monate vergangen, und trotz aller widrigen Umstände schritt ihre Heilung voran. Inzwischen haben sie sich besser erholt, als wir uns hätten träumen lassen.

 


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Der nächste Schritt für Olsekki, Enkikwe und Siangiki

Endlich war es für die frechen Jungs Olsekki und Enkikwe sowie ihre Freundin Siangiki soweit, den Weg zur Auswilderungsstation in Ithumba in Tsavo anzutreten. Es ist ein beliebter Scherz im Waisenhaus, dass Chef-Keeper Edwin erleichtert sein wird, wenn diese jungen Bullen, vor allem der gierige Olsekki, das Waisenhaus verlassen und dann in Benjamins Verantwortungsbereich fallen, dem Chef-Keeper der Ithumba-Einheit. Olsekki war eine echte Herausforderung im Waisenhaus, doch die Ithumba-Keeper freuten sich auf die drei neuen Babys – vielleicht war ihnen noch nicht ganz bewusst, was sie sich mit dieser neuen Lieferung eingehandelt haben! Aber abgesehen davon haben wir immer wenn Babys das Waisenhaus verlassen, um zu den Auswilderungsstationen im Tsavo-Nationalpark umzuziehen, gemischte Gefühle: Wehmut, dass sie uns verlassen, doch auch große Erleichterung, dass die von Menschenhand aufgezogenen kleinen Elefanten es so weit geschafft haben und nun einem normalen wilden Leben wieder einen Schritt näher kommen. Die Freiheit ist das größte Geschenk, das wir den Elefanten machen können.

 


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Unser kleiner Traum: Ndotto damals und heute

Wir waren uns nie so richtig sicher, dass dieser kleine Bursche es schaffen würde. Als er gerettet wurde, war er gerade einmal 48 Stunden alt, seine Nabelschnur hing noch an ihm und die Rückseite seiner Ohren war noch rosa. Er gab eine bemitleidenswerte Figur ab, wie er aus der Hütte kam, in der ihn die Samburu aus einem Gebiet namens Suruan im abgelegenen Ndoto-Gebirge so aufopfernd versorgten. Ndotto hatte sich unter die Nutztiere dieser Viehzüchter verirrt, und die Menschen sahen, wie hungrig das kleine Baby war. Sie meinten es gut mit ihm und mischten ihm etwas des dort üblichen Maisbreis, genannt „Uji“, zusammen. Leider enthält dieser Brei Fett und Kuhmilch, und wir beim DSWT wissen aus Erfahrung, dass Kuhmilch für solche kleinen Elefanten tödlich ist, weil er immer schlimmen Durchfall verursacht. Entsprechend unsicher war Ndottos Anfang bei uns, und daher ist er unser kleines „Wunder“. Dies alles konnten die Samburu natürlich nicht wissen; dieser Teil des Landes ist sehr isoliert, und nur dank der Mühen, die die lokalen Bewohner auf sich nahmen, als sie viele Kilometer liefen, um von Ndotto zu berichten, bekam er eine erneute Chance zu überleben.

 


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Voi April 2016

Freitag, 1. April 2016
Es war ein herrlicher Morgen. Die Ex-Waisen aus Emilys Herde kamen mit Lesanjus Herde früh am Morgen zu den Stallungen, und sie verpassten die milchabhängigen Waisen nur um wenige Minuten. Lesanju und ihre Freunde blieben ein wenig abseits von der Haupt-Herde und warteten geduldig, bis die älteren Elefanten an der Tränke genug gesoffen hatten, ehe auch sie sich zum Saufen versammelten. Morani, der darauf wartete, dass die Kühe genug gesoffen hatten, schloss sich Lesanjus Herde an der Tränke an. Nachdem er gesoffen hatte, kletterte er sogar in die Tränke hinein, um sich besser abkühlen zu können.
Die Ex-Waisen und Lesanjus Gruppe brachen dann wieder auf und gingen Richtung Osten. Sie trafen aber nicht mehr auf die Waisen, die zum Grasen weiter nach Norden gelaufen waren. Panda graste den ganzen Tag in der Nähe von Bada. Die Waisen besuchten mittags das mittlere Wasserloch, badeten aber nur sehr kurz und gingen dann wieder, um den Rest des Tages zu grasen.

Emilys Herde säuft an der Tränke

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Umani Springs April 2016

Freitag, 1. April 2016
Die Elefanten juckte es am Morgen sehr. Sobald sie aus ihren Gehegen gekommen waren, brachten Sonje und Murera alle Babys zum Kratzen zur Steinwand neben dem Tor zu den Stallungen. Murera kratzte sich zuerst, gefolgt von Ziwa und allen anderen. Sie bearbeiteten ihre Hälse an der Kante der Wand, um die Insekten loszuwerden.
Als die Waisen grasten, jagten sich zwei Antilopen quer durch das Gebüsch. Die männlichen Buschböcke rannten dicht an den frechen Jungs Ngasha und Faraja vorbei, die gerade auf ihrer Freundin Zongoloni herumkletterten. Faraja fiel vor Schreck von Zongoloni herunter, als er die Geräusche im Gebüsch hörte, weil er sich vor dem Tier, das dort womöglich lauern würde, fürchtete. Alle Waisen flohen dorthin, wo die Keeper sie beobachteten und sie dann beruhigten. Murera und Sonje passten gut auf, dass Ziwa immer in ihrer Nähe war.

Die Babys kratzen sich die Hälse

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